Anna Richter

Ein Freund für Nina

Personen
 
Nina: Erzählt aus ihrem Leben
Marie: Ninas beste Freundin
Nici, Anna, Sven, Ruben und Frank (+Marie): Ninas Clique
Tim: Früherer Schwarm von Nina
Daniel: neuer Freund von Nina
Mona: gehört zu Ninas Clique, ihr Schwarm ist (war) Daniel
Thali: gehört zu Ninas Clique, ist seit kurzem mit Kai zusammen
Kai: gehört zu Daniels besten freunden, ist seit kurzem mit Thali zusammen
 
 
Vorgeschichte
 
Erstmal etwas zu Ninas Person: sie ist eher schüchtern, hilfsbereit und manchmal auch ziemlich launisch… in Sachen Jungs hat sie eigentlich immer Pech, weil sie sich andauernd in den falschen verliebt und wenn sie das dann mal geblickt hat, hat sie wochenlang Liebeskummer…
Ihre beste Freundin heißt Marie und auf sie ist IMMER verlass!!!! Sie ist da, wenn es Nina schlecht geht, oder wenn sie einfach mal jemanden zum reden braucht. Aber sie holt sie auch wieder auf den Boden, wenn sie für eine kurze Zeit den Boden unter den Füßen verliert! Also kurz: die beste Freundin, die man sich wünschen kann… ach ja und ihre Clique darf man auch nicht vergessen… dazu gehören Nici, Anna, Sven, Ruben und Frank… und natürlich Marie.
mehr gibt es zu ihrer Person eigentlich nicht zu sagen…
Kurz vor den Sommerferien war Ninas Klasse und eine Parallelklasse im Schullandheim. Und dort passierte es: Nina verliebte sich in Tim. Einen aus der parallelklasse... Er war auch nett zu ihr und so, aber das Problem lag daran, dass er zu ALLEN nett war. Und deswegen wusste Nina nicht, ob sie Chancen bei ihm hatte. Dann, wieder zu hause, rückten die Sommerferien an und irgendetwas hatte sie verändert. Mit neuer Power und Energie startete sie gleich am ersten Tag in der Schule durch und auch in Sachen Tim… sie fragte ihn, ob er mit ihr gehen will und 3 tage später seine Antwort: NEIN!! Sie sagte ihm zwar, dass es ihr nicht´s ausmachte, aber die Wahrheit war, dass es sie ziemlich verletzt hat… und eigentlich konnte sie ihn ja jetzt vergessen, aber da gab es ein klitzekleines Problem… einmal war er super nett zu ihr, dann wieder ganz normal, dann beleidigt er sie und dann am andern tag ignoriert er sie völlig… und genau deswegen fiel es ihr schwer, ihn zu vergessen…
 
 
 
FREUND FÜR NINA
 
„Hi Marie! Wie geht’s dir heute?“, fragte ich meine beste Freundin mit einem verträumten  Lächeln im Gesicht. Marie sah mich misstrauisch an und fragte: „Nina!!! Was ist passiert?!?“  Ich guckte ganz unschuldig und antwortete in meinem ´eingeübten Schulmädchenton´: „darf man denn heutzutage nicht einmal glücklich sein??? Auch ohne Grund?“ „Oh ja! Also ich als deine beste Freundin müsste ja wohl sehen, wann du ganz ohne Grund glücklich bist, was ja nicht häufig der Fall ist, und wann was dahinter steckt!! Und ich spüre, dass was dahinter steckt!!!!“ Ich seufzte tief und gab mich geschlagen: „Na gut, du hast mich erwischt, jetzt muss ich ja mit der Wahrheit rausrücken…“ Marie guckte mich gespannt an und ich begann zu erzählen: „Also… ich bin mim Daniel zusammen!“ Marie´s Kinnladen fielen herunter und ich musste bei diesem Anblick lachen. „des is aber net dein ernst, oder?“ „Doch, mein voller Ernst! Seit gestern!“, sagte ich voll und ganz glücklich. Marie umarmte mich fröhlich und sagte mit einem Grinsen im Gesicht: „Ey, ich war wirklich auf alles vorbereitet, aber nicht auf DAS! Und dann ausgerechnet Daniel!! Und was ist mit Tim?“ Mein Lächeln verschwand augenblicklich und ich sah auf den Boden. Marie bemerkte das sofort und sagte entschuldigend: „Oh Nina! Das wollte ich nicht! Du musst darauf auch gar nicht antworten! Vergiss einfach, was ich gesagt hab!“ Ich lehnte dankend ab und sagte mit einem gequälten Lächeln: „nein, nein, schon okay! Es ist vorbei! Und es hat ja auch nie wirklich angefangen! Also mach dir um ihn keine Gedanken!“ Marie legte den Arm und mich und mein Lächeln tauchte wieder auf. Glücklich liefen wir zum Unterricht.
Kurz vorm Klassenzimmer stoppte Marie, drehte sich zu mir um und sah mir tief in die Augen. Ich guckte sie fragend an und bevor ich was sagen konnte, sagte sie: „Nina, was ist jetzt mit Mona??? Ich mein,… du weist schon, sie…“ weiter kam sie nicht denn meine Kraft in den Beinen verschwand schlagartig, sodass ich mich auf die Treppe setzen musste. Ich starrte auf den Boden und plötzlich kamen mir die Tränen. Ich wollte sie aufhalten, ich wollte nicht weinen! Nicht hier! Nicht jetzt! Gerade eben war ich noch überglücklich wegen Daniel, und jetzt??? Jetzt saß ich weinend auf der Treppe und alle starrten mich an!
Ich stand auf, wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und rannte die Treppe runter auf den Schulhof. Auf dem Weg dorthin begegnete ich Daniel. Er lächelte und ich lächelte mein „schönstes“ Lächeln zurück, na ja, also das „schönste“ Lächeln, das man eben zustande bringt, wenn man zuvor geheult hat. Egal…
Auf dem Schulhof setzte ich mich auf einen Stein, schlug die Hände vors Gesicht und weinte weiter… ich weis nicht, wie lange ich da so saß aber auf einmal legte sich ein arm um mich und eine bekannte stimmt sagte: „Nina, was ist los? Was ist passiert?“ ich schaute auf und mein schlechtes Gewissen überkam mich. Es war Mona. Sie schaute mich total mitleidig an und dann schlang ich mich, immer noch weinend um ihre Schulter, und schluchzte: „Ach Mona! Es tut mir sooo leid!! Ich wollte das alles gar nicht! Ich wusste nicht, dass es so kommen würde! Bitte verzeih mir! Ich werde mit ihm schlußmachen! Ich will dich nicht verlieren!“ Mona guckte mich mit einen großen Fragezeichen im Gesicht an, fasste mir an die Stirn und fragte: „Nina, bist du krank? Sollen wir deine Eltern anrufen, dass die dich abholen??“ Ich schüttelte nur mit dem Kopf und erzählte ihr alles: „Ich bin seit gestern mim Daniel zusammen! Er hat mich auf ein eis eingeladen, nach der schule, und dann hat er mir gestanden, dass er was von mir will und mich gefragt! Mona! Ich verspreche dir: ich mach Schluss!! Ich will dich nicht verlieren und du bist mir viel mehr wert wie er!!! Lieber verliere ich ihn, als dich! Das musst du mir glauben!“ Monas Gesicht hellte sich auf und sie umarmte mich. „Ach Nina! Endlich hast du auch mal einen Freund! Ich wünsche euch alles Gute!!!“ Ich sah Mona fassungslos an. „Aber… ich mein du… er war deine erste große liebe und…“ Mona schüttelte mit dem kopf und sagte: „Nein, es ist schon ok! Ich werde es schon aushalten! Er liebt dich und du bist meine Freundin! Warum sollte ich da eifersüchtig sein!?! Aber eines musst du mir versprechen: Du machst nicht mit ihm Schluss!!! Tu es mir zuliebe und… ich glaube, du machst einen großen Fehler, wenn du nein sagst…“ Sie lächelte mich an und wir gingen Seite an Seite wieder ins Klassenzimmer. Natürlich musste ich dann die blöden Blicke und Sprüche meiner Mitschüler über mich ergehen lassen, aber das Einzigste, was wirklich zählte war: Ich war glücklich! Nach vielen Wochen wieder richtig glücklich!!!! 
Natürlich kam Daniel in der kl. Pause zu mir und fragte mich, was vorher los war. Ich antwortete ihm, dass jetzt alles geklärt sei, und ich ihm das in der 1. gr. Pause erzählen werde.
Wie abgemacht traf ich mich mit Daniel in der 1. gr. Pause im Aufenthaltsraum (Aufi).Und wir gingen dann händchenhaltend auf den unteren Schulhof und liefen 1-mal um die Sporthalle, während ich ihm von der Sache mit Mona erzählte…
Die „Hühnchen“, das sind 5 Mädchen aus meiner klasse, die denken, dass sie die „coolsten“ wären, guckten natürlich dann gleich mal saublöd, als sie mich mit Daniel so „eng umschlungen“ rumlaufen sahen. Auf ihren Stirnen stand ganz fett Eifersucht geschrieben!!! Was für ein toller Anblick! Naja, aber ich war ja nicht mit Daniel zusammen, weil ich die Hühnchen eifersüchtig machen wollte, sondern weil ich ihn mochte! Egal… auf jedenfall liefen wir da so rum und laberten einbisschen, als uns plötzlich Thali und Kai entgegenkamen. Thali schaute natürlich ganz fassungslos und Kai grinste. Scheinbar wusste er von Daniel und mir. Ich musste lächeln und im vorbeigehen flüsterte ich Thali zu: „ich erzähl dir nachher alles in Ruhe!“ Thali nickte und sofort waren sie und Kai in ein wichtiges Gespräch vertieft. Leider gongte es schon und Daniel und ich liefen zu unseren Klassenzimmern. Und dann kamen uns meine ganze Clique entgegen, also: Marie, Nici, Anna, Sven, Ruben und Frank. Alle grinsten und ich grinste nur ganz verträumt zurück.
„Ach Nina, ich freu mich so für euch!“ sagte Thali seufzend, nachdem ich ihr alles haargenau erzählt hatte. „ja, ich bin so glücklich, wie noch lange nicht mehr!“, antwortete ich. Plötzlich schrie Thali auf: „Hey, ich hab’s! Dann können wir ja jetzt ´Pärchenausflüge´ machen!“ „oh ja, das ist eine tolle Idee!!“, gab ich ihr recht. Plötzlich stand Kai hinter uns und steckte mir einen Zettel zu. Er sagte: „Hier, von Daniel für dich!“ mit diesen Worten ging er und ich las den Zettel laut vor: Hast du morgen schon was vor? Ich dachte, wir könnten mit Kai und Thali ins Breuni (großes Kaufhaus) gehen… überlegs dir…*kizz* Daniel
Gleich kamen meine Augen wieder diesen verträumten Blick und ich seufzte hörbar.
„Oh man! Dich hat’s ja echt erwischt!“, neckte mich Thali. „Ich glaube, da hast du recht!“ sagte ich grinsend und ging wieder zurück ins Klassenzimmer, da es schon gegongt hatte und Frau Uckelmann schon da war. Als wir reinkamen saßen alle schon auf ihren Plätzen und wieder starrten mich alle an, wie schon in der 1. stunde. Wie ich das hasste! Ich setzte mich auf meinen Platz und bekam gleich einen Brief von Marie zugeschoben. Darauf stand: hast du am Weekend schon was vor?? Wir wollen n Girlyday machen… Jungs sind ja soo stressig!!! *gg*
ich sah zu Marie, sie grinste und antwortete auf ihren Brief: Klar! Das lass ich mir nicht 2-mal sagen… Marie und ich mussten beide gleichzeitig anfangen zu lachen und handelten uns dabei strafende Blicke von Frau Uckelmann ein, aber das war uns egal! Unser leben war endlich wieder perfekt!!!!!
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.02.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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