Andreas Gritsch

ICE DURCH BRD

 
An diesem verregnetem Tag bin ich in den Zug eingestiegen, obwohl er keine Verspätung hatte. Wie an jedem Dienstag-Vormittag, gab es nur wenig Mitreisende und doch saß einer von denen auf meinem Platz. Deshalb ging ich in diese Kabine, die hier an Board "Bistro" genannt wird, um mir dieses überteuerte Produkt einzuverleiben, das hier an Board "Kaffee" genannt wird.
Nachdem ich den Becher halb geleert hatte, war mir auch schon nicht mehr schlecht, und ich dachte, daß diese wunderbare erste Klasse nur durch die Auslastung der zweiten angeboten werden kann. So war mein Weg klar: Schnell durchs Restaurant nach hinten, hin zu den Bildschirmen im Sessel des Vordermannes.
Ja, hier war es doch um einiges frischer, so nahm ich gerne Platz. Doch leider kam ich nicht zum Glotzen eines in Hollywood durchgefallenem hundert millionen Dollar- Films, weil ich plötzlich begann, meine Zukunft im Blick durch das Fenster an mir vorbei ziehen sehen zu müssen. Leider war dies noch schlimmer, als jener, von seichten Kritikern verrissene Film. So begann ich nun, meine Augen, im Vertrauen an die Gunst der Träume, zu schließen.
Doch sah ich nun meine Gegenwart, in all ihren häßlichen Fratzen, welche deuten, mir in Zukunft ihre Befehle auszusprechen, derer ich nicht widerstehen kann, nicht widerstehen darf.
In diesem Moment vernimmt mein Gehör: Nächster Halt - Kassel / Wilhelmshöhe  -  .

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.09.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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