Martina Wiemers

Anonym

 
 
Stehe am See und genieße die Stille.

Sonne und Wolken zaubern Schattentupfer aufs Wasser.

Atme den Duft wilder Heckenrosen. Schaue den Leuten  beim Füttern der Enten zu.

Zwinge mich zur Gelassenheit, denn ich will heute das Leben  nicht so ernst nehmen.

Ein einsames Flugzeug zeichnet Kondensstreifen in den Sommerhimmel.

 
Die Musik im Radio wird unterbrochen. Die Meldung vom Absturz eines Flugzeuges mit 189 Toten ist kurz und reißt mich aus meinem Sonntagsidyll.

Das  Schicksal hat in Sekunden über Leben und Tod entschieden. Nach welchen Kriterien, dass  weiß niemand .

 
Stehe am See und zwinge mich zur Gelassenheit.

Seifenblasen aus Kinderhand fliegen zum Himmel, glitzern in den Farben des Regenbogens.

189 Einzelschicksale von Männern, Frauen und Kindern. Anonym, bald vergessen im alltäglichem Einerlei . 

Werde ab jetzt jeden Augenblick meines Lebens ernst nehmen.

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