Andreas Rüdig

Botanischer Garten Duisburg - Hamborn

Wer einer Frau rote Rosen schenkt, der ist schwer verliebt. Wer dagegen eine Kaktee geschenkt bekommt, der ist oft genug kratzbürstig in seinem Benehmen.
Es ist ein ganz normaler Donnerstag Ende August, als ich mich auf den Weg zum Botanischen Garten in Duisburg Hamborn mache. Etwas versteckt in der Nähe des St. Johannes - Hospitals liegt er und ist trotzdem gut mit Bus und Bahn zu erreichen.
"Das Tropenhaus gibt einen Einblick in die vielfältigen Pflanzenformen der Tropen. Präsentiert werden überwiegend Nutzpflanzen, zum Beispiel Ananasgewächse, Kaffee, Kakao, Brotfruchtbaum, Wollbaum, Avocados, Vanille und Pfefferstrauch.
Das Subtropenhaus beherbert Hartlaubgewächse dieser Klimazone. Zypressen, Pinien, Echter Lorbeer, Johannisbrot-, Granatäpfel- und Ölbaum vermitteln einen Eindruck der Flora des Mittelmeerraumes.
In der Schauabteilung werden Pflanzen mit speziellen Kulturansprüchen gezeigt. Hierzu zählen beispielsweise insektenfangende Pflanzen wie Venusfalle, Sonnentau, Kannen- und Schlauchpflanze.
In em Gewächshaus "Kakteen und Sukkulenten" befinden sich Pflanzen, die sich den Lebensbedingungen der Wüsten und Halbwüsten durch besonderen Verdunstungsschutz oder durch Wasserspeicher in den verschiedenen Sproßteilen angepaßt haben. In den Gewächshäusern werden eta 800 verschiedene Kakteen- und Sukkulentenarten, darunter Gattungen wie Aloe, Hawothia, Crassula und andere gezeigt.
In Seerosenbecken kann man heimische Seerosen, beispielsweise die Nymphea alba bewundern. Die Aquarianer unterhalten im Botanischen Garten 11 Aquarien. Rosa bis weiß blühende, wintergrüne Halbsträucher oder Sträucher aus der Familie der Erikengewächse, deren Heimat Nordamerika, Japan, China, Nordeuropa und Südafrika ist, werden in der Heidelandschaft gezeigt. Viele Pflanzen lassen sich sowohl in der Küche als auch als Arzneimittel verwenden. Einen Überblick über diese Pflanzen kann man sich im Botanischen Garten verschaffen. Die Orientierung ist leicht. Die Pflanzen sind nach den jeweiligen Inhaltsstoffen und Anwendungsgebieten geordnet. In der Parklandschaft findet man sowohl einjährige Sommerblumen als auch zweijährige Pflanzen. Die Bäume und Sträucher stammen aus Japan, China und aus Nordamerika," beschreiben die Wirtschaftsbetriebe Duisburg den frei zugänglichen Botanischen Garten in einem Infofaltblatt.
Eine Oase der Ruhe? Nein, das ist der Garten nun wirklich nicht. Dafür sind die Hintergrundgeräusche der nahegelegenen Autobahn A 59 doch zu deutlich zu hören. Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den man hier anbringen kann. Eine Symphonie aus allen möglichn roten, gelben, grünen, rosafarbenen, violetten und weißen Schattierungen ist hier vorhanden. Hübsch arrangiere Heidelandschaften wechseln mit Blumenbeeten, Buschlandschaften und Gewächshäusern ab. Wer Zeit zum Müßiggang hat und / oder sich für Pflanzen interessiert, der wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen.
Ein paar Landschaftsgärtner sind an diesem Tag im Botanischen Garten beschäftigt. Der Erfolg ihrer Arbeit ist hier offensichtlich. Der Botanische Garten befindet sich in einem gepflegten und ordentlichen Zustand.
Diverse Parkbänke bieten Sitzgelegenheiten. Es ist so gegen 11 Uhr vormittags, als ich mich in der Gartenlandschaft aufhalte. Ich bin mir nicht sicher, ob es nur an der frühen Tageszeit und an dem Wochentag liegt, daß ich der einzige Besucher bin.
Ein Botanischer Garten wie dieser hätte eigentlich mehr Besucher verdient. Er ist einfach viel zu schön, um links liegengelassen zu werden.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Andreas Rüdig).
Der Beitrag wurde von Andreas Rüdig auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.08.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Trilettantia von Dr. Harald Krusekamp



Trilettantia ist der Titel einer Erzählung, deren Handlung Ende des 22. Jahrhunderts spielt. Trilettantia ist keine SF-Erzählung, was sie vielleicht auf den ersten Blick zu sein scheint. Was in Trilettantia in der Zukunft spielt, ist die Gegenwart, die beleuchtet wird aus einer Perspektive, die unsere heutige Wirklichkeit überwunden zu haben scheint – jedenfalls ihrem Anspruch nach. Denn selbstverständlich geht der aufgeklärte Mensch des 22. Jahrhunderts davon aus, dass in 200 Jahren die Welt – bzw. das, was wir dann darunter verstehen werden – vernünftiger geworden ist, die Vernunft wieder ein Stückchen mehr zu sich selbst gekommen ist. Aus dieser Perspektive werden uns Strukturen und Charaktere des begonnenen 21. Jahrhunderts deutlich als Atavismen erscheinen. Nun ja: jedenfalls vielleicht...

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie Reiseberichte Deutschland

Weitere Beiträge von Andreas Rüdig

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Schloß Wittringen von Andreas Rüdig (Reiseberichte)
Der kleine Finger von Norbert Wittke (Reiseberichte)
Das kann ja heiter werden von Siegfried Fischer (Schule)