Stephanie Schneider

Die Wölfe - 10. Der Wolf

Durch ein Wunder gelangten wir heil aus dem Wald und waren plötzlich in der hellen Nacht. Ich schaute zum Vollmond herauf, der rot leuchtete. Dann hörte ich aus dem Wald das Heulen der Wölfe. „Unglaublich, es gibt sie wirklich, die Wolfsmenschen.“, sagte ich, nachdem das Heulen verstummt war. „Das können auch normale Wölfe gewesen sein, die jetzt Jagd auf uns machen.“, antwortete Tand und trieb den Schwarzen weiter. Ich blickte zurück auf den Wald. Von außen sah er wie jeder andere Wald aus, den ich kenne.
Ich hörte diese Nacht noch viele Wolfsrufe und konnte nicht schlafen. Am nächsten Morgen wollte ich unbedingt wieder in den Wald. Ich wusste, dass Tand mich aufhalten würde, also sagte ich ihm nichts davon. Tagsüber war der Wald keine Gefahr. Ich sattelte den Schimmel und machte mich auf den Weg. Je näher ich dem Wald kam desto seltsamer fühlte ich mich. Es war als würde mich etwas aus dem Wald rufen, aber außer den Vögeln war nichts zu hören. Diesmal fand ich die Stelle an der wir gestern dem Wolfsrudel begegnet waren und ich sah Blutspuren auf dem Boden. Von unseren Abdrücken war jedoch nichts zusehen. Der rote Teppich aus Blut schien alle Spuren mit sich genommen zu haben. Das bedeutet diese Blutspuren waren nach dem Angriff der Wölfe dort hingekommen. Vielleicht wurde ein Wolf verletzt. Dass die Spuren auch von den Monstern gekommen sein konnten, glaubte ich nicht, da diese meistens nicht bluteten. Also folgte ich der Spur und gelangte an einen Bach. So idyllisch wie dieses Bild war, konnte ich kaum glauben, was letzte Nacht in diesem Wald passiert war. Die Blutspuren verloren sich im Bach und ich wusste nicht welche Richtung das verletzte Tier genommen hatte. Ich vertraute auf mein Gefühl und ging in Richtung der Höhle, wo ich mich nach dem ersten Besuch in diesem Wald wiedergefunden hatte. Keine zehn Minuten später sah ich am Ufer des Baches eine graue Gestalt liegen. Ich stieg ab und ging auf die Gestalt zu. Es war ein grauer Wolf. Er war am Hinterlauf verletzt und schien nicht mehr weiterlaufen zu können. Ich lud ihn auf mein Pferd während er schwach die Zähne fletschte. Er hatte scheinbar viel Blut verloren.

Oh, zu spät gesehen, das ist natürlich Teil 11 der StoryStephanie Schneider, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.05.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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