Gerhard Wetz

auseinandergehen

Es war kalt geworden, klirrend kalt, und unendlich einsam. Der Spiralnebel hatte sich vom Zusammenstoß mit der fremden Galaxie erholt, trieb erneut in Erstarrung durch die Unendlichkeit. Eine Sonne war geboren worden, und sorgte dafür daß erneut Leben möglich wurde in ihrem Bannkreis. Manchmal erreichten ihn noch ferne Signale dieser neuen Sonne, aber nicht stark genug um ihn festzuhalten. Ein Teil von ihm würde weiterleben in diesem galaktischen Aufruhr, in den glühenden Fackeln der Protuberanzen, und in den rasend schnell dahineilenden Winden.
Der Zusammenstoß war unvermeidbar gewesen, wenngleich von Anfang an klar gewesen war, sie würden sich nur durchdringen, niemals aber verschmelzen können. In einer wilden Kakophonie hatten sie sich wieder voneinander gelöst, doch nicht ohne jedwege Spuren hinterlassen zu haben. Der neue Fixstern würde davon künden, daß hier etwas geschehen war, wiewohl es in der Unendlichkeit des Seins nur ein kurzes, heftiges Aufblitzen gewesen war.
"Leb wohl, kleine Sonne, erfülle deine Bestimmung. Erinnere dich ein wenig an unsere Begegnung, wenn es deine Zeit erlaubt. Auch ich werde die Erinnerung an diese Zeit bewahren wie ein kostbares Kleinod. Weitereilen muß ich jetzt, meine Bestimmung erfüllend...."
Das begehrliche Leuchten der neuen Galaxie, wie er unterwegs in die Unbegrenztheit des Universums, zog ihn fort mit umwiderstehlicher Macht, in die rasenden Strudel der Zeit.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.09.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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