Hans Pürstner

Es lebe der Sport!

Seit meiner frühesten Kindheit war ich ungeheuer sportbegeistert. Leider beschränkte sich diese Begeisterung mehr auf das Theoretische.
Ich konnte zwar die aktuellen Tabellen der Fußballer von der Landes- bis zur Bundesliga rauf und runterbeten, selbst die englischen Mannschaften der Premier League waren dank Fußball-Toto allseits bekannt. Wenn es allerdings darum ging, diese Sportbegeisterung auch auf dem Platz in die Praxis umzusetzen, sah die Sache schon wesentlich anders aus.
Ob ich im Turnunterricht wie eine tote Katze auf der Reckstange hing, oder im Schwimmbad peinlichst darauf achtete, ja nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Es war zutiefst frustrierend. Gerade bei den Mädchen hätte ich doch lieber ein paar Punkte gesammelt als toller Sportler.
Doch selbst in meinem Lieblingssport Fußball war ich peinlicherweise meistens der letzte, der beim Zusammenstellen einer Mannschaft wohl oder übel gewählt wurde.
Dass ich dummerweise auch immer noch nicht schwimmen konnte, passte da ins Bild. Doch das musste sich ändern, egal wie! Bei meinem Ferienlager in Edelsgrub gab es einen Feuerwehrteich, zwar klein aber dafür um so tiefer.
Dort schlich ich mich eines Tages heimlich hin, hatte sogar von einem kleinen Jungen die Schwimmflügel ausgeliehen und so übte ich, ohne lästige Zuschauer und ihre bösartigen Kommentare, das Schwimmen. Immer wieder stieß ich mich vom Beckenrand ab, bis ich es wagte und ich mich, diesmal ohne die kindische Schwimmhilfe, todesmutig in die Fluten stürzte. Und siehe da, ich ging nicht unter, es machte sogar Spaß!
Dies gab Selbstvertrauen, sogar beim Fußballspielen wurde ich  (etwas) besser. Kein Supersportler war geboren, aber immerhin konnte ich wieder ohne schlechtes Gewissen im Stadion mitschimpfen.
Hatte dann meine Lieblingsverein endlich mal wieder gewonnen, rannte ich nach Hause und rief stolz:
Mutti, wir haben gewonnen!

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