Nadine Baumann

Leo und Brook Teil 2

Kapitel 3
 
Weil Leo den ganzen Rückweg über Kopfschmerzen klagte, liegt er mit einer Wärmflasche im Bett. Vom Zusammenstoß mit der Laterne ist nur eine Beule zusehen. Brook kocht in der Küche eine Suppe als Mittagessen. Ihm tut es immer noch wahnsinnig leid, Leo so geärgert zu haben. Es war nicht seine Absicht ihn zu verletzen. Ein Glück ist nicht mehr passiert.
Die Suppe ist fertig.  Brook nimmt den Topf vom Herd, füllt die Suppe in zwei Schüsseln und trägt sie ins Schlafzimmer.
„Hast du was zu essen gemacht?“
„Jupp. Es gibt Suppe mit Nudeln. Hier“ Brook reicht Leo die heiße Suppe während er sich zu ihm aufs Bett setzt.
„Danke.“
Schweigend löffelt jeder vor sich hin und hängt seinen Gedanken nach.
Dann bricht Leo das Schweigen: „Warum interessiert es dich nicht, was andere sagen oder wie sie über uns reden? Für dich muss das doch auch schlimm sein, schließlich kannst du sie dabei sehen“
Brook schaut von seiner Suppe auf. „Warum es mich nicht interessiert? Gute Frage“, er stützt das Kinn mit der Hand, „Vielleicht will ich einfach nicht auf die Meinung anderer Leute Rücksicht nehmen. Ich will so leben. Vor allem mit dir.“
Leo lächelt.
„Wieso lachst du? Ich meine alles ernst was ich sage.“, sagt Brook beleidigt, was Leo erst recht zum Lachen bringt. Dann antwortet er: „Das ausgerechnet du so was sagen kannst. Du bist abweisend zu mir, beleidigst mich regelmäßig und bist dazu noch super eingebildet und… und ausgerechnet du sprichst von Liebe, wo du mehr Frauen hast als ein Ölscheich! Mich inklusive. Und das ist es was mich stört:“, Leo hat sich aufgerichtet und deutet in Brooks Richtung, „Du denkst nur an dich.“
„Nein, ich denke nicht nur an mich. Und das mit dem Ölscheich hast du mit Absicht gesagt. Du bist manchmal ganz schön gemein.“, Brook ist wirklich beleidigt, „Außerdem bringen mich die Leute zum Nachdenken, aber ich mache mir keinen Kopf darüber, denn ich will so sein. Willst du das denn nicht verstehen?“
Leo ignorierte die Frage: „Du willst dein ganzes Leben lang als Schwuchtel beleidigt werden? Und es soll mir nichts ausmachen, mich als blinde Schwuchtel bezeichnen zu lassen?“
Jeder steht auf seiner Seite des Betts und beschimpft den anderen auf Übelste.
„Ja und? Du bist nicht nur eine blinde Schwuchtel, du bist auch noch ein verdammtes Weichei! Du gehst mir auf den Keks mit deiner Übervorsichtigkeit. Ja, du bist blind, aber nicht schwerstbehindert.“
„Du gehst mir auch auf die Dachrinne. Du Schwuchtel!“
Brook fehlen für ein paar Sekunden die Worte. „Du kleines Miststück! Du hast mich doch die ganze Zeit genervt. Du hast dich mir ja förmlich in den Schoß geworfen.“
Leo steht der Mund offen, er ist sprachlos. Aber Brook hört noch nicht auf: „Und weißt du was? Im Bett bist du schrecklich. Es ist anstrengend dich überhaupt dazu zu bewegen.“
„Ach ja? Meinst du wirklich, du wärst so geil, dass niemand dir widerstehen kann? Ich langweile mich.“
Brook guckt Leo an wie der hungrige Löwe, der sich auf seine Beute stürzt.
„Als ob du jemals Lust hattest. Wenn du noch ein Wort sagst, egal was, kannst du was erleben.“ Brook ballt die Fäuste. Einerseits weiß Leo nicht ob Brook seine Drohung tatsächlich wahr machen würde, andererseits kann er sich die Bemerkung, die ihm schon auf der Zunge brennt, nicht verkneifen: „Versuch es doch, das traust du dich nicht. Du bist…“ Brooks Faust trifft ihn hart an den Kopf. Er taumelt rückwärts und rutscht an der Wand entlang zu Boden. Leo presst die Hand an die Wange. Blut tropft auf den Teppich. Herablassend blickt Brook zu ihm herunter. Seine Augen sind vor Hass zu Schlitzen verengt. „Du bist selber Schuld.“ Mit diesen Worten verlässt Brook die Wohnung.
 
 
Kapitel 4
 
Brook setzt sich ins Auto und fährt ins Nirgendwo. Mitten auf der Autobahn kommt ihm ein Gedanke wo er die Nacht verbringen könnte. Er nimmt die nächste Ausfahrt. In ein paar Minuten ist er da. Er parkt seinen Wagen und stellt den Motor ab. Seine Gedanken kreisen immer noch um Leo und seine verletzenden Worte. Eigentlich wollte er Leo nicht schlagen und auch war er nicht auf Streit aus. Warum musste Leo nur immer so streitsüchtig sein?
Langsam wird es dunkler. Die Scheiben des Wagens beginnen von außen von Eisblumen einzufrieren und von innen vor Feuchtigkeit zu beschlagen. Wie gern wäre er jetzt bei Leo, wie gern hätte er ihn getröstet uns wie gern hätte er sich tausend Mal entschuldigt. Er weiß, dass auch Leo seine Worte Leid tun und er weiß auch, dass Leo ihn nicht provozieren wollte. Doch Brook ist zu verständnisvoll um jetzt wieder nach Hause zurückzufahren. Beide brauchen den Abstand von einander. So übernachtet er im Auto.
 
 
Kapitel 5
 
In seinen Gedanken ist Leo bei dem gestrigen Streit. Brook ist einfach aus dem Haus gegangen. Na ja, was heißt einfach. Er hat Leo einen eine schallende Ohrfeige gegeben. Die Wange schmerzt immer noch und ist angeschwollen. Langsam steht Leo auf. Die Wohnung erscheint ihm ohne Brook leer und kalt.
„Wo hat er wohl die Nacht verbracht?“, fragt sich Leo, „Wahrscheinlich im warmen Bett einer Frau. Mich braucht er wohl nicht.“
In Leo steigt die Wut auf, an der immer mehr die Hilflosigkeit nackt. Was würde mit ihm passieren, wenn Brook nicht wieder nach Hause käme? Er liebt Brook, doch er weiß nicht wie viel er hm bedeutet, nachdem was Brook gestern Abend getan hat. Trotzdem würde Leo alles tun um seinen Geliebten wieder bei sich zu haben. Und all die Dinge, die gestern gesagt oder getan wurde, sind vergessen.
Leo legt sich aufs Bett und versucht einzuschlafen. Nach einiger Zeit beschließt er sich etwas zu essen zu machen. Ein voller Bauch beruhigt. „Mhhh. Was koche ich mir den mal? Eine Suppe am besten.“ Wenig später ist die Kochmischung aufgekocht und Leo füllt sie in eine Schüssel um, als das Türschloss knackt. Die Haustür wird aufgeschoben, jemand betritt die Wohnung und zieht Schuhe und Jacke aus. Leo steht da in der Küche mit einer heißen Schüssel in der Hand und rührt sich nicht von der Stelle. Er weiß, dass der Ankömmling um 5 Uhr morgens nur Brook sein kann. Aber er sagt keinen Ton.
Brook schaltet im Flur das Licht an und geht dann in die Küche. Jemand steht mitten im Raum mit der Schüssel in der Hand. Brook tastet nach dem Schalter. Leo steht vor ihm und glotzt ihn geschockt an. Sie stehen sich schweigend gegenüber. Plötzlich zerschellt Porzellan auf den Fliesen und Suppe verteilt sich über die Scherben und Boden. Leo wappnet sich gegen einen bissigen Kommentar, doch Brook seufzt nur, nimmt das Geschirrtuch und wischt wortlos die Suppe weg. Leo hat sich nicht vom Fleck bewegt und fängt zu heulen an. Brook sagt nur: „Freust du dich so sehr, mich zu sehen, dass du alles fallen lässt um mich zu begrüßen?“
Leo ist gar nicht in der Lage zu antworten. Er schluchzt und schnieft wie verrückt. Auch Brook bemerkt, dass die Nacht auch für Leo nicht besser gewesen ist als für ihn. Langsam kommt er näher, doch Leo läuft ins Schlafzimmer. Brook folgt ihm.
„Beruhige dich doch endlich! Wieso weinst du?“
„Ich will mich aber nicht beruhigen. Wo warst du die ganze Nacht? Aber nein, warte. Ich weiß es sowieso. Na welche war es dieses Mal, welche von deinen Frauen?“ Leo schluchzt weiter und Tränen strömen über sein Gesicht.
„Ich habe die Nacht im Auto verbracht. Ich war bei keiner Frau, ich habe keine Frauen. Ich lebe nur mit dir.“ Die Worte verströmen eine solche Zärtlichkeit und Liebe aus, dass Leo wohlige Schauer über den Rücken Laufen. Leo hört auf zu schluchzen. Er guckt etwas verwirrt drein. Brook kommt langsam auf ihn zu und dieses Mal läuft Leo nicht weg. Er zieht ihn an sich heran, beugt sich herunter und küsst ihn sanft.
„Darf ich dich küssen?“, fragt Brook und küsst ihn weiter.
„Tust du doch schon“, murmelt Leo zwischen seinen Lippen.
Die Küsse werden zunehmend heißer und breiten sich zu seinem Hals aus. Mit warmen Händen streift er Leos Pyjama herunter.
„Sag mal. Wollen wir hier etwa die ganze Nacht stehen bleiben?“, fragt Brook.
„Ist doch schön so. Ich kann deine Wärme und deinen Körper spüren“
„Nein, nein. Ich meine HIER stehen bleiben. Wollen wir nicht ins Bett?“
Beschämt guckt Leo zu Boden. Das reicht Brook als Antwort. Er hebt den Jungen mit beiden Händen auf und trägt ihn ins Bett. Behutsam legt er ihn auf das Bettlacken. Brook knöpft sein Hemd auf, während Leo immer noch sein Gesicht abwendet. „Guck mich bitte an“, flüstert Brook.
„Wieso denn?“ Er guckt immer noch weg.
„Ich will dein Gesicht sehen. Du hast so ein schönes Gesicht. Wirklich. Ich möchte dich ansehen, wenn ich mit dir schlafe. Denn ich liebe dich und möchte das du glücklich bist.“ Er spricht ruhig, seine tiefe Stimme lullt Leo ein und sein warmer Körper an Leos bewirkt das Übrige. Leo wendet sein Gesicht Brook zu.
„Die Wange ist ja geschwollen. Ich wollte dich nicht schlagen. Tut es noch sehr weh?“ Mit seiner Hand streichelt er liebevoll über die Wange.
„Nein, es tut nicht mehr weh. Komm her und küss mich“, hört man Leo leise flüstern.
Brook führt gehorsam aus. Leos Hände tasten sich langsam über Brooks Oberkörper. Als Leo ihm das T-Shirt ausziehen will, fängt Brook seine Hände auf Höhe der eigenen Taille ab und drückt sie auf die Matratze. Von Leo ist ein leises Stöhnen zu hören. Brook unterbricht seine zärtlichen Berührungen um seine Hose auszuziehen und kuschelt sich dann umso dichter an den Kleinen heran.
„Was machst du da?“, fragt Leo.
„Ich ziehe dich aus. Du tust ja so als ob ich das noch nie mit dir gemacht hätte.“
Dann landet Leos Boxershorts auf dem Boden. Brook streichelt den Jungen überall und seine Küsse wandern immer tiefer.
„Es ist so schön. Nicht aufhören.“, seufzt Leo. Er kuschelt sich in den weichen Bettbezug und genießt Brooks Zärtlichkeiten. Dann drückt er Brook an sich, beide wälzen sich übereinander bis Leo seinen Kopf auf Brooks Brust legt und sich an ihn kuschelt.
„Ich will für immer so mit dir liegen bleiben.“
Brook zieht die Stirn in Falten: „Nur so liegen bleiben? Mehr fehlt dir nicht zu deinem Glück? Also, mir würde da schon etwas einfallen.“ Schnell dreht Brook den Kleinen auf den Rücken. Er schmiegt sich immer näher an ihn heran und drückt seine Schenkel auseinander während seine Lippen sich an Leos Hals festsaugen.  Leo schlingt die Arme um seinen Geliebten und seine Fingernägel graben sich schmerzhaft in Brooks Rücken, sodass er ihn noch fester an sich drückt. Ihre Hände sind überall, ihre Lippen suchen einander. Brook bewegt sich kraftvoller während Leo aufstöhnt und sich fallen lässt. Sein Gesicht ist von Schweiß benetzt und seine Wangen sind gerötet.
„Brook! Ich komme“, stöhnt Leo kaum hörbar.
Brooks Bewegungen werden schneller und das Stöhnen wird lauter bis beide einen Moment verhaaren. Dann fällt Leo Brook erschöpft in seine Arme. Er bleibt dicht neben Brook liegen, den Kopf auf seiner Schulter und die Arme immer noch um ihn gelegt.
„Leo?“ Brook hebt den Kopf. Leo antwortet nicht. Er ist vor Erschöpfung eingeschlafen.
 
 
Kapitel 6
 
Ein penetrantes Geklingel erfüllt Leos Träume. Er wird nur langsam wach. Brook lässt sich von nichts und niemanden aufwecken. Genervt und alles andere als wach tastet Leo nach dem Apparat.
„Ja?“
Die tiefe Raucherstimme von Martin Großkopf, dem Manager von Brook, meldet sich: „Guten Morgen Leo. Ich hoffe, ich habe Sie nicht geweckt.“
„Schon okay. Sie wollen sicher mit Brook reden. Aber der schläft noch.“
„Das ist mir schon ganz Recht. Ich kann es auch Ihnen sagen. Hätten Sie Interesse an einem Live-Konzert? Sie und Brook zusammen.“
Leo ist sprachlos. Er hat sich zwar schon immer gewünscht ein Mal mit Brook zusammen aufzutreten. Doch dass es dazu jemals kommen würde, hätte er nicht gedacht. Brook brachte ihm vor mehr als einem Jahr das Klavier- und Geigespielen bei. Damals hatte Leo noch bei seiner Familie gewohnt. Brook war damals Leos Geschenk zu seinen 18 Geburtstag gewesen, doch dabei war es nicht geblieben. Leo war fasziniert von diesem selbstbewussten Mann, der viel über die Welt wusste und ihm selbst etwas von diesem Lebensgefühl abgeben wollte. Leos Mutter war geschockt, als sie die Fehlentwicklung ihres Sohnes, wie sie es herablassend nannte, deutlich wurde und Brook Leo den Kopf verdreht hatte. Die Liebe geht seltsame Wege. Für die beiden war es ein langer und harter Weg von England über Spanien in die USA. Seit zwei Monaten wohnen sie zusammen, seit einem Jahr hat Leo nichts mehr von seiner Familie gehört.
„Sind Sie noch dran Leo?“
„Ja, ja ich bin noch dran. Und ich kann Ihnen versichern, dass wir auf jeden Fall zusammen auftreten werden!“
„Dann ist ja alles geklärt“, der Manager hört sich erleichtert an, „Das Konzert findet in zwei Tagen statt. Im Madison Square Garden.“
„Wow! Wir sind dabei!“
Damit beendet Leo das Gespräch  Wow! Er hat ein Konzert mit Brook. Im NY Garden! Einfach genial. Er am Klavier und Brook spielt die Geige. Das muss toll werden. Die Leute werden nur so ausflippen. Leo kriegt sich nicht mehr ein.
„Brook wach auf! Ich muss dir was erzählen! Brook! BROOK!“
 
 
Leo tritt ungeduldig von einem Fuß auf dem anderen. Er hat ein solches Lampenfieber, dass ihm am Morgen schon schlecht war. Brook ist völlig gelassen. Natürlich ist er auch aufgeregt, doch es ist schon eine gewisse Routine dabei. Doch derjenige, der wirklich Blut und Wasser schwitzt, sitzt in der Managerlouge. Eigentlich ist das ganze Projekt ein riesengroßes Risiko. Großkopf kennt seinen Star Brook schon fast zu gut um ihn noch frei herumlaufen zulassen. Doch jetzt ist es zu spät und man kann nur noch hoffen, dass nichts schief läuft.
„Brook ich kann das nicht. Meine Hände zittern so sehr, ich kann nicht mal ein Glas Wasser halten. Wie soll ich denn da Klavier spielen können. Nachher vergesse ich noch die Noten.“
Brook nimmt Leos Gesicht in die Hände und stützt seine Stirn an Leos.
„Du schaffst das schon. Die Menschen sind nur hier um uns spielen zu sehen. Da ist es egal, ob du dich verspielst. Außerdem kannst du das im Schlaf.“
Brook gibt sich alle Mühe Leo zu beruhigen. In dem Moment kommt ein Regieassistent zu ihnen und kündigt den Zehn-Sekunden-Countdown an. Die Künstler gehen auf ihre Plätze. Das Spotlight geht an. Die Menge jubelt und schreit. Ein unglaubliches Gefühlsfeuerwerk prasselt auf Leo ein. Ein unglaubliches Erlebnis.
Der Bann wird von Brook gebrochen, der Leo an seine Seite zieht.
„Hallo Leute! Toll das ihr alle da seid!“, Brook feuert das Publikum an, „Wenn wollt ihr sehen? Wenn wollt ihr hören?“
Leo hört wie die Menge ihre Namen ruft, dazwischen hysterische Schreie und obszöne Zurufe und nicht nur von Frauen. Brook wendet sich an Leo: „dreh dich um und geh zum Klavier. Ich gebe dir deinen Einsatz.“
Nervös setzt sich Leo ans Klavier, legt die Hände auf die Tasten und konzentriert sich auf die Notenkombination.  Er musste sie alle auswendig lernen. Großkopf hat ihm angeboten einen „Floh“ ins Ohr zu setzen, aber dann hätte Leo sich nicht konzentrieren können. „Hoffentlich vergesse ich nichts. Das wäre peinlich.“
Da gibt Brook das Zeichen und Leo beginnt eine langsame Melodie zu spielen. Jetzt setzt Brook mit der Geige ein. Das Publikum verstummt, die Künstler verschmelzen mit ihren Instrumenten. Leo braucht keine Noten mehr, er spielt nach reinem Gefühl. Er ergänzt sich mit Brook, fühlt sich mit ihm verbunden. Es kommt Leo so vor als würden sie in diesem Moment miteinander schlafen. Fast zwei Stunden lang befinden sie sich beide in diesem Zustand der Verbundenheit bis der letzte Akkord verklungen ist. Die Zuschauer verhalten sich völlig ruhig, sie sitzen auf ihren Plätzen wie erstarrt. Die Sekunden ziehen sich in der Stille endlos hin.
„Warum klatscht den niemand? Habe ich so schlecht gespielt, dass nicht mal einer klatscht?“, denkt Leo entsetzt.
Dann endlich hört man Applause. Erst zögernd, dann aufbrausend zum Orkan. Die Leute springen von ihren Sitzen auf, Kuscheltiere fliegen durch die Luft dicht gefolgt von Rosen und Unterwäsche. Brook kommt zu Leo und nimmt ihn bei der Hand. Sie verbeugen sich mehrfach und bedanken sich. Und Großkopf ist glücklich, dass alles so gut verlaufen ist. Doch er hat sich zu früh gefreut.
In dem Moment nimmt Brook Leo in die Arme und küsst ihn.
Die Frauen hören auf zu schreien und die Männer vergessen zu klatschen. Ein Aufschrei geht durch die Menge. Dann ist es still.
Martin Großkopf wird mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert während Leo und Brook heimlich das Gebäude verlassen. Sie flüchten mit dem Auto in die Stadt und hängen die wenigen Fotographen ab. Als Brook sich sicher ist niemanden mehr als Verfolger zu haben, lenkt er den Kombi in eine Tiefgarage.

hi
dies ist der zweite teil von Leo und Brook. der inhalt ist der selbe geblieben. in diesem teil treten Leo und Brook gemeinsam auf. ob es ein erfolg wird?
nadine
Nadine Baumann, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.07.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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