Jessica Scharf

Ein Neuanfang für die Liebe

 

Die Sterne funkelten in ihrem Licht so hell, indessen der Mond das Bild der Nacht zu umranden wusste.
Sachte wurde die Sicht vernebelt und die Kälte ließ den Körper der jungen Dame an und mal aufzittern, so das ihre warme Jacke, dessen weißes Fehl an der Kapuze und den Armelenden nicht mehr als so viel Kälte von ihr fern halten konnten. Jeder Schritt schmerzte in den Füßen, wo der Schnee ein knarrendes Geräusch von sich gab und ihre Fußspuren aufwiess.
Eigentlich wäre Josefin schon längst in ihrem Bett, unter der warmen flauschigen Decke,die sie träumend die Schlafwelt betretten hätte lassen, doch sie war zu durch einander, zu viele Ereignisse ließen sie den Schlaf als nicht so notwendig ansehen.
Josefin war nun 21 Jahre alt, ihre Vergangenheit war wie Glas einfach zerbrochen, wobei die einzelnen Glassplitter sich immer noch tief in der Wunde reinfraßen und Erinnerungen sie quälten.
Ihr Weg führte sie durch die Stadt, welche durch die enorme anzahl der Strassenlaternen erhellt wurde und den bunten Lichtern der Fensterscheiben ihr Glanz dazu bekam, welcher von der Weihnachtszeit zeugte.
Ihr Blick sah traurig, fast schon verzweifelt aus, einen Moment lang blickte sie ihr eigenes Spiegelbild in einen der Fensterscheiben an, das braun-rötliches Haar viel glatt die Schulter herrunter und war vom Ponny nach unten gehend stufig geschnitten, was frech aber auch atraktive aussah, indessen die braunen Augen durch leichte Tränen glasig ihren Blick erwiederten.
-Bin ich das?-, atmete sie schwer durch. Dieses Bild war ihr fremd, es sah aus wie sie! War ihr Spiegelbild, doch es wirkte schon lang nicht mehr wie sie, den es lag keine Austrahlung mehr in ihren Augen, kein Glanz mehr der die alte Josefin zeigte.
"Ja das bist du!", gab sie sich selbst die Antwort auf die gestellte Frage, welche nur in ihren Gedanken wieder hall fand.
Langsam ging sie weiter, der Schnee sah traumhaft aus, leider hinterließ er, so schön er auch war, eine eisige Kälte, welche ihren Körper immer wieder erneut aufzittern ließ.
An einer nah liegenden Kneipe vorbei, ließ Josefin neugierig ihren Blick hinein gehen, ein deprimiertes Lächeln endlockte sich ihren Lippen, alle, sie sahen so glücklich aus, sah sie mit ihren großen braunen Augen, dem Gelache und Gesang zu, während sie sich innerlich wünschte dabei zu sein, dazu zu gehören, doch das tat sie nie und würde sie nie, den Josefin hatte eine schwere Bürde zu tragen. In größeren Menschenmengen fühlte sie sich fehl am Platz, wobei dann immer eine leichte Panik sich anfing in ihr auszubreiten, welche bis hin zu schliemmen Angstanfällen herran wachsen kan.
Den Blick dem entrissen ging Josefin weiter, die Hände schützend vor der eisigen Kälte in den Taschen verstaut.
Sie war hier her gezogen um die Vergangenheit ab zu werfen, endlich wieder leben zu können, doch Erinnerungen lassen sich nicht ablegen, egal wie viel Zeit auch vergehen würde, sackte das Herz immer tiefer, es würde nichts an der Vergangenheit ändern, sie nicht ungeschehen machen und auch aus ihren Erinnerungen nicht verschwinden lassen.
"Gehen wir nach Hause?", klammerte eine junge Frau sich bei ihren Freund mit nem liebevollen Blick ein, welcher ihr sanft nickend zu lächelte.
-Frisch verliebt!-, seufste Josefin lächelnd, den sie konnte es direkt in den Augen sehen, ihre Angst vor dem verlieren und diese Schmetterlinge im Bauch, welcher nichtsdessotrotz leider irgendwan wieder aufhören würden zu sausen.
Josefin konnte seid ihrem zwölften lebens Jahr schon die Gefühle andere durch die Augen sehen, es gab nur einen einzigen Menschen der dies bis her wusste, dem sie es immer wieder bewies und offen legte was sie sah. Ein Mensch der ihr näher war als es jemals jemand gewesen war.
Josefin und Nadia waren von klein auf ein unzertrennliches Gespann gewesen, es gab nichts was der andere über den anderen nicht wusste, andersgesehen, konnte man vor Josefin in der Richtung ja auch nicht wirklich viel verbergen. Doch das Leben hatte sie auf grausamerweise von einander getrennt, was auch der Grund war wieso sie Zuflucht wo anders suchte, um mit fertig werden zu können. Nadia war an der Geburt ihres Kindes, mit dem Kind zusammen gestorben, seid diesem Tag war Josefin nicht mehr sie selbst, jeder Augenblick der verstrich veränderte sie von ihnnen aus immer mehr, ihr Herz wurde gleichgültig und ihr Lachen verschwand vollkommen.
"Endschuldigung miss!", stand plötzlich ein junger Mann vor ihr, Josefin hob ein Stück weit den Kopf an um den jungen Mann ins Gesicht blicken zu können, welcher mit den Händen in den Taschen direkt vor ihr stand. Sein schwarzer Mantel, welcher von weichem Stoff war, wehte leicht im Wind, wo auch seine dunklen Haare wellen schlugen, obwohl sie eigentlich zu kurz für dies sein sollten.
"Du wohnst noch nicht lange hier stimms?"
-Okay, schüchtern ist der wohl nicht!-, runzelte Josefin die Augenbraun, um darauf ohne zu antworten einfach an ihm vorbei zu gehen.
Verwundert drehte Denis sich nach ihr um, hatte er etwas falsches gesagt? Er verstand ihre Reaktion nicht einmal Ansatzweise, weil normalerweise würd man auf so eine Frage wenigstens ein endschuldigendes Lächeln oder ein schüchternes bekommen, doch ihr Blick war kalt, ging direkt in seine Augen und das mit einer solchen Gleichgültigkeit das man meinen könnte keinerlei Gefühl in ihr wieder finden zu können.
-Liebe kommt und geht, sicherlich findet der jede zweites anziehend!-, schloß Josefin kurz die Augen, denn sie hatte das vorhandene Interesse an ihr deutlich in seinen Augen sehen können, das er sie nur deswegen angesprochen hatte, dabei hätte sie selbst von so einem möchte gern mehr erwartet gehabt, als ein derartig billigen Spruch.
"Gedanken lesen liegt mir nicht! Also würde ich es vorziehen die Antwort von dir zu hören!", befand dieser sich jedoch im nächsten Moment direkt wieder neben ihr.
Schwer ausatmend blickte Josefin ihn an, jedoch ohne stehen zu bleiben, sie wollte einfach nur in ruhe gelassen werden, was die Menschen einfach nicht verstanden und der Ausdruck in ihren Augen war, sah Leidvoll und Kraftlos aus, wie jemand der müde dem Leben nichts mehr entgegen zu bringen hatte.
"Okay, keine Antwort, ist ok, dann nicke einfach nur wenn ich recht habe. Du wohnst noch nicht lange hier richtig?"
Denis dachte gar nicht erst draran auf zu geben, er war von Natur aus ein Kämpfer, dabei war er ja eigentlich mit seiner Freundin in der Kneipe verabredet gewesen, an der Josefin gerade vorbei gegangen war, als sie ihm plötzlich direkt ins Auge stach. Ihr Auftreten, der Ausdruck auf ihrem Gesicht, die zierliche Gestallt selbst, sie umgab etwas undiffinierbares, eine Art Schönheit die einfach anders war, etwas was Denis schon immer magisch anzog. Leider hatte seine Freundin von dieser Margie keinen Deut, sie glich praktisch jeder anderen, vom Äußerlichen bis hin zum Karakter.
"Tut mir leid, ich habe gerade für deine Spielchen keine Zeit!", sprach Josefin knap und beschleunigte dabei etwas ihr Gang, verdutzt blieb Denis stehen und ließ sie ihren Weg alleine weiter gehn.
-Prüde Kuh!-, wurde sein Blick zornig, ok sie war anders und zwar unfreundlich, drehte er wieder um, um zu seinem Date mit seiner Freundin zu gehen.
Genau dies hatte Josefin auch gesehen gehabt, Gefühlsmäßig war er völlig gespalten gewesen, gehen oder bleiben! Indessen noch eine andere junge Dame in seinem Kopf enormen Zeitdruck auf ihn auszuüben schien. Wobei eins und eins zusammen gezählt Josefin schlussfolgern ließ das er zumindestens noch was mit einer anderen am Laufen hatte!
Mit langsamer Bewegung, als ob die Zeit sie nicht mit ein beziehen wurde, still stände, schloss Josefin die Haustür auf. Ein langer weißer Flur streckte sich gerade vor ihr aus, bis hin zu ihrer Wohnungstür, welche aus altem dickem Holz bestand.
Mit dem Klicken, als die Tür hinter ihr ins Schloß viel, drang zeitgleich das Geräusch von tobendem Ungewitter an ihre Ohren, worauf direkt Regen folgte.
-Gerade rechtzeitig!-, grinste sie kaum merkbar und ging auf ihre Wohnungstür zu.
"Ah Josefin, schön sie an zu treffen! Es war vorhin ein junger Mann hier und hat nach ihnen gefragt.", war es die Stimme einer älteren Dame welche Josefin in dem Moment davon abgehalten hatte ihre Wohnung zu betreten.
"Danke Miss Krillsh", drehte sie sich der alten Dame kurz zu, um danach doch endlich ihre Wohnung zu betreten und gähnend den Schlüssel im Flur auf die Komode nieder zu legen.
-Ein junger Mann?-, ging ihr Blick zum Fenster, wo weiße Gardinen das einblicken von Draußen erschwerten. Josefin konnte sich nicht vorstellen wer dieser junge Mann gewesen sein sollte, den wer wusste schon das sie hier wohnte und wer hatte Intresse dran sie auf zu finden? Mit ihrer Familie hatte sie keinen Kontakt mehr, hatte ihre Gegenwart einfach nicht mehr ausgehalten, all diese mitleidigen Gesichter und schönredereien, von wegen das Leben geht weiter und sie solle doch endlich vergessen, doch sie wollte gar nicht vergessen, den das war das einigste was sie noch von ihrer Freundin besaß, ihre Erinnerungen!
Friedlich im Bett eingeschlafen, ließ ein laut erhallendes Krachen Josefin wieder aus ihrem Traum auf schrecken. Panisch die Augen überall und nirrgends, saß Josefin aufrecht in ihrem Bett. Schweißperlen der Angst, eine Unsichtbare Hand welche ihre Kehle versuchte zu zudrücken.
-Küche!!!-, fixierte ihr Blick die Tür, das Geräusch war definitiv aus der Küche gekommen, schlug ihr Herz immer schneller.
Vorsichtig näherte sie sich der Küche, die in ihren Weiß friedlich wirkte, doch der erste Blick  zeigte schon das was nicht stimmte, die Vorhänge wehnten am Fenster immer wieder nach vorne um langsam sich wieder zurück fallen zu lassen, was im nächsten Moment schnell wieder von ihr geschlossen wurde und eigentlich gar nicht offen hätte sein dürfen.
Tief Luft in die Lunge gezogen, lief Josefin zurück ins Schlafzimmer, sie war müde, zu müde um sich nun weiter Sorgen darüber zu machen, wieso das Fenster auf stand, auch wenn sie genau wusste das sie es zuvor zu gemacht hatte, kein Zweifel an dieser Tatsache bestand, waren ihre Gedanken noch zu sehr von der Müdigkeit benebelt und machte ihre Augen schwer.
Im Bett immer wieder von einer Seite auf die andere gedreht, war es jedoch ein nutzloser Versuch wieder einzuschlafen. Augen die sich viel zu schwer anfühlten um offen gehalten zu werden und dieser ebelöse Zustand von Müdigkeit, seufzte ihr Verstand, der realisieren musste das sie dennoch nicht im stande war einzuschlafen.
Nach langem hin war Josefin schlussendlich doch wieder aufgestanden, die Nacht war immer noch jung, gerade mal kurz nach Zwölf und in der Flimmerkiste lief auch nichts gescheites, was Josefin wieder dazu brachte einfach raus zu gehen.
Wie aus einem Kindertraum entsprungen, glänzte der frisch gefallene Schnee im Schein des Mondes.
Ein Bild dem Josefin sich für den Moment Gedankenlos fügte, während sie mit leerem Blick dort an der Straße, kurz vor der Kneibe, an der sie zuvor vorbei gegangen war, stand.
"Da! Die meinte ich!", drang eine finster klingende Stimme an Josefins Ohren, eine Stimme welche ihr noch gut bekannt war und ihren Blick eben so düster machte, wie seine Stimme finster klang, mit dem sie nun sich umgedreht den jungen Mann von zuvor direkt ins Gesicht Blickte, unberührt von seinem offen getrangendem Grinsen, welches schon gehässigkeit für sich definierte.
-Ja, ja, zu viel getrunken was! Hoffentlich erstickste bald dran. -, wurde der düstere Ausdruck auf ihrem Gesicht lethargisch, womit Josefin sich desinteressiert umdrehte und weiter ging.
Denis hingegen blickte ihr erneut wieder nur verwirrt hinter her, wobei er den fragenden Blick seines Kollegen auf sich ruhen hatte, aber sich nicht wirklich dran störrte, sonder gleich machte das er Josefin hinter her kamm.
"So spät alleine noch unterwegs?"
Josefin hätte am liebsten nun laut los geschriehen, gefragt ob er es nicht raffen würde das sie einfach nur in ruhe gelassen werden will? Ihr Leben einfach nur für sich leben wollte! Stadessen blickte sie ihn lediglich nur stur an, was Denis unwillkürlich zum lachen brachte, es aber auch gleich wieder erstummen, als er sah das sie wie zuvor auch, wieder einfach nur weiter ging.
"Wie heißt du?", überrascht blieb Josefin stehen, es erklang kein Unterton, keine Belustigung in seiner Frage mit, aber auch Denis blickte nun etwas überraschter, den ihr Blick sah nicht mehr böse oder stur, sondern auf merkwürdiger Weise verzweifelt aus.
"Alles in ordnung?", wurden seine Gesichtzüge weich.
Doch Josefin schüttelte lediglich mit dem Kopf, wobei die zuvor vorhandene Sturheit wieder zurück kehrte und den gerade noch offenen Blick ihrer Augen verschwinden ließ.
-Will die mich verarschen?-, wurden nun auch sein Blick langsam säuerlich, den Josefin zog es schon wieder vor auf diese ignorante Weise einfach weiter zu gehen, was Denis natürlich langsam gastig machte. Den eigentlich sollte er sofort wieder rein kommen, zurück zu seiner Freundin, wollte nur ebend eine rauchen und was tat er gerade? Ging einem wildfremden Mädel hinter her, fragte sie auch noch besorgt und ernsthaft ob alles in ordnung sei! Machte sich Sorgen und sie ließ ihn einfach nur wieder so da stehen? Als ob er ein Gegenstand sei den man nicht beachten musste?
Nun spürrte aber auch Denis wieder die Kälte die Josefins Anblick ihn für einen kurzen Augenblick vergessen ließ, lachte sein Verstand ihn in Wellensprüngen fröhlich aus, mit der Frage: Wie ein so niedliches Mädchen nur einen so miesen Karakter besitzen konnte?
-Oder tut sie nur so?-, glitt sein Blick runter zu Boden, den Kopf in die Schräglage versetzt, war es eine für Denis unwillkürliche Reaktion, welche er immer ausführte wenn er über irgendetwas am grübeln war.
Es war wirklich merkwürdig, verzog er den Mund zu einem seitlichen Strich, er hatte es sich doch nicht eingebildet oder? Diesen einen Moment wo es den Anschein machte als ob sie ihr wahres Ich durch den Ausdruck ihrer Augen offen gelegt hätte, bevor wieder diese ignorante Bissigkeit zum vorschein kam!

Josefins finger waren von der eisigen Kälte schon richtig am schmerzen und das obwohl sie diese schon in ihren Manteltaschen verstaut hatte.
"Wieso können die mich nicht einfach in ruhe lassen?" ging ihr Blick beim gehen einfach zu boden, ohne nach vorne zu sehen, was sich auch gleich als fehler auswieß, schreckhaft blickte sie nehmlich nun nach oben, sie war jemanden direkt in die Arme gelaufen, der sie nun mit seinen braunen Augen durchdringlich anblickte.
"Hast du was an den Augen oder was?", brummte der junge Mann sie unmißverständlich an.
"Ne du? Oder wieso fragst du so blöd? Siehst doch das ich dich gerade anstarre oder? Schließlich sieht man nicht jeden tag einen Wolkenkratzer mit dem IQ von eimen Kasslerbrot!", borthe sich Josefins Blick angefressen durch seine Augen hindurch, sie war noch nie gut darin gewesen ihr vorlautes Maul im Zaun zu halten.

Denis dachte nicht recht zu sehen und zu hören, als ihm dieses Geschehen auffiel, wollte eigentlich auch direkt weiter gehen, wieso sollte er auch so einer unhöffliche Person helfen? Doch dieser eine klagende Blick den sie zuvor für einen kurzen Moment besessen hatte, wollte noch immer nicht von ihm los lassen.
"Sag mal hast du ein an der klatsche?", knirrschten die Zähne ihres Gegenübers böse.
"Klatsche? Ich kann dir gleich mal eine klatschen wenn du willst, jedoch musste du dich dafür schon hinkniehen, den fliegen kann ich noch nicht!", funkelten ihre Augen störrisch, es war ihr egal wer ihr gegen über stand oder was mit ihr geschehen würde, auch wenn diese unübersehbare Starrsinnigkeit vorhanden war, sah der wirklich Blick dahinter anders aus, gleichgültig!
"Tut mir leid Dirk! Sie hat etwas zu viel getrunken!",durchbrach Denis seine Stimme die aufgeladene Szenarie, indessen er hastig nach Josefins Arm griff um diese direkt weiter zu ziehen, worauf Dirk noch einmal empört mit den Kopf schüttelte aber dann auch weiter ging.
"Ey du! Deine Schuhe könnten ja fast schon kleine Kindersärge sein! Hast du keine Angst ne ganze Stadt platt zu trampeln? Du wolkenkratzer!!!", fauchte Josefin allerdings noch immer angefressen hinterher, die Augenbrauen so tief ins Gesicht gezogen, das man meinen könnte sie würde jeden Moment sich los reißen und auf den von ihr betittelten Wolkenkratzer los stürmen.
"Sei froh das du betrunken bist und so einen Freund hast!", ging dieser jedoch weiter.
"Freund? Diese Pissbirne? Willst du Affe mich verarschen? Wohl auch noch was an den Augen oder wie? Du riesen Gorilla"
Seufzend wusste Denis nicht ob er nun deprimiert wegen ihrer Aussage rein blicken sollte, oder doch eher fassungslos weil sie anscheinend den Ernst der Lage nicht zu begreifen schien.
"Sag mal bist du lebensmüde?",blieb Denis stehen und sah sie vorwürfig an, wobei er zeitgleich, als Josefin ihn nur einen kurzen bösen Blick zugedacht hatte und direkt stur weiter ging, nun wirklich deprimiert die Schultern fallen ließ.
-Ich glaubs nicht!-, ließ er den Kopf weiter nach unten fallen. Nicht nur das er selbst kaum glauben konnte das er sich indirekt wirklich gegen Dirk gestellt hatte, nein! Das auch noch für so eine unhöfliche Person, welche schon wieder einfach direkt weiter ging.

-Was fehlt dem eigentlich ein? Was erlaubt der sich? Sich einfach ein zu mischen! -, schrien Josefins Gedanken wutüberbrannt, als ihr zeitgleich etwas klar wurde und den gerade noch sturen Blick erbleichte. Sie war so mit ihrer Wut beschäftigt gewesen das sie das wesentliche nicht hatte sehen können.
-Er wollte mir nur helfen!-, blickte sie niedergeschlagen zurück, wo die Lichter der Kneipe noch durch das Weiß schimmerten, Schneeflocken sich nun wieder auf alles herrab fallen ließen, doch von dem jungen Mann nichts mehr zu sehen war.
-Scheiß Jacke!-, ging sie weiter, dabei war es eine Winterjacke, ein weißer Mantel mit Kunstfell bestückt, welche einen eigentlich warm halten sollte, hatte Josefin wenigstens angenommen! Sah sie betrübt in die Ferne.
Der Mond schien so verdammt hell, Schnee welcher schimmernd einen an so etwas wie Märchen denken ließ und eigentlich würde dieser Anblick Josefins Herz auch höher schlagen lassen, ein Lächeln auf die Lippen zaubern, doch statdessen holte es nur alte Erinnerungen auf, welche ihre Lippen mit einem traurigen Lächeln zierten.
-"Der Schnee sieht schön aus, oder?"-, erklang Nadias Stimme in ihren Gedanken, ein Bild was sich immer klarer vor ihren Augen zu zeigen anfing. Zwei junge Damen welche sich wie kleine Kinder über den neu gefallenen Schnee freuten, während sie fröhlich die Strasse entlang gingen.
"Ja sieht es!", murmelte Josefin leise, als ob sie aus dem hier und jetzt der Erinnerung, der Vergangenheit antwort geben wollen würde.

 
Fortsetzung folgt....^^
 
 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.01.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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