Kimberly Chua

I don't need a man, or? 2.Kapitel: Der Umzug

2.
Der Tag an den die Familie umzog rückte immer näher. Deshalb hatte sie in den vergangen Tagen ihre Freizeit mit Lauren verbracht und als sie immer Abends vorm Spiegel stand musste sie weinen, weil bald der neue Tag anbrach. Am letzten Tag durfte Lauren bei ihr übernachten und veranstalteten am Abend eine Pygamaparty. "Morgen ist es soweit. Aber hoffentlich kann ich dich mal besuchen.", sagte Denise leise, als sie auf dem Teppich im Schlafanzug saßen. "Du gibst mir doch deine Telefonnummer, wenn du mich anrufst, oder?", fragte Lauren und seufzte leise. Denise nickte.
"Weißt du was? Denken wir nicht an den morgigen Tag. Denken wir jetzt an die Gegenwart.", schlug Lauren vor und schmiss ihr dann ein Kissen ins Gesicht. Darauf lachte Denise und warf es zurück. So ging der Abendlauf, bis die beiden auf dem Boden einschliefen.
Nun war der Tag da. Die beiden mussten früh aufstehen. Und wie eine wahre Freundin so war, half sie Denise beim Packen. Immernoch hatte Denise eine traurige Miene, aber sie war trotzdem froh, dass Lauren ihr half. Als alles ordentlich gepackt war, holte Lauren noch aus ihrer Tasche ein Freundschaftsarmband. "Hier, damit wir uns nie vergessen.", murmelte Lauren und umarmte sie dann. "Für meine allerbeste Freundin.", flüsterte sie und schloss die Augen. Denise bedankte sich.
Die Möbel waren nun im Umzugslaster verstaut, sowie die Kartons, wo die Sachen drinne waren. Denise's kleine Schwester Lilly verabschiedete sich auch von Lauren. "Tschüss.", sagte sie nur. Dann kam aber der Vater dazu und die Mutter. "Schade, dass deine Eltern in der Arbeit sind. Grüße deine Eltern, ja? Und auch deinen Bruder.", sagte sie zu Lauren und schüttelte ihre Hand. "Kommt. Wir müssen einsteigen. Der Umzugslaster muss uns doch folgen.", sagte dann ihr Vater und stieg ein. "Bis dann Lauren. Wir sehen uns mal in den Ferien und telefonieren.", verabschiedete sich Denise traurig. "Aber du weißt ja? You don't need a Man.", lachte Lauren dann und umarmte sie. Als die Familie im Auto saßen und losfuhren, winkte Lauren ihnen nach. Eine letzte Träne fiel von Lauren auf den Boden, dann machte sie sich mit hängenden Kopf auf den Heimweg.
In der Zwischenzeit saß Denise mit traurigem Gesicht im Auto und schniefte. An der Ampel sahen sich die Eltern traurig und mitleidend an, redeten aber kein Wort. Ist auch gut so., dachte Denise und bemerkte, dass eine Träne runterfiel. Nie wieder würde sie den wundervollen Park sehen. Na gut, sie würde mal Bremen besuchen kommen. Aber bestimmt nur selten. Selten war für sie aber fast wie das Wort 'Nie'. Aber ihre alte Schule würde sie nie wiedersehen und irgendwie vermisste sie jetzt schon die manchmal mürrischen Lehrer. Moment Mal! In Berlin müsste sie dann auch in eine andere Schule gehen und dabei war sie doch so schüchtern. Auch wenn sie dies noch nie erlebt hatte, hasste sie es trotzdem Neu in die Klasse gekommen zu sein und dann die Blicke der anderen Schüler.. Daran mochte sie gar nicht denken. Sie warf ihr braunes Haar zurück und starrte nur auf das Freundschaftsarmband das sie in der Hand hielt. Jetzt weinte sie gar nicht. Es war eher Wut auf ihre Eltern. WARUM? Warum mussten die denn umziehen?! Denise kannte nicht mal den Grund. "Ich hasse mein jetziges Leben.", flüsterte sie kaum hörbar und biss die Zähne aufeinander. Dann aber ließ sie ihre Wut zurück, schloss die Augen und schlief nach ein paar Minuten, mit Tränen in den Augen ein.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.05.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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