Mario Hedemann

Die Insel der Verlorenen - Teil 1

                                            Insel der Verlorenen Teil1 

 

 

Ich muss Ihnen eine Geschichte erzählen. Auch wenn Sie sie nicht hören wollen und es Sie nicht interessiert, aber ich werde sie Ihnen trotzdem aufdrängen. Sollten Sie einmal Urlaub auf einer kleinen Insel machen wollen, dann werden Sie sicher mal an meine Worte zurückdenken und dann wird Ihnen leid tun, dass Sie meine Geschichte nicht hören wollten. Sicher ist es wahrscheinlich aber auch nur mir passiert, aber es könnte auch Ihnen geschehen. Was mir genau passiert ist, erfahren Sie, wenn Sie die beschriebenen Seiten, Seite für Seite lesen werden. Es ist ein Wunder, dass ich Ihnen die Story überhaupt noch überbringen kann. Ach bitte, lesen doch Sie meinen kleinen Reisebericht und Sie werden feststellen, dass es auf einer kleinen Insel auch unheimlich sein kann. Mit unheimlich meine ich nicht nur die unbekannten Tiere die einen gelegentlich mal über den Weg laufen können und ich meinte auch keine Vergifteten Pflanzen, von deren Früchte Mensch lieber nicht essen sollte. Nein, mit unheimlich meinte ich etwas anderes, aber ich werde es Ihnen im laufe der nächsten Seiten erzählen. Nur zu meinen Schutz werde ich die Namen der Personen ändern und auch den Namen der Insel Verschweigen, weil es sie nämlich nicht wirklich auf einer Landkarte gibt. Meinen Namen werden Sie auch nicht erfahren, denn diese Seiten könnten einer heuchlerische Person in den Händen fallen und das will ich vermeiden. Ich werde auch fasche Angaben meines Wohnortes machen und meinen Verleger bitten, diese Seiten ganz Anonym an die Öffentlichkeit zu tragen. Warum ich nicht an die Zeitung schreibe? werden Sie sich fragen, aber es hat schon seine Gründe. Zeitungen sind für mich die reinsten klatsch und Tratsch Blätter, die nichts besseres zu tun haben, als andere Leute im Dreck zu ziehen und ihre Artikel so spannend und meist verlogen zu schreiben, dass Mensch die Zeitung unbedingt kaufen muss. Ich bin kein großer Zeitungsleser und werde es auch niemals werden. Bitte fragen Sie mich jetzt nicht warum, denn ich habe es Ihnen eben erklärt.

Für alles gibt es mittlerweile Klatschblätter, egal ob von Autosport bis zum Porno, oder von der Arztzeitschrift bis zu Omas Kochrezepte. Für jeden ist etwas zum tratschen dabei, ehrlich, glauben Sie mir.   Bevor ich mich für diesen Urlaub auf der Insel entschlossen hatte, war ich ein ganz anderer Mensch. Ich hatte zwar nie Geld und meine Frau verdiente auch keinen Penny, aber ich war zufrieden. Meine Frau und ich besaßen ein kleines Häuschen am Rande der Stadt. Andere Leute fragten uns, wie wir das wohl machten, dass wir nie Geld hätten, uns aber ein Haus leisten könnten? 
Dazu kann ich immer wieder nur Antworten: „Tja, manchen Leuten fällt das Glück eben in den Schoss. Aber wenn ich darüber nachdenke, habe ich mir dieses Glück auch verdient. Ich bin Sechsunddreißig Jahre und habe vor, mich noch einige Jahre vor meinem Tot zu verstecken um mein Glück noch zu genießen. Wobei der Tot einen immer einen Überraschungsbesuch abstattet.
Es ist immer ungewiss, wann die Uhr für jemanden abgelaufen ist. Bei dem einen früher und bei den anderen später. Aber nun genug des langen Geschwätzes, da ich eh kein Mann von vielen Worten bin. Sollten Sie einmal mit mir Telefonieren wollen, so werden Sie feststellen, dass sich das Gespräch auf unter fünf Minuten bezieht. Aber das ist Quatsch, denn warum sollten Sie mich sprechen wollen?

 

 

 

Die Geschichte hat insgesamt 46 Seiten. Da das zu viel aufeinmal sein kann, habe ich mich entschlossen, sie Etappenweise hier vorzutragen.

L.G.Mario H.    

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.04.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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