Jessica Scharf

Seelenverwand (verändert)


Die große Turm Uhr an der Kirche schlug nun genau Punkt zwölf, Sahri wäre eigentlich um diese Uhrzeit schon längst am Schlafen, doch diese Nacht hielt der Schlaf sich ihr fern.
Mit der Langeweile geplagt, saß sie bei sich im Zimmer auf der Fensterbank, dieses weit geöffnet, wehte ihr der Wind stark entgegen, was durch die Sommerliche Hitze einen angenehmen Gegenzug gab.
Lange saß sie einfach nur so da und starrte legendlich in die Nacht hinein, wo ihr Kopf plötzlich ein Stück weit hoch ging, hatte sie sich das jetzt nur eingebildet? Suchten ihre Augen in der Dunkelheit, wo sie gerade noch etwas hatte Aufblitzen sehen, wovon nun jedoch nichts mehr zu sehen war. Doch blieb das Gefühl konstant, als ob jemand sie beobachten wurde, aus der Unsichtbarkeit der Dunkelheit heraus. Ein immer deutlicher werdendes Gefühl von Beklemmung legte seine eisigen Finger um ihr Herz und die Nervosität ließ ihren Minenspiegel unsicher werden. Als ihr Blick dieses rötliche Aufblitzen wieder erfasste, wo sie nun Augen aus der Dunkelheit direkt zu ihr hoch sehen sah.
Eine Innerliche Stimme fing immer lauter an mit schrillem Ton, Alarm zu schlagen, eine Gänsehaut zog sich über ihren Körper, sie wollte weg schauen, runter, weg von der Fensterbank, doch es ging nicht, sie konnte sich diesem Blick einfach nicht entziehen.
"Wo sind sie hin?" blickte die Panik in ihr in der Dunkelheit umher, diese Augen, sie waren doch gerade noch genau dort gewesen! Wandelte dieses seltsame Gefühl von Beklemmung sich in verstörte Unsicherheit.
Das Fenster zugedrückt und dadurch den innerlichen Alarm vor Gefahr nach gegangen, bemerkte Sahri nun wie sehr ihre Hände zitterten, als sie die Versieglung nach unten drückte und somit das Fenster verschloss. Noch mal tief ein und aus geatmet, schlüpfte sie nun unter die warme Decke ihres Bettes, ihre Augen von der Schwere der Müdigkeit direkt nieder gezwungen, träumend von diesen Augen, schloss die die ihre.
In ihrer Vorstellung konnte sie diese Augen direkt vor sich sehen, diesen eigenwilligen Blick mit diesem rötlichen Glanz der auf ihnen erlag. Sie sah ein ungemein attraktives Äußeres, einen jungen Mann dessen Gesicht sie deutlich vor sich sehen konnte, öffnete sie irritiert ihre Augen.
Unsicher verzog sie das Gesicht, wie konnte sie sich jemand vorstellen den sie nie gesehen hatte, ein Gesicht sich ausmalen was sie zuvor nie erblickt hatte? Fragte das Blau ihrer Augen durch die Dunkelheit. Doch die erdrückende Schwere der Nacht ließ schnell jeglichen Gedanke in dieser Richtung unwirksam werden, in der Stille ihrer Müdigkeit verlieren, indessen sie sich wieder träumend diesen Augen voll und ganz hingab.
In der Surrealität ihrer geträumten Vorstellung, sah er sie mit einem viel sagenden Blick an, ein Blick der ihr sagte das sie die einzige sei die er will, mit einer gewissen Arroganz in den Augen und einen hämischen grinsen auf den Lippen, ja sie stellte ihn sich genau vor, gab ihn einen Charakter der zu ihren Vorstellungen passte und ohne es zu merken, gab sie ihm auch ihr Herz,  jemanden der nur in ihren Träumen zu existieren schien ...
Als die Nacht vorbei war, holte der dröhnende Wecker Sahri wieder aus ihren Traum zurück in die Wirklichkeit, enttäuscht richtete sie sich auf. Jede Faser ihres Körpers wollte wieder zurück in diesen Traum, zurück zu diesem Mann, der ihr bei dem bloßen Gedanken an ihn eine unglaubliches aufregendes Gefühl in der Magengegend gab.

Langsam breitete sich der Tag über alles hinweg, gähnende Gesichter, das Gerede des Lehrers, nichts von all dem drang mehr an Sahri heran, nicht der wichtige Inhalt der Worte, die der Lehrer permanent versuchte auf andere Weise zu erklären und auch nicht das leise Gerede ihrer Tischnachbarin.
Sahri war vollkommen von dem was ihre Gedanken erzählten, ihre Tagträume zeigten, gefangen gewesen. Ihre Fantasie spielte auf Hochtouren ein anderes Leben nach, sie sah wieder seinen Blick, dieses unwiderstehliche Grinsen und versank immer tiefer in dieses unreale Gefühl was ihr Herz belagerte.
Doch nach und nach trug sich mit diesen träumen auch Traurigkeit in ihr Herz hinein, denn die Wirklichkeit dahinter sah sie immer mehr mit deutlichen Augen an, welche ihr deutlich sagten das sie diesen Mann niemals wirklich wird haben können, das es nur ein Abbild ihrer Wünsche war, ein Trugbild mit der Aufschrift: Surrealität eines Traumes.
Betölpelt sah Sahri zum Fenster als das Schulgong ertönte, während alle anderen mit Eiligkeit ihre Sachen zusammen packten und für heute die Schule und alles was damit zu tun hatte, hinter sich lassen zu wollten. Nur die zierliche Brünette stand noch immer vor ihrem Tisch, mit kaum vorhandener Bewegung das Heft in ihrer Tasche verstauend. Ihr Herz wollte noch nicht nach Hause, nicht der öden Trostlosigkeit sich aussetzen.
Sahri war zwar zu jeden freundlich und so was wie Feinde hatte sie genau so wenig wie sie Freunde hatte, doch das machte ihr nicht viel aus. Denn Sahri glaubte das es mit der wirklichen Freundschaft ähnlich wie mit der Liebe war, dieser Mensch war ihr einfach noch nicht über den Weg gelaufen, lachte ihr Herz, womit sie nun endlich alles in ihrer Tasche verstaut hatte und die Schule mit seinem Klassenzimmer verließ.
Mehr Lustlos als mit einem wirklichen Ziel, lief Sahri schlenderte den Weg von der Schule die Hauptstraße runter bis zur Stadt. Ein Weg denn sie eigentlich immer in etwas über fünfzehn Minuten hinter sich gelassen hatte, allerdings nun den Anschein erweckte, überhaupt nicht mehr enden zu wollen.
"Was nun?" hatte der Weg nun endlich vor ihrer wenn auch langsamen Schrittweise resignieren müssen, wo sie nun ratlos in der Fußgängerzone der Stadt stand. Eigentlich wollte sie auch gerade weiter gehen, die erste Hälfe der Stadt durchschreiten und dann am Ententeich einbiegen, doch nach Hause gehen. Als das Blau ihrer Augen an der Eisdiele hängen blieb. Es wäre eine Möglichkeit, dachte Sahri sich, zu mindestens würde es sie für einige Momente zu beschäftigen wissen.
Ohne sich an die Blicke der anderen zu stören, dessen Ausdruck im Gesicht wahrscheinlich mitleidig fragen würden, warum ein so junges Mädchen allein an so einem Ort kommt. Lief die zierliche junge Dame über den dunkel blauen Granitboden an den Tischen vorbei, bis hin nach Hinten, wo ein leerer Tisch direkt am Fenster ihren Namen zu rufen schien und sie dort ungehindert den Blicken der anderen wieder entkommen könnte.
Wieder dieses Mädchen! War sie Gery direkt ins Auge gestochen als er den ersten Schritt in die Eisdiele setzte. Ihr Blick wirkte zwar nicht Hilflos, oder demütig, aber auf merkwürdigerweise traurig, setzte er sich an einem Tisch, welcher nicht weit von den ihren entfernt war, ohne seinen Blick von ihr abzuwenden.
"Was darf es sein?" kam ein Kellner mit blondiertem Haar und kühl grauen Augen vor Sahris Tisch zum Stehen und doch trug seine Mimik die erforderliche Freundlichkeit.
"Einen Kokosnuss Milchshake bitte!" lächelte Sahri zu ihm auf, wobei ihr Blick beinahe erstarrte, als der Kellner es sich notierte und nach einem freundlichem Nicken wieder zurückging. Wo weder das Nicken, noch das der Kellner den Tisch wieder verlassen hatte, willkürlich von ihr realisiert wurde. Nein, ihre Augen lagen unfassbar auf das Gesicht des jungen Mannes der zwei Tische weiter saß, mit gelassener Haltung und ihren Blick ebenso ruhig aufrecht erhielt, wie ihr Ausdruck erschrocken war.
Den Blick zwanghaft weg gerissen, blickte sie nun ohne wirklich was zu sehen, das Bild der Speisekarte an, -Applepie- sollte eine perfekte Abbildung von einem Apfelkuchen verlocken, von dem ihre entsetzt fassungslosen Augen nichts sahen. Ihr Verstand fragte nur eine Frage, wie konnte das sein? Diese Augen, das Haar, dieses Gesicht, wollte ihr Verstand in einer aberwitzigen Anreihung von spotthaften Belächellungen es nicht wahr haben, er sah genauso aus wie sie ihn in ihren Traum gesehen hatte, in ihren Vorstellungen sich ausgemalt hatte.
-Versuch du mir nur auszuweichen? Lange wirst du es nicht schaffen! - blieb das zufriedene Grinsen auf seinen Lippen Konstanz. Gery hatte noch nie lange um etwas rumgetanzt was er haben wollte und auch diesmal würde er es nicht tun, allerdings endschied er sich das Spiel diesmal langsamer zu eröffnen, denn er hatte zuvor noch nie dieses emense Verlangen gehabt, was nun durch seine Augen hervor blitzte.
"Hallo Sahri", überrascht sah die junge Dame von der Speisekarte mit seinen Applepie hoch, sie war so in ihrer gezwungenen Starre gefangen gewesen, das sie das heran treten der Blondine nicht bemerkt hatte, welche sie nun lächelnd ansah.
Kathrin war eine dieser Art Mensch, den man selbst unter den schlimmsten Umständen nicht dessen ansah, dessen Lippen immer ein Lächeln trug, ein Lächeln was fähig war jeglichen Schmerz zu kaschieren.
"Hi!" lächelte Sahri zurück, auch wenn es dabei mehr wie eine ungerade Anordnung von wackeligen Strichen aussah, doch fügte sie auch gleich hastig noch hinzu "...setzt dich doch!", denn ein bekanntes Gesicht bei sich zu haben würde ihr etwas über das ungute Gefühl in der Magengegend hinweg helfen, auf das sich Nervosität wie ein alles mit sich reißender Wirbelsturm gelegt hatte. Denn sie konnte seinen Blick noch immer regelrecht auf sich spüren, auf ihrer Haut brennend, während sie aus dem Augenwinkel immer wieder Mal gezwungen war seinen Augen zu begegnen.
"Wie kommst das du so allein hier sitzt?" setzte die hübsche Blondine sich auf dem Stuhl Sahri gegenüber. Sahri verzog den Mund, ja wieso saß sie alleine hier? Was sollte sie darauf antworten? Eine Lüge erzählen? Oder die Wahrheit, das sie niemanden hatte der sich sonst mit ihr zusammen hier hin setzten würde?
"War eine spontane Überlegung gewesen und danach wollte ich nach Hause und du?" erleichtert eine zwar nicht besonders gute, aber logisch erscheinende Antwort gefunden zu haben. Zumal es ja wirklich keine Lüge war, sah sie ihre Mitschülerin noch immer mit diesem aufgesetzten Lächeln an, indessen ihr Augenmerk ebenfalls den jungen Mann zwei Tische weiter im Blickfeld hatte. Das Gesicht war nach unten geneigt, doch seine Augen noch immer auf sie ruhend, aus dieser undeutbaren Position heraus, was für den Moment den Gedanke -er spielt mit mir!- aufflackern ließ, mit der Befürchtung das er ihren auf ihn gerichteten Blick aufs genau bemerken würde.
"Hast du nicht Lust mit ins Freibad zu kommen?" hatte die zierliche Blondine Sahri wieder aus ihrer konfusen Gedankeneinnahme heraus gerissen, wo ihr Blick nun unsicher auf die hübsche Blonde sich richtete. Sahri konnte nicht abstreiten das es verlockend erklang, das sie liebend gerne ein direktes Ja- von sich gegeben hätte, doch die Vorsicht in ihr blieb bei der Meinung dass es darauf ankam wer dabei sein würde.
"Und Sahri?"
"Ja gut, wer kommt denn alles mit?", zufrieden erhellte sich Kathrins Gesicht, es war das erste Mal das jemand dieses Mädchen tatsächlich überreden konnte mit zu kommen. Viele hatten es schon versucht, doch Sahri steht’s immer irgendwelche Ausflüchte gefunden, was Kathrin dazu gebracht hatte deswegen es erst gar nicht zu wagen. Doch nun wo Sahri sie aufgefordert hatte sich zu ihr zu setzen, war es wie ein plötzlicher Impuls gewesen, wo sie nun froh war es wirklich gefragt zu haben.
"Eigentlich warte ich hier auf meinen Bruder, du kennst ihn noch gar nicht Stimmt‘s? Er heißt Gery! Etwas verrückt aber in Ordnung"
Sahri wollte gerade was sagen, hatte den Mund zur Antwort schon ein Stück weit geöffnet gehabt, als sie den jungen Mann, dessen Blick noch immer auf sie gerichtet war, aufstehen sah und mit entsetzten realisieren musste, das dieser genau auf sie zu kam. Womit der Drang zu antworten versiegte und ihre Augen nur mit ansehen konnten wie er neben Kathrin zum Stehen kam.
"Na Schwester, ..ne Freundin?" signalisierte er mit dem Blick auf Sahri, welche ihn nur mit Unfassbarkeit seinen Worten gegenüber ansehen konnte.
"Ja das ist Sahri!" sah die Blondine zu ihrem Bruder auf, der noch immer unverhohlen seinen Blick auf Sahri gefesselt hielt. Gery interessierte es wenig ob jemand bemerkte wenn er Interesse an jemanden hegte, ebenso war ihm bewusst dass seine Schwester dies nun mit dem Blick auf sein Gesicht bemerkt haben musste.
"Ja gut Sahri, gegen zwei am Schwimmbad?" sah Kathrin wieder sie an, Sahri nickte ohne was zu sagen, die Lippen längst wieder geschlossen gehabt.
Ein letzten Blick beim raus gehen über die Schulter zurück gerichtet, sah Gery Sahri noch Mal flüchtig an, als die Stimme seiner Schwester seine volle Aufmerksamkeit wieder erlangte.
"Sie ist nicht eins dieser Weiber, die du sonst immer auswählst!" hatte sie ihren Bruder beim Reden nicht angesehen, doch das brauchte sie gar nicht, ihr warnender Unterton war expressiv genug um ihn den wirklichen Inhalt dieser Worte verstehen zu lassen.
"Tzzz "
"Was tzzz?" vibrierte der warnende Ton in der eigentlich lieblichen Stimme
"Ich entscheide wer mein nächstes Opfer wird!" wurde der gerade noch amüsierte Klang seiner Stimme kalt
"Nein du lässt sie in Ruhe!" blieb Kathrin ein paar Schritte von der Eisdiele entfernt stehen und blickte ihren Bruder herrschend an. Sie wollte es nicht zu lassen, nicht diesmal, sie wollte nicht akzeptieren dass er sie sich ebenso wie die anderen einfach nehmen würde. Nie hatte sie dazwischen gefunkt wenn Gery sich ein neues Opfer auswählte, selbst wenn es jemand aus ihrem näheren Umkreis war. Doch dieses Mädchen war anders, Sahri war jemand der immer für sie da gewesen war, ohne den Grund hinterfragen zu müssen. Sie wurde nicht von der Neugier geleitet ihr zu helfen, sondern tat es um der Hilfes Willen, ohne selbst jemals nach genau dieser zu fragen.
"Es gibt so viele hier, sieh dich doch um, du kannst jede von ihnen haben!" deutete ihren nonverbale Haltung der Hände auf die vielen Frauen, welche unbeirrt durch die Fußgängerzone der Stadt liefen. Doch Gerys Blick blieb unberührt, unerweicht, eine grausame Kälte die sein ganzes Gesicht überzog, womit er nur gleichgültig mit den Schultern zuckte.
"Also, dann lass sie doch in Ruhe!"
"Erspar dir deine Worte Schwester!" sah er sie noch immer an "Ich habe meine Endscheidung schon getroffen!"
"Wieso? WAS SOLL DAS?" schrie Kathrin plötzlich ungehalten, ein Moment in dem alles so schnell ging, der Schattenriss in seinen Augen wurde immer bedrohlicher, seine Mundwinkel fingen an zu zucken und im nächsten Moment hielt er sie schon schmerzhaft gegen die Wand eines in der Straßen Gassen befindlichen Häusern gedrückt, ohne dass irgendjemand um sie herum Notiz von genommen hatte.
"Ich werde mir von dir keinen Strich durch die Rechnung machen lassen, hörst du! Stell dich mir lieber nicht in den Weg Kathrin!" war die Drohung leise ausgesprochen, doch die Gnadenlosigkeit in seinen Augen stark Präsenz. Noch nie hatte Kathrin ihren Bruder so gesehen, noch nie hatte er sie angegriffen, lagen ihre Augen wackelig in die seine, womit sie demütig dem Blick abwand und sich seinen Worten fügte.
"Es tut mir leid!" realisierte Gery was er getan hatte und ließ wieder von ihr.
"Was ist eigentlich aus der letzten geworden?" war es ein Versuch das Thema ansatzweise zu wechseln.
Ihr Bruder hatte vor gut einer Woche am Busbahnhof eine kennen gelernt gehabt, wie sie alle ein über den Durchschnitt liegendes hübsches Gesicht, auch ihr Lächeln hatte etwas Anziehendes an sich gehabt. Auch wenn sich in seiner Brust nichts regte, kein wirkliches Gefühl vorhanden gewesen war. Besaß sie eine Anziehungskraft die seine Augen deutlich erkennen konnten.
"Sie hat es nicht geschafft!" wand Gery seinen Blick ihr ab und ging weiter, wieder aus der Gasse heraus, den eigentlichen Weg weiter, den sie zuvor auch beschreiten wollten.
Niedergeschlagen zog Kathrin tief Luft in die Lunge und seufzte mit schweren Herzen. Wieder eine die ihr Leben geben musste weil sie nicht stark genug war. Wie lange sollte es noch so weiter gehen? Wie viele Frauen sollten auf diese Weise noch ihr Leben verlieren? Sah sie ihren Bruder mit dieser Frage Wortlos an, welcher weder ihren Blick, noch den immer tiefer sitzenden Schmerz in ihren Augen sehen konnte.
"Du weißt doch ganz genau das nur die es überleben kann die auch für dich bestimmt ist, genau wie bei mir, nur jemanden der dich genauso liebt wie du sie, kann es überstehen!"
"Willst du damit sagen dass sie alle keine Gefühle für mich hatten?" blieb er kurz vor einem Tabakgeschäft wieder stehen, aus dem gerade ein kleiner Junge mit einer Kinderzeitschrieft raus kam.
"Nein, ich meinte dich damit!" sah sie ihn klagend an. Gery schwieg und lief wieder weiter, an dem Tabakladen vorbei, in die nächste Straße hinein, womit sie die Stadt verließen.
Auch wenn er es nicht sehen wollte, wusste er dass die Worte seiner Schwester tiefliegende Wahrheit in sich trugen. Er wusste dass nicht nur sie Gefühle für ihn haben musste, sondern sein Herz ebenfalls reagieren musste. Was es bis her allerdings noch nie getan hatte. Egal wie schön, wie freundlich, oder liebenswert sie auch gewesen waren. Wie viel Zeit er dem Spiel widmete, oder er versuchte sich in ihren Augen zu verlieren. Mehr als ein körperliches Verlangen hatte es nie erwecken können und selbst dies besaß einen stupfen Beigeschmack. Doch Gery besaß nicht mehr die Geduld länger zu warten, wollte nicht darauf warten bis er sich schlussendlich auch mal verlieben würde. Denn Liebe konnte auch mit den Jahren erst seinen Entstehungspunkt erreichen. Und die Tatsache dass sie ab der Mitte ihres Wachstumsprozess nicht mehr weiter alterten ließ eine enorm unangenehme Befürchtung endstehen, der sich Gery absolut nicht fügen wollte.
Er wollte nicht riskieren das sie schon ein zu weit fortgeschrittenes Alter besitzen würde wenn er sie endlich gefunden haben sollte.

"Was mach ich nur!" wurde Sahri sich immer unsicherer ob es wirklich so klug gewesen war her zu kommen. Das kleine Stück vor dem Parkplatz des Freibades, immer wieder auf und ab gegangen, wollte die immer penetranter werdende Hibbeligkeit ihrer Nerven einfach nicht abklingen. Ihr Herz schlug bis zum Hals und versetzte ihr Atmen in eine unruhige Art von hastigem Luft einziehen.
"SAAHRII!", war es nun zu spät wieder umzudrehen, weiteten sich Sahris Augen, als sie gerade den Eingang mit seinen Gläsernen Türen vom Freibad wieder erreicht hatte und die Stimme von Kathrin euphorisch ihr entgegen gerufen wurde.
-Reiz dich zusammen!- ermahnte Sahri sich selbst, um so verhindern zu können den möglichen Vergleich zu einem Liebeskranken Huhn nicht nur für sich Präsenz zu machen, sondern es im schlimmsten Fall auch auf die beiden so wirken zu lassen. Das Lächeln auf ihren Lippen fest genagelt, drehte Sahri sich den beiden zu und ging an dem gerade auf den Parkplatz einbiegendem Auto mit seinem schwarzen Lack vorbei, auf Kathrin und ihren Bruder zu
"Musstest du lange warten?" fragte Kathrin endschuldigend, Sahri schüttelte den Kopf, der Blondine durch den Eingang ins Freibad gefolgt. Während Gery sie sich mit aufmerksamer Gelassenheit ansah. Ihr großen blauen Augen, das trotz der aufgesetzten Unbekümmertheit für ihn bemerkbar verlegende Lächeln. Alles an ihr gefiel ihm und ließ das Grinsen was seine Gesichtszüge begleitete sich festigen.

Die Decke weit ausgeschwungen, fiel sie beinahe perfekt ausgebreitet auf die Oberfläche der Wiese, während Gery seine Tasche am Kopfende Ablegte und prüfend seinen Blick an alles vorbei gehen ließ. Zwar waren der Sommer mittlerweile nicht mehr so hitzebeladen wie sie es vor Jahren immer gewesen waren, dennoch der Tag angenehm von den Temperaturen, ließ er sich auf die Decke nieder, während seine Schwester und Sahri sich in den Kabine verzogen hatten um aus den Alltagskleidern in ihre Schwimmkleidung zu schlüpfen und Gery nun zwei junge Damen auffielen, dessen Blicke schon förmlich an ihm zu kleben schienen. Eine Brünette mit Zopf und eine dunkelblonde mit noch immer genau so wie die andere, vollkommen trockenem Haar, was endwieder bedeutete das sie ebenfalls gerade erst gekommen waren, oder so wie sie dort auf ihrer Decke, mit auf dem Ellenbogen abgestützter Haltung, noch nicht wirklich in Erwägung zogen ins Wasser zu gehen.
Für den Moment erwiderte Gery die Blicke der beiden, was sowohl die eine, wie auch die andere, verlegen den Blick für die Dauer seiner Aufmerksamkeit senken ließ. Die Blondine trug ein knappes etwas in Blau was nur beim genaueren Hinsehen als Bikini identifiziert werden konnte, dem hingegen besaß der schwarze Zweiteiler der anderen einen etwas stoffinhaltigeren Eindruck, auch wenn nicht unbedingt im großen Unterschied liegenden Bereich.
Den Blick wieder desinteressiert entnommen, schloss Gery die Augen und richtete das Gesicht dabei Richtung Sonne. Was die enorm hell wirkende Haut noch weißer erscheinen ließ, Makellos! Lagen die Blicke der beiden jungen Frauen noch immer ungeduldig auf ihm. Doch auch wenn Gerry es spürte, war es ihm egal. Was Anfänglich vielleicht immer seinen Reiz besaß, wurde schnell zu einer anödenden Langeweile. Egal wie viel Selbstvertrauen, wie viel Selbstverliebtheit vielleicht sogar vorhanden sein könnte, nie schaffte es eine von ihnen seinen Blick wirklich standhalten zu können, nicht einmal wenn sie sich schon erheblich näher gekommen waren. Sie wurden mit der Direktheit seiner Aufmerksamkeit immer unruhig, verlegen und unübersehbar nervös. Anfangs besaß es vielleicht noch einen niedlichen Beiklang, doch wurde es schnell langweilend, es nahm den Situationen jeden Zauber, dem Kuss die besondere Bedeutung, dieser eine Moment, wo man es deutlich spüren konnte, er war einfach nicht da. Doch irgendwann gewöhnte sich Gery einfach dran, ebenso wie seine Schwester, denn bei ihr war es der identische Effekt, den ihre Augen beim direkten Blickkontakt bei Männern hervorriefen.

"Ich gebe dir einen Tipp Sahri, aber bitte versteh mich nicht falsch!" Kathrin versuchte nicht warnend zu wirken
"Ja sicher kein Problem, sag ruhig" lachte Sahri mit einem unguten Gefühl, was es Katrhin auch nicht wirklich leichter machte.
"Mein Bruder, das er überdurchschnittlich gut aussieht brauch ich ja nicht zu sagen oder?" klang ihrer Stimme trotzdem mit jedem Wort immer warnender, der Boden der Umkleidekabine wirkte immer härter und der noch immer radlose Blick von Sahri unerträglich
"Er spielt immer nur mit den Mädchen und ich will nicht das er auch mit deinem Herz spielt, nur damit du es weißt!, jetzt verstand Sahri worauf Kathrin hinaus wollte, auch wenn er sie anflirtete und sogar gestehen würde das er Gefühle hat, das sie es auf gar keinen Fall ernst nehmen sollte, sackte ihr Herz ungemein tiefer.
Die Mundwinkel wieder zu einem Lächeln auseinander gezogen, trug Sahri bei dem Nicken ein -Alles-ist-in-odernung-Lächeln, womit sie Katrhin versichern wollte das sie die gut gemeinte Warnung zu Herzen nehmen würde und sie sich deswegen keine Sorgen zu machen bräuchte.

Genervt atmete Gery ruhig ein und aus, als der Schatten der beiden Frauen sich über sein Gesicht legte und er gezwungender Maßen nun seine Augen aufschlug und sie abwartend ansah.
"Bist du allein hier?" fragte die Blondine trotz ihrer arroganten Auftritzweise verlegen in der Chronik. Abschätzend ging Gerys Blick an dem knappen blauen Etwas auf und ab, nun wo sie direkt vor ihm stand, sah er das es vorher nicht nur so wirkte, sondern es wirklich nicht aus mehr als ein paar zusammen gelegten Schnüren und etwas Stoff um die Brust herrum bestand.
"Seh ich so aus als ob ich es wäre?" fragte er aus gesenkten Augenliedern, stand auf und ging an den beiden vorbei, womit er die beiden mit einem hilflos demütigen Blick dort zurück ließ. Gery mochte solche aufdringlichen Arten von Frauen nicht. Die sich für unwiederstehlich hilten und vor nichts stoppten.

Über das geflasterte Stein die Wiese erreicht, sah Katrhin die dort ligende Decke zufrieden an, denn das fehlen ihres Bruder ließ sie hoffen, das er vielleicht ein neues Opfer gefunden hatte und nun auf Pierschjagt ging. Sie konnte ja nicht wissen, das er bloß gegangen war, weil die beiden, welche sich schon wieder auf ihren Decken befanden, etwas von der ihre entfernt, ihn genervt hatten.
"Danke!" lachte Sahri schüchtern, als Katrhin ihre Sachen nahm und auch wie die Tasche von Gery, am Kopfende unter der Decke verstaute
"Sollen wir jetzt schwimmen gehen?" hatte Katrhin den böse auf die beiden gerichteten Blick der zurück gewiesenen jungen Frauen bemerkt und musste innerlich richtig damit kämpfen nicht die Augenbrauen tief ins Gesicht zu ziehen und auf direkten Weg die beiden personifizierten Ausgeburten der Arroganz anzu steuern. Um so entgegenkommender war das direkte Nicken von Sahri gewesen, worauf sie auch schon von Katrhin an der Hand hinter sich her gezogen wurde, auf schnellsten Weg von der Wiese und damit von den böse spürbaren Blicken weg.
Katrhin selbst war es natürlich gewöhnt diese Blicke in der Gegenwart ihres Bruder zu kassieren und stören tat es sie eigentlich auch nie. Doch diesmal war es nicht nur sie selbst welche als Ziel für diese Mistgunz herhalten musste, sondern Sahri ebenfalls und das war es auch was Katrhin so überhaupt nicht gefallen wollte. Dafür empfand sie diesem Mädchen gegenüber eine viel zu große Sympathie, als das sie hätte es lange hin nehmen können! Zog sie Sahri durch die kleine Mulde mit Wasser hinweg, an denen überall diese ein Mannduschen angebracht waren und verhindern sollten, das Dreck in die Becken weiter getragen werden.

Auf der suche nach den beiden Mädels, lief Gery am Rand des Lichtschwimmers entlang, doch nirgends ne Spurr von den beiden. Nur eine große Anzahl von Frauen wovon die eine oder die andere seine Gegenwart schon bemerkt hatte und versuchte seinen Blick einzufangen, dem sie dann sowieso nicht lange stand halten könnten.
Erst wollte Gery durch das kleine viereckige Becken mit seinem Wasser und dem darüber befindlichen Duschkopf, den Lichtschwimmer schon wieder verlassen, als seine Augen eine junge Dame erblickte, die sich spielerisch am Beckenrand festhielt. Langes hell blondes Haar und Augen die grün schimmerten obwohl sie blau waren. Fand Gery das sie aus diesem Becken die hüpscheste Erscheinung war, was auch der Grund für das Grinsen auf seinen Lippen war, als er genau auf diese nun zu ging.
"Hallo schöne Frau!" ging er direkt vor ihr am Beckenrand runter in die Hocke .
"Äh hallo" sah sie nun direkt in seine Augen, aber senkte verlegen auch sofort wieder den Blick.
"Ich bin Gery und du?" hielt er ihr die Hand hin.
"Ich bin Lena!" gab sie ihm die ihre, womit er sie sogleich ohne vorwarnung aus dem Wasser zog.

"Warte mal ja " bat Kathrin ihre Freundin, als sie ihren Bruder mit einem Mädchen sah, eben zu warten, während sie sich mühelos aus dem Wasser auf das Beckenrand hoch zog.
Sahri hatte es natürlich auch sofort gesichtet gehabt, ein Anblick der sich tief in ihre Gedanken einfrass, doch egal wie sehr sie es auch nicht sehen wollte, dem ihren Blick entreißen wollte, konnte sie ihre Augen dieser Szene einfach nicht entziehen, als ob es sie zwingen würde hin zu sehen.


"Gery kommst du?" stand Kathrin zu Gerys Überraschung plötzlich genau vor ihm, während er mit seiner neuen Bekanntschaft rumturtelte.
"Nein du siehst doch ich bin beschäftigt!" lehnte er dessinteressiert an ihren klagenden Worten es ab. Doch Karin war fest endschlossen sich nicht abwimmel zu lassen, nicht heute, dieser Tag sollte keinen bitteren Beigeschmack haben!
"Kannst du nicht einmal damit aufhören mit jeder daher gelaufenen rum zu machen, man das ist heute schon die vierte!"
"Was redest du da?" versuchte er sich da raus zu reden, doch Sahris Worte, zusammen mit ihrem drohenden Blick, der nun auf diese zierrliche Blondine gerichtet war, ließ sie entsetzt die Augen groß machen und mit demütigem Blick sich von Gery lösen, der es Wortlos zu ließ und damit Lena die Szenarie verlassen.
"Was sollte das?" sah er sie zwar grimmig an, aber nicht mit dem selben Ausdruck in den Augen, den er zuvor bei der Eisdiele getragen hatte, was seine wütende Haltung für Katrhin halb so schlimm machte.
Dem ganzen ihre Aufmerksamkeit wieder entnommen, glitt Sahris Blick über das schimmernde Blau des Wassers, sie verstand die Szene die sie gesehen hatte nicht, wieso hatte Katrhin ihm absichtlich es zerstört gehabt? Auch wenn sie kein Wort von dem hatte hören können, was das gesehene offensichtlich genug gewesen um das zu wissen.

Den kleinen Weg vom Lichtschwimmer zum anderen Becken, unterhielten sich die beiden, ohne den jeweils anderen anzusehen.
"Also doch deine Freundin!"
"Nein, bitte Gery!"
"Wieso, du hast mir das ander doch gerade selbst kaputt gemacht, also!" grinste Gery, als sie den Beckenrad erreicht hatten.
"Na Sahri, so war doch dein Name oder?", verwundert drehte sich Sahri im Wasser um und sah nach oben die beiden an.
"Ja " bejahte sie seine frage, wobei sie Kathrin fragend ansah, die nur mit den Schultern zuckte aber dabei eindeutig mit dem Kopf am schütteln war. Dessen Inhalt Sahri direkt zu verstehen wusste.
"Kommst du mit zu den Duschen Kathrin?" intigrierte Sahri Gery absichtlich nicht in ihren Blick
"Du kannst auch mit mir gehen, wird sicher auch sehr interessant, zu mindestens interessanter als ein Weibergespräch" wurde das Grinsen auf seinem Gesicht provokant, Sahri schüttelte den Kopf
"Soll das heißen du lehnst mein Angebot ab ?"
"Ja das soll es ...komm Sahri gehen wir" gab seine Schwester für Sahri die Antwort.
Sauer sah Gery den beiden hinter her, während sie vom Schwimmer auf die gespasterten Steinen zu den Mädchenduschen gingen.
-Ich kriege dich!-

Das prasselnde Wasser von der dusche, beruhigte Kathrin wieder ein wenig und die Tatsache ihre Freundin hier in Sicherheit zu wissen, tat ihr sehens ganz gut.
"Komm schon was hast du?", am liebsten hätte Kathrin die Augen einfach geschlossen gelassen und dieser frage keine Aufmerksamkeit geschenkt, doch das konnte sie nicht, sie musste eine ausrede finden, etwas was Sahri von ihren Bruder fern hielt.
"Mit mir?alles in Ordnung, ich habe nur angst das mein Bruder dir auch das Herz bricht, das würde ich nicht ertragen " erschrocken sah Sahri den tief verborgenden Schmerz in Kathrins Augen, der von ihr versucht wurde zu überspielen. Sahri war schon immer sehr feinfühlig und ihre Augen erfassten schon immer was den anderen verwehrt zu bleiben schien. Der Grund hinter der immer wieder aufgefürten Warnung musste etwas anderes in sich besitzen, als die banalität der Angst das er ihr das Herz brechen könnte, denn das könnte jeder andere ebenso tun. Doch Sahri besaß das Gefühl als ob Katrhin sie vor etwas wichtigem versuchen würde zu warnen, sie beinahe schon versuchen würde zu beschützen, sah sie die Blondine noch immer an, während das Wasser der Dusche das helle Haar dunkler werden ließ und sich in wellen zusammen ziehen.

Lachend verließen die beiden Damen die Duschen wieder, die eigentlich angenehme Frische der immer wieder aufkommenden Windzügen, ließ die beiden unwillkürlich aufzittern, dessen Körper noch immer von dem heißen Wasser beinflusst waren.
"Wenn ich süß finde?" sah Kathrin ihre Freundin noch immer lachend an, welche dies einfach mal so nebenbei gefragt hatte.
"Ja da muss es doch jemanden geben den du wenigstens anähernd süß findest!" beharrte Sahri auf ihre Frage, mit Katrhin von den glatten Steinplatten der Unterführung mit ihren Duschen, umkleiden und den Schließfächern, auf die steinigge Oberfläche der Beflasterung.
"naja bis her ehrlich gesagt nicht " grinste Katrhin sich jenierend, es war ihr in diesem Moment ungemein peinlich das sie auf den einen, den richtigen wartete. Sahri konnte ja nicht wissen das es bei ihr etwas anders war als bei ihr.
"Und selbst ?"
"Ich.--ähm..hm..nein auch nicht wirklich" log sie gekonnt. Die Wahrheit hinter dieser Lüge versteckt.
"Wieder schwimmen?" leuchteten Katrhins Augen mit dem erreichen der ersten Hecken, hinter dem sich der Schwimmer befand.
"Ich muss mich erst etwas ausruhen!" sah Sahri ihre Freundin endschuldigend an, die zwar betröppelt die Augenbrauen runzelte, aber darauf auch direkt wieder herzlich lachte
"Okay, dann geh du etwas auf die Decke, ich bin dann hier im Schimmer ne!", Sahri nickte und sah ihrer Freundin nach, wie diese hinter den Hecken verschwand.
Den Weg über den steinigen Boden mit seinen Unebenheiten hinweg, der durch die Sonne viel zu sehr erhitzt war, erfasste Sahris Augen den Bruder von Katrhin. Er saß am Lichtschwimmer auf eine der Bänke, die nah an der Rutsche mit dem Schild -eltern haften für ihre Kinder- befand.
"Alles in Ordnung?" fragte Sahri ihn vorsichtig, irritiert hob er nun seinen blick. Sahri lächelte nicht, auch keine Verlegenheit die in diesem Moment ihren Gesichtsausdruck kennzeichnete. Legendlich ehrliche Besorgnis, womit sie ihn mit ihren großen blauen Augen ansah.
Mit der Hand neben sich signalisiert, setzte Sahri sich zu ihm auf die Bank.
"Glaubst du daran das jeder einen Menschen hat, der für ihn bestimmt ist?" ruhte sein Blick wieder auf die Oberfläche vom Wasser, wo fröhlicher Gesichter fast jeden Quadratmeter füllten.
"Ja!" antwortete sie völlig davon überzeugt "Was würde sonst das Phänomen Liebe auf den ersten Blick erklären?" ohne es zu wissen hatte Sahri ihm damit ein Stück der lange schon verloren gegangenen Hoffnung zurück gegeben.
Still sah Gery sie an, Sahris Blick blieb unbekümmert auf das Wasser gerichtet, wo bis gerade sein Blick auch noch drauf gerichtet war.
"Ich hoffe du hast recht! Wäre schade wenn es nicht so wäre, oder?" tat er es Sahri wieder gleich und ließ sein Blick das Schimmern der Wasserdecke betrachten und lächelte zufrieden, ohne zu bemerken das es in diesem Moment Sahri war, die ihn ansah.
Der Anblickt der beiden hatte Katrhin im ersten Moment innerlich Arlam schlagen lassen, doch mit dem genaueren hinsehen etwas anderes als Gefahr gesehen. Ihr Bruder machte keine Anstalten sie irgendwie um den kleinen Finger wickeln zu wollen und Sahri nicht ihn irgendwie anzu himmeln. Ein so ungewohntes Bild, das es sie auf etwas Hoffen lies, was sie bei ihren Bruder so nie für möglich gehalten hätte. Das er eine Freundschaftliche Bindung zu einer Frau aufbauen könnte, zu Sahri!


Das Schwimmbad verlassen, trennten sich die Wege von Sahri und den beiden wieder, wo Sahri den Vorschlag von Gery sie nach Hause zu bringen, aus geschlagen hatte. Ein weiterer Beweis für Kathrin das Sahri eine eventuelle Chance für Gery war, eine Freundschaft mit einer Frau aufbauen zu können.
Der Abend hatte zwar noch nicht die niederzwingende Kraft die Helligkeit der Sonnenstrahlen zu vertreiben, wie es im Winter der Fall war, dennoch bemerkte man schon das es langsam dunkler wurde.
"Ihr scheint euch zu verstehen!" stelte Katrhin zu der Überraschung ihres Bruders ihre Festellung plötzlich offen zu schau.
"Mag sein!" zuckte er mit den Schultern, vielleicht war sie ihm symphatisch und vielleicht hatte seine Schwester mit ihrer Aussage auch recht.

Gähnend kam Sahri in der Schule an, ihr Traum wollte sie einfach nicht aufwachen lassen. Wo der Inhalt ihr erschreckend real vorgekommen war. Sie träumte von Gery, doch diesmal hatte er sie nicht nur angesehen, sondern gebissen! Allerdings nicht bösartig, es war ein angenehmes Gefühl, auch wenn es von einem unerträglichen Schmerz begleitet wurde, fühlte es sich richtig an, als ob es so sein müsste.
"Morgen Sahri" begrüßte Kathrin ihre neu gewonnene Freundin gut gelaunt, es war komisch, sie saßen schon so lange nebeneinander, doch hatten zuvor nie wirklich privat was mit einander zu tun gehabt, nur während den Stunden in der Schule.
Immer noch gähnend nickte sie ihrer Freundin anerkennend als guten morgen zu und setzte sich auf ihren Platz
"Ich soll dich fragen ob du Lust hast heute zu uns zu kommen?"
"Wie du sollst mich fragen?" war Sahri mit einem Schlag richtig wach.
"Ja von meinen Bruder" lag diesmal nichts warnendes in Katrhrins Blick, wonach sie ihr erklärte das ihr Bruder die Idee von einer Freundschaft angenommen hatte. Auch wenn es Sahri innerlich verletzte, ließ sie nach Außen hin sich dem bezüglich nichts anmerken.
Den ganzen Unterricht waren die beiden am tuscheln, darüber ob sie sich einen Film anschauen wollen und welcher ihn beiden zusagen würde, die eventuelle Meinung von Gery komplett außen vor gelassen.
Den Rest des Unterrichtes verweilte Sahri wieder in ihrer Traumwelt, dort wo die Begebenheit andere waren, wo ihre Sehnsüchte und Wünsche den Ablauf formten. Sahri konnte man immer direkt ansehen welcher Audruck ihrer Gedanken galt und welcher bloßer Weggetretenheit.
"Sahri?...SAHRI!" stand nun die Lehrerin mit finsteren blick genau vor ihr.
Auch ihr unschultsblick, mit dem Sahri nun zu ihr hoch blickte, als sie den bösen Schatten ihrer Lehrerin bemerkte, brachte diesmal nicht viel.
"Hast du geträumt Sahri?"
-Oh Oh- dämmerte es schon in Sahri, die Stimme der Lehrerin war viel zu mailiziös und der Ausdruck zu lieblich.
"N-nein?" antwortete Sahri, aber sah das sie mit der Meinung ein einfaches Nein würde ausreichen nicht weit kommen würde. Die Augen der anderen Schüler lagen schon amüssiert auf Sahri gerichtet, während die Lehrerin wie ein komiker mit der Absicht sein Gegenüber vorzuführen, vor Sahri stand.
"Und wieso hast du mich dann nicht deinen Namen rufen hören Sahri?", jetzt schnell ne ausrede finden, der blick der Lehrerin wurde immer düsterer
"ich, ..ja ok tut mir Leid Frau Shengo ich habe geträumt" hatte Sahri sich schlussendlich doch für die Wahrheit endschieden und senkte demütig den Kopf
"Los geh zur Oberstufe und hohl mir einen berief von Herr Gori, aber dalli" drehte sich die Lehrerin wieder um.

Immer ich, hat die es auf mich abgesehen?.
Schnell huschte Sahri die Schulgänge bis zum anderen gebeude entlang, hielt vor der klasse noch mal inne, um sich noch mal zu sammeln, wonach sie zweimal anklopfte.
"Herein" ertönte es und Sahri öffnete vorsichtig die Tür, nun schauten alle sie fragend an, wie sehr sie so was hasste, Aufmerksamkeit schön und gut, aber das waren zu viele Augen, betrat sie wiederwillig das Klassenzimmer.
"Ich..soll einen Brief für Frau Shengo holen!" hoffte sie die Sache schnell hinter sich zu bringen
"Setzt dich bitte ein paar Minuten dort hinten hin ja ..ich muss ihn noch zu ende fassen dauert auch nicht lang!"
deutete der Lehrer, auf einen freien platz hin.
Das kann doch nicht war sein, ihr Herz klopfte wie wild, als sie gezwungendermaßen durch die Menge von sitzenden Schülern ging, von dennen sie wie ein Tier im Zoo gemustert wurde, bis sie endlich auf den ihr zu gewiesenen Platz saß.

"Hey du..!" beugte sich ein Schüler, der genau vor ihr saß, zu ihr nach hinten rüber, mit dem Stuhl auf kieb und sah sie amüssiert an
"Hm.?" hob Sahri den Blick
"Glaub mir du kannst dich schon mal drauf einrichten den ganzen Unterricht hier zu sitzen".
-Natoll -das hatte ihr noch gerade gefehlt, seufzte sie niedergeschlagen.
Neugierig ob sie jemanden hier kannte, ließ sie ihren Blick durch die klasse gehen, bis hin wieder zu den jungen Mann der vor ihr saß, wo sich nun auch der neben ihn sitzende umdrehte.
"Na Mäuschen!" –Um Gotteswillen! Gery!- wurden ihre Augen unangenehm groß, was sich für Sahri selbst anfüllte als ob sie jeden Moment rausgefallen dort auf dem Tisch liegen könnten.
"Kennt ihr euch?" zeichnete nun in Julian, der neben Gery saß, auch schon die Neugier sich aus
"Ehm, ..kennen is ein wenig zu viel gesagt" versuchte sie sich aus diese Frage raus zu manifrigieren
"So ein Quatsch, sicher kenn ich das mäuschen, sie is die Freundin meiner Schwester!" korrigierte er sie ungeniert
"Und kommste nach her Mäuschen?", Sahri nickte kaum sehbar, nicht nur mit der Angst einen hoch roten Kopf zu bekommen, sondern auch dem Problem das die weiblichen Schülerinnen ihr nicht gerade wohlgesinnte Blicke entgegen brachten.
Wie zum beispiel die dunkelharrige einen Tisch weiter, dessen böse funkelnder Blick sich fast zu durchbohren schien. Oder die etwas kompulentere weiter vorne, der es anscheinend völlig gleich war, das Sahri nicht nur ihre permanent zu ihr gedrehte Haltung bemerkte, sondern dem hinzu noch ihre tief im Gesicht gezogenen Augenbrauen, was das Gesicht zu einer anschau von einer Wutzerfressenen Fratze machte.
"Dann is ja gut, ..hast du eigentlich einen Freund?", geschockt sah sie Gery an, wo die unerwünschte Röte ihr nun wirklich ins Gesicht stieg.
Sahri wollte gerade antworten, aber brachte kein Wort über ihre Lippen, sie konnte einfach nicht sagen das sie einen Freund hatte, mit dem sie sogar verlobt war.
Draco und Sahri waren schon zusammen seitdem sie vierzehn war und nun war Sahri achtzehn!
"Süße., musst doch nicht gleich nervös werden!" grinste Gery wegen ihrer röte, ohne zu realisieren das sie noch immer nicht den Blick gesenkt hatte, sondern ihm direkt ansah, auch wenn mit diesem fürchtlich starken Entsetzen geprägt, was ihn für den Moment es seltsam finden ließ, den Moment jedoch genau so schnell verschwinden ließ, wie er gekommen war. Für Julian war das Gespräch der beiden sehens amüssant, eigentlich sogar mehr als dies schon, er konnte sich nur mit mühe und Not das Lachen verkneifen.
"Ich bin nicht nervös!" brummte Sahri angefressen, den Blick nun doch entrissen, womit auch die Chance seine Frage zu beantworten vertan war.
Niedergeschlagen richtete Sahri ihren Blick aus dem Fenster, die Blätter der Bäume, die dort so seelenruhig im Wind hin und her geschunkelt wurden, nahm vor ihren geistlichen Augen andere Formen an, das Grün vermischte sich, veränderte seine Farbe, ergab eine Einheit, das ruhig schimmernde Wasser des Lichtschwimmers und davor Gery mit dieser Blondine, schüttelte Sahri innerlich den Kopf, womit das Bild wieder verschwand und weibliche Stimmen den Weg zu ihren Ohren fanden.
"Keine Ahnung ne ..."
"Was will er den von so ein Kücken"
"Naja Kücken passt auch nicht is ja schon zehnte klasse"
"Hey könnt ihr mal ausnahmsweise aufhören über Gery und seine Weiber zu reden, eure Eiversucht nervt!"
Schnappte Sahri ein Gespräch auf, was schlussendlich von einem anderen Jungen unterbrochen wurde, der enorm genervt das Gesicht verzog und unwillkürlich in diesen Moment den Blick mit Sahri einfing, aber gleich auch wieder weg blickte.
Selbst in seiner Klasse war Gery bei den weiblichen Anteil uneinschätzbar beliebt, dachte Sahri sich grinsend, mit der Einstellung einer guten Freundin, was mehr daher rührte das sie sich immer wieder vor Augen führte verlobt zu sein.
"Ich habe den Brief nun fertig du kannst ihn jetzt Frau Shengo bringen", mit einen Satz sprang Sahri hasstig auf, was sie im nächsten Moment bereuen sollte, als sie baselig wie sie war, über ihre eigenen Füße stolperte, zu Seite weg knieckte und mit großen Augen nun Gery ansah, der sie ebenso überrascht, wie sie ihn panisch, ansah.
"Sollten wir so etwas nicht lieber machen wenn wir alleine sind?" wurde sein Gesichtsausdruck auf sarkastischer Weise nekend. Rot angelaufen sprang Sahri derekt wieder auf und stand unwillkürlich stramm als sie die bösen Blicke der anderen auf sich bemerkte, was sie mit gesenkten Blick zum Lehrer hin und danach schnell wieder aus der Klasse heraus gehen ließ.
"Ehrlich is ne richtig süße was" flüsterte Julian seinen Kumpel leise zu
"Was du nicht sagst, ja kann man wohl so sagen" grinste Gery nur und schaute immer noch zu Tür, wo sie gerade raus war.
Unschlüssig sah Julian seinen Freund an, sein bedenklicher Blick wollte ihm nicht gefallen. Es war nicht die Art von Ausdruck wo man bloße überlegung drin sah, sondern einer der Art wo man einen deutlichen Zwiespalt erkennen konnte.
Julian war der einzige der von Gery bis her in das Geheimnis was seine Familie einhüllte, eingeweit wurde. Eigentlich war es mehr oder weniger auch nur ein Zufall, als Gery sich an der Kante des Wachbecken in der Dusche geschnitten hatte und Julian mit ansah wie die, wenn auch kleine Wunde, sich direkt wieder geschlossen hatte. Es war ein Geheimnis was nicht nur seine fazinierenden Aspekte mit sich brachte, sondern auch seine schattenseiten, was Julian zu anfangs noch gut zu zusetzen wusste, doch mit der Zeit beinahe schon so etwas wie Gewohnheit mit sich brachte.
"Du hast sie als dein nästes opfer ausgesucht, hab ich recht Gery?" sah Julian seinen Freund mit einen Blick der nicht wusste ob er das Mädchen bedauern oder beneiden sollte an.
Tief durch atmend, so als ob er sein Gewissen und sein Herz damit erleichtern wollen würde, drehte Gery sich seinen Freund zu
"Ehrlich gesagt ja, ..ich bin mir nur nicht mehr so sicher ob ich es wirklich in die Tat umsetzen soll!" gestand er ehrlich. Julian überlegte, wobei sein Augenmerk seitlich runter ging. Gery hatte bis her eigentlich wenig interessiert ob es moralisch angebracht war oder nicht und auch noch nie einen Schritt zurück gesetzt, wenn er ersteinmal ein Opfer ausgewählt hatte.
"Endspricht sie nicht mehr deinen anforderungen?" sah er seinen Freund wieder an, Gery grinste, ohne eine Antwort zu geben und sah wieder zur Tafel nach vorn.
Er wollte nicht sagen das es daran lag das er seine Schwester nicht die Freundin nehmen wollte, nicht sagen das er diesem Mädchen mitlerweile sympathie gegenüber empfand und noch viel weniger wollte er sagen das seine Frage absurd war, weil sie für ihn nicht nur schön anzusehen war, sondern ein berasuchendes Verlangen nach ihr in ihm auslöste.

Sahr in der Pause direkt mit sich mit gezogen, sah Gery schmunzelnd mit an wie seine Schwester diese zierrliche Gestallt hinter sich her ein Stück über die Wisse gezogen hatte. Und voller Elan verkündete das sie nun unbedingt die Sonne noch etwas genießen müsste. Sich auf der Wiese nieder gelassen, tat Sahri es ihr gleich, auch wenn auf ihrem Gesicht eine leichte ansammlungt von Schamm noch wieder zu finden war, legte sie sich ebenso unbekümmert ins Gras wie es seine Schwester zuvor schon getan hatte.
Wie jeder es kannte und hütete, dieses Retual was seid jeher schon praktiziert wurde. legte Katrhin die Hände wie jemand der betten wollen würde und huldigte der Sonne. Es war ein weit her geholter Brauch, der sich sehr schnell überall prägend gefestigt hatte und aus dem Glauben an die alten Götter resultierte. Mann faltete die Hände um der Sonne so zu huldigen und sah direkt in ihr dabei hinein, um sich so mit ihr zu messen und ihr gleichzeitig zu danken.
"Du schliess die Augen?" schaute Kathrin Sahri verwundert an, so was hatte sie zuvor noch nie gesehen.
Langsam öffnete diese ein Auge und dann das andere und streckte ihrer Freundin nekisch die Zunge raus
"Ja, ich danke ihr lieber, wofür sollte ich mich mit der Sonne messen wollen, was habe ich davon??"  
"Irgendwie logisch!" gab Kathrin zu, etwas war schon dran, wieso sollte man sich mit etwas messen, was einen nicht herraus forderte?

"Sollen wir uns die Zeit ein wenig mit Fußball vertreiben?" zog Julian die Aufmerksamkeit von Gery, die bis data noch auf seiner Schwester und Sahri ruhte, wieder auf sich.
"Fußball? wir gewinnen doch sowieso immer!“
Julian verzog den Mund, bis vor kurzen kleidete Gery sogar die Position als Kapitän der Fussballmanschaft aus. Eigentlich war es eine witzige Begebenheit, er fragte erst ob er mitspielen dürfe, wo natürlich niemand etwas gegen hatte und es direkt bejat wurde. Doch als sich zeigte das Gery besser als sie war, das seine feinmotorik, seine Reaktion von keinen von ihnen erreicht werden konnte. Was der Stolz des bis dahin noch den Titel tragenden Kapitän natürlich nicht so stehen lassen konnte und Gery arrogant wie er war, herrausfordern ließ. Die Spieler waren natürlich alle bis dahin noch völlig von ihren Kapitän überzeugt gewesen. Um so entrüsteter und bleicher waren ihrer Gesichter, als genau dieser hoch haus verlor.
Aber wie sollten sie auch wissen das Gery und seine Schwester körperlich ganz anders geschaffen waren als es Menschen waren, das sie selbst überhaupt nicht menschlich waren. Das ihre Sinne anders ausgestattet waren, sie schneller, stärker, einfach besser waren.
Der wirkliche Grund hinter diesem Handeln von Gery war allerdings nicht sowas wie Interesse an Fußball, oder die eliminierung von möglicher Langeweile. Sondern auf diesen Weg noch mehr Frauen auf sich aufmerksam zu machen und so die Chance die Richtige zu finden zu erweitern. Was auch ein wirklich wirkungsvoller Weg gewesen war, doch war Gery dann vor etwas mehr als einen Monat an der Grenze seiner Geduld angekommen, wo das gelangweilt sein an all dem größer geworden war, als die Möglichkeit seinen Nutzen daraus zu ziehen und es deswegen wieder fallen ließ.
"Komm lass mal nachsehen was meine Schwester so treibt!" wank Gery damit das Thema Fußball gnadenlos ab, wo Julian eigentlich auch nicht wirklich was gegen hatte. Es war ja auch nur ein sponaner Gedanke gewesen, mehr nicht.

Zufrieden entspannte sich Katrhins ganze Gesichtsmuskelatur, das Gefühl wie die Wärme der Sonnenstrahlen sich auf ihren Körper legten, ihre Wangen kitzelten, wollte das Lächeln immer angenemere Bedeutungszüge annehmen, als ein Schatten auf ihrem Gesicht dies plötzlich unterbrach und sie beim öffnen ihrer Augen in das grinsende Gesicht ihres Bruder blickte, neben dem Julian freundlich als Begrüßung nickte.
Auch Sahri hatte die Gegenwart der beiden nun bemerkt und setzte sich unschlüssig ob sie es gut finden sollte oder nicht, aufrecht hin.
"Na Mäuschen!" setzte Gery sich neben Sahri, wobei er sie bedeutungsschwanger angrinste. Unwissend hob diese deswegen die Augenbrauen an, verstand seinen Blick nicht, dessen Augen auf direkten Weg in die ihre gerichtet waren
"Na, ich dachte mir fallst du willst, kannst du dich gerne wieder auf meinem Schoß setzen!", prusten los gelacht, musste Julian sich zur Seite weg drehen um nicht noch lauter zu lachen. Währen Katrhin ihren Bruder stuzig ansah und Sahri unfassbare Röte im Gesicht bekam.
"Nein Danke!" knierrschte sie mit den Zähnen, Gery grinste weiter hin, den Kopf in die schräglage gesetzt, viel ihm nun auf das sie seinen Blick aufrecht erhielt, sie sah ihm tatsächlich in die Augen!
"Was würdest du tun wenn ich dich jetzt küssen würde, Mäuschen!" verfiel Gery dadurch wieder in sein altes Vorhaben zurück. Sich an dieser Aussage beinahe verschluckt, wollte Sahri gerade laut anfangen los zu schreien, als Katrhin ihr schon zu vor kam und nach Sahris Hand gegriffen sie hinter sich her, von der Wiese wieder runter gezogen.


Gery konnte die Wut die seine Schwester den ganzen Weg bis nach Hause begleitete und wie ein dunkler Schatten über die beiden schwebte, gut verstehen. Doch änderte es nichts daran das es ihn indirekt auch kalt ließ. Den Rucksack im Flur fallen gelassen, war Gerys nächster Weg direkt an der Küche vorbei zum Wohnzimmer hin auf die couch, welche mit ihrer weichen Polsterung wohlig nach gab.
"Ich hoffe das du Sahri jetzt in ruhe lässt!" setzte Kathrin sich dazu
"Wieso sollte ich?"
"Willst du das ich deinen Freund, das ich Julian als mein Opfer nehme?", nun wurde Gerys Blick missgestimmt
"Was hat er bitte schön damit zu tun ?", mit dieser Gegenfrage hatte Kathrin schon gerechnet gehabt
"Vielleicht habe ich ja wirkliches Interesse an ihm, so wie du es anfangs immer behauptet hast"
Prüfend sah er seine Schwester an, ihr Blick war verbissen, was deutlich verriet das sie ebenso wie er keinen Schritt zurück mehr gehen würde.
"Ich glaub nicht das du so weit gehen würdest!" provozierte er ihre Geduld absichtlich um sie aus ihrer Reserve zu locken. Doch Kathrin war nicht dumm genug um diese Trittfalle zu übersehen. Ihr Blick verdüsterte sich nur stetig weiter, indessen ein langsames Nicken verdeutlichte das es sehr wohl ihr vollkommener Ernst war.
Der Moment vibrierte nur so vor gelader Spannung, wenn Gery seinen Weg nun nicht verlassen würde, wäre es nicht nur ein eventuel tragisches Ende für Katrhins Freundschaft, sondern auch für die seine. Schloss er mit den Schultern zuckend die Augen. Was so viel bedeutete wie das er sich vorerst einmal geschlagen gab.

Die Stimmung unter den vieren war sogar überraschend besser gewesen als Katrhin es erwartet hatte, auch wenn die beiden Jungs sie und Sahri sehens mit dem bestehen auf ihren Film überboten hatten, war es donnoch kein Abbsuch der guten Atmusphäre zwischen ihnen gewesen.
"Kommt schon, ein Horror is doch wirklich das passendere" versuchte Julian Kathrin gut zu stimmen, die nur eingeschnaptdie Arme in einander verschränkte
"Wenn ihr das sagt!" drehte sie sich wie ein kleines eingeschnapptes Mädchen von ihm weg.
Eine Weile hatte Sahri das ganze hin und her der Beiden ruhig beobachtet gehabt, wie sie dort vor der Wand mit den Horrorfilmen im Hintergrund standen und fast schon den Anschein vermittelten ein altes Ehepaar zu sein. Lachte sie leise auf und verlor sich für einen Augenblick in das Bild, wo Kathrin nun wieder zu Julian hinsah und dieser Herzhaft wegen ihrer- Ich bin noch immer Sauer- Mimik zu lachen begann.
"Ist es dir nun auch aufgefallen!" stand Gery plötzlich neben Sahri, die stark gegen das unwillkürliche zusammen Zucken ankämpfen musste
"Ja!" wusste sie sofort was er meinte, zwischen Kathrin und Julian lag etwas kristallklar in der Luft. Was Gerys Blick im Gegensatz zu ihren aber nicht zufrieden, oder schmunzelnd machte. Im Gegenteil, seine Augen verengten sich ein wenig und der scharfsinnige Ausdruck belegte sich mit schatten, wovon Sahri allerdings aber nichts sehen konnte, da sie selbst ununterbrochen zu den beiden hingesehen hatte.


Stille trat ein als der Film begann, zögernd richtete Gery seinen Blick auf Sahri, wie sie dort in der Ecke angelehnt saß, ihr langes braunes Haar viel mit einzelne Strähnen über ihre Schulter und ihre blauen Augen schimmerten im Licht des Beamers.
Gery wusste das Sahris ganze Gestallt ihn reizte, das sie eine ungemein starke Anziehungskraft auf ihn ausübte und das wenn er dem nicht langsam versuchte zu entkommen, das es grausame Konsequenzen mit sich bringen würde.
Die Couch und damit den Film verlassen, ging Gery in die Küche, zog den Stuhl mit seiner Grauen Überziehusse zurück und setzte sich an den Tisch.
Sahri hatte den bedrückt wirkenden Blick von Gery bemerkt gehabt und war ihm auf leisen Sohlen gefolgt.
"Alles klar?" stand sie nun auch in der Küche, ohne zu ahnen das Gery ihr leises folgen längst bemerkt hatte.
"Aber sicher Mäuschen" besaß er wieder dieses selbstsichere Grinsen, das Gesicht mit der eisigen Kälte überzogen, die Gerys stetig begleitete und etwas gefährliches um ihn herum spinnte.
Sich auf der Eckbank, wenn auch zögernd, ihm gegenüber hingesetzt, sah sie ihn ernst an, denn Sahri sah hinter dieser ständig gegenwärtigen Gefahr auch die sachte Verzweiflung die in seinen dunklen Augen kreiste.
"Dich bedrückt was!" lächelte Sahri schwach, Das grinsen auf seinem Gesicht verschwand und das selbe Gefühl wie zuvor im Freibad ließ ihn ohne es direkt zu realiseren aussprechen was seine Gedanken so auseinander riss.
"Wie erkennt man ob man selbst Gefühle für jemanden besitzt?" legte sich allerdings synchron wie er realisierte was er sagte, ein Grinsen auf seinem Gesicht, was die Aussage besaß, das es keine wirklich ernst gemeinte Frage sei. Doch konnte es Sahri nicht hinters Licht führen.
"Liebe? Wie man sie erkennt? Das is ne gute frage!" musste Sahri zugeben und überlegte kurz, bevor sie wieder zum reden ansetzte.
"Ich glaube das die Träume es einen verraten, den sie bestehen meistens aus Sehnsüchte, wünsche und Ängste. In ihnen kann man die Wahrheit über sich selbst herausfinden"  wurde Sahri mit ihren eigenen Worten etwas grausam bewusst.
Gery nickte anerkenend, auch wenn es den anschein machte als ob sie Freunde werden würden, konnte Sahri das Gefühl von Distanz und Unnahbarkeit, die ihn umgab nicht abschütteln.
"Komm bevor die Beiden uns vermissen!" erhob Gery sich, was Sahri ihm gleich tat.
Die Dunkelheit und die Tatsache das der Film für Gery vorraussehbar war, ließ die Müdigkeit auf seine Augen immer schwerer werden, wo er mit dem Blick auf Sahri und den Gedanke an das was sie in der Küche sagte einschlief.
"Sahri?" runzelte er verwundert die Stirn, als er die Augen öffnete und sie direkt vor ihm stand, während seine Schwester und Julian anscheinend das Wohnzimmer schon wieder verlassen hatten und der Beamer das Ende des Filmes zeigte.
Mit undeutbaren Mimik sah Sahri ihn mit ihren großen Augen direkt an, hielt seinen Blick fest in ihren gefangen, ohne auch nur einmal weg zu sehen, den Blickkontakt aufrecht haltend.
"Ich liebe dich!" legte sich plötzlich ein sanfter Ausdruck in ihre Augen
"Ich liebe dich Gery!" wiederholte sie es deutlicher im Klang
"Wie du liebst mich?" hob er die Augenbrauen, er wollte unberührt von ihren Worten bleiben, doch merkte er wie sein Herz anfing seinen Tackt zu verändern.
"Ich liebe dich!" wiederhollte sie es erneut, Gery fing an zu grinsen, wollte nach vorne schnellen und sie zu sich ziehen. Doch öffnete er im selben Moment die Augen und sah die Schrift vom Ende des Filmes über die Leinwand hinweg ziehen.
-Nur ein Traum!- sah er ungewollt an Julian und seiner Schwester vorbei zu Sahri hin.
-Vielleicht?- wollte etwas in Gery für den Moment anfangen zu hinterfragen, als sein Blick zu Julian ging und er jeden weiteren Gedanke in diese Richtung verband. Denn er durfte diesen Weg nicht einschlagen.



Immer stärker baute sich eine Freundschaft nun zwischen den beiden auf, eigentlich richtig zwischen den vieren.
Die letzten fünf Wochen hatten die vier auch mit einander verbracht und jeden einzelnen tat die Gegenwart des anderen gut, als ob ein Band sich durch alle vier gezogen hätte, mit der Aufschrieft: verbundenheit

"Aufstehen Schatz" setzte Sahris Mutter sich zu ihr ans Bett, noch völlig müde drehte diese sich einfach wieder um und zog die Decke über ihren Kopf, die von ihrer Mutter jedoch mit einem festen Ruck wieder weg gezogen wurde.
"Man Mama!" jammerte sie verzweifelt
"Liebling Draco is hier, er möchte nun deine Antwort wissen!" wie jemand dem gesagt wurde das die Welt beinahe unter gegangen wäre und sie davon nicht einmal was mit bekommen hätte, sah die junge Dame ihre Mutter geschockt an
"Draco hier?", die Mutter nickte mit einem sanften Lächeln
"Kommt mir ja fast so vor als ob es dir nicht gelegen sei, ihr habt euch seid vier Monaten nicht gesehen Schatz, komm zieh dich schnell an und komm dann herunter".
Ja vier Monate sind vergangen, senkte sie den Blick.
Sahri und Draco waren eigentlich wirklich das was man ein glückliches Paar nennen konnte. Er war drei Jahre älter als sie und zudem noch ihr bester Freund immer gewesen. Wo er ihr dann mit vierzehn Jahren seine Liebe gestand. Natürlich konnte Sahri zu der Zeit noch nicht viel mit anfangen. Sie wusste das er ihr wichtig war, vielleicht auch etwas mehr als dies. Draco selbst verstand natürlich die Schwierigkeit der Situation für Sahri und ließ es vorerst dabei es ausgesprochen zu haben. etwas über ein Jahr später jedoch exestierte da dieser eine bestimmte Moment, beide sie hatten zuvor auf ihren Bett gekebbelt, etwas was sie so offt schon getan hatten. Doch als er dann so über ihr sich befand, ihre Blicke sich tief trafen, war es geschehen, er hatte seine Lippen zarkhaft auf die ihre gelegt, ein Moment der in Sahris Herz alles durcheinander brachte und es bis zum Hals schlagen lies. dieser Tag war nun vier Jahre her. Wo Draco vor vier Monaten ins Auslang ging, etas was von Anfang an schon fest stand und beide von ihnen wussten, das wenn er das achtzehnte Lebensjahr überschritten habe, das er dann die Firma seines Vaters übernehmen müsse. Doch hatte Draco bevor er flog, um die Hand von Sahri angehalten und ihr diese Vier Monate, bis er wieder her kommen würde, Zeit gegeben um ihm ihre Antwort zu geben.
Und nun war er hier!
Vorsichtig lief sie die Treppen herunter.
Ein junger Mann mit grünen Augen und blondem Haar, was von der rechten Seite der Stirn im Bogen zu linken Seite sich perfekt ineinander arbeitete und doch einen vollkommen naturellen Eindruck hinter ließ, saß bei ihrer Mutter am Tisch und sah nun zu Sahri hin.
"Vier Monate können wirklich lang erscheinen!" legte er den Kopf schief und besaß wieder diese ansteckende unbeschwertheit in seinem Lachen.
"Und Schatz? Willst du nun meine Frau werden?" stand er auf und sah sie an. Er, Draco, er war wieder da, der Mensch der vorher alles für sie bedeutet hatte.
"Äh j-ja" zuckte sie mit den Schultern, sie konnte einfach nicht anders, sein Blick, die Tatsache das es ihr bester Freund war, der jenige der sie immer zum lachen bringen konnte.
Doch wenn Sahri ehrlich mit sich selbst gewesen wäre, hätte sie gewusst das sie nur –ja- sagte, weil sie ihn glücklich machen wollte, so wie er sie zuvor auch immer glücklich gemacht hatte.
"Ich danke dir, ich danke dir" hob er sie freudestrahlend hoch.

"Morgen süße" begrüßte Kathrin ihre Freundin, Sahri nickte zwar, aber sah mit Augen die nichts realiserten an ihr vorbei und setzte sich hin
"Was is los Sahri?" machte Sahris Gesichtsspiegel, dieser weit entfernt wirkende Blick in ihren Augen Katrhin Angst.
"Ich werde heiraten!" sprach Sahri monoton, wie jemand der meint all dies nur zu träumen.
"Du wirst was?" erstarrte Kathrin "Wann?"
"Das steht noch nicht fest, wird erst heute festgelegt, ja wir waren schon lange verlobt und vor vier Monaten hielt er um meine Hand an!" blieb Sahris Art zu reden monoton im Klang, Tonlos und die Augen leer im Blick.

Die Pause ausgenutzt saß Kathrin mit Sahri wieder hinten auf der Wiese, nicht einmal das eigentlich retual durch geführt, hatte weder Katrhin noch Sahri der Sonne gehuldigt
"Ja wir sind seid dem ich vierzehn bin zusammen " hatte Sahri sich wieder einigermaßen gefangen
"Und nun wollt ihr heiraten, kirchlich?"
"Ja die ganze Hochzeit soll in großer Form stattfinden!"
"Hochzeit? wer heiratet den?" unterbrach Gery das Gespräch und setzte sich zusammen mit Julian zu den beiden hin.
"Hey Leute, heute schwimmen?" hatte Julian weder die Aussage von Sahri, noch die Frage von Gery mitbekommen.
Etwas gekniegt senkten die beiden Mädels den Kopf
"Was ist?" fragte Julian deswegen skeptisch, irgendwas stimmte nicht, sprach sein Verstand laut.
"Ich kann nicht, tut mir Leid!" sah Sahri Julian endschuldigend an "In der nästen zeit werde ich kaum zeit haben" senkte sie den Blick, wobei niemand die Bitterkeit in ihren Augen sah
"Ja das Mäuschen steckt in irgendwelche hochtzeits Vorbereitungen, aber wer heiratet den nun?"
"Ich werde heiraten!" , als Kathrin den fassungslosen Blick ihres Bruders sah, konnte sie all das was sie vorher nicht sehen wollte, mit glasklarer Deutlichkeit in nur einen Moment deutlich sehen.
"Also das is doch ne schöne Nachricht, wieso hast du uns den nichts gesagt?... Und wer is der glückliche? Haben wir dich jetzt verloren?" hielt er Sahri zum gratulieren die Hand hin
Sahri konnte ihre Tränen kaum noch zurück halten, so sehr traf sie seine Worte und doch ließ sie es einfach nur still über sich ergehen und legte wie eine programierte Bewegung ihre Hand in die seine.
"...müssen wir ihn jetzt immer um Erlaubnis fragen wenn wir dich sprechen wollen?" schüttelte er ihr gratulierend die Hand und erhob sie mit eisiger Wut in den Augen, die gefärhliche Schatten warf.
"Ist schon gut, nehme es ihm nicht böse" versuchte Kathrin ihre Freundin an zu lächeln, dessen Gesichtausdruck nicht eine einzige andere Emotion mehr besaß, als völlige Leere.

"Alles in ordnung?" hatte Julian seinen Freund endlich kurz vor dem Eingang des Oberstufengebäudes eingehollt
"Ist Okay!" wollte Gery nicht drüber reden und Julian wusste, das wenn er nun noch ein falsches Wort sagen würde, das Gery dann den letzten Gedulsfaden verlieren würde und die Konsequenzen dessen wollte er gar nicht wissen.
"Hallo Gery!", entsetzt wollte Julian gerade reagieren, als die Klassendiva auf Gery zu gegangen war und mit bedrohlicher Nähe vor ihm stehen geblieben war. Doch grinste Gery sie zu Julians Überraschung nur eindeutig an.
"Scheint als ob du gute Laune hast was!" sah sie ihn mit ihren verführerischen grünen Augen provokant an. Dinana war aus seiner Klasse mit Abstand das einzigste Mädchen wo er an und Mal wirklich überlegt hatte es wirklich zu wagen. Nicht weil sie schön war, oder ihr Charakter ihm wirklich zusagte. Sondern weil ihre offensive Art ihn anzugraben wirklich amüssant war, auch wenn sie dabei den Blick ebenfalls nicht wirklich stand hielt. Suchten ihre Augen allerdings immer wieder erneut seinen Augenkontakt. Doch er wollte es nicht riskieren das er durch das verschwinden einer Mitschülerin mit ihn verbindung gebracht wird.
"Willst du dein Glück probieren?" glänzten seine Augen auf, Dianas Mundwinkel zogen sich breit aueinander, womit sie ihre Arme um seinen Hals legte und ihre Lippen zärtlich auf die seine.
"Wie erstarrt blieb Sahri stehen, als sie gerade auf dem Weg zu den Toiletten war und Gery mit diesem Mädchen aus seiner Klasse stehen sah, in einer eindeutigen Pose, während Julians Blick erschrocken sich auf Sahri setzte.
Auch Gery hatte ihre Gegenwart längst bemerkt, doch es war ihm egal, er wollte das sie es sieht.
Mit einem verzweifeltem Lächeln entriss sie dem ihr Blick in ging zu den Toiletten hin, was Gery dann doch einen Stich verpasste, aber wütend nur die Augen schließen lies.


Schweren Herzens schloss Sahri die Tür zu Hause auf, was ihre Mutter mit dem Geräusch von der sich öffnenen Tür, Sahri direkt euphorisch zu sich und Dravo in die Küche ordern liß.
Sahri versuchte sich wirklich zu freuen ihn zu sehen, doch die Schwere die sich auf ihr Herz gelegt hatte und es mit seiner kaum tragbaren Last herunter zog, ließ das Lächeln wackelig erscheinen.
"Ist es für dich in ordnung wenn eure Hochzeit in zwei Wochen stattfindet?" leuchteten die Augen ihrer Mutter, die ebenso wenig die verzweiflung hinter ihrem kaschierenden Lächeln sehen konnte, wie Draco selbst.
-Zwei Wochen?- schrien ihre Gedanken entgütlig panisch geworden, doch Sahri nickte nur weiterhin lächelnd, mit dem BIld von Gery und seiner dieser Blondine aus seiner Klasse.


"Hab dich gerade gesucht, doch du warst auf einmal weg" kam Kathrin in die Wohnung hinein.
Gery machte nicht einmal die Anstallt um hoch zu schauen, sein Blick ging weiter hin aus den Fenster raus.
"Gery!" setzte sie sich zu ihm an den Küchentisch, Gery reagierte nicht
"Sag doch bitte was!" flehte sie, immer noch reagierte ihr Bruder nicht.
"Ich weiss das es schwer ist, das du..."
"Es ist alles deine Schuld, wenn du dich mir nicht in den Weg gestellt hättest, wäre es nie soweit gekommen! Du und dein verdammtes Einmischen, ich hoffe du bist stolz auf das Resultat! Doch wage es dich nie wieder dich in meine Angelegenheiten ein zu mischen!" hatte er ihr vernichtend das Wort abgeschnitten und mit diesen Tonlos gefährlichen Drohung dort sitzen lassen.
Nun liefen Kathrin die Tränen übers Gesicht, sie wusste das es ihr Fehler war, sie hatte die Gefühle die ihr Bruder für Sahri besaß mit absicht nicht sehen wollen und ebenso über die immer wieder durch schimmernden Gefühle von Sahri hinweg gesehen. Doch nun war es zu spät!



Am anderen Morgen an der Schule angekommen, sah Sahri Gery auf der Bank an der Bushaltestelle, welche direkt an der Schule angrenzte, allein sitzen. Im ersten Moment wollte sie weiter gehen, so tun als ob sie ihn nicht gesehen hätte. Doch sie waren Freunde, versuchte sie tapfer zu lächeln und ging langsam auf ihn zu.
"Hallo Gery" setzte sie sich neben ihm, wusste sie nicht wirklich wie sie mit ihm umgehen sollte. Sein Wutausbruch gestern und dann das was sie danach gesehen hatte. Sahri wusste nicht wie sie es zu beurteilen hatte.
"Ja morgen" gab er rau zurück
"Hab ich dir was getan? Was hast du?" schaute sie ihn nun ernst an
Mit gnadenloser Kälte in den Augen sah er sie gleichgültig an "Was willst du?" war der klang seiner Stimme fremd, weder nekisch noch freundlich, sondern nur mit dieser frostklirrenden Kälte besetzt, die auch sein Blick besaß.
"Ich denke wir sind Freunde?" war ihre Stimme trotz der langsam aufkommenden Wut dünn, doch ihr Blick noch immer fest in seine Augen gerichtet, ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken, was die Wut in ihm noch mehr hervorrsteigen ließ.
"Sind wir das?", -sind wir das?- sah sie ihn stumm an, als Gerys Mundwinkel mit einen Mal unerwartet für sie auseinander gingen und ein rötlicher schimmer sich über das dunkle Braun seiner Augen zog. Ihre Gedanken wollten noch schreien, das es dieses selbe rötliche Aufblitzen war, was sie eins von ihrem Fenster aus gesehen hatte. Als der Faden ihrer Gedanken vollkommen abriss und eine betäubende Leere sich wie ein Schleier über ihre Augen legte.
"Freunde sagst du?" strich er ihr mit den Finger über den Hals, hoch zum Gesicht, während die gnadenlose eisigkeit seinen Augen nicht wich und er langsam seine Lippen auf die ihre legte.
Sahris Herz raste, tief aus dem nebolösen Zustand des weggetretenseins, spürte sie das Gefühl auf ihre Lippen, zärtlich, ihre Gedanken wollten schreien, für den Moment meinte sie ein Bild zu sehen, dunkle Augen die rötlich schimmerten, als es wieder in der dunkelheit der Lähung ihrers Bewusstseins verschwand.
"Gery!" schrie Kathrin dünn auf, als dieser gerade von ihren Lippen richtung Hals ging, seine Schwester das Aufblitzen seiner Eckzähne schon sehen konnte und sein Blick den ihren traf, indessen seine Hand von ihrer Schulter runter sank und Gery an ihr vorbei die Bushaltestelle verließ, ohne seine Schwester noch mal angesehen zu haben.
"Sahri?" war diese verzweifelt auf ihre Freundin zu gerannt
"Was?" klimperte diese mit den Augen, als ob sie kurzzeitig eingenickt wäre und Kathrins Stimme sie wieder wach gemacht hätte.
"Wo ist Gery?" fragte sie konfus
"Gerade gegangen!" lachte Katrhin stumm.
"Sahri!"
"Ja?" war die Klarheit in Sahris Gedanken wieder zurück gekehrt.
"Liebst du den jenigen den du heiratest?", bestürtzt sah Sahri sie an, nicht fährig ihre Lippen auseinander zu bekommen und das gelogene –Ja- auszusprechen.
"Also nein!" gab Kathrin die Antwort die Sahri hätte geben müssen wenn sie endlich aufhören würde sich selbst etwas vor zu machen
"Du liebst Gery, hab ich recht?" wich das verzweifelte Lächeln auf kathrins Gesicht und eine für sie enorm untypische Ernsthaftigkeit kennzeichnete ihr Auftreten.
"Nein, ich.." wollte Sahri nach Ausflüchten suchen, doch Kathrin schüttelte den Kopf, ernst und bedeutungssicher.
"Ich weiss es!"
"Aber.." wurden Sahris Augen verloren, wieder schüttelte Kathrin den Kopf, es war nun an ihr gerade zu biegen was zu falsch gemacht hatte. Sie kannte das Risiko und die Angst war bedeutungvoll in ihr Herz geschlagen. Doch es war nun mal wie es war, sprachen ihre Gedanken, mit dennen sie ihre Freundin immer noch eindringlich ansah.
"Und ich weiß auch das mein Bruder die selben Gefühle für dich hat!", mit großen Augen sah Sahri sie an
"Sahri, mein Bruder liebt dich!"
"Ich kann Draco das nicht antun, ich kann ihn doch nicht so weh tun!"
"Und was ist mit Gery?" kam Julian Katrhin zuvor, der gerade auf die beiden zugekommen war, jedoch von keinen von beiden bemerkt wurde.


"Gery!" lachte Diana, als sie ihn über den Schulhof gehen sah und hatte ihn kurzerhand schon von hinten ihre Arme um ihn geschlungen.
"Was ist? Bekommst du nicht genug?" entwand er sich ihrer umarmung und sah sie an, indessen sie grinste und ihn direkt wieder ihre Lippen auf die seine drückte.
"Sahri!" löste er sich von Diana, als er diese hinter ihr stehen sah
-Ich wusste es, er spielt nur mit mir- sah sie ihn versörrt an
"Ich wollte nicht stören!" drehte sie sich wieder um und ging.
Gerys Augenlieder senkten sich kalt - es ist besser so- wendete er den Blick von ihr ab.
"Du bist so ein Idiot, sie is gekommen weil sie dir was sagen wollte, hast dich aber wie es aussieht ja schnell getröstet!" machte Julian in sauer Vorwürfe
"Sie wollte mir was sagen, mich für ihre Hochzeit einladen?, nein danke das Brauch ich nicht"
"Nein Gery! " kam seine Schwester hinzu "Sie wollte dir sagen das sie dich liebt, du hast den einzigen Menschen der für dich bestimmt war soeben verloren!"


Seit diesem Tag war Sahri nicht mehr zur Schule gekommen, überfordert mit der ganzen Situation und dem Schmerzen in ihrem Herz. Hatte sie nicht mehr die Stabilität sich dem zu stellen und suchte ihren Weg in der Flucht.
Wo auch Gery die letzten zwei Tage nicht mehr anwesend gewesen war und aus seinem Zimmer nicht mehr raus kam.
"Gery?" kamen seine Schwester mit Julian vorsichtig herein
"Es gibt nur eine Möglichkeit wie du sie zurück bekommen kannst", Gery reagierte nicht, lag auf seinen Bett und starrte Löcher in die Decke, doch Kathrin wusste das er ihr zuhörte.
"Du musst ihr die Wahrheit sagen, schenke ihr reinen Wein ein und lass sie selbst über ihr Schicksal endscheiden!"
"Die Wahrheit und was is wenn sie es nicht versteht?" fragte Gery ohne den Blick von der Decke zu entnehmen.
"Da musst du eben aufs ganze gehen!" sprach Julian ernst
"Ja Gery, holl Sahri endlich wieder zurück!"

"Sahri, da ist ein junger Mann für dich!" hatte ihre Mutter die Tür ein Stückchen aufgemacht. Auch wenn sie von all dem was um ihre Tochter herum geschehen ist nichts wusste und den jungen Mann nicht kannte. Kannte sie aber ihre Tochter und wusste ihr Verhalten in den letzten Tagen sehr wohl zu lesen. Sie hatte liebeskummer! War ihr Herz schwer, was eins Und eins zusammen zählen konnte als sie den jungen Mann beim öffnen der Tür erblickte und darauf hin auch die merkwürdige Reaktion von Sahri verstand, als sie ihr sagte das Draco wieder da sei.


Den ganzen weg über schwiegen die beiden
"Hallo Sahri" nahm Kathrin sie in den arm
"So Gery, was willst du mir sagen?"
"Du solltest dich besser setzen" setzte Gery sich auf dem Sessel ihr gegenüber.
"Also was ich dir jetzt sage fehlt mir nicht leicht, ..es gibt für mich und Kathrin einen besonderen Menschen, nur einen, den wir finden müssen und der wird dann durch uns, zu einen von uns, doch das geht nur bei dem Menschen denn man wirklich liebt und wenn die Liebe von dieser Person ebenso groß ist, verstehst du was ich versuche zu sagen?"
Sahri verstand gar nichts und das zeigte auch ihr Blick
"Ich erkläre es dir Sahri" mischte Julian sich ein
"Für mich war es am Anfang genau so merkwürdig, pass auf, Gery und Kathrin sind nicht wie wir"
Aufmerksam sah Sahri ihn an
"Ja sie können besser hören, weiter sehen, sind stärker und schneller, aber vor allen sind sie das was unser einer unsterblich nennt, ..sie werden fast in der Mitte ihres Wachstums nicht mehr älter, so ab zwanzig"
Abschätzend sah Katrhin sie an, ihr Blick wirkte unberührt, was sie nicht einschätzen konnte, aber als nicht glauben einstufte.
"Was ich sagen will Sahri, sie sind..."
"Vampiere!" schnitt Sahri ihm das Wort ab, wobei sie nicht wie jemand klang der es eraten hatte, oder durch das geradige Gespräch raus fand, sondern wie jemand der es wusste. Fassungslos hatte sie sowohl Julians, wie auch Gerys und Kathrins Blicke auf sich, konnte sie es wissen? Fragte Gerys Augen Wortlos
"Du wusstest es?" sprach Katrhin diese Frage nun aus. Sahris Augenlieder senkten sich. Und wenn Sahri nicht so verletzt noch immer gewesen wäre, hätte sie das folgende wahrscheinlich endweder überhaupt nicht ausgesprochen, oder zumindestens emens ginierend
"Ich habe davon geträumt!"
"Geträumt?" fragte Katrhin mehr sich selbst, als Sahri, war dies möglich? Oder nur ein absurder Zufall, ging ihr Blick wieder hoch zu Sahri, dessen Gesichtsmimik noch immer diese unerbittliche Gleichgültigkeit besaß, was in Wirklichkeit aber nur purer Schmerz war.
Ohne die Frage zu beantworten, oder überhaupt noch etwas zu sagen, stand Sahri auf, blickte Katrhin noch mal endschuldigend an und verließ die Wohnung wieder.
"Es hat nichts gebracht!" sackte Kathrin innerlich zusammen, doch Gery wollte es so nicht auf sich beruhen lassen und ging Sahri hinter her.
"Läufst du immer vor deinen eigenen Gefühlen davon?" rief er ihr sauer hinter her. Sahri hatte aber nicht mehr die Kraft um sich jetz umzudrehen und dem stand zu halten. Ihre Augen waren schon voller Tränen und ihr Herz so schwer das es den anschein machte jeden Moment unter der Last auseinander zu brechen. Was sie ohne ein Wort einfach weiter gehen ließ. doch einige Schritte weiter erschrocken wieder stehen bleiben.
"Draco?" hauchte sie dünn
"Ich kenne dich Sahri!" sagte dieser mit einem traurigen Lächeln, während er einen kurzen Blick auf Gery warf.
Aufgelöst sah Sahri ihn an, wobei ihr nun die erste Tränen übers Gesicht lief. Sie wollte ihn doch nicht verletzen!
"Wir kennen uns schon so lange und in all der Zeit habe ich dich nur zweimal weinen gesehen!" sah er wieder Sahri an, dessen Unterlippe schon zu zittern begann
"Und wenn jemand wie du weint, wenn ein Mann so etwas zu dir sagt, dann bedeutet es das er Recht mit seiner Aussage hat!" lächelte Draco weiter, obwohl sein Herz innerlich brannte.
"Ich..." suchte sie in seinen Augen nach Worten, aber Draco schüttelte den Kopf
"Willst du wirklich vor deinen Gefühlen davon laufen?" untermauerte er Gerys Frage und blickte signaliserend den jungen Mann an
"Liebst du mich Sahri?" hatte Gery es verstanden, langsam drehte Sahri sich zu ihm um und sah ihn groß an. Ihr Herz schrie immer wieder ja, doch die Tränen auf ihrem Gesicht ließen noch nicht zu das sie redete
"Liebst du mich Sahri?" ging Gery weiter auf sie zu, mit ernsten Blick und einer Haltung die vor nicht halt machte. Sahri wusste das Gery niemals einen Schritt zurück gehen würde, es war das selbe Bild was sie auch in der Eisdiele eins von ihm bekommen hatte. Der eigenwillig sichere Blick, dieses sichere halten seiner Augen in die ihre, auch wenn er in diesem Moment nicht am grinsen war.
"Liebst du mich Sahri?" hatte er sie nun erreicht
"Ja!" brach sie weinend vor ihm zusammen, indessen seine Arme sich schützend um sie legten und er Draco nickend ansah, mit einen Blick der nur eines Sprach und zwar Anerkennung.


"Ich hatte von dir geträumt bevor ich dich das erste Mal wirklich sah!" sprach Sahri mit noch dünner Stimme, als die beiden Hand ind Hand die Wohnung betraten und Kathrin mit strahlenden Augen zu Tür sah.
"Du bist zurück gekommen!" rannte sie auf ihre Freundin zu, wobei Sahri ein Schritt zurück torkelte durch die Wucht mit der Kathrin sie in die Arme schloss
"Julian...wieso hälst du dich am hals fest?"schaute Gery in skeptisch an
"ja ich.--sie"
"Du hast es geschafft?" sah Gery ihn geschockt an, Julian nahm die Hand vom Hals, wobei zwei minimale Einstiche zum vorschein kamen und er nickte.

"Bist du sicher das du es willst?" sah Gery sie ernst an, Sahri nickte, die großen Augen mit ihren klaren Blau auf Gery gerichtet. Noch mal ging Gerys Blick zu Julian hin, der noch immer dort neben seiner Schwester stand, als ob er sich noch mal davon überzeugen wollte, das dieser es wirklich geschafft hatte.
Langsam näherte er sich nun ihren Hals, schloss die Augen, wobei das Geräusch von Sahris schnell schlagendes Herz an seine Ohren reichte und Sahri im selben Moment einen festen Schmerz verspürte. Ihr Körper verkrampfte, unwillkürlich versuchte sie sich von ihm weg zu drücken, die Augen weit aufgerissen, doch hielt Gery sie eisern in seinen Griff, während ihr Körper innerlich zu brennen begann, die beine immer weicher wurden, alles um sie herrum an Intänsität verlor, immer unscharfer wurde, bis sie ihr Bewusstsein verlor und in Gerys Arme zusammen brach.
"Nun müssen wir warten meine Liebe!" legte er sie behutsam auf die Couch im Wohnzimmer. Während Katrhin sich zittrig auf dem Sessel setzte und Gery die geschlossenen Augen von Sahri ansah.
"Wieso hat sie ihr Bewusstsein verloren?" stellte Julian nun endlich die Frage die seit dem Moment wo Sahri die Augen schloss, die Angst in ihm hatte groß werden lassen. Denn bei ihm war es nicht so gewesen.
"Bei Frauen ist es anders als bei Männer, die ganze umwandlung ist anders, schmerzhafter und länger!"
"Wieso?" wollte Julians Verstand es nicht begreifen
"Weil Frauen Kinder zu Welt bringen können und Männer nicht! Ebenso können wir es auch!" erklärte nun Kathrin, wo die Logik dahinter für Julian nun klarer zu sehen war.

Um so mehr Zeit verging um so stärker wurde die Anspannung unter allen. Die Sonne war mitlerweile schon untergegangen und die Hoffnung in allen dreien schon so tief gesunken das es ihr Schweigen immer unterträglicher werden ließ
"Leute Leutee " schrie Julian aufgeregt als er sah das Sahri langsam die Augen öffnete
"Du warst die richtige!" sah Gery sie mit dem Gesicht eines Mannes an der vor dieser Tatsache resignierte, weil er es noch immer nicht fassen konnte.
"Hast du etwa dran gezweifelt" lachte Sahri noch etwas benommen
"Sie hat es geschafft "zog Kathrin erleichtert und glücklich an Julians Shirt, der nur ebenso still weinend vor erleichterung wie seine Freundin still nickte.

Nach zwei jahen bekamm Kathrin und Julian das erste Kind und ein jahr später Gery und Sahri, beides waren Mädchen, ..womit die Suche von vorne beginnen sollte... und der Anfang eines bitteren Schicksals seinen Lauf nahm…




 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jessica Scharf).
Der Beitrag wurde von Jessica Scharf auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.07.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Das Mädchen aus Oberschlesien von Brigitte Hanisch



Das kleine Mädchen Brigitte wächst wohlbehütet in einer Großfamilie im katholischen Oberschlesien auf. 1938 siedeln die Eltern mit Brigitte nach Kiel um. Dort wird Ihre Schwester Eva-Maria geboren. 1939 beginnt der Krieg und Kiel wird besonders gebeutelt. Entsetzliche Jahre für das kleine Mädchen. Tag und Nacht Bombenangriffe. Hungersnot und immer die Angst um den Vater. Das Mädchen ist seelisch in einem so schlechtem Zustand, dass die Eltern Brigitte nach Oberschlesien zur Schwester der Mutter schicken. Dort wird sie eingeschult und geht auch in Schomberg zur ersten heiligen Kommunion. In den nächsten Jahren pendelt sie hin und her. Kinderlandverschickung nach Bayern, Kriegserlebnisse in Kiel, danach wieder zurück nach Oberschlesien zur Erholung. Dort aber hat sie große Sehnsucht nach ihrer Schwester und den Eltern und fährt deshalb Weihnachten 1944 nach Kiel zurück. Das ist ihr Glück, denn im Januar 1945 marschieren die Russen in Beuthen ein.
Die Nachkriegsjahre und der Aufbau der jungen Bundesrepublik prägen Brigitte. Sie lernt einen Flüchtling aus Pommern kennen und lieben. Sie heiratet ihn nach vielen Hindernissen 1954. Ein Jahr später ziehen sie nach Stuttgart. Dort endet das Buch.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Liebesgeschichten" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Jessica Scharf

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Blutrache(6)wiedersehen von Jessica Scharf (Liebesgeschichten)
Liebe auf dem ersten Blick von Selma I. v. D. (Liebesgeschichten)
Blutlust von Norman Buschmann (Horror)