Jessica Scharf

Ein Neuanfang für die Liebe(2)

Ein neuer Tag war ins Land gestrichen und die ersten Sonnenstrahlen huschten durch Josefins Zimmer, ein Zimmer was trotz der ins Detail liebevoll Einrichtung einsam und leer wirkte.
Ein großes weißes Bett, dessen Decke flauschig in seinem Stoff zum schlafen lockte. Lächelte Josefin schwach, wobei ihr Blick weiter zu dem blauen Vorhängen am Fenster streifte, um darauf für den Moment den sich langsam nun aufklärenden Himmel zu betrachten.
"Ja, ja, die Arbeit ruft!", ging ihr Blick deprimiert zur Uhr, es war bereits schon nach sieben und kurz vor acht fängt ihre Schicht an. Josefin arbeitete in einen kleinen Hobbykunstladen, nichts besonderes und zu anfangs hatte der Weg durch die Stadt ihr auch noch ziemlich zugesetzt gehabt. Doch auch dies war mit der Zeit besser geworden, womit sie sich selber beweisen wollte das sie stärker als ihre Krankheit war.

"Morgen Josefin", begrüßte ihre Chefin sie, als das Glöckchen der Tür erklang und sie in der Tür eintrat, es war ein kleiner gemütlicher Laden, nicht zu groß und gut übersichtlich.
"Ja guten Morgen", strengte Josefin sich an ein Lächeln zu tragen, etwas was sich als Personal, als Verkäuferin so gehörte, eine ungeschriebene Pflicht, welche in jedem Laden gefordert wurde.
"Mein Enkel kommt Heute vorbei, er übernimmt netterweise meine Schicht, da ich einen wichtigen Termin erledigen muss", klärte die alte Frau Josefin über das bevorstehende auf, wonach sie ihre Jacke um sich schwang und den Laden verließ.
Josefin zuckte nur mit den Schultern, sie wusste nicht einmal wer dieser Enkel sein sollte, aber das war ihr auch Sehens egal.

Prüfend durch die Regale getapst, erklang plötzlich wieder das Glöckchen der Tür, was auf Kunden hinweisen sollte und ihren Blick wie programmiert zu Tür hingehen ließ.
"Nicht doch!", versteinerte sich Josefins Blick.
"Oh diesmal so etwas ähnliches wie ein Lächeln ja?", grinste Denis neckisch, den es war ihr Job der ihr dieses Lächeln auferzrang und das wusste der junge Mann ganz genau.
"Geht dich wohl kaum was an und jetzt mach das du verschwindest!", wackelte das Lächeln auf ihrem Gesicht bedrohlich.
"Glaube ich wohl kaum, den dieser Laden gehört meiner Familie!", zogen sich die Mundwinkel von Denis weiter auseinander, die Arme selbstbestätigt in einander verschränkt, sah er Josefin in seinem überheblichen Grinsen direkt an. Wo die Tatsache das dies dann wohl der benannte Enkel sein musste, Josefins Launepekel erheblich sinken ließ, konnte es noch schlimmer werden? Sah sie ihn verbissen an, doch auch dies ließ den jungen Mann unberührt.
"Na toll!", drehte Josefin sich wieder um, der von ihr schon angefangenen Warenprüfung sich wieder zu geteilt, war es ihr jedenfalls lieber als in dieser arroganten Fresse zu schauen.
Amüsiert stand Denis hinter der Verkauftheke, mit den Augen immer schön bei Josefin, die im Laden hin und her sich bewegte um die Waren zu kontrollieren und die Kunden alle samt im Auge zu behalten.
-Wie wohl ein echtes Lächeln bei dir aussieht?-, betrachtete er jede von Josefins Mimiken, welche mal freundlich, mal höflich, oder gar zuckersüß wirkten, doch alle samt eins gemeinsam hatten, sie waren nicht mehr als eine bloße Maskerade.

Erleichtert zündete Josefin sich Draußen eine Zigarette an, es war schon nach Zwei und der Anfang ihrer Mittagspause die genau eine Stunde inne behielt, nachdenklich ließ sie ihren Blick die Straße entlang gehen, immer noch war es am schneien und sie wusste einfach nichts mit sich an zu fangen, aber hier bleiben wollte sie auch nicht, nicht wenn es bedeuten sollte das sie fortwährend diesem arroganten Schnösel in die Fresse schauen müsste. Wo sie mit diesem Gedanke weiter in die Stadt hinein ging, nach ein paar Minuten allerdings irritiert wieder stehen blieb.
"Natürlich Samstag!", sah sie verdattert die dort aufgebaute Bühne an. Samstags fanden hier zumeist immer irgendwelche Veranstaltungen statt, als ob die Stadt damit versuchte ihren Ruf zu steigern, etwas was in ihrer alten Heimatstadt nicht so gewesen war, dort konnte man sich nur sicher gehen, das jeden Samstag höchstens der Markt seine Pforten öffnete.
Unbemerkt strich die Zeit an Josefins Augen vorbei, ein Blick welcher die dort agierenden Statisten zwar sah, aber nicht wirklich mehr realisierte, statt der ihrer ein anderes Bild besaß, welches in ihren Gedanken immer lebendiger wurde.
-"Wenn ich groß bin gehe ich zum Zirkus!", lächelte das kleine Mädchen sie über beide ohren an, während sie ihren Blick wieder der Zirkusvorstellung zuwandte.-
"Wenn ich groß bin!", wachte Josefin wieder aus ihren Erinnerungen auf, indessen das Bild der lachenden Nadia wieder vor ihren Augen verblasste
Jeder Schritt den Josefin von dieser Bühne und damit auch von ihren Statisten sich entfernte, fühlte sich gleichzeitig auch so an, als ob sie damit jedes Mal einen Schritt sich von Nadias Traum entfernen würde.
Erschrocken zuckte Denis zusammen als sein Handy sein ohren betäubendes Klingeln aus seiner Jackentasche heraus schrie. War so vertieft in das Bild von Josefin gewesen, das er weder etwas um sich herum, noch im ersten Moment wahrnahm das es sich dabei lediglich um sein Handy handelte.
Mit einem Gefühl von genervt sein, zog er es aus der Jackentasche und nahm das Gespräch, dessen Anrufer ihm schon bewusst war, entgegen.
"Schatz wann kommst du Heute zu mir?", diese Stimme, der Klang, die Art und Weise wie sie es sprach, Denis sein ganzer Körper schüttelte sich vor nicht wollen.
"Ich weiß noch nicht ob ich Heute überhaupt noch vorbei schaue Dina, Visite und so muss auch noch gemacht werden!", war seine Stimme zwar von einem angenehmen und vor allem entschuldigendem Ton begleitet, doch in Wirklichkeit kämpfte er bloß dagegen an nicht so gleichgültig zu klingen, wie er es in diesem Moment ihr gegenüber auch war.
"Ach so..okay, meldest du dich dann bei mir?", erklang es nach einigen Sekunden des Schweigens vorsichtig am anderen Ende. Am liebsten hätte Denis jetzt gesagt: das er gar nicht mehr kommen wird und sie sich genau so wenig noch bei ihm zu melden brauch. Doch Denis war viel zu sensibel als das er ihr so am Telefon nun das Herz brechen würde. Sie war zwar gewöhnlich, besaß nichts an sich was ihn wirklich anzog, dennoch hatte Dina ein gutes Herz und dieses war zu wertvoll um einfach mal nebenbei gebrochen zu werden.
"Ja ich melde mich bei dir...Muss jetzt aber Schluss machen!", drückte er ohne auf eine Antwort ihrer Seit's gewartet zu haben direkt auf.
Den Blick willkürlich direkt wieder nach der jungen Dame gesucht durch die Menschenmenge gerichtet, war von dieser jedoch keine Spur mehr vorhanden. Sich selber Tonlos ausgelacht, zog Denis tief Luft in die Lunge und machte sich auf dem Weg zurück.

Immer noch starrte Dina das Handy regelrecht an, sie verstand es nicht, er war komisch zu ihr, anders würde es auch beschreiben, hob sie den Kopf ein Stück weit an. Das helle Haar hinter die Ohren gestrichen, konnte sie nichts gegen die aufkeimenden Tränen machen, welche das Braun ihrer Augen nun zum schwimmen brachte. Indessen der bespiegelte Kleiderschrank ihr zeigte was Dina eigentlich überhaupt nicht sehen wollte. heiße Tränen welche ihre Spuren gnadenlos über ihr Gesicht zogen. Ein Bild was sie nicht nur nicht sehen wollte, sondern ebenso wenig akzeptieren! Weswegen sie sich rücklings zurück aufs Bett in die weichen Kissen fallen ließ.
Und normalerweise würde ihr Hase, ein riesiges Kuscheltier wenigstens etwas von ihrem Kummer zu nehmen wissen. Ein Andenken an ihre Oma, was sie als kleines Kind einmal von ihr bekommen hatte und wahrscheinlich auch der Grund dafür war, weswegen es sie immer so zu beruhigen wusste. doch diesmal blieb der Trost aus und die Tränen sickerten weiter in ihr Kopfkissen hinein, in das die junge Dame nun völlig aufgelöst ihr Gesicht vergrub.

Vom Schnee schon völlig bedeckt, wirkte Josefins Haar wie von weißen Perlen bedeckt auf groteske Weise edel und doch würde es in einigen Minuten, wenn sie weiter hin so vor dem Laden lediglich stehen bleiben würde, nicht mehr edel, sondern wie ein gegossener Pudel aussehen.
Es war Ironie, eigentlich war dieser Laden immer so etwas wie eine Zuflucht, welcher ihr wieder aus dieser Menschenmenge heraus helfen würde, doch in diesen Moment wirkte er weder wie eine Zuflucht, noch wirklich erstrebenswert. Der Gedanke an das grinsende Gesicht dieses Enkels machte Josefins Gemüt zu einem Schauplatz von Widerwilligkeit. Sie mochte ihn einfach nicht, drückte sie schlussendlich doch die Tür auf, wobei das erste was ihr direkt ins Auge fiel, auch ausgerechnet das breit grinsende Gesicht von Denis war. Wobei der Gedanke diesem verdammten Schnösel nun mit beiden Fäusten samt Stiefel in die Fresse zu springen, sie das erforderte Lächeln wieder tragen ließ, auch wenn Josefin sich sehr wohl bewusst war, das die Schwerkraft dies wohl nicht so wirklich gestatten würde.

Die Hand vorm Mund gehalten, ließ das Gähnend Josefin für den Moment unwillkürlich die Augen schließen. Der Tag war lang gewesen und für ihren Geschmack ebenfalls viel zu stressig, wo sie nun erleichtert zu hause zu sein, ihre Tür aufschloss.
"Ah Josefin meine liebe, es war wieder dieser junger Mann hier und hat nach ihnen gefragt!", grellte die Stimme der alten Dame ihr auch direkt beim betreten vom Hausflur entgegen, wo Josefin Miss Grinsh mit unseren Blick nun ansah.
"Hat er irgendetwas gesagt?", die alte Dame schüttelte bedenklich mit dem Kopf, die freundlichen Augen entschuldigend ihr zugewandt.
Enttäuscht darüber das sie diesbezüglich keine näheren Details bekam, versuchte Josefin dennoch dankbar zu lächeln, womit die alte Dame wieder zurück in ihre Wohnung ging und Josefin endlich ihre Wohnungstür aufschloss.
Misstrauisch alles in Augenschein genommen, war es nicht nur die Tatsache das irgendjemand nach ihr zu suchen schien, sondern auch die Begebenheit das letzte Nacht irgendjemand in ihrer Wohnung gewesen sein musste, ließ Josefin ihren Blick für den Moment auf das Fenster ruhen, wo die Gardinen nun sich keinen einzigen Millimeter bewegten.
-Wer könnte das nur gewesen sein?,- suchten ihre Gedanken nach etwas Antwort, auf das sie sich selbst keine Antwort geben konnte. Ein Mann, welcher nun schon das zweite Mal hier gewesen ist. Seltsam, verzog sie den Mund und sah erneut zum Fenster hin. Sie war sich sicher das dort jemand während sie schlief, eingestiegen sein musste. Doch wer? Und aus welchen Grund?
Josefin wollte auch gerade näher ans Fenster heran treten, unwillkürlich von ihrem innerlichen Misstrauen gesteuert, noch mal einen prüfenden Blick nach Draußen werfen, als im selben Moment das Klingeln der Tür sie fürchterlich zusammen schrecken ließ.
Starr zur Tür hingeblickt, verkrampfte Josefin mit dem darauf erklingendem Klopfen, was sich fest zwei Mal wiederholte.
Zögerlich setzte Josefin einen Schritt nach dem anderen auf die Tür zu, das Licht der Deckenbeleuchtung ließ ihr Herz sich zusammen krampfen. Sie konnte nun nicht so tun als ob niemand da sei! Der Lichtstreifen, welcher unter der Tür in den Flur hinein reichte, verriet zu genau das sie zu hause war und wenn es jemand war, der auch noch gesehen hatte wie das Licht anging! Ratterte die Panik in ihr, denn das wovor sie versuchte weg zu laufen verfolgte sie noch immer in ihren Träumen, streckte seine schwarze Hand nach ihr aus und ließ ihr kaum noch Platz zum Atmen. Dennoch legte sich im selben Moment wie ihre Finger das Eisen der Klinke berührten der sachte Schleier Namens Gültigkeit wieder in ihre Augen, welcher im selben Augenblick wie Josefin die Tür öffnete, in ihren völlig geweiteten Augen wie Glas zerbrach.
"Wieso rennst du vor mir weg?", hörte Josefin ihre Stimme, sah dieses Mädchen dort vor sich stehen. "Wieso versteckst du mich? Wieso lässt du zu das ich einsam bin?", sah das Mädchen Josefin mit klagenden Augen an, während Josefins ganze Haltung zu zittern begann, ihre Augen die Starre nicht verlieren konnte und die nackte Angst immer weiter hysterisch in ihr Herz hinein geschlagen wurde.
"Nein ich bin nicht wie du! Ich bin nicht wie du !!", setzte Josefin unaufhörlich immer weitere Schritte zurück, wie jemand der versuchte vor dem was er sah weg zu laufen, sich selber einzureden das es nicht real war. Doch das kleine Mädchen was mit dem dunklen Haar, den zwei geflochtenen Zöpfen vor ihr stand und sie mit den großen klagenden Augen so verzweifelt ansah, verschwand nicht. Wobei der gerade noch verzweifelte Blick sich nun wandelte, Augen welche zuvor klagend, flehend waren, wurde Zielbewusst, die Mundwinkel zogen sich immer weiter auseinander, bis hin zu einem diabolischen Grinsen was nur eines aussagte:
"Du kannst weg laufen! Mich leugnen! Doch du kannst mir nicht entkommen!"
"LAAAAS MIIIICH ENDLIIIICH IN RUUUUHEEE!!!", kniff Josefin schreiend fest die Augen zusammen. Ein Schrei der den Moment durchbrach und ebenso durch das ganze Treppenhaus hallte.
"Josefin, alles in Ordnung mit ihnen?", war es auch direkt die ältere Dame, welche besorgt herbei geeilt war.
Konfus die Augenbrauen zusammen gezogen, öffnete Josefin die Augen.
-Weg?!-, sah sie das außer der freundlichen alten Frau von oben niemand anderes mehr gegenwärtig war. Hatte sie sich das alles nur eingebildet?
Dieses kleine Mädchen, Josefin zitterte innerlich, diese zwei geflochtenen Zöpfe, dieses Gesicht, Josefin wusste das dieses Mädchen nicht real sein konnte, wie denn auch wenn es ihr eigenes Ich aus der Vergangenheit wiedergespiegelt hatte? Wenn dieses gerade noch diabolisch grinsende Mädchen, was zuvor so verzweifelt sie mit klagenden Augen angesehen hatte, sie selbst gewesen war?
-Du kannst mir nicht entkommen!?-, echoten ihre Gedanken noch immer verstört die Worte von diesem Mädchen, von ihrem eigenem Ich.
"Ja alles in Ordnung Miss Grinsh!", lächelte Josefin entwarnend, worauf die alte Dame das Lächeln zwar schief, dennoch erwiderte und die Treppen wieder hoch ging, wonach Josefin die Tür wieder schloss.

 

-"Du kannst mir nicht entkommen!"...
"Du kannst mir nicht entkommen!"...
"... nicht entkommen!", verfolgten diese Worte Josefin in ihrem Traum. Unruhig, mit fiebrigen lauten, wälzte sie sich im Bett hin und her, Quietschend protestierte das Bett, Josefins Atem wurde hastiger, der Klang dieser Stimme fester, lauter, schneller, ihr Herz schrie, die Stimme übertönte jeglichen Gedanke, womit sie schreiend aus ihrem Traum erwachte.
-Du kannst mir nicht entkommen!"
Tränen drohten ihren Lauf zu nehmen, wackelig lagen ihre Augen wie zittrige Murmeln in ihrem Gesicht. Doch Josefin weinte nicht, es war nur wieder dieser lethargische Ausdruck, welcher sich auf ihrem schönen Gesicht zu legen wusste.
"Wieso immer ich? Was habe ich so schlimmes getan um all dies zu verdienen?", sah sie strafend in ihrer Frage zum Fenster heraus, den Blick direkt auf den runden Himmelskörper gerichtet, als ob sie glauben würde dort eine Antwort zu bekommen, das der Mond, welcher in seiner halben Pracht auf sie herunter schien, ihr eine Antwort darauf zu geben wusste. Doch es war nur die Stille der Nacht welche an ihr Ohr drang, wo das Zischen ums Haus das einzige war was diese an und Mal zu durchbrechen wusste.
-Halb Fünf! -, ließ der kurz auf die Uhr gerichtete Blick ihren Blick niedergeschlagen sich senken. Noch mal den Versuch zu schlafen würde sich nun nicht mehr lohnen, nicht wenn man so durcheinander war wie Josefin und deswegen genau wusste das man viel zu lange brauchen würde, bis man schlussendlich den Weg in die Traumwelt wieder gefunden hätte.
Zumal da auch noch die Panik in ihren Knochen lag, die befürchtete das sie vielleicht noch einmal so etwas träumen könnte.

"Morgen!", war es wieder dieses wie in Stein gemeißelte Lächeln, was eingebettet auf Josefins Gesicht sich befand, mit dem sie wie jeden Morgen wieder den Kunstladen betrat. Und wenn sie dieses Geld nicht so nötig brauchte, würde sie in diesen verdammten Laden nicht einen einzigen Fuß mehr hinein setzten, wo sie selbst mit geschlossenen Augen mittlerweile sagen konnte wo sich was befand.
"Morgen!", prallte gleichzeitig wie Josefins Augen den jungen Mann hinter der Theke erfassten, seine in der Arroganz grinsende Stimme ihr entgegen.
"Was machst du den schon wieder hier?"
Das Grinsen in Denis seinem Gesicht schwächte nicht ab, im Gegenteil, es wurde noch Sehens bestätigender, denn er hatte sehr wohl schon damit gerechnet das eine derartig patzige Frage kommen würde und wenn er ehrlich mit sich selbst war, hätte er noch viel schlimmeres erwartet gehabt.
"Kaum zu glauben oder? Aber ich habe dich doch wirklich so gern, das ich ne Weile hier aushelfen werde!", musste Denis sich selbst zwingen dabei nicht los zu lachen, so dunkel wie ihr Blick wurde und die Augenbrauen zu zucken anfingen. Wobei sie die Augen schlussendlich verdrehte und weiter ging. Direkt an der Theke vorbei ins Hinterzimmer rein.
Angefressen war schon nicht mehr das richtige Wort, womit Josefin ihren Spinnt aufriss und versuchte ihre Jacke mehr hinein zu stopfen, als wirklich mit dem Bügel zusammen dort aufzuhängen.
Egal was sie darauf auch erwidert hätte, selbst wenn sie ihn bis ins derbste Beleidigt hätte, wäre seine Reaktion wahrscheinlich noch immer dieses selbstzufriedene Grinsen gewesen, mit dem er sie höhnend angesehen hatte. Drückte Josefin die Spindtür wieder zu. Mit dem Gedanke das man so jemanden sowieso nicht das Maul stopfen konnte.

Gelangweilt lehnte Denis sich an der Oberfläche der Theke, seufzend die Augen den paar Kunden gefolgt, wusste er weder was mit sich anzufangen, noch was er überhaupt hier tun sollte! Die paar Kunden welche angeregt durch die Gänge huschten wussten sich ganz gut selbst zu helfen und der Morgen war erst angebrochen.
Wobei der angeödete Blick sich gleich wieder zu wandeln wusste, als seine Augen Josefin erspähten, welche gerade aus dem Hinterzimmer nach vorne kam, allerdings ohne ihn zu beachten an ihm vorbei gedackelt war.
"Komm schon Kleine, lächele mal, damit es wenigstens ein bisschen den Anschein macht als ob du ein Mensch seist!", stand Denis auch direkt neben ihr, mit dem Rücken gegen die Regalwand gelehnt und dem selben Grinsen wie zuvor wieder auf dem Gesicht.
-Als ob ich ein Mensch sei!!!!-, krallten seine Worte sich an ihre Gedanken fest, ein eisiger Schauer der gnadenlos ihren Rücken herunter kroch und das Bild von dem kleinen Mädchen wieder in ihren Erinnerungen aufholte.
-Mir kannst du nicht entkommen!-, lachte die Diabbolik in ihr, womit Josefin gedanklich den Kopf schüttelte und zu Denis aufsah.
"Ich bin sicher mehr Mensch als du es jemals sein wirst! Den ich bin eine Frau und was bist du? Für einen Mann nicht männlich genug und für eine Frau zu hässlich!", wurde der zuvor latent versteckte Hass in ihren Augen immer deutlicher, was Denis erschrocken den Mund ein Stück weit öffnen ließ. Dieser pure Hass, wieso sah sie ihn mit solchen Augen an? Fragte sein Blick unausgesprochen, worauf er sich aber auch direkt wieder fing.
"zu wenig männlich, soll das heißen das du mich schon so genau kennst?", konnte Denis jedoch ihren Hasserfüllten Blick direkt wieder brechen, wo sie ihn nun empört und angefressen zu gleich anstarrte.
"Dich kennen? Naja ich kenne auch den Hempels unterm Sofa nicht und kann sagen das es kein Mensch ist..oder willst du mir das gegenteil beweisen, du Pissbirne?", zog Josefin die Mundwinkel zu einem unwirklichen Grinsen auseinander, viel zu steif, viel zu breit gezogen und viel zu gehässig, womit sie an ihm vorbei einfach weiter ging.
"Eine harte Nuss! Vielleicht nicht knackbar?", wanderte sein Blick an den vielen Regalen entlang, an säuberlich aufgereihte Pinsel, Akrylfarben und Bastel Utensilien. Sie hatte etwas an sich was ihn magisch zu ihr hinzog, seine Augen ihr folgen ließ, das konnte Denis unmöglich abstreiten. Doch ihr Verhalten, ihre Art machte es unerträglich, schwer wäre da selbst noch unterieben als Beschreibung. Vielleicht wäre es doch besser aufzugeben? Sah er durch die Regallücken hindurch, Josefin den Gang entlang huschen. Wobei er bemerkte das er noch nicht wirklich bereit war hier schon die Flinte ins Korn zu werfen, dafür war Denis viel zu arrogant, als das er sich selbst eingestehen würde an etwas so schnell gescheitert zu sein.

-Was bildet der sich eigentlich ein? Wieso muss er mir so auf die Nerven gehen? Mir überflüssig das Leben noch schwer machen? Von wegen ich könnte wie ein Mensch aussehen...ich bin ein Mensch und nichts anderes, ein Mensch hört ihr, ein Mensch!-, schrie Josefin innerlich. Vielleicht war sie mit der Zeit abgestumpft, vielleicht auch Gleichgültig geworden, doch diese innerliche Angst, das jemand sie nicht als Menschlich sehen würde, war so tief in ihr manifestiert das es selbst diese in der Zeit fest in ihr verankerte Gefühlslosigkeit durchbrechen konnte.
"Entschuldigen sie, aber haben sie auch Malmittel für Ölfarben hier was schnell trocknend ist?", durchbrach die Stimme einer Kundin Josefins innerlichen Protest.
"Was? Ehm ja sicher, kommen sie mit!", führte Josefin die Frau zwei Gänge weiter zur hinteren Abteilung, wo eine ganze Wand nur mit Ölfarben behangen war und daben sich direkt auf den Regalen die Malmittel.
"Dies ist schnell trocknendes Malmittel und dies schnell trocknendes Firniss, ich weiß nicht genau welche Richtung von beiden ihnen besser liegt aber ich für meinen Fall würde ehr das Malmittel empfehlen! Da in dem Firniss ja auch immer etwas Terpentin vertreten ist und dies die Unterschiecht immer etwas leicht mit anfeuchtet und die Gefahr es auf zu lösen mit dem Pinsel besteht", die Kundin nickte dankend und nahm das Malmittel, wo Josefin froh war soviel über all diese Dinge zu wissen, ansonsten hätte sie wahrscheinlich dümmer aus der Wäsche geschaut, als die Kundin fragend.
"Kannst du mich ebenfalls auch so gut beraten und sagen mit welcher Methode ich besser mit dir klar kommen könnte?", ließ die Stimme von Denis, welche direkt hinter ihr erklang, Josefin gleich wieder innerlich angefressen eine Schreiattake bekommen, in der sie lauthals forderte das er das weite suchen sollte, bevor sie ihm Beine macht.
Doch statt ihm dies lauthals entgegen zu fauchen, zog Josefin tief Luft in die Lunge, drehte sich ihm zu und fing unheilvoll an zu grinsen, wie jemand der gute Mine zum bösen Spiel machte.
"Mit mir klar kommen? Ja sicher, gehe mir aus dem Weg! Schau niemals in meine Richtung und vergesse das es mich je gegeben hat! Dann kommen wir prima mit einander klar und könnten fast Freunde sein!", verzog sie das Grinsen auf ihrem Gesicht zu einem langen Strich, der immer wieder mal zeigte, wie zwanghaft sie sich dabei die Lippen selbst aufeinander pressen musste um jedes weitere Wort, was vielleicht nicht so freundlich gewesen wäre, unausgesprochen runter zu schlucken. Denis lachte innerlich amüsiert, wie sie dort vor ihm stand, das Grinsen versuchte zwanghaft auf ihren Lippen zu halten, ihre zuckenden Mundwinkel allerdings auf deutliche zeigten das sie innerlich vor Wut am beben war.
Den Kopf in die Schräglage versetzt, bewies sein noch immer vorhandenes Grinsen das ihre Worte ihn vollkommen unberührt ließen.
"Wie kann ich dir den dann so die Chance geben dich in mich zu verlieben? Wenn ich dir nicht zeigen kann wie scharmant und bezaubernd ich doch bin!", strich er ihr absichtlich trotz des Wissens das sie gleich direkt die Palme hoch gehen wird, Josefin grinsend am Oberarm entlang. Wie erwartet sprang diese auch gleich wie von ner Tarantel gestochen zurück und starrte ihn böse funkelnd mit Augen an die ihn zu durchbohren schienen und wenn es möglich wäre, an Ort und Stelle umgebracht hätten.
"Ich habe mich schon gewaschen!", knirschte Josefin mit den Zähnen.
"Schon gewaschen? Schön für dich! Und was habe ich damit zu tun? Wenn ich dich das mal so neben bei fragen darf?"
Josefin fing unheilvoll in ihrem lautlosen Ton an zu lachen, konnte das wirklich sein? War er wirklich so dumm und sah die Andeutung in ihrem Satz nicht? Die würde selbst ein Kind raus hören können!
"Naja wenn du mich noch mal berührst bekomme ich ne Ekel Attacke und muss mich wieder an der Stelle waschen gehen.. du Pissbirne!", war es zur Abwechslung mal ein wirkliches Grinsen und nicht diese steif wirkende Maskerade, grinse Denis ebenfalls.
Dabei musste Josefin zugeben das dieses hin und her irgendwo etwas amüsierendes an sich hatte, auch wenn sie in diesem Moment noch den Teufel tun würde, als dies wirklich sich einzugestehen.
Früher war sie auch wirklich der Typ für genau solche Spielchen gewesen, necken, ärgern, sie liebte es viel zu lachen und ihre Augen hatten dabei immer diesen einen bestimmten Glanz. Doch nun ließen nur noch Erinnerungen sie ab und Mal traurig lächeln, ein Lächeln welches stet's von Leid begleitet wurde.
"Ich muss jetzt weiter arbeiten!", ging sie trotzig wie sie war an ihm vorbei, den eisigen Schleier wieder über ihre Augen gelegt, war es als ob dieser Moment, dieser eine Augenblick in dem sie beinahe aus diesem Schneckenhaus heraus gekommen wäre, niemals existiert hätte. Unsicher sah Denis ihr dabei nach, konnte es sein das da etwas bestimmtes hinter ihrer Ablehnung steckte? Besaß dieses Mädchen etwas in ihrer Vergangenheit was sie so kalt werden ließ? So viele Fragen die sich anfing in ihm zu bilden, auf die er sich selbst niemals eine Antwort geben könnte, doch fragen, nein das wollte er auch nicht. Was würde es auch bringen? Ein weiteren hasserfüllten Blick? streifte sein Blick im Laden umher, wo es insgesamt sechs Kunden waren, welche den Eindruck hinterließen, nicht so recht zu wissen was sie mit ihrem Geld machen sollten.

Die Dämmerung öffnete nun langsam die Pforten für die Nacht. Die Augen kurz geschlossen, blieb Josefin kurz vor ihrem Haus an der Straße stehen. Tränen der Verzweiflung wollten in Augen anfangen auf zu glitzern, welche nichts mehr als diesen eisig in seiner Gleichgültigkeit stehenden Schleier besaßen.
-Was soll bloß aus mir werden Nadia?-, öffnete sie wieder ihre Augen, langsam und kraftlos. Der Himmel war sternenklar und die Dunkelheit fing an seine Schatten auf alles zu legen.
Auch wenn Josefin vielleicht nur noch die Erinnerung von sich selbst war, innerlich in der Vergangenheit lebte, war sie dennoch stark und robust. Nichtsdestotrotz gab es da immer diese einen Momente, in denen das Leid ihr Herz so emens zusammen drückte, das sie sich wünschte alles einfach nur vergessen zu können und sich heimlich der Drang in ihr hineinschlich für immer diese Welt verlassen zu wollen.
"Du fehlst mir so sehr!", zitterten ihre Lippen. Eine junge Frau welche aufgelöst dort am Straßenrand stand, den Blick hoch zum Himmel, während ihr Herz bitterliche Tränen weinte, man nach außen hin jedoch nichts weiter als diesen gefühlskalten Ausdruck in ihren Augen sah.
-Was?-, blieb Denis stehen, er war ebenfalls auf dem Weg nach hause gewesen, wo er nun Josefin so dort stehen sah. Der für sie üblich teilnahmslose Blick, doch diese Worte?
-Du fehlst mir?-, echoten seine Gedanken. Auf so eine Aussage könnte jede Eventualität passen, doch war es die Rationalität, die Banalität der Eifersucht welche direkt es auf die Liebe avisierte, auf einen Mann. Indessen er mit den Schultern zuckte und weiter ging.
Eine Stunde fast saß Josefine nun schon dort auf der Bank, wo ihr Weg sie anstatt nach Hause in den Park geführt hatte. Winter, es war ja nicht so das Josefin ihn hassen würde, es war lediglich diese verdammte Kälte welche sie grundtief verabscheute. Dennoch schien es als ob weder die Kälte der Nacht, noch die Eisigkeit des Windes, welcher immer wieder peitschend durch ihr Gesicht zog, sie erreichen könnte.
Apathisch in ihrer Haltung, wirkte sie wie eine unbewegliche Puppe, welche weder in dem Moment wo der Wind ihr so harsch entgegen peitschte, noch als sich nun die ersten Regentropfen herab fallen ließen, eine Regung besaß. Gleichgültig starrten ihre Augen ins Nichts, während vor ihnen sich noch immer die Vergangenheit zeigte.

-"Liebe? Natürlich gibt es Liebe auf den ersten Blick!"
"Meinst du?"
"Ja na sicher Josi und irgendwann wird dies auch dir mal passieren, vielleicht unbemerkt aber vielleicht auch bemerkt"------

"Ja Sandra ich würde dir so gerne glauben!", war es eine fließende Bewegung in der Josefin sich erhob, einen Moment noch so dort verharrte um darauf ihren Weg weiter zu führen.

Müde wollte Josefin gerade ihre Haustür aufschließen, den Schlüssel seinem Ziel schon entgegen gebracht, als die gewölbte Scheibe in seiner Spieglung einen Schatten aufzeigte, dem Josefin sich erschrocken zu drehte.
Ein Mann war es der nun dort vor ihr stand, Augen welche hinter einer dünnen Brille ihr Grau standhaft auf sie gerichtet hielten, ging ihr Blick weiter zu den Aktenkoffer, welcher mit ruhiger, beinahe schon angenehm wirkender Haltung locker von ihm gehalten wurde.
Das ganze Bild war unpassend, dieser grau gestreifte Anzug, die Ausstrahlung welche in umgab und deutlich nach enorm starker Autorität schrie, während er ihr noch immer direkt in die Augen sah und anerkennend das er nun ihre Aufmerksamkeit besaß, dem zu nickte.
"Wie lange willst du noch weg laufen Josefine?", blieb das glatte Gesicht trotz ihres irritierten Ausdruckes unberührt.
"Entschuldigung aber wer sind sie bitte?", senkten sich Josefins Augenlieder ein Stück weit, was sie immer zu tun wussten wenn sie etwas gegenüber misstrauisch wurde.
"Wer ich bin? Mein Name ist Dieto, ich glaube das reicht wenn sie meinen Vorname wissen, mein Nachname wird ihnen sowieso nicht sagen!",
Mit kontroversem Minenspiel, verzog Josefin den Mund, sie traute ihm nicht und ihre Gedanken stellten zeitgleich die Frage, ob er es war welcher durch ihr Fenster gestiegen sein könnte?
"Und was wollen sie bitte von mir? Vor was sollte ich den bitte schon weg rennen", zeigte sich beißender Spott in ihrem Ton, ungeduldig und missgestimmt. Es waren Worte die sie so nicht hören wollten und sie mit dem Gesicht des kleinen Mädchens noch immer verfolgten.
"Es wird Zeit das du dich zu dir selbst bekennst Josefine! Und endlich akzeptierst was du bist!"
-Was ich bin?-
"Ja sicher, der König von China! Auf wieder sehen!", drehte Josefin sich um, schloss die Tür auf und wollte ohne einen weiteren Blick in sein Gesicht ihn so dort stehen lassen und einfach rein gehen.
"Nein so einfach werden sie mich nicht los Josefine!", betrat der Mann jedoch ebenfalls den Hausflur.
"Was wollen sie von mir?", blieb sie hastig wieder stehen, mit Wutglühenden Augen, welche sie ihm zornig entgegen richtete.
"Habe ich ihnen doch gerade gesagt!", hob er den Aktenkoffer bis zur Brust an, ein kurzes Klicken drang an ihren Ohren, womit der Koffer geöffnet war.
"Da seht!", war es ein Foto was er hervor geholt und ihr nun präsentativ entgegen hielt. Unwillkürlich hatten Josefines Augen das darauf abgebildete auch direkt erfasst gehabt. Eine Frau, dessen Hände beidseitig bis zur halben Höhe nach oben gehalten wurden. während Blitze zerstörerisch den Eindruck erweckten aus ihrer runden Form, welche sich direkt über sie befand, auszubrechen.
"Was soll das bitte sein?", sah sie ihn eindringlich an, den Körper gerade gerichtet sah sie ihn mit einen Blick an, der auch hätte fragen können: Wollen sie mich verarschen? Doch Josefin wusste ganz genau was dieses Bild zeigte und ebenso die Bedeutung welche dahinter steckte.
"Es gibt alle paar hundert Jahre zwei Generationen, eben Mutter und Tochter, wie ihr und eure Mutter, die anders sind, die besonders sind und eine bestimmte Funktion erfüllen sollen, so etwas wie eine Aufgabe wenn es ihnen mehr zu sagt"
Josefins Blick veränderte sich nicht, desinteressiert und ablehnend, zwei Menschen die dort in diesem Flor voreinander standen, beide die Wichtigkeit des Inhalts kannten und doch auf keinen gemeinsamen Nenner kommen würden.
"Hm, hm!", nickte Josefin kurz, um darauf sich Wortlos wieder umzudrehen und ihre Wohnungstür weiter anzusteuern.
"Sie wissen ganz genau was ich meine Josefine! Wieso laufen sie vor weg? Wieso akzeptieren sie nicht einfach was sie sind, ihre Bestimmung?"
- Leck mich doch am Arsch mit deiner Bestimmung -, schloss sie die Tür auf, welche sie in der selben Bewegung wieder zurück ins Schloss drückte.
Doch in ihrer Wohnung, mit dem schließen der Tür, zerbrach die Maske auf ihren Gesicht, womit Josefin verzweifelt mit dem Rücken an der Tür herunter glitt und demütig ihr Gesicht in ihren Armen vergrub.
-Aufgabe? Weg laufen? Ja ich laufe weg, doch wer würde dies nicht an meiner stelle tun, wer??- , hob sie langsam ihren Blick wieder an, sicher in ihren Gedanken, war es wieder dieser lethargische Schleier welcher ihre Augen bedeckte, womit die schwere ihr Herz wieder verlassen hatte.
Doch flackerte im selben Moment ein Bild vor ihren Augen, ein Lächeln, während die Stimme von Nadia in ihren Erinnerungen erklang.
-Du bist etwas besonderes!-
Als ob dieser eine Satz, diese eine Erinnerung den steinigen Panzer um ihr Herz zerbrochen hätte, schnellte Josefin hoch.
"Ich will endlich wieder leben!", und zog ruckartig die Tür wieder auf, um den Schutz ihrer Wohnung zu verlassen, wobei es nicht mehr die zerbrochene und ängstliche Josefin war, sondern jemand der ebenso im Gang, wie auch im Blick sicherer als jemals zuvor war.

 
Fortsetzung folgt^^...

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.01.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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