Andreas Gritsch

Eugen van Gruben

 
 
- Die Zeiteinteilung
 
 
 
Auch der letzte Termin will eingehalten werden, denn nicht des Zufalls-Willen strebte Herr van der Gruben nach der Schaffung einer Spur, in welcher sich die Zeit nach vorne zu bewegen hätte.
Gerne glitten die Augen des Herrn im Sinne des Uhrwerks, welches orange zu schimmern neigte, über den Kalender, der an seiner Wand vor dem Tisch in seinem Büro befestigt hing.
 
Ungern bewegte er sich fort in Mitteln des Verkehrs, derer sich das Volk im Alltag hat bemächtigt. Doch wirklich zuwider war dem Herrn van der Gruben sein wochenendliches Nachhausekehren.
Kaum dies kalte Haus, die grauen Wände oder gar ein Bild der toten Mutter auf dem Flur. Nein, dies Gefängnis hielt seine Angst so fest wie nichts zuvor, er konnte hier nicht fliehen.
 
Dies Zimmer, in welchem er einst zur Welt gebracht, bot ihm auch den letzten Blick hinunter in die Gasse, welche den Blick auf seine große Liebe verschlang.
Doch seine Götter treiben ihn immer wieder hierher, in dieses Haus, in dieses Zimmer. Heute weiß Herr van der Gruben seine Zeit zu beherrschen, im Gegensatz zu jener Nacht, in welcher er sich drängte, ein Opfer zu erbringen um sein Glück, seine wahre Liebe nicht der Nacht ergeben zu müssen.
 
Es war kein Schrei, es war ihm wie ein letzter Dank, als er sich durch die Klinge seiner Frau Mama in dieser Nacht verbunden fand, um seiner Liebe durch die Gassen in die Nacht zu folgen.
 
Doch umsonst, keine dieser beiden sollte er jemals wiedersehen, weil er die Stunden ihrer Aufmerksamkeit ergeben, nur als Honigtauben im Vanilleflug durch einen Nougathimmel, mit Sternen aus Zimt durchstreifen sah.
 
Deshalb widmet sich heute das Leben dem Herrn van der Gruben nur noch als Einteilung seiner Zeit.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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