Peter Süssenbach

Die unsichtbare Dame

PROLOG:

Dies ist die Geschichte zweier Familien. Sie sind Nachbarn und das schon seit mehr als 100
Jahren.
Mr. Collins, Familienoberhaupt der einen, hatte damals alles, das ist jetzt auch schon über 20
Jahre her, geerbt.
Nun fragen sie sich natürlich, wie viel “das alles” ist! Es war um genau zu sein 1 Milliarde Dollar,
eine Ranch in Phönix (ARIZONA) und eine Bohrinsel am Golf.
Mr. Sinclair, Familienoberhaupt der anderen, hatte damals “etwas” Glück. Sie besaßen zwar eine
Ranch, aber sein Vater hatte alles runtergewirtschaftet. Brat, also Mr. Sinclair, versuchte
in jungen Jahren an der Börse zu spekulieren und prompt war auch er Milliardär. Natürlich
nicht von heute auf morgen. Nein, es hatte schon etwas länger gedauert, und Brat hatte
sehr hart dafür arbeiten und kämpfen müssen.
Die Sinclairs und die Collins hätten gute Freunde sein können, wenn da nicht die Sache
mit Charlene gewesen wäre. Oh, Entschuldigen sie, Charlene ist die Frau von Brat.
Aber das war nicht immer so. Sie war nämlich mal mit Tony verlobt. Charlene und Tony
hatten damals einen furchtbaren Streit, Charlene verließ wutentbrannt die Wohnung und
Brat tröstete sie. Neun Monate später waren sie stolze Eltern einer Wunderschönen Tochter
namens Stacy.

































Teil eins:

“Guten Morgen, Stacy” ihr Vater begrüßte sie in einem nicht sehr gut gelaunten Ton.
“Oh, Morgen Dad”, gab sie zurück und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
“Was machst du denn schon so früh am Frühstückstisch?” fragte sie ihn verdutzt.
“Oh, ich hab einiges zu tun heute morgen und deshalb bin ich schon so früh auf den
Beinen.”
“Ja, ich hab` auch einiges zu tun. Wo ist Mom denn, liegt sie noch im Bett?”
“Eh, ne... nein!”, “Mhm, sie ist wohl schon in die Stadt gefahren!” Er zögerte ein wenig
bevor er sagte: “Nein, sie ist bei Tony, wo sollte sie auch sonst sein? Wie existieren ja
gar nicht mehr für sie” Stacy glaubte nicht was sie da hörte. “Vater, wie kannst du so etwas nur sagen? Du tust ihr unrecht!”, “Die einzige die hier unrecht tut, mein Kind, ist deine Mutter und jetzt entschuldige mich bitte, ich werde im Büro erwartet!” Er stand auf und ließ seine Tochter allein. Wie konnte er nur so denken? Was gab ihm das Recht so etwas über seine Frau zu sagen, über ihre Mutter? Sie wusste es nicht, aber sie würde Charlene jetzt suchen.

Sie klopfte bei Collins an die Tür und wartete einen Augenblick bis sie geöffnet wurde.
“Guten Morgen, Miss Sinclair, kommen sie bitte rein! Sie wollen sicher zu Mr. Collins?”
“Nein, eigentlich wollte ich zu meiner Mutter, sie ist doch hier, oder?”
“Ja, Stacy deine Mom ist hier! Aber woher wusstet du das?” Sie kannte diese sonore
Stimme , sie gehörte Tony Sinclair.
“Morgen Mr. Collins. Mein Vater sagte mir, dass ich meine Mutter hier finden würde. Also wo ist sie?”, “Sie ist auf der Veranda und trinkt Kaffee, komm nur mit!”. Sie folgte ihm auf die Veranda und fand dort ihre Mutter. “Morgen Mama, wie lange bist du schon hier? 10 Minuten, 1 Stunde oder die ganze Nacht?”, “Stacy, bist du wahnsinnig? Du sprichst mit deiner Mutter, hast du das etwa vergessen?” Den Ton den Charlene jetzt angeschlagen hatte, klang sehr zornig. “Oh, entschuldige bitte Mama, ich hatte dich tatsächlich vergessen! Na ja kein Wunder, da wir dich so selten sehen!” Charlene stand auf und gab ihrer Tochter eine Ohrfeige. Die junge Frau lächelte, drehte sich um und verließ schweigend das Haus.
Jetzt wusste sie, dass sie ihrem Vater unrecht getan hatte und sie bereute es. Sie musste es ihm sagen, so fuhr sie zu seinem Büro.
Als sie im Büro des Vaters ankam, sagte man ihr, dass er noch in einer Besprechung sei und sie doch in seinem Büro warten solle.
Nach etwa 15 Minuten kam ihr Vater ins Büro und schaute sie erstaunt an. “Oh, welche Ehre, meine Tochter kommt mich besuchen? Ich kann es ja kaum glauben!”, er sagte das so ironisch, dass ihr die Tränen in die Augen schossen. “Entschuldige bitte, Daddy. Ich glaubte dir nicht, aber ich habe die Wahrheit gesehen. Sie war die ganze Nacht bei ihm. Wie kann sie uns das nur antun? Ich kann es kaum glauben! Aber was will sie damit erreichen? Ihr wart doch immer glücklich!” Er nahm sie in den Arm und drückte sie fest an sich.
“Ich weiß auch nicht was mit ihr los ist! Vielleicht habe ich ja etwas falsch gemacht, oder vielleicht hat er etwas, das ich nicht habe!”











Teil zwei

“Also, du wirst mir helfen, ja? Unseren Plan kennst ja, oder soll ich ihn noch mal wiederholen!”
Tony und Charlene saßen immer noch auf der Veranda.
“Nein, nein, jetzt weiß ich wirklich Bescheid, aber ich frage mich, wie ich Stacy daraus halten kann!” Sie sah ihn fragend an. “Ach, vergiss` sie, was ist sie schon wert? Das Gör` stört uns doch nur!”, “Tony,”, sie sah ihn ungläubig an, “sie ist auch deine Tochter, also bitte etwas mehr Respekt.”
“Respekt? Vor dieser dummen Kuh soll ich Respekt haben? Ich lach mich tot! Das kann doch wohl nicht wahr sein! So, und nun lass uns von etwas anderem reden!” Er sah sie an und griff nach ihren Brüsten, doch sie wich ihm aus. Eigentlich wollte sie gar nichts mit ihm zutun haben, aber er hatte sie in der Hand. Brat wusste nicht, dass er keine Tochter hatte und Stacy wusste nicht, dass Tony ihr Vater war. Das sollten sie auch nie erfahren, denn sonst könnte sie beide verlieren, und so konnte sie ihre Ehe und ihre Familie vielleicht noch retten. Ja, das konnte sie! Sie musste sich nur ein Herz fassen und es ihnen sagen. Das lang gehütete Geheimnis! Sie würde es ihnen heute sagen. Das musste sie einfach. Vielleicht konnte sie so das Blatt noch wenden. Charlene musste es versuchen.

Sie lag auf dem Bett und dachte über die Ereignisse des Tages nach. Charlene wusste, das es nicht so weitergehen konnte, aber sie konnte ihrer Tochter und ihrem Mann doch nicht die Wahrheit sagen. Aber andererseits wollte sie sich auch nicht weiter ausnutzen lassen. Tony hatte sie mit diesem Geheimnis in die Knie gezwungen.
Brat kam herein. Sie schaute zu ihm auf und sagte: “Guten Tag, Liebling.” Er schaute sie kurz an und brachte nur ein knappes “Tag” heraus. “Wie war dein Tag?”, fragte sie und stand vom Bett auf.
Er antwortete wie immer in den letzten Tagen mit einem Wort: “Unergiebig”, “Aha. Mein Tag war sehr nett”, “So?”, “Ja, ich war mit Melary einkaufen!”, “Mm, sehr gut, dann werde ich mal duschen!” Er ging Richtung Bad und sie rief ihm hinterher:” Brat, Brat kommst du noch mal her?”, sie sagte das in einem verlangenden Ton. Brat drehte sich um und fragte: “Was ist denn?”, “Sei so nett, komm einen Moment her!”, Charlene schaute ihn jetzt sehr verlangend an, so wie nur eine Frau es kann.
“Gern, Schatz, was ist?” Er sagte zu fast jeder Frau “Schatz” und Charlene wusste, dass das nichts zu bedeuten hatte. Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. “Ich wollte dich fragen, ob du mit dem Duschen noch etwas warten könntest!”, “Nein, ich bin verschwitzt”, sagte er. Charlene schaute ihn fordernd an. “Das weiß ich, aber ich liebe dich so wie du bist!” Er lächelte sie auf seine Arrogante Art an. “Auch verschwitzt”, beendete Charlene ihren Satz.
“Nanu, was ist denn in dich gefahren? Eine verräterische Ehebrecherin führt sich nicht so auf!” Seine Worte lösten tief in ihrem Inneren einen Schmerz aus und sie konnte ihre Tränen nicht weiter aufhalten.
Er fauchte sie an: “Und jetzt zieh dir was über!” Er drehte sich und ging wieder Richtung Bad, als Charlene ihn nochmals rief: “Brat!”, er drehte sich wütend zu ihr um: “Was denn noch?”, “Brat, wir sind verheiratet, ich habe manchmal das Gefühl, du vergisst das!”, “Hör zu”, fuhr er sie an und packte sie hart am Arm: “Dieses Nachthemd gefällt mir nicht, ich finde es geschmacklos!” Sie glaubte nicht was sie da hörte, deshalb fragte sie: “Geschmacklos?”, “Hör zu, ich bin nicht so früh nach Haus gekommen um mich zu streiten!”, “Ich will mich ja gar nicht streiten, Brat, bitte Brat,” er hatte sich schon wieder zur Tür gedreht, “Brat, wir müssen miteinander Reden. Brat, wir schlafen nie mehr miteinander!” Er kam auf sie zu, warf sie aufs Bett und schrie: “Jetzt reicht es!” Und damit verließ er den Raum. Sie lag weinend und verlassen auf dem Bett.
Eine Stunde später stand sie auf, ihre Augen waren verquollen von all den Tränen.
Brat saß in seinem Arbeitszimmer und hatte eine Flasche Whiskey vor sich stehen. Plötzlich stand Charlene in der Türe und sah ihn an. “Mein Gott, was willst denn schon wieder?” fragte Brat. “Brat,
wir müssen reden. Reden über uns und über Tony!”, “O.k.”, sagte er, “fang an. Ich höre dir zu.” Sie fing an zu bibbern vor Nervosität. “Ich weiß nicht genau wie ich es dir sagen soll!”, “Ganz einfach, indem du versuchst mit deinen Stimmbändern Töne zu produzieren und die Töne in Worte zusammenfasst. Muss ich das wiederholen, oder weist du jetzt wie?” Charlene schaute ihn traurig an.
“Du erinnerst dich sicher noch, dass ich mal mit Tony verlobt war!”, “Oh ja, das werde ich sicher nie vergessen.”, “Und du erinnerst dich sicher, dass wir einen Streit hatten und du mich sofort vom Fleck weg geheiratet hast.”, “Ja sicher, aber was willst du mir erzählen?”, “Na ja, Stacy, sie ist jetzt 23.” Er unterbrach sie, “Ja, was ist mit Stacy?” Jetzt musste sie mit der Wahrheit raus! Es gab kein zurück mehr. “Du weißt, sie wurde 8 Monate nach unserer Hochzeit geboren”, “Ja”, antwortete er. “Aber, sie ist nicht deine...”, “Was ist sie nicht? Meine Tochter? Das weiß ich schon lange, um genau zu sein, seit 23 Jahren.” Sie schaute ihn ungläubig an. “Was, du wusstest es die ganzen Jahre und hast nie etwas gesagt?”, “Nein, ich liebte euch zu sehr, um dir und Stacy alles zu sagen. Ich glaubte, ich würde Stacy verlieren! Aber was hat Tony damit zu tun, außer dass er Stacy´s Vater ist? Wie hängt er da mit drin?” Sie glaubte nicht was gerade gehört hatte, aber jetzt konnte sie ihm alles erzählen. “Tony dachte, du wüsstest nichts von der Sache mit Stacy und wollte dir so ein auswischen. Er hatte einen Plan ausgeheckt um dich zu töten und sollte ihm helfen. Aber ich liebte dich zu sehr, um so etwas zu tun!” Sie brach in Tränen aus. Er nahm sie in den Arm und sagte, dass alles gut werden würde.
“Brat, ich habe nur noch eine Frage! Woher wusstest du, dass Stacy nicht deine Tochter ist?” Er holte tief Luft und erzählte ihr dann, dass er damals so etwas geahnt hatte und dann einen Bluttest hatte machen lassen. So hatte er seit 23 Jahren mit dieser Gewissheit gelebt.

Tony saß an seinem Swimmingpool und ließ seine Haut von der Sonne bräunen. Er hatte die Augen geschlossen und bemerkte, dass sich jemand vor die Sonne stellte.
“Charlene, Darling, wie gedeiht unser Plan?”, “Überhaupt nicht, du ekelhaftes Schwein!” Tony sprang auf und sah Brat vor sich stehen.
“Ich wusste gar nicht, wie weit man mit seinem Hass gehen kann! Aber du hast es mir ja mal wieder bewiesen. Ich hätte nie gedacht, dass du so tief sinken würdest. Aber eine so Hasserfüllte, niedere Kreatur, wie du eine bist, geht schon sehr weit. Na ja, wie dem auch sein mag, ich habe wichtigeres zu tun als hier rumzustehen. Schönen Tag noch!”
Tony konnte es nicht fassen, Charlene hatte ihn hintergangen. Er würde sich an beiden rächen, er musste sich nur etwas einfallen lassen. Plötzlich kam ihm eine Idee und er konnte sie auch ganz einfach verwirklichen, er musste nur...

Stacy kam ins Wohnzimmer und sah ihren Vater mit ihrer Mutter auf der Couch sitzen und reden. Sie traute ihren Augen nicht. “Vater, Mutter was ist denn mit euch los? ich dachte,...”
“Da hast du wohl falsch gedacht”, unterbrach sie ihr Vater. “Deine Mutter und ich haben über alles geredet und uns wieder vertragen. Ach ja, hör mal, da hat ein Mädchen namens Grace für dich angerufen, sie möchte sich mit dir treffen und zwar im GOLDEN NUGGET”
Sie sah ihre “Eltern” überrascht an und bedankte sich für die Nachricht von Grace. Sie stieg in ihren schwarzen Stingray und verließ die Ranch in Richtung City.
Als sie vor dem GOLDEN NUGGET hielt, sah sie Mr. Collins am Eingang des Spielsalons stehen.
Sie stieg aus und ging auf ihn zu:” Guten Abend, Mr. Collins, sind sie jetzt Türsteher?” Er sah sie von oben bis unten an. “Nein, mein liebes Kind, aber ich habe auf dich gewartet. Grace, du kennst sie ja, war eben hier. Sie sagte mir, das sie doch keine Zeit hätte.”, “Danke, Mr. Collins.” Sie drehte sich um und sagte ohne ihn anzuschauen:” Mein Name ist übrigens Stacy, nicht mein Liebes Kind.”
Tony packte sie am Arm und wirbelte sie zu sich rum. “Hör mal zu, du kleine Schlampe, deine Mutter hat schon einen Fehler gemacht, begehe du nicht den gleichen.”, “Ich weiß nicht, wovon sie reden und jetzt Entschuldigen sie mich bitte!”
Er hielt sie immer noch fest und flüsterte: “Gerade darüber sollten wir uns ja unterhalten! Na was meinst du?” Dann stiegen sie zusammen in den Stingray und fuhren zu ihm.
Als sie bei ihm ankamen, nahmen die Leibwächter sie schon in Empfang. Sie gingen ins Haus und setzten sich ins Wohnzimmer. Sie trank einen Rotwein, er trank Kaffee.
“Also, Mr. Collins, worum geht es? Was wollen sie mir sagen?”
“Ich, äh, ich wollte ihnen erzählen, was ihre Mutter für einen Fehler gemacht hat! Sie hat mich hintergangen. Sie dachte, sie könnte mich austricksen! Ich habe ihnen noch einiges mehr zu erzählen!”
“Ach ja, was denn?”, fragte Stacy und sah ihn giftig an.
“Na ja, zum Beispiel über deine Herkunft, also alles über deine Vergangenheit!”
“Mm, was sollte es da schon interessantes geben, he?”
Er schnalzte mit der Zunge und plauderte sein Geheimnis aus. Sie sprang auf und schrie ihn: “Das soll ich ihnen glauben, was denken sie, wen sie vor sich haben?”
“Um ehrlich zu sein, meine Tochter, aber du kannst ja mal deine liebe Mutter fragen, wenn du mir nicht glaubst!”
Stacy rannte raus zu ihrem Stingray und fuhr mit Vollgas die Einfahrt runter. 2 Minuten später war sie auf der Ranch ihrer Eltern. Sie stürmte ins Haus und fand Brat und Charlene immer noch auf der Couch im Wohnzimmer. Ihre Mutter sah sie erstaunt an: “Mein Gott, Kind, was ist denn los?”
“Was los ist? Du fragst mich, was los ist? Ich habe eine Frage an dich, wer ist der Mann der da auf der Couch sitzt?” Brat sah sie ungläubig an: “Bist du blind, oder erkennst du deinen Vater nicht mehr? Was soll denn die Frage?”
“Na ja, ich halte das für keine so ungewöhnliche Frage! In Betracht der Unterhaltung die ich eben mit Mr. Collins hatte.”
“Oh nein, es tut mir so leid, Stacy, dass du es auf diese Art erfahren musstest. Ich wollte es dir anders beibringen!”, sagte Charlene und ging auf ihre Tochter zu.
“Mutter, warum, warum nur?”
“Weißt du, es war nicht leicht für mich die letzten 20 Jahre!”, Charlene sah ihre Tochter sorgenvoll an.
“Genau, deine Mutter und ich sahen die aufwachsen, Tony hat sich nie um dich gekümmert. Du musst uns bitte verstehen!”
Sie schaute ihren “Vater” Hasserfüllt an: “Wie soll ich das verstehen? Ihr habt mich 23 Jahre lang belogen und euch war es scheinbar egal!”
Brat nahm seine Tochter in den Arm: “Hör mal, Stacy, ich war immer Stolz auf dich, du hast deiner Mutter und mir sehr viel Freude geschenkt. Ich würde nie etwas tun, was dich verletzten könnte. Bitte glaube mir, wir wollten nur dein Bestes!”
Stacy rannte die Treppe hinauf in ihr Zimmer. Als Brat das Zimmer betrat, packte Stacy gerade ihre Koffer.
“Was machst du da? Wo willst du hin?”
Stacy packte weiter während sie ihrem „Vater“ antwortete: “Ich weiß es noch nicht! Ich muss für ein paar Tage allein sein, um nachzudenken, um mit all dem fertig zu werden!”
“Bitte, verlasse uns jetzt nicht. Wir brauchen dich jetzt mehr als du glaubst. Ich lege sehr viel wert auf deine Anwesenheit!”
Sie schaute ihn Hasserfüllt an, sie hatte jetzt den gleichen Ausdruck wie Tony in den Augen.
“Wofür, damit ihr mich weiter belügen könnt? Damit ihr weiter über mich lachen könnt? Nein, danke! Ich werde fahren, egal was du oder Mutter dazu sagt!”
Brat ging zurück ins Wohnzimmer, seine Frau schaute ihn erwartungsvoll an.
“Sie packt ihre Koffer und will uns verlassen!”
“Aber Brat, das kannst du doch nicht zulassen!”, ihr Blick wurde traurig.
“Doch, ich glaube sie braucht etwas Zeit für sich um nachzudenken.”
Sie schauten sich in die Augen und Charlene wusste, dass Brat recht hatte.
“Mom, Dad, ich möchte mich von euch verabschieden, wir sehen uns!”
“OK., Pass gut auf dich auf und mach mir keine Schwierigkeiten”
“Oh, Dad”, sie fiel ihm in die Arme, löste sich von ihm, drehte sich um und verließ da Haus.
“Muss das wirklich sein?”, fragte Charlene ihren Mann. “Ja, ich glaube schon!”
Sie hörten, wie das Summen des Motors leise verklang. Charlene schaute ihrer Tochter noch lange nach.


























Teil drei

“Und Action”, das klicken der Kamera hallte durch das kleine Atelier. Eine Wand mit Palmen und Sonnenschein stand in der linken Ecke. Auf dem Fußboden vor der Wand, hatte man einen Sandkasten aufgebaut, in dem eine nackte, wunderschöne junge Frau ihre Show vor dem Fotografen abzog.
“Joan, das ist wunderbar. Komm schon, Raubkatze, fauche mich an!”
Die junge Frau hörte auf sich zu bewegen und sagte: “Es tut mir leid, Jim, ich habe Kopfschmerzen!”
“OK.”, sagte Jim der Fotograf, “machen wir morgen weiter.” Sie ging hinter die Wand und zog sich an.
Als sie zu Hause war, machte sie sich eine Wanne warmen Wassers und badete. Sie stieg nach einer halben Stunde aus dem Becken, trocknete sich ab und zog sich einen Bademantel an. Sie setzte sich aufs Bett und dachte über ihren Job nach. Sollte das wirklich ihre Zukunft sein? Hoffentlich nicht! Aber so wie es bis jetzt aussah, würde es wohl ihre Zukunft sein. Sie hatte Bewerbungen mit Foto und Lebenslauf an sämtliche Filmateliers geschickt, aber bisher hatte sie noch keine Antwort erhalten. Sie entschloss sich, nicht mehr für Jim zu arbeiten und rief ihn an:
“Jim, ich bin's, Joan. Ich wollte dir nur sagen, dass ich morgen nicht komme, weil ich krank bin.”
Sie wollte nicht sagen, dass es für immer sein sollte.
Irgendwann schlief sie ein und wachte um Uhr 6:00 morgens auf. Sie schaltete das Fernsehgerät an und trank Kaffee, den sie vorher gemacht hatte. Es kam ihr so vor, nachdem sie gefrühstückt hatte, als wenn ihr die Decke auf den Kopf fallen würde. Sie zog sich an und verließ ihre Wohnung. Es war ein schöner morgen, wie er oft in Santa Barbara vorkam. Sie stieg in ihr Auto und fuhr Richtung Strand! Hier kam sie immer hin, wenn sie sich einsam fühlte. Sie dachte über Leben nach, über ihre Vergangenheit, über die Lügen die in ihrem Leben waren.
Man hatte sie belogen, sie hatte gelogen, aber wofür? Wahrscheinlich, weil sie nicht abhängig sein wollte, oder wegen ihrem Vater.
Sie dachte an ihn. Joan liebte ihren Vater über alles.




















Teil vier

Brat Sinclair saß in seinem Büro und schaute aus dem Fenster. Er dachte an Stacy! Wo war sie? Was machte sie? Sie war jetzt schon 18 Monate von zu Hause weg. Er hatte in der ganzen Zeit nichts von ihr gehört! Kein Brief, kein Telefonat, nichts. Er hatte einen Privatdetektiv auf sie angesetzt, aber alles was er hatte, war ein Name: Joan van Ark. Wer war sie? Fotomodell für Nacktaufnahmen in Santa Barbara, sie fuhr einen Stingray, hatte eine kleine Wohnung in der nähe eines Restaurants namens “Orient Express”. Sie hatte auch eine Stammkneipe “Johnnys Bar”. Mehr Hinweise gab es leider nicht. Nur eins: Joan hatte eine Tante namens Gina Andrade. Aber dass alles führte ihn nicht zu seiner Tochter.
Charlene betrat das Büro ihres Mannes.
“Gibt es etwas neues?”, fragte sie besorgt.
Brat drehte den Sessel und schaute kopfschüttelnd seine Frau an: “Nein, nichts, nur Joan van Ark! Ich glaube, wir sollten nach Santa Barbara fahren und diese junge Frau besuchen. Ich habe dort einen guten Freund, bei dem wir ein paar Tage nächtigen könnten. Du erinnerst dich doch an Lionel?”
“Ja, aber, bringt das was?”, fragte sie. “Ich weiß es nicht, aber wir sollten nichts unversucht lassen!”, “OK. Ruf doch mal Mr Jakobs an. Er soll unsere Maschine startklar machen.”, sagte sie in einem fast befehlenden Ton. “Nein,” antwortete er, “die kurze Entfernung fahre ich selber, mit dem Auto!”
Spät kamen sie in Santa Barbara an. Er hatte seiner Sekretärin gesagt, dass er ein paar Tage weg wäre.
Zunächst einmal fuhren sie zu Lionel. Er war zwar nicht unbedingt wohlhabend, aber er hatte ein großes Anwesen und genug Zimmer für die Zwei zur Auswahl.
Sie schliefen in dieser Nacht nicht sehr gut, was aber nicht an den Betten lag, sondern vielmehr an der Hitze und vor allem an der Nervosität.
Am nächsten Tag, entschlossen sie sich zu diesem Fotoatelier zu fahren in dem Joan van Ark arbeitete. Jim, Besitzer und Fotograf, sagte ihnen, dass er nicht wüsste wo sie wohnte. Sie würde auch heute nicht kommen, da sie krank wäre. Charlene machte sich große Sorgen. Brat fragte Jim, ob er wüsste, ob sie Freunde hätte, hier in Santa Barbara. “Ja, soviel ich weiß, hat sie eine Freundin namens Tori Capwell, aber ich weiß auch nicht, wo sie wohnt.” Dieser Tag, das sahen beide ein, hatte nicht viel gebracht.
Sie saßen bei Lionel am Swimmingpool, als Lionel fragte: “Na, wart ihr bei eurer Suche erfolgreich?” Sie erzählten ihm von Jim und von Tori Capwell. “Sagtest du gerade Capwell, Tori Capwell?”, “Ja, was ist mit ihr?”, Brat sah seinen alten Freund fragen an. “Tori Capwell ist die Schwiegertochter von C.C.Capwell, und der wohnt genau hier gegenüber!”, “Was du nicht sagst, Lionel!”, gab Charlene interessiert zurück.
Am nächsten Tag, suchten sie C.C.Capwell auf. Er öffnete die Türe und fragte nach ihrem erscheinen. Als Brat sagte, wer er ist, wurde Mr. Capwell sofort Freundlicher. “Ja, Sir, ich habe eine Schwiegertochter namens Tori. Sie wohnt 666 Mainstreet. Ich hoffe, ich konnte ihnen weiterhelfen und viel Glück.” Brat und Charlene bedankten sich für die Information und fuhren sofort zur genannten Adresse!
Victoria öffnete ihnen die Tür. Sie war eine nervöse, ängstliche Person. “Ja, ich kenne Joan, was wollen sie den von ihr? Sind sie von der Polizei?”, “Oh, nein!”, beruhigte sie Brat. “Wir sind ihre Eltern!”, “Aha, OK, passen sie auf, in diesem Fall, ich meine, natürlich kann ich ihnen die Adresse geben! 532 Prospaine Lane!” Sie bedankten sich und fuhren zu genanntem Aufenthaltsort.
Brat klingelte bei Joan van Ark, aber es tat sich nichts. Da sie Hunger hatten und in der Nähe vom ORIENT EXPRESS waren, beschlossen sie, dort etwas essen zu gehen. Nach einem wirklich leckerem Essen, klingelte Brat noch einmal bei Joan van Ark. Diesmal machte sie auf.
Sie stiegen die Treppe zur 1. Etage hinauf und mit jedem Schritt hatten sie mehr Hoffnung ihre Tochter zu sehen. Als sie bei ihrer Türe angekommen waren, trauten sie ihren Augen nicht. Vor ihnen Stand: STACY.
Die drei standen sich mit großen Augen und wie angewurzelt gegenüber. Die knisternde Stille die herrschte, wurde von Brat unterbrochen: “Aber Stacy, Kind, was machst du denn hier? Warum hast du dich nie gemeldet?” Joan sah die beiden an. “Äh, kommt doch erst mal rein! Kann ich euch etwas zu trinken anbieten?”, “Nein”, bedankten sie sich bei der jungen Frau. Charlene hatte Tränen in den Augen stehen. Sie nahm ihre Tochter in den Arm und sagte: “Liebling, ich möchte, dass du nach Hause kommst! Damit es wieder wie früher ist. Ich will nie wieder von die getrennt sein!”
Nachdem Charlene ihrer Tochter geholfen hatte, die Sachen zu packen und Brat sie im Kofferraum verstaut hatte, fuhren sie gemeinsam nach Hause.
Charlene hatte sich in den schwarzen Stingray ihrer Tochter gesetzt. “Oh, Mama, ich bin so froh, dass ihr mich geholt habt! Ich wollte auch morgen nach Hause kommen. Wie habt ihr mich gefunden?”
“Dein Vater hatte einen Privatdetektiv damit beauftragt dich zu finden! Aber er fand nur Joan van Ark! Und dann hatte Brat die Idee, dich in Santa Barbara zu suchen!”
Nachdem das geklärt war, saßen die beiden während der ganzen Fahrt schweigend nebeneinander! Erst als sie in Phönix ankamen, redeten sie wieder.
“Ich finde es schön, wieder hier zu sein”, Brat sah seine Tochter liebevoll an und meinte: “Wir finden es schön, dich wieder bei uns zu haben. Vielleicht ruhst du dich erst einmal etwas aus! Du wirst müde sein, von der langen Fahrt und so!” Charlene brachte ihre Tochter nach oben in ihr Zimmer, Sie hatte nichts darin verändert, in der ganzen Zeit. Sie setzten sich aufs Bett und redeten.
Charlene fragte: “Was hast du die ganze Zeit getan, was war das für ein Fotograf?”
“Weißt du, Mom, es tut mir wirklich leid, aber ich habe Nacktaufnahmen gemacht!” Charlene war entsetzt. “Was, du hast wirklich solche Fotos gemacht?” Ihre Tochter sah auf den Boden. “Ich wusste, dass es dir nicht gefallen würde, aber ich musste doch irgendwie Geld verdienen!” Charlene stand auf und sagte: “Aber doch nicht auf diese Art. Es gibt doch andere Möglichkeiten in deinem Alter Geld zu verdienen. Du hättest Kellnern können oder du hättest uns fragen können!”
“Nein, ich wollte euch beweisen, dass es auch ohne euch geht! Irgendwann lernte ich Jim kennen, er überredete mich diese Fotos zu machen und ich verdiente genug Geld um zu Leben!”
“Na ja,” sagte Charlene, “daran ist jetzt auch nichts mehr zu ändern, ich bin froh, dass wir dich gefunden haben und dass du wieder zu Hause bist. Ich werde mit Brat reden, vielleicht kannst du bei ihm arbeiten.” Stacy lächelte. “Oh Mom, dass wäre wirklich schön.”, “Fein, ich werde ihn sofort fragen. Aber jetzt schlaf erst mal!”
Charlene verließ ihre Tochter und ging zu Brat ins Schlafzimmer. Brat lag schon im Bett und lass ein Buch, als Charlene hineinkam.
“Brat, ich möchte dich etwas fragen! Hast du eine Stelle frei, für eine junge, arbeitssüchtige Frau?”
“Für wen? Für Stacy?”, “Ja, sie möchte arbeiten und ihr eigenes Geld verdienen!” Brat sah seine Frau nachdenklich an. “Ja, ich denke, dass ich noch jemanden für die PR-Abteilung brauche! Weißt du, Mr. Jones hat letzte Woche gekündigt!” Seine Frau sah ihn überrascht an: “Mr. Jones”, sagte sie nachdenklich, “War er nicht Leiter der PR-Abteilung?” Mr. Sinclair las weiter in seinem Buch. “Ja, das war er wohl”, “Ja, aber, soll dass heißen...?”, “Mhm. Ja. Stacy kann die Abteilung übernehmen. Ich glaube, sie hat das Zeug dazu.”
Charlene war glücklich über das was ihr Mann ihr gerade gesagt hatte. Sie gab ihm einen Kuss und drehte sich auf die Seite. “Ach, übrigens, wusstest du von den Fotos die Stacy gemacht hat”, fragte sie. “Ja, ich wusste davon und ich habe dir extra nichts davon erzählt, weil du dir sonst noch mehr Kopfschmerzen bereitet hättest!” Nach zwei Stunden war sie endlich glücklich eingeschlafen.

Am nächsten Morgen, saßen sie gemeinsam am Frühstückstisch und sprachen über Stacys Job bei Sinclair Industries. Stacy bedankte sich bei ihrem Vater und er antwortete, dass sie sich an diesem morgen bei ihm im Büro melden solle.
3 Stunden später saß Stacy in ihrem Büro und ging einige Akten durch. Das Telefon klingelte. Sie hob ab und meldete sich : “Ja, hallo?” Jemand war am anderen Ende, dessen Stimme sie nur zu gut kannte. “OK. Ich komme. Sagen wir in 30 Minuten. Treffpunkt: Wie immer. Ja,...,hat alles wunderbar geklappt. OK. Bis dann!”








































Teil fünf

Tony Collins saß im Oil Barons Club und telefonierte. Als er auflegte, lachte er in sich hinein und dachte, dass es ja nun lange genug gedauert hatte.
Jetzt konnte er sich rächen, für alles was man ihm angetan hatte. Er setzte sich zurück und wartete. Eine Dreiviertelstunde später, saß er mit einer Frau an seinem Tisch.
“Hallo, Gina! Wie geht es die mein Schatz?” Gina Andrade begrüßte ihn auf ihre ganz persönliche Art. Sie sprach mexikanisch mit ihm. Er hasste es, wenn sie mexikanisch sprach.

Brat kam ins Büro seiner Tochter.
“Hör mal, Schatz, ich habe da noch eine Frage an dich. Mein Privatdetektiv sagte mir, dass Joan van Ark eine Tante namens “Gina Andrade” habe. Wer ist diese Frau? Woher kennst du sie?” Stacy sah ihren Vater an. “Ich wollte nicht, dass ihr mich findet und so habe ich eine Freundin gefragt, ob sie wohl meine Tante spielen könnte. So wusstet ihr nicht, das Joan van Ark Stacy Sinclair ist.” Ihr Vater lachte. “Das hast du wirklich raffiniert gemacht!” Sie schaute auf die Uhr. “Oh, entschuldige mich, Papa, ich habe eine Verabredung. Also, bis später.”, “Gut, denk an die Besprechung heute Nachmittag.”
Zur gleichen zeit saßen Gina und Tony im Oil Barons Club.
“Hör mal, ich...”, “Ja, ja, schon gut, ich hör ja schon auf. Hat alles geklappt bisher?” fragte sie ihn leise. “Mhm, ja, wir haben einige Erfolge zu verzeichnen! Sie hilft uns wirklich sehr. Ich glaube, wir können das süße Pärchen jetzt schon abschreiben. Bald wird alles uns gehören!” Er lachte hämisch. Sie schaute ihn ängstlich an. “Hey, was ist denn los? Du brauchst keine Angst zu haben! Es kann nichts schief gehen, ich habe alles unter Kontrolle!” Sie atmete tief durch. “OK, ich will dir mal glauben!”
























Teil sechs

Es war Sonntag. Der schönste Tag der Woche, wie Stacy immer sagte.
Sie lag in der Sonne, schwamm im Swimmingpool, es ging ihr wirklich gut. Sie hatte die Zeit in Santa Barbara fast vergessen. Charlene saß in Brat´s Arbeitszimmer, als es an der Tür läutete.
Brat rief: “Ich mache schon auf!” Aber Charlene hatte plötzlich so ein komisches Gefühl in der Magengegend. Sie stand auf und begleitete ihn zur Tür. Er öffnete sie und Charlene fiel in Ohnmacht.
Brat fing sie auf und brachte sie ins Wohnzimmer, um sie dort auf die Couch zu legen.
“Mom, geht es dir nicht gut?”, fragte die junge Frau besorgt.

Stacy war im Garten eingeschlafen. Sie träumte wild und lebhaft.

“Was zum Teufel machen sie hier? Und wer sind sie?” fragte Brat wütend. “Vater, ich muss mich doch wohl nicht vorstellen, mein Name ist Stacy Soul, geb. Sinclair, beziehungsweise Collins, wenn man es ganz genau nimmt! Darf ich dir David vorstellen, er ist mein Mann, wir haben in England geheiratet.”
“Ich weiß nicht, wer sie wirklich sind, aber sie sind nicht Stacy! Meine Tochter liegt draußen in der Sonne. Und jetzt verlassen sie mein Haus, bevor ich die Polizei rufe!”, schrie Brat.
Charlene kam wieder zu sich. Sie schaute die junge Frau an, die vor ihr stand. Ihre Ähnlichkeit mit Stacy hatte sie einfach umgehauen.
“Brat, wer ist sie, was will sie von uns?”, fragte Charlene. “Das ist mir egal, ich rufe jetzt die Polizei. Sie ist eine Betrügerin, die nur unser Geld will!”
Als wenn ich nicht schon genug Schwierigkeiten hätte, dachte er.
Er hatte viel Geld verloren, beim Anzapfen eines Ölfeldes. Es kostet ihn genau 5,3 Millionen Dollar. Er machte Stacy dafür keine Vorwürfe, immerhin war sie es gewesen, die ihn auf dieses Ölfeld aufmerksam gemacht hatte. Er musste ja auch die Firma bezahlen, die Stacy für diese Aktion angeheuert hatte.
Jetzt wurde ihm Übel. Er hatte eine furchtbare Vermutung, aber er wollte sie nicht aussprechen. Er wollte sich selbst davon überzeugen. Er bat Charlene, mit ihm ins Arbeitszimmer zu gehen, um mit ihr reden zu können.
“Was ist denn los Brat? Du glaubst dieser Frau doch nicht, oder!?”
“Charlene, du weißt doch, dass Stacy einen Leberfleck hat?”, fragte Brat.
“Ja, natürlich. Ich verstehe, so können wir diese Frau da draußen entlarven! Richtig?”
Brat nickte mit dem Kopf. “Richtig. Komm wir gehen zu ihnen.”
“Ich werde Stacy holen und du bleibst bei dieser Frau!”, befahl Charlene.

“Niemand wird sie erkennen, glaube mir!”
Tony saß mit Gina im Oil Barons Club.
“Sieh mal, bisher haben wir 5,3 Millionen Dollar an ihr verdient! Was sollte schief gehen, sie ist perfekt. Diese Tarnung kann gar nicht auffliegen!” Gina Schaute ihn misstrauisch an. “Haben wir auch wirklich nichts vergessen? Einen Leberfleck, ein Mal oder sonst irgend etwas?”
“Nein, mein Schatz,” er lächelte hochmütig, “sogar an diesen Leberfleck habe ich gedacht!”
Jetzt lachte auch Gina. Sie waren sich so Siegessicher!!!

“Stacy,...,Stacy, wach auf!” Charlene stand bei ihrer Tochter draußen im Garten. Stacy öffnete die Augen. “Ich bin wohl eingeschlafen. Was gibt es denn?” Charlene zögerte eine Weile, bevor sie antwortete: “Dein Vater möchte mit dir sprechen!”
Stacy sah sie verdutzt an. “OK. Ich komme.”

Stacy und Stacy standen sich gegenüber. Eine komische Szene. Brat sagte: “Kommen wir zur Sache! Stacy hat einen Leberfleck und den möchte ich von euch beiden sehen!”
Es war ein Mal, das sich auf der linken Pobacke befand. Stacy, im Bikini, zeigte ihn zuerst.
“Damit brauchen sie, junge Frau, ja wohl nicht ihren Rock hochzuheben!” wetterte Brat. “Brat, gib ihr eine Chance”, bat Charlene.
Die junge Engländerin hob ihren Rock und zum Vorschein kam ein Muttermal auf der linken Pobacke. “Tja, so kommen wir wohl nicht weiter”, meinte Brat.
“Hoppla, jetzt fällt mir aber etwas ein!”, sagte Charlene. Brat sah sie überrascht an. “Ach ja, was denn?”, “Stacy”, sagte sie zu der im Bikini, “bitte ziehe deinen Slip einwenig runter!” Sie tat was man ihr sagte, obwohl sie nicht verstand was das sollte.

“Gina”, sagte Tony, während er die Gesichtsfarbe von Gesundrosa in kränklich blass wechselte. “Ja, was ist denn?”, fragte Gina Andrade. “Es könnte sein..., aber nein das wäre Zufall!”, “Nun sag schon, was los ist!”
“Hat Stacy eigentlich schon den Blinddarm raus?”, “Welche Stacy, Joan?”, “Ja!”, “Ich glaube nicht!”, sagte Gina. “Ich weiß,”, sagte Tony, “dass Stacy mal im Krankenhaus gelegen hat, aber ich weiß nicht mehr wofür!”
Gina schaute ihn ängstlich an: “Willst du damit etwa zum Ausdruck bringen, dass...?” Tony druckste herum: “Äh, ja, ich meine Nein. Also eigentlich, ich weiß es nicht, ich könnte mich irren!”

Brat und Charlene schauten die junge Frau an. “OK, danke. Jetzt bitte sie!”
Die junge Frau sah Charlene an und sagte: “Mom, ich habe den Blinddarm raus, das war 1980. Du erinnerst dich doch noch, oder?” Charlene sah die junge Frau vor ihr mit einem Schleier in den Augen an. Sie nahm sie in den Arm und sagte: “Brat, würdest du bitte die Polizei rufen. Miss van Ark hat uns einiges zu erzählen! Übrigens, du kleines Flittchen, du kannst Tony bestellen, dass er nichts gegen uns machen kann. Und die 5,3 Mio. Dollar, braucht er sicher für die Gerichtskosten und den Anwalt. Meiner Schwester kannst du ausrichten, dass sie für mich gestorben sei!”, “Hören sie,”, sagte Joan, “die zwei, also meine Eltern, haben mich dazu überredet. Ich habe mit der ganzen Sache, so gut wie nichts zu tun!”, “Ja, ja, das kannst du der Polizei erzählen!”


















Teil sieben

“Oh, nein, wenn das wahr ist, was du sagst, stecken wir in Schwierigkeiten” Er stand auf und sagte: “Komm schon, wir fahren zu ihnen.” Gina sah ihn an und fragte: “Und was soll das deiner Meinung nach bringen?”
“Wir müssen Joan daraus holen, wir werden Brat und Charlene sagen, dass wir mit Stacy reden wollen und holen sie daraus.”, “OK, lass es uns versuchen!”
Sie liefen auf den Parkplatz und stiegen in den Benz. Als Tony den Zündschlüssel umdrehte...

“Polizei? Ja, hallo, Sinclair ist mein Name, “Farnsworth Ranch”, bitte schicken sie mir eine Wagen!”
Die Stimme am anderen Ende fragte nervös: “Ist bei ihnen eingebrochen worden, hat man jemanden umgebracht?”, “Nein”, antwortete Brat. “Also, nichts wichtiges?”, “Doch, es geht um Betrug!” Jetzt wurde die Stimme am anderen Ende um einige Oktaven lauter. “Hören sie, wir haben im Moment wichtigeres zu tun!”, “Ach, ja, was ist denn passiert?”, “Eine Explosion, vor dem Oil Barons Club! Ein Auto ist dort in die Luft geflogen!”
“Oh, Mann, gab es irgendwelche Verletzte?”, “Stellen sie eigentlich immer so kluge fragen? Natürlich gab es Verletzte! Es gab sogar tote! Wenn mich nicht alles täuscht, ihr Nachbar, Tony Collins!”, “Was, um Himmels willen! Das darf doch wohl nicht wahr sein!”, “Entschuldigen sie mich jetzt bitte. Ich durfte ihnen gar nicht soviel erzählen!”
Und schon hatte der Beamte am anderen Ende aufgelegt.
Brat drehte sich um und schaute die vier Gestalten, die vor ihm standen, entgeistert an!
“Was ist passiert?”, fragte Charlene. Brat stotterte: “Tony,...,vor dem Club,...,sein Auto,...,es ist...,...es ist explodiert!”
Die drei Frauen sahen ihn fragend an. Charlene sagte: “Brat, setz dich erst mal und trink einen Whiskey. Dann erzählst du uns alles ganz langsam!”
Er setzte sich in den Sessel unter dem Fenster. Charlene brachte ihm einen Whiskey, den er hastig runterkippte. Dann erzählte er noch einmal von vorn: “Tonys Wagen ist vor dem Oil Barons Club explodiert, er ist tot!” Er stand auf und ging auf Stacy zu: “Es tut mir so leid mein Schatz!”
Plötzlich fiel ein Schuss. Die 3 Frauen , David und Brat warfen sich auf den Boden! Es fielen noch zwei Schüsse, David rief: “Bleibt alle unten!”
Es verging einige Zeit, bevor David sagte: “OK, ich glaube, es ist vorbei! Ist jemand von euch verletzt?” Alle antworteten “Nein”, bis auf Brat. Ihn hatte die erste Kugel in den Rücken getroffen. Stacy hatte eine kleine Fleischwunde. Charlene fiel auf die Knie: “Brat, du darfst mich nicht verlassen! Bitte nicht! Steht nicht so rum!”, schrei sie, “ruft endlich einen Krankenwagen!”













Teil acht

“Detective Crowley, kommen sie bitte mal her?” Crowley war ein Mann Anfang 30, der diesen Job durch Bestechung und Korruption bekommen hatte. Er dachte, dass nur er perfekt wäre und sonst keiner.
“Wenn sie mich so nett darum bitten, wer könnte da widerstehen!? Nun sagen sie mir schon was los ist!” Der Polizist antwortete: “Die Zentrale hatte eben einen interessanten Anruf!”, “Ja?!”, “Ja!”, “Also was?”, “Wie meinen?”, Crowley wurde fuchsig: “Wenn sie mir nicht sofort sagen was für einen Anruf die Zentrale erhalten hat, lasse ich sie auf der Stelle suspendieren!”
Der Streifenpolizist schaute ihn verwundert an und meinte dann: “Das beste wird sein, sie fragen die Zentrale selbst!” Crowley schaute ihn an: “Ist das ihr ernst, oder war das ein Befehl?” Benton, so hieß der Polizist, schaute Crowley ernst an: “Mhm, ja, fragen sie selbst, bevor ich ihnen etwas falsches sage!”, “Wissen sie was,”, fragte Crowley, “wissen sie was, sie sind suspendiert wegen Unwissenheit!”
Er ging auf den Streifenwagen zu und nahm das Funkgerät in die Hand: “Hallo Zentrale, hier ist Crowley, können sie mir mal sagen, was bei ihnen los ist!?” Die Zentrale meldete sich: “Hier Zentrale, Officer Smith. Ein Mr. Sinclair hat angerufen! Er machte eine Anzeige wegen Betrugs!”, “Der Mann soll warten!”, “Das sagte ich ihm auch, Sir. Er sagte, er wäre der Nachbar von Mr Collins!” Crowley schaute auf das brennende Auto. “Ich danke vielmals, Ende!”
20 Minuten später war Crowley bei Sinclairs Ranch. Er klingelte und David Soul öffnete ihm die Türe!
“Guten Abend, Sir! Was kann ich für sie tun?” Crowley schaute ihn abschätzend an. “Sie können gar nichts für mich tun, ich suche Mr Sinclair!” David Soul sah ihn genauso abschätzend an, wie er ihn vorhin. “Was wollen sie denn von ihm? Er ist momentan nicht da!”, “Crowley, ist mein Name, Detective Crowley, ich bin von der Polizei und hätte ein paar fragen an Mr Sinclair!”, “Wenn das ein Witz sein soll,” sagte David, “dann finde ich ihn nicht besonders gut! Mr Sinclair liegt nämlich im Krankenhaus und kämpft um sein Leben!”, “Was? Wenn sie mir hier Märchen erzählen, dann komm ich zurück und nehme sie fest!”
Crowley fuhr zum Memorial Hospital und fragte dort, ob Mr Sinclair eingeliefert wurde. Man sagte ihm, dass Brat auf Station M 6 liegen würde. Crowley fuhr hinauf zur Station und traf dort Charlene, Joan van Ark und Stacy Soul.
“Oh, drei Häschen auf einmal, lasst mich euer Playboy sein!” Charlene sah ihn Kopfschüttelnd an: “Haben sie eigentlich gar keine Manieren? Mein Mann wird gerade operiert und sie machen hier ihre Späße!” Crowley verzog das Gesicht. “Oh, entschuldigen sie. Was hat er denn, der arme?”, “Man hat ihn angeschossen!”, mischte sich Stacy ein.
“OK. und wer von ihnen hat diese wirklich schreckliche Tat begangen? Sagen sie nichts. Ich glaube, es war der Gigolo den ich eben auf der Ranch getroffen habe!”, “Sie sind...”, “Sagen sie es besser nicht, junge Frau, ich könnte sie wegen Beamtenbeleidigung festnehmen lassen. Wäre das ein Spaß!”
Die drei Frauen wendeten sich von Crowley ab. Er verabschiedete sich von ihnen, immerhin hatte er noch einige Zeugenaussagen zu überprüfen.
Ein Arzt kam aus dem OP. Charlene lief zu ihm hin. “Doktor, Doktor, wie schlimm ist es? Wird er durchkommen?” Der Arzt schaute sie sorgenvoll an und sagte: “Ja, Madame, er ist über den Berg! Ich denke, er wird es schaffen. Wir können noch nichts genaues sagen. Wir bitten sie um etwas Geduld. Sie sollten jetzt nach Hause fahren, sich etwas ausruhen und morgenfrüh wieder herkommen!”
Charlene meinte, sie würde hier warten und schauen, was auf sie zukommen würde. Sie redete mit Stacy. “Fahr nach Haus, liebes. David braucht dich jetzt sicher Zuhause.”, “OK”, sagte Stacy, “ich danke dir. Bitte rufe mich an wenn es etwas neues gibt!”
Joan blieb bei Charlene, sie meinte, es wäre ihre Schuld, dass das alles passiert war. Sie sprach mit ihrer Tante: “Weißt du, Tante Charlene, meine Ähnlichkeit mit Stacy wurde mir fast zum Verhängnis. Mom und Dad, also Gina und Tony, haben mich dazu überredet. Sie versprachen mir Filmrollen und viel Geld, ich müsste nur noch meine Fähigkeiten unter Beweis stellen, sagten sie mir!”, “Joan, du brauchst nicht weiter zu reden, ich habe dir vergeben. Es tut mir so leid was mit Gina und Tony passiert ist. Wer kann das nur gewesen sein?”
Charlene sah ihre Nichte mitleidvoll an. “Tante Charlene, es braucht dir nicht leid zu tun! Wer sich auf einem Drahtseil bewegt, muss damit rechnen runterzufallen. Ich kenne jede menge Leute, die einen Grund dazu hatten, den beiden etwas böses zu wollen.!”, “Natürlich, die kenne ich auch. Aber es muss jemand sein, der sich dazu auch noch mit Sprengstoff auskennt.




































Teil neun

Der Detective verließ das Krankenhaus und fuhr zurück zur Polizeistation.
Er lass die Akten der Verhöre durch. “Nichts”, dachte er, “sind die Leute denn alle Taub und Blind?” Er griff zum Telefon und wählte die Nummer von Sinclair. Stacy ging ans Telefon und meldete sich : “Ja, hallo, Farnsworth Ranch, Soul am Telefon!”, “Hallo, junge Frau, hier ist Crowley. Ich wollte sie bitten, das Haus nicht zu verlassen und ihren kleinen hübschen auch nicht, ich bin schon unterwegs!”
Als er bei der Farnsworth Ranch ankam, begann es zu regnen. Er stieg aus seinem Wagen und rannte ins Haus.
“Hallo, jemand zu Hause, ich bin es, Crowley!”, Stacy kam in die Empfangshalle. “Guten Abend, Mr. Crowley. Was kann ich für sie tun?” Crowley schaute sie an: “Wissen sie, ich habe mich gefragt, ob sie oder ein anderer dieser Freaks in dieser Familie, weiß, warum da draußen ein Auto explodiert und niemand etwas sieht!”
Stacy sah ihn unwissend an: “Mr. Crowley. Ich weiß gar nichts. Ich bin heute Mittag aus London gekommen, da steht diese Frau vor mir, die sagt, sie wäre ich. Dann explodiert das Auto meines Vaters und dann wird auch noch mein Vater angeschossen! Sie verstehen, dass ich erst mal über einiges nachdenken muss!”
“Moment mal, sie Schlange. Wollen sie mich verarschen? Sie sagen, das Auto ihres Vaters wäre explodiert, einige Sekunden später sagen sie, ihr Vater wäre angeschossen worden! Nehmen sie Drogen, oder ist das eine schlimme ansteckende Krankheit?”
Stacy ging ins Arbeitszimmer und Crowley folgte ihr. Sie setzten sich.
“Mr. Crowley,” fing sie an. Sie erzählte ihm, was damals passiert war. Crowley hörte ihr interessiert zu und meinte dann: “Oh, Mann, jetzt wird mir aber einiges klar, obwohl ich nicht genau weiß, ob ich ihnen dass alles glauben soll!”, “Na ja,” meinte Stacy, “wie auch immer, ich möchte , dass sie den finden, der die Schuld an allem trägt!”
Crowley schaute sie mit großen Augen an: “Was glauben sie, wer sie sind? Mein Chef, oder was? Die Polizei tut alles, was in ihrer Macht steht!”, “Ich finde, das ist nicht genug!”
Das Telefon klingelte und Stacy ging dran.
“Ja, hallo?”, sie hörte dem Mann am anderen Ende zu und wechselte ihre Gesichtsfarbe, dann legte sie auf. Crowley kam zu ihr herüber.
“Ist ihnen nicht gut?”, “Doch, es geht schon wieder!”, “Ist irgendwas mit ihrem Vater?”, “Nein, eh, ja, ich meine, der Mann am Telefon sagte, er würde auch meine Mutter und mich kriegen!”















Teil zehn

Das Flugzeug landete planmäßig um Uhr 18:00 in Phönix. Ein Mann stieg in ein Taxi und ließ sich zum Dessert Inn fahren. Dort nahm er ein Zimmer und verlangte vom Portier um Uhr 9:00 geweckt zu werden.
Am anderen Morgen fuhr er zum Geschäftsgebäude von Sinclair Industries.
“Guten Morgen, ich möchte zu Brat Sinclair!” Die junge Frau an der Zentrale meinte, dass Mr Sinclair im Krankenhaus läge und er sich an Stacy Soul wenden müsste.
“OK., melden sie mich an, mein ist Lester Witford”
Ein paar Sekunden später, saß Mr. Witford bei Stacy in Brats Büro.
“Guten Tag, Mr. Witford, meine Name ist Stacy Soul, was kann ich für sie tun?”
“Sie können leider gar nichts für mich tun, aber vielleicht kann ich etwas für sie tun!
Stacy sah ihn an und fragte : “Ich wüsste nicht, was sie für mich tun könnten!”
“Wissen sie, ich besitze einige Ölquellen im fernen Osten und möchte davon trennen”
“Mr. Witford, ich fühle mich geehrte, aber was für Sicherheiten haben sie für mich und wie kommen sie gerade auf mich?”
“Es ist so, ich kenne ihren Vater sehr gut und dachte sofort an ihn, als ich verkaufen wollte! Ich habe hier alle Untersuchungen, die meine Spezialisten gemacht haben!”
Er legte einen Aktenordner auf den Schreibtisch.
“Aha, sehr gut, ich werde mir alles genau ansehen und dann werde ich mich wieder bei ihnen melden! Übrigens, woher kennen sie meinen Vater eigentlich?”
Mr Witford sah Stacy lächelnd an. “Fragen sie ihn doch, er wird sich sicher noch an mich erinnern!”
Er verließ das Bürogebäude und fuhr zurück ins Hotel.
Als er im Zimmer ankam, nahm er das Telefon und rief Stacy im Büro an.
“Mrs. Soul, was hat ihr Vater eigentlich, ich hörte, dass er im Krankenhaus liegt!”
“Ja, Sir, mein Vater wurde angeschossen, aber wir wissen noch nicht von wem!”
“Hören sie, ich kenne einen guten Privatdetektiv, der ihnen dabei helfen könnte!”
“Ich danke ihnen für ihre Hilfe, Mr. Witford und nehme sie danken an!”
“Gut, er wird sich bei ihnen melden und sie melden sich bei mir!”
“Ja, wir bleiben in Verbindung, Mr. Witford”


















Teil elf

Charlene saß am Bett ihres Mannes im Memorial Hospital. Er lag da und sah seine Frau an.
“Ich kann meine Beine nicht bewegen, bitte hilf mir.”
Charlene konnte ihm nicht helfen, aber sie konnte ihn nicht so leiden sehen.
“Die Ärzte tun was sie können, sie werden einen Weg finden um dich zu heilen!”
“Du brauchst mich nicht zu belügen, ich weiß, dass ich für mein ganzes Leben an den Rollstuhl gefesselt sein werde!”
Sie fühlte sich so verloren, so hilflos, sie wusste nicht mehr was sie tun sollte. Sie musste ihm die Kraft geben, jetzt nicht aufzugeben.
“Brat, bitte gebe nicht auf, wir werden es gemeinsam schaffen. Ich werde dir schon helfen. Lass dich bitte nicht hängen. Du musst kämpfen!”
Brat war eingeschlafen.
Charlene ging auf den Flur und traf dort den behandelnden Arzt.
“Doktor, können sie mir irgend etwas über den Zustand meines Mannes sagen? Wird er gelähmt bleiben, oder wird er wieder gehen können?” Doktor Kylie sah sie an.
Mrs. Sinclair, ich kann zu diesem Zeitpunkt noch keine genauen Angaben machen. Wir haben ihren Mann gerade mal Operiert. Nur so viel, wir werden alles tun, damit ihr Mann schnell wieder zu Hause sein kann.”
“Ich danke ihnen Doktor, sie haben mir sehr viele Mut gegeben!”
“Das ist eine meiner leichtesten Übungen, Madame!”
Eine weibliche Stimme klang über den langen Flur.
“Doktor Kylie, bitte Zimmer 20, Doktor Kylie bitte!”
“Also Mrs. Sinclair, ich wünsche ihnen alles gute und werde mich um ihren Mann kümmern!”
“Danke, auf Wiedersehen, Doktor Kylie!”
Charlene hatte sehr viel Vertrauen zu Dr. Kylie, was sie in dieser schweren Zeit auch brauchte. Sie ging wieder zu Brat ins Zimmer. Er schlief immer noch. Sie setzte sich neben ihn auf einen Stuhl und sah ihn an.




















Teil zwölf

Stacy und David saßen zusammen auf der Veranda und tranken Kaffee.
“David, mein Schatz, wir hatten in letzter Zeit, wenig voneinander, ich möchte das ändern.”
“Stacy, du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich weiß, dass dir das alles sehr nah geht und deswegen kann ich dich sehr gut verstehen.”
“Ich wollte dich um etwas bitten, David, kannst du mir im Büro etwas helfen?”
“Ich hoffte, du würdest das sagen! Ich möchte die sehr gerne helfen!”
“Gut, Danke. Ich gehe jetzt zu Bett. Kommst du mit?”

Am nächsten Morgen fuhren beide ins Büro. Stacys Sekretärin kam sofort zu ihr.
“Mrs Soul, es wartet ein Mann in ihrem Büro. Er sagte, sie müssten Bescheid wissen. Ich konnte auch nichts dagegen tun.”
“Schon gut, Phyllis, das geht schon in Ordnung!”
David sah seine Frau an.
“Wer ist er, dein Liebhaber?”, “Natürlich!”, sagte Stacy lachend, “komm mit, ich glaube, ich kann dich jetzt gebrauchen!”
Sie öffnete die Türe und beide betraten das Büro. Vor ihnen stand ein sonnengebräunter, muskulöser, junger Mann in Jeans und Turnschuhen.
“Guten Morgen, mein Name ist P.M. Stuart. Mr. Witford rief mich an und sagte, sie könnten meine Hilfe gebrauchen!”
“Ja, genau. Ich bin Stacy Soul, das ist mein Mann David. Hat Mr. Witford ihnen gesagt um was es geht?”
“Nein, er sagte mir, sie würden mir alles erklären und mich bezahlen!”
Jetzt schaltete sich David mit ein. Er wusste ja gar nicht um was es ging.
“Stacy, könntest du mir bitte erklären, um was es geht!”
Stacy sah ihren Mann an und schüttelte mit dem Kopf. “Nein, David, im Moment kann ich das nicht. Bitte warte. Ich werde es dir bald erklären!”
“Ich werde nicht warten, du wirst mir sofort alles erklären!”
“Wenn sie fertig sind, sagen sie mir bitte was ich zu tun habe!”, mischte sich P.M. ein.
“David, ich werde Mr Stuart jetzt alles erzählen, dann weißt auch du Bescheid!”
“OK, dann fang mal an mein Schatz”
Nach 30 Minuten hatte Stacy P.M. alles erklärt.
“So jetzt wissen sie um was es geht. Glauben sie, sie können mir helfen?”
Stacy hatte sich in ihren Chefsessel zurückgelehnt.
“Ja, aber mir fehlen noch ein paar Informationen, um diesen Fall zu lösen.”
Stacy sah David an, er schaute in ihre Augen und lächelte.
“Gut, sagen sie mir, was sie brauchen, ich werde mich darum kümmern!”, “OK, danke, ich werde mich wieder melden!”
Er verließ das Büro. Stacy sah David an und nahm seine Hand. “Entschuldige bitte, ich war ein bisschen nervös, deswegen habe ich mich so benommen.”
“Aber warum hast du nicht mit mir geredet? Du weißt doch, dass ich dir nur helfen möchte!”






Teil dreizehn

Charlene saß auf einem Stuhl neben Brats Bett und sah ihn an. Es klopfte an der Türe.
“Ja bitte!”, bat Charlene die Person einzutreten.
“Hallo, Tante Charlene, wie geht es ihm?”, “Ach, du bist es, Joan, komm nur ein!”
Joan kam herein und setzte sich neben Charlene. “Was sagen die Ärzte, wird er wieder gehen können?”, “Dr. Kylie kann noch keine genauen Angaben machen. Es fehlen noch einige Untersuchungen, dann kann er mir etwas sagen.”
“Ich hoffe so sehr, dass er wieder gehen kann, wenn er entlassen wird”
“Glaube mir, Joan, dass werde ich!” Die beiden Frauen drehten sich zum Bett. Brat war aufgewacht. “Ja, ihr zwei, ich habe alles mit angehört. Ich weiß, dass ich recht habe, ich werde für immer im Rollstuhl sitzen”, hauchte Charlenes Mann. Und schon war er wieder eingeschlafen. Er war noch sehr mitgenommen von der Narkose, die man ihm aufgrund der Operation geben musste. “Oh, Brat. Ich weiß, dass du gar nichts mitbekommen hast. Wenn du wüsstest...!”
Natürlich wusste Brat alles, aber das sollten weder Charlene noch Stacy, noch sonst irgend jemand wissen, sonnst hätten sie sich zu viele Sorgen gemacht. Charlene machte sich so oder so sorgen, auch wenn sie nichts von Brat wusste.
“Joan, vielleicht sollten wir nach Hause fahren, wir können hier nichts mehr tun. Zumindest nicht bis Brat aufgewacht ist! Ich werde Dr. Kylie Bescheidsagen, damit er uns sofort benachrichtigt wenn Brat aufwacht!”, “Ja,” meinte Joan, “dass ist das erste vernünftige, dass ich seit den Unfällen von dir höre!”
Sie suchten Dr. Kylie auf um mit ihm zu reden. Nachdem dieses geschehen war, fuhren die beiden Frauen zur Ranch.
Stacy und David saßen in der Launch und tranken Kaffee.
“Hallo, jemand zu Hause?” Stacy kam aus der Launch und begrüßte ihre Mutter,
“Guten Abend Mama, Hallo Joan. Es gibt etwas neues in unserem Fall, mein Privatdetektiv hat eben angerufen!”
“Was, wer??”, “Mama, ich habe keine Zeit für Erklärungen, hör mir einfach zu. Ein Mr. Witford kam in mein Büro, geschäftlich, nachdem das geklärt war, rief er mich an und fragte was mit Daddy passiert sei. Ich erzählte es ihm und er besorgte mir einen Privatdetektiv”
Charlene glaubte, in Ohnmacht zu fallen. “Sagtest du gerade Witford, Lester Witford?”
Stacy sah ihre Mutter erstaunt an. “Mama, woher kennst du ihn? Er sagte, dass er Daddy von früher her gut kennen würde.”
“Ja ich kenne ihn! Er war früher einmal ein Geschäftspartner von Sinclair Industries. Es gab ein paar Schwierigkeiten und dann war Lester plötzlich weg. Weißt du, wo er sich aufhält?”, “Mhm, ja, ich habe seine Telefonnummer. Aber er wird sich so oder so bei mir melden, du brauchst ihn nicht anzurufen.”
“Nagut,” sagte Charlene, “ich werde jetzt zu Bett gehen. Ich bin ein wenig erschöpft!”
“David, wir sollten auch schlafen gehen, morgen haben wir viel zu tun!”









Teil vierzehn

Stacy saß in ihrem Büro im Geschäftsgebäude von Sinclair Industries. David stand neben ihr.
“Stacy, was soll ich den nun tun?” Sie schaute von ihren Akten auf und drückte eine Taste der Gegensprechanlage: “Phyllis, bitte schicken sie mir Mr. Brown von der Finanzabteilung.” David schaute sie an : “Was hast du vor, Stacy?” Sie grinste ihn an: “Lass dich überraschen!”
Mr. Brown betrat das Büro.
“Mrs. Soul, was kann ich für sie tun?”, “Mr. Brown”, sie deutete auf den Stuhl vor ihrem Tisch. “Wie lange sind sie jetzt in dieser Firma beschäftigt?”, “Na ja, seit über 20 Jahren!”, “Und wie lange sind sie schon Abteilungsleiter Betriebsabrechnung / Controlling?”
Er sah sie ängstlich an. “Seit 10 Jahren, oder länger! Aber was wollen sie denn von mir? Gibt es irgendwelche Probleme, Madame?”
“Mr. Brown, ich finde, es wird Zeit, dass jemand der jünger ist ihren Posten übernimmt!”
Mr. Brown sah sie entgeistert an: “Das können sie doch nicht mit mir machen! Was glauben sie, wenn sie vor sich haben? Das ist bestimmt nicht im Sinne der Geschäftsleitung!”
“Mr. Brown,” sagte Stacy und lächelte, “ich bin die Geschäftsleitung und es ist in meinem Sinne! Sie werden eine Abfindung bekommen, damit sie nicht ohne etwas da stehen. Ich danke ihnen für alles, was sie für uns gemacht haben. Auf Wiedersehen, Mr. Brown!”
Mr. Brown verließ das Büro, er kam sich ausgenutzt vor. Er wusste nicht, wie es weitergehen sollte.
“Stacy, Darling, war das wirklich nötig?”, fragte David. “Ja, mein Schatz, du wirst jetzt die Finanzabteilung leiten. Du hast jetzt eine sehr wichtige Aufgabe in dieser Firma”
Er verließ das Büro und ging in die Finanzabteilung. Mr. Brown war gerade dabei seinen Schreibtisch auszuräumen. David ging zu ihm.
“Mr. Brown, sie sollten wissen, dass es nicht meine Schuld war. Ich wollte es nicht!”, “Ich weiß, Sir, sie brauchen sich nicht zu entschuldigen. Aber ihre Frau hat ja recht, diese Unternehmen braucht junge, frische Kräfte.”

Stacy rief zu hause an : “Hallo, Mom. Ich hätte mal gerne Joan gesprochen.”, “Ja, einen Moment bitte!” Nach einer Weile kam Joan ans Telefon: “Hallo Joan, hier ist Stacy, ich muss etwas mit dir besprechen! Kannst du ins Büro kommen?”, “Ja, natürlich, Ich bin einer halben Stunde bei dir. OK?”, “Ja, gut. Bis später!” verabschiedete sich Stacy von ihrer Halbschwester
30 Minuten später saßen sich die Frauen, die Zwillinge hätten sein können, im Büro der Geschäftsleitung von Sinclair Industries gegenüber.
“Also Stacy, um was geht es?”, fragte Joan. “Na ja, weißt du, ich brauche jemanden für die PR-Abteilung. Du hast das doch schon einmal gemacht. Ich wollte dich fragen, ob du deine Arbeit wieder aufnehmen willst!”, “Soll das ein Witz sein? Natürlich will ich es. Wenn du willst, kann ich sofort anfangen!”, freute sich Joan.
Stacy reichte ihr die Hand: “Willkommen an Bord von Sinclair Industries!”
“Ich danke dir, Stacy! Ich kann die gar nicht sagen, wie glücklich ich bin!”, “Du brauchst mir nicht zu danken, ich habe es gern getan. Und jetzt, geh an deine Arbeit!”








Teil fünfzehn

P.M. Stuart, der Privatdetektiv, betrat den Oil Barons Club. Er schaute sich um und setzte sich an die Theke. “Keeper, bringen sie mir einen O-Saft, aber mit viel Peernot! Übrigens, kannten sie Tony Collins?”
Der Barkeeper stellte den Drink vor seinen Gast und sah ihn an. “Hören sie, wer immer sie sind, halten sie sich daraus. Ich glaube, das wäre gesünder für sie!” P.M. legte 20 Dollar auf die Theke und schaute den Barkeeper an. Er griff noch einmal in die Tasche, holte 50 Dollar heraus und sagte:” Stimmt so, wollen sie sich ein wenig mit mir unterhalten?” Der Mann hinter der Theke sah ihn an und meinte: “Ja, natürlich, aber nicht hier. Wir können uns ja morgen irgendwo treffen, sagen wir im Dessert Inn. OK?”, “OK, Sir. Morgen Uhr 18:00”
P.M. verließ den Club und rief Witford an. “Ich habe Neuigkeiten, Sir..., ja der Barkeeper,...ich treffe mich mit ihm,...,morgen Uhr 18:00, ..., ja gut, ich melde mich wieder, Ciao.”
Er legte auf und wählte die Nummer von Stacy Soul, sie war nicht zu erreichen, also fuhr er nach Hause um etwas zu schlafen. Heute könnte er sowieso nichts mehr machen!
Mitten in der Nacht, es muss gegen Uhr 3:00 gewesen sein, klingelte das Telefon. P.M. griff zum Hörer.
“Ja, es muss aber wirklich wichtig sein, wenn sie mich jetzt anrufen.” Die Stimme am anderen Ende sagte: “Halten sie sich raus!”
Jetzt wurde P.M. wach. “Hey, wer ist da? Was wollen sie?”, “Halten sie sich raus!”
Dann legte der Mann am anderen Ende auf.
P.M. überlegte, wer das am Telefon hätte sein können, er fand jedoch keine Antwort. Morgen würde er zu Stacy ins Büro fahren.

























Teil sechszehn

Uhr 9:45 am anderen Morgen. Das Telefon läutete. Charlene hob den Hörer ab: “Ja hallo!”, “Mrs. Sinclair, hier ist Dr. Kylie. Es gibt Schwierigkeiten. Sie sollten besser gleich herkommen!” Charlene ließ den Hörer fallen und fuhr ins Krankenhaus.
“Mrs. Sinclair, es tut mir leid, aber ich muss ihnen etwas sagen!”, “Doktor, sagen sie mir endlich was los ist!” Charlene war sehr nervös. “Wir haben ihren Mann noch einmal untersucht und haben eine zweite Kugel gefunden!”, “Dr. Kylie, das kann doch gar nicht sein. Er wurde nur einmal getroffen.”, “Laut ihrer Aussage, ja; laut unserer Untersuchung, nein! Wir müssen ihn noch einmal Operieren und ich denke, dass er dann bald wieder gesund wird”, “Sie meinen also, er wird wieder gehen können.”, “Ja, Mrs Sinclair, es wird zwar noch einige Zeit dauern, aber es wird schon werden.”, “Ich danke ihnen, Doktor, Auf Wiedersehen.”
Charlene fuhr zu ihrer Tochter ins Büro. Sie war ziemlich aufgeregt, zitterte am ganzen Körper und hatte einen Schweißausbruch.
“Mein Gott, Mutter! Was hast du denn?”, fragte Stacy, als sie ihre Mutter in der Tür stehen sah. “Ich komme gerade aus dem Krankenhaus, oder habe ich das ganze nur geträumt?” Charlene schaute ziemlich entgeistert in das Gesicht ihrer Tochter.
“Mom, was ist los?” Stacy fasste ihrer Mutter unter den Arm. “Der Docktor sagt, Brat hatte zwei Kugeln in seinem Rücken, aber er hatte doch nur ein Einschussloch. Normalerweise, hätten sie das doch sofort bemerken müssen Warum hat man das bei der ersten Untersuchung nicht festgestellt, das ist doch praktisch unmöglich!”
“Mom, ich werde Dr. Kylie anrufen und ihn fragen, was es damit auf sich hat. Aber zuerst, werde ich David zu mir bitten. Er sollte das erfahren!”, “Nein, das halte ich für keine gute Idee. Besser wenn du diesen Detektiv anrufst, er soll sich darum kümmern!”, “Aha, ich versteh. Du willst nicht, dass zuviel Leute davon etwas mitbekommen. Du willst wohl niemanden in Gefahr bringen. Richtig, Mom?”, “Ja richtig, mein Kind!”
Stacy griff zum Telefon und wählte die Nummer von P.M. Stuart. Er war nicht zu Hause, also versuchte sie Mr Witford zu erreichen. Nachdem es fünf mal geklingelt hatte, ging Lester dran.
“Ja, hallo, Witford hier!”, “Mr. Witford, hier ist Stacy Soul, ich wollte sie bitten, heute Abend mit uns zu essen. Sie wissen ja, wo wir wohnen!”, “Oh, gerne Mrs. Soul. Ich freue mich sehr, ihre Mutter wiederzusehen!”, “Ach ja, Mr. Witford, bringen sie doch bitte Mr. Stuart mit und leihen sie ihm einen Anzug, meine Mutter, sie wissen schon!”
Lester lachte in sich hinein.
“Ja, natürlich, wenn ich ihn erreiche, werde ich ihn mitbringen!”, “OK. Danke, Mr. Witford, bis heute Abend, Uhr 20:00.













Teil siebzehn

P.M. saß gefesselt und geknebelt in einem dunklen Raum.
Er wurde, kurz nach dem Telefonanruf durch ein Geräusch, aus dem Schlaf gerissen. Als er aufgestanden war, fühlte er einen Schmerz am Hinterkopf, dann war alles dunkel.
Wo war er, wer hatte ihn nach hier gebracht? Was würde mit ihm geschehen? Er fand keine Antworten, noch nicht, aber bald würde er einiges erfahren, dass wusste er nur noch nicht.
Die Türe wurde aufgerissen. “Los, kommen sie!”
Er konnte nicht aufstehen, er konnte sich nicht bewegen. Die Person kam auf ihn zu und riss ihn hoch. “Kommen sie mit, ich möchte ihnen nicht weh tun”
P.M. stand auf und fühlte sich an den Hinterkopf, er hatte furchtbare Kopfschmerzen. Der Mann zerrte ihn in einen anderen Raum. Dieser war ausgestattet mit einem Tisch und zwei Stühlen. Eine Lampe stand auf dem Tisch.
Plötzlich betrat eine Frau den Raum und setzte sich P.M. gegenüber. Er sah die Frau an: “Was sie? Was machen sie denn hier, ich dachte...!?” Sein gegenüber schaute ihn ernst an. “Mr Stuart, lassen sie das mit dem denken, es steht ihnen nicht!”, “OK. Geht in Ordnung, wie geht es jetzt weiter? Was werden sie mit mir machen?” Die Frau lächelte ihn an, stand auf und stellte sich hinter ihn. “Ich werde sie laufen lassen. Sie können gehen, aber erst morgen!”
P.M. fing lauthals an zu lachen. “Das kann nicht ihr ernst sein, Madame. Sie müssen verrückt sein!”, “Oh, Mister Stuart, sie müssten mich doch so gut kennen, dass sie wissen sollten, dass ich kaum zu scherzen beliebe. Ich werde noch etwas mit ihnen machen und morgen können sie uns schon wieder verlassen!”, “Gut, ich denke, nein ich finde, wir sollten gleich anfangen!”
Die Frau hinter ihm setzte sich wieder hin und P.M. bemerkte wieder dieses Glitzern in ihren Augen.
“Ich wusste, dass sie mit uns zusammenarbeiten würden, so wie es ihre Art ist. Kommen sie bitte mit!”






















Teil achtzehn

Lester Witford kam pünktlich auf der Farnsworth Ranch an. Stacy und David begrüßten ihn. “Mr. Witford, haben sie P.M. nicht erreicht oder hatte er keine Lust?”, “Mrs Soul, ich habe den ganzen Tag versucht ihn zu erreichen. Er war nicht zu Hause, vielleicht werde ich ihn morgen erreichen.”, “Gut, möchten sie vielleicht eine Aperitif, bevor wir Essen?”, “Oh ja, gerne und dann möchte ich ihre Mutter wiedersehen.”, “Ich glaube, das wirst du schneller als du denkt, hallo Lester!”
Charlene stand in der Türe und lächelte. Lester ging auf sie zu. “Hallo Charlene, wie geht es dir? Du bist immer noch so hübsch wie damals, als ich dich das erstemal sah”, “Danke Lester, du bist auch nicht hässlicher geworden!” Jetzt mischte sich Stacy ein.
“Mom, wir sollten jetzt vielleicht essen, danach könnt ihr immer noch über alte Zeiten plaudern!”
Nach dem Essen, saßen alle im Wohnzimmer.
“Lester, erzähl mal, was hast du in den letzten Jahren gemacht? Wo warst du?”, fing Charlene an.
“Na ja, ich habe eine Firma in London gegründet, nachdem...!”
“...nachdem du uns damals so schlagartig verlassen hast. Ich weiß bis heute nicht, wieso!?”
“Da fragst du am besten Brat, er weiß über alles was damals passierte, Bescheid!”
Ein paar stunden später, lagen Stacy und David im Bett. Beide konnten nicht schlafen. “David, bist du noch wach?” David drehte sich zu ihr schlafen: “Ja, ich kann auch nicht schlafen!”, “Weißt du, irgendwas stimmt mit diesem Lester Witford nicht, ich habe so ein komisches Gefühl! Ich wüsste gerne, was damals passiert ist” Sie schwieg ein paar Sekunden und starrte zur Decke. “Sag mal, David, du müsstest ihn doch eigentlich kennen. Er kommt ja nun auch aus London und hat dort, wie er sagt, eine mehr oder minder große Firma!”
David sah sie lächelnd an: “Weißt du wie groß London ist? Ich kann doch nicht jeden kennen!”
“Ja, ja natürlich. Entschuldige bitte, es hätte ja sein können”, “Vertraust du mir etwa nicht?”, “Doch natürlich, aber du musst zugeben, dass man einen solchen Geschäftsmann zumindest aus der Presse, kennen könnte.” David richtete sich ein wenig auf: “Ja, du hast recht, vielleicht habe ich schon einmal etwas über ihn gelesen und es einfach vergessen!”
“Ja, wahrscheinlich. Gute Nacht, David.”
Sie lag noch einige Zeit wach und dachte über David und Witford nach. Irgendwann schlief sie ein und träumte wirres Zeug, so dass sie schweißgebadet am nächsten Morgen aufwachte.


















Teil neunzehn

“Guten Morgen, Mr Witford, hier ist P.M. Stuart” Lester glaubte seine Ohren nicht zu trauen. Stuart tat so als ob nichts passiert wäre. Lester wurde jetzt etwas lauter. “Stu,” brüllte er P.M. an, “kommen sie sofort nach hier!” Dann legte er auf.
Etwa 20. Minuten später kam P.M. bei Witford an.
“Können sie mir sagen, wo sie die letzten 24 Stunden gewesen sind? Ich hab sie überall gesucht!”
P.M. schaute wie ein kleiner Junge aus, so wie er da vor Lester stand. “Ich habe Antworten gesucht!”
“Ich hoffe, sie haben welche gefunden, dass wäre besser für sie, mein Junge.” Lester sah P.M. sehr Ernst an. “Wenn ich offen sein soll, Sir, ich habe keine gefunden und will auch gar keine finden!”
Lester machte große Augen. “Sagen sie mal, sind sie wahnsinnig geworden? Haben sie letzte Nacht schlecht geschlafen? Ich weiß nicht, was in sie gefahren ist!”
“Nichts, ich bekam letzte Nacht einen Anruf, ich soll mich aus der Geschichte raushalten und genau das werde ich machen!”, “Hören sie mal gut zu, hier steht sehr viel auf dem Spiel! Sie haben einen Auftrag, den sie auszuführen haben. Ich erwarte etwas mehr Disziplin von ihnen.”, “Disziplin?”, fragte P.M. verwundert, “Was meinen sie damit? Ich habe keine Todessehnsucht! Ich werde den Auftrag nicht ausführen. Suchen sie sich jemand anderen!”, “Ich will niemand anderen”, antwortete Witford, “ich will sie dafür und keinen anderen!”
“Es tut mir leid, Sir, ich kann nicht anders!”




























Teil zwanzig

Stacy saß in ihrem Büro. Sie dachte an vieles, dass in den letzten Tagen geschehen war. Plötzlich wurde sie von ihrer Sekretärin aus den Träumen gerissen.
“Mrs Soul, Mr Witford und Mr Stuart sind eingetroffen!”
“OK, ich lasse bitten”, antwortete Stacy. Sie ging zur Türe um sie zu öffnen. Mr Witford und P.M. standen in der Türe. “Guten Morgen die Herren, kommen sie doch rein! Kann ich ihnen etwas zu trinken anbieten?” Die beiden Männer schauten sich an und antworteten gemeinsam: “Nein, Danke!”
Stacy bedeutete ihnen mit einer Handbewegung, Platz zu nehmen.
“Also, meine Herren, haben sie Fortschritte gemacht?”, fragte Stacy und schaute Witford an, der ganz schnell antwortete: “Da fragen sie den Meister am besten selbst!” Sie drehte ihren Kopf zu P.M. und schaute ihn fragen an. “Sie haben ein sehr schönes Büro!”, stellte er ausweichend, fest.
“Wenn das Angebot noch steht, hätte ich gerne einen O-Saft mit viel Peernot.”
Stacy holte tief Luft: “Mr Stuart, den sollen sie haben! Danach hätte ich gerne Antworten!”
Sie stand auf, ging zur Bar und machte P.M.´s Drink. “So, Mr Stuart, jetzt höre ich ihnen zu!”
Er nippte zwei mal an seinem Glas und rutschte nervös auf seinem Stuhl hin und her.
“Nun?”, fragte Stacy ungeduldig. “Mrs Soul, ich werde den Auftrag nicht weiter Ausführen! Fragen sie mich nicht nach Gründen, ich könnte ihnen keine plausible Erklärung geben!”
Mr Stuart, würden sie mich bitte 5 Minuten mit Mr Witford allein lassen!“
P.M. stand auf, zeigte auf das Glas und setze wieder dieses Jungenhafte Grinsen auf. “Ja, sie können das Glas ruhig mitnehmen”
Nachdem P.M. das Büro verlassen hatte, kam Stacy auf Lester zu und setzte sich auf die Schreibtischkante. “So, Mr Witford, jetzt wollen wir mal Tacheles reden! Ich hatte das Gefühl, dass ihr Freund zuverlässig und Diszipliniert wäre. Da habe ich mich wohl getäuscht!” Lester atmete einmal tief ein und aus. “Mrs. Soul, ich kann mir sein Verhalten nur so erklären, dass man, während seines Verschwindens einen Eingriff in seine Psyche vorgenommen hat!”, “Sie meinen: Hypnose, Mr. Witford?”, “Ja, etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen!”

Zwei Tage später, trafen sich Stacy, Lester und P.M. bei einem Psychotherapeuten.
“Mein Gott, was soll ich denn hier?”, fragte P.M. verwundert. “Ich habe euch doch gesagt, dass ich nicht den Verstand verloren habe!”
“Na ja”, entgegnete Stacy, “da wäre ich mir nicht so sicher! Vertrauen sie uns!”
Der Psychotherapeut, Mr. Clearbody, ein hochgewachsener älterer Herr, empfing die drei.
“Ich wünsche einen guten Tag. Wer von ihnen hat die”, er stockte, als ob er den Faden verloren hätte, “Probleme, wenn ich fragen darf?”
Stacy kam es so vor, als ob Mr. Clearbody auch einen Psychotherapeuten gebrauchen könne.
“Ich”, meldetet sich P.M., “die beiden hier glauben, ich wäre ein bisschen Plemplem”, “Was wohl kaum der richtige Ausdruck wäre.” vollendete Clearbody den Satz. “Nun gut, setzten sie sich bitte auf diesen Stuhl und entspannen sie sich.” P.M. schüttelte den Kopf, kam der Aufforderung aber ohne Widerworte nach. “Mr. Clearbody, darf ich einen Moment mit Ihnen sprechen?”, fragte Lester.
“Natürlich, um was geht es denn? Hat es etwas mit Mr Stuart zu tun?”






Teil einundzwanzig

David saß auf der Veranda als seine Schwiegermutter zu ihm kam. “Hallo David, wie geht es dir?”, erkundigte sich Charlene sorgenvoll. “oh, mir geht es gut. Was macht Brat, geht es ihm schon etwas besser?” Charlene lächelte, “Ja, er kann ende dieser Woche entlassen werden!”, “Was? Aber du sagtest doch, man habe eine zweite Kugel bei ihm gefunden!” Charlene sah ihn an: “Woher weißt du das? Hat Stacy dir das gesagt?”
“Mhm, nein, ich habe zufällig euer Gespräch mitgekriegt!”, “Ach so, na ja, die hat man ihm rausoperiert und jetzt kann man ihn entlassen.”, “Aha!” antwortete David und holte tief Luft, “das freut mich aber sehr. Wolltest du heute zu ihm fahren, ich könnte dich hinbringen!”, “Das ist lieb gemeint David, aber ich habe noch einige Besorgungen zu machen!”, “Dann eben nicht! Da fällt mir ein, ich habe noch eine Verabredung im Desert Inn, ich werde jetzt besser fahren!” Was geht in dir vor? Woher weißt du von der Kugel? Mit wem triffst du dich? dachte Charlene.
David stieg in sein Auto und verließ die Ranch Richtung Stadt.
“Ich werde dir besser folgen!”, sagte Charlene zu sich selbst. Sie ließ sich eine Viertelstunde Zeit und folgte ihm dann zum Dessert Inn.
Als Charlene am Restaurant ankam, entdeckte sie sofort Davids Wagen. Sie betrat das Desert Inn und schaute sich um. Sie sah David allein an einem der hinteren Tische sitzen. Also würde sie noch warten müssen.
Charlene bestellte sich einen Kaffee. Nach einer halben Stunde betrat eine Frau das Lokal, deren Gesicht Charlene auf anhieb bekannt vorkam. Die gutaussehende ältere Dame ging zu David und setzte sich zu ihm.
Charlenes Gedanken überschlugen sich. Das konnte einfach nicht wahr sein. Das konnte sie nicht sein. Doch sie ist es, dachte Charlene, das ist Charlotte Fleming.
























Teil zweiundzwanzig

P.M. saß auf einem Stuhl in der Praxis von Mr Clearbody.
“He, können wir endlich anfangen oder ist das eine Strategie von ihnen?”, regte sich P.M. auf. “Wohl eher eine Behandlungsmethode, Mr Stuart!”, schnauzte ihn Clearbody an. “Wofür steht eigentlich P.M., Mr Stuart”, “Das weiß ich nicht, keiner weiß es!”
Clearbody schüttelte den Kopf. “OK, fangen wir an. Schließen sie ihre Augen und hören sie nur auf meine Stimme. Ich zähle jetzt bis zehn und dann werden sie tief und fest schlafen und all meine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. 1...2...3......10, so Mr Stuart wir gehen jetzt 3 Tage zurück; es ist Nacht; wo sind sie?”
P.M. saß auf dem Stuhl und benahm sich reichlich Merkwürdig. “Ich bin Zuhause und liege im Bett!”
“Gut, was passiert weiter?”, fragte Clearbody
“Das Telefon klingelt, ich gehe ran!”
“Ja Mr Stuart, wer ist am anderen Ende?”
“Ich weiß es nicht!”
“Ist es ein Mann?”
“Ja, aber ich kenne ihn nicht!”
Stacy und Lester sahen sich an
“Mr Stuart,” fragte Mr Clearbody weiter, “was sagt der Mann?”
“Ich soll mich raushalten”
Lester nickte mit dem Kopf und sah Stacy an. P.M. redete weiter:
“Der Mann legt auf, ich kann nicht weiterschlafen. Ich lege mich hin. Hallo wer ist da? Wer sind sie Ouch!!!”
“Mr. Stuart, was ist passiert?”, fragte Lester
“Ich habe einen Schlag auf den Kopf gekriegt!”
“M.r Stuart,” sagte Clearbody, “was passierte 1 Stunde später?”
“Ich sitze in einem Raum, es ist dunkel und stickig!”
“Sind sie allein in diesem Raum?”
“Nein, sie ist auch da!”
“Wer ist SIE? Kennen sie die Frau?
“Ja, aber ich darf es nicht sagen, sie hat es mir verboten!“
“Es wird ihnen nichts passieren, wer ist sie?”
“Ich darf nicht! Ich muss mich raushalten!”
“Mr Stuart, ich werde sie beschützen. Sagen sie mir wer SIE ist!”
Mr. Clearbody fragte sehr eindringlich, aber er hatte wenig Hoffnung noch herauszukriegen wer “SIE” war.
“M.r Witford, ich denke, sie hatten recht, er wurde Hypnotisiert! Ich werde trotzdem weitermachen!”
Clearbody wandte sich wieder an P.M.:
“Bitte sagen sie mir, wer “SIE” ist! Ich kann ihnen helfen! Glauben sie mir!”
Man sah, wie P.M. immer nervöser wurde. Dann wurde er plötzlich ruhiger:
“Charlotte, sie heißt Charlotte. Charlotte Fleming!
Stacy, Lester und Mr. Clearbody sahen sich an.






Teil dreiundzwanzig

Charlotte Fleming: Was wollte sie hier? Was hatte David mit ihr zu tun? Charlene verließ das Dessert Inn um sofort zu Stacy ins Büro zu fahren. Als sie dort ankam, sagte man ihr, dass Stacy nicht da wäre. Sie ging zu Joan ins Büro.
“Joan, hat Stacy dir gesagt, wo sie hin wollte?”
“Ja, sie sagte, sie müsse zu einem wichtigen Termin mit Mr Witford und Mr Stuart! Aber wo, hat sie nicht gesagt!”
“OK, Joan, kannst du mir helfen? Fährst du mit?”
“Ja, natürlich, aber wohin?”
Charlene dachte nach.
“Am besten fahren wir zuerst ins Krankenhaus und dann zur Ranch. Vielleicht hat sie sich dort schon gemeldet!”
Im Krankenhaus angekommen, gingen die beiden Frauen direkt zu Brat ins Zimmer. Brat sah schon wieder viel besser aus, er lächelte die beiden an.
“Hallo, ihr zwei hübschen! Womit habe ich eure Anwesenheit verdient?”
Charlene traute sich kaum zu sagen, was sie im Dessert Inn entdeckt hatte!
“Schatz, ich war eben im Dessert Inn. Es waren zwei Leute dort, die wir sehr gut kennen!”
Brats Lippen wurden von einem Lippen umspielt.
“Na sag schon! Wer war es?”
“David Soul, unser Schwiegersohn!”
“Das war erst eine, wer ist die andere Person?”
“Charlotte Fleming!”
Brat wechselte die Gesichtsfarbe, er spürte, wie sein Adrenalinspiegel rasch anstieg!
“Was will sie hier? Ist sie dafür verantwortlich?”, fragte er und schlug auf seine Beine.
“Ouch!!!”
Charlene schaute ihn an.
“Was hast du grade gesagt?”
“Ich fragte, ob sie dafür verantwortlich ist!”
“Nein, nein danach, was sagtest du danach?”
Er winkte mit seiner Hand: “Ach, das ist doch jetzt nicht wichtig. Du sagtest, sie war mit David dort?”
“Ja!...bitte passe auf dich auf, ich werde jetzt Stacy suchen und dann komme ich sofort zurück!”
“Ich werde Zuhause auf dich warten!”, sagte Brat lächelnd!
“Wo?”, fragte Charlene, “soll das heißen,...?”
“Ja, ich werde heute entlassen!”
“Oh, mein Schatz, das ist wunderbar. Ich liebe dich. Soll ich auf dich warten?”
“Nein, nicht nötig! Das schaffe ich schon allein!”
“Gut, wir werden dann Stacy suchen!”
Als Joan und Charlene im Auto saßen, meinte Joan: “Ich freue mich so für dich! Deine Familie ist bald wieder vereint!”
Charlene lächelte sie liebevoll an.
“Ja, und ich bin froh, dass du dazu gehörst!”
“Danke, Tante Charlene! Jetzt sollten wir Stacy finden!”
Sie fuhren die Willow Road, in der auch die Praxis von Mr. Clearbody lag, entlang. Lester, Stacy und P.M. waren mit Lesters Mercedes unterwegs, daher sahen Charlene und Joan auch nicht, dass die drei dort waren!
“Soll ich dir was sagen, Joan? Ich habe Hunger, da vorne ist ein Restaurant, wir sollten etwas essen gehen!”
Joan lief das Wasser im Mund zusammen. “Eine sehr gute Idee, Tantchen. Da vorne ist auch schon ein Parkplatz!”








































Teil vierundzwanzig

Stacy, Lester und Mr. Clearbody sahen sich an.
“Kennen sie die Dame?”, fragte Clearbody.
“Ja!”, antwortete Lester, “ich denke, wir können Mr. Stuart jetzt wecken!”
Clearbody sah P.M. an. “Mr. Stuart, ich werde jetzt bis drei zählen, dann werden sie aufwachen. 1...2..., so jetzt öffnen sie ganz langsam ihre Augen...3.”
P.M. wurde wach, er sah frisch und ausgeruht aus.
“Guten Morgen, Leute! Da bin ich wieder. So, und jetzt sollten wir Mrs .Charlotte Fleming und ihren Sohn finden!”
Stacy sah ihn verwundert an: “Sie hat einen Sohn?”, “Oh ja, Mrs. Soul!”, Lester betonte ihren Namen so sehr, dass es schon auffiel. “Aber jetzt habe ich erst einmal Hunger!”, sagte P.M.
“Moment!”, mischte sich Mr Clearbody ein, “erst hätte ich noch gerne meine Lohn. Dann bin ich bereit sie zum Essen zu entlassen!”
Nachdem Mr Witford bezahlt hatte, gingen die drei zu Lesters Wagen.
“Mr Witford,” , unterbrach Stacy die Ruhe, “wer ist sie? Wer ist Charlotte Fleming?”
Lester verzog sein Gesicht und zögerte einen Augenblick, als wenn er nachdenken würde.
“Es ist 25 oder 30 Jahre her. Mrs Fleming wohnte damals noch hier. Ihr Mann, Ian Fleming, kam bei einem Unfall ums Leben. Ihr Vater, also Brat, und Mr Collins waren in diesen Unfall verwickelt! Die beiden sollen den Unfall verursacht haben, weil sie die Firma, die die drei damals gründen wollten, für sich haben wollten! Nach dem Unfall, ging Mrs Fleming nach England, sie war Schwanger von Ian. Dann hat man sie sehr lange nicht mehr gesehen. Bis jetzt!”
Stacy nickte und wandte sich an P.M.:
“Mr Stuart, woher kennen sie eigentlich Mrs Fleming?”
“Ich habe für sie gearbeitet!”, fing P.M. an zu erzählen, “ich sollte euch finden, sie wollte nur nie sagen, wofür! Dann passierte der erste Unfall und ich gab den Job ab!”
“Nun, jetzt wird mir einiges klar!”, sagte Stacy nachdenklich. “Aber jetzt sollten wir essen, und dann habe ich noch einige Fragen an euch!”
Sie gingen die Straße hinunter und betraten das Restaurant, nachdem P.M. oft genug gesagt hatte:
“Ich habe Hunger!!!”


















Teil fünfundzwanzig

“Mrs Fleming, ich trinke auf unseren Erfolg!”, sagte David der im Dessert Inn saß.
“Die nächste ist Charlene bevor wir uns um Stacy und Joan kümmern! Hast du dich um diesen Schnüffler gekümmert? Diesen P.M. Stuart?”
Charlotte hob ihr Glas.
“Ja, mein Sohn, er wird sich an nichts mehr erinnern!”
David schaute sich nervös um.
“Du solltest das in der Öffentlichkeit lassen! Übrigens, wie geht es Mr Brown? Hat er sich wieder erholt? Ich mein, nachdem er bei Sinclair Industries rausgeflogen ist, hat für ihn einiges keinen Sinn mehr, stimmt es?!”
“Ja, aber Cid hat es ganz gut verkraftet!”
“Wie viel hat er eigentlich veruntreut?”
“Na ja, so 1,5 bis 2 Millionen satte Dollar! Da kann man schon was mit anfangen!”
“Was ist eigentlich mit Lester Witford”, fragte David, “könnte er uns gefährlich werden? Stacy fragte mich letztens, ob ich ihn kennen würde! Ich habe natürlich verneint!”
































Teil sechsundzwanzig

“Ich habe Hunger!”, sagte P.M. Stuart, nachdem er, Stacy und Lester die Praxis von Mr Clearbody verlassen hatten. Aufgrund seiner Aussage, gingen sie die Straße hinunter in ein Restaurant. Sie suchten sich einen freien Tisch und setzten sich.
“Mrs Soul, sie hatten doch noch ein paar Fragen an uns, also stellen sie Ihre Fragen!”
Stacy musste ein paar Sekunden ihre Gedanken ordnen, dann hauchte sie:
“Mr. Stuart, Mr. Witford, nennen sie mich bitte ab sofort Stacy! Nun zu meiner ersten Frage: Mr. Stuart, haben sie eigentlich eine Lizenz? Ich meine, weiß der Staat, dass sie Privatdetektiv sind?”
P.M. grinste Stacy frech ins Gesicht und griff in seine Tasche:
“Stacy, nennen sie mich bitte Stuart, ohne Mister! Hier ist meine Lizenz, ich habe sie immer dabei!”
“Meine zweite Frage, Mr Witford...”
“Oh, bitte nennen sie mich Lester!”
“Gut, Lester, warum haben sie vorhin meinen Nachnamen so betont?”
Er verzog schon wieder sein Gesicht.
“Wissen sie, David Soul ist der Sohn von...”
“...Charlotte Fleming!”, beendete eine bekannte Stimme Lesters Satz. Die drei schauten hoch.
“Mutter!”, sagte Stacy, “weißt du, was du da grade gesagt hast?”
“Ja, mein Schatz, ich habe es sogar gesehen!”
Lester nahm Stacies Hand um sie zu beruhigen.
“Ihre Mutter sagt die Wahrheit!”
Stacy legte ihre Hände auf ihr Gesicht und fing zu weinen an. Lester nahm sie in den Arm.
“Ich weiß, dass es schwer für sie ist! Er hat sie nur aus Rache geheiratet, aber er wird dafür bezahlen!”, versuchter er sie mit den falschen Worten zu beruhigen.
P.M. schlug vor, dass die drei Frauen zur Ranch fahren sollten und Lester und er ins Dessert Inn.

Als die drei Frauen das Haus betraten, saß Brat im Wohnzimmer. Sie begrüßten ihn und tranken auf die Gesundheit.
“Crowley war eben hier!”, erzählte Brat, “er hätte jetzt soviel Beweise, um die Täter dingfest zu machen!”


















Teil siebenundzwanzig

David saß mit seiner Mutter, Charlotte Fleming im Dessert Inn und unterhielt sich mit ihr.
“Könnte uns Lester Witford gefährlich werden? Stacy fragte mich neulich, ob ich ihn kennen würde, ich habe natürlich verneint!”
“Ich denke, er und Mr Stuart sind die einzigen zwei, die uns gefährlich werden könnten. Nicht mal die Polizei schöpft Verdacht!”
“Dann sind sie die einzigen die das Glauben!”
Crowley stand neben den beiden und hatte einen Haftbefehl in der Hand.
“Würden sie so freundlich sein, ihren Aas zu erheben, und uns zu folgen!? Unauffällig, natürlich!”
Charlotte und David sahen sich verwundert an.
“Mr Soul, können sie mir sagen, was dieser Herr von uns will?”
David schüttelte den Kopf.
“Nein, Mrs Fleming, ich weiß nicht, wer er ist oder was er von uns will!”
Crowley lachte wie eine Hyäne.
“Oh, ihr zwei, wie nett ihr hier sitzt. Mutter und Sohn vereint!”
David sah Crowley an und verteidigte sich.
“Es war ihre Idee! Ich sage sowieso nichts ohne meinen Anwalt!”
“Ha, das war ein Geständnis! Wenn ich jetzt bitten dürfte!”
Bevor die beiden sich versahen, hatten sie auch schon Handschellen an.
“Ich freue mich schon sehr darauf, ihren Aas auf dem Elektrischen Stuhl schmoren zu sehen. Wissen sie,” , fragte er Charlotte, “was das für ein Gefühl ist, wenn 3 KVA durch ihren Körper gejagt werden?”
Und wieder lachte Crowley wie eine wildgewordene Hyäne!
15 Minuten später, trafen Witford und Stuart im Dessert Inn ein.
“Stu, können sie die beiden sehen?”
Stuart schaute sich noch einmal um.
“Nein, Lester, die beiden werden wohl schon weg sein! Wir sollten zur Ranch fahren!”




















Teil achtundzwanzig

“Hallo, Brat, wie geht es dir? Lange nicht gesehen!”
Lester stand seinem alten Freund gegenüber.
“Danke, den Umständen entsprechend, gut! Wie lange ist es her? 25 oder 30 Jahre, richtig!?”
Lester überlegte einen Augenblick. “Ja, eine Ewigkeit!”
“Lester, warum bist du zurückgekommen?”
Lester schaute zu Stacy.
“Ich wollte Geschäfte machen, mit dir beziehungsweise deiner Tochter!”
Brat Sinclair lachte auf.
“Das war der einzige Grund?”
“Ja, natürlich! Nein, ich wollte euch unbedingt wiedersehen! Du weißt schon, warum! Wir sollten später darüber reden, jetzt sollten wir die Polizei informieren!”
Lester hatte den Satz noch nicht ganz ausgesprochen, da klingelte es an der Türe. Joan öffnete sie. Crowley, der Polizeidetektiv, betrat das Wohnzimmer.
“Haben sie eine wichtige Besprechung oder hecken sie neue Schandtaten aus? Ich kann ja später noch mal vorbeikommen!”
“Nein,” antwortete Brat, “bleiben sie! Wir wollten sie sowieso gerade anrufen!”
Crowley schnalzte mit der Zunge: “Was wollen sie also von mir?”
“Wir wollen David Soul und Charlotte Fleming wegen versuchten Mordes an Brat Sinclair und wegen Mordes an Tony Collins und Gina Andrade anzeigen!”, meldete sich Stacy.
“Ach wie nett, halten sie mich für eine Volltrottel, das ist längst geschehen! Die zwei schauen sich gerade unser Gefängnis von innen an!”
“Woher, wussten sie von den beiden!”, fragte Charlene.
“Sehen sie, die Polizei arbeitet manchmal auch! Ich habe die Vergangenheit ihrer Familien sehr gründlich studiert. Leider, fand ich nichts, dass ich ihnen anhängen könnte. Wie dem auch sei, danach habe ich bei Interpol in England angerufen und mich dort nach David Soul und Charlotte Fleming erkundigt Dabei fiel mir auf, dass Charlotte Fleming die Mutter von David Soul ist. David wurde von Mrs. Fleming in England zur Adoption freigegeben, deswegen der andere Nachname!
Mrs. Flemings Freund, ein alter Bekannter von ihnen, kam zu mir und gestand, dass er und seine netten Freunde, für alles verantwortlich zeichnen. Und jetzt raten sie mal, wer dieser Freund ist!”
Alle im Raum anwesenden überlegten. P.M. war schneller.
“Ich schätze, dass sein Name Cid Brown ist!”
“Ja, genau!”, bestätigte Joan. “Er war es auch, der das Geld veruntreute!”
“Ganz richtig, Zuckerschnäuzchen, sie haben es durchschaut! Übrigens Mrs Sinclair, wären sie so freundlich, mir ihren Mädchennamen zu verraten, den habe ich nämlich nicht herausfinden können!”
Charlene schaute in die Runde.
“Natürlich, Mr Crowley, mein Mädchenname ist FLEMING!”
“Also ist Charlotte ihre Schwester?!”
“Nein, sie ist meine Schwägerin, Ian Fleming war mein Bruder!”
“Nun, gut, dann kann ich diesen Fall wohl als abgeschlossen betrachten! Ich wünsche ihnen eine Gute Nacht!”
Crowley ging zur Türe, dann drehte er sich noch einmal um.
“Eine Sache interessiert mich noch: Was war mit der zweiten Kugel?”
Alle fingen lauthals zu lachen an. Crowley würde wohl nie eine Antwort darauf bekommen.





EPILOG:

Nachdem ich den Fall “Sinclair” in Phönix/Arizona abgeschlossen hatte, dachte ich daran, mich mit Stacy Sinclair und Lester Witford, der sowieso mein Chef war, zusammenzutun. Ich glaube, das nennt man “Kommulieren”, na ja ich werde gleich mal Stacy fragen.
Auf jeden Fall gründeten wir eine Detektei mit dem Namen...,oh, Mann, bin ich vergesslich! Auch das werde ich gleich mal Stacy fragen.
Mr Sinclair konnte schon bald wieder gehen und Joan hat Crowley, den Captain geheiratet.
Nein, sie haben sich nicht verlesen, er wurde aufgrund des bravourös gelösten Falles zum Captain befördert. Er und Joan werden bald ein Kind bekommen. Ich bin mindestens genauso gespannt wie sie. Ob das wohl gut geht?
Ansonsten, war es ziemlich ruhig in Phönix.
Bis Lester mit einem neuen Fall zu uns kam!

Nun ja, bestimmt nicht die beste meiner Geschichten. Damals war ich 25! Mann, ist das lange her!!! Ich wollte einfach etwas schreiben und habe dies getan! Für Bewertungen wäre ich echt dankbar, denn nur so bekomme ich Antrieb neue Geschichten zu schreiben. Zwei sind schon fertig!!! Aber wenn diese hier nicht honoriert werden, werde ich diese NUR meinen Freunden zukommen lassen.
Danke
Peter Süssenbach
Peter Süssenbach, Anmerkung zur Geschichte

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Der Beitrag wurde von Peter Süssenbach auf e-Stories.de eingesendet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.09.2002. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Meine Gedanken bewegen sich frei von Andreas Arbesleitner



Andreas ist seit seiner frühesten Kindheit mit einer schweren unheilbaren Krankheit konfrontiert und musste den größten Teil seines Lebens in Betreuungseinrichtungen verbringen..Das Aufschreiben seiner Geschichte ist für Andreas ein Weg etwas Sichtbares zu hinterlassen. Für alle, die im Sozialbereich tätig sind, ist es eine authentische und aufschlussreiche Beschreibung aus der Sicht eines Betroffenen.

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