Joenna Kirali

Liebe und Verzweiflung...2

Vor 3 Jahren zog Danielle mit ihrer Mutter und ihrer Schwester nach England. Schon damals kannte sie Cedric sehr gut beide verband eine tiefe Bindung die sie von anfangs unzertrennlich machte. Sie kannten sich von klein auf und waren beste Freunde. Die Trennung schmerzte und Ced hielt es nicht aus ohne Danielle und reiste ihr kurz darauf mit seiner Mutter nach. Nach einigen Monaten starb Danielles Mutter, dadurch wurde die Bindung zwischen Ced und Danielle noch enger. Erst mit 14 Jahren verstand Danielle, dass die Enge, die beide verband mehr bedeutete als nur gute und enge Freundschaft.

An einem lauen Sommerabend saßen sie am See, hinter der Privatschule auf die beide gingen, und machten ihre Hausaufgaben. Der Ausblick war sehr romantisch, da der See umgeben von hohen bäumen umgeben war.
Sie redeten nicht viel, vor allem Ced nicht. Er war nervös aber Danielle wollte nicht nachfragen wieso. Dann, ohne Vorwarnung beugte Ced sich vor und küsste Danielle mitten auf den Mund...
es war ein langer Kuss, wie es Danielle schien.
Danielle war danach in ihr Zimmer gerannt und sich darin eingeschlossen. Sie war verwirrt und verstand das neue Gefühl nicht.
Sie kam den ganzen Abend nicht raus und öffnete auch die Tür nicht, so sehr Ced dagegen hämmerte.
Die nächsten Tage ging Danielle ihm aus dem weg. Auch am Wochenende indem auf dem Schulgelände ein sommerfest stattfand. Der Abend am See lag schon 2 tage zurück, seitdem hatten sie kein Wort miteinander gewechselt. Spät am Abend als sie ced noch nirgends gesehen hatte, setzte sich Danielle an die stelle an dem sie ihren ersten Kuss von ihrem besten Freund bekam. In Gedanken vertieft hörte sie nicht die schritte hinter sich. Als sich eine hand auf ihre Schulter legte, drehte sie sich gedankenverloren um und sah in das Gesicht von ced. Er lächelte sie verlegen an und plötzlich wurden Danielle die Gefühle, die sie nicht verstand, schlagartig klar. Sie liebte ced. Noch bevor er etwas sagen konnte zog sie ihn an den Ärmeln an sich und küsste ihn, wobei sie sich ziemlich strecken musste da er so groß war.
Danielle wünschte sich, die zeit wurde nie vergehen, doch als sie sich von einander lösten fühlte sie sie glücklich und befreit. Ced drückte sie näher zu sich ran und sah ihr in die Augen. Die Freude die sich in ihnen spiegelte vergaß Danielle nie.
„ich liebe dich, danielle!“ flüsterte er ihr zu. Danielle schlang ihre arme um seinen hals und flüsterte ihm ins ohr: ,,Ich dich auch!“
Sie schlenderten zusammen ins Hauptgebäude und verabschiedeten sich doch mit einem weiteren langen Kuss......

Ja, Danielle erinnerte sich an ihren ersten Kuss, während sie im Koma lag. Sie erinnerte sich an den ersten Kuss mit Cedric und an ihre erste gemeinsame Nacht und sie erinnerte sich an den morgen darauf, an dem sie in seinen armen lag und ihm ins schlafende Gesicht schaute. So friedlich.........und dann kamen die Bilder von der grausamen Nacht in der ced starb. So lang war Danielle betend und weinen an seinem bett gesessen und gehofft das ihr nicht das weggenommen wurde, das sie am meisten liebte. Doch das Flehen und weinen half nicht. Cedric starb am selben Abend......als abschied lächelte er Danielle nur schwach an, sagte aber nichts.
Sie schrie, sie wütete wegen der Ungerechtigkeit die das leben ihr gab. Wie kann ihr das Schicksal eine solche Freude, solch ein glück gescheckt haben und es ihr dann auf so grausame Art und Weise wieder genommen haben? Doch dann lichtete sich die Trauer und der Zorn wieder denn da war auf einmal Krish. Er gab ihr wieder das Gefühl von Freude, ein Gefühl das sie so lang nicht mehr verspürt hatte. Er ließ ihr herz schneller schlagen mit seinem lächeln, das jede Trauer vertrieb. Mit seinen grünen Augen die jedes Mal leuchteten wenn Krish sie sah.
Und dann erinnerte sich Danielle wieder an ein Gefühl, dass sie seit Cedrics Tod nicht mehr verspürt hatte...Liebe. Sie erinnerte sich an die schöne zeit die sich mit Krish verbracht hat, an die lieben und tröstenden Worte, die er ihr zugeflüstert hat, wenn sie traurig war. Und an den Kuss den ihr Krish gab als sie sich allein fühlte und damit den neuen Anfang einer Romanze die ihr wieder kraft und mut gab.
Doch das glück hielt nicht lange, denn Krish glaubte das Danielle noch zu sehr an cedric hing. Sie versicherte ihm er sei der einzige, den sie liebte und begehrte aber krish glaubte ihr nicht und machte Schluss. Und wieder wurde ihr das herz gebrochen. Sie wurde wieder enttäuscht und von der liebe betrogen. Wieder ließ sie jemand im stich den sie liebte und vertraute. Wie konnte sie so dumm sein? Dachte sie wirklich das eine neue liebe ihr den schmerz nehmen konnte? Wie konnte sie nur denken, dass jemand anderes den platz von ced einnehmen konnte?
Ja, das hatte sie gedacht! Wie dumm sie doch war! Plötzlich erinnerte sich Danielle wieder an die Strasse und an die vielen fahrenden Autos und sie dachte nur noch daran wie es wäre, wieder bei ced zu sein. Ein Gefühl das sie nicht kannte betäubte sie und es war als ob tausend Hände sie auf die Strasse zerrten. Sie spürte einen kurzen, stechenden schmerz und alles wurde dunkel sie sah nur noch ced der ihr zuwinkte und sich langsam entfernte...
Ja, Erinnerungen sind schön aber auch schmerzhaft. Ist es dann nicht besser loszulassen?
Und schlagartig wurde ihr bewusst, wie viel sie dennoch hatte; und dann sah sie das traurige Gesicht von Krish von dem sie sich nicht verabschiedet hatte. Würde er jetzt genau so leiden wie sie, als ced starb? Nein, das wollte sie nicht! Ich will nicht der Person wehtun die ich so sehr liebe, und dann schlug sie die Augen auf und sah ihrer Schwester ins Gesicht und erzählte ihr mit schwacher stimme von Traum mit ced den sie vor kurzem hatte, bevor die Erinnerungen kamen.
Die kraft verließ sie und sie schlief wieder ein, ohne auch nur ein einziges mal krish gesehen zu haben.
Über die Folgen ihres Traumes war sie sich nicht bewusst... 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.02.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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