Jessica Scharf

Seelenverwand 2 (Verändert)


Gelangweilt lief Cassandra durch den Flur, blieb aber dann, als sie eigentlich in die Küche wollte um sich Cornflakes zu machen, vor der Treppe die zum Dachboden führte stehen, um der Neugier nach zu geben und hoch zu gehen.
Bis her war Cassandra noch nie hier Oben gewesen, es war der Teil des Hauses was sie noch nicht großartig angesehen hatten, geschweige ausgemistet. Aber Cassandra wusste woran es lag, es war das Elternhaus von Doni, wo sie eins mit ihrer Mutter Sahri gelebt hatte und dieser Teil würde sicherlich noch einige Erinnerungen in sich tragen, dem ihre Großeltern niemals bereit waren entgegen zu treten. Doch nun wo sie dort oben stand, das durch die Dachpfannen herein Scheinende Licht aus dünnen Fäden alles in seinem unheimlichen Licht hüllte, indessen unzählbare Staubkörnchen wie Zeitlos zu schweben schienen, wirkte es für die junge Dame allerdings nicht mehr wie bloßer Plunder, vor allem als ihre Augen eine große Kiste erblickten, wo sich Bücher schon über den Rand des Kantons hinaus stapelten.
Neugierig hatte sie sich direkt neben der Kiste gesetzt und die ersten Bücher runter genommen
-Liebesroman, Thriller, Liebesroman, Horror, komplett schwarz?- blieb ihr Blick an einem Buch hängen, dessen Oberfläche gänzlich mit schwarzer Farbe angemalt worden war. Vorsichtig als ob sie etwas Zerbrechliches in der Hand halten würde, öffnete sie den Einband, indessen ein schon vergilbter Brief heraus fiel.
Vorsichtig pustete Cassandra den Staub runter, so dass die Schrift lesbar wurde.
"An Kathrin und Julian" las sie leise und runzelte die Stirn, dieser Brief war an ihre Großeltern? Sah sie die Schrift bedenklich an und öffnete vorsichtig den Umschlag.


+dies ist meine Geschichte, ich hoffe ihr werdet dann meine Gründe verstehen können.
Ich wollte meine Tochter sicher nicht wehtun und euch auch nicht, doch ich musste dies tun.
Den ihn meinen Träumen sah ich was geschehen wird und genau dies werde ich euch nun erzählen, den Grund meines Handelns....+

Die Nacht war tief in ihren Zügen und sternenklar der Himmel.
Doni lief vorsichtig die kleine Straße entlang, eigentlich hätte sie schon vor fast vier Stunden zu Hause sein sollen, hatte allerdings wie es in diesem Alter eigentlich an und mal normal war, die Zeit gänzlich vergessen gehabt, was sie nun jedoch schon zu bereuen wusste.
-Sicher gibt das gleich wieder totalen Stress!-, ließ sie deprimiert den Kopf hängen, das lange blonde Haar hinters linke Ohr zurück gestrichen, viel ihr jetzt erst mal auf wie Sternen klar die Nacht doch war. Obwohl sie diesen Waldweg entlang ging, wo die vielen Bäume nach oben mit ihren Kronen, das Bild der Sterne umrandeten, verspürte sie keine Angst, im Gegenteil, es ließ sie träumen.
Den Wald und die darauf noch folgenden Straßen hinter sich gelassen, öffnete Doni nun ganz vorsichtig die Haustür, zog den Schlüssel wieder raus und versuchte auf ganz leisen Sohlen durch den Flur zu gehen. Wobei sie irritiert jedoch wieder stehen blieb und die Stirn in Falten legte. Ihre Mutter schlief schon? Konnte das sein? Etwas tief in Doni sagte ihr eindeutig das es nicht sein Konnte. Denn ihre Mutter war ziemlich eigen was die Nacht anging und bei jeder Minute die Doni zu spät kam, eine riesen Diskussion mit sich brachte. Was allerdings noch schlimmer wurde nach dem ihr Vater durch einen Autoumfall ums Leben kam.
Doni war zu jener Zeit gerade Mal elf Jahre gewesen als dies geschah und die Gedanken an ihren Vater lagen schon sehr verblasst zurück und das obwohl sie anfänglich das Bild von ihm mit aller Macht versucht hatte fest zu halten. Was nun schon sieben Jahre zurück lag, in denen Doni inzwischen zu einer jungen Dame von achtzehn Jahren heran gewachsen war.
Das Innerliche Gefühl von Beklemmung nicht loswerdend, ging sie mit zügigen Schritten auf das Schlafzimmer ihrer Mutter zu und öffnete Vorsichtig die Tür.
"Weg!!" starrte sie mit Unfassbarkeit in den Augen das leere Bett an, in dem ihre Mutter nun eigentlich schlafend drin liegen müsste.
Umso mehr Zeit verging, in der aus Minuten Stunden wurde und aus ihrer unruhigen Art schon beinahe hysterische Panik, mit der sie noch so oft zum Fenster hin rannte, oder die Tür aufriss, ohne sich das ganze erklären zu können, stiegen langsam verzweifelte Tränen in ihren Augen auf.
"Schon halb neun!" sah sie mit der morgendlichen Stille um sich herum, verzweifelt zur Uhr hin, die mit ihrem Ticken über dem Küchentisch die ganze Situation nicht besser werden ließ.
Gegen zwölf Uhr mittags wusste Doni nicht mehr weiter, ihr wollte einfach nichts anderes mehr einfallen, als aufgelöst wie sie war, zu Kathrin und ihren Mann Julian hin zu gehen.
Kathrin war die Schwester ihres verstorben Vaters gewesen und Julian ihr Mann.

"bist du sicher, das nirgends eine Nachricht oder sonstiges war?" ging Kathrin noch mal alles mit Doni durch, denn Sahri war kein Mensch der Sorte, die einfach mal so verschwanden und vor allem seid Gery Tod war, hatte Sahri nichts mehr im Leben bis auf Doni, sie war alles was ihr noch geblieben war, was die ganze Situation so absurd erscheinen ließ. Sahri war so in ihrer teilweise schon übertriebenen Sorge um ihre Tochter gefangen gewesen, dass es diese ganze Large fast als unmöglich erscheinen ließ.
"Du solltest dich vielleicht aber erst einmal ein wenig hinlegen, ich werde rüber gehen und auf deine Mutter warten und wenn sie kommt, werde ich sofort anrufen, so das Julian dich direkt wieder wach machen kann!" versuchte Kathrin ihre Nichte zu beruhigen, die sich nur wiederwillig dazu überreden ließ, sich schlussendlich wirklich in das Bett von Tia sich hinzulegen.

"Julian es wird langsam an der Zeit das Doni die Wahrheit erfährt, über sich und unsere Familie!“ sah Kathrin ihren Mann viel sagend an, sie machte sich wirklich Sorgen, wusste nicht mehr was sie tun sollte, es waren mittlerweile drei Tage vergangen und Sahri immer noch nicht aufgetaucht und nichts was auf ihr Verbleiden hindeuten könnte. Und Kathrin auch noch innerlich ein böser Verdacht anfing zu verängstigen, der ihr mit jedem Gedanke der sich weiter in diese Richtung bildete, die Kehle zu schnürte.
"Aber liebes du weißt doch ganz genau, das die beiden nicht wollten dass ihre Tochter es erfährt, bis das Schicksal es so will.
Hast du vergessen, was aus Gery mal geworden war, wie viele deswegen ihr Leben geben mussten??“
Nein sie hatte es nicht vergessen, wie könnte sie auch? Gery war zu einem Monster geworden, bis Sahri in sein Leben trat.
"Sie muss es erfahren, den sie wird erst ihre Stärke bekommen, wenn sie es weiß und bewusst anwendet. Weil es alles vom Willen ausgeht, genau wie die Verwandlung, es geht nur wenn sie es will und wie soll sie es wollen, wenn sie nicht mal was von weiß? Wie soll sie sich dann und andere schützen können??" beharrte Kathrin jedoch auf ihren Standpunkt und Julian wusste dass seine Frau Recht hatte.

Mit schmerzlicher Angst in den dunklen Augen, sah Doni aus dem Fenster heraus, seit Stunden saß sie nun schon so dort auf dem Bett von Tia. Tia und Doni waren schon von Kind auf unzertrennlich gewesen, eine Freundschaft die nicht auf Familie sein basierte, sondern auf Sympathie dem anderen gegenüber und unbeschränktes Vertrauen.
Mit schweren Herzen öffnete Kathrin die Tür zu Tias Zimmer, dieser Schritt würde ihr nicht leicht fallen, dem war sie sich bewusst, denn was sollte sie sagen? Warum ihr all dies vorenthalten wurde? Wieso sie nichts von ihrer Herkunft, von ihrer waren Natur wissen durfte?
Müd lächelte Doni Kathrin und Julian an, die mit noch immer wehleidigem Blick sich nun zu ihr auf das Bett setzten.
Doni wusste das etwas nicht stimmte, das ganze hier schrie nur so danach.
Ihren Blicken konnte sie es absehen, dass jetzt etwas Gewaltiges kommen würde und ihre angst wurde immer größer.
"Doni wir müssen mit dir reden!" fing Kathrin an
"hör gut hin Doni, es ist wichtig und es fällt uns wirklich nicht leicht es dir unter dieses Umständen zu sagen!" unterstütze Julian seine Frau, die ihn dankbar dafür ansah.
Doni war mit der ganzen Situation völlig überfordert, was sie legendlich stumm nicken ließ.
Aufmerksam hatte Doni sich das alles mit angehört gehabt, wie Kathrin ihr davon erzählte was ihr Vater und sie selbst wirklich waren, wie er Sahri kennen gelernt hatte, sie sich ineinander verliebten und Sahri schlussendlich ebenso wie Julian zu demselben wurde was auch sie waren.
"Was soll der scheiß ...ich find das nicht lustig! " sah sie die beiden strafend an. Ihr ganzes Herz war so voll gestopft mit der Angst um ihre Mutter, da konnte sie solche Scherze nun wirklich nicht ertragen.
"Findet ihr das lustig? Mein Vater ist tot, meine Mutter seit drei Tagen Spurlos verschwunden und ihr macht solche Witze?" stand sie mit Tränen in den Augen auf.
"Nein Doni, bitte " versuchte Kathrin auf sie zu zugehen, doch Doni wich immer weiter zurück, es war pure Verachtung die in diesen Momenten aus ihren Augen schrie.
"Kathrin" forderte Julian seine Frau auf es sein zu lassen, als er seine Tochter rein kommen sah.
Tia hatte das ganze Gespräch mit bekommen und ging nun zielsicher auf ihre Freundin zu
"Tia" schaute Doni sie hilfesuchend an ....
"Nein Doni ...es ist wahr!" lächelte sie lieb, wobei sie im Gang zu ihrer Freundin ihre wahre Gestalt an nahm, in ihren Augen alles Farbe verloren ging, so das nur ein roter Stich durch die dunkle Tiefe hervor blitzte, wo Donis Augen unfassbar an den spitzen Eckzähnen hängen blieben, die bedrohlich das Licht der Zimmerbeleuchtung auffingen.
Donis Augen wurde starr vor Entsetzen, das konnte doch unmöglich Tia noch sein, ihre beste Freundin Tia. Eiskalt lief es ihr über den Rücken, Angst die ihren Körper lähmte und den Moment wie nie endend wirken ließ.
"Doni du musst es wollen, zu dem werden wollen was du wirklich bist!" legte Tia ihr die Hände auf die Schultern, schier wurden ihre Augen glasig und Tränen liefen still ihren Weg entlang....
Seid dieser Nacht war alles anders geworden, Doni lernte zu dem zu werden was sie wirklich war. Was nun ein Jahr her lag.
Doch ihre Mutter blieb seitdem her verschwunden....

Traurig sang der regen an jenen Tag sein Lied, an jenen Tag, der nun fast ein Jahr her lag, den Hochzeitstag ihrer Eltern, den sie vorher immer mit ihrer Mutter gefeiert hatte.
Mit unsicherer Mimik saß Doni im Unterricht, es war auch ebenso der Tag an dem ihrer Mutter vor einem Jahr verschwand und Doni innerlich Gefühls Arm werden ließ. Eine Kälte die jeder ihrer Blicke folgte und das Herz beinahe schon Emotionslos machte.
Wobei ihr immer hervorstechender etwas bestimmtes bewusst wurde, wieso ihre Mutter wirklich so angstvoll um sie war, so besorgt in jeder Richtung, sie schien etwas zu wissen, etwas zu sehen, was den anderen verborgen blieb ...
"Ich werde schon noch dahinter kommen, das schwöre ich dir Mama!"
"Was hast du gesagt Doni??" schaute Melissa, ihre Freundin sie skeptisch an, hatte nicht wirklich verstanden was sie dort vor sich hin getuschelt hatte.
"Ach nichts!" tat sie dies jedoch mit einem kalten lächeln abwinken. Melissa und Doni waren mittlerweile zu so etwas wie wirkliche Freunde geworden, dessen sein Anfang vor einem halben Jahr genommen hatte. Doch war die Freundschaft die sie mit Tia hatte, eine völlig andere. Sah Doni für den Moment das leere Blatt in dem Heft vor sich an. Tia war damals, nach dem Doni schlussendlich vollkommen erwacht war, von hier weg gezogen.
Mit dessen Ereignis Doni von einen Moment auf den anderen einfach konfrontiert wurde, als sie von der Schule nach Hause kam und einen Brief auf dem Küchentisch vorfand. Eine Erklärung die aussagte das sie es für besser hielten auf diese Weise zu gehen, das der Abschied und das Wissen das sie sie ohnehin nicht hätte dazu bewegen können mit zu kommen, das sie genau wissen würden das sie diese Stad, dieses Haus, nicht hätte verlassen können, aus Angst ihre Mutter könnte doch zurück kommen, zu schmerzhaft gewesen wäre...
Auch wenn Doni wusste das sie Recht hatten, das ihr Herz die Hoffnung das ihre Mutter vielleicht doch eines Tages zurück kommen würde, noch eisern irgendwo fest hielt, konnte es sie dennoch nicht über die Tatsache hinweg sehen lassen, das auch sie sich einfach aus ihren Leben heraus gestohlen hatten.
Seit diesem Tag war alles anders geworden, sie musste lernen auf eigenen Füßen zu stehen.
Doni hatte zwar zum Teil eine wirklich gute Freundin in Melissa gefunden, doch vertrauen tat sie ihr nicht genug um das Geheimnis was sie umgab ihr offen zu legen.
Doch von den anderen Mitschülern wurde Doni immer nur angegriffen und ausgegrenzt. Etwas was sie erst auf dieser Schule kennen lernte, doch sie indirekt eigentlich völlig kalt ließ. Sie brauchte keinen von ihnen und somit besaß sie auch nicht den Wunsch von ihnen gemocht zu werden.
Dabei lag der Grund eigentlich sehr offen auf der Hand, dies war eine renommierte Privatschule, an der eigentlich nur die Kinder reicher oder gar Prominenter angenommen wurden. Eine rein versnobte Schule, wo der soziale Status zuerst kam und dann erst das Wesen was hinter dem Familienname stand.
Doch gab es da auch die wenigen Ausnahmen, die auf Grund ihrer guten Noten ein Stipendium erhalten, unter dessen Kategorie Doni fiel.

Erleichtert nun für einige Zeit die vielen arroganten Fratzen ihrer Mitschüler nicht sehen zu müssen, verließ Doni hinten Am Schultor den Schulhof, wo sich auf der gegenüberliegenden Seite ein großer Wald befand. Die Pause betrug auf dieser Schule ganze zwei Stunden, etwas woran Doni sich anfänglich erst einmal gewöhnen musste, dafür war es aber auch die einzige. Wobei man aber sagen muss, das es während dem Unterricht genug Privilegien gab, die weitere Pausen wirklich unnötig werden ließ.
Über die Straße den Wald betreten, erleichterte Donis Gemüt sich wieder, die Leute hier mieden diesen Wald, waren fest davon überzeugt das er verflucht sei, auch wenn es kaum jemand zugeben würde dran zu glauben, betrat ihn jedoch keiner von ihnen.
Es hieß dass sich in diesem Wald zwei liebende, die nicht zusammen sein durften das Leben genommen haben und seitdem jeden der diesen Wald betritt die Liebe genommen werden soll.
Ein Glaube der Doni kalt ließ, denn sie trug schon seit langem kein Gefühl mehr in sich, weswegen sie auf diese Warnungen nicht viel gab. Melissa hingegen mied diesen Wald.
Unwillkürlich musste Doni an ihren letzten Geburtstag denken, wo Melissa sie mitleidig ansah und meinte - Nicht einmal jetzt kommt sie dich besuchen?- zu jener Zeit hatte Doni tapfer gelächelt, den Kopf geschüttelt und so getan als ob nichts bei sei. Denn niemand von ihnen wusste was wirklich war. Für sie alle war Donis Mutter legendlich ins Ausland gegangen. Manchmal war es leichter zu Lügen als die Wahrheit zu sagen.
Sah sie zu dem dichten Blätterdach hoch, dessen grüne Farben vom Wind hin und her geschunkelt wurden.
"Ich denk ihr nehmt jeden die Gefühle der hier rein geht???? Wieso nimmt ihr mir dann nicht diesen verdammten Schmerz, wieso``??WIIEESOOO??? Das ist doch auch ein Gefühl aus Liebe, Liebe zu den Eltern" sank sie verzweifelt auf den Boden, als sie sich in der Mitte des Waldes befand, nur hier konnte sie ihren Schmerz Ausdruck verleihen, den Tränen freien Lauf geben... hier wo niemand sie sah.
Überrascht sah Adrian sich dieses Mädchen an, auch wenn er sie noch nicht richtig erkennen konnte, war ihr Anblick einnehmend. Denn er hatte noch nie jemanden gesehen der so verzweifelt und so voller Schmerzen wirkte, so grundtief litt! Ging er weiter auf sie zu.
Mit Tränen auf den Wangen hob Doni wieder das Gesicht, dem durch die Blätterkronen fallenden Sonnenstrahlen entgegen, womit Adrian überrascht stehen blieb.
Große dunkle Augen glänzten unter Tränen, helles Haar was weich ihren Rücken herunter fiel. Sie war wirklich schön, ein Gesicht was beinahe schon Makellos wirkte.

Mit dem Rücken gegen einen der vielen Baumstämme gelehnt, die Arme in den Hosentaschen verstaut, ruhte sein Blick mit stiller Aufmerksamkeit auf die junge Dame, die dort auf dem Boden saß, die Beine am Körper ran gezogen und die Arme drum gelegt.
Wobei ihre Augen nachdenklich ins Nichts gerichtet waren, die Stille des Momentes sie vollkommen umgab.
-Zu gerne würde ich wissen... woran du gerade denkst! - bildete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht.
Erschrocken sah Doni auf, als das Geräusch eines knackenden Stockes an ihre Ohren drang und ihren Blick direkt zu dem Punkt sich richten ließ. Doch nichts, dort wo Adrian gerade noch an dem Baumstamm gelehnt verharrt hatte, war nun nichts mehr von ihm zu sehen.
Doch Doni wusste das dort jemand gewesen sein musste, sie hatte das zerbrechen des Stockes deutlich gehört, was davon kam, das jemand drauf getreten war. Doch tat sie es schlussendlich mit der Möglichkeit ab, das es sich dabei auch um einen Tier gehandelt haben könnte.
Auch wenn die Uhr um Donis Handgelenk zeigte das sie noch beinahe eine ganze Stunde Zeit hatte, endschied sie sich jedoch schon zurück zu gehen.
"Na Donilein..wieder mal so allein, hast wohl keine Freunde, oh wie Leid uns das aber tut " warf Steffi, ein Mädchen aus ihrer Klasse, ihr verächtlich am Tor schon entgegen, wo sie mit ein paar ihrer Freunde vorzeigbar Posierte.
Doch Donis Blick blieb unberührt, vollkommen apathisch, als ob noch nie so etwas wie Gefühle in ihr existiert hätte, ein gleichgültiges Grinsen, womit sie an ihnen vorbei, durch das Tor auf den Schulhof trat und Adrian überrascht den Kopf schief legen ließ. Denn es passte nicht zu dem was er gerade gesehen hatte, aber dennoch interessant, auch wenn er sich fragte wie jemand der gerade noch so zerbrochen wirkte, plötzlich so gefühlskalt werden konnte.
"Schatz alles in Ordnung?" blickte Steffi ihren Freund irritiert an, dessen Blick noch immer auf den Punkt am Tor lag, wo Doni gerade durch gegangen war und seine Augen nun auf den Boden etwas aufblitzen sahen.

Desinteressiert an alles um sich herum, verloren sich Donis Gedanken in dem Buch vor sich, in den Worten die von anderen Welten, von einer Geschichte die von Liebe, Schmerz und einem Happy end erzählte.
Als plötzlich die Stimme eines jungen Mannes " Hey du!" sich so nah an ihr dran angehört hatte, als ob dieser jemand direkt vor ihr stehen würde, das Doni unwillkürlich von ihrem Buch auf blickte, wobei ihre Augenbrauen sich unsicher anhoben. Er stand zwar nicht direkt vor ihr, doch sein Blick war deutlich auf sie gerichtet und das kleine Medaillon in seiner Hand, eindeutig das ihre, was er signalisierend hoch hielt.
Für den Moment sah Doni ihn kalt an, sie wusste ganz genau wer er war, erfassten ihre dunklen Augen sein Gesicht akribisch. Grüne Augen die direkt in ihre rein blickten, ein helles Gesicht, dessen blondes Haar fast ebenso farblos wirkte.
"Sag mir deinen Namen und ich gebe es dir wieder!" festigte sich sein Grinsen ungemein. Mit kalten Blick senkten sich Donis Augenlieder, womit sie sich vom Stuhl erhob, auf ihn zu ging und in dem Moment, als er dachte sie würde ihn jetzt anlächeln und den Mund öffnen, hatte sie ihm in einer geschickten Bewegung schon das silbern glänzende Medaillon aus der Hand gerissen, drehte sich wieder um und ging auf ihren Platz zurück.
"Wieso hast du dir das gerade gefallen lassen??" legte Adrian die Arme ineinander, doch Doni dachte gar nicht erst daran ihm eine Antwort zu geben, hielt den Blick legendlich wieder auf die schwarz gedruckten Buchstaben in ihrem Buch, wo die Geschichte sich in ihren Gedanken wieder mit Leben füllte.
"Keine Antwort ist auch eine Antwort!" zuckte er endtäuscht mit den Schultern, er hatte eigentlich gehofft sie würde das was ihr kalter Blick verspricht auch halten können, stattdessen sah sie legendlich stumm in das Buch vor sich, verließ er das Klassenzimmer wieder.
"hallo" senkte Melissa beschämt den Kopf, als sie an Adrian vorbei ging, dem er nickend entgegen kam und an ihr vorbei weiter ging.

"Hier bist du Doni... hatte dich schon gesucht!" lachte das fröhliche Mädchen, als sie die zierliche Blondine dort sitzen sah.
"Tut mir Leid Melissa ..wollte einfach nicht am Tor stehen bleiben, wo sie da alle stehen", Melissa nickte. sie verstand Doni schon, den währe sie dort stehen geblieben, hätte Steffi und ihre Gefolgschaft unaufhörlich versucht sie mit ihren Sprüchen lächerlich zu machen.
Melissa hasste diese Bande...alle zusammen, sie fühlten sich doch nur in ihren Rudeln von arroganten Hexen stark. Doch egal wie man es drehte und wendete, das Zepter in Steffis Hand war stark genug um sie weiterhin auf andere derartig herab sehen zu können.

Geschafft kam Doni Abends von der Arbeit nach Hause, auch wenn der Job in der Bibliothek nicht anstrengend war, konnte es eine emense Schwere auf die Augen legen, die für Doni fast schlimmer erschien als wirklich körperlich hart arbeiten zu müssen.
Wie jeden Abend war es allerdings zur Gewohnheit geworden erst noch eine warme Tasse Milch mit Honig zu trinken, bevor sie schlussendlich wirklich schlafen gehen würde. Es beruhigte ihre Gedanken und ließ sie für eine kleine Zeitspanne das Herz von seinem Leid befreien, auch wenn es nur von kurzer Dauer war, schlüpfte sie von den Altagsschuhen in die Pantoffeln hinein, legte ihre Schuhe in den dafür vor gesehenen Schrank und lief durch den schmalen Flur direkt auf ihr anvisiertes Ziel zu, die Küche mit seiner Milch und dem Honig. Als im selben Moment genau diese plötzlich aufgezogen wurde und eine junge Dame mit dunklen Haaren Doni direkt um die Arme sprang, dessen Entsetzten im ersten Moment zu hoch gewesen war, als das sie das zierliche Gesicht und die grünen Augen hätte auf Anhieb erkennen können. Erst als sie Kathrin und Julian ebenfalls aus der Küche in den Flur treten sah und Tias Stimme laut hals verkündete, während sie Doni noch immer fest in ihrer Umarmung geschlossen hielt, das sie nun endlich wieder hier seien! Erkannte Doni sie als genau diese wieder.
"Alles in Ordnung Doni?" trat Tia von ihrer Freundin ein Stück zurück, als diese nach einigen Sekunden noch immer nichts gesagt hatte. Mit kaltem Blick sah diese die junge Dame vor sich an, etwas war seltsam, als ob dies überhaupt nicht mehr die Doni sei, welche Tia so gut meinte zu kennen. Dieser eisige Blick und auch die Mundwinkel schienen nicht den Anschein zu machen sich irgendwie zu einem Lächeln anheben zu wollen.
"Wie kommt es das ihr wieder hier seid?" fragte Doni, ohne jeglichen Ton in der Stimme und ging an Tia, Kathrin und Julian vorbei in die Küche hinein.
Eisernes Schweigen war es was für den Moment zwischen den vieren herrschte, in der Tia Doni erschrocken ansah und Kathrin innerlich nach Worten suchte, doch keine fand.
"Freust du dich denn gar nicht?" fragte Tia vorsichtig, Doni antwortete nicht, ihr Blick ging nur kurz zum Küchentisch mit seinen drei Gläsern und der Limonade hin, wonach sie den Schrank über der Spüle öffnete und sich eine der Tassen auf die Arbeitsfläche stellte
"Ist irgendwas passiert Doni?" versuchte es nun Kathrin, kurz sah Doni sie an, der Blick blieb kalt, anteilnahmslos und distanziert.
"Wie lange ist es nun her? Ein Jahr? Etwas mehr als ein Jahr?" öffnete sie den Kühlschrank und stellte die Milch zu der Tasse, um danach aus dem daneben befindlichen Hängeschrank den Honig raus zu holen.
"Doni, wir mussten gehen!" versuchte Kathrin die Kälte in ihr zu erweichen, doch Donis Herz reagierte nicht, es stellte nicht die Frage wieso und wollte die frostklirrende Kälte auch nicht entweichen lassen, die sich wie eine Hülle drum herum gelegt hatte.
"Doni, wir mussten einigen Dinge regeln, die sich einfach nicht aufschieben lassen konnten!" trat Julian an seiner Frau vorbei, das Geräusch seiner klackernden Schuhe ließ Doni sich wieder umdrehen.
"Ihr braucht mir nichts zu erklären!" setzte sie sich mit ihrer Tasse an den Tisch, was Tia ihr gleich tat.
"Doni, wir sind wieder hier weil du uns gefehlt hast! Wir wollen hier bleiben, bei dir!" saß sie ihr nun gegenüber, die Finger Hilflos wirkend um das schon leere Glas gelegt.
"Nach einem Jahr? Ihr merkt das ich euch fehle nach einem Jahr?" zitterte Donis Stimme vor Wut, wie konnte sie so etwas sagen? Nach so einer langen Zeit? Und dann einfach als ob nie was gewesen wäre hier in ihrer Küche stehen?
"Tut was ihr wollt, mir ist es egal, ob ihr hier seid oder nicht!" stand sie wieder auf, ohne was von ihrer Milch getrunken zu haben und verließ die Küche.
"Gib ihr Zeit Tia!" hielt Kathrin ihre Tochter von hinter her gehen ab und sah den demütigen Blick ihrer Augen als das Geräusch der Tür, wie sie wieder zurück ins Schloss gezogen wurde, zeigte das Doni gegangen war.
"Sie scheint sich überhaupt nicht zu freuen!" setzte Tia sich wieder hin, Kathrin schüttelte fest den Kopf
"Sie ist nur verletzt, wärst du es nicht auch, wenn du an ihrer Stelle gewesen wärst?", Wortlos nickte Tia und sah zur Uhr an der Wand hoch, dessen Zeiger gerade auf die Acht sprang.
"trotzdem sollten wir ihr nach gehen, es diesmal wenigstens richtig machen!" sprach Tias Vater allerdings endschieden.

Gelangweilt saß Adrian auf dem weich gepolsterten Stuhl, Steffi mit glücklicher Miene neben sich und der Film trotz der erreichten Hälfte noch immer schleppend im Spannungsaufbau. Als das Handy in seiner Tasche zu vibrieren anfing.
-Dillian?- runzelte er die Stirn, sah seine Freundin kurz an und ging aus dem Kinosaal heraus.
"Dillian, was gibt’s?" nahm er im Flur das Gespräch entgegen, den Blick auf den rotgefassten Teppich gelegt, während eine Putzfrau mit dem Mob an ihm vorbei eilte.
"Wo bist du?" fragte es an der anderen Leitung
"Im Kino! Mit meiner Freundin!" antwortete Adrian und ging zwei Schritte Richtung Ausgang.
"Du wolltest doch die Kämpfe sehen oder?"
"Nein, ich wollte dran teil nehmen!" verbesserte Adrian ihn
"Okay, steh in zehn Minuten vor dem Kino!" beendete sein Freund mit diesen Worten das Gespräch.
Auch wenn es vielleicht nicht fair war, dennoch hatte Adrian sich für den Weg endschieden gehabt seiner Freundin per Handy eine Nachricht zukommen zu lassen, mit den Worten das ihm was Wichtiges dazwischen gekommen war und verließ ohne jegliche Art von schlechten Gewissen das Kino.

Irritiert blieb Doni auf dem Bürgersteig stehen und konzentrierte sich auf ihre Augen, den Fernblick der es ihr ermöglichte weiter sehen zu können als es bei einem Menschen der normal Fall war.
-Adrian?- sah sie den jungen Mann aus einem gelben Sportwagen aus steigen, dem ein anderer, ebenso junger, aber elegant wirkender folgte.
"Hier soll das sein?" sah Adrian an einer alten Lager Fabrik hoch. Die Scheiben der Fenster waren mit schwarzer Farbe angemalt worden, das ganze Gebäude schien nicht mehr als eine verlassene und runtergekommene Fabrik zu sein und doch führte Dillian ihn hier her, mit einem breiten Grinsen was nur eins aussagte, das der Schein trügt und sie dort eine Menge Spaß erwarten würde.
Unschlüssig hatte Doni mit beobachtet wie dieser blonde junge Mann zusammen mit Adrian durch den Eingang gegangen war und damit an dieser breiten kannte von Menschlichem Bulldozer vorbei, der die beiden weder ansah, noch etwas sagte.
Was auch immer sich dort drin befinden sollte, es musste etwas sein was einen Blick wert war, legte Doni den Kopf in die Schieflage.
"Stopp!" drückte sich der Arm des Bulldozers wie mechanisch vor Donis Brust dem Türrahmen entgegen, als diese gerade fröhlich hinein spazieren wollte. Mit dunklen Blick sah sie den breitschultrigen Mann an
"Das ist kein Ort für dich!" sprach er trocken, Doni verzog den Mund
"Und wieso sollte es kein Ort für mich sein?", der Mann neigte den Kopf tiefer
"Geh lieber, wenn du weißt was für dich gut ist!" lag nun deutlicher Hohn in seiner Stimme, wobei seine Augen die Andeutung von Lachfalten schon aufwiesen und seine Mundwinkel versuchten nach oben zu zucken.
"Lass mich durch!" verengten sich jedoch Donis Augen fordernd, sie würde sich von so einem Glatzkopf doch nicht sagen lassen was sie tun soll, wütete ihr Verstand, während ihre Augen an ihm vorbei zu dem Grau des Gebäudes ging.
"Nein!" zeigte sein Stimmlicher Ton allerdings das es sein ernst war und fügte noch hinzu "Seiden du willst gegen ihn antreten!"
-Gegen ihn antreten?- hob sie den Blick wieder zu seinem Gesicht hoch, gegen wen sollte sie antreten? Was genau spielte sich da drinnen ab? Legte sich zwar ein wager Verdacht in ihr fest, doch mehr als dies war es in diesem Moment noch nicht, legendlich die innerliche Spekulation das es sich um illegale Kämpfe handeln könnte.
"Na siehst du, also seh zu das du wieder weiter kommst!" lachte der Bulldozer klanglos
"Ja, ich werde gegen ihn antreten!" sprach sie jedoch ernst und sah ihn unberührt auf sein hoch erklingendes Gelache ins Gesicht. Sie konnte es ihm ja nicht verübeln, wie auch? Wer würde bei solchen Worten bei einer so zierlichen Person nicht lachen? Jedenfalls schien der menschliche Bulldozer sich kaum einkriegen zu können vor geiern, die Augen zu schmalen Schlitzen verzogen, hatten sich starke Lachfältchen drum herum gelegt, was seinem gerade noch markantem Gesicht nun etwas Freundliches verlieh.
"Du willst also gegen Darius antreten? Du?" geierte er noch immer, wenn auch schon etwas mehr in Richtung unterdrückendes Lachen.
ALs ob Doni fragen würde was daran nun so witzig sei? Hob sie signalisierend die Augenbrauen.

Musternd wanderten Adrians Augen an alles vorbei, eine riesige Lagerhalle dessen inneres auf obskurser Weise verändert wurde. Stühle die wie aneinander gereihte Vierecke an den Wenden entlang gestellt wurden, aufgeregte und amüsierte Gesichter, dessen Eigentümer jeder dieser grauen Stühle besetzten, Stickige Luft, die von Zigarettenqualm und Alkohol gefüllt war und in mitten alle dem ein riesiger Käfig, kompensierte sein Verstand dieses Bild im ersten Moment mit einem viel zu groß geratenen Hühnergehege, nur das anstatt Heu die Innenfläche bloßer Beton war. Und in diesen Käfig ein düster blickender Bulle von Mann, breite Arme die dicker als Adrians Oberschenkel waren, wo der ganze Körper von glänzendem Öl überzogen war.
"Bist du dir wirklich sicher dass du gegen dieses Tier antreten willst?" fragte Dillian ohne ihn angesehen zu haben, das klare Blau seiner Augen auf das innere des Käfigs gerichtet.
Adrians Blick veränderte sich nicht, die amüsierte Haltung seiner Vorfreude stand deutlich auf seinem Gesicht geschrieben und hätte Dilian wenn er ihn in diesen Moment angesehen hätte die Antwort schon gegeben.
"Und wie!" trat er einen Schritt nach vorne und stand nun direkt vor dem Käfig, mit der Absicht die Aufmerksamkeit dieses riesen Bulles zu bekommen. Dillian lachte, ein Lachen was Adrians Worte belächelte und ihn von seinem Vorhaben diesen Bulle zu provozieren wieder abbrachte, fragend sah der blonde junge Mann seinen Freund an
"Er ist nicht dasselbe Kaliber was hier auf den Straßen rum rennt! Nicht um sonst besitzt er einen Profitittel!" sah Dillian ihn nun doch an, mit warnendem Blick und doch mit dem Wissen das er seinen Freund sowieso nicht von abbringen könnte.
Und das zeigte sich auch darin das Adrian sein Vorhaben wirklich in die Tat umsetzte, den Blick provokant mit einem verhöhnendem Grinsen auf dieses Tier gerichtet, dauerte es auch nicht lange bis seine Augen an Adrian kleben blieben und die Augenbrauen sich tiefer ins Gesicht drückten.
"Ich glaube das riesen Baby ist wütend auf dich!" sprach Dillian trocken, Adrian zog die Mundwinkel noch breiter auseinander, das klanglose Auslachen noch deutlicher in der Mimik, setzte der Kolos nun einen Schritt in genau seine Richtung.
"Hast du irgendein Problem kleiner?"
"Redest du mit mir?" hob Adrian den Kopf etwas an, das burschikose Gesicht der Neonbeleuchtung zu gewandt
"Wenn du nicht gleich machst das du Land gewinnst komm ich dir gleich da hin!" vibrierte die Stimme des Mannes bedrohlich, Adrian blieb weiterhin ruhig da stehen, es waren noch fünf Minuten bis der erste als Gegner eingetragene aufgefordert werden würde den Käfig zu betreten, noch genug Zeit um ihn genug zu provozieren, damit er Adrian auffordern würde den Käfig zu betreten.

"Langsam habe ich die Faxen wirklich dicke, mach endlich dass du weiter kommst, ansonsten werde ich gleich richtig böse!" reichte es dem Türsteher so langsam. Es war schon spät, so langsam fühlten seine Nerven sich schon genug von dieser kleinen Göre strapaziert und lange würde es nicht mehr dauern bis sein Geduldsfaden reißen würde.
"Rede ich irgendwie undeutlich? Ich will gegen ihn antreten!" blieb Doni aufrecht vor ihm stehen, auch ihre Stimme zeigte so langen beißende Gereiztheit, seid fast Zehn Minuten diskutierte er nun schon mit ihr, dabei wollte sie nichts anderes als da rein und gab sich sogar breitwillig damit einverstanden gegen wen auch immer an zu treten, damit sie endlich in das innere dieses Lagerhauses rein kommen würde.
Der Glatzkopf seufzte, sie wollte sich einfach nicht abschütteln lassen, dabei meinte er es indirekt sogar nur gut, er konnte sie doch nicht in den Käfig lassen! Doch wenn sie unbedingt drauf bestand! Senkten sich seine Augenlieder, dann sollte sie doch!
"Ist Okay, wie ist dein Name?", überrascht hob Doni die Augenbrauen, gerade eben noch schien es als ob er sie unter keinen Umständen da rein lassen wollen würde und nun das?
"Doni!", der Glatzkopf nickte
"Nun gut Doni, dann folge mir bitte!" ging er durch die offen stehende Tür hinein, dem Doni stumm folgte, einen kleinen Flur bis hin zu einer enorm großen Halle indessen Mitte ein großer Käfig sich befand, lief Doni dem Mann rechts hinter den Stühlen an der Wand entlang nach, bis hin zu einer Tür, die er ihr wartend offen hielt.
"Noch kannst du es dir anders überlegen!" sah er sie wiederholt ernst an, nachdem sie durch die Tür gegangen war und sich irritiert zu ihm umgedreht hatte, als sie bemerkte das er noch immer nicht weiter gegangen war.
"Nein!" blieb Doni hart, der Glatzkopf nickte resignierend und ging an Doni vorbei den schmalen Flur entlang, der nach einigen Schritten nach Links einbog
"Okay, warte kurz hier!"
Unschlüssig was sie nun erwarten würde, drehte Doni sich in alle Richtungen, ein schmalen Flur, grau, eben ein Lagerhaus, verzog sie den Mund, doch was sie gerade gesehen hatte, dieser Käfig, was auch immer sich genau hier abspielen sollte, es war definitiv nichts legales.

"Du willst mich verarschen oder?" sah ein finster rein blickender Mann den Glatzkopf wie ein rasender Bulle das rote Tuch, strafend an.
Karsten sein Blick veränderte sich allerdings nicht, es war sein Ernst, dieses Mädchen wollte in den Käfig und der wirkliche Grund wieso er sie hier her geführt hatte war nicht um sie als Gegnerin hinein zu lassen, sondern um von höherer, Angsteinflößenderer Stelle die Revierten gelesen zu bekommen.
"Kann sie was?" fragte sein Chef allerdings plötzlich zu seiner Verdutztheit. Schulter zuckend sah der Glatzkopf ihn an, woher sollte er wissen ob sie was kann?
Der Mann mit dem weißen Hemd, der Zigarette zwischen den Lippen und den viel zu dicken Augenbrauen, erhob sich hinter sein Schreibtisch.
"Nun gut, lass sie antreten, ich vertraue dir da einfach mal, deinem Bauchgefühl war ja schon immer zu trauen!" verschränkte der Mann die Arme auf den Rücken und wand sich dem alten verdreckten Fenster zu, dessen Scheibe einen weit verlaufenden Riss an der untersten Ecke besaß und eines der wenigen war die nicht schwarz bemalt wurden.
-Bauchgefühl?- machte Karsten ein belämmertes Gesicht, sagte jedoch kein Wort was in diese zweifelnde Richtung sich bilden wollte. Er hatte sie als Herausforderung nun tatsächlich rein gebracht, so wie sie es wollte, alles weitere ging ihn nichts mehr an! Verließ er das Büro wieder, selbst anlügen war schon immer der leichtere Weg, auch wenn sein Blick auf Donis Gesicht die eigene Glaubwürdigkeit in der Lüge wieder in sich zusammen brechen ließ.
"Du kannst gegen ihn antreten!" zog er die Tür mit sein raustreten wieder ins Schloss zurück, das Geräusch was die Tür dabei von sich gab, wollte ihn innerlich erst zusammen zucken lassen, doch nach außen hin war er anteilnahmslos.
"Gut!" war es das einzige was Doni darauf erwiderte, kein panischer Blick der seine Endscheidung bereute und auch keine Hilflosigkeit, wusste Karsten nicht was er von denken sollte und für den Moment wäre er beinahe dem Reflex nach gegangen und hätte sich deswegen unschlüssig am Hinterkopf gekratzt.
"Wann bin ich dran?" blieb Doni auf der Schwelle vom Flur zur Hauptszenarie wieder stehen, das grün ihrer Augen auf den Käfig gesetzt, wo ein gewaltiges Tier links in der Ecke anscheinend mit irgendwem an diskutieren war, konnte sie nur seinen vom Öl glänzenden Rücken sehen, wie ein Stier dem man beigebracht hatte Mändchen zu machen.
"Das ist Darius, er ist nicht nur hantierender Champion, sein Sandkasten befindet sich nicht nur in der Profieliga, er ist zu dem auch noch gnadenlos, Mitleid sucht man bei so jemanden wirklich vergebens!" redete Karsten ohne die zierliche Person neben sich anzuschauen, dessen Blick ebenfalls sich auf dem Käfig und den darin sich befindenden Kolos gerichtet blieb.
"Wie viele Herausforderer sind es?" sah Doni mit dem Blick an dem Kolos weiter Richtung Stühle, eine Frau dessen Haar elegant hoch gesteckt war und anscheinend mehr daran interessiert war Doni anzusehen, als auf den Beginn der Kämpfe zu warten.
"Sieben, mit dir nun acht!" antwortete er, wobei die wirklich richtige Antwort nein gewesen wäre, denn Adrian hatte auch vor in genau diesen Ring rein zu kommen.
"Wieso? Hoffst du dass er vorher besiegt wird? Mach dir keine Hoffnung!" sah der Glatzkopf sie nun doch für einen Moment an, wobei er nun ebenfalls die blonde Frau mit der teuren Kleidung, dem schönen Gesicht und ebenso begehrenswerten Ehemann auffiel, dessen Blick unbeachtet ob es bemerkt wird oder nicht, direkt auf Doni ruhte.
Karsten wusste wer diese Frau war und vor allem wer ihr Ehemann war. Einflussreiche Gesichter aus der Unterwelt, denen man unter gar keinen Umständen auf die Füße treten sollte.
"Ich möchte als erstes in den Käfig, geht das?" durchbrach Donis Frage seine Gedanken. Von der Frage überrumpelt sah Karsten sie nun direkt an, dem Doni den Blick ernst erwiderte
"Du willst da wirklich als erstes rein?" hatten sich so viele Falten auf seine Stirn gelegt, das es aussah als ob würde er versuchen seinen Kopf schmaler wirken zu lassen.
"Ja!" antwortete Doni knapp, lethargisch wie sie es die ganze Zeit war. Eine zu erwachsen wirkende Auftrittsweise für dieses kindliche Aussehen.

Adrian hatte den Kolos mittlerweile schon so weit zur Weißglut gebracht, das er sich sicher war, dass wenn er gleich bei dem ersten Kampf noch etwas zum besten geben würde, dieses Tier ihn direkt versuchen würde in den Käfig rein zu zerren.
"Was ist los?" sah Adrian seinen Freund an, welcher ein skeptisches Gesicht machte, als er den Türsteher auf den Mann mit der Brille und dem gestreiften Anzug zu gehen sah, welcher etwas von den beiden entfernt stand und für sie Ansagen zuständig war.
"Ich weiß nicht, aber es scheint sich eine Veränderung ergeben zu haben, wahrscheinlich ein weiterer Herausforderer, der jedoch zu einem gewissen Zeitpunkt in den Käfig treten will", Adrian zuckte mit den Schultern, sollte ihm egal sein.

"Ich habe dich noch nie hier gesehen!", mit phlegmatischem Ausdruck in der Mimik drehte Doni sich der Frau zu. Wo sie im Vorfeld schon bemerkt hatte das diese unbeirrt auf direkten Weg genau auf sie zugekommen war. Ohne ihren Mann etwas gesagt zu haben, oder jemand anderen angesehen zu haben.
"Was genau wollen sie?" hatte Doni nicht vor Smalltalk mit dieser Frau zu führen.
"Ich heiße Joena und dein Name ist?" blieb das schöne Gesicht der Frau von Donis abweisende Haltung unberührt, das dunkle Blau fixierend in Donis.
"Doni!" zeigte Doni bei ihrem willkürlich als aufgesetzt sehendes Lächeln Zähne, patzig und abwertend.
Joena grinste innerlich noch immer, Donis ablehnende Art war eventuell überraschend, eventuell sogar eine Herausforderung, doch nichts was sie abschrecken würde.
"Bist du noch Jungfrau?", überfordert mit den Augen geklimpert hatte diese Frage für den Moment es geschafft Donis indifferente Haltung zu zerstören.
Die Frau lachte, leise, aber hoch, wobei sie ihre Manikürten Finger vor den Mund hielt
"Was für eine Rarität, wir sehen uns kleine Doni!" kehrte sie ihr den Rücken zu und ging wieder den schmalen Weg an den Stühlen vorbei auf ihren Mann zu.
"Was wollte sie von dir?" hatte Karsten Doni im selben Moment wie Joena zurückgegangen war, erreicht.
"Sie wollte mir klar machen dass ich auf ihren Radar stehe!" antwortete Doni ohne den Blick dem Käfig zu entnehmen, wo nun der Mann mit der Brille und dem gestreiften Anzug die Innenfläche mit einem Mikrofon in der Hand betrat.
"Herausforderer mit der Nummer eins, bitte betreten sie nun den Ring!" war die Lautstärke des Mikrofons zwar weitreichend, aber nicht Ohrenbetäubend.
Doni an der Schulter angestoßen, hielt Karsten ihr den kleinen Zettel mit der aufgedruckten Zahl -1- entgegen
"Das wäre dann wohl ich!" lächelte sie kurz auf, nickte als Dankeschön dem Glatzkopf noch mal zu und ging an den vielen Stühlen vorbei, auf den Käfig zu.
Groß aufgerissene Augen, die nicht glauben wollten was sie dort sahen, so überrascht waren, das sie im ersten Moment nicht einmal in der Lage waren etwas zu sagen, oder wirklich zu denken, hielt eine unwillkürliche Stille in der Lagerhalle gefesselt, während Doni den Käfig erreicht hatte.
"Zu dir komme ich später!" blickte der Kolos Adrian noch mal böse an, bevor er sich seinem ersten Gegner zu drehte und wie eine alte Gurke im Glas perplex die junge Dame vor sich stehen sah, die im selben Moment mit geschockten Augen von Adrian ebenfalls gesehen wurde, ebenso wie Dillian sprachlos den Mund ein Stück weit öffnete, als ob er was sagen wollte.
-Was---? - schaffte Adrian die Frage was dieses Mädchen hier machte? Nicht zu Ende zu denken.
"Was willst du den bitte?" fing die dumm rein blickende Gurke an zu grinsen, worauf sie zeitgleich lautes Gelächter in der Maße breit machte, Finger die geiernd auf Doni zeigten, Stimmen die riefen das sie nichts im Ring verloren hatte, oder ob sie sich verlaufen hätte? Während Joena zufrieden die Reaktion ihres Ehegatten sah, welcher mit verwunderten Augen Donis Schönheit bemerkte, aber erschrocken ebenso fassungslos über ihre Gegenwart im Käfig war, wie es Joena selbst auch war.
"Willst du mir vielleicht deine Liebe gestehen?" geierte der Kolos
"VERDAMMT WAS MACHST DU DA? KOMM DA SOFORT RAUS!" schrie Adiran jedoch gleichzeitig und nahm Darius witzelnder Frage die Pointe.
Adrian angesehen änderte Donis Gesichtsausdruck sich für den Moment, Überraschtheit die ihm deutlich in die Augen sah, bevor ihr Blick wieder gleichgültig den Umständen Gegenüber das sie in diesen Käfig stand, ihren Blick wieder auf den Kolos richtete.
"Na dann komm, zeig mal wie hart du zu schlagen kannst!" lachte dieser noch immer, nahm sie überhaupt nicht für ernst, wie jemand der ein kleines Kind noch weiter piesackte was längst schon am heulen war.
Doni zog erst den einen und dann den anderen Mundwinkel weit nach oben
"Wofür das Baby Öl? Willst du beim Duschen Seifen aufheben?"
"WIE WAR DAS?" flammten Darius Augen zornig auf, Doni lachte, kurz, aber expressiv genug um die Kampfmaschine auf sich los hassten zu lassen. Die Finger wie ein im Wahn getriebener Mörder auf ihren Hals zu gehalten, war Doni jedoch synchron wie er sie erreicht hatte, mit dem Oberkörper nach vorne weg geschnellt und riss von hinten ihr Fuß kraftvoll gegen seine glänzende Glatze, um das Bein direkt wieder zurück schnappen zu lassen und in gerader Position den Kopf schief gelegt ihn wieder anzusehen.
Einen Schritt zurück getorkelt, fühlte es sich für Darius so an als ob er einen mit nem Hammer auf die Schädeldecke bekommen hätte, indessen ein fürchterliches Pochen seine Sinne für den Moment benebelte und das Publikum abwartend auf den Kolos blickte, dessen Hände sich nun wieder vom Schädel absonderten und Doni finster ansah, so wie vereinzeltes Geklatsche erklang, aber aus Unsicherheit, weil kein anderer Beifall gab, direkt wieder verebbte.
Eigentlich wäre es für Doni eine Leichtigkeit ihn mit einer einzigen angreifenden Bewegung ihrer Seits das Licht aus zu pusten. Doch konnte sie sich so was nicht erlauben, es durfte nicht verdächtig wirken.
"Was ist? Keine Lust mehr?" provozierte Doni mit Absicht. Noch immer unter Schock starrte Adrian Doni an, hatte sie ihm gerade wirklich gegen den Schädel getreten? Fragte sein Verstand ob seine Augen gelogen haben.
"Ich werde dir den Arsch aufreißen!" schrie der Bulle zeitgleich wie Doni die letzte Silbe ihres Satzes ausgesprochen hatte, schnellte auf sie zu, das Knie in einer hastigen Bewegung hoch gerissen, wurde es jedoch von Doni geblockt, so wie sie synchron den rechten Fuß drauf abgesetzt hatte, um sich von dessen Oberfläche nach hinten abzufedern.
"Du willst doch mit mir kämpfen und nicht Katz und Maus spielen oder?" wank der Kolos sie mit der Hand zu sich. Die Augenlieder gesenkt hatte Doni den Reitz an der ganzen Sache schon fast gänzlich verloren, doch seine überhebliche Arroganz ließ die Glut im inneren noch einmal erneut auflodern und Doni mit grimmigen Blick auf das Ungetüm von Mensch zu rennen. Doch hatte Darius im selben Moment, als Doni zu schlagen wollte, diese Attacke voraus gesehen, hatte mit der blockenden Hand ihre angreifenden Arm in der Laufbahn an sich vorbei nach unten gelenkt, das Handgelenk fest umgriffen und gleichzeitig nach vorne ausgetreten, was Doni in diesen Moment hilflos mit einen Tritt gegen die Magenleiste und den Griff um ihr rechtes Handgelenk, nach oben getreten hätte. Den Atem angehalten sah das Publikum zu wie Doni allerdings sich gleichlaufend wie ein Athlet auf dem Seil, von sein hoch schnellenden Bein über ihn hinweg, abgestoßen hatte und im nächsten Augenblick den Daumen und die Finger wie ein Sperr zusammen gepresst gegen sein Nacken geschlagen.
Den Kopf schmerzvoll angehoben, die Augen weit aus den Augenhöhlen hervor gedrückt, entrang seiner Kehle anstatt eines Schreis nur ein heisernes Röcheln, womit Doni in einem letzten wuchtvollen Rundtritt gegen die Seite das Untier zu Boden schoss.
Gnadenlose Stille war es, wo das Geräusch wie der Kolos zu Boden ging erhalte, ein Stupfes Aufklatschen, wonach tobender Beifall sich vervielfältigte und der Mann im gestreiften Anzug den Käfig öffnete und betrat, um Doni als Sieger zu küren. Doch ging diese legendlich mit kaltem Blick an dem bebrillten Mann vorbei, aus dem Käfig heraus und blieb für den Moment noch mal vor Karsten mit den Worten "Dein Bauchgefühl scheint auch diesmal sich nicht geirrt zu haben!" an den restlichen Stühlen vorbei, aus der Lagerhalle heraus.
Auch wenn Doni den Ort verlassen hatte, war die Faszination, das euphorische anheizen so stark Präsenz, das sie das noch immer anhaltende Geklatsche des Beifalls draußen noch hören konnte.
"Wer war sie?" sah Dillien seinen Freund mit undeutbaren Mienenspiel an.
"Jemand den ich indirekt kenne!" wusste Adrian nicht so recht wieso er es so verallgemeinerte, dabei hätte er doch schlecht hin sagen können, das sie eine Schülerin von seiner Schule war, was Dillien definitiv weiter geholfen hätte, falls der Wille da sein sollte sie aufzusuchen, doch genau das war es was Adrian nicht wollte, dass er sie aufsucht.
Mit grimmig zusammen gezogenen Augen hatte Karsten die beiden Männer, die zuvor noch bei Joena gestanden hatten, nach Doni ebenfalls raus gehen sehen, wo ein prüfender Blick auf diese ein zufriedenes Grinsen zeigte und Karsten wie von der Tarantel gestochen raus rennen ließ. Doch war weder von Doni, noch von den beiden Vögeln irgendwo etwas zu sehen.

"Was machen wir jetzt mit den beiden?" sah Tia ihren Vater an, wo Tia den einen und ihre Mutter den anderen am Kragen festhielt.
"Vielleicht runter fallen lassen?" streckte Tia finster grinsend ihren Arm zum Ende des Daches aus, dessen Schindeln eine enorme Schräge nach unten besaßen.
"Nein! Legt sie irgendwo in irgendeinen Hinterhof ab, sie haben sowieso nichts gesehen, dazu waren eure Schläge gegen ihre Hinterköpfe zu schnell gewesen!" sah Julian seine Frau und seine Tochter ernst an, was Tia wenn auch wiederwillig den Mann aus dem bevorstehendem Fall zurück ziehen ließ.
"Ich bring Doni schon mal nach Hause! Ihr kümmert euch um die beiden!" verschwand Julian, womit Mutter und Tochter das aufgetragene erledigten.


Langsam schlug Doni wieder die Augen auf, wo sie irritiert in das Gesicht von Tia, Kathrin und Julian erblickte
"Na wieder aufgewacht?" lächelte Kathrin sanft, Doni sah sie Wortlos an, versuchte sich an etwas zu erinnern. Sie hatte diese Lagerhalle verlassen, als ihr plötzlich diese beiden Männer folgten, ein Gefühl als ob ihr etwas gegen den Mund gedrückt wurde und dann nur noch vollkommende Schwärze.
"Da waren wir wohl noch mal zur rechten Zeit am rechten Ort, was!" lachte Tia.
"Was ist geschehen?" fragte Doni, wobei ihr Kopf noch immer drückend pochte.
"Du wurdest mit K.O. Tropfen betäubt!" erklärte Kathrin, verstört sah Doni sie an, als ob sie sagen wollte, das wurde mir also gegen den Mund gepresst, wonach sie ihren Blick wieder auf Tia richtete.
"Ich kann nicht so tun als ob das gewesene nie geschehen wäre, als ob ihr mich nie im Stich gelassen hättest, aber ich kann versuchen das Vertrauen neu auf zu bauen!"
"Das ist mehr als genug!" lächelte Tia schwer, die aufkeimenden Tränen unterdrückt. Was Doni lächeln ließ und Tia unwillkürlich ihr um den Hals springen, womit die Tränen nicht mehr zurückhaltbar waren.

"Ach bei mir ist alles wie vorher auch, arbeite neben bei noch etwas, alles bestens!" lachte Doni auf Tias Frage, wie es ihr so ergangen war, unbekümmert wirkend.
Doch Tia sah es ihr ganz genau an das es gelogen war, denn das war nicht mehr wirklich die Doni die sie kannte, zwar wirkte sie nun wieder fröhlich, doch konnte sie da noch etwas ganz anderes sehen. Eine eisige Gleichgültigkeit die sich wie ein eiserner Panzer um sie herum hochgezogen hatte.
Tia kannte Doni gut genug um zu erkennen das ihr Lächeln nicht echt war, diese absurde Kombination aus ausdruckslosen Strichen nicht das Lachen war was Doni vorher immer besessen hatte, auch wenn es ehrlich war, blieb es gespenstig leer.
-Was ist nur aus dir geworden Liebes??- wurde ihr Blick besorgt, doch kam nichts von dem über ihre Lippen...

Seit langem war es wieder das erste Mal wo Doni nicht mit schweren Herzen, oder kalter Gleichgültigkeit im Herzen einschlief.
Denn das Wissen das sie nun nicht mehr alleine war, wieder ihre Familie um sich herum wusste, ließ ein Teil der Eischicht die sich auf ihr Herz gelegt hatte wieder auftauen, wo ab morgen Tia auch wieder hier zur Schule gehen sollte, dann würden sie zu zweit sein, um sich gegenseitig den Rücken zu stärken, wo Doni es nun, aus diesem Blickwinkel betrachtet, überhaupt nicht mehr nachvollziehen konnte. Wieso hatte sie sich selbst so angreifbar gemacht, jemand der eine derartig Gefährliche Natur wie sie besaß?
Kam der Gedanke an die Vergangenheit plötzlich so lächerlich vor. Tia war vor Doni früher schon auf diese Schule gegangen, hatte ihr von vielen dort erzählt gehabt. Wie versnobt und hochmütig sie alles waren. Doni wusste worauf sie sich einlässt wenn sie auf diese Schule gehen sollte! Und doch war alles so extrem anders verlaufen als sie es sich vorgestellt hatte. Aber vielleicht würde jetzt alles seine Wendung nehmen, nun wo Doni endlich wieder ihre engste Vertraute bei sich hatte, den Menschen denn sie bis her meisten vertraute hatte.


"Es hat sich wirklich hier nichts verändert was!" lachte Tia, als sie den Schulhof betraten und Melissa dort schon auf die beiden wartete, eigentlich ja auf Doni, wo ihr Blick nun Sehens überrascht war als sie Tia neben Doni erblickte. Zumal sie bis data nicht Mal wusste dass die beiden sich überhaupt kannten.
"Tia" kam Melissa den beiden entgegen
"Hey Melissa" lachte Tia sympathisierend, das war Tia wie man sie liebte und kannte, immer freundlich aber wenn es sein musste auch streitsüchtig. Lachte Melissa innerlich, in der Hoffnung dass sie Steffi nun wieder in ihre Schranken weisen würde.

"Morgen Doni! Na noch jemanden gefunden der aus Mitleid bei dir bei bleibt...?" höhnte Steffi beim betreten des Schulhofes mit ihrer Gefolgschaft, ohne das Gesicht von Tia gesehen zu haben,
"Steffi ..wie ich sehe immer noch das gleiche verwöhnte Flittchen wie vorher, was immer nur bekommt, was ich weg warf!" grinste Tia sie erheblich und selbstsicher an, eine latente Herausforderung, die ohne das Steffi es wusste, ihr schon den Platz abgenommen hatte.
"Tia" war das Entsetzten in Steffis Gesicht so stark, dass man es selbst von hundert Metern Entfernung hätte sehen können, wie ein Fisch auf den Trockenen, der zuvor fälschlicher Weise dachte dort atmen zu können.
Das Gesicht mit dieser fassungslosen Blässe um die Nase, ging Steffi weiter und mit ihr auch der Anhang von arroganten Plagiaten von ihr.
"Oh man wie du mir gefehlt hast! Schön das du wieder da bist Tia!" lachte Melissa bis über beide Ohren.
"Ich weiß" zwinkerte Tia, wobei sie sich mit dem vorbei schreiten eines jungen Mannes, direkt mit drehte
"Wer war das?" fragte sie hektisch, als Adrian an ihr vorbei gegangen war, wobei das Interesse in ihren Augen so deutlich zu sehen war, das selbst Adrian wenn er blind gewesen wäre es beim Umdrehen bemerkt hätte.
"Steffis ach so toller Freund!" war Donis Stimme kalt, indessen Adrian noch mal einen musterndes Blick auf Tia zurück warf und sein Blick danach für den Moment an Doni hängen blieb.

Die Tage vergingen, wobei wieder alles zum normalen zurück kehrte, als ob nie was gewesen sei .
Jeder jeweils ein Eis aus der Eisdiele in der Hand, liefen Doni und Tia über alles Mögliche quatschend durch die Stadt, wobei sie sich wieder daran erinnerte, wie sie als Kinder mit ihren Eltern oft hier am Springbrunnen waren, welcher von mehreren Bänken umringt war.
Tia konnte es noch genau vor sich sehen, wie Doni ins Wasser viel, Sahri ihrer Tochter lachend wieder raus zog und diese gleich unbekümmert auf sie wieder zu gerannt kam. Blickte sie mit nostalgischem Ausdruck zu Doni hin, dessen Augen traurig zum Himmel hoch gerichtet waren.
Doni war schon immer unglaublich schön, ein Puppengesicht dessen kaum ein Vergleich vorhanden war, mit großen dunklen Augen, die kaum Farbe in sich trugen und das obwohl sie nicht ihre wahre Natur zeigte.
Den Schmerz den sie gestern in den Augen von Doni gesehen hatte und Tia innerlich zu dem Versprechen brachte, dieses eigentlich immer naive Mädchen zu beschützen, sickerte in diesem Moment, wo das Licht so in ihre Augen fiel, noch viel starker an die Oberfläche hervor, auch wenn sie wusste das dies noch nicht wirklich die Doni war die sie kannte, wusste Tia allerdings das dieses naive immer zu fröhliche Mädchen auch noch irgendwo dort in Doni existieren musste und genau dieses Ich wollte sie wieder an die Oberfläche zurück holen.
"Tia??" erklang plötzlich unerwartet für beide eine dunkle Männerstimme hinter ihnen fragend.
"Kevin" riess Tia ihre Augen weit auf als sie ihn vor sich stehen sah. Kevin sah damals schon ungemein gut aus, doch das was sie nun sah, übertraf es im weiten.
"Seit wann biste wieder da??", Doni konnte direkt das Kniestern was sich in der Luft immer weiter anfing aus zu breiten, förmlich spüren, wobei sie noch einmal einen Blick auf Tia richtete und dann auf den dunkelhaarigen jungen Mann, womit sie zwei Schritte rückwärts sich aus dem Blickfeld heraus zog und die Bank etwas weiter am Springbrunnen ansteuerte.
"Seit gestern .." wurde Tia rot, was man ihr aber nicht ansah ..
"Hättest du mal Lust mit mir aus zu gehen Tia??", da war sie nun, die Frage auf die sie damals so lange gewartet hatte, sie hätte praktisch jeden haben können, doch den denn sie haben wollte--der traute sich einfach nie etwas zu sagen --

Träumend von der Vergangenheit sah Doni ins Nichts hinein, das Bild der Fußgängerzone vor dem Geistlichen Auge verschwindend.
+
"Mama ich vermisse Papa so sehr "
"Ich weiß liebes, ich weiß!" nahm die Mutter ihre Tochter schmerzvoll in den armen...
"Es tut so weh, sie sagen alle...das Papa Tod ist ---"schaute Doni ihre Mutter mit großen Augen an, wo kaum noch Platz für neue tränen war
"Tut mir Leid Schatz, Papa ist wirklich nicht mehr da, weißt du dort wo er nun ist geht es ihm viel besser" versuchte Sahri ihre kleine Tochter zu beruhigen
"Ich vermisse ihn aber…!" brach Doni völlig in Tränen aus, wobei sie fest an der Jacke ihrer Mutter riess, die sie dort auf der Bank, fest im Arm haltend, mit ihr saß
"Ich weiß Schatz... aber dafür bin ich doch da, ich lass dich niemals allein okay... niemals"
"niemals?", .........+ "Niemals!"

"Was? Niemals" holte eine männliche Stimme Doni aus ihren starren Blick raus, wo sie in der Vergangenheit immer noch die Stimme ihrer Mutter hören konnte, wie sie sagte, dass sie immer bei ihr sein wird.
"Was geht dich das an hä??" wurde ihr Blick grimmig, als sie Adrian neben sich sitzen sah.
"Herrlich hier zu sitzen, findest du nicht auch ...?" schaute er nun zu Doni hin, die noch immer wütend blickte, doch viel ihm da etwas auf, etwas passte nicht ins Bild, passte nicht zu der Doni, die er in diesem Wald gesehen hatte und ihm gestern in diesem Käfig schon aufgefallen war .
Die Kälte die er an ihr gesehen hatte, schien nicht durch die Anfeindungen von Steffi gekommen zu sein, sondern waren schon vorhanden gewesen, denn er konnte diese gleichgültige Eisigkeit noch immer deutlich in ihren dunklen Augen sehen. Wobei noch immer die Bilder wie sie diesen Kolos umnietete vor seinem geistigen Auge rumschwirrten. Eine Person die so zierlich war, ein Mädchen! Wollte sein Verstand noch immer nicht vor resignieren, dabei wusste Adrian das es viele Frauen gab die erstaunliches Können auf diesem Gebiet besaßen, doch hätte er dies eben nicht von Doni erwartet.
"Wenn du noch grimmiger schaust, könnte ich meinen du willst mich mit deinen Blick umbringen!" grinste er arrogant, von sich selbst überzeugt.
"Steh auf und geh wieder, dann fällst du auch nicht Tod um!" grinste Doni nun ebenso, wenn auch unheilvoll. Adrian legte den Kopf schief
"Ich warte, lass mich Tod umfallen, oder hast du vielleicht Interesse an mir, das ich deswegen nicht Tod umfallen werde!" glänzte seine Augen amüsiert
"Sehe ich so blöd aus?" rückte sie ein ganzes Stück von ihm weg, das Ende der Holzbank fast erreicht, wo ihre Augen den Spruch -Lügen deine Augen, oder lügt dein Verstand- auf einen Aufkleber in Wolkenform auf der Mülltonne neben sich erfasste.
"Mach ich dich nervös?", Doni wollte gerade Wutzerfresse los schreien, als sie mit dem Blick zu ihm völlig erstarrte, aber synchron sich ein gehässiges Grinsen mit der Realisation von dem was sie sah, auf ihren Lippen bildete und sie aufstand
"Ich hoffe Steffi überlebt dein Biss nicht!" zog sie die Mundwinkel weit auseinander und drehte sich zum Gehen um, doch hatte sie da nicht mit Adrians schnellen Reaktion gerechtet, mit der er aufstand und nach ihrem Handgelenk griff
"Was hast du da gerade gesagt?" war sein Ausdruck plötzlich ernst, doch Doni sah ihn nicht eingeschüchtert, oder ängstlich an, im Gegenteil, sie lachte nur unschuldig gespielt und legte den Kopf schief
"Na wenn bei mir Leute Tod umfallen, frisst du sie wohl!", ihre Hand wieder los gelassen, erweichte sich sein Gesicht wieder, Womit Doni sich wieder umdrehte und zwei Schritte ging, bevor sie sich erneut ihm wieder zu wandte
"Vielleicht vertu ich mich ja auch und du liebst sie mehr als dich selbst! Und sie schafft es!" provoziert sie ihn absichtlich weiter, wich jedoch erschrocken einen Schritt zurück, als Adrian von einem Moment auf dem anderen, plötzlich vor ihr stand, viel zu nah und mit einem viel zu ernstem Gesichtsausdruck
"Wiederhol das noch mal!" hatten seine Finger sich grob um ihrer Oberarme gelegt
"Was soll ich wiederholen?" trotzte sie unbeeindruckt, auch wenn sie in Wirklichkeit von dieser Seite an ihm gänzlich geschockt war.
"Wiederhol es, sonst werde ich dich gleich beißen!" lag die Warnung gefährlich in seinem Blick. Beim ersten Mal hatte er noch an Zufall geglaubt gehabt, doch diese Worte konnten keiner mehr sein. Adrian wusste das es auch Menschen gab die davon wissen konnten, sah er sie bedrohlich ernst an.
"Versuch es doch!" provozierte Doni jedoch weiter, ein kurzes Grinsen war das einzige was Doni in diesem Moment wirklich wahr nehmen konnte, bevor sein Griff sich um ihre Oberarme fester zudrückten, sie sein Atmen plötzlich auf ihren Hals spüren konnte, die Augen weit aufriss, weil sie dachte er würde sie jetzt beißen, doch im nächsten Moment nur seine Lippen auf ihren Hals spürte und darauf ein unerträgliches saugen, was wie ein kaum standhalten könnender Stromschlag von ihrem Hals durch ihren ganzen Körper fuhr. Ein Gefühl was im nächsten Augenblick als er seine Lippen wieder von ihrem Hals löste und sie grinsend ansah, wieder verschwunden war,
"Hast gedacht ich würde dich wirklich beißen, oder?!" lachte er tonlos. Böse sah Doni ihn an
"Glaubst du wirklich ich hätte Angst vor dir?" riss sie sich von ihm los, Adrian lachte noch mehr
"Nein, vielleicht nicht, dennoch hast du da jetzt ein hübsches andenken!",  entsetzt drückte Doni ihre Hand gegen die Stelle an ihrem Hals und konnte die Hitze die von ausging noch immer spüren, womit ihr Blick wieder unheilvoll das Entsetzen verlor
"Und was soll ich Steffi sagen, wenn sie es sieht? Das ihr Freund es war?", Adrian zischte amüsiert Luft zwischen die Zähne hervor
"Soll ich dir noch etwas näher treten, damit du ihr noch mehr erzählen kannst?" setzte er einen Schritt auf sie zu, dem Doni gleichwohl zurücksetzte.
"Ich mache dich also wirklich nervös ja!" hatte sich die Ernsthaftigkeit komplett wieder aus seinem Blick entzogen. Auch wenn Adrian es nicht gewohnt war, diese Reaktion bei einer Frau zu bekommen, besaß es seinen Reiz, den ihre Erscheinung sowieso schon für ihn besessen hatte. Und nun fand er eine Kratzbürste interessant, lachte sein Verstand, hinter einem selbstsicheren grinsen.
"Glaubst du das ein Stück Holz mich auch nervös machen würde?" trotzte sie seinen Worten, Adrian hob den Kopf an
"Bist du sicher? Soll ich dir das Gegenteil beweisen?" blitzte die Herausforderung durch seine Augen
"Da gibt es kein Gegenteil!" setzte Doni mit diesen Satz unwillkürlich noch einen Schritt zurück, was ihr aber nicht viel brachte, denn im selben Moment, wo seine Augen prüfend an alles vorbei gingen, er realisierte das niemand sie ansah, hatte er den Abstand zwischen sich und Doni schon eliminiert gehabt und seine Lippen fest auf die ihre gedrückt, während er ihre Handgelenke fest umschlossen hielt.
Für Adrian war es ein Spiel was Doni nur verlieren konnte, in dem seine Lippen die ihre auseinander drückten und seine Zunge hindurch um ihre herum bewegte. Donis Augen wurden groß, sie versuchte sich los zu reißen, doch ihre Menschliche Seite war zu schwach, was ungewollt das dunkle Braun ihrer Augen schwarz werden ließ und sie in dem Moment wo Adrian den Unterschied bemerkte, schon mit genug Abstand von ihm entfernt stand und mit einen drohenden Blick böse anfunkelte. Fassungslos sah er Doni an, konnte das sein? Sah er Doni völlig konfus an, dessen Augen langsam wieder ihr normales Erscheinungsbild annahmen und Adrians Herz verkrampfen ließen. Denn nun wo er sie richtig ansah, Sie ihren Blick nicht abwand, oder zur anderen Seite weg richtete, konnte er die großen Augen richtig sehen und auch die Dunkelheit in ihnen. Wo Adrian in diesen Moment diese Augen wieder erkannte. Er war so angetan von ihr, das er das Offensichtliche nicht sah. Entriss er ihr seinen Blick und ließ sie ohne ein weiteres Wort dort so stehen.

"Ja bis dann Kevin" lachte Tia noch lieblich ..wonach sie auf Doni zu ging, die ihr schon entgegen kam.
"Was ist den mit dir los liebes?" machte Tia ein verwirrtes Gesicht, Donis Gesicht verdunkelte sich weiter, während sie fast schon beim Reden zu schreien anfing
"Dieses Arschloch, dieses verdammte Arschloch, der hat mich geküsst!" fuchtelte sie beim Reden wild mit den Händen um sich, wie jemand der ohne es zu können, versuchte Gebärdensprache zu benutzen. Tia fing an zu lachen, das war Doni, tollpatschig und kindhaft
"Jetzt mal ganz ruhig, was ist passiert?", Doni zog tief Luft in die Lunge.
"Adrian meinte sich mit mir anlegen zu müssen!" sah sie ihre Freundin an, als ob dieser eine Satz alles erklärt hatte. Die Lippen fest aufeinander gepresst, um den Drang los zu geiern, nicht nach zu gehen, hob Tia die Augenbrauen. Doni seufzte
"Adrian ist dasselbe wie wir und er meint mich küssen zu müssen!" versuchte sie es mit einem anderen Satz, nun sah Tia sie fassungslos an, das konnte überhaupt nicht sein, unmöglich, ihre Familie waren die einzigen die unter diesem Fluch standen.
"Du musst dich irren!" hielt sie überzeugt gegen, Doni schüttelte den Kopf
"Sieht das wie eine Einbildung aus? Da hat er mich verarscht und tat so als ob er mich beißen wollen würde!" zeigte sie mit dem Finger auf die rote Stelle an ihrem Hals, wobei ihr Gesicht rot anlief und die Hitze es noch unangenehmer werden ließ.
"Das war Adrian?" legte Tia den Kopf schief, Doni nickte energisch.
"Und er hat dich geküsst?", Donis Ausdruck wurde dunkler, was schon Antwort genug war.
"Und wie war es?" lachte Tia. Doni seufzte niedergeschlagen.
"Mein Herz rast noch immer. Aber das tut nicht zu Sache, dieses.."
"Dein Herz rast?" schnitt Tia ihr das Wort ab. Angefressen sah Doni sie an
"Das bedeutet dann wohl oder übel dass du Gefühle für ihn hast!" lachte Tia sie aus, weil ihr Blick nicht unbedingt verliebt, sondern rasend vor Wut aussah.
Den ganzen Weg bis nach Hause hatte Tia mit dem Thema keine Ruhe mehr gegeben. Zwar zwischenzeitlich auch von ihrer Begegnung mit Kevin berichtet, aber ansonsten Doni die ganze Zeit nur die Tatsache vor Augen gehalten, das sie fest der Meinung war, das sie Gefühle für Adrian habe.


In ihrem Bett die blauen Tapeten der Wand angestarrt, musste Doni noch immer mit ihrer Innerlichen Wut kämpfen. Denn so jemand wie Adrian wäre der letzte den sie lieben würde, ehr würde sie freiwillig in ein Säure Bad rein hüpfen, Schloss sie die Augen und schlief unmittelbar ein.

"Du liebst mich also ja? "
"Nein tu ich nicht!" schrie Doni Adrian mit immer wütenderem Ausdruck an, wie ein kleines Kind was bockte.
"Dein Herz da sagt mir aber was anderes!" deutete er mit dem Zeigefinger auf ihre Brust
"Tut es nicht ..nein ich liebe dich nicht, klar "
"Doni du liebst mich --mich ..dein Herz gehört mir! "
"Halts Maul ..mein Herz gehört niemanden " verengten sich Donis Augen immer weiter
"Doni du liebst mich --mich ---dein Herz gehört mir " war es schon fast so, als ob er es amüsiert singen würde, wie ein Kinderlied und dabei das Grinsen in der Stimme mit erklingt.
"NEINNNNN" total verdutzt schaute Doni nun direkt die Oberfläche ihres Kleiderschrankes an. mit im ersten Moment riesigen Fragezeichen in den Augen.
-nur ein Traum- ließ sie sich wieder nach hinten gegen die Kissen sinken. Den Traum und alles was damit in Verbindung stand von sich weg geschoben.


Mit desinteressierten Blick saß Doni in der Klasse, auch wenn sie das alles wusste, verstand sie nicht wen all das interessieren sollte, wen interessierte wann der erste Weltkrieg war, oder wer diesen anzettelte, oder wann die Revolution begann, geschweige wer der erste Präsident war. All die danach folgenden Plagiate der Ereignisse schon außen vor gelassen. Sie lebten doch im hier und jetzt und nicht zu jenen Datierten Jahrhunderten.
"Doni "
"Was??!!!" sah Doni ihren Lehrer perplex an, nicht wissend ob er ihr zuvor eine Frage gestellt hatte oder nicht.
"Kannst du mir bitte etwas kreide aus der neben klasse hohlen??", entgeistert erhob sich Doni, wobei man ihr die Entgeisterung deutlich ansah, aber der Lehrer mit Absicht ignorierte.
Den Flur entlang geschlendert, weil sich der Lehrer samt der ganzen Schüler aus der Nebenklasse eine Etage weiter unten im Geschichtsraum befand. Fing sie wieder unwillkürlich an zu träumen.
Sie stellte sich andauernd vor, wie sie in der schule auf dem Dach stehen würde und allen zeigen würde was sie wirklich war, ein verlockender Gedanke, leider viel zu surreal, da könnte sie sich gleich Grün anmalen und sagen sie sei Hulk, würde den selben Effekt besitzen. Ging sie zum Fenster hin, wo ihr Blick stutzig wurde, als sie Adrian dort unten auf einer Bank sitzen sah, dem Blick zum Himmel gerichtet "Er sieht irgendwie traurig aus!" hob sie mitleidig die Augenbrauen an.
Vieleicht war es nicht unbedingt die mitfühlendste Idee die Doni hatte, doch das bedeutungsschwangere Grinsen auf ihre Lippen, mit dem sie die Treppen runter zum Schulhof ging, verschwand auch noch nicht als sie bereits vor ihm stand und Adrian nun seinen Blick vom Himmel auf Doni richtete.
"Hattest du Sehnsucht nach mir?" grinste er, als ob der traurige Blick von gerade niemals auf seinem Gesicht existiert hätte.
"Wieso gerade so einen hundeelenden Blick drauf gehabt? Hast noch immer keine gefunden die du wandeln kannst?", Adrians Blick blieb grinsend, als ob ihre Worte seine Ohren gar nicht erreicht hätten.
"Du scheinst dich ja drum zu reißen, bist du so sehr in mich verliebt?", knall rot angelaufen sah sie ihn angefressen an, was allerdings mehr von der Erinnerung an ihren Traum rührte.
-Doni du liebst mich, mich, dein Herz gehört mir!- lachte ihr Verstand in einer fröhlich auslachenden Polonäse
"Das Glaubst du doch wohl selbst nicht oder?" hob sie den Kopf an, einen Moment sah Adrian sie still an, bevor er zu ihrem Schock plötzlich hoch schnellte und genau vor ihr stand.
"Was ist, willst du dass ich es erneut tu?" neigte er amüsiert über ihren entsetzlich erschrockenen Blick den Kopf. Doni schwieg, sah ihn nur weiterhin böse an. Währen keiner von beiden merkte das Steffi vom Fenster aus die ganze Situation sah und ihr Gesicht nichts Gutes erwarten ließ.
"Na was ist?" kam er ihr mit dem Gesicht näher
"Wag es dich!" blieb sie ruhig stehen, im Glauben das er es hier, wo jeder mögliche es vielleicht sehen könnte, nicht wagen würde. Adrian Blick würde eigenwilliger, auch wenn er sich selber später einredete dass es ihre provokanten Worte waren, wusste er insgeheim aber dass es nicht dem war, dass er es bloß wollte. Wo er ihr mit einem Mal die Hand in den Nacken und seine Lippen auf die ihre drückte, während seine anderen Hand sie am Rücken gegen sich presste.
Donis Herz raste fürchterlich, der Moment schien stehen zu bleiben, das was als harmloser Spaß begann, entwickelte sich zu etwas wirklichem, zu einem Kuss, in dem beide das letzte bisschen an Wiederstand in ihren Herze verloren und doch nicht zugeben wollten.
"Du..." schrie Doni fauchend, als sie es endlich geschafft hatte sich los zu reißen.
"Was? Willst du noch mal?" lachte er unbeeindruckt. Indem Doni direkt gleich mehrere Schritte zurück gewichen war.
"Was ist, legen wir das Kriegsbeil zur Seite?" sah er Doni mit einem Mal ernst an. Verdattert hatte es der zierlichen Blondine die Sprache verschlagen. Den Blick zur Wiese hinter hin gerichtet, überlegte sie ob er es ernst meint, aber was hätte sie zu verlieren? Sah sie wieder zu ihm und nickte, was ihn ebenso überraschte, wie die Frage diesen Affekt zuvor bei Doni gehabt hatte, den eigentlich war es nur ein Spaß von ihm gewesen, aber warum nicht, sah er sie ebenfalls nickend an und setzte sich zurück auf die Bank, worauf er ihr signalisierte sich ebenfalls zu setzen.
Wieder einen Schritt zurück gewichen und den Blick misstrauisch auf ihn gerichtet, musste Adrian lachen
"Keine Angst, ich hör auf mit den Scherzen!" versicherte er, prüfend sah sie ihn an, sollte sie es ihm glauben? Sie wusste es nicht, aber vorerst wollte sie es riskieren und setzte sich, wenn auch zögerlich, wirklich neben ihn.
"Was würdest du sagen wenn ich dir jetzt erzähle, jemanden zu lieben, aber schon viel länger als du denkst ...aber Angst um diese Person habe und mich deswegen von ihr fern halten muss?" wendete er ihr bei dem letzten Wort sein blick zu .
Nachdenklich legte Doni sich zwei Finger auf die Lippen, es kam schon etwas verdammt verwirrend für sie rüber, was sie aber natürlich nicht zu geben wollte.
"Du verstehst es nicht richtig?" grinste er, was eigentlich mehr ein belächeln seiner eigenen Handlung war, wie sollte jemand diese Worte auch verstehen können.
"Wenn man jemand liebt, beschützt man den jenigen auch, aber meinst du das du sie schützen kannst, wenn du dich von ihr fern hältst?", für den Moment hatte Doni mit dieser Aussage den verwunderten Blick von Adrian auf sich ruhen, ihre Worte hatten ihn überrascht, da lag erschreckend viel Wahrheit drin, ohne dass sie selbst erahnen könnte wie viel. Doch fing er im selben Moment auch an zu lachen, erhob sich und ließ die deswegen angefressene Doni, dort allein zurück.

-Sorry kleine, doch du würdest mich nicht verstehen und vielleicht auch nicht verstehen wollen -lag sein Herz schwer.
Denn Adrian wünschte sich selber so sehr es ändern zu können, die Begebenheit verändern zu können, doch egal welche Variante er der Wohlmöglichkeit in seinem Verstand zu dachte, das Resultat blieb dasselbe und zwang ihn von dem Mädchen was sein Herz wirklich liebte fern zu bleiben.
Seine Worte wie ein Gesicht ohne Augen, dessen Rätsel Doni nicht in der Lage war zu erkennen, in ihrem Gedächtnis wach gerufen, blieb sie auf dem Punkt stehen, das sie den Inhalt nicht verstand.
Jedoch ließ sich dabei auch etwas anderes für Doni bemerkbar machen, ihr Herz sackte ein Stück tiefer, versuchte in dem schwarzen Loch der eigentlichen Emotionslosigkeit auf zu atmen, um mit den Worten von Adrian -das er jemanden schon sehr lange liebte- wieder in der Versenkung seiner Dunkelheit zu versinken.

Mit dem Resultat ihrer Gedanken, was die leere Gleichgültigkeit wieder in Donis Augen schlug, kam diese zurück in die Klasse
"Wo ist die kreide Doni?" schaute der Lehrer sie angesäuert an, vor allem da sie auch schon viel zu lange weg gewesen war..
"Oh scheiße...!" , die Augen groß aufgeschlagen sah sie den Lehrer demütig an, sie hatte das völlig vergessen gehabt und durfte als Strafe den Rest des Unterrichtes vor der Tür warten, was nicht viel weniger daher kam, das sie nebenbei auch noch fünfzehn Minuten zu spät gewesen war.
Verwundert wegen dem Schatten der sich über ihr Gesicht legte, sah Doni auf und blickte in das erst liegende Gesicht von Tia rein.
"Was ist los Doni?" sagte ihr Blick eindeutig aus, das es keine Höfflichkeitsfrage war, ebenso wie der tadelnde Ton ihrer Stimme
Auch wenn Doni im ersten Moment das Thema abwinken wollte und die tiefen Schatten in ihren Augen den Anschein machten sich nicht erweichen lassen zu wollen, sah sie es Tias Gesichtsausdruck an, das diese sich nicht abwimmeln lassen würde, also erzählte sie.
Aufmerksam hatte Tia sich das ganze angehört, während sie neben Doni dort auf dem Boden saß, mit dem Rücken gegen die Wand und eigentlich schon längst vom Lehrerzimmer wieder hätte zurück sein müssen.
"Mensch Doni, sag es ihm doch einfach, sag das du ihn liebst, was hast du zu verlieren?", ja was hatte sie schon zu verlieren? Außer ihr Gesicht! sah Doni ihre Cousine Wortlos an.
"Er ist übrigens mit Steffi nicht mehr zusammen! Falls es das sein sollte was dich bedrückt!" schwang in Tias Augen etwas für Doni merkwürdig fremdes mit.
Doni wollte gerade etwas sagen, ihr erklären das es nicht daran lag, sondern an dem Gespräch was sie zuletzt geführt hatten, was sie ihr in diesem Moment auch bereit gewesen war offen zu legen, als die Nebentür plötzlich aufging und Tia gleichwohl wie sie Adrian raus kommen sah und realisierte das er sie noch nicht gesehen hatte, seinen Namen wie einen Befehl zum Stehen bleiben aussprach.
Irritiert drehte Adrian sich um und sah Tia fragend und dann unwillkürlich Doni an, dessen Gesicht bleich wie die Wand hinter ihr war, vor der sie noch immer angelehnt saß, während Tia schon aufgesprungen vor ihm stand.
"Na los Doni!" warf Tia der jungen Dame einen drängenden Blick zu, welcher Adrian fragender und sie peinlich gerührt auch noch das kleine bisschen Rest an Farbe im Gesicht verlieren ließ, mit dem sie ihn nur fassungslos, oder ehr sprachlos ansah.
"Möchtest du mir etwas sagen Doni?" legte er grinsend den Kopf schief, nun besaß Doni Farbe im Gesicht, allerdings war diese unangenehm rot.
prustend in ein schallendes Gelächter ausgebrochen, sprangen Tias Augen immer wieder von Doni zu Adrian und von Adrian wieder zu Doni
"Was hast du zu verlieren Doni?" drängte sie weiter, ohne zu bemerken dass sie damit Doni nur weiter in die Enge trieb, als ihr damit zu helfen.
"Sie wollte dir etwas wichtiges sagen!" blickte Tia, zwar nicht mehr lachend, aber noch immer schmunzelnd zu Adrian, dessen Gesichtsausdruck nicht verriet was er dachte.
"Ich muss eben zum Sekretariat!" drehte Adrian sich um, als Doni nach einigen Sekunden des Schweigens noch immer nichts gesagt hatte
"Ich liebe dich!" erklang jedoch synchron ihre Stimme dünn. Die Augen weit aufgerissen stoppte Adrian, hatte sie das wirklich gerade gesagt? Legte sich ein trauriger Schimmer in seine Augen, den weder Tia noch Doni sehen konnten und von einem zufriedenem Grinsen kaschiert war, als er sich Doni wieder zu drehte
"Wieso sagst du das denn nicht gleich! Ich würde sagen, dann sollten wir es mal mit einem Date versuchen! Sei acht Uhr am Kronsenskino!" begleitete seine Aussage ein breites Grinsen, doch als er sich wieder umdrehte und nun wirklich ging, war es wieder dieser traurige Funke der in seinen Augen aufflackerte.
Lächeld sah Tia ihre Freundin an, wie ihr Blick noch immer erstarrt auf dem Punkt lag wo Adrian gerade verschwunden war. Tia wollte sich ja wirklich für sie freuen und das Lächeln auf ihren Lippen war auch echt, doch ihr Herz schaffte es nicht diese Euphorie auf zu bringen. Denn auch sie hatte sich bei der ersten Begegnung in Adrian verliebt gehabt, was sie nun in ihren Herzen für immer unausgesprochen versiegeln wollte.

Es war genau nun fünf Minuten vor acht Uhr und Tia hatte ihre Freundin bis zum Kino begleiten müssen und war dabei beinahe gewillt gewesen sie hinter her zu schleifen, als sie alle paar Meter Zweifel an all dem bekommen wollte. Doch nun stand sie dort, sah Tia nun auch Adrian auf die beiden zu kommen.
"Ich bin sofort wieder weg, war nur der Begleitservice nach hier hin!" lachte sie unbekümmert
"Du kannst aber auch gerne mit kommen!" wand Adrian allerdings ein, als Doni das hörte, versetzte es ihrem Herzen einen ungewollten Stich. Wieso fragte er bei einem Date, was er nun mit ihr haben sollte, Tia ob sie mit kommen mag? Gingen ihre Augen stumm gesprochen in Adrians Gesicht, wobei ihr seine Worte wieder in Erinnerungen zurückkamen, er liebte schon jemanden eine sehr lange Zeit... Tia? Schwenkte ihr Blick nun zu der jungen Dame neben sich.


Neugierig besah Doni sich die Anzeigetafel, insgesamt liefen sieben Filme, wovon zwei in 3D gezeigt wurden, wanderte ihr Augenmerk über die Plakate hinweg. Es war zwar nicht das erste Mal das Doni in einem Kino war, doch das erste Mal das sie es mit einem Jungen war, raste ihr Herz.
"Gehen wir in die Komödie da?" fragte Doni und zeigte dabei auf das zweite Plakat, auf dem ein Mann mit einer unechten Blume in der Hand blöd rein kuckte.
Keine Antwort…
„Adiran, Tia?“ drehte Doni sich um
-Sie sind da stehen geblieben!!- sah sie die beiden bestürzt an, wieso waren sie da stehen geblieben? Flackerte die Starre in ihren Augen, womit, als sie sah das die beiden etwas entfernt stehen geblieben waren. Der Anblick der beiden schmerzte, wie fröhlich er wirkte und verlegen sie, sollte da etwa mehr sein? Sickerte Zweifel und mit ihr die Gleichgültigkeit wieder in ihre Augen, aus dessen Tiefe ihr Herz es erst raus geschafft hatte und nun hoffnungslos wieder versank.
Deprimiert sah sie wieder zurück auf die Anzeigetafel, das Kino war gut besucht, allein neben ihr standen nun drei Leute, wovon zwei ein paar zu sein schienen, bemerkte Doni nun das ihr die Lust auf einen Film gänzlich vergangen war.
Mit stechender Kälte in den Augen ging Doni an den beiden vorbei zurück, blieb allerdings einige Schritte, mit dem Rücken zu den beiden gewandt, hinter ihnen stehen, als Tias Lachen plötzlich verebbt war und eine kurze für Doni seltsame Stille eintrat
"Ja, das war ich die nach dir sich erkundigt hatte, doch nun wo Doni Gefühle für dich hat.." brach sie den Satz wieder ab, während Donis Augen groß wackelten vor entsetzlicher Unfassbarkeit
"Da kam dir deine Freundin wohl zuvor!" lachte Adrian, womit Doni durch die Gläsernen Türen aus dem Kino wieder heraus ging.
Seufzend sah sie hoch zum Himmel, die Temperaturen waren noch immer angenehm, sah sie kurz zu den beiden jungen Männer, die etwas von ihr entfernt an einem Aschenbecher standen und gelassen an ihren Zigaretten zogen, blauer Dunst der wie ein Schleier sich nach oben zog.
Nach fast zwanzig Minuten kamen Adrian und Tia tatsächlich auch raus, dachte Doni sich niedergeschlagen, ohne dass ihr Herz sich in diesem Moment regte. Sie hatte es wirklich erst jetzt bemerkt dass sie überhaupt nicht mehr anwesend gewesen war! Lachte der Hass latent durch ihre Augen.

"Alles in Ordnung?" fragte Adrian, da er nicht verstand wieso sie anstatt drin, nun hier draußen stand.
"Alles bestens!" sah sie ihn mit noch immer denselben kalten Ausdruck in den Augen an, was Adrian sofort bemerkte, es war der selbe Emotionslose Glanz denn sie zuvor auch besessen hatte, bevor von einem Tag auf dem anderen sich ihr Minenspiegel plötzlich zu verändern wusste (Seitdem Tia da war)
"Was ist los Doni?" versuchte es nun Tia, doch auch sie erreichte Doni durch die Mauer ihrer Gleichgültigkeit nicht.
"Habt ihr euch für einen Film endschieden?" fragte sie stattdessen nur, ohne auf die Frage einzugehen.
"Wir hatten an einen Horrorfilm gedacht!" lächelte Tia
-Klar warum nicht, ist ja passend für ein Date!- nickte Doni ohne was zu sagen und betrat durch die Glastür wieder das Innere des Kinos.
"Was hat sie?" wartete Adrian bis die Glastür sich wieder geschlossen hatte
"Ich weiß es nicht, doch was auch immer es ist, Doni ist nicht jemand der einfach so sauer oder eingeschnappt wird. Wenn sie anfängt auf Distanz zu gehen, bedeutet es immer größte Alarmbereitschaft" senkten sich Tias Augen demütig, den ihr gegenüber hatte sie die selbe Ablehnung in der Haltung besessen.

Die Kinokarten gekauft, wollte Adrian gerade Tia ihre Sitzkarte überreichen und Doni sagen das er für sich und sie eine dieser Zweiersitze ausgewählt hatte, als diese Tia allerdings zuvor kam und mit der Karte in das Kino Nummer 6 verschwand.
"Sie hat die einzelkarte genommen!" sah Adrian Tia entrüstet an, Tia nickte, sie hatte die Situation nun erfasst gehabt und auch die offensichtliche Gefahr indessen, denn als sie das Kino betraten, in das Doni vor ihnen rein gegangen war, fehlte von ihr jede Spur.
Unwissend wo genau diese nun war, endschieden die beiden auf ihre Plätze zu warten, wo Tia natürlich nicht auf Donis Platz saß, sondern auf dem ihr eigentlich auch zu gedachten, wo der zwischen den beiden noch immer leer war.
Aber als die Vorschau dann zu Ende war, der Film begann und von Doni noch immer jede Spur fehlte, wurde den beiden bewusst das sie nicht mehr kommen würde, das Doni gegangen war.
Auch wenn der Film das was er versprach sogar bei weiten übertraf, schaffte keiner der beiden sich auf dem Inhalt dessen wirklich einzulassen, irrelevante Bilder, die den Inneren Dialog mit der Frage bestückt, was verkehrt gelaufen ist, nicht durchdringen konnten.
"Sollen wir schauen ob Doni zu Hause ist?" fragte Tia, was für Adrian endlich das Stichwort war aufstehen zu können.

Den zehn Minuten Weg hinter sich gelassen, blieben die beiden vor Tias Haustür wieder stehen, dem Haus was Doni für lange Zeit allein ihr eigen nennen konnte und indirekt auch das zu Hause ihrer Mutter gewesen war und somit letztendlich wirklich Donis Eigentum.
"Was sollen wir sagen?" fragte Adrian damit die Frage, die unvermeidlich vorher geklärt werden musste
"Um ehrlich zu sein, ich weiß es selber noch nicht, ich weiß ja nicht einmal wieso sie plötzlich so ist!" zuckte Tia demütig mit den Schultern, während die Kirchenuhr neun Uhr schlug.
"Weißt du was merkwürdig war?", ratlos sah Tia Adrian an, bevor dieser weiter sprach " als sie mit die Karte abgenommen hatte, grinste sie kalt und meinte: aber nun wo ich Gefühle für dich hab, ist das nicht ein lustiger Witz?"
Tias Augen senkten sich überlegend- aber nun wo ich Gefühle für sich habe.. Witz? Gefühle?-
-Oh Gott... aber nun wo Doni Gefühle für dich hat- hob sie entsetzt den Kopf an
"Sie hat uns beim Reden gehört gehabt, meinen Satz gehört gehabt, wo ich doch sagte, das aber nun wo Doni Gefühle für dich hat!" wurde ihr Gesicht immer bleicher, womit sie hastig versuchte den Schlüssel ins Schloss zu bekommen und sie aufgerissen, beinahe über ihre eigenen Füße gestolpert wäre.
"DONI?! DOOONNNIII!" schrie sie und lief wie vom Tod gejagt durchs ganze Haus
"Doni ist nicht hier!" kam Tias Mutter aus dem Schlafzimmer, wobei ihr Mann mit ebenso gähnender wie unsicherer Haltung dem folgte, aber im selben Moment wie Kathrin auch, die Augen weit aufrissen
"Er ist auch..." starrte sie ihn geschockt an, wo Adrian mit demselben Blick auch die Eltern von Tia ansah
"Das kann nicht sein! Oder hast du Tia, oder Doni?", Tia schüttelte mit dem Kopf
"Wenn sie wissen wollen ob ich gewandelt wurde? Ja, aber dies liegt schon mehr als ein Jahr zurück!"
"Wenn es nicht Tia und auch nicht Doni waren, wer war es dann?" konnte man ihrem Gesicht ansehen das sie dem ganzen nicht traute. Kathrin wusste das dieser Fluch nur auf ihrer Familie beruhte, wie also konnte das sein? Standen sie noch immer wie entsetzte Salzsäulen im Flur, dessen Starre nun von Tia wieder durchbrochen wurde
"Mama, war Doni hier gewesen?", überlegend sah Kathrin ihre Tochter an, sollte sie etwas sagen? Oder schweigen?
"Tia, Doni war gerade hier und sie.." verstummte Julian wieder, von dem Ellenbogen seiner Frau gestoppt. Auf dem ersten Blick würde jeder denken das dort in diesem langgezogenen Flur vier beinahe gleichaltrige sich gegen über standen, doch wenn man die Wahrheit dahinter kannte, würde man sehen das Kathrin die stärkste Autorität besaß, die Mutter von Tia und Ehefrau von Julian, dessen Gesicht in diesem Moment mittleidig auf ihre Tochter sich richtete und kurz dabei auch an Adrian vorbei streifte.
"Tia, sie ist gegangen!"
"Wie sie ist gegangen?" fragte Tia Hysterisch, was sollte das bedeuten, wohin sollte Doni gegangen sein, was hieß hier gegangen? Schrien ihre Augen fordernd
"Sie sagte nur, dass es manchmal besser ist zu gehen, als zurück zu schauen!" konnte ihre Mutter darauf leider keine Antwort geben. Ebenso wenig wie sie eine aus Doni heraus bekommen hatte, oder sie zum nicht gehen bewegen konnte. Doni hatte sehr viel von Sahri in sich und vor allem bedeutete dies dass sie sich von niemanden etwas sagen lassen würde und immer Konsequent ihren Weg zu bis zum Ende ging, wie auch immer der aussehen vermochte.

Die Tage vergingen in denen die Abwesenheit von Doni immer deutlich anfing sich auf Tias Seele bemerkbar zu machen. Doni war schon immer der Mensch gewesen, der ihr am wichtigsten war und ihre Gedanken ließen den Tag, die Situationen aus dem Kino immer wieder Rewü geschehen. Wo Tia deutlich mit bewusst wurde was sie falsch gemacht hatten, was der Grund gewesen war für Donis handeln, sie hatten ihr das Herz gebrochen und es nicht einmal bemerkt. Mit einen einzigen Satz denn sie rein aus dem Effekt sagte, eine Antwort auf die Frage wieso sie sich zuvor über ihn erkundigt hatte, ob er ihm Doni bezüglich nicht trauen würde. Ein Satz den sie niemals hätte sagen dürfen.


Seit diesem Tag war nun ein Jahr vergangen, dreihundertfünfundsechzig Tage, wo weder Tia, noch ihre Eltern oder Adrian etwas von Doni gehört hatten und sie langsam anfing für sie in den Gedanken der Vergangenheit an zu gehören.
Sie war ebenso von einem Tag auf dem anderen verschwunden wie es Sahri der Zeit tat, doch konnte sie nicht ahnen wie falsch sie mit diesem Vergleich lagen.
Der Sommer hatte die Lustlosigkeit der Schüler aufs grausame in die Höhe schlagen lassen und ließ nun trägen Augen zur Tür hin blicken, als ein Lehrer den Klassenraum betrat
"Ihr werdet ab heute eine neue Schülerin bekommen!" kündigte dieser an, womit die Trägheit der Augen verschwand und sich die Köpfe neugierig hoben.
"Du kannst rein kommen!" sah der Lehrer zur Tür hin, welche noch immer offen stand und nun eine junge Dame rein kam.
Erschrocken ging Adrians Kopf noch ein Stück höher, während seine Gedanken nur ein Wort erhallen ließen
-Doni?-
"Stell dich bitte vor!" war die Stimme des Lehrers zwar auffordernd, aber auch freundlich.
Mit sicheren Blick wand die junge Dame sich der Klasse zu, ein freundliches Lächeln was keiner ihrer Gedanken offenbarte.
"Ich bin Darin Weals, habe zuvor in den Staaten gelebt und hoffe dass ihr Nachsicht mit mir haben werdet!" sahen ihre Augen niemanden und doch alle an
-Doni?- sah Adrian sie noch immer direkt an, ohne auch nur einmal mit den Wimpern zu zucken, sein Herz verkrampfte und die Starrheit seiner Augen wollte nicht abklingen. Dabei wusste er, Doni hatte blondes, seidiges blondes Haar und dieses Mädchen glatt verlaufenes dunkles Haar, auch die Frisur, es war nicht dieselbe, Doni besaß keinen kurz geschnittenen Pony und doch war das Gesicht dasselbe, war es das denn wirklich? Fragte sein Verstand, doch sein Herz wusste es, es war dasselbe.
"Okay, du kannst dich dann da vorne neben Klara setzten, wies der Lehrer Mittig auf eine Schülerin mit Pferdeschwanz und freundlich grünen Augen, auf die Darin mit einem ebenso, wenn auch gespieltem Lächeln zuging.
"Hi!" strahlten Darins Augen richtig, froh endlich nicht mehr allein zu sein
"Auch Hallo!" setzte Darin sich, hinter dessen Fassade in Wirklichkeit Doni steckte. Es war nicht die Sehnsucht, oder der Hass, der sie zurück geführt hatte, sondern das was sie in der Zeit, als sie Anfing, sich wirklich auf das was sie war einzulassen, in ihren Träumen gesehen hatte. Der Countdown hatte angefangen runter zu zählen und ihr Herz war mitten drin gefangen.

Immer noch mit demselben Lächeln erhob Doni sich, als die Schulglocke zur ersten Pause ertönte und Adrian mit dem Rücken am Türrahmen stand, die Arme ineinander gelegt und den blickt offensichtlich auf Doni, welche sich teilnahmslos an der Situation erhob und an ihm vorbei gehen wollte, allerdings von seinem Fuß, den er gegen die andere Seite des Türrahmes stemmte, ans weiter gehen gehindert.
"Was willst du?" fragte sie unberührt, Adrians Augenbrauen drückten sich tiefer ins Gesicht, während alle anderen schon die Klasse verlassen hatten und nur sie noch mit ihm zusammen sich nun drin befand
"Was soll das, ich weiß das du es bist Doni!" war seine Stimme rau und sein Herz noch immer nachtragend, was ihr den Vorfall im Kino noch immer nicht verziehen hatte.
Mit ausdruckslosen Augen sah Doni ihn an, wie jemand der weder den Inhalt, noch die Worte die gesprochen wurde hören konnte
"Ich glaube du musst mich mit jemanden verwechseln!" senkten sich ihre Augenlieder gelangweilt
"Sieh mir in die Augen, sieh Tia in die Augen und sag dass du nicht Doni bist!" blieb der raue Klang seiner Stimme ungebrochen, ebenso wie ihr lethargischer Blick, der noch immer in seinen Augen lag.
"Wie ich sagte, du musst mich mit jemanden verwechseln, bring diese Tia und sie wird es dir wahrscheinlich auch sagen!"
-Diese Tia?- zweifelte Adrians Verstand für den Moment an seiner eigenen Meinung, sollte Doni wirklich Tia mit >dieser< betiteln?
"Okay, kommt mit..." wollte Adrian nach ihrer Hand greifen und sie mit sich ziehen, doch hatte Doni kalt ihre Hand weg gerissen und sah ihn strafend an
"Ist in Ordnung, zeig mir diese Tia!" ging sie an ihm vorbei, gnadenlos bei der Lüge geblieben.
Wortlos waren beide den ganzen Weg die Treppen bis hin zum Schulhof runter gegangen, wo Adrian ganz genau wusste, das Tia in der Raucherecke sich aufhalten würde. Eine provisorisch plattgetretene Ecke hinten am Zaun, wo die Sporthalle den Lehrern die Einsicht verwehrte.
"Tia!", grinsend drehte diese sich um und sah Adrian strahlend an und bevor dieser auch nur reagieren konnte, sie hätte vorwarnen können, hatte sie schon ihre Lippen zum Reden geöffnete gehabt
"Sag nicht wir gehen später nicht Essen, das dir was dazwischen gekommen ist, du weißt ganz genau, das ich mir extra deswegen ein neues Kleid geholt hatte!" glänzten ihre Augen im Einfluss der Euphorie. Was Doni ohne Regung im Gesicht mit ansah, kein Entsetzen, kein Ausdruck von Schmerz, oder vielleicht Demut, nichts! Sah Adrian sie an, als ob sie keinen Zusammenhang sehen würde, keinen Bezug zu ihr und ihm, folgte nun auch der Blick von Tia seinen Augen, womit sie die dunkelhaarige junge Dame neben Adrian erst richtig realisierte
"Oh Hallo!" versuchte sie, unsicher wie sie war, zu lächeln, erstarrte allerdings im Blick, als die für vermeintlich gehaltene Fremde ihre Gesicht anhob und Tia aufrecht in die Augen blickte
"Hallo!" war ihre Stimme zwar freundlich, aber das Gesicht besaß eine offensichtlich phlegmatische Gelassenheit in den Augen. Als ob sie weder hier sein wollte, noch sich wirklich an der Situation beteiligte, legendlich desinteressiert die Situation so hinnahm.
"Doni?" waren Tias Augen allerdings nun wackelig
"Ich sag doch das du es bist!" lag der Blick von Adrian nun wieder sich seiner sicher auf Doni, währen die anderen drei Schülerinnen versuchten dem Ganzen zu folgen, unter dem auch Melissa war, die allerdings zur Überraschung von Tia und Adrian etwas anderes aussagte "Das ist nicht Doni!"
"Wie kommst du darauf, hast du keine Augen im Kopf?" wurde Adrians Stimme säuerlich, was Tia einen festen Hieb verpasste. Denn auch wenn sie es nach langer Zeit irgendwann doch endlich geschafft hatte den Platz an seiner Seite für sich zu gewinnen, war Doni noch immer anscheinend nicht aus seinem Herzen gewichen.
"Doni hatte unter dem rechten Auge ein Muttermal, zwar war es sehr klein, aber sie hat da keins!"
Von dem Willen zu glauben dass sie es ist geblendet, bemerkte Adrian nun auch was er vorher nicht gesehen hatte und eigentlich doch so offensichtlich war! Sie besaß nicht nur das Muttermal nicht, sondern ihre Augen! Sackte sein Herz weiter runter, diese Augen waren zwar Braun, doch Donis Augen waren nicht einfach nur braun gewesen, sondern beinahe schon schwarz, sie waren unbeirrbar dunkler als es die dieser Person waren, wollte er ihr mit der Erkenntnis dessen den Blick entreißen, den Erinnerungen an Doni wieder entkommen. Doch er konnte nicht.
"Du bist wirklich nicht Doni oder?" zitterte Tias Stimme. Mit einem langsamen eisernen Nein schüttelte die dunkel haarige Schülerin den Kopf, langsam und konsequent.
"Ich würde ja gerne sagen, dass es mir leid tut eure Erwartungen zu enttäuschen, doch ich habe keine Ahnung wer diese Doni sein soll, von daher kann ich euch da leider nicht weiter helfen!" sah sie Tia kurz endschuldigend an und verließ damit wieder die Raucherecke, die nicht aus mehr als plattgetretenen Sträuchern und der Rückwand der Sporthallte bestand.
Innerlich die Tränen weinend, die Doni nach außen hin nicht vergießen durfte, lag auf ihren Lippen ein verlorenes Lächeln, was allerdings überzeugend genug mit den Jahren wurde, um niemanden mehr hinter dem legendlich willkürlich gezeigten blicken zu lassen.

Missgestimmt konnte Tia ihrem Freund die tief liegende Befindlichkeit seines Launepegels ansehen, innerlich kochte er, doch Tia wusste das es in Wirklichkeit keine Wut, sondern reine Verzweiflung war. Er dachte sie wieder gefunden zu haben, das Loch, wessen Tia nun langsam sich eingestehen musste, nicht ausfüllen zu können, mit ihrer Rückkehr wieder schließen zu können.
Dennoch war ein Teil ihres Herzens froh das es sich dabei nicht um Doni gehandelt hatte. Sicher, sie vermisste Doni und es tat weh sie nicht mehr um sich zu wissen, aber genau so viel Angst besaß ihr Herz auch davor das sie plötzlich irgendwann aus dem Nichts heraus wieder auftauchen könnte, das Adrian sie verlassen könnte.
"Ich muss mir die Beine etwas vertreten!" raunte Adrian, ohne Tia angesehen zu haben, welche ihn nur demütig hinter her sehen konnte.
Aufmerksam hatte Melissa die ganze Szene mit beobachtet gehabt, sie wusste was Wirklichkeit war und was nicht, das Doni sich das Muttermahl hatte weg machen lassen und das die Veränderung ihrer Haare ausschließlich dazu diente anders auszusehen. Doni war zurückgekommen weil sie etwas verhindern wollte, nicht um irgendeinen vielleicht vorhandenen Platz wieder einnehmen zu können, oder wohlmöglich, wie Melissa nun dachte, Tia ihren Freund weg zu nehmen, der rechtmäßig ja eigentlich der ihre nun wäre.
Aber selbst wenn sie heraus finden sollte das es sich hierbei wirklich um Doni handelte, würde sie keinen Schritt zurück gehen und umso weiter sie versuchen würden auf sie zu zugehen, umso mehr würde sie auf Distanz davor zurück weichen.

Der Schulhof wirkte mit seinem grau gepflasterten Oberfläche plötzlich überhaupt nicht mehr so edel auf Doni, wie es vorher immer der Fall gewesen war, der Luxus hier war nichts weiter mehr als eine unnötige Verwöhnung von Kindern die mit dem silbernen Löffel zur Welt kamen. Wie gerne würde sie nun das Tor mit seinem matten Grau durchgehen, die Straße überqueren und sich in den dort liegenden Wald zurück ziehen, der Ort an dem sich noch immer nicht wirklich jemand wagte hin zu gehen und nun für Doni unerreichbar erschien. Blieb sie am Tor stehen und sah zwanglos über die Straße zu den grünen Blätterdach hoch.
"Der Wald ist verflucht, oder soll es jedenfalls sein!", Donis Mundwinkel senkten sich, wieso konnte er sie nicht einfach in Ruhe lassen?
"Verflucht?" fragte sie tonlos, Adrian nickte, im Wissen das dieses Mädchen ihn gar nicht ansah.
"Dort soll ein Paar dem die Liebe nicht erlaubt gewesen war, sich das Leben genommen haben und seitdem heißt es, das jeder der diesen Wald betritt, seine Liebe ebenfalls verlieren soll!"
"Wer behauptet das?" sahen die beiden sich beim Reden noch immer nicht an, wie zwei fremde die legendlich neben einander dasselbe ansahen.
Adrian überlegte, ja wer sagte das überhaupt? Wo hatte diese Sage ihren Uhrsprung her? Wollte sein Verstand erst vor resignieren, als seine alten Zellen wieder zu arbeiten anfingen und es sich in seine Erinnerungen zurück rein legte.
"Es heißt dass dort immer wieder Pärchen rein gingen, doch danach sich jedes Mal einvernehmlich trennten. Und wirklich bestärkt wurde es, als es sowohl Schülern von dieser Schule, wie auch einer Lehrerin wiederfuhr!"
Von weiten sah Meliessa sich das alles in Ruhe mit an, Sowohl wie die beiden dort nebeneinander standen, Adrian den Anschein erweckte etwas suchen zu wollen, Doni teilnahmslos keine wirkliche Reaktion auf ihn zeigte und Tia von der Raucherecke, in der die beiden noch immer standen, es ebenso mit ansah wie sie selbst, mit dem kleinen Unterschied, das in Tias Gesicht ein Ausdruck von ersetzlicher Verlustangst sich wiederspiegelte. Die Tia, welche Steffi schon nach zwei Tagen von ihren Thron geworfen hatte, sich niemand auch nur wagte schief anzusehen und Adrian schlussendlich wirklich für sich gewinnen konnte, schien plötzlich nur noch der Schatten ihrer Selbst zu sein. War es die gerechte Strafe weil sie all dies Doni zuvor angetan hatte? Den einzigen Menschen der es schaffte ihr fast völlig zu Eis erstarrtes Herz zu erreichen, ihr Adrian unter den Augen weg zu schnappen? Auch wenn sie dies erst wirklich durch ihr plötzliches Verschwinden schaffte?

Mit stiller Aufmerksamkeit in den Augen, standen Kathrin und Julian oben auf dem Dach der Schule, dessen Schräg verlaufenen Dachschindeln im Schein der Sonne rötlich schimmerten und die Tatsache das sie sich nicht auf der Vorderseite dieser befanden, sondern auf den der nach außen auslaufenden, ihre Gegenwart kaschierte.
"Willst du es Tia wirklich verschweigen?" fragte Julian unschlüssig, sie war ihre Tochter und dennoch wollte sie es geschehen lassen, nicht in all das eingreifen?
Ruhig sah Kathrin die junge Dame an, auch wenn ihr Erscheinungsbild sich verändert hatte, müsste Tia sie erkennen, es war so offensichtlich, dennoch schien Tia sie überhaupt nicht erkennen zu wollen, verzog Kathrin den Mund.
"Wie hat sie es geschafft ihre Aura zu verschleiern?" neigte Julian den Kopf schief, er stellte es zwar als Frage, jedoch war es nicht mehr als das aussprechen seiner eigenen Gedanken, den seine Frau konnte ihm darauf eben so wenig Antwort geben wie er sich selbst.

Schick gekleidet war es nicht die Uhr, sondern das weiß gestrichene Holz der Haustür die von Tia völlig unablässig in Augenschein genommen wurde, wie ein kleines aufgeregtes Kind, was etwas kaum erwarten konnte, und nervös im Flur immer wieder auf und ab ging. Selbst nach diesem halben Jahr was vergangen war, nach dem Tia es endlich geschafft hatte an Adrian ran zu kommen, schien sich so etwas wie Normalität noch immer nicht in ihre Beziehung einbinden zu lassen, wo das offen getragene Interesse was er nun an dieser neuen Schülerin zeigte, das Ganze für Tia noch unerträglicher machte. Sie liebte Adrian wirklich und ein Teil von ihr, der von der Eifersucht noch nicht zerfressene Teil, hoffte das Doni wieder zurückkommen würde, vermisste die sture und emens naive Doni unglaublich. Allerdings ließ die Eifersucht in ihr das Herz dem gegenüber blind werden und es beinahe schon nicht mehr realisieren.
"ICH MACH SCHON AUF!!!" schoss Tia wie jemand der unsichtbare Rollschuhe an hatte, als es endlich schellte, an ihrer Mutter vorbei.
Grinsend sah Adrian sie an, als sie mit weit aufgeschlagenen Augen die Tür aufgerissen hatte und vergessen hatte genau vor dieser noch mal halt zu machen, um sich ein geduldiges und vor allem -Ich-habe-nicht-gewartet-Blick auf zu setzen. Stattdessen sah sie ihn nur peinlich gerührt in die Augen und hoffte das es nicht so ein erbärmliches Bild von sich geben würde, wie sie es befürchtete dass es dies doch tat.
Adrians Grinsen war nicht bösartig oder belächelnd, sondern amüsiert, er fand ihre Überreaktion süß, es war mal etwas anderes als diese ewige gefasste Haltung die Tia sonst immer an den Tag legte, die perfekte und vor allem erwachsene Tia, sah er nun ein anderes Bild von ihr vor sich.
"Sollen wir?" hielt er ihr die Hand hin, Tia lächelte lieblich, wobei sie dankbar seine Hand nahm.
Die Nacht hatte alles in seinen magischen Glanz eingehüllt, Lichter die das kleine, aber renommierte Restaurant sich aus der Maße erheben ließ und Tias Augen strahlen
"Du hast wirklich..?" sah sie erst ihn, dann wieder das Restorant an, dessen Schwelle sie fast erreicht hatten
"Ja, du hast dir doch immer gewünscht dort einmal rein zu gehen oder?" festigte er seinen Griff um ihre Hand und führte sie dem Eingang zu, wo sie drin direkt von einem in schwarz gekleideten Mann empfangen wurden.
Mit traurigem Blick stand Doni auf dem Schrägdach gegenüber und sah still mit an, wie die beiden dieses vornehme Restorant betraten.
Es war wirklich nicht ihre Absicht gewesen den beiden nach zu spionieren, eigentlich nicht einmal sie anzutreffen, ein reiner Zufall, der ihr Herz nun um einiges schwerer machte. Denn eigentlich war sie auf dem Weg zu Melissa gewesen! Milissa war seitdem Vorfall, wo Doni sich von Tia so hintergangen fühlte, die einzige wirkliche Freundin in ihren Leben geblieben, der einzige Mensch zu dem Doni den Kontakt nicht abbrach, wo irgendwann der Punkt kam, an dem sie der Meinung war ihr genug vertrauen zu können um die Wahrheit langsam ihr Wort erheben zu lassen und Melissa reinen Wein einzuschenken.
Dabei war ihre Reaktion ganz anders gewesen als Doni es erwartet hatte! Kein hysterisch ängstlicher Blick, kein Zurück weichen, oder wie in der von ihr schlimmsten eventualitären Vorstellung, schreiend weg zu rennen. Nein, Melissa hatte sie nur weiterhin mit diesen mitleidigen Blick angesehen, traurige Augen die unverändert auf sie gerichtet waren und nur eines sprachen, das sie sich gut vorstellen konnte wie schwer die ganze Situation für sie sein musste. Ja sie war schwer und vielleicht war sie auch mehr als das, denn selbst jetzt noch, nach so langer Zeit, brannte ihr Herz noch immer ohne sich dem Schmerz entziehen zu können! Setzte sie sich in einer schleichenden Bewegungsart auf das Ende des Daches und ließ ihre Füße über die Schindeln hinweg hinunter baumeln.
-Wenigstens du bist glücklich!" sah sie Tia noch durch das Glas der Tür, wie sie den Kellner dankend anlachte und mit Adrian zusammen dann aus dem Blickfeld der Glasscheibe verschwand.
Sekunden vergingen in denen Doni noch immer dort so saß, das tiefe Braun ihrer Augen auf dem Punkt wo sie gerade Tia noch hatte lachen gesehen.
Sie wollte sich eigentlich mit Melissa zusammen einen Film ansehen, ihre Freundschaft war Doni wichtig, doch anstatt dem saß sie nun dort oben auf den Schindeln des Daches und sah in die Nacht hinaus. Ihr Herz ließ einfach nicht zu das sie sich dieser Szenerie entziehen konnte. Was hatte sie falsch gemacht? Wieso war es nun nicht sie die da unten mit ihm saß? Begann der Selbstzweifel in ihr immer stärker gegen das eigenen Selbstbild zu schlagen.

"Adrian?", verwundert drehte Adrian sich auf seinem Stuhl etwas nach hinten, wo er nun überrascht die Augenbrauen anhob, aber zeitgleich zu grinsen anfing, indessen Tia unwissend den jungen Mann ansah, der Adrian mit einem selbstherrlichen Grinsen angesprochen hatte und ebenso wie er selbst in weiblicher Begleitung dort war.
"Dürfen wir uns zu euch setzen?" war seine Stimme sympathisch, doch ließ es die Arroganz, welche deutlich mit schwang, nicht weg denken.
"Natürlich... Oder Tia?" sah er nun die junge Dame an, hilflos lächelte Tia, die grünen Augen freundlich auf seinen Freund gerichtet. Sie wusste nicht woher, doch Tia war sich sicher dieses Gesicht schon einmal irgendwo gesehen haben zu müssen, diese stechend blauen Augen, die keiner seiner Gedanken preis zu geben schienen, das noch dunklere Haar, was elegant zurück gekämmt war, dazu diese hirnlos wirkende Babypuppe, dessen Lächeln beinahe ebenso dumm wirkte wie ihr Blick, wie jemand der mitten in einer Unterhaltung plötzlich fragt worüber sie genau reden würden.
"Tia, das ist Dilian"
"Dillian Densen?" fiel Tia ihrem Freund entsetzt ins Wort, Adrian lachte bestätigend, ebenso wie sein Freund der gewohnhalberweise grinste.
Adrian war schon seit vielen Jahren sehr eng mit Dillian befreundet, etwas was wahrscheinlich nicht der Normalität entsprach, jemand wie Dillian, ein Millionenerbe, der zwanglos eine wirklich enge Freundschaft mit einem Niemand in seiner Welt führte, wie es Adrian einer war. Ebenso war Adrian es gewohnt das Dillian diese Reaktion bei anderen Leuten auslöste, fassungslose Überraschtheit, eben genau den Blick den nun Tia trug.
"Und darf meine Freundin und ich uns zu euch gesellen?" wiederholte Dillian die Frage von Adrian, Tia nickte, ohne nach zu denken und mit dem Eindruck vermittelnd damit auch überhaupt nicht mehr aufhören zu wollen.
"Ich danke dir Tia!" stand Dillian auf, zog erst den Stuhl auf der rechten Seite, für die blonde Schönheit etwas zurück, bevor er sich auf der linken Seite ihr vor Kopf nieder ließ
"Und wie lange seid ihr nun schon zusammen?" versuchte Adrian nicht zu grinsen, sondern die Frage ernst zu stellen, was Dillian allerdings nicht verborgen blieb, aber seinen Freund nicht verdenken konnte, denn beide wussten das Dillian wie ein Wildfang war den keine Frau zu bändigen wusste.
"Eigentlich gar nicht, unsere Eltern würden uns nur gerne zusammen sehen, nicht war Helena!" war die smilende Untermalung seiner Worte so scharmant gewesen, das Tia nicht einmal auf den Gedanke kam, das es eventuell für diese angemalte Barbiepuppe unangenehm hätte sein können, das er es so direkt sagte, aber das war es ihr auch nicht.
"Und wie steht ihr beiden zu dieser Sache?" sah Tia erst ihn und dann sie unsicher an, weil sie nicht wusste ob es klug gewesen war so eine direkte und vor allem persönliche Frage gestellt zu haben.
"Ich liebe ihn, aber das weiß er ja!" lachte Helena unbekümmert, worauf sowohl Tias wie auch Adrians Blick sich auf Dillian richtete. Das stechende Blau seiner Augen sahen die Blondine sich gegenüber einen Moment schweigend an, bevor er seine Mundwinkel wieder zu einem Lächeln auseinander zog und sagte "Wer weiß was die Zukunft bringt, nicht wahr Helena!?"

Donis Blick wurde demütiger, sie musste an die Worte von Kathrin denken, das nur diese eine besondere Person, die einen ebenso sehr liebt wie man sie selbst liebt, die Wandlung zu einem der ihre überleben würde. Doch wenn Adrian Tia liebte, wer sollte dann diese eine besondere Person für sie sein? Sah sie mit schmerzendem Gefühl im Herzen noch immer hoch zum Firmament, wo die runde weiße Scheibe ihre Strahlen vervielfältigte.
"Sollte ich nach ihm suchen?" verzog sie für den Moment überlegend den Mund
-Dein Vater war durch die drang die wahre Liebe zu finden, bevor er deine Mutter fand, zu einem Monster geworden!-halten jedoch die Worte von Kathrin wie eine böse Warnung in ihren Gedanken wieder. Womit sie so weit nach vorne rutschte, das sie gezwungen war vom Dach sich runter auf die Straße zu begeben.

"Also ein Förmlichkeitsessen, den Eltern zu liebe ja?" war Adrian überhaupt nicht so wie Tia mit Vorsicht diesem Thema gegenüber bestückt. Dillian wollte gerade antworten, hatte schon zum Reden angesetzt, als das Handy in seinem Jacke zu klingeln begann und er entschuldigend die Hand hob, womit er sich ohne etwas gesagt zu haben erhob und an den vielen restlos besetzten Tischen vorbei aus dem Restorant raus ging und in genau dem Moment, wo er das Gespräch entgegen nehmen wollte, eine junge Frau sich ihm zu drehte und mit leeren Augen seinen Blick für den Moment auffing, bevor sie unberührt von seinem sehbar überraschten Ausdruck auf dem Gesicht, wieder umdrehte und weiter ging.
"Entschuldigen sie!" konnte Dillian jedoch nicht umher als sie anzusprechen.
Verwundert drehte Doni sich wieder um, das dunkle Haar in der Umdrehung mit geschwungen und die unermesslich dunklen Augen fragend in die seine gerichtet, während eine Frau etwas weiter einem Mann schreiend, das er ein Ar** sei, die flache Hand ins Gesicht schlug und beide irritiert in genau diese Richtung blicken ließ, doch Dillian sehen musste, als er wieder sie anschauen wollte, das die junge Dame schon nicht mehr da war.
"Alles in Ordnung?" kam indem Adrian heraus und sah seinen Freund stutzig an, er hatte drin noch immer das Klingeln seines Handys hören können und sich darüber gewundert das er noch immer nicht das Gespräch entgegen genommen hatte, weswegen er vorsichtshalber sich vergewissern gehen wollte.
"Du wirst es mir nicht glauben, aber ich habe gerade eine Frau gesehen.."
"Was für ein Zufall und das obwohl es so wenige auf dieser Welt gibt!" lachte Adrian, als Dillian seinen Satz mitten beim Reden einfach abgebrochen hatte
"Nein, das ist es natürlich nicht was ich meine, sondern sie wahr berauschend schön!" sah Dillian seinen Freund allerdings ernst an.
"Wie sah sie aus?" wandelte das Lachen von Adrian sich in ein grinsen. Dillian steckte die Hände in die Hosentaschen, die Haltung war gelassen und seine Lippen noch immer von diesem abwesenden Lächeln belegt, womit er Adrian nun ansah
"Um ehrlich zu sein, ich kann es nicht sagen, das einzige was ich wirklich realisierend wahrgenommen habe, waren ihre Augen, ein paar unnatürlich dunkle Augen!"
"Bitte?" hatte Adrians Ausdruck sich mit dieser Aussage von jetzt auf gleich, von gelassener Amüsiertheit in pures Entsetzen gewandelt
"Wollt ihr nicht langsam wieder rein kommen?" trat nun Tia heraus. Für den Moment sah Dillian sein Handy an, als er bemerkte das es zu klingeln aufgehört hatte, zuckte desinteressiert deswegen mit den Schultern und folgte Adrians Freundin zurück ins Restaurant hinein, dem es Adrian gleich tat, auch wenn seine Gedanken nur ein Wort immer und immer wieder schrien
-Doni!- und ein andere Gedanke sich damit festigte.

Mit schwankender Emotionslage, welche zwischen Gleichgültigkeit und demütigem Schmerz hin und her schwenkte, stand Doni wieder auf dem Dach, dessen Schindeln schräg nach unten verliefen und den Wind nichts entgegen boten, welcher scharf an Doni vorbei zog.
Doni hatte sehr wohl dieses Gesicht auch wieder erkannt gehabt, die stechend blauen Augen, welche geschockt sich in die ihre gerichtet hatte, das dunkle Haar, was streng nach hinten gekämmt war und doch eine lockere Haltung besaß.
Das war der junge Mann den sie schon eins einmal mit Adrian zusammen gesehen hatte, in einer Zeit die weit zurück lag, setzte sie sich in dieselbe Position die sie zuvor auch dort oben besessen hatte, die Beine über die Schindeln hinweg ins Bodenlose gerichtet.

Auch wenn Dillians Gesicht schon wieder diese neckische Unbekümmertheit prägte, er alles belächelnd dem Gespräch zu folgen wusste, sahen seine Augen noch immer dieses Gesicht und seiner Erinnerungen wollte diese dunklen Augen mit etwas, mit einer weit zurück liegenden Erinnerung kompensieren, die es ihm fast unmöglich machte den Inhalt innerlich aufrufen zu können. Als es sich plötzlich wie ein Blitzschlag seinen Verstand eröffnete und seine Augen sich ohne die Frage seiner Begleitung wahr genommen zu haben, auf Adrian richtete
"Erinnerst du dich an Darius, den Käfigkampf?"
"Ja, wieso?" runzelte Adrian die Augenbrauen
"Dieses Mädchen was ihn schlussendlich umgenietet hatte, du sagtest doch das du sie kanntest oder?", wie erstarrt blickten Adrians Augen seinen Freund an. Er meinte Doni, er redete von Doni! schrie sein Herz, was ihn Wortlos nicken ließ
"Wer war die kleine?" verschärfte sich der prüfende Blick von Dillians Augen
"Wieso?" wollte Adrian es nicht sagen, er wollte nicht dass er es wusste, auch wenn Dillian sein Freund war, auch wenn er ihm normalerweise alles sagen würde und er sogar sein Geheimnis kannte, wollte er dennoch nicht dass er es wusste, dass er von Doni wusste.
"Warte mal, der Käfigkampf?" mischte sich jedoch Tia mit ein, doch bevor Adrian noch was sagen konnte, hatte Dillian dem zu genickt und sie es schon ausgesprochen gehabt
"Das war meine Cousine, Doni!" war es nun draußen und Adrians Blick entsetzt, denn wenn Tia gewusst hätte das Dillian über sie ebenso Bescheid wusste wie über Adrian selbst, hätte sie auch gewusst das er durch diese Betitelung auch über Doni nun Bescheid wusste.
Registrierend nickte Dillian dem zu, wie ein Mann der etwas äußerst interessantes herausgefunden hatte, ohne das sein Gegenüber es bemerkte.
"Hat deine Cousine einen Freund?", ungewollt richtete sich Tias Blick bei der Frage entsetzt aus dem Augenwinkel auf das geschockte Gesicht von Adrian, der seinen Freund bis auf Blut erstarrt deswegen ansah, aber zeitgleich seinen Blick wieder zu kaschieren wusste und Tias Blick nun kurz zu Helena wanderte, auch ihr Ausdruck schien nun die Unbekümmertheit, ihrer nicht wirklich hoch reichenden Intelligenz, abgelegt zu haben und große Augen ohne Dillian anzusehen, zu besitzen.
"Du meinst Doni?" sah Tia wieder zu Dillian, welcher desinteressiert an den Reaktionen der anderen beiden sie noch immer auffordernd der Antwort gegenüber ansah.
"Ich weiß es nicht, sie hatte uns vor gut einem Jahr verlassen!" viel es Tia schwer ihre Stimme bei der Aussage nicht zittern zu lassen. Aufmerksam sah Dillian sie an, mit einem nickendem Lächeln, hinter dem jedoch ein skeptischer Ausdruck verborgen war, der den Gedanken das er dieses Mädchen gerade eben gesehen hatte, nicht aussprach. Doch den Blick synchron unbemerkt in seiner Direktheit auf Adrian richtete, legendlich mit dem Eindruck behangen das er ihn wahllos kurz angesehen hatte, doch er wusste das Adrian durch seine Äußerung draußen nun ebenso darüber bescheid wusste wie er selbst auch, die Frage war nur, in wie fern hatte es etwas mit ihm zu tun, wieso er gerade diese Reaktion besessen hatte? Er konnte ja nicht wissen das Doni wegen den beiden gegangen war, das Adrian sie liebte und der Tag an dem sie verschwand sie eigentlich seine Freundin geworden wäre, das er ihr den Ausgang dessen noch immer nicht verziehen hatte und im Gegensatz zu Tia noch immer nicht völlig wusste das er zusammen mit ihr das Herz von Doni eiskalt zerbrochen hatte.
Eine für ihn harmlos erscheinende Situation, in der Tia ihn etwas sagte, was ihm zu jener Zeit eigentlich völlig egal gewesen war, für Doni mit seiner unüberlegten Antwort das schlimmste gewesen war, was er hätte sagen können, was die beiden hätten sagen können, das sie Tia mit ihren Gefühlen zuvor kam.

In der morgendlichen Dunkelheit, weit bevor die ersten Schüler das Gelände der Schule betreten sollten, stand Doni auf dem grau gepflasterten Schulhof. Nostalgische Augen, die mit dem Schleier der Vergangenheit die Leere der Bank ansahen und doch etwas völlig anderes sahen, ein Lächeln auf ihrem Gesicht, was das Echo der Vergangenheit wahr nahm und den Moment in dem Adrian sie dort küsste im Stillstand gefangen hielt.
Aber mit der Frage wer diese ominöse Fremde, welche Adrian schon so lange liebte, sich aber nicht nähern darf, wohl sein würde, den Blick zum Himmel hoch gerichtet.
Die ersten Sonnenstrahlen durchbrachen nun die Dunkelheit, verdrängten den noch vorhandenen Hauch der Nacht und ließ den Tag langsam seine hellen Schwingen sich entfalten.
"Doni?", verwundert wollte die zierliche Brünette sich schon umdrehen, der alten Gewohnheit gefolgt, als eine helle Stimme dies fragte, eine Stimme welche ihr innerliches erzittern ließ und noch immer so vertraut war.
"Du bist es, ich weiß es Doni!" war die Stimme ruhig, nicht fragend, nicht erahnend, sondern wissend. Langsam, als ob es ein schöner Traum sei, aus dem sie jeden Moment drohte zu erwachen, drehte Doni sich um, das Grau des Schulhofs trostlos um sie herum, sah sie mit leeren Augen in das Gesicht der eigentlich nicht mehr jungen Frau hinein, die Doni unvermittelt mit dem Wissen das sie es war, dort ansah.
"Wieso Doni?" fragte Kathrin ohne klagenden Ton, legendlich mit tiefer Reue ihr gegenüber. Donis Augen blieben leer, die eins so geliebte Tante schaffte es nicht ihr Herz zu erreichen, ein Herz was so schwarz geworden war, das nicht ein einziger Lichtfunke mehr hindurch schimmern konnte.
Doch Kathrin wusste dass das eigentliche schwarze Herz, irgendwo noch seine infantile Zerbrechlichkeit besaß, das es mit den richtigen Worten der unerschütterlichen Kälte befreit werden konnte. Doch auch das nicht sie es war, dessen Worte dies hätten erreichen können.
"Auf Wiedersehen!" ging Doni an ihrer eigentlich von ihr eins so sehr geliebten Tante vorbei, ohne noch mal zurück zu blicken, oder zu lächeln, kalt und Emotionslos, genau das was sie alle aus ihr gemacht hatten.
Familie war das einzige was jemand wie sie, wie Kathrin, Tia und ihr Mann auf dieser Welt wirklich besaßen, Gegenwarten die nicht nur ein Wimpernschlag betrugen, auch wenn sie selbst nicht unsterblich waren, betrug ihre Zeitspanne eine andere, eine weitaus enormere, als die der Menschen um sie herum. Was es Kathrin schwer zu verstehen machte, das Doni sie nicht mehr in ihrem Leben haben wollte, sie nicht mehr kennen wollte, wenn sie doch das einzige waren was sie noch hatte.

Gefangen in dem Gefühl der Verzweiflung, dessen Hand, dessen Finger sich immer weiter nach seinem Herz ausstreckten, ging Adrian über den Flur, ohne wirklich ein Ziel zu besitzen, den Druck der Zeit verloren und die Tatsache das der Unterricht gleich beginnen sollte vergessen.
Er wusste das Dillian sie gesehen hatte, unermesslich dunkle Augen, nur Doni besaß diese Augen, blieb er mitten auf dem Gang stehen, als die neue Schülerin aus seiner Klasse eben diesen Gang nun auf ihn zu ging, den Blick zwar freundlich, aber aussagelos auf ihn gerichtet, war sie mit einem Sympathie vorgespielten "Guten Morgen" an ihm vorbei gegangen, Richtung Treppen, die hoch zu den Klassen führte und Adrian eigentlich auch nun hoch flitzen müsste, stattdessen aber mit zusammen gezogenen Augenbrauen da stehen geblieben war.
"Doni?" flüsterte er leise, auch wenn ihre Augen, alles an ihr Merkmale besaßen die Doni nicht besessen hatte, fragte etwas im ihn das noch immer.
Doch konnte es so einen Zufall geben? Sollte Doni und diese Person die dasselbe Gesicht besaß, gleichzeitig auftauchen? Drehte er sich wieder um und sah den Gang entlang, wo Doni gerade noch an ihn vorbei gegangen war.
Unschlüssig hatte Melissa die ganze Szene mit angesehen gehabt, war eigentlich ebenso auf dem Weg zur Klasse gewesen und wollte gerade laut und deutlich ihren falschen Namen, Darin rufen, als ihre Augen Adrian erfassten und sich dafür endschieden die ganze Situation einfach nur vor ihren Augen geschehen zu lassen.
Doch nun, wo sie Adrian so sah, tat er ihr leid, er musste wissen das sie es war, es aber nicht glauben können, wie musste so etwas sein? Wenn das eigene Herz jemand erkannte, doch der Verstand dagegen sprach? Atmete sie schwer ein und aus, wie jemand der versuchte sein Herz wieder leichter werden zu lassen, aber dem nicht in der Lage war. Und nur mit ansah wie Adrian mit einen Mal im schnellschritt in genau die Richtung ging, die Doni gerade gegangen war, die Hälfe des Ganges hinter sich gelassen, zu rennen anfing.

Doni wusste das Adrian ihr hinter her gerannt war, ein unausgesprochenes Katz und Maus spiel, dessen Regeln von ihr aufgestellt wurden und begonnen, als ihr Herz dort oben auf dem Dach realisieren musste das Tia ebenso wenig auf ihre Gefühle Rücksicht nahm, wie sie es nun auch nicht mehr tun würde.
Auch wenn ihr und Adrian keine gemeinsame Zukunft bevor stehen sollte, das Schicksal einen anderen Weg gewählt hatte, wollte sie wenigstens das sie beide denselben Schmerz verspüren, der all die Zeit nun schon ihr kleines Herz quälte, Doni wollte Rache. Stand sie Oben auf dem Treppenabsatz und sah über das Geländer herunter, wo Adrian irritiert stehen geblieben war, als er realisierte das von Doni jede Spur fehlte. Denn was sie alle nicht wussten war, das Doni stärker, mächtiger als sie alle zusammen war, das ihr ein Schicksal zu gesprochen wurde, dessen leid ihrer Macht gleich kam und sich selbst wenn sie wollen würde, nicht ablegen lassen könnte.
"Lasset die Spiele beginnen!"

Als Adrian schon dachte, das dieses Mädchen die Schule wieder verlassen hatte, betrat allerdings genau diese direkt nach der Lehrerin die Klasse, welche gerade die Tür wieder zu machen wollte und Doni nun nur überrascht, aber lächelnd ansah.
"Schnell, setzt dich!" lag in den Augen der Lehrerin etwas sympathisierendes, dessen Doni keinen Nenner finden konnte, es mit einem ebenso freundlichen Lächeln allerdings erwiderte und sich auf zügigen Wege auf ihren Platz setzten ließ.
"Ich dachte schon du kommst nicht mehr!" sah Melissa sie erleichtert an, Doni zog die Mundwinkel zu einem sachten lächeln auseinander, bevor ihr Augenmerk aus dem Blickwinkel sich kurz auf Adrian richtete, prüfend ob er auch wirklich seine Aufmerksamkeit ihr zu richtete und dann wirklich wieder Melissa ansah
"Ich wollte später schwimmen gehen, kommst du mit?" war der Ton ihrer Stimme enorm klar ausgesprochen gewesen um auch wirklich sicher gehen zu können das Adrian ihre Worte mit bekommen würde.
"Schwimmen gehen?" runzelte Melissa für den Moment die Stirn, die Hitze war enorm und gegen etwas Spaß im Wasser hatte sie nun wirklich nichts ein zu wenden, nickte sie einverstanden.
"Okay, ich werde dann nach der Schule mit zu dir kommen und von dir aus gehen wir dann zum Schwimmbad! Hab meine Schwimmsachen nämlich schon bei!" wies Doni zufrieden auf ihre Tasche.
"Okay!" nickte Melissa, wobei ihr der Blick von Adrian ebenfalls auffiel und sie eins und eins zusammen zählen konnte und Doni plötzlich den Blick offen auf Adrian richtete, welche irritiert die Augenbrauen hob.
"Wir wollen später schwimmen gehen, wenn ihr Lust habt, können du und deine Freundin ja mit kommen, ich denke wir sind uns alle einfach nur auf den falschen Fuß begegnet und da Melissa ja mit Tia befreundet ist, kann es vielleicht spaßig werden!", im ersten Moment war Adrian von ihrer Frage so konfus gewesen, das sich erst ein paar Sekunden später das für ihn übliche Grinsen auf seine Lippen bildete, womit er sagte "Ich werde sie fragen, aber ich denke mal das es dabei kein Problem gibt, schließlich sind Tia und Melissa wirklich sehr enge Freunde!"

Auch wenn Tia die Idee mit dieser neuen Schülerin, dem beinahe exakten Abbild von Doni, schwimmen zu gehen nicht unbedingt verlockend fand. Ihre Augen mit dem Gefühl von Verlustangst vollgestopft waren, hatte sie sich ohne die Miene zu verziehen, bloß mit diesem sanften Lächeln was sie immer trug, zu genickt und stand nun mit Adrian und Melissa vor dem Eingang des Schwimmbades. Wo sie noch auf Darin, welche für alle auf ihre eigene Weise Doni repräsentierte, bis auf Tia, warteten.
"Können wir nicht schon Mal rein gehen?" sah Tia Melissa ungeduldig an
"Ja, ihr beiden geht schon mal rein, dann könnt ihr euch schon Mal umziehen, ich warte dann so lange hier!" mischte sich Adrian zu Tias Leidwesen jedoch mit den falschen Worten ein.
"Ja geht!" machte er Nachdruck.
"Aber.." wollte Tia gegen reden, alles in ihr wehrte sich gegen die Idee Adrian und dieses Mädchen allein zu wissen, doch redete Melissa auch dafür
"Komm schon, er hat recht, Adrian muss sich nicht mehr großartig umziehen und so können wir schon mal ins Wasser gehen!" war die Unbekümmertheit von Melissa eine drastisch groß angewachsene Trittfalle. Denn sie hatte Tia es nicht verziehen das Doni wegen ihr so litt und würde alles tun um den Spieß umzudrehen, auch wenn sie Tia vorher ungemein mochte und noch immer starke Sympathie empfand, war Doni ihrem Herzen enorm näher.
"Ist Okay, ich warte!" lächelte Adrian desinteressiert an Tias Einwände. Auch wenn er wusste das sein Handeln verkehrt war, das es sogar anstößig war, konnte er gegen das rationale handeln seiner Sei’s nichts tun.
"Okay!" blieb Tia keine andere Wahl, dies hatte sie ihrer eigenen Eifersucht zu verdanken, die versucht hatte Adrian von dieser Darin weg zu ziehen und ihn somit direkt in ihre Arme spielte, ging sie mit Melissa schon mal rein.

Die ganze Zeit etwas entfernt hinter einer Hauswand gestanden, hatte Doni es sich gelassen mit angesehen, Tias entsetztes Gesicht, Mellissas Gefühlsloses Mienenspiel und Adrian, der nun auf sie zu warten schien, trat Doni aus der Deckung hervor und ging, als ob sie von nichts wüsste, auf Adrian zu.
"Wo sind die anderen?" fragte sie mit indirekter Gleichgültigkeit
"Drinnen!" zuckte Adrian mit den Schultern
"Dann sollten wir sie schnell auswendig machen!" wollte Doni mit dem aufgesetzten Lächeln an ihm vorbei, doch wusste Adrian dies zu verhindern. Provokant vor ihr gestellt, sah er sie ernst an. Nicht freundlich, nicht Hass voll, sondern klagend
"Wieso hast du das damals getan? Fandst du es lustig uns zu versetzen? Mich an der Nase rum zu führen? Erst zu sagen du liebst mich und dann klamm heimlich dich einfach aus dem Staub machen?" sprudelten all die Vorwürfe die sich all die Zeit in ihm gestaut hatten aus Adrian heraus.
Wie jemand der kein einziges Wort verstand, im Blick nur eines sprach: Fängst das schon wieder an? Sah sie ihn gelangweilt an, doch innerlich schrie das Herz aus der Dunkelheit seiner Versengung laut auf, versuchte nach oben zu kommen, etwas zu sagen, seine Augen blieben klagend, Doni schrie Stumm, nicht er war das Opfer, nicht er wurde an der Nase rum geführt, sie waren es, sie hatten ihr Herz gebrochen und nicht andersherum! Sah sie mit kaltem Ausdruck in seine Augen
"Ich weiß das du es bist Doni!" setzte er einen weiteren Schritt auf sie zu und die Gewohnheit hätte Doni beinahe zurück weichen lassen, doch blieb sie stattdessen standhaft stehen und erwiderte unbeirrt seinen direkten Blick
"Wer war diese Doni?" senkte sie hart die Augenlieder
"Verdammt, hör auf mit diesem Schauspiel!" raunte er gefährlich, ihr noch immer viel zu nah, setzte er einen weiteren Schritt auf Doni zu, dessen Herz sich mit seinen Atmen welcher schon ihre Lippen kitzelte, sich verkrampfte.
"Soll ich dich küssen damit du endlich ehrlich bist?" trennte sein Gesicht nur noch wenige Millimeter von Donis.
"Wie lange willst du noch so tun als ob ich diese Doni bin? Obwohl du genau weißt das ich es nicht bin!" war der Ton ihrer Stimme gnadenlos. Und für den Moment, bevor sie dies sagte, hatte Adrian wirklich vor gehabt sie zu küssen, schon zu der Bewegung angesetzt, wo er an dessen Stelle nun nur mit eisigem Blick wieder zurück trat.
"Vielleicht hast du recht!" betrat er das Gebäude, dem Doni mit einem nicht sichtbaren Grinsen der Zufriedenheit folgte. Denn das Leid in seinen Augen war nur der Anfang, sie würde noch viel weiter gehen.

"Melissa hat diese Darin Interesse an Adrian?" hielt Tia die junge Dame mit dem rötlichem haar kurz vor den Kabinen auf.
Fragend sah Melissa sie entrüstet an, während eine Gruppe von jungen Frauen an den beiden vorbei in die Kabine rein gingen, allerdings nicht wie sie, gerade kamen, sondern dabei waren zu gehen.
"Hat sie irgendwas in diese Richtung gesagt?" wurde Tias Blick eindringlicher, Die Eifersucht wie ein gehässiges Monster in der Zunge und es würde nicht mehr lange dauern, dann würde dieses Monster auch das sprechen für Tia übernehmen.
"Nicht das ich wüsste, zu mindestens hat sie nichts in der Richtung gesagt. Hat Adrian Interesse an ihr?" stocherte Melissa absichtlich mit der scharfen Klinge der Offensichtlichkeit in Tias Herz herum.
"Nein, natürlich nicht!" drehte Tia sich mit dieser Aussage wieder um und öffnete die Tür der Kabine

"Geh dich umziehen!" war Adrian auf der Schwelle zum Gebäude der Umkleidekabinen stehen geblieben. An Adrian vorbei gegangen, wurde Donis innerliches Grinsen breiter.
Abwartend lehnte Adrian sich mit dem Rücken gegen die Steinwand, das helle Haar locker im Gesicht, blieb eine junge Dame direkt vor ihm stehen. Genervt öffnete Adrian die Augen und sah sie an
"Bist du alleine hier?" lag die Verlegenheit offenkundig in dem Gesicht der jungen Frau
"Nein, oder sieht es so aus als ob ich hier auf einen Kerl warten würde?" fragte er patzig, was die junge Dame eilig weiter gehen ließ.
"Auf einen Kerl? Ja vielleicht auf mich!"
"Dillian?" machte Adrian ein geschocktes Gesicht, nicht weil sein Freund nun vor ihm stand, sondern weil es für jemanden wie Dillian rein untypisch war so etwas wie eine öffentliche Badeanstalt zu besuchen.
"Was soll mir dein belämmerter Blick sagen? Das so ein verwöhntes Kind wie ich eigentlich nicht hier sein dürfte?" ließ es das Grinsen von Dillien jedoch nur sich weiter festigen,
"Dillian?" kam im selben Moment die schöne Begleitung seiner hinzu, womit für Adrian alles klar war. Dillian hatte mal wieder ein neues Spielzeug gefunden und an und Mal wussten die Eintagsfliegen der Spielzeugabteilung nicht wer er war.
"Oh, Adrian!" legte diese jedoch den Kopf schief, diese Eintagsfliege war eine von Tias Freunden!
"Hallo Tatjana!"
"Die Welt kann manchmal klein sein, was!" lachte Dillian.

Von der Umkleide aus, sich schon umgezogen, stand Doni mit beobachtendem Blick nahe der Waschbecken, wo eine korpulentere Frau gerade ihrem Kind das Eis von den Händen entfernte.
Die junge Dame mit dem stark stufig geschnittenem Haar und den Modelmaßen, war eine Schülerin aus Donis Nebenklasse, jemand den sie noch vorn früher kannte und eine gute Freundin von Tia darstellte. Für Doni allerdings eins der roten Tücher von früher war, ein Mitläufer von Steffi, aus der Zeit wo sie alle Doni noch das Leben zur Hölle gemacht hatten, zog sich ein tiefer Schatten in ihre Augen, womit sie aus der Umkleide heraus auf die kleine Gruppierung zu ging.

"Tia auch hier?" war Tatjanas Stimme lieblich, zwei junge Männer welche die Schmetterlinge in ihrem Bauch auf Hochtouren brachte.
"Ja sie ist auch hier!" erklang eine tonlose Stimme hinter Adrian, dessen Tatjanas wie auch Dilliens Blick folgte
-Doni?- sah Dillien die junge Dame mit den langem dunklem Haar und den kurz geschnittenen Pony überrascht an, während diese Augen an ihm vorbei auf Tatjana gerichtet waren.
"Du musst Darin sein oder?" lächelte Tatjana ungewiss, auch sie hatte die Ähnlichkeit zu Doni erkannt, dennoch war es für sie nicht mehr als das, jemand der einer anderen Person verblüffend ähnlich sah.
"Ja und du bist?" fragte Doni phlegmatisch, wie jemand der es zwar fragte, aber in Wirklichkeit keine Antwort auf seine Frage wollte.
Abschätzend sah Dillien sie an, während seine Begleitung mit derselben, wenn auch unsicheren Haltung die Antwort gab. Dieses Mädchen sah genau so aus, dasselbe Gesicht, dieselbe Frisur, doch waren diese Augen nicht so dunkel.
"Darin, das ist übrigens Dillien!" stellte Adrian seinen Freund vor, nach dem Tatjana sich selbst vorgestellt hatte. Den Blick von Tatjana zu Dillien, blieb der unnahbare Ausdruck in ihren Augen, mit dem sie ihn zwar freundlich zu nickte, aber trotzdem nicht den Eindruck vermittelte an der Situation, oder ihrem Umfeld teil zu nehmen.
"Kann das sein das wir uns schon einmal gesehen haben?" störte es Dillein nicht, es war wie ein Spiel und sein scharfsinniger Verstand sagte ihm eindeutig das da irgendwas nicht stimmte, diese argwöhnisch kalte Ausstrahlung, die leeren Augen, sie mussten irgendwas verbergen, die Frage war nur was?
Donis Minenspiel verriet nichts von dem was sie wirklich dachte, zeigte kein selbstsicheres Grinsen und auch nicht die Tatsache das nicht er es war der dieses Spiel spielte, sondern das Doni es war.
"Nicht das ich wüsste!" war es bei Doni nicht dieselbe Wirkung wie bei seiner Momentanen Begleitung, nicht wie bei Helena, selbst Tia hatte sich Dilliens direkten Aufmerksamkeit nicht entziehen können. Doch dieses Mädchen besaß reine Dessinteresse, war sogar mit diesen Worten unbeirrt an ihm vorbei, den Weg weiter gegangen.
"Wie war ihr Name? Darin?" stellte Dillian amüsiert über ihr ungeniertes weiter gehen die Frage in die Runde.
"Ja, Darin Wealls!" ergänzte Adrian sein Wissen, es spielte keine Rolle mehr ob er es wusste oder nicht, der Glaube in ihm, das es sich bei dieser Person wirklich um Doni handelte hatte erhebliche Risse bekommen und Adrian mit deutlicher Grausamkeit gezeigt das diese Augen, dieses Braun, das es nicht dieselben waren wie sie Doni besessen hatte! Ging er nun ebenfalls seinen Weg weiter.
"Wollen wir noch etwas ins Wasser gehen?" lächelte Tatjana bettelnd, wie ein Straßenköter der etwas zu Essen witterte.
"Du gehst schwimmen, ich muss noch etwas erledigen!" schlug Dillian es allerdings gefühlskalt ab, womit er ohne einen weiteren Blick in ihre Richtung an ihr vorbei gegangen war.

Die Kälte welche sich um Donis Herz gelegt hatte, nahm mit zunehmender Zeit die an ihr vorbei rannte, immer dickere Eisschichten um sich herum an. Eis was Gleichgültigkeit und gnadenlos Mittleidlos war.
An der ersten Hecke und seinem Lichtschwimmer vorbei, lief Doni durch das kleine Becken mit seiner Standdusche auf den Schwimmer zu, blieb einen kurzen Moment stehen, als ob sie wirklich jemanden suchen würde und ging am Beckenrand weiter, Richtung Springbretter. In Wirklichkeit hatte Doni natürlich nach niemanden gesucht, weder nach Melissa, noch nach Tia, sie hatte legendlich aus dem Augenwinkel Dillians Position auswendig gemacht, der ihr mit genügend Abstand noch immer folgte. Sicher gegangen dass er ihren Standort gesehen hatte, ging sie nun an dem Springbrettern auf der anderen Seite des Beckens, durch das dort ebenfalls sich befindliche Becken mit der Standdusche hindurch, auf die Wiese.
Dillian war nicht blöd, auch wenn der Blick nur aus dem Augenwinkel sich zu ihm gerichtet hatte und es auf dem ersten Blick tatsächlich so ausgesehen hatte, als ob sie jemanden suchen würde, wusste er das dieses Mädchen sein Folgen zur Kenntnis genommen hatte. Ein interessantes Katz und Maus spiel, in dem die gejagte Maus die Spielregeln festlegte.
Über das kleine Becken mit der Standdusche hinweg, blieb Dillian jedoch irritiert wieder stehen, den Blick suchend in beide Richtungen gewandt, konnte er jedoch von Doni nichts mehr sehen. Weder bei der Pommesbude mit seinen bestuhlten Tischen rechts von ihm, noch links wo die Wiese weiter zum Lichtschwimmer führte.
Dabei hätte er sich nur einmal umdrehen müssen und hätte gesehen, das Doni direkt hinter ihm auf der Hecke saß, ein Bein über das andere und mit der rechten Hand um die Eisenstange der Standdusche, ihr Gewicht der Hecke entnommen, welche unter normalen Umständen unter ihrer auf der Oberfläche sitzenden Position, nach gegeben hätte.
"Verstecken spielen war wohl nicht deine Absicht oder? Also, wieso folgst du mir?", sich der hinter ihm unerwarteten Stimme zugedreht, sah nun auch Dillian sie dort auf der Hecke sitzen und im ersten Moment wollte sein Verstand auch Alarm schlagen, mit deutlicher Klarheit sagen das sie so dort gar nicht sitzen dürfte, das es die Schwerkraft eigentlich unmöglich machen würde. Dennoch saß sie dort!
"Vielleicht hast du mich auch nur neugierig gemacht!" schob er diese Tatsache vorerst aber einmal bei Seite, denn sollte dieses Mädchen doch die besagte Doni sein, würde es sich erklären.
"Was genau hat dich neugierig gemacht? Ob ich nun dasselbe wie dein Freund da stelle, oder ob dies wirklich unsere erste Begegnung ist?" war Donis Überlegenheit jedoch stark Präsenz, sie wusste dass er sie erkannt hatte.
"Zumindest weiß ich nun das du über ihn Bescheid weißt!" hatte Dillian mit dieser Äußerung seinen Zug gesetzt gehabt und ihr unvermittelt verdeutlich gehabt, das er wusste was Adrian war und nun indirekt auch das seine Kenntnisse über sie in dieser Richtung schon ahnten.
"Bist du sicher dass du mit mir spielen willst?" kam Doni mit den Füßen wieder auf dem Rasen auf. Musternd wanderte Dillians Blick über ihren Körper hinweg, ohne dabei das Gesicht aus dem Augenmerk verschwinden zu lassen. Ihr Körper war von einer stark hervor stechenden Helligkeit bezogen, die Augen undeutbar mit ihrem braun auf ihn gerichtet, strahlte sie nichts weiter als kalte Unberechenbarkeit aus. Ein Pokerface was stärker war als seins, doch wusste Dillian das seinem Verstand so schnell keiner das Wasser reichen konnte, er war in allen Richtungen gewappnet und setzte niemals einen Zug, bevor er nicht die Konsequenzen kannte, genau wie in diesem Fall, wo das offen legen seines Wissens über Adrian und sie einen bestimmten Zweck verfolgte und vorher von Ihm mit den Konsequenzen schon abgewogen wurde.
"Was genau ist zwischen dir und Adrian vorgefallen, Doni?" war die Endscheidung für den nächsten Zug gefallen. Grinsend sah Doni ihn an, nun sprach er beinahe schon Klartext.
"Wieso interessiert es dich?", sah die Unterhaltung der beiden für andere nach einer völlig normalen Konversation zwischen zwei Jugendlichen aus, ungezwungen und vielleicht auch flirtend, was sie bei weiten aber nicht war.
"Sagen wir es Mal so, ich finde es äußerst merkwürdig das du ihm und deiner eigenen Cousine deine wahre Identität enthält!" setzte er die Erpresserkarte, was von seinem deutlich warnenden Blick unterstrichen wurde. Doni lachte Klanglos, kurz, aber aussagekräftig genug.
"Was besitze ich das dich interessiert um so einen Schritt zu riskieren?" wurde ihr Mienenspiegel wieder lethargisch. Die Mundwinkel von Dillian zogen sich nach oben, den Kopf etwas geneigt, ging in dem Moment, als er zum Reden ansetzte, eine Gruppe von Kindern an ihnen vorbei, denen Tias lautes Rufen nach hallte
"Dillian, Darin! Hier sind wir!", grinsend, als ob Doni sagen wollte, tja, erste Chance vertan, ging sie an Dillian vorbei und wollte auf Tia zu, wo Melissa und Adrian Zeitgleich neben der jungen Dame traten und mit geschockten Augen das darauf folgende mit ansahen.
Nach Donis Handgelenk gegriffen, war diese für den Moment so abgelenkt gewesen, das Dillian sie problemlos zu sich gezogen, in einer zwingenden Haltung küssen konnte. Wonach er ihr mit den Worten
"Wenn du willst das ich schweige, dann verschweige du auch das es ne Lüge ist!" nach ans Ohr ging, um danach mit einem selbstsicheren Grinsen auf Tia, Melissa und Adrian zu zugehen.
"Haben wir was verpasst?" fragte Tia entrüstet, obwohl ihr Herz innerlich durch das gesehene etwas wieder aufatmete.
"Da habt ihr ja den richtigen Zeitpunkt abgefangen!" lachte Dillian auf seine arrogante Weise, die immer irgendwie seine Person umgab.
Wortlos sah Adrian ihn an, das Bild noch immer vor Augen, wackelte die Wut wie ein Vulkan der kurz vorm Ausbrechen war, in seinen Augen.
"Und das bedeutet?" fragte Melissa dunkel, welcher als einzige der verstört böse Blick von Doni aufgefallen war. Welcher synchron wie Dillian den ersten Schritt von ihr weg setzte, von einer alles kaschierenden Maske überspielt wurde.
Lachend sah Dillian zurück zu Doni und streckte ihr auffordernd die Hand entgegen. Wobei sein Ausdruck weder höhnend, drohend oder in irgendeiner Richtung zwingend war. Legendliche Arroganz, war Doni allerdings gezwungen der Aufforderung nach zu gehen und ihre Hand in die seine zu legen, womit Dillian sie eng an sich ran zog, die andere Hand um ihre Hüfte gelegt, es Doni unwillkürlich eine unangenehme Gänsehaut in der Lage war zu verpassen.
"Ich würde sagen das es eindeutig aussieht oder?" strich er Doni mit dem Gesicht am Hals entlang, was ihr Atmen für den Moment stocken ließ
"Eindeutig?" fragte Adrian, mit aufgesetzter Amüsiertheit
"Wir wollen es Mal miteinander versuchen!" ließ diese Aussage alles in Adrian bereuen das er das aufeinander treffen der beiden zugelassen hatte.
Die Spielkarten waren nun verteilt und Doni musste jetzt schnellstmöglich herausfinden welches Blatt Dillian besaß.
"Ihr kennt euch doch noch nie einmal wirklich!" sprach Melissa gegen diese absurde Idee. Das ganze kam ihr einfach zu suspekt vor, Doni würde nie im Leben so leichtfertig ihren ganzen Plan über Bord werfen, nur weil sie plötzlich so einen reichen Schickimicki Kerl kennen lernt.
"Auch wenn ich es ungerne sage, aber da muss ich Melissa wirklich recht geben, ihr wisst nichts voneinander!" ergriff Adrian den Faden und führte ihn weiter
"Deswegen wollen wir ja auch einen Versuch wagen, um uns so kennen zu lernen!" ließ Dillian jede ihrer Gegenredungen unberührt, während Doni in seiner erzwingenden Umarmung, den Takt seines Herzens belauschte.
Anfangs war es als ob es Erahnungsmäßig nun anfangen würde schneller zu schlagen, doch blieb der Takt in monotoner Geschwindigkeit von der Situation vollkommen unbeeinflusst. Es sagte Doni nur eins, mit ihm hatte sie ein gefährlichen Spieler gefunden, was auch immer sein wirklicher Grund hinter all dem sein sollte, es würde sicherlich noch eine Menge Schwierigkeiten für sie mit sich bringen.

Die ganze Zeit über hatte Doni nach außen hin eine unbekümmerte Maske von zu Stimmung getragen, an und Mal hier oder dort gelächelt, während ihr Augenmerk alles präzise im Augenschein nahm. Tia die zwar fröhlich gestimmt im Wasser mit tobte, immer wieder Adrian oder Melissa nass machte, Melissa, dessen Blick misstrauisch sich bei jeder Gelegenheit dazu auf Dillian richtete. Adrian, seine Mienenkulisse war ein Schauspiel von bloßes vorgeben Spaß zu haben. Ein Grinsen was so breit gezogen war, das es schon etwas bösartiges an sich besaß, denn wenn man hinter die Fassade seiner Maske blickte, sah man wütende Unzufriedenheit.
Wohingegen Dillian immer noch genau wie zuvor eine undurchdringliche Gelassenheit besaß.
All das was den Moment ausmachte, all die Einzelteile was das Bild in sich zusammenfügte, für den Moment von sich und ihren Gedanken weg geschoben, ging Donis Blick hoch zum Himmel. Das fröhliche Stimmengewirr der Badeanstalt ausgeblendet, war das klare Blau, was wolkenlos über ihre Köpfe schwebte, wie eine Leinwand für ihre Gedanken. Worte die Fragen kreierten, was wäre wenn? Wäre dann...? Könnte es dann..? Ihr Herz wurde immer schwerer.
Doni hatte es viel Selbstüberwindung gekostet gehabt Adrian zu jener Zeit ihre Gefühle zu gestehen und als dieser dann den nächsten Schritt auf sie zu setzte, hatte Doni wirklich geglaubt es könnte was echtes werden. Ein Herz was zuvor niemals geliebt hatte. Alles was ihr wichtig war verloren hatte und in diesen Moment es wagte mutig zu sein und noch mal an etwas glauben zu wollen, jemanden vertrauen zu wollen. Der nächste Gedanke war das Bild wie Adrian Tia sagte das wenn sie will gerne mit kommen könnte.
Wieso hatte sie es nicht verneint? Es sollte doch ein Date sein, zwischen ihr und Adrian, wieso war sie mit gekommen? Sah Doni wieder zu ihrer Cousine, die gelassen mit Adrian im Wasser tobte, während sie mit Dillian am Beckenrand saß.
"Was ist es das du ihnen so übel nimmst?", überrascht sah Doni den jungen Mann neben sich an. Sein Blick ging weiterhin zur Oberfläche des Lichtschwimmers. Ein stechendes Blau, was Doni bei der ersten Begegnung schon aufgefallen war. Das dunkle Haar war von der Feuchtigkeit gewellt. Wassertropfen die auf seinem Körper von der Lichtspieglung schimmerten.
"Was meinst du?" zog sich präzise Scharfsinnigkeit in ihren Blick, sie traute ihm nicht und jedes unüberlegte Wort was sie ihm gegenüber ausspricht, könnte ihr später das Genick brechen.
"Tia sagte mir das du vor einem Jahr einfach verschwunden bist, wieso?" überging er ihre Aussage, als ob sie nie gesagt worden wäre.
"Es ist etwas persönliches!" funkelte das Braun ihrer Augen ernst. Sie wollte nicht drüber reden und noch viel weniger das er von Kenntnis nahm.
"Hey ihr beiden!" wank Melissa ihnen plötzlich fröhlich aus dem Wasser zu und schwamm ans Beckenrand zu den beiden hin.
"Ihr seht nicht gerade wie ein frisch verliebtes Paar aus!" zeigte sie mit dem Finger hin und her schwankend auf den Abstand zwischen ihnen. Dillian lachte
"Ist es so besser?" war er näher an sie ran gerutscht. Melissas Blick blieb ungläubig
"Soll ich sie noch mal küssen?", erschrocken den Blick groß auf Dillian, war Donis Gleichgültigkeit mit einen Schlag mit diesen Worten zerschellt worden. Doch für Melissa war ihr Ausdruck, diese Reaktion der Beweis dass da wirklich etwas nicht stimmen konnte, weswegen sie dem tatsächlich zu nickte
"Wenn ihr schon zusammen seid, dürfte es ja kein Problem sein, oder?" lachte sie und Dillian wollte sich auch gerade Doni zuwenden, als Melissas Worte sein Agieren wieder stoppten
"Nein, Darin soll dich küssen, denn das du keine Hemmungen hast weiß ich!" sah sie Doni provokant an.
Das desinteressierte Aufrichten ihrer Augen, ließ Melissa für den Moment an ihrer eigenen Meinung zweifeln, womit Doni im selben Moment wie Adrian von Tia aufgesehen zu Doni blickte, sich Dillian zu gewandt und ohne jegliche Scheu in der Handlung ihre Lippen auf die seine drückte. Doch was Adrian durch sein schnelles wieder weg schauen, nicht gesehen hatte war, das es auch legendlich nicht mehr als dies gewesen war.
"Nennst du das ein Kuss?" bewegte Dillians Brustkorb sich hebend und senkend bei dem kurzen auflachen. Donis Blick änderte sich nicht, ihr war es egal was er dachte, was andere dachten.
"Soll ich dir zeigen was ein wirklicher Kuss ist!" führte Dillian jedoch Donis Gesicht mit dem Finger unter Kinn zu sich.
Und als Doni schon dachte er würde sie jetzt küssen und Dillian hatte es auch wirklich vor, zuckte Doni mit dem Arm nach vorne, das Gesicht Dillian weg gewandt und titschte den Volleyball in dieselbe Richtung zurück, aus der er auch gekommen war.
"Wuoaah!" lachten die drei jungen Männer verblüfft, als der weiße Ball mit seinen geschwungenen Linien direkt zwischen ihnen auf die Wasseroberfläche auftitschte und weiter Richtung Rand flog.
"Nicht schlecht!" hob er anerkennend Doni zugewandt den Daumen hoch.
"Wollt ihr mit spielen?" fragte der rechts von ihm, dessen eigentlich blondes Haar zu einem schwarzen Blau gefärbt war.
"Sollen wir?" sah Dillian sie an, das Ganze war recht unterhaltsam für ihn. Die Blicke der Jungs, die noch immer nur der unerwarteten Abwehr Donis galten, er wollte sehen wie diese sich wandeln würden wenn sie erst ihr Gesicht sehen würden.
Wenn man nun meint das Dillian nichts weiter als sein nächstes Spielzeug in Doni sah, hatte man damit nicht unbedingt unrecht, Doni war nicht mehr als ein interessanter Zeitvertreib, ein schöner Zeitvertreib. Doch sagte die Situation nichts darüber aus! So etwas wie Eifersucht war ein Gut was der junge Mann in seinen Charakteristischen Eigenschaften nicht besaß. Für ihn war Liebe nichts weiter als ein rationaler Fehltritt von Schwäche.
"Na sicher, warum nicht!" ließ Doni sich vom Beckenrand ins Wasser rein gleiten, dessen Oberfläche kurz vor ihrer Brust endete.
Fragend sah Adrian zu seinem Freund, als Doni an ihm vorbei direkt auf die drei Jungs, von denen einer schon den Volleyball zurückgeholt hatte, zusteuerte.
"Wir spielen Volleyball, was ist, macht ihr mit?", unsicher sah Adrian an seinem Freund vorbei zu Melissa, welche ebenfalls diese drei Jungs ansteuerte, auf denen sich nun kurz Adrians Blick gerichtet hielt.
Der größte von den dreien, der wahrscheinlich locker einen ganzen Kopf größer als Adrian war, besaß Millimeter kurzes Haar und ein markantes Gesicht, dessen Bräune wahrscheinlich von dem Solarium stammt.
Der mittig, dessen Hände den Ball locker zwischen sich drehten, besaß zwar nicht diese beeindruckende Bräune, dafür flutete links und rechts beinahe ebenso helles Haar, wie es Adrian besaß, seine Schultern in nassen Wellen den Rücken herunter. Der dritte von ihnen war der ehr unscheinbar.
"Sind das nicht..."
"Ja, das sind Gäste aus unserem Hotel und ich denke mal das die Weiber dahinter der Grund sind wieso die hier sind!" wies Adrian mit einem Kopfnicken hinter die drei, wo zwei junge Frauen mit knappen Bikinis schon wieder ihren Platz zwischen ihnen einnahmen.
Kurz vor den dreien untergetaucht, bewegte sich Doni wie eine Meerjungfrau enorm schnell durchs Wasser, an den ersten beiden vorbei und tauchte direkt vor dem dritten wieder auf, wobei sie genau in dem Moment, wo seine Augen fassungslos ihr Gesicht registrierten, nach oben weg schlug, die Mundwinkel zu einem Grinsen anhob und er schon von ihrem Fuß zurück gedrückt wurde, womit der Ball in ihre Hände fiel.
Seinen Kollegen ausgelacht, geierte der junge Mann, dessen helles Haar lang in nassen Wellen den Rücken runter reichte, wie jemand der gerade mit angesehen hatte, wie ein Kerl von einer Frau zusammen geschlagen wurde. Was Doni zeitgleich wie er sich lachend nach vorne Beugte, die brünette links von ihr grimmig das Gesicht zu einer angefressenen Fratze verzog, wieder unter tauchen ließ.
Verdutzt klimperte der junge Mann mit den Augen, als direkt vor seinem nach vorne gebeugtem Oberkörper, etwas aus dem Wasser sich erhob und Donis dunkle Augen ihn nun strafend ansahen.
"Willst du spielen?"
"Was?" hob er verwirrt den Kopf, konnte aber nur noch mit ansehen wie Doni ihr Bein übers Wasser hinweg gegen den Ball schlug und dieser knapp nur sein Kopf verfehlte.
"Verdammt!" zischte er dem Ball nach gesehen und blickte wieder zu Doni
"Ich bin Beniko!" hielt er ihr die rechte Hand hin, während er mit der anderen das Haar aus dem Gesicht strich.
"Darin!" reichte Doni die ihre und hätte beinahe aus Gewohnheit ihren wahren Namen genannt
"Na wer ich bin, muss ich ja nicht mehr sagen oder?" legte Dillian sein Arm um Doni, Adrian und Tia schon neben sich, wo Melissa den Ball zurückholte.
"Dillian?" wusste weder Beniko, noch seine beiden anderen Freunde was sie im ersten Moment sagen sollten.

Alle im Wasser so verteilt das es die Aufstellungen bei einem richtigen Spiel nach ahmte, waren es die drei Jungs mit den beiden Mädels, gegen Doni und die anderen.
Und Adrian wollte gerade Aufschlag geben, als Beniko ihn allerdings unterbrach
"Sollten wir es nicht ein wenig interessanter machen?"
"Interessanter?" hob Dillian die Augenbrauen, er kannte Beniko und seine beiden Freunde nur zu gut um zu wissen das ihre Spiele niemals legendliche Harmlosereien waren.
Beim letzten Mal als er bei eines ihrer Trinkspielchen mitgemacht hatte, war es mehr eine Umwandlung von Wahl, Wahrheit oder Pflicht, anstatt Wett trinken, nur ohne die Möglichkeit Wahrheit zu wählen.
Wo ihre Spielzüge ineinander griffen, als ob sie Wortlos verstehen würden was der andere will und Emanuel, der mit dem kurzen Haar und der gebräunten Haut, Beniko aufforderte mit einer der jungen Damen vor allen es zu tun, dem dieser auch tatsächlich nach kam. Da die Mädels sowieso schon enorm abgefüllt waren, ließ die junge Dame, was zu jener Zeit eine hübsche Blondine gewesen war, es auch problemlos mit sich machen. Aber wahrscheinlich hätte sie es auch im nüchternen Zustand getan! Sah Dillian den stattlichen jungen Mann an.
Doch diesmal sollte es nicht so einfach sein, den alle drei schienen nur Augen für Doni zu haben, lachte sein Verstand sie aus und war gespannt wie sich das nun entwickeln sollte.
"Ganz einfach!" lachte Beniko, den Blick kurz zu Adrian, der noch immer den Ball in der Hand hielt und sah wieder Dillian an
"Immer wenn jemand einen Ball vergeigt, darf der jenige der zuvor den Ball zuvor schlug dem anderen sagen was er tun soll! Und jeder darf nur drei Mal verweigern, bis eine Seite halt gewonnen hat"
"Wo liegen die Grenzen?" hatte Melissas innerlicher Alarm auch direkt zu klingeln begonnen.
"Nirgends, es ist alles erlaubt!", da war es! dachte Dillian sich und fing einverstanden an zu grinsen, seinem Gegenüber zu genickt, wusste er das jeder von ihnen versuchen würde den Ball an Doni vorbei ins Aus zu befördern.
"Keine Grenzen?" schrie Melissa jedoch wiederstrebend "Darin?" und sah die junge Dame neben sich auffordernd an.
"Keine Grenzen bedeutet auch das sie sich die Finger an ihren eigenem Spiel verbrennen können!" stimmte Doni allerdings dem zu, aber als alle nun dachten das es das einzige sei was sie dazu zu sagen hatte, erhob sie nochmals das Wort, den Blick unnachgiebig dabei in Benikos Augen gerichtet
"Da ich euch allerdings nicht traue, will ich das eure beide Weiber mit Adrian und Tia die Plätze tauschen!"
"Was?" sah Tia sie überrascht an und Melissa verdattert.
Dillian lachte "Von meiner Warte spricht nichts dagegen!", war ihm klar dass es ein persönlicher Rachefeldzug von Doni gegen die beiden sein sollte.
"Dann nimmst du aber den Platz von Adrian ein!" stellte Beniko ebenfalls eine Forderung, den vorne war es viel einfacher sie den Ball verfehlen zu lassen.
"Na dann los!" sah Emanuel nun anstatt Adrian, Doni auffordernd an, an die Adrian zuvor den Ball und seinen Platz abgetreten hatte.
In der ersten Runde wurde der Ball von allen Seiten Perfekt pariert und ging von einem Feld immer wieder zum nächsten, bis die Brünette hinter Dillian den Ball verfehlte und sie genierend Beniko ansah, welcher den Ball zuvor zurück getischt hatte.
Beniko grinste, er hatte zuvor bemerkt das Dillian Doni zuvor küssen wollte, was seine Strategie erst einmal darauf fokussierte einen Kyl zwischen die beiden zu treiben.
"Ich will dass du unseren lieben Dillian zeigst wie gut du küssen kannst!", überrascht sah sie erst Beniko und das prüfend Dillian an. Doch Dillians Gesichtszüge besaßen weder entsetzen noch Überraschtheit.
Verlegen schwamm die Brünette auf Dillian zu, sein Blick ging abwartend in ihr Gesicht. Die Hände, als ob sie Angst hätte was falsches zu tun, vorsichtig um seinen Hals gelegt, benahm sie sich als ob sie zuvor noch nie jemanden geküsst hätte, dachte Tia sich, als sie Dillian endlich wirklich küsste, ein harmloser Kuss der schnell zu dem wurde, was er sein sollte.
Die nächste Runde brauchte der Ball nicht so lange um von jemanden verfehlt zu werden, wo es diesmal zur Überraschtheit aller Adrian war, den Doni beim Aufschlagen willkürlich vielsagend angelächelt hatte und ihn für den Moment so konfus werden ließ, das der Ball direkt an seinem Kopf vorbei aufs Wasser auftitschte.
"Und Doni, was soll Adrian machen?" war das neugierige Funkeln in seinen Augen fies auf Adrian gerichtet. Donis erster Gedanke, mit dem sie den Ball an Adrian vorbei sausen ließ und sie zuvor auch zum grinsen brachte, war die Idee ihn eine andere küssen zu lassen, nur um Tias Blick dabei zu sehen, sie wollte den Schmerz in ihren Augen genau so rein schlagen, wie sie es mit ihr getan hatte. Doch endschied Doni sich dann doch gegen diese Variante. Ein Bild war nichts weiter als eine kurzweilige Erinnerung, zumal sie wissen würde dass es keine weitere Bedeutung als die Tatsache der zwanghaften Aufforderung in sich trug. Worte waren da viel Effektiver, sie ließen den Verstand sich zerfetzen und genau das wollte Doni nun erreichen
"Ich will dass du mir sagst wer Doni ist und was genau vorgefallen ist!" war ihr Blick ernst geworden und Adrians Augen erschrocken geweitet. Dillian hingegen senkte die Augenlieder, die Frage war gut, zumal die Antwort ihn genau so sehr interessierte.
Als ob Tias Herz damit zu schlagen aufgehört hätte, schloss sie für den Moment die Augen, sie kannte die Antwort, dennoch war es etwas was sie nicht hören wollte, aber gezwungenermaßen sich dem nicht entziehen konnte.
Adrian atmete schwer ein und aus, bevor er seinen Blick wieder normalisierte und zu erklären begann
"Doni war die Cousine von Tia, ein Mädchen in das ich mich vor mehr als einem Jahr verliebt hatte. Doch als ich dachte das nun alles gut geht, wir unserer erstes Date hatten und sie mir zuvor sagte das sie mich lieben würde, ist doch alles ganz anders gekommen als ich dachte.." stoppte er kurz. Donis Augenlieder senkten sich kalt, der Hassvolle Schatten blitzte für einen Moment durch das unechte Braun ihrer Augen.
"Doch während des Dates fing sie plötzlich an merkwürdig zu werden, distanzierte sich, wo das Ende vom Lied die Tatsache war, das sie mich und Tia versetzte, ohne ein Wort der Erklärung und danach gänzlich verschwunden war!" ging Adrians Blick noch immer ununterbrochen in Donis Augen.
"Tia? Wieso Tia? Ich denke du hattest das Date mit Doni?" fragte sie mit kalten Ausdruck im Gesicht, Mellissas Gesichtsspiegel wurde wehmütig, sie sah den Ausdruck von Tia, das geschockte Entsetzten in ihren Augen und gleichzeitig Adrians Verwirrtheit.
"Sie ist mit gekommen!" antwortete er
"Zu dem Date zwischen dir und dieser Doni? Wieso bitte ist Tia dabei gewesen? Endschuldige Tia das ich es so direkt frage, aber du bist nun seine Freundin, deswegen finde ich das ganze äußerst seltsam!" sah Doni Tia kurz mit gespielter Mimik einer Entschuldigung an.
-Nein bitte Doni, hör auf Doni- wurden die Augen von Melissa immer wehleidiger.
Tias Augen strahlten trotz des verstehenden Lächelns pure Verletztheit aus, wobei der junge Mann mit den hell gewelltem Haar vor Adrian Doni unschlüssig ansah, konnte es sein das sie ihnen absichtlich weh tat? runzelte er die Stirn.
Adrian wollte nicht weiter antworten, dennoch tat er es
"Doni hatte Tia mitgebracht, bzw. Tia Doni hingebracht, deswegen hatte ich sie gefragt ob sie mit kommen möchte, damit sie nicht alleine wieder nach Hause gehen muss!"
"Und wie fand Doni es das du eine andere mit einladen tust, wenn es doch eigentlich ein Date sein sollte? Was hatte sie dazu gesagt?" musste Doni sich selbst zwingen nicht klagend zu kucken.
"Gute Frage, also ich würde ausflippen wenn ich ein Mädchen was ich liebe um ein Date bitte und diese plötzlich will das mein bester Freund, oder von mir aus auch Bruder mit kommt!" mischte sich Beniko mit ein, der das ganze aufmerksam mit verfolgt hatte.
Geschockt, als ob man Adrian etwas völlig neues gesagt hätte, er den Fehler erst jetzt drin bemerkt hätte, sah er Doni entrüstet an, dessen Blick sich darauf Tia zu wand, denn sie war noch lange nicht fertig mit diesem Thema
"Liebte Doni Adrian?" fragte sie es Tia mit Bestimmtheit, als ob nur sie die Antwort kennen könnte. Tias Augen flehten das sie das Thema fallen lassen sollte, doch Donis Blick blieb standhaft in seiner Forderung zur Antwort
"Ja, sehr sogar!", Adrians Herz sackte noch ein Stück tiefer
"Wieso bist du dann mit gegangen, wenn du doch wusstest wie wichtig es für sie war?" blitzte die vorwürfige Wut in Donis Augen latent auf
"Ich..." war Tias Stimme dünn, wo ihr Schweigen von Beniko unterbrochen wurde
"Liegt das nicht auf der Hand? Die beiden sind doch nun zusammen oder?" war seine Stimme verurteilend, ebenso wie es Donis Blick wäre, wenn die gleichgültige Kälte nicht stärker gewesen wäre.
Den Blick wieder auf Adrian gerichtet wollte sie nun zum Endschlag in diesem Thema ausholen
"Spielen wir dein Spielchen von vorhin mal weiter, als du mir vorhalten wolltest das ich doch Doni sei und vorwürfe machtest das diese während euer Date einfach verschwunden war. Also..." sah sie ihn direkt an "..wenn ich Doni wäre, wäre meine Antwort gewesen, dass ich keinen von euch beiden das verzeihen könnte. Das ich weder nachvollziehen kann wie du Adrian, wenn du sie doch angeblich so liebst, eine andere, mit der zu zumal nun zusammen bist, mit zu diesem Date nehmen konntest. Und dir Tia (ging ihr Blick zu der jungen Dame) das du im Wissen wie sehr sie ihn liebte dich dennoch gnadenlos dazwischen gedrängt hast. Ich würde euch an ihrer Stelle dafür hassen!", keiner von beiden konnte was sagen, Tias Blick ging mit schwimmenden Augen zu Doni, sie wusste das sie recht hatte, auch wenn sie mit Willkürlichkeit die ganze Zeit die Wahrheit, welche so offensichtlich vor ihren Augen gelegen hatte, standhaft übersehen hatte, war sie nun ausgesprochen.
Adrian hingegen hatte den Blick zur anderen Seite weg gewandt, Doni durch das Gefühl auch wirkliche diese anzusehen, entnommen.
"Tut mir leid dass ich diese Wunden alle aufgerissen hatte, doch ich hoffe das ihr mich nun verstehen könnt, ich musste mir die ganze Zeit diese Vorwürfe anhören, obwohl ich nicht Doni bin, ohne überhaupt zu wissen was geschehen ist!" untermauerte Doni damit nun ihre gefakte Existenz Darin, dessen Dillian innerlich gegenüber den Hut abziehen musste, wenn sie es nun nicht glaubten, würden sie es niemals glauben!



Seit diesem Tag waren fast zwei Monate aneinander vorbei geschritten, in denen der Glaube in Adrian, dass es sich bei Darin wirklich um Doni handelte fast den Nullpunkt erreicht hatte. Die Beziehung zwischen ihr und Dillian hatte mit seiner alles belügenden Festigkeit den Schein immer stärker untermauert das Doni Darin Wealls war, eine Vergangenheit und eine Zukunft dieser gelogenen Existenz gegeben.
Doch war die Beziehung der beiden in Wirklichkeit wie eines dieser täuschenden schwarz- weiß Bilder, von man sowohl eine schöne Frau, wie auch eine Hexe wieder erkennen kann.
Obwohl der Vergleich zu dem Scharz-rot Bild angemessener wäre, wo die schwarzen Elemente ein küssendes Paar ergaben und das Rot in der Mitte nichts weiter als einen Kelch. Den genauso wie dieses Mehrfachbild war die Beziehung der beiden auch nichts anderes als eine Illusion, wo man auf dem ersten Blick zwei verliebte sehen konnte, doch beim genaueren Hinsehen nur eine Freundschaft die sich langsam zu festigen schien.
Mit langsamen Schritten führte Doni ihren Weg durch die Straßen, die Kirchturmuhr schlug Zehn Uhr und Doni war auf dem Weg zu Melissa.
Der innerliche Zeitdruck war so stark geworden, das Donis Gesicht aus einem einzigen verzweifelten Lächeln bestand. Die Zeit die sie hier nun als Darin Wealls gelebt hatte, sollte nun langsam aber sicher seinem Ende zu gehen. Eine Zeit die ein paar Erinnerungen in sich trug, doch Donis schwarzes Herz nicht geschafft hatte aus der Versenkung wieder heraus zu holen.
War es Ironie das sie heute in den Geburtstag von Adrian rein feiern wollten und sie gerade nun spüren konnte wie der Countdown zum Ende hin runter zählte?
-Du willst ihm heute wirklich als Doni gegenüber treten`?- hatte Dillian sie gefragt, ja das wollte sie, was auch der Grund war, wieso sie nicht schon mit Dillian zusammen in diesen Club gegangen war, sondern mit Melissa nachkommen wollte. Doni wollte nicht das all dies endete ohne das er die Wahrheit wusste.


Erleichtert Doni nun endlich vor sich zu sehen, sackte Melissas Herz wieder in seine normale Position herunter. Natürlich, sie wusste das Doni von allen möglich vorstellbaren Dingen wahrscheinlicher Weise die größere Gefahr war, doch konnte ihr Verstand dennoch nicht aufhören in ihr auch das unschuldig wirkende Mädchen zu sehen, was in diesem Fall mitten in der Nacht irgendwo dort draußen rumlief und das obwohl sie schon lange da gewesen sein wollte. Schloss sie hinter dieser die Tür wieder und wies mit dem Zeigefinger auf ihre Lippen das Doni sich leise verhalten sollte und zeigte mit dem Finger auf die Tür von Schlafzimmer ihrer Eltern. Doni nickte und folgte ihr auf leisen Sohlen die Stufen hoch in ihr Zimmer, wo Melissa zufrieden wieder einatmete. Ihre Eltern waren streng und duldeten umso eine Uhrzeit keinen Besucht, egal um wen es sich da handelte, wo es für Melissa ein wirklich riskantes Vorhaben sein sollte nun mitten in der Nacht aus zu Büchsen um noch viel später wieder zu kommen.
"Melli, ich muss mit dir reden!" war Doni mitten im Zimmer stehen geblieben. Mellissa runzelte unsicher die Augenbrauen und ging die paar Schritte die sie von ihrer Freundin trennte, in der Mitte des Zimmers auf sie zu.
"Was ist los Doni?", die junge Dame drehte sich nicht um, sah Melissa nicht ins Gesicht, den Blick legendlich weiterhin aus dem Fenster in die Dunkelheit der Nacht gewandt, sagte sie "Das Heute wird das letzte Mal sein das wir uns sehen!"
"Was redest du da?" wurde Melissas Blick bleich, das letztes Mal? Wieso sagte sie so etwas? Was sollte das? Fragten ihre Augen stumm, doch Melissas Lippen blieben geschlossen.
"Hier bitte!" hatte sie aus dem Schrank das weiße Kleid raus geholt, was Doni damals gekauft hatte und eigentlich zu jener Zeit als Adrian sie ins Kino ausführte tragen wollte, sich schlussendlich aber nicht getraut hatte.
Nun wollte sie es tragen und mit der Vorstellung innerlich die Zeit zurück gedreht zu haben und dem ersten Date mit Adrian entgegen gehen, ein Date was nur in ihrer Vorstellung stattfinden sollte, doch die letzte Erinnerung sein würde die sie als Doni in dieser Welt mit sich nehmen würde.
"Es ist wirklich wunderschön!" war es ein ehrliches anlachen gewesen, ein lächeln was Doni mit sanften Augen ansah und gleichzeitig die Tränen zurück hielt und die blonde Perücke Doni überreichen ließ.
"Danke Melissa!" erwiderte Doni das Lächeln
"Schon okay!"
"Nein, wirklich! Danke für alles, dafür das du meine Freundin warst!" meinte Doni es ernst. Von all den schlimmen Dingen die sie durchleiden musste. Ausgrenzung, in der Schule, runter gemacht zu werden, den Menschen den sie liebte und den Menschen den sie am meisten vertraut hatte gleichzeitig verlieren zu müssen, da war Melissa das einzige gewesen was das kleine letzte Stück heile Welt in ihren Herzen aufrecht erhielt.

Es war ein trauriger Schleier der sich über Donis Herz legte, als die beiden jungen Damen durch den Eingang des Clubs gingen.
Musik die so laut war das man sein eigenes Wort kaum noch verstehen konnte, eine angeheizte Atmosphäre, tanzende Körper, die sich wie paralysiert im Wahn der Klänge bewegten.
"Mein letzte Erinnerung fängt hier nun an!" schrie Doni laut, damit Melissa sie auch verstehen würde
"Was?" rief diese jedoch, gegen den Bass der Boxen und den lauten Stimmen geleitenden Klängen nicht angekommen.
Doch Doni schüttelte nur mit dem Kopf, wobei sie glücklich lachte.
"Da sind sie!" hatte Melissa Dillian, Tia und Adrian entdeckt. Was Donis Augenmerk allerdings schon lange gesichtet hatte. Auf der Tanzfläche zwischen all den paralysierten Körpern, verschwammen sie fast zu einem Teil des Ganzen, wie ein Bild was sie gnadenlos verschluckte, zeigte der genauere Blick jedoch was anderes. Tias Bewegungen waren elegant, sie war schon immer von der Gefahr des Geheimnisvollen umgeben. Die Grünen Augen mit herausforderndem Feuer zu Adrian gerichtet. Dillian war wie erwartet edel angezogen, das Haar perfekt zurück gekämmt, versuchte mal hier mal dort eine junge Frau ihn anzutanzen, nur Adrian, verzog Doni für den Moment das Gesicht, schien nicht ganz bei der Sache zu sein. Weder schien er das rote kurze Mini seiner Freundin wahr zu nehmen, noch die Hochstimmung die alles mit sich riss. Seine Augen wanderten immer wieder Ziellos umher, als ob sie etwas, jemanden suchen würden! Spürte Doni den Zeitdruck immer deutlicher im Nacken.

Wenn nun jemand Adrian fragen würde wonach er suchen würde, wäre sein Antwort vielleicht ein wages Schulterzucken, dabei suchten seine Augen die ganze Zeit nach diesem einem Gesicht, nach der Freundin von Dillian, dessen Erscheinungsbild es immer wieder Mal schaffte ihn für den Moment Doni sehen zu lassen, glitt seine Augen an all den tanzenden vorbei, einer korpulenteren Frau die sich trotz ihrer fülligen Maße gut bewegen konnte. Zwei junge Männer die dasselbe Mädchen versuchten anzutanzen. Alles belanglose Gesichter, wo Adrians Blick mit einen Mal zurück sprang, als sein Blick von den einer jungen Dame aufrecht erhalten wurde und für den Moment die Zeit den Anschein machte still stehen zu wollen. Ein Moment in dem seine Augen dieses Mädchen sahen, wie sie zwischen den tanzenden Körpern langsam entlang ging und ihn ebenso ansah, wie er sie, um im nächsten Moment in der Menge zu verschwinden
-Doni?- bewegte er sich von Dillian und seiner Freundin immer weiter weg. Er hatte es doch deutlich gesehen gehabt, suchten seine Augen an den vielen tanzenden entlang, nach der junge Dame mit dem langen blondem Haar und diesem schneeweißen Kleid, wo emens dunkle Augen seinen Blick für einen Moment in sich gefangen hielten.
Wie jemand der versuchte unter Hypnose etwas zu erreichen, lief Adrian durch die Menge hindurch, immer weiter dem Ende der Tanzfläche zu, wo die junge Dame an der Baar entlang die Tanzfläche wieder betrat.

"Wo ist Adrian?" drehte Tia sich in alle Richtungen
"Ich glaube er wollte eben auf die Toilette!" hatte Melissa es abgefangen.
"Er wird schon gleich wieder kommen!" mischte sich nun auch Dillian mit ein, als Tia immer noch nicht locker lassen wollte und durch die Menge hindurch nach ihren Freund suchen.

Um eine Gruppierung von eng aneinander tanzenden vorbei, ließ Doni mit Absicht ihre Schritte langsamer werden. Die Musik wechselte ihr Kleid, die Klänge wurden langsamer, Adrian hatte sie fast schon erreicht, Doni lächelte, umging ein tanzendes Paar, wo im nächsten Moment sich Adrians Hand um die ihre schloss.
"Doni!"
"Was willst du Adrian?" fragte sie reserviert, doch Adrian wollte die Distanz in ihren Augen gar nicht sehen. Sie stand endlich vor ihm, Doni, das Mädchen was all die Zeit nicht einen einzigen Moment aus seinen Gedanken gewichen war, sie stand nun dort, in diesem Club, ein berauschend schönes Kleid an und diese dunklen Augen direkt auf ihn gerichtet.
"Ich will das du mit mir tanzt!" zog er sie an der Tailie zu sich, seine Finger lagen sanft auf ihrer Seite, der Stoff des Kleides war weich, das blonde Haar schwang in jeder Bewegung mit, eingetaucht in wechselndem Lichtern, blickte sie noch immer direkt in seine Augen.
Noch nie hatte Doni so gefüllt, sein Körper leitete ihre Bewegungen, die Musik verschmitzte mit dem Hintergrund, womit sie die Nähe zugelassen, ihren Kopf gegen seine Brust lehnte und die Augen schloss, aber zeitgleich, die Augen wieder aufgerissen, zurück schrecken wollte, diese jedoch nur langsam wieder schloss, als sie mit dem Blick hoch in sein Gesicht sah, das die seine es auch waren.
Für den Moment, ein Augenblick in dem alles um sie herum, die Tatsache, das er der Freund von Tia war, die Liebesgeschichte niemals ein Happy End finden würde, vergessen, schaffte ihr Herz es aus der Versenkung wieder heraus zu kommen und all das Leid zu vergessen.
Donis Herz raste schneller, die Augenlieder fingen an unruhig hin und her zu zucken, ein Gefühl, ein Bild, etwas fing an sich vor ihren Augen zu materialisieren. Erst war es nur ganz wage, wie ein Blick durch ein zu stark verschmutztes Fenster, dann wurden die Konturen deutlicher, das Bild nicht mehr nur schemenhaft, sondern klar und aus einem Teil, eine ganze Abfolge von Bewegungen, wurde es zu dem Moment in dem Doni weinend in diesem Wald gesessen hatte.
Es waren seine Erinnerungen...die Doni alles zeigten
Doni wusste das sie mit stark konzentrierter Vorgehensweise die Erinnerungen anderer erblicken konnte, doch diese Erinnerung hatte sie nicht gesucht gehabt, sondern sie gefunden!
"Ich weiß nicht wie, doch ich glaube dich zu lieben!" durchbrach seine Stimme den Moment, womit Adrians Hände sich um ihre Schultern legten und Doni von sich weg drückte.
Verstört sah sie ihn mit großen Augen an, Tränen die sie schon vor so langer Zeit hätte weinen müssen, versuchten nun sich ihren Weg zu bahnen. Doni wusste nie was jemanden zu lieben bedeutete, hatte es nie gelernt, dennoch, eins schien sie in diesen Moment deutlich zu wissen, dass es das erste Mal war das Adrian diese Worte aussprach.
"Ich..."
"Nein sag nichts...Ich sehe die Antwort schon in deinen Augen!" legte er ihr den Finger auf die Lippen, um das Wort in ihr zu verstummen
"Bitte..." wollte Doni etwas sagen, doch Adrian schüttelte mit einem schwachen Lächeln den Kopf, in der Menge verschwunden stand Doni nun allein dort, mit leeren Blick und Tränen die nun langsam ihren Wangen entlang liefen.
-Ich liebe dich auch!- mehr wollte sie doch gar nicht sagen, war ihr Blick noch immer starr ins Nichts gerichtet, denn der Moment wo er sie weinend in diesem Wald gesehen hatte, es war nicht alles was der Moment ihr offenbart hatte.
Sie hatte auch gesehen was er die ganze Zeit sah, die Stille der Zerstörung, der Grund wieso er hier war! Schnürte ihr Herz sich immer weiter zusammen.
Er wollte nicht glauben dass es wirklich geschehen würde, es mit eigenen Augen sehen. Es war Donis eigenes Schicksal was Adrians Erinnerungen ihr gezeigt hatte. Dass er sie gesucht hatte, im Wissen dass sie die Frau sein würde, die er eins so sehr lieben würde das sein Herz niemals vergessen könnte und zwang sich von ihr fern zu halten, um schlussendlich zu realisieren das er es nicht kann.
In dem Gefühl von verzweifelter Verlorenheit gefangen, schlug der Zeitdruck plötzlich mit zerstörender Wucht auf ihre Gedanken.
Durch die Menge die Tanzfläche verlassen, ihr Atem hetzte sich, das dunkle Braun ihrer Augen suchte überall.
"Bitte Adrian!... wo bist du?"  blieb sie vor den Toiletten hoffnungslos stehen, sie hatte überall gesucht, war mit effizienter Geschwindigkeit an aller vorbei gerauscht, doch von Adrian schien jede Spur zu fehlen, wurde das Ticken der innerlichen Uhr immer penetranter.


"Tut mir Leid kleines, doch es ist besser so!... Gleich wird es so weit sein! " schloss Adrian die Augen, mit dem Rücken gegen einer der Säulen gelehnt.
Lange hatte er diesen Moment schon erwartet gehabt, das eigene Schicksal zu kennen und es nicht verändern zu können, der Liebe die man spürte nicht nach geben zu dürfen. Er hatte wirklich versucht sie von sich fern zu halten und am Ende war sie es selbst die sich aus sein Leben stahl, als er endschloss einen anderen Weg zu gehen, um das Mädchen was er so sehr liebte zu kämpfen.

-Ich liebe dich auch Adrian ..ich liebe dich doch auch!- wurde der innerliche Ton in Doni immer weinerlicher, das Ticken der Zeit hatte beinahe schon sein volle Lautstärke erreicht und Doni wusste nun was geschehen würde wenn sie ihn nicht findet.
-Tia!- erblickten ihre Augen die zierliche Person, welche gerade wieder zurück auf die Tanzfläche ging und einen merkwürdig getroffenen Blick besaß.
"Hast du Adrian gesehen??" rannte Doni ihr mit diesen Worten entgegen.
"Doni?" wurden Tias Augen groß
"Tia, wo ist er?" wurde ihr Blick drängender, die Hände gegen ihre Schultern gelegt, konnte Tia legendlich tiefen Schmerz und Angst in Donis großen Augen sehen.
"Er steht da vorne!" sackte Tias Herz zusammen, was einsehen musste verloren zu haben und noch immer nicht wirklich realisieren konnte das dort gerade wirklich Doni, ihre Doni vor ihr stand, zeigte sie in die entgegen gesetzte Richtung, wo Adrian an einer Pfeiler mit geschlossenen Augen noch immer ruhig stand und Tia sich die ganze Zeit nicht getraut hatte hin zu gehen.
"Danke" lächelte Doni dankbar und rannte mit dem Gedanke, dass sie es niemals zulassen wird, auf Adrian zu.
Das Licht, die umherwandernden Lichtstrahlen mit ihren wechselnden Farben, sah Tia verdutzt hoch, es hatte den Anschein als ob ihre Lichtintensität immer stumpfer wirken würde, als ob ein Schleier ihren Lichtkegel dämpfen würde, weiteten sich Tias Augen, als ihr Verstand realisierte das dies Schatten waren, die sich von allen Seiten heran fraßen.
"Sie gehen alle auf ihn zu! "sah Tia das die Dunkelheit sich von allen Seiten, über die Wände, den Boden, immer schneller bewegte und lokalisierte Adrian als ihr Ziel.
"Er ist es!" ertönte eine weitere Stimme
"Mama?" sah Tia ihre Mutter entsetzt an
"Er ist der Inbegriff der Dunkelheit, der Schlüssel, deswegen auch diese enorme Präsenz!" wackelten Kathrins Augen mit den Blick auf die Schatten, welche Adrian schon fast erreicht hatten.
"Doni!" fuhr Tia zusammen, als ihr Doni wieder bewusst wurde, die direkt quer durch die Halle auf ihn zu rannte .

Die Schatten hatten ihn fast erreicht, Adrian spürte dass sie gleich da sein würden, sich mit ihm vereinen und schlussendlich die Lebenskraft so entziehen.
Adrian wusste die ganze Zeit das er nicht nur zu einen von ihnen gemacht wurde, sondern zu etwas anderem, etwas was noch etwas in sich trug und zwar die Hälfte von dem Schicksal dieser Person selbst.
Das Lächeln auf Adrian Gesicht verlor für einen Augenblick an Konsistenz, er sah noch immer Donis verletzten Blick vor sich, sein Herz stockte.

-Adrian!- rannte Donni weiter, er war schon so nah, sie spürte und sah die Schatten, es war wie ein Wettrennen gegen die Zeit, verlor sich für ein Moment das Bild der Realität vor ihren Augen
+
"du hast also schon wieder von diesen jungen geträumt??
"Ja...wie ist das wenn man verliebt ist Mama??"
"Es ist dieses Gefühl… das diese Person die man liebt einen wichtiger ist als alles andere, das man immer bei ihm sein will!"
"Ja genau dieses fühle ich im Träumen immer!"
"Kleines... du wirst irgendwann entscheiden was das richtige ist, wenn du wirklich liebst, wirst du wissen was richtig ist“
"Was richtig ist ...?"
"Ja manchmal ist liebe größer als die Angst um sich selbst ", konnte Doni das Lächeln ihrer Mutter mit diesen Worten noch vor sich sehen, ein Lächeln dessen traurige Tragik sie allerdings nie befähigt war diesem Moment abzuerkennen.
+
"Adrian!" schloss sie gleichzeitig wie ihre Augen zu gingen, sie ihn erreicht hatte, Adrian in ihre Arme, was zeitgleich seine ersetzlich groß werden ließ, seine Lippen schon ihren Namen formten, seine Augen die Schatten sich schließen sah, als synchron Doni eine Hand auf ihren Rücken spürte und in ihrem Verstand ein Namen erhallte
-Tia!- und ein Lichtkegel sie in sich einschloss.
"Tia?" war es als ob alles danach in nur den Bruchteil eines Momentes geschehen wäre. Doni drehte sich erschrocken um, sah Tias Gesicht, ein endschuldigendes Lächeln, wonach ein letzter Schrei über ihre Kehle entwich und das Licht für die Erahnung des Momentes an der artiger Gewalt annahm, das im einen Radios von mehreren Metern niemand mehr was sehen konnte und dann einfach wieder verschwand.
"Tia!" sah sie wie der leblose Körper ihrer Freundin zu Boden ging, ohne das ihr Blick dem folgen konnte, erstarrt in dem Moment, als ob sie hoffte jeden Moment aus diesem Alptraum zu erwachen.
-Tia… Tia!... Tia? Wieso Tia?- wollte Doni gerade zu der leblosen Tia herunter, als im selben Moment Adrians erstickter Schrei hinter ihr erklang und Doni seinen Namen schreiend sich umdrehte, doch war es da schon zu spät!
Leblos lag er auf dem Boden, von den Schatten eingehüllt, die nun langsam, als ob es heller werden würde, wieder von ihm ließen.
Mit einem Schlag wurden Donis Augen nun leer...
"Tia?" nahm Doni nur halb realisierend Kathrin war, die schreiend zu ihrer Tochter runter in die Knie glitt, Menschen die konfus die beiden auf den Boden liegenden Körper bemerkten.
Aufruhe und Geschreie. Menschen die durcheinander rannten.
Nur Doni stand noch immer so da...
"Doni?" versuchte Melissa auf die junge Dame zu zu rennen, wurde aber von einem größeren zurück gestoßen
"Vorsicht!" fing Dillian sie auf
"Was ist mit Doni los?", Dillian schüttelte den Kopf, er wusste es nicht. Doni wirkte wie abwesend, als ob sie überhaupt nicht wirklich hier sei!
+
"Ich bin froh wieder bei dir zu sein!" lachte Tia in Donis Erinnerungen "Und ich lasse dich nun nie wieder allein!"
"Wirklich? Ganz wirklich?"
"Ja ganz wirklich!"
+
"Ganz wirklich" bewegten sich Donis Lippen
+
"Ich weiß zwar nicht wie, aber ich glaube ich liebe dich!" sah sie Adrians Gesicht vor sich, womit sich eine letzte Erinnerung auf tat, eine die schon sehr weit zurück lag
+
"Am stärksten ist man dort wo man am meisten leidet! Dort muss man stark sein um es wirklich zu sein!"
-Wo man am meisten leidet?- fragte die Leere in Donis Augen, womit sie ihre wahre Gestallt annahm und die Perücke aus ihren Händen zu Boden viel.
"Nein Doni, was hast du vor?... Doni… Doni!" schrie Melissa verzweifelt, wo das letzte was sie sah ein sanftes Lächeln auf Donis Gesicht war, bevor alles von rotierenden Lichtbahnen erhellte wurde und Donis Augen sich schlossen.
-sie sollen wieder leben.... die Menschen die mir am wichtigsten sind… sie sollen wieder leben!!!-

"Ich liebe dich Adrian!", irritiert drehte der junge Mann sich um und sah fragend in das Gesicht von Doni, welche in diesen Moment, zu jener Zeit noch eine Fremde für ihn war.
"Was hast du gerade gesagt?" wollte Adrian grinsen, doch war die Konfusheit über ihre Worte zu stark
"Ich liebe dich Adrian!" wiederholte sie es, mit noch immer demselben sanften Lächeln auf den Lippen
"Du liebst mich ja? Das ist zwar süß aber.." wollte er sie gerade fragen wer sie sei, als sein Satz mit dem unbeirrten näher schreiten der jungen Dame probt abbrach
"Ich werde dich immer lieben ..." funkelten ihre Augen ehrlich, womit sie seinem Gesicht immer näher kam, bis ihre Lippen seine berührten, nur die Erahnung eines Kusses war und doch beinahe ein ganzes Leben an Zeit in sich trug, was Adrian unwillkürlich eine Träne über die Wange laufen ließ und Doni im nächsten Moment ihre Fangzähne in seinen Hals schlagen.
"Doni!" fühlten seine Beine sich immer weicher an, doch blieb sein Stand aufrecht.
"Liebe brauch kein Happy End um wirklich liebe zu sein!" lächelte sie ein letztes Mal, die Arme fest um ihn geschlossen, um noch einmal dieses Gefühl von Glück zu erlangen, bevor ihr Geist zurück in ihren Körper ging, in ihre Zeit...
Weinend schloss Adrian die Augen, womit zu jener Zeit die eins so große Liebe in seinem Herzen zu wachsen begann und er sich schwor das was der Kuss ihm zeigte zu verhindern, mit dem Wissen bestückt es niemals wirklich zu können. Denn dies war der Anfang vom Ende, denn ohne diese Begegnung hätte Adrian niemals angefangen sie zu suchen und Doni ihn niemals kennen gelernt.

"Doni? Doni? "
-Tia?- öffnete Doni langsam die Augen
"Doni!" schlurtzte Kathrin glücklich als die junge Dame endlich ihre Augen geöffnet hatte.
"Es war nicht nur ein Traum, ich war in der Vergangenheit, meine Sehnsucht zu ihm trieb mich dort hin ..und machte ihn zu einen von uns, bitte ich will das die beiden Menschen die ich so sehr liebe ...glücklich werden!" begriff Doni wieso sie in die Vergangenheit gegangen war, wieso sie Adrian zu einen von ihnen machte und das sie somit ihr eigenes Schicksal schrieb, sie war seine wahre Liebe, doch konnte Liebe auch neu entstehen mit der Zeit, doch für sterbliche war Zeit kein besitzendes Gut, weswegen sie dem nach helfen wollte, sah sie zu Tia hoch.
"Doni er.. Adrian er...", Doni schüttelte den Kopf
"Es könnte nach ner Zeit Liebe raus werden!" sprach sie mit letzter Kraft und deutete mit den Augen hinter ihr, wo Adrian nun auf sie zu kam und still die Tränen übers Gesicht liefen, als er Doni so dort liegen sah.
" Doni ich..." war er an seinen Freund, Dillian und Tia vorbei gegangen, wo Doni schwach in Kathrins Armen lag.
Ein Bild was ihn in seinen Träumen so oft verfolgte und nun die Wirklichkeit erreicht hatte, weinte sein Herz.
Traurig blickte Doni Adrian an, sie spürte wie ihr Körper immer schwächer wurde, das Lächeln immer mehr Kraft erforderte und doch lächelte sie weiter, ein glückliches Lächeln, womit sie nun für immer die Augen schloss.


-
Das war es was ich damals in meinen Träumen sah! Den weg meiner Tochter, all das Leid was sie erwarten sollte----und ihren größten Wunsch, die beiden Menschen die sie so sehr liebte... retten zu können. Deswegen bin ich damals von ihr gegangen, damit sie wenn es so weit ist, nichts mehr an dieser Welt binden kann.

In ewiger liebe Sahri*
-

Mit tränen im Gesicht legte Casandra den Brief wieder zurück in den Umschlag, wonach sie runter in die Küche ging und ihn dort auf dem Tisch legte und einen Zettel bei fügte, das der Brief an ihre Großeltern sei.

Wo Kathrin es war, die den Brief auf dem Küchentisch vorfand...
"Ja Casandra...das ist die Geschichte von deiner Eltern und von unserer kleinen Doni ....." schaute Kathrin hoch zum Himmel, aus dem Fenster hinaus, dankbar das ihre Enkeltochter diesen Brief gefunden hatte.
-Ja Donis leben war nie fair gewesen- schloss Kathrin kurz die Augen, wobei ihr eine Träne übers Gesicht lief.
Den es musste schwer für Sahri sein, zu wissen das ihre Tochter trotz ihres Opfers sterben würde, es aber auch will .
Es ihr Wunsch war und um diesen Wunsch zu erfühlen, entschloss Sahri diese Welt zu verlassen… genau wie Doni schlussendlich auch!!!

Wo derselbe Weg nun Casandra erwartete.  



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.07.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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