Jennifer Roth

Liebe, aller Anfang ist schwer!!!! (Kapitel 10)

10
 
Sie steht an ihrem Schrank um ihre Sachen für die erste Stunde zu holen. Sie sieht den Gang runter und entdeckt Duke, schnell packt sie ihre Bücher in die Tasche, haut ihren Schrank zu und verschwindet in die Toilette. Sie schließt sich in eine Kabine ein. Dann hört sie wie die Tür aufgeht. Und das zwei Mädels reinkommen.
„Und wie ist er im Bett?“
„Er ist ein Gott sag ich dir. Er ist so einfühlsam. So zärtlich.“
„Oh mann, du bist echt zu beneiden Ashley. Duke ist der süßeste Kerl hier auf der Schule. Und du bist mit ihm zusammen.“
„Ja ich weiß, hat ja auch lang genug gedauert. Ich bin schon so lange in Duke verliebt, dass ich gar nicht mehr weiß seit wann. Ich glaub schon seit dem Kindergarten.“
„So lange schon?“
„Ja.“
„Und stimmt das, dass er mit dieser Schlampe zusammen war?“
„Nein, dass war er nicht. Er war nur mit ihr befreundet. Das hat er mir gesagt. Aber ich glaube, dass mehr dahinter steckt. Aber er möchte nicht drüber reden. Irgendwie ist es mir auch egal. Schließlich bin ich ja jetzt mit ihm zusammen und nicht dieses Präsidenten-Tochter-Miststück.“
Daphne kommt aus ihrer Kabine raus und Ashley klappt die Kinnlade runter.
„Hallo Daphne, schön dich zu sehen.“, doch wusste sie, dass Daphne alles gehört hat und das Ashley sie sehr verletzt hat, denn Daphne hatte Tränen in den Augen.
Daphne ging ohne ein Wort zu sagen zum Waschbecken, wusch sich ihre Hände, trocknete sie ab und ging dann raus.
Vor der Tür steht Duke, der anscheind auf Ashley wartet. Daphne laufen allerdings die Tränen über die Wange, ihr ist es gerade egal, was die anderen denken. Sie möchte nur noch weg. Wo ist Lilly, wenn man sie braucht?
„Daphne, hey was ist los?“
„Lass mich in Ruhe.“, und sie geht in Richtung Bibliothek. Duke geht ihr hinterher.
Sie geht einen Schritt schneller um ihn abzuhängen, doch schafft sie es nicht. Als sie sich ein Buch geschnappt hat und sich damit hinsetzt und anfängt zu lesen, kommt Duke auf sie zu und setzt sich ihr gegenüber.
„Ich habe dir gesagt du sollst mich in Ruhe lassen.“, fauchte Daphne und wischte sich mit ihrem Ärmel die Tränen ab.
„Erst wenn du mir sagst, was los ist.“
„Dann frag das doch deine tolle Freundin.“
„Was hat Ashley damit zu tun?“
„Frag sie doch einfach. Und lass mich gefälligs in Ruhe.“
Er wusste nicht mehr weiter. Daphne hatte dicht gemacht. Sie lies ihn nicht an sich ran. So wie am Anfang ihrer Freundschaft. Würden sie es jemals wieder schaffen miteinander reden zu können?
„Daphne, hier bist du.“
„Frank, hi. Wie geht es dir?“
„Ganz gut. Darf ich dir Miranda vorstellen, wir sind zusammen.“
„Das freut mich. Es tut mir leid, dass ich dich so abserviert habe. Nur…“
„Du brauchst nicht weiter zu erklären. Du liebst halt einen anderen und das verstehe ich. Und mal ganz ehrlich, mit uns beiden, dass hätte nie funktioniert.“
„Danke Frank, dass du mir nicht böse bist. Und du hast recht, es hätte nie mit uns geklappt.“
„Aber Freunde können wir doch werden, oder?“
„Klar.“
„Entschuldigung.“, mischt Duke sich in das Gespräch. „Mit dem Typ warst du zusammen, wie lange?“
„Oh, wir waren in den Augen ihres Vaters zusammen, aber wir selber haben uns nie als Paar gesehen. Stimmts Daphne? Sie liebt jemanden anderen und da möchte ich nicht im Weg stehen.“
„Ach ja, Frank wen liebt Daphne denn?“
„Das weiß ich nicht, aber warum fragst du sie nicht selber, sie sitzt dir doch direkt gegenüber?!“
„Hast recht, würde es dir und deiner Freundin was ausmachen Daphne und mich allein zu lassen?“
„Nein, gar nicht. Mach es gut Daphne.“
„Ja du auch Frank. Und alles Gute euch beiden.“
„Danke.“
„Wen liebst du wirklich Daphne?“
„Ich habe dir gesagt wen ich liebe, nur scheint es zu spät gewesen zu sein. Und ich möchte nicht mehr darüber reden, denn die Liebe gibt es nicht. Für micht gibt es sie nicht mehr.“
„Was hat Bob dir angetan, dass du dich so zurück ziehst?“
„Das geht dich nicht das geringst an. Ich bin dir wirklich Dankbar dafür, dass du ihn verprügelt hast und das er dank deiner Hilfe im Gefängnis alt werden wird. Dass er nie wieder Frische Luft atmen wird. Doch tu mir ein Gefallen, tu nicht so als wolltest du mir Helfen.“
Sie wollte aufstehen, doch Duke hielt sie am Handgelenk fest und zwang sie somit sich wieder hinzusetzen.
„Was hat er dir angetan und was habe ich dir angetan, dass du die Liebe aufgibst?“
„Bob war mit mir mal zusammen, er…. was erzähle ich dir hier? Ich habe grad nicht geweint, weil mir Bob oder du was angetan hat, nein ich habe geweint, weil ich was erfahren habe, was mir das Herz zerrissen hat. Duke, ich bitte dich, gib mir mein Herz zurück.“
Daphne hielt es nun gar nicht mehr aus. Sie legte ihre Hände an den Kopf und stützte sich mit ihren Ellenbogen auf ihre Knie ab. Duke streichelte ihr mit einer Hand über den Hinterkopf.
Er würde sie am liebsten in den Arm nehmen, mit ihr nach Hause fahren und mir ihr den Rest seines Lebens verbringen, aber sie war nicht soweit. Sie hat sich in eine kleine Ecke zurück gezogen. Sie war nicht bereit. Sie wussten beide, dass sie sich lieben, doch war keiner von beiden bereit. Er würde zu gerne wissen, warum sie ihm nicht schon früher gesagt hat, dass sie ihn liebt. Irgendwas muss Bob gemacht haben, was sie dazu gebracht hat, für sich eine Ecke der Einsamkeit zu finden. Es ist für ihn ein Wunder zu sehen, dass ein Mensch fähig ist sich so in sich selbst einzuschließen, wie Daphne es tat. Sie hat ihm ihrer Liebe gestanden, doch wollte sie jetzt nichts mehr davon wissen. Warum? Wer könnte ihm das sagen? Und was hat Ashley damit zu tun?
Daphne lehnte sich wieder zurück, atmete tief durch und stand diesesmal entschieden auf und ging. Sie ließ Duke einfach da sitzen ohne ihm noch was zu sagen. An der Tür begegnete sie Ashley, die versuchte ihr nicht in die Augen zu schauen. Dann beobachtete Daphne, wie Ashley zu Duke ging und sich neben ihn setzte.
Dann verließ sie die Bibliothek.
 
 
„Hi schatz, hast du gerade mit Daphne geredet?“
„Ja, das habe ich.“
„Was hat sie dir über mich gesagt?“
„Nichts, als ich sie frug, sagte sie mir, ich solle dich fragen. Also, was ist auf der Toilette passiert?“
„Nun, Clara hat mich gefragt ob ich mit ihr Einkaufen wolle und dann hat sie mich gefragt, ob das stimmen würde, das du mit Daphne zusammen gewesen bist. Ich habe es verneint, so wie du es mir gesagt hast. Und dann kam Daphne raus und lief dann raus. Ich habe sie noch begrüßt.“
„Mehr nicht?“
„Nein, mehr nicht. Ich sage dir die Wahrheit.“
Es klingelt, Duke und Ashley machen sich auf den Weg in die Klasse.
Daphne sitzt bereits auf ihrem Platz und redet mit Lilly, die ihr fürsoglich die Hand hält. Duke kann leider nicht hören, was die beiden miteinander reden.
„Das hat sie wirklich gesagt? Oh mann, das ist echt hart. Und dann bist du ihm auch noch direkt in die Arme gelaufen.“
„Ja, dann ist er mir bis in die Bibliothek gefolgt und wollte wissen was Bob mir angetan hätte, er wollte generell wissen was mit mir los ist.“
„Warte mal, er hat dich gefragt, was Bob dir angetan hat?“
„Er wollte sogar wissen was er mir getan hat.“
„Was hast du ihm gesagt?“
„Das er mir mein Herz zurückgeben soll und das ich ihm dankbar für die Sache mit Bob bin, was ich dir ja bereits erzählt habe. Und das wars. Dann bin ich aufgestanden und hierhingekommen.“
Duke setzt sich gerade hinter Daphne und Lilly meint dann:
„Ashley ist so ein Miststück.“, dann dreht sich Lilly um.
Und Duke versteht die Welt nicht mehr. Ashley hat ihm doch erzählt, was vorgefallen war oder hat sie ihm nicht die Wahrheit gesagt?
 
Nach dem Unterricht, flitzt Daphne zu dem Wagen, der für sie beriet steht. Sie steigt ein und gibt das Zeichen zum los fahren.
Daphne kramt in ihrer Tasche rum als sie vor Schreck zusammenzuckt.
„Was hat Ashley zu dir gesagt?“
„Duke? Wer hat dich ins Auto gelassen? Wie hast du das nur geschafft?“
„Ich bin hier, das muss dir reichen. Also was ist auf der Toilette passiert?“
„Nicht hier. Nicht hier im Auto.“
„Gut wo dann? Ich möchte es erfahren, von dir. Ich habe nämlich das Gefühl, dass Ashley mich belogen hat und ich weiß mit Bestimmtheit, dass du mich nicht anlügen wirst.“
„Wie kommst du denn darauf?“
„Weil ich dir Vertraue.“
„Schön ich dir auch. Und was hat mir das gebracht? Nichts. Ich bin diejenige, die alleine ist, du hast dich immerhin anders Orientiert.“
„Du meinst Ashley?“
„Wen denn sonst?“
„Miss Phelps, möchten Sie, dass Mister Miller bis zum Hauptgebäude mitkommt?“
„Ja Adam. Ist mein Vater da?“
„Ja, wir haben ihn bereits infomiert. Er ist einverstanden.“
„Okay, dann fahren sie weiter zum Haus vor.“
„Okay.“
„Wow, was für ein Service.“
„Halt die Klappe.“
Am Haupteingang steigen sie aus und gehen die Stufen hinauf.
 
„Daphne Schatz, wie war dein Tag?“
„Ganz okay Dad. Er hätte besser sein können. Aber das wird schon.“
„Hallo Mister Präsident.“
„Mister Phelps reicht. Für Freunde von meiner Tochter.“
„Dann muss er Mister Präsident sagen.“
Daphne wandte sich ab um in ihr Zimmer zu gehen. Sie hört allerdings noch wie ihr Vater sich an Duke wendet.
„Mister Phelps reicht trotzdem. Ach und danke für alles.“
Damit wandte sich ihr Vater von Duke ab und Duke schaut ihm etwas verwundert nach. Dann geht er Daphne hinter her.
In ihrem Zimmer herrscht eine beruhigende Atmosphäre. Es ist aufgeräumt und in einer Ecke ist eine Couch und ein Sitzsack. Daphne bietet ihm einen Platz an und er setzt sich auf die Couch. Sie geht wieder an ihre Tür.
„Mary?“
„Ja Miss?“
„Bringen Sie mir bitte einen Eistee Pfirsich und eine Coca-Cola.“
„Jawohl Miss.“
Dann setzte sich Daphne in den Sitzsack.
„Also du möchtest wissen, was Ashley zu mir gesagt hat?“
„Ganz genau.“
„Was hat sie dir denn erzählt?“
„Sie hat mir erzählt, dass Clara sie gefragt hat ob sie mit ihr einkaufen gehen wolle. Clara hat sie dann gefragt, ob wir beide, also du und ich, zusammen gewesen sind. Ashley hat das verneint. Du wärst dann aus der Toilette rausgekommen. Sie hätte dich dann noch begrüßt, du wärst aber rausgegangen.“
Daphne fängt an zu lachen. Sie kann es nicht glauben, dass Ashley Duke anlügt.
Es klopft an ihrer Tür. Sie steht auf. Duke versteht die Welt nicht mehr. Warum lacht sie?
„Hier ihre Getränke.“
„Bringen Sie sie rein und stellen Sie die Getränke auf den Tisch. Mom, hi.“
„Hallo Liebes.“
„Warst wohl wieder auf den Balkon?“
„Ja, das war ich. Dein Vater hat mir einige Zeitschriften geben.“
„Was für welche?“
„Es sind welche über die Karibik. Er schafft es leider nicht diese Ferien Urlaub zu machen, aber er hat schon für den Sommer angekündigt, dass der Präsident Urlaub machen wird.“
„Nur wir drei?“
„Das hat er mir zumindest so erzählt.“
„Das ist ja super.“
„Finde ich auch. Du hast Besuch?“
„Ja.“
„Dann kümmere dich um diesen. Mary?“
„Ja Misses Phelps?“
„Sie können den Tisch auf dem Balkon frei räumen.“
„Ist gut Misses Phelps.“
„Dein Vater und ich sind gleich weg. Adam und Allan sind aber hier, wenn was sein sollte und die ganzen anderen Schränke.“
Duke musste grinsen als er das Wort >Schränke< hörte. Es war ein Wort, was Daphne von ihm hatte. Es war für ihn die Bestätigung dafür, dass er immer in ihren Gedanken gewesen sein musste.
„Alles klar. Bis später dann.“
Daphne schloss die Tür und ging wieder zu Duke herüber. Nahm wieder im Sitzsack platz.
„Nun, sie hat dich eindeutig belogen.“
„Das ist mir schon klar. Denn wegen sowas würdest du nicht weinen.“
„Du kennst mich zu gut.“
Zum ersten mal hatten beide das Gefühl, als wäre nie etwas passiert. Als hätten sie immer miteinander geredet. Als wäre nichts zwischen ihnen passiert.
„Mag sein, also was ist genau passiert?“
„Und was machst du dann? Wofür willst du es wissen? Es kann dir doch egal sein, wie es mir geht. Wir sind nicht zusammen, wir müssen uns nichts mehr beichten. Du hast deinen Teil getan und ich meinen. Alles andere geht dich doch gar nichts mehr an.“
„Daphne, ich sehe dich als eine Freundin. Ich möchte für dich da sein. Du weißt sachen, die ich sonst nie jemanden erzählt habe. Und auch nicht werde.“
„Dann sind wir quitt.“
„Bitte, sag mir was passiert ist.“
„Wenn du es unbedingt wissen willst. Ich habe dich auf dem Gang gesehen, bin auf die Toilette gerannt um nicht mit dir zusammenzustoßen. Ich habe mich in eine Kabine eingesperrt. Dann hörte ich wie Ashley und Clara reingekommen sind. Das wusste ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nun auf jeden Fall hat Clara Ashley gefragt wie du im Bett wärst. Nun die Antwort würde dich stolz machen, aber darum geht es jetzt nicht. Dann haben sie sich drüber unterhalten, dass Ashley so ein Glück hätte deine Freundin zu sein und das sie schon seit dem Kindergarten in dich verknallt wäre.“
„Wussten die beiden das du da bist?“
„Nein. Auf jeden Fall hat Clara dann gefragt, ich zittiere: >Stimmt es, dass Duke mit dieser Schlampe zusammen war?< Mir war sofort klar, dass sie mich meinte. Es fiel mir schwer nichts zu sagen oder sonst ein Geräusch zu machen. Ashley meinte dann nur, dass du ihr gesagt hättest, dass wir nur Freunde gewesen wären, du aber auch nicht weiter drüber reden wollest. Sie hätte dann auch nicht weiter nachgefragt, da sie ja mit dir zusammen wäre. Und nicht ich zittiere nochmal >Und nicht dieses Präsidenten-Tochter-Miststück<. Das hat mir den Rest gegeben. Ich bin also raus aus der Kabine, habe mir die Hände gewaschen. Und du hättest das Gesich von Ashley sehen sollen als sie mich gesehen hat. Naja sie hat mich dann Scheinheilig begrüßt und ich bin ohne ein Ton zu sagen rausgegangen. Den Rest kennst du.“
„Es tut mir leid. Ashley ist nun mal schwierig.“
„Ja klar. Wie konnte ich nur erwarten, dass du auf meiner Seite bist? Ich bin so eine dumme Kuh. Natürlich nimmst du sie in den Schutz.“
Damit stand Daphne auf und stellte sich ans Fenster und starrt raus.
„Daphne.“
„Nein vergiss es.“
Sie schwiegen. Er hätte sich am liebsten selber verprügelt. Wie konnte er ihr gerade so in den Rücken fallen. Sie heult sich bei ihm aus und er stellt sich auf die Seite von Ashley.
„Ich bin so dumm. Ich bin so bescheuert.“
„Nein, bist du nicht.“
„Doch“, sie wandte sich ihm wieder zu. „Doch, genau das bin ich. Ich erzähle dir das mich jemand heute verletzt hat und du stellst dich logischerweise auf dessen Seite und ich bin der festen Überzeugung gewesen, dass du zu mir halten wirst. Wie blöd muss man eigentlich sein? SIE ist deine Freundin und nicht ich. Dabei hätte ich es schon längst sein können.“
Sie drehte sich wieder zum Fenster.
Ja, sie hätte seine Freundin sein können, wenn sie damals nicht so dumm gewesen wäre.
„Ich habe einen Fehler gemacht Duke. Ich habe mich in dich verliebt, damals als ich dich das erste mal sah. Ich wollte es nur nicht glauben. Dann habe ich dich geküsst und dann konnte ich es dir nicht sagen. Ehrlich gesagt wollte ich es dir nicht sagen. Schließlich bin ich nicht irgendjemand. Ich hatte gedacht, dass du nichts mit der Tochter des Präsidenten anfangen würdest. Wegen der ganzen Schwätzer.“
„Stimmt, dann habe ich den gleichen Fehler gemacht.“
Daphne wandte sich ihm wieder zu und konnte nicht glauben, was sie da hörte. Duke starrte auf sein Glas und redete nach einer kurzen Pause weiter.
„Ich habe dir nie gesagt, dass ich mich in dich verliebt habe, weil ich mir dachte, dass ich keine Chance bei dir hätte. Dann kam das mit dem Kuss vor diesem Arsch Bob da dachte ich, ich hätte es geschafft. Du hast mir dann allerdings deutlich gemacht, dass es keine große Sache sei, also habe ich nichts gesagt, ich wollte nicht wie ein Idiot da stehen.“
Daphne ging zu ihrem Bett. Sie setzte sich drauf und ließ sich dann nach hinten fallen und schwieg. Duke sah zu ihr rüber.
„Ich habe auch aus einem zweiten Grund nichts gesagt. Wegen Bob. Ich war mal mit ihm zusammen. Er war meine große Liebe, dass habe ich zumindest damals gedacht. Nun, hat er leider nie das bekommen, was er wollte.“
„Was war es?“
„Er wollte mit mir schlafen. Aber ich nicht mit ihm. Ich war noch nicht soweit. Ich habe ihm immer von mir weggeschoben. Ich habe ihm erklärt, dass ich noch nicht soweit wäre. Ich war so naiv und glaubte dass er es verstehen würde. Aber das war nicht der Fall. Er hat dann mal meine Cousine kennengelernt. Sie hatte uns in den Ferien besucht. Ich war mit Jones unterwegs, wir wollten eine kleine Feier organisieren. Als ich die Geschenke in meinem Zimmer verstecken wollte habe ich die beiden erwischt. Sie haben es miteinander getrieben, hier in meinem Bett.“
Sie hielt inne und fing zu schluchzen an. Duke stand auf und setzte sich neben sie und ließ sich dann auch nach hinten fallen.
„Naja, nicht wirklich in diesem Bett. Ich habe das Bett entsorgt und mein Vater hat mir dann dieses hier gekauft. Ich habe meine Cousine rausgeschmissen und mich von Bob getrennt. Aber dennoch dafür gesorgt, dass er seine Stelle behalten konnte. Das hat mein Vater nie verstanden. Ich habe seit dem nicht mehr mit meiner Cousine geredet und mit Bob habe ich mich immer nur gestrittten. Ich habe ihn wirklich geliebt. Ich habe ihm lange nachgeweint. Dann ist er auch ncoh das Schwein, der mir Jones wegnimmt.“
Jetzt konnte sie nicht mehr, sie brach in tränen aus. Duke legte einen Arm unter ihren Kopt und zog sie ein wenig zu sich rüber. Es tat ihm weh all das zu erfahren. Er würde am liebsten ins Gefängnis fahren und Bob dafür gewaltig in den Arsch treten, dass er für den Rest seines Lebens nur noch stehen könnte. Er empfand immer mehr Wut. Sie hat sich durchgerungen ihm zu erzählen, was man ihr angetan hat und er fügt ihr in gewisser Hinsicht die gleichen Schmerzen hinzu.
Daphne stand auf, geht zum Tisch und trinkt einen Schluck.
„Ich habe mich dann verschlossen. Ich habe mich von allem ferngehalten. Nur eine einzige Person hat es geschafft zu mir durchzukommen. Jones.“
Duke richtet sich wieder auf und sieht Daphne direkt in die Augen.
„Er wusste wie er mir helfen konnte. Ich hatte die Idee mich abzulenken indem ich auf die Highschool gehe. Ich dachte, ich käme dann auf andere Ideen. Zu befürchten hatte ich schließlich nichts. Die Liebe hatte ich verdrängt. Habe mir eingeredet, dass Liebe eine Wahnvorstellung ist und wenn man sich die nicht macht, dann liebt man auch nicht. Es ist mir gelungen. Ich habe vergessen wie man liebt. Es hat mir gefallen, bis ich dich sah. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch. Das hatte ich noch nicht mal bei Bob. Also dachte ich, jetzt wird es ernst, somit hielt ich dich auf Distanz. Deswegen, habe ich damals nicht gesagt, dass ich dich vom ganzen Herzen Liebe. Als ich es dir dann sagen wollte, ist Jones gestorben ich hatte ihm versprochen wieder Liebe in meinem Herzen zu lassen, doch dann haben wir uns gestritten. Du bist auf Distanz gegangen, dann habe ich gesehen, dass du mit Ashley zusammen bist. Somit habe ich mir wieder eingeredet, dass es die Liebe gar nicht gibt. Ich habe das Versprechen gebrochen. Mich wieder verschlossen. So und jetzt weißt du alles.“
Er wusste nicht, was er dazu sagen sollte. Er war sprachlos. Sie hat ihm ihr ganzes Herz ausgeschüttet. Und da stand sie, mit dem Rücken zu ihm, da sie wieder aus dem Fenster schaut. Er steht auf, stellt sich hinter ihr und streichelt sie an ihren Schultern. Dann legt er seine Arme um sie.
Es war das einzige, was er im Moment machen konnte um ihr das Richtige Gefühl zu geben, um sein Verständnis zu zeigen.
Sie schmiegte sich an ihn. Es tat ihr gut. Es tat gut zu fühlen, wie es ist, wenn man ohne Worte getröstet wird.
Dann klingelte Dukes Handy.
„Ja?“
„Ich bin noch unterwegs.“
„Habe ich das tatsächlich? Und du hast mir versprochen mich nie anzulügen.“
„Ja, ich habe mit ihr geredet.“
„Ja, ich bin gerade bei ihr.“
„Du willst mir jetzt ein schlechtes Gewissen machen? Hattest du eins als du mich angelogen hast? Ich bin wenigstens ehrlich zu dir.“
„Denk doch was du willst.“
Daphne hegte die Hoffnung, dass Duke jetzt durchs Telefon mit Ashley Schluss machen würde, doch sollte es nur eine Hoffnung bleiben.
„Nein, es ist nicht aus. Wir sehen uns heute Abend. Ich komm zu dir. Bye.“
„Sorry, das war….“
„Ashley, weißt du was, geh Duke. Ich werde dir einen Wagen rufen. Geh zu deiner Freundin und vergiss alles was ich dir erzählt habe. Es ist nicht so wichtig. Ich habe es schließlich überlebt. Und eine Enttäuschung mehr, wird mich auch nicht töten. Also machs gut. Wir sehen uns bestimmt noch in der Klasse.“
Sie geht zur Tür.
„Mary?“
„Ja Miss?“
„Bitte lassen Sie einen Wagen für Mister Miller kommen. Und sagen Sie Adam und Allan bescheid, ich möchte etwas erledigen und ich habe meinem Vater versprochen nicht ohne Begleitung zu gehen.“
„Ist gut. Möchten Sie für sich den Hammer?“
„Adam soll sich sein Lieblingsauto schnappen. Ich möchte nur sicher dort ankommen.“
„Alles klar.“
Sie zieht sich ihre Jacke an und macht sich auf den Weg in die Eingangshalle. Duke kommt hinter ihr her. Sie spricht kein Wort mit ihm. Er würde fast behaupten sie ignoriert ihn. Dann steigt sie bei Adam ins Auto ein und fährt los. Dahinter steht ein Wagen für Duke bereit.
Er steigt ein und gibt dem Fahrer den Auftrag dem Auto vor ihnen zu folgen und das möglichst unauffällig. Er möchte zu gern wissen wo Daphne hin möchte.
 

Daphne und Duke kommen sich näher? Daphne lässt ihn nur so weit an sich ran wie sie es möchte.
Daphne besucht Jones auf den Friedhof.
Das ist ein lieblings Kapitel von mir persönlich.

Aber ich bin auf eure Meinung gespannt.
Wünsche euch viel Spaß beim lesen.

Eure
Jenny
Jennifer Roth, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.05.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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