Joachim Garcorz
Erinnerungen an einem verkorksten Leben 9.Kapitel
9.Kapitel
In meiner Heimat angekommen, ich war fertig mit meinen noch jungen Nerven. Der Stress mit meinen Eltern und dieser Schule, was passiert da heute mit den jungen Hüpfern ?
Nachts lag ich im Bett und überlegte , wie bringst du Sie aus der Zone ? Ich brauchte ein Auto,wer sollte es aber fahren, bin doch erst fünfzehn Jahre? Jede Nacht diese Träume ,Briefe dich mich jede Woche erreichten, wie vermochte ich dieses auszuhalten? Ihr Bild hatte ich vergrößert an mein Bett gestellt, Sie war mein Gott, aber unerreichbar wie ER.
Vernünftig mußte ich werden ,tun was alle wollten, einen Schulabschuß und eine Lehre brauchte ich. So lernte ich nur wie es ging, wollte mir doch wirklich kein schlechtes Bild erlauben, bei diesem Mädchen ?
Briefe,Briefe und nochmals Briefe,ein Jahr dauerte es bis zu den Ferien im Sommer. Aber meine Eltern trennten sich und eine Fahrt war unmöglich. Alle möglichen Gestalten hätte ich meinenm Alten an den Hals gewünsch,Zerberus,Zyklopen und einige aus der Unterwelt.
Aber da gab es doch diese Jugendzeitschrift " BRAVO" , dort klammert ich mich fest, es war einfach die Verzweiflung. Schreiben, einfach nur schreiben. Ich saß nur in meinem Zimmer und schrieb mir die Finger wund . An meine Freundin, in Japan hatte ich dann durch diese Zeitschrift eine Brieffreundin und Korea auch noch eine. Ups, an dem Ort meiner Geburt hatte ich dann auch eine. Nur schreiben, wirklich.
In den asiatischen Ländern konnte ich mein Englisch verbessern . Einen Gedanken gab es da nicht. Aber die Brieffreundin in Oberhausen,oh Gott, Sabine hieß sie auch noch. sie war etwas kleiner,aber fast ein Ebenbild von meiner Flamme. Eine jüngere Schwester hätte gut möglich sein können.Ich kannte sie nur aus den kleinen Bildern in dem Heft und den Briefen.
Durch den Ärger in meiner Familie bin ich diesmal zu meinen Großeltern gefahren, es war Hilfe für mich angesagt. So lernte ich diese Sabine in wirklichkeit kennen.
Es gab keinen weiteren Vergleich, nie konnte dieses Mädel einen Ersatz für meinen Seelenschmerz sein.
Lieb war sie ja ,kein Zweifel ,eben Brieffreunde. So fing meine Interesse für harte Musik an, wie man damals sagte. Deep Purple ,Led Zepelin u.s.w., einige kennen diese noch. Immer wenn ich sauer war oder Probleme hatte,man wußte es genau. Wie alt ich nun war,dieses weiß der geneigte Leser, ich war am Boden.
Eines kann ich euch für dieses Kapitel sagen, es gab jetzt zwei Sabine. Eine so fern und eine doch so nahe und erreichbar. Die,die so fern von mir ,war immer meine Biene. Sie summte immer in meinem Kopf.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.01.2007.
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