Joenna Kirali

Liebe & Verzweiflung...


Irina sah ihre Schwester an, das blasse Geschichte wirkte durch das
Sonnenlicht, das durch das leicht geöffnete Fenster fiel, noch blasser.
Die Lippen von Danielle deuteten ein schwaches Lächeln an.
Seit Tagen gab Danielle kein Lebenszeichen von sich. Irina hielt jedoch
Tag und Nacht an ihrem Bett wache, Danielle´s Hand immer fest
verschlossen in der eigenen.
Danielle´s treusten Freunde waren aus England angereist um wegen
des tragischen Verlusts zu trauern. Am Fußende von Danielle´s Bett saß
Krish, der Ex-Freund von ihr, der kurz vor dem vielleicht tödlichen
Unfall von Danielle Schluss gemacht hat.
Danielle war von Trauer und
Zorn gepackt, druch Straßen und Gassen gelaufen; der Schmerz und die
Enttäuschung machten sie blind und taub, sie merkte nicht wie sie auf
die Straße geriet, auf der sie kurz darauf ein Fahrzeug anfuhr und sie
ins Koma fiel....
Krish machte sich schwere Vorwürfe und Tränen füllten immer wieder seine großen, grünen Augen.
Er hat nicht aus mangelnder Liebe und Zuneigung mit Danielle Schluss
gemacht, sondern aus bitterer Enttäuschung, denn Danielle kam nie über
den Tod ihres besten Freundes Cedric hinweg.Ced war ihr bester Freund und
bevor er starb auch ihr fester Freund gewesen die Liebe und die Freundschaft zu ihm waren sehr
stark. Als er starb suchte Danielle Nähe
und Zuneigung bei Krish, der sich einredete an zweiter Stelle zu stehn.
Dabei liebte er Danielle mehr als sein eigenes Leben...

Mona saß gegenüber von Irina und sah abwesend aus dem Fenster. Ayleen
lag ausgestreckt auf zwei Stühlen und sah zur Decke hoch. Es herrschte
bedrückende Stille. Irina betrachtete das junge Gesicht ihrer Schwester
und wieder überkam sie Trauer.
Die Zeit schien nicht zu vergehn. Die Sonne stand schon hoch am Himmel
als der Monitor neben Danielles Bett anfing schrille Signale von sich
zu geben. Die Finger von Danielle schlossen sich um Irinas, diese stand
auf und beugte sich runter zu ihrer geliebten Schwester und flüsterte
immer und immer wieder ihren Namen. Mittlerweile waren die anderen auch
aufgestanden. Krish wischte sich mit dem handrücken über die Augen und
die Hoffnung stand ihm nun ins Gesicht geschrieben. Sie war schon lange
erloschen, denn als Danielle nach dem Unfall im OP lag hatte ihr Herz
für drei Minuten aufgehört zu schlagen. Die Ärzte hatten sie schon für
tot erklärt, bis ihr Herz wie durch ein Wunder wieder anfing zu schlagen. Dann, nach
endlosen Augenblicken öffnete Danielle die Augen. Sie sah ihre
Schwester an und lächelte.
Inzwischen war Ayleen zum Arzt geeilt der mit einer Krankenschwester im
Schlepptau ins Zimmer kam und alle aus dem Zimmer scheuchte um Danielle untersuchen zu
können.
Die Zeit auf dem gang vor Danielles Krankenzimmer schien nicht zu
vergehn. Krish ging auf und ab, seine Blicke streiften nervös die Tür
und die Hände blieben nicht still. Ayleen und Mona saßen gegenüber und
schluchzten leise. Irina lehnte an der Wand neben der Tür und starrte
ins Leere während stumme Tränen ihr die Wangen runterliefen. Als der
Arzt raustrat blickten alle auf. Irina sah ihn an und er nickte
zufrieden. Irina lächelte und fragte:,,Dürfen wir zu ihr?“
,,Ja, aber achten sie darauf das sie sich nicht aufregt“antwortete der Arzt und schritt davon.
Irina und die anderen traten ins Zimmer doch nur Irina trat nah ans
Bett und beugte sich vor um Danielle auf die stirn zu küssen. ,,Wie
geht es dir?“ fragte sie Danielle.,,Ging mir schon mal
besser.“antwortete diese schwach. Sie schlossen die Augen....,,Es war
wunderschön...“ sagte Danielle mit schwacher Stimme.
,,Was war wunderschön,mein Engel?“ fragte Irina und strich ihr
liebevoll das Haar aus der Stirn. ,,der Augenblick indem mein Herz
aufgehört hatte zu schlagen, indem die Gedanken mich weit weg von all
den Sorgen und all dem Schmerz trugen...ich lag schon in Ceds
Armen...hinter ihm erstrahlte das hellste Licht und hinter mir
herrschte die dunkelste Dunkelheit, als er mir ins Ohr flüsterte:,, Ich
liebe dich. Ich werde dich immer lieben egal wo du bist , egal was du
tust und egal für was du dich entscheidest und wen du liebst. Doch du
kannst jetzt noch nicht zu mir kommen, es ist zu früh!“ und dann stieß
er mich in die Dunkelheit; er wurde kleiner und kleiner bis er weit von
mir stand und ich mit Gewalt in diese Welt zurückgebracht wurde in die
ich nicht hinein gehöre...“
ihre Stimme brach ab und schloss die Augen die inzwischen mit Tränen
gefüllt waren, und schlief ein. Ihr Atem ging gleichmäßig, doch eine
einzelne Träne lief ihr noch über die Wange.
Krish ging in die Knie und an stumm zu weinen aus Enttäuschung und Schmerz an seinem gebrochen Herzen. Irina sah ihre schlafende
Schwester an und fragte sich zum ersten Mal ob Danielle sich nicht mit
Absicht vor den fahrenden Wagen geworfen hat. Sie küsste ihre Stirn und
setzte sich wieder.
Die bedrückende Stille legte sich nun wieder über den Raum, die nur ab
und zu durch Krish leises Schluchzen unterbrochen wurde, im Raum der
durch die warem Sonnenstrahlen durchflutet wurde sowie auch von Liebe
und Verzweiflung.....  

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.01.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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