Yvonne Asch

Verbotene, nächtliche Liebe Teil2 ...Sonnfinsternis

 

Sie lag in ihrem Bett, ihr Gedanken schienen Achterbahn zu fahren genauso wie ihre Gefühle. seine Augen, sein Kuss, warum? Ich darf so nicht denken. Ich muss ihn doch töten, er hat meine Familie umgebracht, oder? Sie wollte sich dafür hassen, dass sie daran zweifelte das er an den Tod ihrer Familie schuld war, er war schuldig und nicht nur an den Mord, warum zweifelte sie also? Nach langen hin und her drehen und nachdenken schlief sie dann endlich ein.

 

Die Sonne schien an diesem Tage, es war ein heißer Sommertag und Shakira, wollte das Wetter  genießen, einfach einmal ausspannen und nichts tun. Vielleicht, so hoffte sie, würde es diesen Abend keinen hungrigen Vampir geben.

Sie legte sich an den See, der gut versteckt an einer Lichtung war, vor erst musste man durch den Wald gehen, bevor man diesen klaren See erreichen konnte und nur wenige wussten von ihn. Was Shakira sehr willkommen war. Sie hatte ihre Augen geschlossen und sonnte sich.

Dabei schwamm sie in einen Meer voller Gedanken

Gottes Engel?

 

Hmm... wie oft habe ich mich gefragt, wann er kommt, wann er mir hilft, und jetzt?

 

Das heißt nur ich kann mir helfen und ich muss weiter die Vampire jagen, bis ich oder der Fürst  tot ist. Dann war es also gar kein Zufall das am dem Tage wo meine Familie ermordet wurde ich verschont wurde obwohl ich in meinen Zimmer war. Gottes Engel, die weise Eulenfeder, hmmm... deswegen flog sie am diesen Tage mir auch in die Hände, wo ich mir das Leben nehmen wollte und der Traum, in den ich sah wofür die Feder gut ist, das diese Feder die Vampire tötet, war einfach meine Bestimmung. Aber ich verstehe es nicht, ich habe keine Flügel, ich wurde auf der Erde geboren und Gott? Gott, hat noch nie in irgend einer Form Kontakt zu mir aufgenommen. Aber der Vampirfürst er muss es wissen, denn er kann es spüren. Vielleicht hat er mich deswegen noch nicht gebissen, damit er mir in einen fairen Kampf gegenüber stehen kann?? Ohh man, was soll ich nur tun? Was soll ich nur denken, wie soll ich handeln??

 

 

Lorenzo stand in seinen Schlafgemach und starrte das Himmelbett an. Keizy hatte sich extra für ihn, ihr neues Nachthemd angezogen, ja er fand sie sah darin auch echt unwiderstehlich aus, aber ihn war nicht danach, nicht danach sich zu ihr zu gesellen und sie zu küssen, zu streicheln, einfach zu lieben. Nein, er schmachtete nach dieser jungen Frau. Wie gut sie geschmeckt hatte, es hatte sich so gut angefühlt, ihre warme Haut zu berühren, mit der Zungenspitze über ihren Hals zu fahren, sie hatte sich nicht einmal richtig dagegen gesträubt.

Wieso war sie Gottes Engel? Er wollte sie doch lieben und spüren, aber jetzt? Jetzt durfte er nicht seinen Verlangen nach gehen, nun musste er sie einfach hassen. Das sie Gottes ersehnter Engel war, war kein Wunder, sie hatte eine gute Seele, sie war unberührt und sie schien ein sehr gutes Herz zu haben. Und wie schön er sie fand, diese feinen Gesichtszüge, diesen zerbrechlichen Körper. Dieser Engel brauchte wirklich keine Flügel.

Keizy wurde langsam ungeduldig, sie sah das ihr Geliebter ganz woanders mit den Gedanken war und nicht bei ihr? Wie konnte er nur? Sie verstand es nicht. Dabei sah sie heute doch einfach verführerisch aus. Nun konnte sie nicht anders als sauer zu reagieren, darauf das er sie einfach so sitzen lies, verhungern lies, dabei war ihr verlangen nach ihm  so groß.

„Lorenzo! Was denkst du dir eigentlich! Ich werfe mich vor dir auf Bett und du????“, schnaubte sie sauer und sprang vom Bett auf, ihre mandelförmigen Augen blitzten ihn wütend an. Er warf ihr nur einen genervten Blick zu. „Keizy, zügle deinen Ton!“, zischte er sie an und rückte die zu gezogenen Vorhänge zurecht die den Raum vor den Sonnenlicht schützen sollten. Sie schüttelte den Kopf, ihr welliges, Pech schwarzes Haar flog wild umher. „Ich kann reden mit dir wie ich möchte immer hin bin ich deine Geliebte! und ich habe alles Grund dazu wütend zu sein! Wo bist du mit deinen Gedanken?“, fragte sie, noch immer mit den rauen Ton. Er drehte sich zu ihr um, musterte sie, sie sah wirklich gut aus, ihre langen, dünnen Beinen, ihre sanften Hüften und ihre Brüste, sie hatte alles was ein Mann verrückt machte,  sie war nicht viel kleiner als er, vielleicht einige cm, aber trotzdem hatte er kein Verlangen nach ihr, sie war einfach nicht so vollkommen, so zerbrechlich und so, zart??

Verdammt! Dieser blöde Engel! Warum fühle ich mich so zu ihr hin gezogen? Sie ist nichts weiter als meine Beute! Ich sollte sie genießen, wenn ich ihr das Blut aus den Adern sauge, der größte Fehler von Gott, ist das er den Menschen nicht die Unsterblichkeit geschenkt har und das er ihnen Mitleid gegeben hat...

„Antworte mir gefälligst!!!“, riss Keizy ihn aus seinen Gedanken, ihre spitzen Vampirzähne blitzten auf. Er starrte sie an und schüttelte den Kopf. „Ich werde noch einmal deinen Ton ignorieren solltest du ihn aber nicht gleich ändern, puste ich dir deine Unsterblichkeit aus deinen Körper! Ist das klar?!“, er lies sie gar nicht erst antworten sondern zeigte ihr mit einer Handbewegung, sie  solle den Raum verlassen. Sauer und vollkommen außer sich riss Keizy die Tür auf und knallte sie hinter sich zu. Er sah ihr verständnislos hinter her „Weiber...“, murmelte er. Dann sah er zu Uhr. Gleich ist es soweit, gleich mein hübscher Engel komme ich zu dir...

 

 

Shakira war Gott dafür dankbar, das es die Sonne gab, denn ohne die Sonne wäre das Leben doch trostlos und sie müsste ständig auf der Hut vor den Blutsaugern sein, aber so? die Sonne gab es, genauso wie es den Mond und die Sterne gab. Drei Götter gab es und zwei davon führten Krieg. Der Sonngott, ihr Gott und der Mondgott, Lorenzos ´Gott. Beide wollten sie das gleiche, jedenfalls fast, die Sonne wollte die Erde ewig erhellen, der Mond, er möchte die Erde ewig im dunkeln erleuchten. Aber eigentlich war es doch alles Schwachsinn, denn gäbe es die Sonne nicht, würde der Mond nicht leuchten, war es nicht eigentlich so, das die Sonne den Mond anstrahlte? Sie verstand die Welt nicht, sie verstand  auch ihren Gott nicht.

 

Der Sternengott, ja er machte es am Besten, er hielt sich aus allen raus, sollten die anderen doch streiten, ihn war es egal.

 

Sie rekelte sich etwas und streckte sich. Öffnete die Augen und schaute zu ihren Pferd hin. Wie es zu erwarten war, fraß er etwas weiter entfernt von ihr.

 

Aber irgendwas geschah, irgendwas würde geschehen, das spürte sie, nur was?

 

Plötzlich, grade als sie sich wieder zurück gelegt hatte, sah sie wie sich ein schwarzer Schatten vor die Sonne schob. Sie bekam eine Gänsehaut, schaute genauer hin aber es war so.

 

Himmel, was geschieht da? Ist es nun soweit? Nein, das kann nicht, ich meine ich habe doch erst jetzt erfahren wer ich bin. Wieso jetzt schon? Ich bin noch nicht bereit.

 

Doch es war nicht zu ändern, Shakira wusste nun was geschah, wie oft hatte sie davon geträumt, wie oft hatte sie diese Visionen, wie oft war ihr dieser Spruch durch den Kopf gehallt: * wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt, und sich der Tag in Dunkelheit gibt.

 

Der Engel erwacht, der Fürst den Tage nutzen kann, dann ist die Schlacht entfacht!*

 

Sie seufzte, griff nach der Feder die neben ihr lag und drückte sie fest, als hätte sie angst, sie zu verlieren. Sie hatte diese Angst sicher auch.

 

Wie soll ich es denn schaffen, ihn die Feder zwischen seine Beiden Augen zu stecken, ohne das er mich vorher beist, er hatte mich doch schon zwei mal fest im Griff.

 

Sie fühlte sich einfach noch nicht bereit, aber wieso tat ihr Gott, ihr dies an, warum nahm er keine Rücksicht auf sie? Nur noch ein kleines Stück dann war die Sonne verdeckt, dann war es dunkel. Sie sah wie gebannt den geschehen zu. Konnte die Sekunden zählen und plötzlich war es soweit, der Tag war in Dunkelheit gehüllt. Alles schien stehen zu bleiben, die Zeit, der Wind und das Wasser. Und es war auch so, alles war stehen geblieben außer sie und der Vampirfürst der sich grade durch die Lüfte bewegte, und sich langsam vor ihr, wieder runter ließ. Shakira sah ihn nervös an, noch immer drückte sie die Feder in ihren Händen. Die Sonnfinsternis hatte begonnen, ihre Schlacht hatte angefangen.

 

Er grinste sie an, seine Eckzähne blitzten gefährlich hervor und er trat etwas näher an sie her ran. „Hallo mein Engel!“, begrüßte er sie schaden froh. Sie schaute ihn fest an, wich seinen Blick nicht. „Nicht deiner, sondern Gottes!“, sagte sie mit ruhiger aber fester Stimme. Er nickte anerkennend. „Richtig, richtig und du möchtest echt die Menschen am Leben erhalten? Überleg doch, die Menschen sterben von ihrer Natur aus, eh irgendwann, also warum hat dein Gott ihnen überhaupt das Leben geschenkt, wenn er es sich doch einfach wieder zurück nimmt? Ich meine ergibt das einen Sinn? Wir hingegen sind für die Unendlichkeit bestimmt!“, sagte er mit einer ebenso ruhigen Stimme. Sie schaute ihn wütend an. „So? wir Menschen kommen wenigstens in den Himmel, denn wir haben eine Seele! Ihr, ihr kommt in die Hölle, solltet ihr sterben!“

 

Er trat einen Schritt näher zu ihr, noch immer stand die Luft still und alles andere auch, und obwohl es um sie herum dunkel war, standen sie Beide in einen hellen, weisen Licht. Als wären sie im nichts.

 

„Meine Kleine, du hast angst richtig? Aber wieso schließt du dich mir nicht an? Du würdest nicht kämpfen müssen und diese Menschen können dir egal s...“,doch sie unterbrach ihn.

 

„Nein, denn ich bin selber ein Mensch!!!“

 

und jetzt hatte sie auch begriffen, wieso Gott sie  auf der Erde, aufwachsen ließ, wieso Gott ihr nicht die Unsterblichkeit geschenkt hatte und warum er keinen Kontakt zu ihr aufgenommen hatte. Nur damit sie sich selber als einer fühlte, damit sie für sie kämpfte, ohne Rückweg, weil sie ihnen nicht egal war, sie ist mit ihnen aufgewachsen, hatte Freunde und Familie hier. Deswegen, damit sie wusste um was sie kämpfte und in   diesen Kampf konnte sie sich auch für ihre Familie rächen.

 

Er trat immer näher an sie her ran und stand nun ganz dicht vor ihr, sah zu ihr her ab. Und sein Grinsen war beiseite gewichen, dann hob er ihren Kopf an, sie ließ es zu, er wollte ihr in die Augen schauen, wollte das sie ihn auch wirklich zu hörte, denn eins hatte der Sonngott auch nicht bedacht: Menschen waren viel verletzlicher, wenn sie traurig waren, dieser Sonngott, hatte einfach zu viel nicht bedacht.

 

Er schaute ihr ernst, in ihre grünen Augen. Sie erwiderte seinen Blick.

 

„Warum hatte dein Gott es zu gelassen das wir deine Familie töten, nur damit du alleine da stehst? Warum hat Gott zu gesehen wie sich seine Menschen selber verletzten und bekriegten und er hat nichts getan? Und du? Du ...“, er fing leise an zu lachen, dieses Lachen, berührte Shakira sehr, sie bekam wieder eine Gänsehaut. Sein Blick wurde noch fester. „Du meine Süße, hast dich feige in deinen Zimmer verkrochen und hast zu gesehen wie sie deine Familie ermordeten, denn sie suchten dich! Sie haben die ganzen Menschen hier auf Erden getötet um dich zu finden,  sie waren in der Hoffnung irgendwann dich zu finden und das richtige Blut zu trinken, wir töteten nicht mehr aus Hunger!“, er hielte inne, zog ihr Kinn wieder mit seinen Fingern hoch, da sie sich seinen Griff entzogen hatte, denn sie ertrug seinen kalten Blick nicht mehr und schämte sich trotz allen ihn noch anziehend zu finden. Doch jetzt fing er ihren Blick auf, er zwang sie förmlich dazu ihn in seine blauen Augen zu schauen. „sondern, wir töteten aus Wut! Dich zu finden, alles nur deine Schuld, das so viele Menschen sterben mussten und dann versteckst du dich auch noch feige in deinen Zimmer!“. Nun verstummte sein Lachen und er schaute sie Vorwurfsvoll an. Dann sah er etwas in ihren grünen Augen was er sich erhofft hatte.  Sehr gut, Kleines. Weine! Mach dir Vorwürfe und fang an, an dir zu zweifeln! Denn ein Mensch in Trauer ist nicht stark er ist schwach, ich werde dich Seelisch fertig machen!

Ja, Sonngott! Du hast an so viele Schwächen deiner Wesen nicht gedacht! Ich werde genau das ausnutzen, seh gut zu, wie ich deinen Engel vernichte!
Trotz der Trauer im ihren Gesicht und den Tränen die sie versuchte zurück zu halten, hatte ihr Blick noch etwas, aber das gefiel ihn überhaupt nicht. Trotz der ganzen Angst, Wut und Traurigkeit, sah sie ihn wie eine Verliebte an.

 

Aber wieso? Wieso, tust du das. Oh mein kleiner Engel. Ich würde dich so gerne küssen...

Nein ich darf und werde nicht, ich werde dich vernichten!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.03.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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