Long Tai Fei

Glücksdrachen

 

Glücksdrachen
Der kleine unsichtbare Glücksdrache und als er sein Glück fand
Ich erzähle Euch eine wundersame Geschichte von dem kleinen unsichtbaren Drachen, der sehr unglücklich darüber war, dass ihn niemand sah. Außer für seine Mutter war er für jegliche Menschen nicht zu sehen. Obwohl er als Glücksdrache geboren war und er den Menschen Glück bringen sollte, war es für einen unsichtbaren Drachen nicht möglich, das Glück zu verbreiten, denn wenn ihn niemand sieht, kann auch keiner ihm gegenüber seine Wünsche aussprechen. Dieses ist nur möglich, wenn man gesehen wird, drum wuchs der Drache auch nicht. Er blieb klein und wurde immer unglücklicher darüber, dass er nicht gesehen wurde.
Das ging so weit, dass er vor Unglück anfing zu weinen und Wochen und Monate nicht mehr aufhörte. Wie man weiß, haben Drachentränen kein salzigen Geschmack wie unsere Tränen. Da er gar nicht aufhören konnte zu weinen, flossen Abertausende von Litern Tränen in den Erdboden. Da Drachentränen Zauberkraft haben, entstand eine Quelle, die zu einem Bach wurde und dann zu einem Fluss, der einen austrocknenden Landstrich wieder zu einer blühenden Gegend machte. Das sah ein kleiner Engel, der den Fluss zu seinem Ausgangspunkt folgte, wo er dann den unsichtbaren Drachen fand und wie man auch weiß, Engel sehen alles ob sichtbar oder unsichtbar.
Da fragte er den kleinen Drachen, warum er den soviel weine. Der sagte mit schniefender Stimme: „Ich bin ein Glücksdrache, den niemand sieht von den Menschen und somit kann ich kein Glück bringen.“ Da sagte der Engel: „Ich zeige Dir, dass Du durch Dein Weinen den Menschen Glück gebracht hast. Flieg mir hinterher.“
Der kleine Drache folgte dem Engel und sah, wie eine Quelle unterhalb des Zuhauses des kleinen Drachen entstanden ist. Da sagte der Engel: „Das warst Du, mit Deinen Tränen.“ Sie flogen weiter dorthin, wo die Quelle zum Bach wird, da sah der Drache, wie am Rand des Baches Blumen und Gräser wuchsen und Mädchen sich aus den Blumen Ketten bastelten und sie glücklich damit spielten. Der Engel sagte: „Komm weiter!“ Obwohl der Drache den Mädchen beim Spielen gerne noch zugesehen hätte, folgte er dem Engel, bis der Bach ein großer, mächtiger Fluss wurde, wo ein Müller eine Flussmühle betrieb, um Mehl zu machen. Der Müller war guter Dinge. Pfeifend verrichtete er seine Arbeit, war stets guter Laune und flüsterte: „Ach, was für ein Glück, dass es den Fluss gibt.“ Die Laune des Drachens wurde immer besser, denn er wusste gar nicht, dass er durch seine Tränen den Menschen Glück gebracht hatte. Sie kamen an einem Feld vorbei, wo der Bauer und die Bäuerin fröhlich riefen: „So ein Glück, dass wir den Fluss haben!“ Sie kamen auch bei einem Fischer vorbei, der einen prächtigen Fischfang hatte.

Alle waren glücklich und zufrieden mit dem, was ihnen der Fluss gab. Bald wurde der Drache wieder froh und glücklich und der Engel fragte ihn, was er sich von ihm wünsche. Er würde ihm einen Wunsch erfüllen, weil er den Menschen das Glück gebracht hat. Der Drache antwortete: „Sichtbar zu sein, wäre ja nicht schlecht, aber lieber wäre es mir, wenn du mir einen neuen Namen gibst, lieber Engel. Der Engel überlegte lange, wie er den Drachen nennen sollte. Dann sagte er urplötzlich: „Ich hab´s ! Glücksdrache des Wassers!“ Als er den Namen aussprach, wurde der Drache sichtbar und mächtig groß und sein Körper hatte die Farben des Regenbogens und er wurde von den Bewohnern des Flusses als Glücksbringer des Wassers angesehen.
Der Drache bedankte sich bei dem Engel dafür, dass er ihm die Augen geöffnet hat, dass auch ein unglücklicher Drache seiner Bestimmung nicht entkommt, Glück zu bringen.
Eine kleine Geschichte von mir, Long Tai Fei © Alias Rainer Schück 
Die Moral von dieser Geschichte ist nur weil wir etwas nicht sehen können ,heißt es nicht das es vielleicht doch existiert.Die Moral von dieser Geschichte ist nur weil wir etwas nicht sehen können ,heißt es nicht das es vielleicht doch existiert.Die Moral von dieser Geschichte ist nur weil wir etwas nicht sehen können ,heißt es nicht das es vielleicht doch existiert.
Rainer Schück ©
 
 
 
 

 

Meine Persönliche Lieblingsgeschichte von mir
Long Tai Fei
Long Tai Fei, Anmerkung zur Geschichte

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Long Tai Fei).
Der Beitrag wurde von Long Tai Fei auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.09.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Long Tai Fei als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Emerichs Nachlass von Axel Kuhn



„Emerichs Nachlass“ ist ein Krimi, der im Jahre 1985 in Stuttgart spielt, vor dem Hintergrund des Krieges zwischen dem Iran und dem Irak, und in einer Zeit, in der sich auch noch die Stasi von der fernen DDR aus einmischen kann.

Emerich war ein Freund Hölderlins, und in seinem Nachlass könnten Briefe liegen, die den Dichter in einem neuen politischen Licht erscheinen lassen. Doch kaum sind Stücke aus diesem Nachlass aufgetaucht, liegt ihr Besitzer in seinem Schlafzimmer tot auf dem Boden. ...

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Fantasy" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Long Tai Fei

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Freuden eines Buddhisten von Long Tai Fei (Wahre Geschichten)
Der schwarze Ritter von Bernd Mühlbacher (Fantasy)
Meine Familie und ich von Margit Kvarda (Humor)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen