Georges Ettlin

Askese als Hoffnung für ewiges Leben

 
 
 
Die vordergründige Erkenntnis, dass alles Materie ist, dass sogar
 jegliche Art von Energie  wie Schallwellen, Lichtwellen Magnetismus,
 Radiowellen, usw. Materie ist...und dass Zeit schlussendlich durch
energiegestützte Bewegung entsteht, die als Energie wiederum Materie ist....
 
..lässt uns glauben, dass es keine Seele, somit auch kein Geist gibt.
Alles Denken ist elektrochemisch und das Gedächtnis ist in Hirnzellen
materiell gespeichert....
 
In diesem Umfeld der Erkenntnis ist es verständlich, dass der Mensch
mit seiner Sehnsucht nach ewigem Glück und ewigem Leben sich den
Geist ausdenkt, der die Materie überwindet und nach dem Supergau
des Fleisches (Tod) weiter besteht. Dadurch wäre auch die Sinnfrage des Lebens gelöst,
nämlich die Geburt eines neuen Engels : Der Mensch !
 
Da das Materielle der menschlichen Biologie... der Evolution und somit
dem Tod und der Zeugung  als Lebenskreis ausgeliefert ist, muss der
erfundene Geist jenseits der Materie existieren können, auch jenseits
von Sexualität und  materieller Nahrungsaufnahme...
 
Da eignet sich nur eine strickte Abstinenz und lebenslange Askese, damit
nur das Geistige übrig bleibt, der fleischliche Körper aber als vertrocknetes,
staubiges Kleid
schlussendlich abgestreift werden kann. Dazu muss man sich einen Gott ausdenken,
 der Geist ist und jegliches Fleisch verachtet und als sündhaft beurteilt.
Da die Asketiker niemals zurückgekehrt sind (ausser Christus) fehlt
der wissenschaftliche Beweis für ein geistiges Leben als persönliches Geisteswesen nach dem Tod. 
 
Die Vorteile der asketischen Lebensweise bewegen sich im
Fehlen
von Krankheiten, Erreichung eines Innerem Friedens und Erleuchtungen,
....Erleuchtung,die aber eventuell neurologisch aus dem durch Askese gequälten Hirn 
als  Not-Reflex stammen könnten.
 
Die schamanistischen Zaubermächte, Materialisationen und Seelenwanderungen...
Macht über materielle Gegenstände
und Wunderheilungen sind vielleicht ein Beweis für eine Lebensform,
die Geist ist.
Trotz dieser trüben Aussicht, dass alles nur Materie  ist, halte ich
hartnäckig die Hoffnung fest, dass es  einen Gott gibt und deswegen auch sowas wie Geist.
Ohne diese Hoffnung würden wir wohl uns dem
materiellen Genuss ergeben und in einem Amoklauf der Lust
und der Machtkämpfe um Lustprivilegien unser Leben durcheilen...
 
Der Asketiker aber glaubt, dass erst durch die Ablegung fleischlicher Bedürfnisse
ein überlebensfähiger Geist im Menschen entsteht, der den Tod als
 schuld- und -sündenlose Ueberlebensmacht überdauert....
und nur so würdig und fähig ist, dem Gottesgeist zu begegnen.
 
 
***
c/G.E.

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