Norbert Wittke

Die Zeit

 

 
Zeit. Unerklärbare Einheit des Lebens. Messbar und zugleich unmessbar
ist sie für uns.undefinierbar und unendlich in ihrer Weite. Uns gleichsam
nah und doch fern.
 
Sekunde um Sekunde trägt ein anderes Gewand, eine andere Prägung.
Gibt nie Gelegenheit zur Wiederkehr. Jede Sekunde ist verloren und
gewonnen in einem. Ist trotz der Messbarkeit durch modernste Geräte
unterschiedlich in der Bewusstseinslänge. Manche Sekunden scheinen
wie beängstigende Unendlichkeit. Andere sind von jäher Kürze. Liegen
in der Ungewissheit des Bewusstseins.
 
Jede Sekunde verkörpert ein Stück Zeit. Zeit zugleich Grenze von dem
Heute und dem Morgen, von dem Sein und dem Nichtsein, von Ent-
scheidung und Handeln, von dort und hier.
 
Uneingeschränkt im All stehend und doch Wirkung und Auswirkung
jeglichen Tuns spürbar machend.  Dabei stößt sie in die feinste Einzel-
heit vor. Zeit der Pendel des Lebens, der Entstehung, des Wirkens
und der Verlöschung. Zeit den Gleichklang zwischen Unwissen und
Wissen herstellend zu einer verschwommenen Einheit der gewissen
Ungewissheit.
 
Zeit das Symbol des Seins und Nichtseins, des Hier und Nirgends,
bleibt doch in sonderbarer Weise verknüpft mit dem Kosmos, der
Welt, dem Menschen, der Tatsächlichkeit und dem Nichts, der nicht
ergründlichen Ewigkeit.
 
30.10.2006                                         Norbert Wittke
 

 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Norbert Wittke).
Der Beitrag wurde von Norbert Wittke auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.10.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

Bild von Norbert Wittke

  Norbert Wittke als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Freitag Nacht von Lars D. Unger



Der Taxifahrer "Hannes" und seine Fahrgäste erzählen Schicksale, die sich bizarr und eigenwillig miteinander verknüpfen.
So beginnt mit der "Fünften Sternschnuppe" die Reise in eine Welt aus Kindheitswünschen und vergangenen Zeiten, das sich in "...heute schon tot!" schlagartig in die Richtung "Wahnsinn" und "Skurriles" bewegt.
Erotische und albtraumhafte Momente werden in den verschiedenen Episoden geschickt verbunden und beschreiben einfühlsam und erschreckend die Main-Metropole Frankfurt.
"Freitag Nacht" das Psychogramm einer Großstadt!

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (7)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Gedanken" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Norbert Wittke

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Megainflation von Norbert Wittke (Glossen)
Liebe? von Petra Virbinskis (Gedanken)
Komische Zahlen von Norbert Wittke (Glossen)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen