Heinrich Waegner

Deckengeflüster

   
(Auszüge)    

 
Gefesselt. Etwas, spricht mit Nachdruck in ihr. Zwei Sätze. „Dieser Körper ist für dich. Aber jetzt nicht.“ Die Finger ertasten den Sperrgürtel, der sich nicht lösen will. Für ungeöffnete Augen erscheint das Zimmer keineswegs dunkel; eher wie unter Wasser, konturlos grau.Und die Sätze werden durch die vielen Wiederholungen drängender, aber doch auch kürzer.   “Dein Körper, ja. Mein Körper, nein.“   Ich bin also nicht ich. Die da liegt mit geschlossenen Augen, ist jemand, der einmal war und einmal anders geworden ist. Standortung ist nicht möglich. Liegend verwischen sich räumlich alle Orientierungspunkte, so wie die Zeitenfolge ineinander verschwimmt. Was heute hier zu sein scheint, war gestern schon nicht mehr. Also muss ich schon länger so gelegen haben? - Morgen auch? Oder für immer oder eines Tages vielleicht nicht mehr? Auf Sprache ist kein Verlass mehr.  In Rückenlage ist aber alles besonders verwirrend. Die Ohren, die einzig wachen Helfer, sind unzuverlässig, weil auch der Raum auf dem Rücken liegt. Eine der 3 Dimensionen ging verloren. Aber welche? Sie bildet mit sich selber eine Rücklage von Pausen, legt also Zeit an, indem sie den Willen widerlegt, denn nach der Ablage alles Äußeren wird das Sich-Hinlegen zur Nieder-Lage, zur Demutshaltung.   Demut, ja. Aber warum sollte mein Körper nicht mehr mir gehören?   Die Hände haben den Grund erfasst, aber sie kann noch keine Worte dafür denken. Kraftlos und –  weil die Augen ihnen nicht folgen können –  ziellos, zupfen die Fingerspitzen an einem Band quer über den Bauch. An einer Stelle spüren sie einen Dorn über einem Bügel. Vor lauter Erfolglosigkeit werden die Hände fahriger, bevor sie kapitulieren. Also muss sie sehr besorgt sein. Aber was bezweckt dieser Alarm? Eine Drehung, die die gespannte Lage entlasten soll, will nicht gelingen. Mit einem fesselnden Ruck und entsprechender Empörung wird sie nach nur Millimeter messendem Höhenflug – wieso empfinde ich einen Fingerbreit schon als Abheben? – erschrocken auf das Bett zurückgeworfen. Ikarus beim Start verunglückt, denkt sie, findet aber, es sei jetzt keine Zeit für Albernheiten. Stattdessen werden die Lider aktiv und reißen den Wasservorhang auf. Nichts sagend weißlich zieht ihr das glatte Quadrat der Putzdecke einen neuen, nur weiter entrückten Blickfang über. Teilnahmslos blitzen symmetrisch angeordnete Reflektoren auf sie herab, ohne von den nicht eingeschalteten Leuchtröhren ganz verdeckt zu werden. Zwei Linien bilden mit dem Deckenende einen weitherzigen Rahmen um den Holzchristus und sie kann sie senkrecht ein Stück abwärts verfolgen. Aber bodenlos endet die Erkundung auf halber Höhe. Christus auferstehend aus Erdenschwere. Wie auf einem der Spaziergänge, als plötzlich gegen die Nachmittagssonne das Kruzifix auf einer Erhebung mitten aus dem Acker ragte. Deutlich schwebte der getötete Körper frei, von nicht gleich sichtbaren Nägeln ans Kreuz gefesselt, als hing er nur am Schmerzgewicht seines Hauptes, als ob die Menschen ihn gewaltsam am Höhenflug hindern wollten, aus Angst, er sei doch Gottes Sohn. Weder in den Himmel ragen, noch an der Erde kleben. Aber wie? Der Ich-Götze ist der Gott der Atheisten. Der Gott außerhalb von mir ist der Buchstabengott der Fundamentalisten. Dieser erstarrte Jesus aber da im freien Feld macht es vor: Er hat nicht aufgegeben. Hat das Leben losgelassen und mit seinem Opfer eigentlich bestätigt, hat uns verlassen und ist doch auch für uns geblieben. Die Zimmerdecke bleibt grundlos, denn sie kann die Dreidimensionalität nicht herstellen. Ergebnis: Mehrere durch alten Staub schon senkrecht hängende Spinnweben, ein Putzriss und ein verirrter Fettfleck –  im Gegensatz zum Fußboden könnte man von der Decke nicht essen. In einem Krankenhaus! Um sich über den Restraum –  wieder wird sie witzig wider Willen, denn “Rest Room“ bedeutet ja Toilette –  zu beschweren, will sie sich –  der Übertreibung bewusst  –  aufsetzen. Aber bleiern wabert die Schwäche im Oberkörper. Diesmal also kein “Höhenflug“. Entsetzt schließt sie die Augen. Genug für heute. Aber innen geht es weiter. Was ist hier so fesselnd, dass ich mich nicht fortbewegen will?   „Du“, sagt sie zu sich. “Du, bleib erst einmal so liegen. Ich gehe und hole Hilfe.“ Dieser erwärmende Einfall entspannt die Lage, so sehr, dass erst der Raum, dann der Körper und zuletzt die Zeit im Dämmer eines tiefen Teiches zu wohliger, nicht mehr unterscheidbarer Süße verschwimmen. Aber ganz oben auf der fernen Wasseroberfläche sucht ein Gesicht nach ihr. Sein geöffneter Mund sagt etwas, aber nur die Sprechblasen erkennt sie, nicht das Wort in ihnen. Seine jungen Augen in tödlichem Schrecken aufgerissen, können sie in der Tiefe nicht finden. Also rudert er wild mit den Armen, als ob er gegen eine Fensterscheibe schlüge, die ihn von seinem Ziel trennt. Warum will er denn zu mir? Bevor sie weiß, ob sie ihn kennt, entdeckt sie erschrocken, dass er doch nur ausatmet, nicht ein! Sie ruft nun für ihn um Hilfe, obwohl sie ihn eigentlich nicht mag, und findet sich 7-jährig auf einem Floß wieder. Jetzt hört sie sich ganz deutlich. Sogar ihr Echo vom Waldrand. Aber der gleichaltrige Junge hört sie nicht. Fanatisch bohrt er seinen Blick unter Wasser und krault unbeholfen, aber immer weiter weg von ihr. Schwimmen kann sie auch noch nicht, aber wenigstens schreien. Zurückklettern soll er, aufs Floß. Aber er hört nicht auf sie. Er bräuchte nur den Kopf zu heben, nur die Richtung zu ändern... Dann ruft sie um Hilfe. Die muss sie immer öfter fordern und immer lauter, wo er doch schon so lange sein Gesicht unter Wasser hält. Nur zur Seite drehen müsste er es. Das ist doch ganz einfach! Jetzt nähern sich zwei Retter: ein Schwimmer vom näheren Ufer, stark wie Odysseus, und von der anderen, doppelt so weit entfernten Seite ein kleiner drahtiger, weiß gekleideter Mann, herrlich stehend im weißen Boot, ein roter Kreuzritter, die Tropfen sprühenden Paddel wie Hermesflügel kraftvoll kreisend durch die Lüfte schwingend, als reiste er unbeschwert auf einer Tröpfchenwolke. Ein Wettkampf. Mensch gegen Gott. Beide viel zu weit voneinander entfernt um gegen die Zeit zu siegen. Die zu gewinnende Trophäe widersetzt sich ihrer Erlösung und entfernt sich unerlaubt vom Ziel, dem Floß, immer noch bemüht das Rennen selber zu gewinnen, obwohl der Nichtschwimmer die falsche Richtung anvisiert. Blind im Eifer, ziellos, sinnlos, vielleicht schon besinnungslos. Das Mädchen hat aufgehört zu schreien, lähmend sicher, dass hier jede Hilfe zu spät komme. Dann liegt sie jetzt doch auf dem Floß und reckt sich unbeschadet der Gefahr, selber von den glibberigen Planken ins Wasser zu rutschen wie der Unglückliche vor ein paar Minuten, um ihn mit dem kurzen Ärmchen zu erreichen –  auch sie vor Angst planlos, hilflos und deshalb ergebnislos. Aber sie kann nicht einmal weinen, so sehr hat sie die Angst gepackt. Dann feuert sie wieder die Retter an.   „Kommt, da ist er. Nur seinen Kopf anheben, schnell!“  Kaum fasslich, dass der Schwimmer vor dem Boot ankommt und dass der Junge immer noch besessen nach dem Tod schlägt, den er unter Wasser vermutet oder der ihn an der Ehre packt, zur Brust nimmt, an der Nase führt, dorthin wohin es kein Zurück mehr gibt. Aber mit einem Griff unter das Kinn ist der Spuk vorbei. Dem erstaunlich lang Atemlosen genügen zwei Fingerbreit Höhenunterschied, um über den Wassern in rettender Meta-Physik den Atem Gottes zurück zu gewinnen. Odysseus mit der Beute und Hermes auf der Wolke erreichen gleichzeitig das Floß. Ohne Vorwürfe, als ob sie nur etwas in Ordnung brächten, was Kinder so nebenbei umgekrempelt haben, wird er ins Boot gesetzt. Ohne Bedenklichkeiten, keine Mahnungen. Wie geduldige Ärzte mit Patienten, die noch nicht gesund sind. Alles freundliche Routine. Routine? Wie oft werden denn Leben so leicht gerettet? „Ich kann auch nicht schwimmen.“, gesteht sie und klappert blau mit ihren Zähnchen. Ein einladender Halbkreis mit dem rechten Unterarm, und schon wird sie mit dem kleinlauten Jungen zusammen an das Ufer gebracht. Das Mädchen muss unterwegs flüsternd schwören, dass sie kein Wort zu Hause darüber verliert. Jetzt fühlt sie sich wie eine Mitwisserin. Und Lebensretterin. Sie hat anderen etwas voraus, ist erwachsen, weil Leben spendend wie eine Fruchtbarkeitsgöttin. Aber warum darf sie nicht sagen, dass er an ihrem Badeanzug herumfingerte, so dass es sie zuletzt geärgert hatte und seine Hand wegschlug? Deshalb brauchte er sich doch nicht so abrupt von ihr zu abzuwenden, vor allem, wo er doch gar nicht schwimmen kann? Jungen sind sonderbar. Das königliche Wir dringt an ihr Ohr und sie versteht sofort den Imperativ. Aber sie kann ihn nicht befolgen. Deshalb wohl schiebt sich eine liebevoll-kräftige Hand unter ihren Kopf und hebt ihn ein paar Zentimeter einem kleinen Becher entgegen.   „Wir müssen jetzt etwas trinken. Dann schlafen wir auch wieder besser.“ Die Flüssigkeit ist einerseits viel zu wenig für den Durst, andererseits zu bitter um wirklich getrunken werden zu wollen. Zwangseinflößung hindert am Sprechen. Sonst hätte sie gefragt, wieso sie zum Schlafen geweckt werden müsse. Vor Schwäche scheint ihr Verstand der eigenen Logik nicht mehr zu trauen. Vielleicht, denkt sie, steht Gefesselten kein Recht auf Rechthaben zu. Oder noch schlimmer –  Rechthaberei als alberner Ausweg, Kraftersatz. Gedankenfreiheit in Knechtschaft? Was bleibt, ist der freundliche Mund über ihr. „So, jetzt schlafen wir noch bis zum Abendessen.“ Wieder dieser Plural, aber wohltuend mütterlich, unwiderstehlich und deshalb  tatsächlich auch leicht majestätisch. Gerade wollte sie denken, das Schlafen keine Fesseln löse, aber da wusste sie es schon nicht mehr. Die Zeitung holen. Vor der Haustür. Heute gibt es keine? Wohl Sonntag. Oder jemand hat sie schon geholt. Aber was jetzt? Ihr Plan abgebrochen. Sie sieht sich um. Da steht ein fremdes Haus. Tür verschlossen. Leerer Briefkasten. Sie muss sich geirrt haben. Zwei Stufen führen hoch zur Straße. Dort wird sie die richtige Tür finden. Sie geht an einigen Eingängen vorbei. Aber sie kennt sie alle nicht. Sie läuft im Nachthemd. Das beweist, dass es nicht mehr weit sein kann. An der Straßenmündung steht Stopp. Da wartet sie. Geduldig. Aber die Rückenschmerzen melden sich. Also gehen. Rechts? Unbekannt. – Links? Von dort sausen die Autos sehr dicht an ihr vorbei. Eines hält sogar. Ein freundlicher Herr unter einer Schirmmütze steigt aus. Wo sie denn hin wolle?  „Na, nach Hause.“  „Und die Adresse?“  „Ich bin doch zu Besuch bei meiner Tochter!“ Wissen die das nicht? Sie darf sich setzen. Der zweite Herr, der Fahrer, auch in vertrauensvoller Uniform, begrüßt sie freundlich. Gut gelaunt sieht sie Häuser an sich vorbeiziehen. Als der Wagen hält, spricht der erste Herr eine junge Frau am Straßenrand an. Diese nickt heftig und hält ihr die Tür auf. Die Tochter freut sich nicht und schweigt mit Kummerfalten. Aber ihr leichter Druck am Arm fühlt sich gut an. So rede ich eben:   „Fein, dass du mich abholst. Ich hatte mir schon Sorgen um dich gemacht. Aber diese netten Herren – vielen Dank! – haben dich ja gleich gefunden. Wo warst du denn nur?“   Die Tochter entschuldigt sich bei den Uniformierten. Wieso? Aber die lächeln und wünschen wohlerzogen noch einen guten Aufenthalt.  "Es wird schon werden."  Nur diesmal nicht. Ihre entwaffnende Lösung, dass sie eines Tages einfach im Bett sterben würde, und sie deshalb jeder Vorsorgeentscheidung entledigt sei, führte im entscheidenden Moment zu einer Hals-über-Kopf-Überweisung in ein zweitklassiges Pflegeheim, weil das eingeplante gerade nicht frei war.   "Es muss wohl erst etwas passieren.", sagte der Arzt. „Sackbahnhof“, sagte sie früher trocken und zeigte keine Lust, dort „anzureisen“: „Lauter alte Säcke gehen hier ein und aus.“ Ihre Blicke irren vom Gegenüber ab, verfangen sich am Horizont und lugen ins Jenseits, der immer auch schmerzlichen Vergangenheit. Und doch blubbern in den Lebensbächen Lachblasen eines Mädchens zu kleinen Gegenwartswirbeln. Streiche ihrer eigenen Kinder bleiben haften als glucksende Freude. Tochter und Söhne hören zu unter falschem Namen, werden in ihren eigenen Geschichten verwechselt, erfahren die Gegenwart mit vielfachen Brechungen und entnehmen den mehrfachen Wiederholungen nur eine Botschaft: Dankbarkeit, die allumfassende Akzeptanz im Beisein der Tochter oder des Sohnes, der ihr Stunden der Einsamkeit nimmt. Lächelnd registrieren Zuhörer die Erinnerungsversuche, die in immer kleiner werdenden Kreisen sich um sich selber drehen, ernsthaft schweigend bei den verklärten Betrachtungen und hören die Mauer wachsen, die sich mit der schleichenden Schwerhörigkeit vor das Tagesgeschehen schiebt, beschenkt mit Zuhören. Ihr reicht dies; Worte sind jetzt wie Morsezeichen, fast nur noch Rhythmus. Je näher das Sterben kommt, desto weiser bescheidet sich das Leben. Pragmatische Bedenken erweisen sich angesichts ihrer privaten Weisheit als arrogant. Geduldige Versuche, noch Einfluss zu nehmen, wehrt sie geschickt ab mittels ihres Temperamentes, mit dem sie ihre Glashausangst überlistet. Viel wird sie unbesprochen mit aus der Welt nehmen. Übrigbleiben mit dieser nicht zu verströmenden Liebeslast ist vielleicht noch schwerer werden als sterben... Vier Kugeln, luftig gelagert, drehen sich blitzend eine Runde und schwingen zurück. Immer wieder. Golden glänzend. Gefällig. Zwecklos. Zeitlos. Die Augen finden sie immer wieder. Nichts bewegt sich sonst. Das Sturzglas reflektiert ebenfalls. Elegante römische Ziffern veredeln das weiße Blatt. Lautlos schwingt die Zeit.   Im Hintergrund reiben sich langsame Bässe mit beschwingteren Schwebtönen mittlerer Lagen, absturzgefährdet auf Dissonanzen balancierend. Erst nachdem sich die Oberstimmenvögel rauschend niedergelassen haben, lösen sich die Spannungslinien und einstimmig verengt rippeln noch einmal kleine Triller den ruhigen Strom auf, bevor endlich jedes Instrument seinen Schlusston gefunden hat und vibrationsfrei als Akkord verebbt.   Die Augen stumm auf den Kugeln. Wach. Gelassen. Sehen. Was? Lauschen worauf? Die Kerzenflamme steht unbeweglich wie ihr Blick. Ihr Blick ist konzentriert. Schon gut eine Stunde. Das Profil der Totenmaske ihres Bruders? Das Schlafgesicht ihres Sohnes? Was sagt die Musik? Etwas, das Gespräche nicht mehr mitteilen? Vorsichtige Fragen prallen ab am trancehaften Lächeln ohne Sprache. Meditation mit 89 Jahren, gelöst, zufrieden, bewusst. Die Tochter legt den Arm um ihre Mutter und wärmte mit der anderen Hand ihre kühlen Hände. Körpersprache als letzte Kommunikationsform – wie am Anfang, dachte sie, wenn Kinder mit der Haut hören.   Tod tickt nicht. Nur der künstliche. Die Zeit. Leben, das nur noch Ticken hört, ist schon tot. Warten auf die große Ruhe, die – wie die Kugelgewichte der kleinen Standuhr – in nicht mehr sichtbaren Umläufen ewige Bahnen zieht. Visuelles Ticken verspielt-teurer Uhren lässt da schon mehr Ewigkeit zu. Klangwörter alter Musik, romantisches Raunen, archetypische Urlaute, durchdringen die Risse in der Pragmatik gegen das Sterben. Pausen der Betriebsamkeit. Fausts Besinnung auf den freien Fall. Gebet oder schon Beichtstunde? Ein Augenblick Ewigkeit wird ewiger Augenblick. Verweile. Mythisches Erinnern. Heilfasten nach dem Sturm. Sie ganz Auge und Ohr. Aber nur für die spielerische Bewegung, die auch nichts weiter als Bewegung darstellen soll, erlaubt dem Motorik gewohnten Körper tieferes Lauschen. Der Rhythmus der scheinbar schlichten Melodien und das gleichgültig und doch beschwingte 4-fach Pendel, das optisch technisch aufzuheben scheint, was akustisch-fromm Krummhorn und Orgel im Wechsel erzählen. Angerissene Bogentänze, behaucht, von Glauben und Frieden, jeder Strich ein rasches Crescendo und schon wieder decrescendierend, jede Tonstufe ein akustischer Baustein eine Akkordes. Von Stimme zu Stimme wabernd, überlappt von kleinen Verzierungen, die die verhaltene Sinnlichkeit eher beruhigt als agitiert, weil sie das jeweilige Ende einer Melodiengirlande abschließen. Keine aufdringlichen Soli mit vibrierenden Starallüren. Eher demokratische Tutti. Gruppendienlich. Menschenfreundlich. Die Ehrlichkeit der die mechanische Erzeugung nicht verheimlichenden Pommern, Zinken und Holzflöten fließt in die bescheidenen, auf Gleichwertigkeit bedachten Lagen wohltuend hinüber und ergreift das Ohr, das nun begreift, welche wesentliche Kraft die Harmonie der Ewigkeit für das Leben hat. Der Brustkorb der Mutter hat den Atem von drüben längst aufgenommen. Zweistimmig ergänzen sich Oboen- und Fagottpfeifen der Orgel, fugenähnlich verschlungen, verspielte Schmetterlinge. Fast nicht mehr wahrgenommen, unterlegt vom warmen Basshauch aus dem Erdinneren. Dieser Vater, dieser Tod ist nicht wild. Seine Kinder können einst sanft in seinen Armen schlafen. Die Schallplatte war längst zu Ende gekreist. Als dann endlich ihr Blick den Reigen der Goldkugeln der Standuhr verlässt und still in den Schoß gleitet, ist sie nicht ansprechbar. Und ihr Lächeln ist nicht von dieser Welt. Pendel und Musik haben so zu ihr gesprochen, dass nichts mehr hineinreicht in ihre Welt. Keinerlei Unruhe wie sonst, zu spät ins Seniorenheim zu kommen. Im Gegenteil: Mehrfache Ermahnungen kommen nicht an, als wäre sie schon zu Hause, angekommen. Orpheus darf seine Eurydike nicht wecken, damit sie nicht versteinere. Erst der Mantel, das kalte Auto, die frühe Finsternis schrecken sie auf und sie weiß nicht, wo das hinführen soll. Panik fegt drei Stunden Glück hinweg. Die Vision des Altenheims muss furchtbar sein. Leerer Blick, ja böse, auf den Boden gerichtet. Tatenlos, bewegungslos, schutzlos. Sie hastet wie von Schuld getrieben in ihr Zimmer. Die Schrecken der Nacht am nächsten Morgen angedeutet, gestammelt, verzettelt. Vergessen beim Anblick des Sohnes.   Vor dem Fenster kräuselt der heiße Spätsommerwind lila Feldseen zu staubig grauen Lavendelwogen. Kniehohe Wiesen schwingen sich auf die Berge, bis die Waldkrause die Heumaschinen stoppt. Der verspielten Windhose folgt mit exaktem Timing ein scharfer Wolkenschatten und erpresst dunstig den diesigen Himmel mit Schlechtwetterwarnungen. Da peitscht der Wind böig ins fahlblaue Gras, und mit der Klarheit der Farben war der Sommer vergangen.   Töne. Leise, tropfend. Dann wellig anschwellend, auf sparsamen Bassfüßen schreitend, oben silbrig trippelnd um zuletzt in Bögen zum Arpeggio-Schluss zu kommen. Bekannt? Aber woher? Ohne Körperschwere floss sie mit den Tönen, die im Nebel zwischen innen und außen nicht zu orten waren. Wie ein Drachenflieger, kribbelnd ausgestreckt über der Welt. Jetzt dreht sie doch den Kopf auf die Seite. Das ging erstaunlich leicht. Jetzt noch das frei gebliebene Auge öffnen, dann wüsste sie Bescheid, hofft sie. Aber ein Mann sitzt am Tisch, der nicht aufblickt, mit dem Mund ihres Mannes, obwohl der sich nicht bewegt, nicht sagt, dass er es ist. Nur seine Hände bewegen sich. Sie schreit „Vater“, aber offenbar nur nach innen, denn das Fingerspiel geht einfach weiter, auf dem Griffbrett und vor dem großen Auge in der Mitte der Rundungen, ohne Hast, wie Figürchen auf einem Glockenspiel. Pling-plang: Puppentheater. Und einzelne Finger heben ihre Köpfchen, während andere dazu nicken. Ganz hübsch eigentlich. Aber auch ein sinnloser Tanz – wären da nicht die Töne, die diese Bewegungen auf den Saiten zu Melodien verbänden. Jetzt ruhen die Püppchen einen langen Moment aus –  Ergebnis aus den vorangegangenen Dialogen – Schlussakkord. Dann treffen sich Blicke. Ihr Auge weitet sich. Seine schmelzen in einem Lächeln.   “Mutter, ich bin's.“  
Wer nun? – Verwirrt schließt sie ihr Auge. Sie muss nachdenken. Eigentlich will sie lächeln, weil da jemand ist. Jemand, der freundlich zu ihr spricht. Aber weiß der auch, wie müde Glück macht? Sie will nur eben mal schnell verreisen.     Es ist absurd, dass man den alten Menschen, den man versorgt, gerade damit wieder ein Stück unselbständiger macht, weil man keine Sorge, d.h. auch keine Erkenntnis an ihn heran lässt. Wie sehr hassen junge Menschen diese Verhinderer und Despoten unter den Erziehungssätzen, die alle auf später vertrösten. Denn wie schlimm wäre es, wenn nichts mehr in einem jungen Leben passieren würde, der Zufall, der Glücksfall, ja und auch der Unfall, der zum Leben gehört und aus dem man lernt.   Aber die lebenslangen Verdrängungen haben sich im Alter schon zu einem Knäuel verheddert aus eigenem Verschulden und Verkalkung, aus übertriebener Abwehr und übertriebener Sentimentalität, von Leichtsinn und Trauer.   Aber kein Wort über das Sterben, keine Metaphysik. Höchstens ‚ich will nicht mehr‘ oder ‚wenn ich einmal nicht mehr bin...‘, obwohl sie schon eine erfolgreiche Laserbehandlung des grünen Stars hinter sich hat und mehrere Hüftgelenk-Implantationen.   „Wir müssen operieren."   Wir? –  Die Lernschwester und ich. Unterwegs im fliegenden Bett. Jeder Türrahmen wird zum Stein des Anstoßes, jeder zugige Flur wird im Fahrtwind zur Flugbahn, jedes Fahrstuhltor ein Stoppschild. La tête de la Tour de France. Sie fühlt sich wie eine Ausreißerin vor einer imaginären Verfolgergruppe, die sie, obwohl sie Angst verspürt zu größerer Eile anstachelt. Das Bedürfnis, es endlich hinter sich zu bringen, dieses Unbekannte, das eigentlich nicht Ziel genannt werden konnte, weil es doch nur eine Durchgangsstation sein würde, ein Boxenstopp nur zum Auftanken und Nachbessern, dieses Los-werden-Wollen einer Belastung, des Bestehens einer Prüfung, verbündete sich dennoch mit Neugier zu einer Art sportlichem Ehrgeiz, es ihnen –  Wem? – zu zeigen oder wenigstens den inneren Triumph zu spüren, als Erster ins Ziel gelangt zu sein. Oder meinte sie nur die Erregung des „Ersten Mals“? Der Held Patient, der den Tod nicht fürchtet (der hier bei einem kleinen Einschnitt für den Herzschrittmacher gar nicht ansteht – das hat man ihr genau erklärt – ) und alles riskiert um alles zu retten. Soviel Heldentum braucht es schon vor dem Eintritt in die Narkose, die Hand des Somnos, Bruder des Todes, in dessen Armen Unkontrollierbares passiert. Selbst der freundliche Gedanke, dass es ja nur eine Art Heilschlaf werden wird, macht die Lippen beben und sie könnte jetzt nicht ohne Bewegung laut sprechen. Aber im Augenblick stellt niemand Fragen, und zählen muss sie auch noch nicht. Beschirmt durch flotte Fahrt rollt sie zum Glück mit einer gut getarnten Mitverschworenen geradezu entschlossen, könnte man meinen, dorthin, wo sie dann auf sich allein angewiesen ist, die Beklommenheit zu unterdrücken, und wo der Mut darin besteht, nicht doch noch auf dem Tisch, dem Schlachtfeld der weißen Gotteskrieger, unter einem Ring bebrillter Augen ohne Personen zu weinen, ganz allein. Wieder einmal. Bohrend. Ein Wort. Ich will nicht. Schreit mich nicht an! Ich habe doch nichts gemacht. Aber immer wieder dieses unausweichliche Wort. Wieso diese Eile? Jetzt das Wort mit Gesicht. Kenne ich nicht. Aber das Wort wird dadurch deutlicher: Ihr Name. Na klar. Aber welcher Mund drängt sich da zwischen sie und ihren Namen? „Ja, ja. Ich verstehe: Ich bin gemeint. Na und?“ Den Mund kennt sie plötzlich auch, aber noch wie nur vom Sehen. Erschöpft schließt sie die Augen. Aber die Stimme bohrt weiter, vielleicht etwas freundlicher, reißt ihr die Augen wieder auf, denn sie ist es ja und nicht nur ihr Name. Das ist klar. Diesmal sieht sie die Augen, die ganz dicht über ihr lächeln. Dann steht ein Löffel vor ihr. Droht dem Speichelfluss, ja nicht in den ausgetrockneten Mund zu schießen. Sogar ihr Magen meldet sich mit entschiedenem Nein. Der Löffel verschwindet gehorsam. Der Mund flüstert jetzt nur noch. Aber Angst hat sie doch keine, nur Essen geht halt nicht! Dann weiß sie etwas, das sie aufatmend mit in den Schlaf nimmt. Sorgsam will sie das Bild des Mundes ebenfalls mit hinüber retten, dahin, wo er ihr die schönsten Worte ihres Lebens ins Ohr geraunt hat. Da war sie 30. Und der Mund am Bett ist so jung wie damals. Entsetzt reißt sie die Augen wieder auf, denn das kann ja nicht sein. Da lächelt sie mit den Augen, denn zu mehr reicht die Kraft des Erkannt-Habens noch nicht. „Mutter“ wiederholt das Gesicht, scheint aber das Lächeln nicht bemerkt zu haben. Aber es hat etwas anderes bemerkt und befeuchtet ihr die Lippen. Wunderbar fügen sich die weich anlautenden Begriffe “Magen“, “Mund“ und “Mutter“ aneinander, so dass sie jetzt den wieder auferstandenen Löffel zufrieden akzeptiert, egal ob hier Vater, Mann oder Sohn spricht. Ab jetzt fühlt sie immer nur den Löffel, der schon an den Lippen kitzelt, wenn sie noch schlucken muss. Mit einem leichten Schaben an den Mundwinkeln vertreibt sich der Löffel inzwischen die Zeit. Diese kleinen Liebkosungen und das konzentrierte Essen machen sich selbständig, so dass sich die Augen wieder sanft schließen. „Ihr gibt es jetzt der Herr im Schlafe.“, schmunzelt sie in sich hinein, bis sich der Mund mitten in der Nachspeise nicht mehr öffnen will. Satt, zu anstrengend, keine Lust mehr, eingeschlafen... „Haben Sie Schmerzen?“ Der Mann wird mit Herr Doktor angeredet. Die Schwester möchte ihre Hand halten, aber das geht nicht, wenn der Chef dabei ist. Dieser drängt: “Nun?“ Warum geht die Schwester hinaus? Sie weiß doch von meinem Rücken: Vom Erwachen bis zum Einnicken. Auch in den Träumen. Hat sie es dem Arzt nicht gesagt? Jetzt sagt sie selber:   “Ja, natürlich.“   Der Arzt hat nichts gehört und stellt den Tropf nach, blickt dabei prüfend der Kanüle entlang bis zum Handrücken, wo sich ein großer bläulicher Fleck um die Nadel gebildet hat. „Alles bestens.“  Im Gehen verspricht er, dass die Schwester gleich die Nadel für den Tropf neu ansetzt, jetzt mal in der Armbeuge.   „Bis Morgen.“   Weg ist er. Und sagt nicht einmal, was „alles“ ist und warum das „bestens“ sein soll, wo sie doch ständig müde ist und kaum Appetit hat. Und der verspannte Rücken erst... Warum bleibt er nicht hier und ich gehe? Wenn es hier bestens ist, muss es ja dort, wo er herkommt, nicht so gut sein. Damit kichert sie sich in Mutterträume, in denen sie mit ihren Kindern scherzt, obwohl ihr alles wehtut.     "Ja", würde sie plötzlich sagen und im selben Atemzug die Schönheiten des Abendhimmels und immer wieder alle Blumen in ihrem Gesichtsfeld aufzählen. Früher. Aber auch heute war sie in ihrer kleiner gewordenen Welt unschlagbar, vorbildlich dankbar, pflegeleicht. So blieb alles schmerzlich schön beim Alten. Massagetag. Die Hals- und Schlüsselbein-
Muskulatur entlang, in Richtung Schulter- gelenke. Schonungslos werden Härtefälle angezeigt und scheinbar ungläubig durch schmerzensreiche Wiederholungen zur vorher nicht gekannten Realität. Schmerz beim Namen genannt, scheint ihn erst zu ermöglichen. In Doppelstreifgriffen der Hände erwärmen sich jetzt die Nackenmuskeln, bis sie sich am Schädelrand nicht mehr vom Knochen unterscheiden lassen.   „Aha. Da ist ja immer noch unsere Ablagerung.“   Die Stimme kommt freundlich von hinten schräg oben. Ihr Gesicht kenne ich kaum, denn sie kommt ja immer erst, wenn ich schon bäuchlings auf ihre Fingerspiele warte. Wir erkennen uns eigentlich nur mittels meiner Schmerzpartien. Für sie bin ich nur eine rückwärtige Physiognomie, bestehend lediglich aus einer kaum verändert gebliebenen Perlenkette aus Verhärtungsmurmeln. Meine Stimme kennt sie nur aus den knappen Begrüßungsformeln, in der Hauptsache aber aus teils zustimmendem Stöhnen, teils aus erschrockenen Rückmeldungen über immer neue Triggerpunkte, die sich per filigraner Presssuren, nötigenfalls auch mit hartnäckigem Rubbeln diskutieren lassen; verschwinden tun sie selten. Lebenszeichen. Erinnerungen. Oder Prüfungen?     Heute ist Ausgehtag. Sogar die Schwester geht mit auf den Gang. Sie schiebt einen Rollstuhl. „Falls es nicht schnell genug geht.“, sagt sie. Aber ab jetzt will die „Schrittmacherin“ nicht mehr durchhängen und verwechselt es lustvoll mit „abhängen“, das ihre Enkelin neulich von sich gab. Die Finger drücken schwache Angstprotokolle in das kleine Zittern des sie stützenden Armes. Widerstandssteif kippelt sie in den Wasserschuhen und erwägt beständig Schrittrettungen wie eine verunsicherte Schlittschuhläuferin. Konzentriert auf Verlustruhe begibt sich ihr Aufgabeselbst in die Schutzwärme der mitfühlenden Schwesternhand. Wie an Strandeinsamkeiten entlang geht ihr Blick nach innen in die Weite schöner Leere. „Ich will die Wiederkunft zurückgeben.“, sagt sie sich und meint damit in die lieben Hände von Schwester Brigitte. „So, jetzt noch einen Schritt zurück zum Bett.“ Sie fühlt sich verstanden und darf sich vorsichtig wieder setzen. Jetzt hat sie Zeit für den Fußboden, den ihr die Krankheit so lange unter den Füßen weggezogen hat. „Morgen gehen wir ans Fenster.“ Gibt es wieder Zukunft? Morgen heißt doch, es geht vorwärts. Und ein Fenster zeigt wohin. Hoffentlich scheint dann die Sonne, bei dem ersten Ausflug der Augen.     You only live twice: Vor dem Bandscheibenvorfall und ein Leben danach. Mutter schreit jedes Mal. Warum wenden sie sie nicht zu zweit? Sanft wie der Zug, der unspektakulär abbremst, schon zu stehen scheint. Doch der kreischende Bremsschrei auch hier. Der unausbleibliche Ruck auch, schwächer als gefürchtet, verstärkt aber, weil schon ausgeblieben geglaubt, teuflisch überraschend. Folter für dämmerndes Bewusstsein im Bett wie auf der Bahn. Bahnhof.   „Endstation."   Intensivstation?   Hände halten, wie kühles, kostbares Weichleder, Augen-Blicke entspannter Pupillen, Wärme, Blutsbande. Wer sagt, dass Kinder nicht die Liebe der Eltern erwidern können und sie erst den eigenen Kindern weitergeben werden?  

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Heinrich Waegner, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.12.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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