Annabel Illian
Denk daran, dass dich einer/eine anhimmeln könnte!
Hey!
Hast du schon mal daran gedacht, dass dich ein Mädchen anhimmeln könnte?
Nein, darüber hast du wahrscheinlich noch nicht nachgedacht.
Aber es kann sein!
So Boys wie dich trifft man nicht alle Tage.
Denn wenn du dich in unserer Klasse umguckst,
siehst du bestimmt nicht auf Anhieb, welches Girl es sein
kann.
Tipp: Schau mal jedem Mädel tief in die Augen. Wenn es zurück guckt, kann
sie es sein, wenn sie sich abwendet, nicht.
Ich bin's nämlich!
Du weißt natürlich nicht, wer ich bin.
Aber das ist egal.
Versuch's einfach!
Anonym
Felicia lässt langsam den Stift sinken. Sie geriet ins Träumen...
"Alles raus hier!", ruft Ben. Alles rennt raus vor's Schulgebäude.
Das Theaterhaus steht in Flammen und es knackt.
Und da kommt die Feuerwehr...
"1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12,13,14,15,16,17,18,19,20...Moment, Felicia fehlt!",ruft
Lehrer Buzer.
Da ertönt ein Hilfeschrei aus dem inneren des Gebäudes. Felicia!
Ben stürmt davon und springt über einen brennenden Balken.
Vor ihm stürzt die Decke ein. Ben springt zurück.
Doch als er Felicia husten hört, sprintet er weiter.
"Ah!" Ein Stein trifft Ben. Und dann noch einer und noch einer.
"Ben, komm da raus!", schreit eine Stimme. Es ist sein Freund Zülomee, ein
Türke. Er hatte die Steine geworfen.
"Ben!" Hustend und schwer atmend fand er Felicia.
Nach 5 Minuten trat er aus dem Gebäude, seine Kleider waren schwarz und auch er
hustete.
Hura!!! Alle Kinder klatschten laut.
Das Gebäude war halb abgebrand, weil die Feuerwehr nicht mit Wasser und Schaum
löschen konnten, da sich Ben und Felicia dort befanden. Nun löschten sie.
Aber das Gebäude konnte nicht mehr gerettet werden, und für den Wiederaufbau
fehlte das nötige Geld.
Ben und Felicia kamen ins Krankenhaus. Rauchvergiftung.
"Felicia!" Die Stimme ihrer Mutter riß sie aus ihren Träumen.
"Du musst zur Schule! Es ist kurz vor 8!"
O weia! Ob sie dass noch schafft? Um 8:15 begann sie Schule erst!
Felicia grabschte nach dem Brief.
Sie wollte ihn auf Ben's Platz legen. Ob das klappte?
Ja, es klappte!
Als Felicia wieder zu Hause war, verschlang sie ihr Mittagessen in Windeseile und
rannte in ihr Zimmer, holte ein Blatt Papier heraus und begann zu schreiben...
Hey Ho!
Hat es geklappt oder nicht?
Wollte nur mal wissen.
Anonym
Felicia falltete den Zettel und am nächsten Tag legte sie ihn wieder unbemerkt
auf Ben's Platz.
In der 2. Pause lag ein ebenfalls säuberlich zusammen gefallteter Zettel auf
ihrem Platz. Darin Stand:
Liebe Felicia!
Bitte lass die Scherze!
Ich habe dich gestern beobachtet und
dein Tipp mit dem Angucken ist
mir echt Schnurz.
Sorry, aber ich sag's ganz ehrlich!
Ich bin ein ehrlicher Mensch!
Du bist echt nett und so, aber nicht so
mein Typ.
Lass uns nochmal in Ruhe darüber reden, OK?
Dein Ben
P.S. Nach der Schule um 13:30 Uhr im Park!
Felicia legte den Zettel beiseite und war verwirrt.
Er wollte noch mal in Ruhe mit ihr darüber reden?
Was sollte das denn heißen?
Egal, erst mal zurückschreiben.
Lieber Ben!
Richtig geraten.
Ich bin's, Felicia!
Ok, meinetwegen im Park!
Aber gib mir Zeit, dass zu verkraften!
Deine Felicia
P.S. Heute?
In der 5 Minutenpause lag ein Zettel in ihrer Tasche:
Ach, Felicia!
Ok, ich geb' dir Zeit.
Dein Ben
P.S. Ja, heute!
Nach der Schule zottelte Felicia in den Park.
'Oho! Schon 13:35! Hoffentlich ist Ben nicht ungeduldig und wartet!"
Doch Ben steht da und schaut auf seine Uhr.
Felicia atmete noch einmal tief durch, ehe sie zu ihm geht.
"Hallo!", hauchte sie. Und Ben schaute sie misstrauisch an.
Doch dann atmete er durch und sagte:" Lass uns ein Stück gehen!"
Dann erzählte Ben:" Felicia, sorry, du... du bist nicht mein Typ!
Ich weiß selber, dass ich manchmal etwas zu direkt und ehrlich bin!
Aber..." Er brach ab. "Felicia, warum hast du mir denn überhaupt
Briefe geschrieben?", wollte er wissen.
"Ich traute mich nicht, es dir zu sagen", murmelte sie.
"Egal", sagte Ben.
Jeden Morgen, wenn sie sich trafen, umarmten sie einander und gingen dann
Händchenhaltend zur Klasse. Und Felicia war restlos glücklich.
"Ich glaube, du bist doch so mein Typ!", flüsterte Ben Felicia ins Ohr.
"Du meiner auch", flüsterte sie zurück.
Ben lachte. "War ich das vorher etwa nicht?"
"Doch". Felicia grinste. "Und wenn du noch mit zu mir kommst und
mit mir zu mittag isst, bin ich richtig glücklich!"
"Klar mache ich das! Wenn es kein Schweinefleisch gibt!", lächelte Ben.
Er durfte kein Schweinefleisch essen, denn er war Türke.
Felicia prustete los:"Nein, es gibt Nudeln!"
"Dann ist's ok", antwortete Ben.
Und so wurden sie zusammen glücklich und haben später Geheiratet.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
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Ende!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.09.2007.
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