Stephanie Schneider

Die Wölfe - 1. Wie es begann

Ich träumte erneut von diesem seltsamen Wald und den Bäumen, die mit mir sprachen. Schweißgebadet schreckte ich hoch. Mein Zimmer war leer und dunkel. Ich hatte kaum zwei Stunden geschlafen und Angst erneut diesen Traum zu haben. Also stand ich auf.
Mein Name ist Oscar, ich bin General der königlichen Garde und beschütze die Stadt Donwhang vor den Monstern, die aus irgendeinem Grund die letzten Jahre die Seidenstraße bevölkern. Vor zwanzig Jahren wurde ich in Jangan geboren und von meinem Vater wie ein Mann erzogen, um einmal General zu werden. Letztes Jahr starb er. Er begleitete einen Händler zur Fähre und kam nicht mehr zurück. Seit dieser Zeit bin ich General und beschütze die Händler vor den Angriffen der Monster. Seit dieser Zeit habe ich auch diesen Traum. Ich weiß nicht, was er bedeutet, aber die Bäume reden mit mir, doch ich kann nicht verstehen was sie sagen.
„Oscar, Händler Camoran bat uns um Unterstützung bei einem Handel nach Hotan.“ Tand ist mein bester Freund und Assistent. Ich kenne ihn schon seit meiner Kindheit. Er ist der Neffe meiner Amme und lebte seit Jahren bei uns im Haus. Er hat viele Freunde in Donwhang, besonders bei den Händlern. Camoran ist einer dieser Freunde. Er ist grade zwanzig und ein sehr unerfahrener Händler. „Warum versucht er es nicht in Jangan? Ich glaube das ist sicherer für ihn.“, entgegnete ich Tand deshalb. Doch er setzte sich weiter für Camoran ein, da dieser dringend Geld benötigt und deshalb lieber nach Hotan wollte, denn die Händler dort bezahlen für Waren aus Donwhang viel mehr als die Händler in Jangan. Letztendlich stimmte ich dem Versuch zu, besonders, da ich noch nie in Hotan war. Etwas war auch Tand’s Charme daran schuld. Er hatte viel Übung darin, denn nicht nur die Händler waren seine Freunde, er hatte auch viele weibliche Fans in Donwhang. Besonders die Schmuckverkäuferin Hulion hat ein Auge auf ihn geworfen. Aber warum erzähle ich das? Der Händler­trupp nach Hotan startete am nächsten Morgen mit zehn meiner jungen Soldaten. Ich schätzte den Weg als nicht zu schwierig ein, da es wenig Diebe Richtung Hotan gab. Sie waren zu feige zu den starken Monstern zu gehen. Sicher war ich mir natürlich auch nicht wie stark die Monster tatsächlich waren, aber Tand und ich hatten schon ziemlich viele Monster erlegt und so war unser Selbstvertrauen hoch.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.03.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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