| Sie stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen und bekleiden oft hohe Positionen. Zahlen und Formeln sind ihre Welt, beherrschen ihr Denken und lassen sie die Ereignisse des Lebens in ein Koordinatensystem eingliedern. Zahlen und Formeln stellen mathematische Fakten dar. An denen gibt es nichts zu rütteln und seltendst etwas zu beugen. Sie bieten also eine feste Richtschnur und einen ebensolchen Halt, der keine Unregelmäigkeiten oder Abweichungen zulässt. Ohne dieses geistige, streng gespannte Halteseil würden diese Kopfmenschen hilflos in den Wellen des so veränderlichen Lebensflusses schwimmen, denn da regieren nicht nur mathematische Gesetzmäßigkeiten. Dort dirigieren mannigfache Emotionen jedweiliger Ausprägung das Miteinander der Menschen. Und doch möchte ich jetzt versuchen, dieses Leben, das vielen Formelmenschen bis zu einem gewissen Grade fremd bleibt, ja doch in eine Rechenaufgabe zu zwingen: Der Formelmensch sieht das Leben so: 1 + 1= 2 Das wirkliche Leben aber rechnet sich so: 1 + 1= 5 oder 6 oder 9 oder... Formelmenschen sind auf ihrem Fachgebiet Kapazitäten, oft wahre Genies. Sie empfinden ihr Defizit, im Zwischenmenschlichen eine Mauer zwischen sich und Anderen zu sehen und leiden darunter. Sie bemühen sich, diese Schranke zu überwinden und scheitern unglücklich. Verhaltensmuster, die vom klaren Koordinatenschema abweichen, bleiben für sie nicht nachvollziehbar und damit unerklärlich. sie sind gefangen in der Formelwelt, in ihrer eigenen Welt. |
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.04.2007.
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Das Mädchen aus Oberschlesien
von Brigitte Hanisch
Das kleine Mädchen Brigitte wächst wohlbehütet in einer Großfamilie im katholischen Oberschlesien auf. 1938 siedeln die Eltern mit Brigitte nach Kiel um. Dort wird Ihre Schwester Eva-Maria geboren. 1939 beginnt der Krieg und Kiel wird besonders gebeutelt. Entsetzliche Jahre für das kleine Mädchen. Tag und Nacht Bombenangriffe. Hungersnot und immer die Angst um den Vater. Das Mädchen ist seelisch in einem so schlechtem Zustand, dass die Eltern Brigitte nach Oberschlesien zur Schwester der Mutter schicken. Dort wird sie eingeschult und geht auch in Schomberg zur ersten heiligen Kommunion. In den nächsten Jahren pendelt sie hin und her. Kinderlandverschickung nach Bayern, Kriegserlebnisse in Kiel, danach wieder zurück nach Oberschlesien zur Erholung. Dort aber hat sie große Sehnsucht nach ihrer Schwester und den Eltern und fährt deshalb Weihnachten 1944 nach Kiel zurück. Das ist ihr Glück, denn im Januar 1945 marschieren die Russen in Beuthen ein.
Die Nachkriegsjahre und der Aufbau der jungen Bundesrepublik prägen Brigitte. Sie lernt einen Flüchtling aus Pommern kennen und lieben. Sie heiratet ihn nach vielen Hindernissen 1954. Ein Jahr später ziehen sie nach Stuttgart. Dort endet das Buch.
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