Joana Angelides

Wie tief ist ein Tief?

Wie tief ist ein Tief?

 

 

 

Wie tief ist ein Tief? Unendlich, oder ist irgendwo in der Unendlichkeit, das absolute schwarze Loch, das uns aufsaugt, zusammenpresst und zu einem harten kleinen Molekül werden lässt?

Woran merkt man, dass man unweigerlich in ein Tief steuert?

 

Man sendet suchende Impulse aus, doch sie fassen ins Leere, ins dunkle Nichts eines Nirgendwo.

Irgendwo da draußen regt sich was, man greift danach, hält es fest. Doch schon nach kurzen Momenten des Atemanhaltens merkt man, es war nur eine dünne Schale, sie zerbricht und im Inneren ist alles leer.

Man öffnet die Hände und lässt die zerbrochenen Fragmente  fallen. Noch im  Abwärtsgleiten lösen sie sich auf, nichts bleibt. Nicht einmal mehr die Erinnerung.

Waren da nicht einmal wunderbare Sterne, die aus dem Dunkeln kamen, erst nur schwach leuchtend, dann immer heller und wunderbarer? Wo sind sie geblieben? Kann man nie wieder in sie eintauchen, darin schweben, sich fallen lassen und wieder auftauchen in einem Meer von Funken und Strahlen? Waren da nicht Arme, von denen man gehalten wurde und die Wärme ausstrahlten, sinnliche Glut?

Das Wunderbare ist aber, dass die Erinnerung bleibt, wie eine kleine Laterne der Hoffung in der stürmischen Nacht einer aufgewühlten See.

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.09.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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