Saskia Gölz

Wächterin der Schlüssel (Teil 2)

Mara saß auf ihrem Stuhl und dachte über das Geschehene nach. In der Nacht war sie wach geworden, weil sie einen sehr seltsamen Traum gehabt hatte. Sie träumte von vier unheimlichen Frauen, die jede einen Schlüssel um den Hals hängen hatten. Alle Frauen starben nach und nach ziemlich qualvoll. Ihr Münder waren weit aufgerissen und man konnte fast spüren wie sehr sie litten.
Nach diesen komischen Frauen erschien eine andere Frau in ihrem Traum, die zaubern konnte und komischerweise anfing mit ihr, Mara, zu reden. Doch alles was diese Frau erzählte war wirres Zeug über Zauberkräfte und die vier Schlüssel der Kriegerinnen. Zu guter Letzt erwähnte die Frau, dass Mara ihre Erbin und Nachfolgerin sei und somit Wächterin der vier Schlüssel.
Mara schüttelte den Kopf. 'Nein,' dachte sie, 'das war alles nur ein Traum, das kann alles gar nicht stimmen!' Sie konnte ja nicht ahnen, dass schon in wenigen Tagen alles bestätigt werden würde.
Dienstags in der Schule: Wie jeden Tag setzte Mara sich neben ihre beste Freundin Tary und lästerte schon nach wenigen Minuten über ihre Erzfeindin Sylvia. Immer noch kichernd, kam Mara auf den seltsamen Traum zu sprechen. Während der letzten Tage hatte sie diesen verstärkt gehabt. Immer den selben und er wurde immer glaubhafter. Nur die ganze Sache mit der Zauberei konnte und wollte sie nicht glauben - hatte sie doch nie irgendwelche verborgenen Kräfte gespürt.
Nach schon wenigen Minuten wurde Tarry still und die Blässe stieg ihr ins Gesicht. Ihr kam die Geschichte von Mara bekannt vor. Hatte sie nicht den selben Traum selbst geträumt? Hatte sie nicht selbst kein Wort geglaubt? Nur was hat es mit dieser Magierin zu tun, die kannte sie nicht. Bei ihr war sie nie vorgekommen. Nur diese Frau mit dem langen Gewand und dem silbernen Diadem. Sie war von silbernem Mondlicht bestrahlt worden, doch dieses Licht wurde mit der Zeit immer schwächer. Als ob sie ihre Kraft verlieren würde.
Mara sah ihrer Freundin natürlich an, dass etwas nicht mit ihr stimmte und fragte sie, ob denn alles in Ordnung sei, doch Tarry hatte es die Sprache verschlagen. Die Beschreibung der Magierin aus Maras Traum konnte nicht möglich sein. Die Ähnlichkeit zwischen dieser beschriebenen Person und Mara war zu verblüffend, als dass Tarry etwas sagen konnte. War es nicht möglich, dass dieser Traum nicht doch wahr sein konnte? War es vielleicht eher eine Vision? Es sind zu viele Zufälle, als dass das alles nur ausgemachter Schwachsinn sein konnte. Sie mussten anfangen ihrem Schicksal entgegenzusehen und sich nicht dagegen zu wehren.
Mit einem Mal wurde Tarry so blass, dass sie einer Leiche hätte Konkurrenz machen können. Die Königin - oder was auch immer diese Frau war - aus ihrem Traum ... Zwischen ihr und Tarry bestanden so viele Parallelen wie zwischen Mara und dieser Magierin! Wie hieß diese Herrscherin nocheinmal ... Ach ja, Taran. Langsam aber sicher kehrte die Farbe wieder in Tarrys Gesicht zurück und sie fand die Worte wieder um Mara ihre Erkenntnisse zu berichten.
Diesmal wurde diese blass wie ein Gespenst. Marlae ... War sie vielleicht doch ihre Erbin? Hatte sie wirklich magische Kräfte und vor allem ... Musste sie wirklich diese vier magischen Schlüssel finden und auf sie aufpassen? Doch wo konnten sie sein? Sie hatte keine Zeit für sowas, sagte ihre mutter ihr doch immer, dass sie sich jetzt auf die Schule konzentrieren sollte.
An diesem Abend geschah etwas Seltsames, sowohl bei Mara als auch bei Tarry. Beiden erschienen ihre Vorfahren, diesmal nicht im Traum, und endlich konnten sie ein aufklärendes Gespräch führen. In diesem Gespräch erfuhren sie ihre Aufgaben, die sie erwarten würden und dass in ihrem Umkreis eine weitere Person einbezogen werden würde. Ihre Erzfeindin Sylvia. Sie hatte ebenfalls einen Traum, nur dass ihr Syla, die Kriegsführerin der früheren Zeit, erschienen war. Diese hat sie beauftragt, die Schlüssel zu finden und die Wächterin aus dem Weg zu schaffen. Leider weiß auch Sylvia, wen sie suchen muss. Die Mädchen mussten also höllisch aufpassen, dass sie ihrer Erzfeindin nicht in die offenen Arme laufen und sich somit selbst zerstören würden.

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