Yvonne Asch

verbotene,nächtliche Liebe..Teil 5...Schmerzende Qual

 

Das Wasser der Dusche lief an ihrem Körper hinab, ein Monat war nun bereits vergangen, einen Monat hatte sie ihn nicht wieder gesehen und ihr normales Leben weiter geführt. Nein, eigentlich hatte sie ihr normales Leben schon an den Tag verloren als ihre Familie sie verlassen hatte, als sie wusste das sie die Vampire töten musste, aber zu den Zeitpunkt war es eigentlich mehr der Hass und die Wut wes wegen sie sich jede Nacht mit den Vampir jagen befasste, sie wollte nur ihre Familie rächen. Und jetzt? Nun wollte sie sich nicht nur rächen, jetzt musste sie das Leben der Erde schützen, die Menschen, die Tiere und überhaupt, ihren Gott, von den sie eigentlich so gut wie nichts wusste.

Langsam rutschte sie an der Wand der Dusche hinab, das Wasser mischte sich mit ihren Tränen die sie still vergoss... Ihre Gedanken waren wirr durch einander und erst recht ihre Gefühle.

Ich bin ein Engel, warum nur ausgerechnet ich? Ich meine weshalb hat er mich ausgesucht, ich bin doch nichts weiter als schwach und nicht besonders tapfer.

Sie umschlang mit den Händen ihren Körper. Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren, mit Sicherheit duschte sie nun schon eine Stunde lang. Aber noch immer fühlte sie sich elendig und dreckig. Das sie mit Lorenzo geschlafen hatte, konnte sie aus irgendeinen Grund tief in ihrem Herzen einfach nicht hassen, es geschah doch von ihr aus liebe und als es geschah, da hatte sie doch auch gefühlt das er auch mehr für sie empfand. Hätte sie sich denn so sehr täuschen können?

Sie hatte seit der Nacht, weiter mit der jagt und den töten der Vampire gemacht, einige haben sie ausgelacht und gesagt sie wüssten von allem, andere wiederum hatten sie erst eine weile bewundert, wegen ihren Flügeln, die sie nun ewig mit sich rum tragen musste, ja ewig, ihr Vorteil war es, dass sie es bestimmen konnte, ob ein Mensch sie sehen würde oder nicht, aber sie sah sie immer. Die Flügel erinnerten sie immer daran was sie war, was ihre Aufgabe war, das sie unsterblich war und das er ihr dabei geholfen hatte.

Sie schaltete das Wasser der Dusche ab.

Nein, ich glaube einfach nicht das er mich nicht liebt!

 

Sie stieg aus der Dusche hinaus, ergriff ein Handtuch und wickelte sich darin ein. Wie so häufig noch, waren ihr die Flügel auch dabei wieder lästig und fliegen konnte sie mit ihnen auch nicht! Sie hatte es zwar schon ausprobiert aber sie wusste einfach noch nicht wie es funktionieren sollte.

 

 

Keizy griff nach ihren Weinglas und trank das frische Blut daraus. Sie sah zufrieden durch die Runde. Wirklich alle wichtigen Leute des Rates waren erschienen. Auch Lorenzo saß am Tisch, ihr gegenüber. Sein Blick war kalt, als sie ihn kurz anlächelte. Sie stellte ihr Glas zurück auf den Tisch und betrachtete die vielen alten Vampire, der älteste von ihnen war 400 Jahre alt, natürlich war er keines falls  gealtert, er hatte sein junges Alter von 23 behalten, jedenfalls vom seinen Körper her.

„Ihr wisst das die Zeit knapp wird und es nun bald endlich geschehen muss?“, fing sie die Besprechung an, ihr machte es sichtlich spaß.

„Lorenzo muss das Mädchen, ich meine natürlich den Engel, bei der nächsten Sonnfinsternis töten, denn ansonsten, könnte es dazu kommen das ihre ganze vollkommende Göttlicheverwandlung beginnt und jeder weis was das heißt!“, sie sprach laut und ruhig.

Die Vampire fingen an zu tuscheln und diskutieren, doch Lorenzo grinste nur, schaute belustigt durch die Runde und erhob sich dann aus seinen Stuhl. Keizy sah ihren Fürsten nur verwundert an.

Jeder war sofort still als er stand und bereit war zu sprechen.

Noch immer lag das Grinsen auf sein hübsches Gesicht.

„Nun darüber meine Freunde, braucht ihr euch keine Sorgen mehr zu machen...“, Getuschel ließ ihn inne halten, er hob die Hand. Allen waren wieder still.

„Ich habe ihr, ihre Unschuldigkeit genommen und ihr wisst das jeder Engel der Sonne unschuldig sein muss, für die vollkommende Verwandlung und für ihren aufstieg in den Himmel! Also macht euch keine Sorgen. Außerdem habe ich sie seelisch geschwächt“.

Keizy sah ihn ungläubig an, denn sie konnte kaum glauben was sie hörte, sie hatte nie erwartet das er dieses Mädchen so sehr benutzen würde. Sie war sich sicher gewesen das er den Engel liebte. Aber ihr war das nur recht, denn um so besser, sie mussten leichtes Spiel mit ihr haben. Ein anderer Vampir erhob sich aus seinen Stuhl, sein kurzes, blondes Haar, hatte er sorgfältig gestylt und der schwarze Anzug war von einen guten Designer.

„ich hatte nicht den Eindruck gehabt das sie schwach ist, als sie meiner Frau einer ihrer Feder in die Stirn rammte, ich konnte grade noch fliehen! Sie ist stark, stärker als denn je!“, sagte er mit Zorn in der Stimme, dann setzte er sich wieder. Lorenzo nickte.

„Verlasst euch drauf, bald gehört uns die Erde!“, sagte Lorenzo mit fester Stimme.

 

 

Shakira musste einfach wieder unter Menschen, sie schien vor Einsamkeit schon fast  durch zu drehen. Somit hatte sie sich ein rücken freies, kurzes, grünes Kleid an gezogen. Rückenfrei deswegen, weil sie sonst Probleme mit ihren Flügel gehabt hätte. Ja, das Kleid sah auch echt klasse aus, es war nicht zu aufreizend aber es betonte ihre Figur und ihre langen, schlanken Beine. Ihre Haare hatte sie sich hoch gesteckt.

Jetzt war sie auf den Weg zu Phil einen Freund, den sie schon kannte seit sie 6 war.

Er hatte sie heute gebeten mit ihm etwas zu trinken zu gehen, in einen kleinen Bar. Es kam ihr recht, sie brauchte Ablenkung.

Er wartete schon auf sie an der Brücke im Park wo sie sich treffen wollten. Phil strahlte übers ganze Gesicht als er Shakira kommen sah, sofort schloss er sie in seinen Arm und hielt sie fest an sich. „Meine Güte Shakira, ich hab dich schon so lange nicht mehr gesehen und wie hübsch du heute aus siehst!“. Sie musste lächeln, genau das brauchte sie heute, einen guten Freund, Komplimente und nichts als das normale Leben, was sie vorgab zu haben.

Er lies sie los und musterte sie nochmals. Sie musste grinsen. „Ich freue mich auch echt dich heute wieder zu sehen Phil. Wie geht es deiner Freundin?“

Er legte seine Hand auf ihren Rücken und führte sie den Parkweg entlang, der von Laternen erhellt wurde. „Och, na ja eigentlich geht es ihr gut, sie lässt auch aus richten, dass du dich mal wieder bei uns blicken lassen sollst und sie wäre gerne mit gekommen nur muss sie jetzt arbeiten“. Shakira nicke.

„Ja, das lässt sich ja leider nicht ändern und sag ihr ich komm so bald ich nicht mehr so viel  zu tun habe!“

er seufzte und schüttelte den Kopf.

„Shakira, du solltest auf hören dich so für deinen Job auf zu opfern, du bist jeden Abend unterwegs und was verdienst du? Nicht mehr als 700 lächerliche Euro und dabei machst du kein Abend ne Pause!“

Shakira muss grinsen und stößt ihn leicht in die Seite „Und was mach ich heute Abend?“, fragt sie ihn dann  grinsend. Er atmet laut aus. „Toll ein Abend! Dafür haste jetzt aber auch einen Monat durch gearbeitet in den kleinen Kaffee!“.

Sie hatte ihn und seiner Freundin Lisa erzählt das sie in einen Kaffee arbeiten würde, an der Autobahn, welches Tag und Nacht auf hat und das sie nun mal für Abends eingestellt wurde. So stellte er ihr keine dummen Fragen, weil sie jeden Abend beschäftigt war und keine Zeit hatte, immer hin konnte sie ihn ja schlecht erzählen das sie auf Vampir jagt ging.

„Nun komm schon! Darüber haben wir oft genug diskutiert. Mir macht die Arbeit dort halt spaß und....“, plötzlich hielt sie inne, ein Mann kam auf Beide zu, dunkler langer Mantel, er trug eine Kapuze, obwohl es doch eine heiße Sommernacht war und sein Blick war nach unten gerichtet. „Hallo?? Shakira?“, holte Phil sie wieder aus ihrer Starre. Sie riss sich von den Mann los und schaute Phil nun an. „ja ja, hab nur grade geträumt, also was wolltest du mir noch erzählen?“, fragte sie ihn dann leicht durch einander. Er musste lächeln und schüttelte den Kopf „Du olle Träumerin, du hattest mir grade was erzählt als du einfach nur noch verstummt warst selbst meine drei Abers, hast du nicht gehört!“.

Der Mann ging an Shakira vorbei aber sie schenkte ihn keine Aufmerksamkeit sondern war noch bei Phil mit ihren Kopf.

Er schaute sie nicht an, schaute immer noch auf den Boden, dann hauchte er ihr ganz leise beim vorüber gehen etwas zu: „Eulen sind Nachtwesen!“.

Die drei Worte trafen sie wie ein Blitz, sofort blieb sie stehen und drehte sich zu den Mann hin, der aber nicht einmal zurück blickte sondern einfach seinen Weg fort setzte. Diese drei wurde schallten durch ihren Kopf. „Eulen sind Nachtwesen!“, wiederholte sie die Worte vom dem Unbekannten, dessen Stimme ihr nicht einmal bekannt vor kam. Phil sah seine Freundin fragend an, er wusste nicht was sie wollte, warum sie stehen geblieben war und den Mann hinter starrte. Er legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Wie Eulen? Wie kommst du nun auf das Thema?“, fragte er sie leise, als hätte er angst, sie wie ein scheues Reh zu verschrecken.

Nur langsam drangen die Worte von Phil zu ihr durch.

 

Eulen sind Nachtwesen. Aber er hat recht, das sind sie, nur wieso war ich überzeugt meine Feder war eine Eulenfeder? Überhaupt wer war der Mann? Ich kannte seine Stimme nicht.

 

Nun wurde Phil langsam ungeduldig, er drehte sie mit einen Ruck um, zu sich, eine Strähne die sie nicht mit hoch gesteckt hatte, flog im Winde. Sie sah ihn mit großen, fast schon durch dringenden Augen an, ihn fesselten diese grünen, fast ähnelten Augen. „Shakira? Was hast du?”, fragte er nun vorsichtig. Sie hörte seine Stimme, seine Besorgnis, langsam schaffte sie es sich wieder zu fangen und sie er zwang sich ein Lächeln.

„Nichts, wirklich gar nichts, es tut mir leid ich war nur kurz abgelenkt. Aber es geht mir super!“. Sie kniff ihr eines Auge zusammen und grinste wie ein kleines Kind. Er schüttelte den Kopf und seufzte. Dann legte er ihr wieder seine Hand auf den Rücken und sie gingen ihren Weg weiter.

 

Eulenfeder? Was hat das alles zu bedeuten, und wer war er? Ein Vampir? Wollte er mir angst machen? Ich verstehe nichts mehr. Aber es war doch eine Engelsfeder, das meinte doch Lorenzo.

 

Sie sah auf den beleuchteten See, wie die Sterne in ihn funkelten und der Mond, sah so friedlich und geheimnisvoll aus. Wie konnte ein Gott auf solch einen Planeten, so voller Hass und Dunkelheit sein?

Phil bemerkte das sie noch immer nicht ganz da war, mit ihren Gedanken und sie stoppten. Er stand noch immer neben ihr und sein Blick folgte ihren auf das Wasser hinauf.

„Shakira, was bedrückt dich?“

„ Es geht mir gut!“

„Nein, das ist nicht wahr, wieso lügst du mich nur an?“

„Du hast recht, es geht mir nicht besonders gut!“

„Was ist los? Dann rede mit mir ich dachte wir erzählen uns alles?“
“ Ich kann dir das nicht erzählen, es tut mir leid du könntest es nicht verstehen.“

Es tat ihr weh, das zu sagen, ihn ihr größtes Geheimnis zu verschweigen, aber es war besser so. für ihn und für sie.

„Das macht mich traurig.“, sagte er sanft und sah nun ebenfalls, auf den schimmernden Mond im Wasser.

„Ich werde es dir irgendwann alles erklären aber noch geht es nicht!“

er seufzte, streichelte ihr dann sanft über den Rücken, er konnte ihre Flügel nicht fühlen, denn für ihn waren sie einfach nicht da, da Shakira es so wollte.

„Ich kann dies zwar nicht verstehen und es macht mich traurig dich so zu sehen. Aber ich werde deine Meinung akzeptieren und hoffen du wirst eines Tag den Mut haben mit mir zu reden“, seine Stimme war so sanft und verständnisvoll, so das es in ihr etwas knackte, das knackte, was sie sich zum Selbstschutz erbaut hatte, ihre Kraft, ihre Kalte Seite, hart zu sein, Stark zu sein. Aber jetzt konnte sie nicht mehr, sie fühlte sich zu  oft alleine und dann noch Lorenzo der sie so verletzt hatte, den sie liebte, aber der sie töten würde, würde sie ihn nicht umbringen. So kam es das sie alles verlor an Kraft in diesen Moment und einfach nur noch die junge, menschliche Frau war, die in der Pubertät war und nur von Gefühlen so strahlte. Die Frau die alleine war und keinen anderen halt hatte als sich. Somit viel sie in seinen Arm, drückte sein Hemd fest in den Händen und vergrub ihr Gesicht in sein Hemd, drückte es an seinen Oberkörper, sie fing an zu weinen, ihr Körper zitterte vollkommen.

Er wusste gar nicht was hier grade geschah, verstand nicht was in ihr solch eine Trauer auf gerufen hatte, diese starke Frau die sonst vor Fröhlichkeit und Mut strahlte, war plötzlich so klein, verletzlich und hilflos, sie lag in seinen Armen und weinte, weinte aus tiefster Seele. Er schlang nun endlich seine Arme um sie und drückte sie fest an sich. Ließ sie wissen das sie nicht alleine war, das er sie beschützen würde und für sie da war. Er sagte nichts, hörte nur zu wie sie weinte und bitterlich zuckte ihr kleiner, schlanker Körper an den seinen. Er drückte sie so fest, als hätte er angst sie zu verlieren. Fragte sich was sie nur hatte und was er tun konnte.

Lorenzo sah mit dunkler Miene auf die Beiden, unter der Laterne hinab. Er hatte sich auf einen der Äste der alten Eichel gestellt und hatte sie schon eine ganze weile beobachtet, nun rührte es Gefühle in ihn, sie da stehen zu sehen, so zerbrechlich und klein.

Du dummer Engel, das du einfach so naiv sein musst und das du dich auf einen Kampf mit mir geeinigt hast, ich wollte dich an meiner Seite stehen haben, und nicht gegen über von mir. Jetzt bin ich dein Feind...

Er senkte seinen Blick, seine Gedanken waren so durch einander, Gefühle wie Feuer drangen durch seinen ganzen Körper, er wollte sie doch nur in seinen Armen halten und sie trösten, dabei war er doch der Grund wes wegen sie so bitterlich weinte, das hatte er gewollt, genau das und jetzt? Er konnte seine Gefühle zu ihr nicht akzeptieren er durfte es nicht.

Nun richtete er seine Eisblauen Augen wieder auf die Beiden unten, die noch immer so dastanden und sich fest hielten. Menschen. Einfach nur wertlos, sie lassen sich von ihren Gefühlen nieder reizen, zerschmettern und so gar ins Grab bringen. Nichts wäre verloren ohne sie, oder?

 

Natürlich nicht.

 

Er sprang elegant in seinen schwarzen Anzug hinunter, sein längeres, dunkles Haar wehte im Winde als er plötzlich auf den Boden mit den Füßen auf kam und zu Boden sah, stand direkt gegen über von ihr und hinter Phil. Sie spürte ihn, hatte seinen Sprung gehört und hob den Kopf, öffnete die Augen und hielt inne, mit ihren Tränen, Gedanken schossen durch ihren Kopf, sorgten für Verwirrung.

Langsam hob Lorenzo seinen Blick, seine eisblauen Augen starrten zu den Beiden, seine rote Pupille loderte vor Verzweiflung, Hass, Wut und Liebe, die er in sich selber besiegen wollte.  Er dachte an die Nacht mit ihr, wie schön es gewesen war, als es nichts gab außer sie Beide und ihre Körper, ihre Liebe war so entflammt gewesen und nun?

Er schüttelte die Gedanken aus seinen Kopf hinaus!

Richtete seinen Muskellösen Körper auf und sah Beide fest an.

„Habe ich dir nicht gesagt ich werde dich töten?“, fragte er mit einer solch kalten Stimme, das sie angst hatte ihr Herz würde erfrieren. Phil ließ erschrocken die junge Frau in seinen Armen los und drehte sich zu Lorenzo um und Shakira konnte nun, mit verschmierter Schminke auf Lorenzo schauen.

Ihre Augen flackerten und ihr Blick fing den seinen an, sie sah ihn so fest und verzweifelt an, so bittend, so flehend den Schmerz von ihr zu vertreiben. Es tat ihn schon fast weh, nicht nur fast, es tat ihm weh. Er weis noch genau wie er sie das erste mal im Mondlicht gesehen hatte. Hoch auf ihren Ross, stolz und voller Macht, entschlossen war sie gewesen, von sich und von dem was sie tat. Jetzt war von dem Mädchen nichts mehr über geblieben, außer ihrer Schönheit und ihrer Ausstrahlung.

Ihre Flügel hingen schlapp hinab, er hatte das Bedürfnis, sie einfach zu schützen, aber vor was? Er hätte sie dann ja vor sich selber beschützen müssen. Er vertrieb seinen Wunsch und seinen Schmerz aus seinen Kopf.

Sie sagte nichts. „Ich habe doch gesagt, Gefühle machen einen nur schwach und das bist du jetzt Shakira, du bist schwach und klein!“, seine Stimme war laut. Phil verstand nur Bahnhof aber er mochte es nicht wie der Fremde mit seiner besten Freundin redete, also richtete er sich auf und sein Blick wurde stark und vollkommen entschlossen.

Phil war nur etwas kleiner als Lorenzo und wirkte etwas kraftloser, obwohl er schon wirklich gut gebaut war, doch auch obwohl Lorenzo stärker als er aussah ließ er sich dies nicht anmerken. Er trat entschlossen einen Schritt auf den Vampir zu, sah ihn fest in die Augen, innerlich erschrak er, als er den roten Glanz seiner Pupille sah doch er ließ sich nicht entmutigen. „Reden sie nicht so mit ihr oder...“, sagte er mit starker Stimme, doch sofort unterbrach Lorenzo ihn zornig: „Oder was?“. Seine Augen blitzten vor Wut, wie konnte dieser Sterbliche sich da nur einmischen, fragte er sich.

„Sie werden dann schon sehen, also entschuldigen sie sich bei ihr!“, ließ Phil sich nicht unter kriegen. Doch Lorenzo ignorierte diesen und Schritt nun auf Shakira zu die regungslos zu ihn sah, er packte sie an ihren Hals und drückte ihn fest zu, sie schrie kurz vor schmerz auf, als sie spürte wie seine Hände sich an ihren Hals drückten, wie er ihr in die Augen blickte, voller Hass, sie bekam kaum mehr Luft. Sein Druck wurde stärker. „Ich werde dir alles an Kraft stehlen, du dummes Kind! Alles, was dich an Leben erhält werde ich vernichten, verstanden? Alles! Bis du endlich verloren hast! Dieses Spiel werde ich gewinnen!“.

Phil hörte Lorenzos Worte und sah schockiert wie er seiner Freundin den Hals zu  drückte. Nun loderte nur noch Wut in ihn auf und Hass steuerte ihn vollkommen. Er lief zu Lorenzo hin und packt den Vampir an der Schulter, er riss ihn mit solcher einer Wucht von Shakira weg, das Lorenzo zu Boden flog. Shakira rang nach Luft und viel auf die Knie, sie keuchte und atmete gierig die Luft ein. Phil blickte wütend auf Lorenzo hinab. Dieser blitzte ihn ebenfalls voller hass an und sprang blitzschnell auf, wie Zauberei stand er plötzlich hinter Phil und packte diesen an seinen Schultern hielt ihn fest mit einer unbeschreiblichen Kraft.

„Du hättest dich nicht einmischen sollen!“, zischte er ihn zu und roch das Blut in Phils Halsschlagader. Er grinste. Shakira kam nun endlich zu sich und sprang auf die Beine, aber zu spät sie sah nur noch wie Lorenzo seine Zähne grob in den Hals von ihren Freund grub und sein Blut drang. Phils Augen weiteten sich und pure Angst war in seinen Augen zu sehen, dann sah er wie Shakira etwas vor ihn stand und ihn voller Verzweiflung anstarrte. „Neinnnn!!! Lorenzo!!! Neinnnn!!!“, schrie sie mit zittriger Stimme, aber ihre Worte hallten durch den ganzen Park. Lorenzo hörte nicht damit auf, den Lebenssaft aus Phil zu saugen.

Seine Beine, Arme und sein Herz wurden immer schwächer. „Shakira, lauf weg, rette dich...“, drang seine Stimme kaum hörbar zu ihr, nun endlich zog sie eine Feder aus ihren Flügeln und schoss sie auf Lorenzo zu, doch er hielt einfach seine Hand hoch und fing sie auf. Dann wich das letzte bisschen Leben aus Phil und sein Körper war schlapp, seine Augen lehr. Shakira rannen Tränen übers Gesicht, Frust, Trauer, Wut und Angst, durch drängten ihren Körper, machten sie schlapp und ließen sie wieder zu Boden sinken. Lorenzo zog seine Zähne aus den nun toten Fleisch von Phil und ließ ihn los, dessen Körper sackte zu Boden und er flog auf den Bauch, nach vorne, regungslos lag er nun da. Lorenzo wischte sich das Blut von seinen Mund, sah dann zu den völlig kaputten Engel hin, dann grinste er sie an. Aber er merkte wie er sich selber hasste, er spürte wie er sich selber an ekelte. Doch er musste sie einfach bis aufs kleinste Schwächen und klein machen und nun war sie klein und schwach.

Er erhob sich in die Luft, sah wie sich ihre Hände in den Boden gruben und sie sich dran fest hielt dann schrie sie und schleppte sich zu Phil hin, nahm seinen Körper in den Arm und drückte ihn an sich, sie wiegte ihn, wie ein kleines Kind, in ihren Armen, endlos Tränen flossen an ihr hinab und sie weinte bitterlich. Es ließ fast sein Herz zerspringen, so schlimm war es, wie sie da saß und vollkommen fertig den toten Mann in ihren Armen wiegte. Er sah nun weg hinauf zum Mond. „Ist es euch so recht, mein Herr? Habt ihr das gewollt? Ich bin wirklich ein Monster! Ihr habt ein Monster erschaffen!“, seine Stimme war leise, aber der Sommerwind trug seine Stimme durch die dunkle Nacht, endlos umher....

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.03.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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