Jenny Huditz

Selbst


Selbstporträt,                                                                                                      
 

 

 
Es kommt mir wahnsinnig lange her vor, als ich das letzte Mal dar√ľber nachgedacht habe wer ich eigentlich bin.
 
 Ein Teil von mir hat Angst davor preiszugeben was in meinem Innersten vor sich geht.
 
 Ich sehe in den Spiegel doch ich kann nichts erkennen, außer die Umrisse einer Person die ich zu kennen glaube.
 
Verschwommen ist das Bild das ich vor mir sehe und voller kleiner Risse. Mein Ich ist gefangen in der Vergangenheit, mit dem Wunsch vergessen zu k√∂nnen, zu verzeihen,¬† getrieben von einer tiefen Inneren Sehnsucht. Oft denke¬† ich zur√ľck an die vergangenen sch√∂nen Zeiten ,an die¬† Fehler die ich gemacht habe und diese Spuren, die das Leben hinterlie√ü schmerzen¬† heute noch. Gleichzeitig ¬†geben ¬†sie mir Kraft weiter zu gehen, immer auf der Suche.
 
Doch auf der Suche wonach?
 
Ich habe das Gef√ľhl immer weitergetrieben zu werden, doch ich wei√ü nicht wohin, ich wei√ü nur das es immer weiter gehen muss.
 
Was w√§re denn wenn es nicht weiter gehen w√ľrde?
 
Ich stehe still und immer noch sehe ich nur Umrisse und ich sehe ein Licht , ein Leuchten eine Kraft die nie schwindet, sie steckt tief in mir, ich bin stärker als ich glaube und härter, dennoch kann ich das Chaos in mir nicht ordnen, weil ich glaube es nicht zu kennen.
 
Ja ich glaube.
 
Der Glaube ist etwas Wundersch√∂nes und Unersetzbares, er gibt mir Hoffnung, er bietet Verst√§ndnis und er l√§sst mich tr√§umen, von einem besseren Leben, einen Weg zu finden meine¬† innere Leere auszuf√ľllen, irgendwann Antworten auf die Fragen zu finden auf die es keine Antworten gibt,¬† denn die Hoffnung stirbt zuletzt, doch sie stirbt.
 
Doch eines stirbt f√ľr mich nie, mein Wille¬† das Richtige zu tun, ein guter Mensch zu sein, gut zu anderen¬† und gut zu mir selbst. Mein Wille gl√ľcklich und dankbar zu sein. Mein Wille immer ein en Weg zu finden, egal was geschieht oder wohin es mich treibt. Denn egal was passiert ich will alles sein nur nicht verloren.
 
Denn¬† verloren zu sein bedeutet keinen Weg mehr zu finden, den¬† ich entlang gehen kann, keinen Weg zu finden der mich vielleicht an mein Ziel f√ľhren k√∂nnte, welches ich nicht kenne. Doch ich glaube, dass es eines gibt und dass ich es finden werde.
 
Denn “Wer suchet der findet“.
 
Doch finde ich auch was ich suche, wenn ich nicht weiß was es ist? 
 
Ich habe mich selbst noch nicht gefunden und ein Teil in mir schreit danach ausgef√ľllt zu werden.
 
Nach außen hin sieht man es mir nicht an, keiner kennt diese Leere in mir und ich zeige sie auch niemanden.
 
Ich wirke ruhig, gelassen und geduldig, doch in mir tobt ein Sturm, welcher nur in meinen k√ľnstlerischen¬† Werken Ausdruck findet, ja ich schaffe gerne, ich male und schreibe f√ľr mein Leben gerne, nichts w√ľrde ich lieber tun, denn es ist f√ľr mich ein St√ľckchen Freiheit, ein Gef√ľhl befreit zu werden. Obwohl Freiheit nur in unseren K√∂pfen existiert und nicht in der Realit√§t.
 
Ich liebe die Realität, weil sie so unberechenbar ist, weil alles im Leben eigentlich nicht berechenbar ist und anders als ich es mir in meiner Fantasie ausgemalt habe.
 
Keiner wei√ü was morgen geschieht, jeder Tag ist eine neue √úberraschung und ein Geschenk, f√ľr das ich viel dankbarer sein sollte, als ich es eigentlich bin, ich sollte aufh√∂ren mich zu verkriechen und anfangen zu leben. Mit Leben meine ich aber mehr als nur ein und auszuatmen.
 
Unter Leben verstehe ich das Gef√ľhl fliegen zu k√∂nnen, ein Gef√ľhl im hier und jetzt vollkommen eins mit sich zu sein und zu genie√üen.
 
Denn die Uhr tickt¬† und auch wenn sie nicht ticken w√ľrde, die Zeit w√ľrde trotzdem vergehen und irgendwann kommt f√ľr jeden von uns der letzte Tag zumindest in diesem Leben und das will ich nie vergessen.
 

 
Ich sehe wieder in den Spiegel und ich beginne die Person immer klarer zu sehen.
 

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