Karl-Heinz Fricke

Wenns dem Esel zu wohl wird.....

Wenns dem Esel zu wohl wird geht er aufs Eis.

Was in Deutschland die Ostfriesen sind, sind in Kanada die Neufundländer. Die lustigen Geschichten solcher Typen sind Gegenstand vieler Witze.

Die Geschichte und die Personen darin, sind weder aus Ostfriesland noch aus Neufundland. Dieses Ereignis hat sich kürzlich in der kanadischen Provinz Saskatchewan zugetragen, und wurde von Radio Saskatoon in den Nachrichten erwähnt. Die Namen der zwei Männer sind unbenannt.

John, ein Bewohner der Stadt Prince Albert im Norden der Provinz , hatte sich einen großen Wunsch erfüllt und sich für $42,500 einen ‘Lincoln Navigator’ gekauft. Die monatlichen Abzahlungen für dieses Luxusgefährt betragen $560.00. Da sich dieser Wagen ideal für Fahrten im Gelände eignet, lud John seinen Freund Bert zu einer Entenjagd ein. Beide kutschierten fröhlich los, um an einem entfernten See ihrer Jagdlust zu fröhnen. Sie hatten vor, eventuell über Nacht zu bleiben. Es war ein frostiger Morgen. Das Thermometer zeigte bereits seit einigen Wochen Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius unter Null. Der See, den sie dann erreichten, hatte eine dicke Eisdecke, die es ihnen ermöglichte, mehrere hundert Meter darauf zu fahren.

Um nun den Enten eine Möglichkeit zu geben auf Wasser zu landen, hatten die beiden vor, eine größere Fläche mit Hilfe von Dynamit eisfrei zu machen, um dann auch zur Anlockung Plastikenten auszusetzen. Sie waren nicht unvorbereitet losgefahren und hatten neben Schrotflinten auch einen Jagdhund mitgenommen, der dann die geschossenen Enten aus dem Wasser holen sollte. Um es erst einmal auszuprobieren, nahm John eine Dynamitpatrone, schob einen Zünder hinein, und steckte mit seinem Feuerzeug die nicht sehr lange Zündschnür an. Daraufhin warf er die Patrone im hohen Bogen auf das Eis. Das Drama hatte seinen Anfang genommen.

Der Jagdhund lief ohne Kommando im Rekordtempo dem fortgeworfenen Gegenstand nach, um ihn zurückzubringen. Die beiden Männer schrien aus Leibeskräften, was das Tier als Anfeuerung annahm. Der Hund nahm die Patrone samt brennender Zündschnur mit den Zähnen auf, und war damit auf dem Rückweg. John entsicherte seine Flinte und schoß damit auf den Hund, der wohl einen Moment stutzte, aber dann seinen Weg mit der Patrone fortsetzte. Ein zweiter Schuß irritierte das Tier, und er suchte mit der Patrone Schutz unter dem Auto. Als er Herr und Freund weglaufen sah, ließ er die Patrone unter dem Auto und lief ihnen nach. Das alles spielte sich innerhalb von 45 Sekunden ab.

Dann..............................BOOOOOOOOOOM..............................!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Der neue Wagen flog in die Luft, um dann stückweise in einem großen Wasserloch zu versinken. Die Männer waren starr vor Schreck. Nicht nur, dass das nagelneue Auto das Opfer einer Unachtsamkeit geworden war, sie standen nun auch viele Kilometer allein in der Wildnis ohne Lebensmittel und Ausrüstung.

Wie zum Hohn landeten ein halbes Dutzend Enten auf dem Wasser. Das Jagen war den Beiden aber gründlich vergangen und sie machten sich unverzüglich auf den Weg, um die Zivilisation zu erreichen. Das Abenteuer hätte leicht ins Auge gehen können.

Die Autoversicherung lehnte es denm Tatbestand zu Folge ab, den Wagen zu ersetzen,weil der ungesetzliche Gebrauch von Dynamit sie davon befreite. Jedoch befreite es John nicht davon, viele Monate $560.00 auf den Tisch zu blättern.

An dieser Geschichte ist zu erkennen, wohin es führen kann, wenn man nicht an alles denkt. Nach wie vor ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste.

Karl-Heinz Fricke 28.12.2006

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