Judith Beiten

The Song V


Jay hatte sich in der Zwischenzeit vor den Fans und Reportern retten können und suchte nun wie wild alles nach Sarah ab. Er konnte sie nicht finden und kriegte ein flaues Gefühl im Magen. Wenn sie nun Stephanie´s Worten Glaube geschenkt hatte? Als er alle Strassen zwei mal durchgesucht hatte, fuhr er zurück ins Hotel. In der Lobby sah er seinen Bandkollegen Josh. „Hey, was siehste so fertig aus? Freust du dich nicht über die Neuigkeit mit der Verleihung?“, fragte er Jay während er ihm aufmunternd auf die Schulter klopfte. Jay erzählte ihm, was in der Stadt vorgefallen war. Er vertraute seiner Band und wusste, dass sie seine Gefühle ernst nahmen. „Ich will dich ja nicht beunruhigen, aber du hast mir doch mal diesen Kerl beschrieben, der Sarah fast was angetan hätte.“ „Du meinst Mike?“, erwiederte Jay aufgeregt. „Ja, ich glaub schon. Auf jeden Fall habe ich heute morgen hier einen Kerl rumlungern sehen, der genauso aussah. Er fuhr auch die selbe Automarke, die du erwähnt hattest.“ „Scheiße, hoffentlich hat er nicht Sarah gefunden. Sie sah so verwzeifelt aus, als sie weggegangen ist. Außerdem ist sie so zart, sie hat keine Chance sich zu wehren, wenn er sie in seiner Gewalt hat.“
Jay lief aufgeregt auf und ab. Er fühlte wie die Panik langsam in ihm hochstieg. Josh packte ihn an der Schulter „Wenn du hier rumläufst wie ein aufgescheuchtes Huhn hilfst du niemanden damit, wir überlegen jetzt zusammen was wir unternehmen können.“ Er konnte das einsehen und setzte sich auf den Stuhl, den ihn schon ein anderes Bandmitglied hingesschoben hatte. Zusammen kamen sie zu dem Entschluss getrennt zu suchen und nach Mikes blauem Volvo Auschau zu halten und wenn sie etwas entdecken einander sofort per Handtelefon zu informieren. Michael sollte im Hotel bleiben und versuchen rauszufinden, wo Mike ein Zimmer hatte, da er, genau wie die Band, nicht in seiner Heimatstadt war und einen Ort zum Schlafen brauchte. Sie zogen los, Jay zusammen mit Josh, da dieser befürchtete, Jay würde sonst vor Aufregung gegen einen Baum fahren.
In der Zwischenzeit war Mike mit Sarah zu seinem Hotelzimmer gefahren. „Wenn du schreist oder irgendwie versuchst Aufmerksamkeit zu erregen, wirst du es bereuen.“ Sarah liefen lautlose Tränen übers Gesicht, doch sie war zu schockiert um sich ihm zu wiedersetzen. Sie musste sich auf sein dreckiges Bett legen, was einen Würgereitz bei ihr verursachte. Als seine Hände sie berührten, um sie ans Bett zu fesseln, schauderte sie und fühlte sich schmutzig. Er sah mit einem eiskalten Grinsen auf sie herab...
 Jay ging aufgeregt an sein klingelndes Handtelefon. „Ich habe ihn gefunden, er wohnt im Blue Coast Hotel, Zimmer 249. Ich informiere die anderen noch und die Polizei, dann komme ich so schnell es geht kann!“, hörte er Michaels aufgregte Stimme. Er informierte Josh mit vor Aufregung zitternder Stimme. Zum Glück waren sie nicht weit entfernt, ungefähr 10 Minuten mit dem Auto. Jay sass neben Josh und malte sich aus was dieser Dreckskerl grade mit seiner Sarah macht, er kochte innerlich vor Wut. „Jay, versprech mir die Nerven zu bewaren. Erstmal ist der Typ es nicht Wert wegen ihm ins Gefängnis zu gehen und zweitens willst du doch nicht alles kaputt machen. Wenn Sarah noch ..., naja, wir gehen mal alle davon aus, wird es ihr nicht helfen, wenn du im Gefängnis sitzt und unsere Karriere, die so schön begonnen hat wäre auch dahin.“, meinte Josh einfühlsam. „Du hast Recht, aber es ist so schwer. Ich habe ihr nie gesagt, dass ich sie liebe, dabei ist sie mein süsser Engel, schlicht ein Stück meines Herzens. Schau mich an, was sie aus mir gemacht hat.“, Jay versuchte ein Lächeln zu stande zu bringen.
Währenddessen hatte Mike sich einen Stuhl ans Bett geholt. Ihn erregte es zu sehen wie hilflos Sarah da lag und ihm völlig ausgeliefert war, doch irgendetwas störte ihn. Sie wehrte sich so wenig. „Na, und wo ist jetzt dein Rockheld auf seinem schwarzem Hengst?!“, versuchte er sie zu provozieren. „Mike, Jay war und ist die Liebe meines Lebens, dass ist mir heute endgültig klar geworden. Genauso wie ich sehen musste, dass ich nicht seine Einzigste bin und in seinem Herzen Platz für mehrere Geliebte zu sein scheint. Es tut so weh, weher kannst du mir auch nicht mehr tun.“
Mike wurde sauer, er konnte nicht ertragen, dass Jay ihr so viel Wert war, dass sie noch nichtmal Todesangst hatte. „Der Mistkerl, ich habe Stephanie auf ihn gehetzt um noch eine Chance bei dir zu bekommen.“, erwiderte Mike. Sarah horchte auf. Also das war es gewesen, Jay liebte sie doch. Sie machte sich Vorwürfe, an seiner Liebe gezweifelt zu haben. Hatte er nicht alles für sie getan? War er nicht immer an ihrer Seite gewesen? Er machte sich bestimmt ganz viele Sorgen und würde alles tun um ihr zu helfen! Ihr Kampfgeist wachte auf und Mike sah das gerne. „Jetzt kriegen wir richtig Spass!“ Er beugte sich über sie und küsste sie und biss ihr in die Lippe, bis sie bluteten. Sie spuckte ihn an. „Ich wusste schon immer, dass du mir ganz besonders viel Freude bereiten würdest.“ Er zerriß ihr Oberteil und fing an ihr langsam den BH auszuziehen. Sie wand sich wie ein Wurm in den Fesseln, hatte jedoch keine Chance. Er griff nach ihrem Rock und schob ihn langsam höher. Sarah beschmipfte ihn aufs Übelste und weinte und schrie, doch es heizte Mike nur noch mehr an. Als der zerfetzte Rock auf dem Boden lag und er ihren Slip zur Seite schob, wurde die Tür eingetreten. Zei Polizeibeamte stürmten zusammen Jay ins Hotelzimmer. Die Polizisten packten Mike und verhafteten ihn direkt. Jay rannte zu Sarah und warf sofort seine Jacke über sie, damit die anderen sie nicht nackt sahen. Josh und der inzwischen eingtroffene Gittarist Jack warteten diskret vor der Tür. „Kümmern sie sich um ihre Freundin?“, fragten die Polizeibeamten. „Ja“, antwortete Jay, unfähig mehr zu sagen. „Kommen sie so schnell es möglich ist auf die Polizeiwache. Sie muss ihre Zeugenaussage machen.“, sie spürten, dass die zwei Zeit für sich alleine brauchten. Sie informierten Josh und Jack, dass Sarah am Leben war und das sie noch rechtzeitig hatten eingreifen können. Jay löste liebevoll Sarahs Fesseln. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Sarah drückte sich an ihn, aber verkrampfte sich dabei. Er merkte, dass sich etwas geändert hatte.  
 

Es tut mir wirklich sehr leid, dass dieser Teil so lange gedauert hat. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich im wirklichem Leben meine Liebe gefunden habe, naja, es folgt noch der Schluss und diesmal wirklich viel schneller :o).Judith Beiten, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.02.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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