Marianne Knip

Wanderung durch die Weinberge

Es gibt nichts schöneres als an einem herrlichen Sonnentag über die Weinberge zu wandern, den Blick schweifen zu lassen. Es ist so ruhig hier und ich genieße diese herrliche Luft hier oben.

Man kann in den Weinbergen so vieles entdecken, genau wie diese kleine Eidechse, die wärmend auf dem warmen Stein die Sonne einfängt. Huch was huscht denn da über meinen rechten Fuß, oh wie niedlich eine kleine Maus, dreht sich kurz zu mir um und ihre süßen schwarzen Knopfaugen sehen mich kurz an und schon verschwindet sie hinter dem großen Stein. Ich mag diese niedlichen kleine Mäuse, mit ihren süßen Nase und das Fell so weich wie Samt.

Laufe weiter den Berg hoch und komme an einer kleinen Wiese vorbei und staune, so viele Grashüpfer habe ich schon lange nicht mehr gesehen, ob ich es noch schaffe einen zu fangen. Gesagt und getan, ganz schnell zugegriffen und schon hatte ich einen zwischen meinen beiden Händen, ach wie das kitzelt und schaute ganz vorsichtig in meine leicht geöffnete Hand und schwupps landete er auf meiner Nase. Da saß er nun, wahrscheinlich genauso so erschrocken wie ich und weg war er auch schon.

Beim weiter laufen hörte ich etwas rascheln und als ich näher hinschaut sah ich einen Igel und als ich nach ihm langte, rollte er sich schnell zusammen. Nahm ihn vorsichtig in meine Hand, es pikste ganz leicht und setzte mich mit ihm auf den großen Stein am Wegesrand, drehte ihn vorsichtig um und fing ganz leicht an ihn, an der Stelle, wo sein Köpfchen eingerollt war, zu kitzeln und ganz langsam streckte er sich und sah mich mit seinem niedlichen Gesicht an und das Näschen zitterte leicht und dann kraulte ich ganz zart seinen Bauch und das schien ihm zu gefallen, denn er streckte sich immer weiter. Nach einer Weile setzte ich ihn vorsichtig auf den Weg, er bliebe noch kurz stehen und verschwand dann langsam zwischen den Rebstöcken.

Über mir kreiste ein Bussard, der hielt bestimmt Ausschau nach einer Maus. Ach wie hübsch, ein Zitronenfalter flattert an mir vorbei, wunderschön zart sieht er aus und was mir auch auffällt, die Vögel zwitschern hier oben viel schöner.

Erreiche nach kurzer Zeit eine kleine Bank,. setze mich hin und genieße den Ausblick. Lasse meinen Blick langsam über das Neckartal gleiten, hinüber auf die Filderebene wo man die Flugzeuge starten und landen sehen kann. Links von mir fällt mein Blick auf Esslingen,. es ist die Stadt in der ich mich sehr wohl fühle, mit seinem Altstadtkern, der mich immer wieder begeistert und weiter hinten in der Ferne sieht man die Alb im bläulichen Schimmer liegen. Eine herrliche Ruhe herrscht hier oben und man hört den Lärm des Alltags nur gedämpft hier. Eine leichte Trägheit überkommt mich und ich komme ins träumen, mir fallen wieder Episoden ein, die ich in meiner Jugendzeit hier oben erlebte. Es war einen wunderschöne Zeit, die ich niemals missen möchte

Langsam muss ich nun doch ans heimgehen denken, denn ich bin ganz schön müde, ausserdem ist es noch ein ganz schönes Stück zu laufen. Aber es war schön und es ist einfach nur herrlich was man da alles so entdecken kann, auf so einer Wanderung durch diese herrlichen Weinberge über dem Neckartal.

 

M.K: ... 27.05.2007.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.03.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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