Jennifer Roth

Liebe, aller Anfang ist schwer!!!! (Kapitel 13)

13
 
Daphne gibt deutlich zu erkennen, dass sie ihre Ruhe haben möchte. Sie hat ihre Zimmertür abgeschlossen und die Musik so laut angemacht, dass die Gärtner hören können was für Musik Daphne hört.
Selbst ihre Mutter hat keine Chance. Es lief doch alles gut. Sie freuen sich alle auf den Urlaub in der Karibik. Was ist nur passiert, dass Daphne wieder so anfängt wie damals als sie sich von Bob getrennt hatte? Die First Lady macht sich sorgen um ihre Tochter. Was soll sie nur tun? Sie haben doch alles versucht um Daphne gerecht zu werden und jetzt ist es nicht mehr genug.
„Oh Allan, gut das Sie kommen.“
„Misses Phelps.“
„Was ist heute in der Schule passiert?“
Oh nein nicht schon wieder! Er hat doch gerade alles dem Präsidenten erzählt nun die First Lady ist milder in ihrer Art, aber wenn sie erfährt, dass ihre Tochter sich geprügelt hat, dann kann auch sie anders werden.
„Also was ist?“
„Nun Misses Phelps, ihre Tochter wurde von einer Mitschülerin angegriffen und hat sich sozusagen geprügelt. Daphne hat sich gut verteidigt, hat ihrer Gegnerin die Nase gebrochen. Mit einem schönen rechten Haken.“
„Das ist nicht lustig Allan.“
„Ich weiss. Nur gehört das irgendwie dazu.“
„Was sagt mein Mann dazu?“
„Er ist recht sauer, aber im endeffekt ist er mega Stolz auf seine Tochter, wegen dem rechten Haken natürlich.“
Und das stimmte. Der Präsident hat zum Schluss doch noch gegrinst und ihn gefragt,  wie sie dem Mädchen die Nase gebrochen hat. Als er ihm sagte >mit einem schönen rechten Haken< fing der Präsident an zu lachen und meinte, dass er stolz auf Daphne wäre.
 
„Misses Hamilton Sie können doch nicht ernshaft von mir Verlangen diesen Vorfall zu vergessen?! Die Nase von Ashley ist gebrochen, sehen Sie sich doch mal ihr Gesicht an.“ Schrie Ashleys Vater im Büro von Misses Hamilton rum.
„Mister Clark, ich weiß Sie sind wütend, aber…..“
„Nichts aber, ich bestehe darauf, dass dieses Flittchen von der Schule verwiesen wird.“
„Misses Hamilton, Mister Clark.“
Der Präsident kam mit Daphne durch die Tür. Mister Clark schnappte nach Luft, er hoffte ganz stark, dass der Präsident ihn nicht gehört hat. Aber das hat er, jedes einzelne Wort.
„Nun meine Tochter hat mir die Lage so erzählt, Mister Clark, dass Ihre Tochter mit der Prügelei angefangen hat.“
„Das stimmt überhaupt nicht. Dann lügt Ihre Tochter.“
Mischte Ashley sich ins Gespräch ein.
„Ach nein, ich lüge? Was hast du für ein Problem mit mir Ashley? Du hast gewonnen schon vergessen?“
„Nein hab ich nicht. Ich habe ihn wieder verloren.“
„Was er hat mit dir Schluss gemacht?“
„Ja.“
„Und das obwohl ich mit der Prügelei angefangen habe?“
Daphne wusste, dass Ashley jetzt gerade richtig tief in der Scheiße sitzt und sie hatte ehrlich gesagt ihren Spaß daran.
„Okay, ich habe gelogen. Ich habe angefangen. Ich habe Daphne von der Treppe herunter geschupst, sie getreten und gewürgt. Sie hat nur ein einziges mal geschlagen und hat dabei meine Nase gebrochen.“
„So Mister Clark, wessen Tochter ist nun das Flittchen?“
Daphne ist total erstaunt über ihren Vater, zum ersten mal, hat er ein Schimpfwort in den Mund genommen und das auf eine Art und Weise, was bei den Mädels als >Zickenterror< bezeichnet wird.
„Nun wenn das so ist, dann müsste Ashley von der Schule fliegen.“
Auf einmal war Mister Clark  total winzig, er würde mit einem Zylinder gemütlich unterm Teppich stehen können.
„Nun fliegen nicht direkt. Sagen wir, dass sie die Schlue nicht mehr besuchen darf und ihre Hausaufgaben zu Hause erledigen muss und noch einige Strafarbeiten. Was halten Sie davon Misses Hamilton?“
„Ich finde das es eine angemessene Strafe ist. Ashley weiß wie wir mit Schlägerein umgehen.“
„Gut und ich werde Ashley beaufsichtigen, dass sie die Hausaufgaben und alles andere auch macht.“
„Gut. Mister Clark, Sie sind ein reicher Geschäftsmann nicht wahr?“
„Ja.“
Mister Clark kam ins Schwitzen, würde der Präsident ihm drohen?
„Sie haben also einen gewissen Ruf?“
„Ja, Sir.“
„Dem wollen Sie natürlich nicht schaden. Dann werde ich dafür sorgen, dass nichts an die Öffentlichkeit gerät. Denn normalerweise nehme ich keine Rücksicht auf Menschen, die meinen sich mit meiner Familie anlegen zu müssen. Sie haben Glück, dass ich heute gute Laune habe und ich weiss, dass Sie eine verlogene Tochter haben.“
„Danke Sir, Mister Präsident.“
„Keine Ursache. Daphne kommst du?“
„Ja Dad.“
Sie verließen das Zimmer der Direktorin.
 
„Wow, Dad. Wie du Mister Clark fertig gemacht hast. Das tat mir richtig gut.“
„Ja, ich hatte auch meinen Spaß daran.“
„Sorry, dass ich mich wieder verschließe.“
„Daphne du musst lernen, dass es nicht immer gut läuft im Leben. Das es hin und wieder mal ein Tief geben wird. Es bringt nichts sich dann zu verkriechen und niemanden an sich ran zu lassen. Du hast mir erzählt, dass Jones ein Versprechen von dir haben wollte. Du hast es ihm gegeben und ich bitte dich halte es. Es gehört sich nicht gegebene Versprechen zu brechen.“
„Ich weiss aber es fällt mir immer schwer. Und das mit Duke kann ich auch vergessen. Er hat sich zwar von Ashley getrennt, aber ich habe ihm deutlich gemacht, dass es nichts mehr wird mit uns beiden.“
„Gib die Hoffnung nicht auf. Man begenet sich immer zweimal im Leben. Du wirst deine Chance noch bekommen, mit Duke ins reine zu kommen.“
„Wie meinst du das?“
Doch er schwieg.
„Und wie geht es deinem Auge?“
„Ganz gut, wie du siehst ist es etwas dick und blau. Ich habe es gestern noch gekühlt. Und ich werde mir gleich nochmal Eis drauf packen.“
„Das ist vernüftig.  Ach ja, wann fangen jetzt die Ferien an?“
„Nächste Woche Donnerstag.“
„Und wie lange habt ihr dann Ferien?“
„Drei Wochen. Wieso fragst du?“
„Ganz einfach, weil wir nächsten Freitag zum Yachthafen fahren werden um in See zu stechen.“
„Du meinst wir machen Urlaub?“
Daphnes Gesicht hellte sich auf.
„Ja, genau das meine ich. Ich weiss nur nich wohin, fällt dir irgendetwas ein?“
„Karibik.“
„Ah, dann hatte ich doch das richtige im Kopf.“
„Dad, das ist wirklich klasse. Nur wir Drei?“
„Allerdings. Naja, Allan und Adam würde ich auch gerne mitnehmen.“
„Zum Schutz, kein Problem. Hauptsache keine Interviews.“
„Nein, keine Interviews. Mein Stellvertreter hat strengste Anweisungen erhalten und wird sich um alles Kümmern. Und einer meiner Vertrauten, wird ihn beobachten.“
„Du und dein Misstrauen.“
„Das ist nur gesund für mein Land.“
„Das stimmt auch wieder.“
Sie werden Urlaub machen. Nur sie und ihre Eltern. Das hat sie sich schon so lange gewünscht. Aber was meinte ihr Vater wegen der Chance um mit Duke ins reine zu kommen? Er kann ihn doch nicht ausstehen. Er hat ihm doch verboten in ihre Nähe zu kommen. Sie versteht die Welt nicht mehr.
„Dad, könntest du noch am Friedhof halten?“
„Ja.“
Er biegt anstelle von links nach rechts ab und fährt zum Friedhof.
 
Daphne geht den Weg ganz langsam und schweigend entlang. Ihr Vater ist neben ihr, doch weiß er, dass er sich gleich einige Meter von ihr fern halten muss. Er war selber der Typ, der sich vor den Grabstein stellte und mit Jones >redete<. Er hat diesem Grabstein alles erzählt. Hat ihm erzählt, dass er nicht mehr weiter wüsste. Dann kam ihm die Idee, Duke auf das gleiche College zu schicken wie Daphne. Sie werden sich bestimmt wieder begegnen und dann wird Daphne ihre zweite Chance bekommen.
Es war soweit, er blieb stehen und Daphne ging wenige Schritte weiter. Dann drehte sie sich zum Grabstein um und fiel auf die Knie.
„Hi Jones, bitte erschreck nicht wegen meinem blauen Auge. Ich hatte gestern eine Schlägerei. Ich habe gewonnen. Ashley und Duke sind nicht mehr zusammen. Er hat mit ihr Schluss gemacht, weil er wohl alles gesehen hat. Das freut mich. Aber das heißt nicht, dass es mit uns was wird. Ich möchte mich bei dir entschuldigen. Ich habe dir beim letzten mal gesagt, dass ich das Versprechen nicht halten könnte. Dabei habe ich das die ganze Zeit doch getan. Denn ich liebe Duke noch immer. Er hat mir mein Herz gestohlen und mir bis heute nicht wieder gegeben. Genauso ist es aber auch mit seinem Herz ich habe es gestohlen und ihm nicht wieder gegeben. Ich habe es immer noch, denn das ist das, was mich am leben erhält.
Ich werde es allerdings nicht mehr schaffen mit ihm zu reden. Ich habe mich mit ihm beim letzten Gespräch so richtig gestritten. Dad meinte vorhin, dass ich eine zweite Chance bekommen würde, was Duke betrifft. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen was er damit meinen könnte. Wir gehen uns jetzt schon gekonnt aus den Weg und wir haben nächste Woche Ferien und dann ist es nur noch ein halbes Jahr, dann gehe ich aufs College.
Ja, du hast richtig gehört, ich gehe aufs College. Auf die George Washington University. Ich weiss das du Stolz auf mich wärst. Meine Noten sind gut bis sehr gut.
Apropo Ferien. Dad färht mit Mama und mir in die Karibik, mit unserer Yacht. Das wird bestimmt schön. Ich freu mich schon total darauf.
Nur schade, dass du nicht mit fahren kannst. Du fehlst mir immer mehr Jones. Ich habe einen neuen Wecker. Du kannst dich bestimmt noch an Allan errinnern. Er hat mir gestanden, dass er mich wie eine kleine Schwester lieben würde. Jetzt klopft er immer an meiner Tür um mich zu wecken. Nur hat er noch nicht ganz raus wie er klopfen muss. Er hämmert gegen die Tür. Das ist ja total falsch, du hast immer ganz zärtlich geklopft aber dennoch deutlich, damit ich wach wurde.
Habe ich dir schon erzählt, dass Bob dein Mörder ist und das er im Gefängnis sterben wird? Aber er wird an alters Schwäche sterben, er hat Lebenslänglich bekommen. Dad wollte ihn nicht mit der Todesstrafe belohnen. Bob soll leiden hat er gesagt. Und das wird er, weißt du warum? Weil ich ihm deutlich gemacht habe das ich ihn hasse. Und das ich ihm ein langes Leben im Gefängnis Wünsche.
Es wäre mir aber lieber, wenn du noch da wärst. Ich war seit dem Tag nicht mehr im Pavillon. Ich habe mich im Zimmer eingesperrt und mich wieder versteckt, aber Dad hat mir gerade noch gesagt, dass ich lernen muss mit Problemen klar kommen muss. Das ich mich nicht immer davor verstecken kann.
Meinst du ich schaffe das? Ganz bestimmt, ich bin mir sicher, dass du diese Frage mit >Ja< antworten würdest.
Dann werde ich mal starten und mein Leben wieder in die Hand nehmen. Und eins sage ich dir das Versprechen halte ich, denn ich Liebe Duke und das werde ich immer tun.
Machs gut Jones. Ich werde dich wieder besuchen kommen.“
Dann stand Daphne auf geht zu ihrem Vater und nimmt ihn in den Arm.
„So wir können jetzt nach Hause fahren.“
„Geht es dir etwas besser?“
„Es geht mir jetzt wesentlich besser.“
„Das ist schön.“
 

Daphne prügelt sich und einiges wird anders.

Ob gut oder schlecht müsst ihr selber
herrausfinden.
Ich wünsche euch dabei viel Spaß und freue mich
riesig auf eure Kommentare. Also sparrt nicht mit eurer Meinung.

mfg
Eure Jenny
Jennifer Roth, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.05.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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