Nina Scarlet Manok

Enemy Mine - Ausbruch einer Rebellion

Zwar war der Krieg zwischen den Dracs und den Menschen vorüber, doch wirklicher Frieden herrschte für eine Gruppierung nicht.

Immer mehr Erdenbewohner reisten zum Planeten der Dracs, um mit seinen Bewohnern zu leben und das Bündnis aufrecht zu erhalten.

Aber eine Gruppe von Menschen hatte andere Pläne.

Furcht war mit der Zeit entstanden. Aus der Furcht wurde Wut und Hass.

Aus Wut und Hass entstand dann, etwa 10 Jahre nach dem Friedensabkommen, die Untergrundorganisation MFDM.

Sie waren fanatische Rassisten, die sich dafür verdeckt einsetzten einen Keil zwischen die Menschen und den Dracs zu treiben.

 
Sie sind mit der Zeit raffiniert geworden!, dachte die 19-Jährige Cleo mit gemischten Gefühlen und sah zu ihrem Vater, der ihr gegenüber neben der Kaffeemaschine stand und grinsend den Nachrichten lauschte.
„... Friedensabkommen gerät nach den vielen Überfällen und Demonstrationen ins Schwanken.“, hieß es in den neuesten Meldungen.
 Cleo seufzte und wusste nicht, was sie davon halten sollte. Ihre Familie war ganz groß in MFDM dabei und hatten sie oft zu solchen Treffen mitgenommen.
 „Dracs sind nur dumme Tiere und werde uns unsere Kulturen und Gewohnheiten entreißen!“, pflegte ihr Vater immer zu sagen, wohl nur, um Cleo auch zur Mitgliedschaft in MFDM zu bewegen.
 Sie aber hatte schon immer ihren eigenen Kopf.
 Obwohl sie fast gar nichts über die Dracs wusste, war ihr klar, dass diese ganzen Beschuldigungen falsch und dumm waren! Die MFDM - Leute hatten nur Angst vor den Dracs!
Cleo war da ganz anders! Sie hatte sich immer für Neues und Fremdes interessiert und erst recht für die Dracs. Dieses Thema war bei ihr im Familienkreis tabu.
 Sie wusste, dass ihre Eltern sie wieder mit Blicken bombardieren würden, als hätte sie ein böses Schimpfwort gesagt.
 Sie hatte sich beim Oberhaupt der Universität ihrer Raumstation, in der sie zusammen mit ihren Eltern und über 400 anderen Menschen zusammenlebte, bei einer Art Schülerbesuch nach Dracon angemeldet, um mit fünf anderen Studenten ein Stützbalken für das Bündnis zwischen der Menschheit und den Dracs zu sein. Ihren Eltern hatte sie allerdings kein Wort darüber erzählt, denn was würden die MFDM - Leute sagen, würde sich die einzige Tochter ihrer Eltern als ein Dracfreund äußern?
 Nein, ganz ehrlich! Cleo hasste diese Organisation!
 Nur wusste das niemand, außer ihr selbst natürlich. MFDM war daran schuld, dass man sie in ihrer ganzen Studienzeit für eine gemeine Terroristin hielt.
 Sie hatte wirklich lange gebraucht den Veranstalter des Studentenbesuchs zu überzeugen, dass sie nicht wie ihre Eltern war.
 Sie hatte einfach Glück gehabt in dieser ganzen Zeit des Kämpfens.
 Und heute schon würde sie mit den fünf anderen Studenten in den Raumgleiter steigen, um die Kultur der Dracs studieren zu können.
 Sie dachte an die Familie, mit der sie für 3 Monate zusammenleben würde. Sie hatte schon von dem Namen Zammis Shigan und seinem Sohn Willis gehört. Mit ihrer Hilfe gab es damals den ersten Waffenstillstand und dann gab man sich plötzlich die Hand. Das Bündnis wurde eingegangen.
 Sie lächelte leicht gedankenverloren und leerte ihr Orangensaftglas, welches sie die ganze Zeit angestarrt hatte.
 „Wann musstest du noch mal zum Raumgleiter, Schatz?“, hörte sie ihre Mutter fragen, die das Geschirr kurzer Hand wegräumte.
 „Jetzt.“, antwortete Cleo kurz angebunden und griff nach ihrer großen Reisetasche.
 „Du schreibst uns doch sicher, Cleopatra!“, brummte ihr Vater und fischte seine Krawatte aus seinem Kaffeebecher.
 „Das wird ein Forschungsflug nach Europa, Dad!“, erwiderte sie ihm mit leicht genervtem Gesichtsausdruck, da sie ihm das schon zum X-ten Mal erzählte. „Ich wandere durch die Einöde und werde vielleicht bei einem Meteoritenhagel umkommen! Da habe ich keine Zeit für Briefe!“
 „Mhm.“, murrte ihr Vater, der natürlich nicht zugehört hatte. „Lass es dir gut gehen und bring uns etwas schönes mit, ja?“
 Sie seufzte und schulterte ihre Tasche, als sie zum mechanischen Wohnungskabinenlift ging. „Ja, Dad.“
 „Oh, Süße!“, krächzte ihre Mutter und eilte noch schnell zu ihr.
„Willst du nicht den MFDM - Button tragen?“
 Cleo konnte gar nicht schnell genug Nein sagen, da hatte sie dieses verhasste kleine Ding schon an ihrer Universitätsuniform stecken.
 „Danke, Mum.“, sie unterdrückte ihre Enttäuschung gekonnt, verschwand hinter der Lifttür und drückte die befreiende 4.Ebene.
 Cleopatra McLion war mit einer Größe von 1,74m kräftig gebaut, hübsch und schlank. Sie hatte lange, schwarze Haare und blasse Haut, da sie die Erdensonne seit 12 Jahren nicht mehr gesehen hatte.
 Aber sie sah auch wirklich aus, wie ein Kind der Nacht. Sie trug in ihrer Freizeit meistens schwarzes Make-up und Nietenbänder. Heute allerdings nicht, denn sie wollte bei den Dracs einen guten ersten Eindruck machen. Sie riss sich den Button der MFDM von der Jacke und schmiss ihn in den Eckabfalleimer im Lift.
Cleo versuchte sich nicht verrückt zu machen. Obwohl sie dauernd daran denken musste, dass sie nach 12 langen Jahren im All endlich wieder einen Fuß auf einen Planeten setzen würde und dass alles sie fast unstet vor Aufregung machte, wirkte sie nach Außen hin verdammt ruhig.
 Die Tatsache, dass sie ihre Eltern angelogen und ihre Universität gebeten hatte, kein Wort über den Planeten Dracon zu verlieren, erfüllte sie mit mehr Ruhe.
 Sie band ihre langen Haare zusammen und sah, als erstes Anzeichen der Nervosität, auf die Hologrammuhr innerhalb des Liftes.
 Noch einmal ging sie die Informationen über den Anflug nach Dracon im Stillen durch.
 Nach betreten des Raumgleiters, werden die Passagiere gebeten sich sofort in die Hyperschlafkabinen zu begeben. Nach einer Woche werden sie exakt fünf Stunden vor Ankunft geweckt und haben sich bitte in den Aufenthaltssaal für die Aufwachungsfase  zu begeben. 
 
Eine Woche Hyperschlaf war schlimmer, als Cleo es sich vorgestellt hatte. Sie wachte nur ganz langsam auf. Ihr Mund war verdammt trocken und es drehte sich alles. Ihre Augen schmerzten vom grellen Licht und ihr Kopf fühlte sich an, als hätte sie ihn in die Turbine eines Kriegsgleiters gesteckt.
Sie blinzelte und räkelte sich in ihrer Hyperschlafkapsel, die sich gerade öffnete. Cleo stöhnte und richtete sich auf.
 „Ich LEBE!“, hörte sie die Stimme des Studenten Charlie, der sich wie Frankenstein erhob und sich dann die Stirn hielt. „Oh, mein Schädel!“
 „Guten Morgen!“, begrüßte Lex seine Begleiter und kratzte sich genüsslich am Hinterkopf.
 Cleo massierte ihren steifen Nacken und nickte der Studentin Jessica zu, die sie anlächelte, als sie ihre Brille auf die Nase schob.
 „Bitte begeben Sie sich in den Saal für die Aufwachungsfase!“, ertönte die künstliche Frauenstimme des Bordcomputers mehrmals und die 6 Stundenten erhoben sich.
 Cleo achtete nicht auf die groben Späße der anderen. Ihr Blick fiel aus einem kleinen Fenster und sie lächelte erleichtert, als sie den leuchtenden Planeten Dracon erblickte. Er sah fast so aus, wie die Erde, bloß dass es nur einen großen Kontinent umgeben von einem riesigen Meer gab.
 Eine vereinte Nation, dachte Cleo bei sich und betrachtete Dracon gedankenverloren.

Der Film hat mich fasziniert! Ich kann meine begeisterung nur darin ausdrücken, dass ich sofort eine Fanfiction darüber schreibe!

MfG
Myotis
Nina Scarlet Manok, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.09.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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