Marianne Knip

Urlaub an der Ostsee ...

"Sag mal Sandra, kannst du wirklich nicht mit in den Urlaub fahren, denn ich habe mich schon so gefreut mit zu deiner Tante an die Ostsee zu fahren und nun wird dies wohl nichts werden." "Ach Anne es tut mir wirklich Leid, aber Bernd hat mich gefragt ob ich nicht mit ihm an den Lago Maggiore fahren will und ich will. Aber Anne ich habe schon mit meiner Tante Heike gesprochen und sie freut sich wenn du kommst." "Meinst du wirklich Sandra ich kann da alleine hinfahren." "Ganz bestimmt und langweilig wird es ja auch nicht, denn du kannst ja jeden Tag mit dem Fahrrad an den Strand von Hohwacht fahren und vielleicht triffst du ja deine große Liebe." Lachend erwiderte Anne, "Dein Wort in Gottes Ohr, schön wär’s ja."

Der Tag des Urlaubs kam und Anne freute sich auf die Fahrt mit dem Zug und kam müde nach langer Fahrt in Lütjenburg bei Tante Heike an. Diese umarmte Anne und begrüßte sie herzlich. "Komm herein Anne, ich bin nur froh dass du auch alleine gekommen bist" und zog sie freudestrahlend herein. "Kleine mach dich erst einmal frisch und wo dein Zimmer ist weißt du ja und danach komm herunter und wir trinken Kaffee" sagte Tante Heike und eilte in die Küche. Anne stieg die Treppe rauf und ging in das Zimmer dass sie sonst immer zusammen mit Sandra hatte, nur dieses mal konnte sie es für sich ganz allein benutzen. Sie zog ihre Reisekleidung aus und machte sich schnell im angrenzenden Bad etwas frisch und zog einen Rock und einen leichte Bluse an, denn es war ganz schön warm für den Juni.

Es verging eine herrliche Woche, Anne radelte jeden Tag nach Hohwacht an den Strand zu ihren Lieblingsplatz unterhalb der Steilküste. Langeweile hatte sie keine, denn sie bekam sehr schnell Anschluss. Nur war dieses mal keiner da der ihr wirklich gut gefiel .

Am Sonnabend half sie den Hof zu harken und erschrak, denn plötzlich sprang ein blonder junger Mann strahlend mit einen Satz über das Hoftor und blieb vor ihr stehen. Anne brachte keinen Ton heraus, sie konnte ihn nur anschauen. Plötzlich nahm er Anne in den Arm und küsste sie. Anne wollte sich wehren, aber sie konnte sich nicht bewegen, sie spürte nur noch lauter Schmetterling im Bauch und ganz unbewusst erwiderte sie den Kuss. Wie lange sie so standen, Anne bekam nichts mehr mit, sie sah und hörte nichts mehr bis auf einmal die Stimme von Tante Heike bei ihnen durchdrang. "Sag einmal Jörg was soll denn dies, springst übers Tor und überfällst Anne, tut man so etwas mein Jung." " Ach Frau Lühr ich war doch neugierig auf Anne, denn Michel hat mir soviel von ihr vorgeschwärmt und sie ist noch schöner wie man mir erzählt hat" " und deswegen musst die sie auch gleich küssen." Ach Frau Lühr ich habe mich auf den ersten Blick in ihre Augen verliebt und da konnte ich ja gar nicht anders." "So so und da konntest du nicht anders, na dann kommt man rein ihr zwei, es gibt Kaffee und Kuchen." Jörg nahm die immer noch sprachlose Anne bei der Hand und zog sie rein. Bei Tisch sahen die zwei sich nur dauernd an und keiner sagte ein Wort, bis Tante Heike plötzlich sagte, "hallo an Jörg und Anne, ich bin auch noch da" und schüttelte lachend den Kopf. "Schau doch einer mal diese Beiden an, statt den Kuchen würden sie sich am liebsten gegenseitig vernaschen, na dann mal raus mit euch und Jörg bring mir Anne ja wieder wohlbehalten zurück."

Lachend nahm Jörg Anne bei der Hand und zog sie aus dem Haus und ging mit ihr zum Auto. Erst da brachte Anne ihren Mund wieder auf, "sag einmal was soll den das alles, kommst her, nimmst mich in den Arm und küsst mich so einfach, ziehst mich aus den Haus und rein ins Auto und wohin fahren wir denn überhaupt und wer bist du ?" "Anne entschuldige, ich heiße Jörg und bin der Bruder von Michel. Den hattest du doch im letzten Sommer kennen gelernt und der hat mir schon soviel von dir erzählt. Ach Anne ich habe dich gesehen und mich auf den ersten Blick in dich verliebt" und schon zog er sie wieder an sich und küsste sie ganz zart. Bei Anne wirbelten die Schmetterlinge immer schlimmer herum.

Sie fuhren nach Hohwacht und liefen am Strand entlang in Richtung Lippe und kamen am Yachthafen an. Jörg lief mit ihr über den Bootsteg und hielt vor einen Schiff an, Nahm Anne kurzerhand auf den Arm und trug sie auf das Schiff Anne strampelte lachend und sagte er könne doch nicht einfach auf ein Schiff gehen, aber Jörg lachte nur und sagte "Anne ich kann, denn das Schiff gehört meinem Vater." Er setzte sie ab und zog sie runter in die Kajüte, nahm sie wieder in den Arm und küsste sie leidenschaftlich. Küssend und lachend erzählten sie von sich.

Kurz bevor es dunkel wurde gingen sie wieder zurück nach Hohwacht in ein Restaurant zum Essen und anschließend zum tanzen. Es vergingen noch zwei wunderschöne und glückliche Wochen die sie gemeinsam verbrachten. Doch dann kam der Abschied, denn Annes Urlaub ging zu Ende und sie musste wieder zurück und es fiel ihr sehr schwer sich von Jörg zu trennen. Sie versprachen sich zu schreiben und zu telefonieren..

Anne war nun schon wieder ein halbes Jahr daheim und ihre Sehnsucht nach Jörg wurde immer schlimmer, dazu spürte sie dass etwas nicht stimmte, denn in dieser Woche kam kein Brief und auch kein Anruf. Ihre Gedanken wurden immer trauriger, liebte er sie nicht mehr oder hatte er sie sogar vergessen. Als es an der Tür klingelte wollte sie zuerst gar nicht öffnen, aber dann überwand sie sich doch und machte die Tür auf. Sie konnte es nicht fassen, er stand draußen mit einen Blumenstrauß und lachte sie strahlend an, "Hallo Liebling willst du mich nicht rein lassen und bekomme ich keinen Kuss" und schon flog ihm Anne um den Hals und küsste ihn.

"Ach Anne ich habe es ohne dich nicht mehr ausgehalten und habe mir hier ein Zimmer und Arbeit gesucht und beides hat geklappt und nun bin ich hier und du wirst mich nicht mehr los. Anne war glücklich denn der Mann ihrer großen Liebe war endlich bei ihr und ein Jahr darauf haben sie geheiratet.

 

M.K. ... 04.02.2008

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.02.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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