Werner Leder

Eine ätherische Liebe

 

Du kamst auf mich zu wie die Sonne aufgeht am morgendlichen Himmel. Deine Erscheinung strahlte tief in mein Leben hinein. Es war mir als gelte dein Licht  ganz allein mir, so berührte es mich tief in meinem Inneren. Mein Leben wurde erhellt durch dein überirdisches Erscheinen.
 
Dein Reisegepäck war Liebe, Freude, Lachen, Licht.
Das konnte ich später intensiv in deinen Armen und in unserem zusammenleben spüren. In deiner Nähe vergaß ich die Welt mit allem was in ihr ist: Krieg und Frieden, Lust und Liebe, Mord und Tod - und noch vieles mehr. Wir zwei waren eins, ganz eins.
 
Nur du und ich = Wir.
Nur Wir = du und ich.
 
Unsere Herzen liebten einander so stark, so innig, so rein als wäre es unsere erste Liebe in diesem Leben gewesen. Und sie war es ja auch.
 
Immer fühlte ich, du hast etwas ätherisches, etwas nicht wirkliches, etwas nicht greifbares. Und doch warst du körperlich da. Deine Liebe strahlte auf mich wie aus einer anderen Welt. Sie war präsent und doch nicht zu fassen.
 
Unser Alltag war nicht der eines normalen Paares.
Immer und überall warst du in mir und um mich. Ob im Büro, beim Autofahren, bei der Gartenarbeit, irgendwie hatte ich immer das Gefühl, deine Aura umstrahlte mich. Zeitweise waren sogar meine Gedanken die deinen und umgekehrt.
 
Ach du lieblichste aller Frauen, hatte ich jemals schon so tief geliebt?
 
Nein! - Niemals!
 
Du warst einmalig, einzigartig, himmlisch, wirklich und unwirklich.
 
Deine Liebe und meine Liebe brannten wie ein ewiges Feuer. Wie lodernde Flammen vereinigten sich unsere Herzen und die Sterne tanzten  im Reigen dazu.
Du warst ich - ich war du.
 
Wir waren eins in Geist, Herz und Seele. Wir zogen uns an und stießen uns ab.
 
Wir waren wie zwei Pole zueinander mit positiver und negativer Energie. Die bewegende Kraft der Ionen verursachte unsere Anziehung, die sich im Einklang unserer Seelen mit der Reinheit der göttlichen Liebe verband. Jeder Blick, jede Geste von dir war Liebe, Gleichklang und Verstehen.
 
Wir benötigten die materiellen Körper nicht für unsere erhebende Liebe. Die Anziehungskraft unserer Seelen war das Ausschlaggebende. Die seelische Vereinigung war ein himmlischer, reiner Akt unserer ätherischen Liebe.
 
Der seelische Erguss am Ende unserer Vereinigung war überschäumende Liebe im totalen Empfinden unserer innigen Regungen füreinander.
 
Wir vereinnahmten unsere Seelenkörper im Respekt vor dem jeweils anderen Wesen. Liebe und Harmonie durchstrahlte unsere intim-geistige Einheit.
 
Ich glaubte zu schweben - oder tat ich es auch? 
Auf jeden Fall gabst du mir das Gefühl es zu tun.
 
Als ich heute Abend vom Büro heim kam, warst du nicht da. Ich lief durch's Haus und rief: Wo bist du, meine Liebe, meine grosse Liebe, wo?
Ich wischte mir über die Augen.
Ich schaute in jeden Raum.
Wo bist du  nur, rief ich, wo?
Ich sah dich nicht.
Ich ahnte dich nicht.
Wo bist du nur, wo?
 
Meine Seele zitterte. Tränen liefen mir über die unrasierten Wangen und ich rief  in das leere Haus: Wo bist du, meine einzige Liebe, wo? 
 
Wie ein Engel bist du gekommen.
Wie ein Engel bist du gegangen -
"Oh, mon dieu!"
 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.08.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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