Yvonne Asch

verbotene, Nächtliche Liebe... Teil 9... Zeit und die Erde

Das nicht wir, sondern sie schlecht ist für die Menschen…

 

Aber wie soll ich dies verstehen? was wird hier grade gespielt?

 

Sie war so nett, wieso? Versuchen sie mir meinen Glauben zu nehmen und mich so zu schwächen? Oder steckt da viel mehr hinter als ich immer gedacht hatte?

 

Ihre Gedanken schienen im Kreis zu laufen, immer wieder kam sie zu keinen Ergebnis, sie wusste nicht was das ganze hier sollte, warum sie auf den Mond war und hier im diesen Kerker saß.

Das schwache Licht der letzten Kerze, in ihrem kalten Gefängnis, fackelte Tapfer als letzter Überlebender weiter. Schenkte Shakira noch ein paar tröstende Lichtspielchen und ein bisschen Wärme.

Sie hatte sich in die Decke eingekuschelt und saß unter dem Fenster auf dem Boden, ganz im Dunkeln, gegenüber von ihr tanzte die Einsame Kerze.

Als die Mondgöttin zu ihr meinte sie wäre schlecht für die Menschen, ist sie total ausgerastet, hat um sich getreten, geflucht und hatte Lorenzo ihr Knie in den Bauch gerammt, aber er war stark und brachte sie schnell zurück in ihren Kerker. Nun saß sie hier vollkommen alleine, im Dunkeln und ein kleines hoffnungsvolles Licht der Kerze, versuchte sie aufzumuntern, auch die Kerze war nun ganz alleine, ihr Freunde waren schon verbraucht und so schenkten sie sich beide einander Trost.

Sie zog die Decke an sich und schaute in das Feuer der Kerze.

Wieso nur half ihr Gott ihr nicht? Wieso ließ er sie ganz alleine hier sitzen? Spürte er denn nicht das sie am Ende war mit ihrer Kraft?

 

Norifana stand am Fenster des großen Musiksaal’ s ihr rotes Kleid schimmerte im Lichter spiel der Kerzen und ihr Blick gehörte den vielen Sternen die so prachtvoll am Horizont strahlten. Sie wusste dass sie nicht mehr alleine im Raum war, aber sie sagte nichts, sollte er das erste Wort haben, so wie er doch auch immer das letzte Wort haben wollte.

Lunachter stand mit fragendem Blick hinter seiner Gattin, die wieder einmal die Schönheit selbst war. Er wusste das sie noch immer sauer war und das sie noch immer ihn dafür hasste, aber er wollte doch endlich frieden, frieden für sich und sein Volk, wieso verstand sie dies nur nicht?

„Norifana meine Liebste, ist es nicht wieder mal ein prächtiger Himmel?“, fing er vorsichtig an und strich sich durch sein schwarzes, kurzes Haar. Er wusste sie kochte vor Wut, das spürte er und sah er. Wie sie da stand, vollkommen angespannt.

„Was du von mir verlangst, ich, ich verstehe dies nicht!“, sagte sie nun mit bebender Stimme, ihr blauen Augen fixierten eine Sternschnuppe die knapp an ihrem Mond vor bei flog.

Er nickte, kratzte kurz seinen Bart und trat dann vorsichtig einen Schritt näher zu ihr hin.

„Aber nur wir gehören zusammen, nur wir dürfen uns lieben!“, er musste sich zusammen reizen nicht zu schreien. „So? du bist der Meinung unsere Liebe muss ewig halten? Aber findest du nicht das die Ewigkeit verdammt lange ist?“ ein Lächeln umspielte ihre Lippen, denn sie wusste das die Ewigkeit lange ist, sie hatte schon vor einer Ewigkeit aufgehört ihr Alter zu zählen. „Ja, natürlich ist sie lang, aber ist es nicht schön dass sie es ist? Und ich lasse mir das alles nicht nehmen nur weil ihr Beide ein Gefühlchaos bekommen habt! Seht ihr denn nicht was dabei geschehen ist!“, er trat ganz zu ihr an das Fenster und zeigte auf die Erde, die als winziger Punkt im Universum schwebte, sie folgte seinem Blick. „Ich bin  nun der, der dies wieder gut machen wird, vertuschen wird, leugnen wird. Ich lasse nicht zu das die ganzen Götter über mich und dich lachen! Ihr habt mit der Zeit gespielt! Ihr wusstet doch was dadurch geschehen kann, habt ihr dies so gewollt?“, seine Stimme erstarrte fast. Dann wandte er sich von ihr, er bemerkte nicht einmal die Tränen die sie still vergoss. „Ich, Norifana, liebe die Ewigkeit und unser Volk auch. Wenn es dir nicht gefällt musst du etwas finden, was nur die schadet und nicht uns allen!“.

 

Keizy betrachtete ihr Kleid im Spiegel, es sah prächtig aus. Das schwarze lange Kleid, welches unten auf ging wie eine Glocke und oben so eng anlag das es eine verdammt weibliche Taile bescherte und man einen wunderschönen Ausschnitt hatte. Dazu noch die seidigen Handschuhe, die es elegant aber auch sexy machten. Sie lächelte, es gefiel ihr.

Sie wusste dass selbst Lorenzo nicht abstreiten konnte, dass sie wunderschön war. Lorenzo, schoss es ihr durch den Kopf, wo ist der eigentlich?

 

Er atmete bedrückt die kühle Luft ein, sein Mantel flatterte im Winde und sein langes Haar welches er zusammen gebunden hatte tat es dem Mantel gleich, er liebte den Mondwind, er war anders als der auf der Erde, aber denn noch liebte er diesen grünen, blauen Planeten. Er liebte die Bäume die Wind peitschten, er liebte die Tiere, er liebte das Wasser was seinen Körper so lieb um streichelte und den Regen der ihn sauber wusch und seine Kleidung tränkte. Dieser Planet war voller Leben, war voller Geheimnise, war unzähmbar. Er seufzte und trat näher an das Geländer des Balkons, ließ seinen Blick über die ebene Landschaft streichen. Weiser Sand, über all nur dieser weise Sand, ab und an mal ein Haus, aber sonst nichts. Wenn Shakira doch nur wüsste warum ich so sehr gewinnen möchte das es doch für mich keinen Leben mehr auf den Mond wäre, er ist einfach zu… zu…verdammt…

 

„Kirjano? Ihr seit zurück?“, erklang die mächtige, männliche Stimme, durch den Saal, der vom Licht nur so durch flutet wurde. Der Mann mit der Eule ging auf die Knie und senkte den Blick, es war ihn nicht gewehrt seinen Herren zu erst zu betrachten. Doch blieb sein Gott, ihm sowieso verborgen. „Ist schon gut, Kirjano, du kannst wieder dich er heben. Ich möchte das du mir berichtest!“.

Kirjano erhob sich und ließ den Blick durch den Saal gleiten, der mit vielen weisen Säulen gehalten wurde, keine Wände waren um diesen, der Wind und ab und an streifte mal eine Wolke durch dem Saal. „Sie haben euren Engel, Herr!“, sagte er kräftig.

„Meinen Engel, sagst du… hmm… es wird immer gefährlicher. Wir müssen aufpassen, die Zeit schreitet voran und Lunachter wird immer wütender!“.

Kirjano nickte „Sie ist schwach, Sir, sie fängt an, an sich zu zweifeln. Ich befürchte das sie bald ihren glauben verlieren wird, Herr“, gab er zu bedenken und streichelte seine Eule.

„Habt ihr es ihr gesagt?“

„Das Eulen Nachtwesen sind?“
“Ja, habt ihr, ihr diese Worte mitgeteilt?“

„Natürlich habe ich das Herr, aber wieso durfte ich ihr nicht helfen?“

„Weil sie alleine drauf kommen muss, nur sie hat die Kraft dazu nur sie, wenn sie es alleine her raus findet wächst ihr Vertrauen in sich selber wieder.“

„Aber ich befürchte dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, denn diese streift von der Erde schon über, über ins Weltall.“

„Ja, Kirjano. Ich bin mir dessen bewusst, ich habe auch schon an etwas gedacht, was ihr etwas Hoffnung schenken wird. Hat sie all ihre Kräfte schon kennen gelernt?“

„Nein, sie hat nicht einmal eine Ahnung von ihren Kräften!“

 

sie wusste nicht wie lange sie schon da in der Ecke saß, aber mittlerweile war ihr Freund, die Kerze ebenfalls von ihr gegangen und sie saß im Dunkeln, nur noch der Gang zu ihrem Kerker war erleuchtet, sonst nichts.

Sie fürchtete die Dunkelheit nicht, das hatte sie noch nie. Sie fühlte sich sogar in der Dunkelheit geborgen, genau wie am Tage aber jetzt wo sie so in der Dunkelheit eingehüllt war, fühlte sie sich wirklich allein, kraftlos und verlassen. Ihre Arme brannten noch wie Feuer, dort wo früher die Seile in ihre Haut geschnitten hatten, von den Fesseln, war jetzt eine unschöne, tiefe Schnittwunde zurück geblieben. Der Schmerz bewies ihr jedoch das sie noch am leben war und sich jetzt nicht aufgeben durfte. So vieles war passiert, so vieles was sie früher nie für möglich gehalten hatte.

Lorenzo dachte erst der Kerker wäre lehr, er sah sie kaum, so dunkel war es und noch dazu hatte sie sich in die dunkelste Ecke zurückgezogen. Langsam öffnete er die Tür, schloss sie hinter sich und ging auf das Mädchen in der Ecke zu. Sie hörte seine Schritte, war aber nicht daran interessiert zu reagieren. Er hockte sich zu ihr hinunter, er konnte sie auch viel besser sehen, da seine Augen ja wie gemacht für die Dunkelheit waren. Er lächelte Shakira an, roch das Blut was noch immer aus der Wund rann, nur war es nicht mehr so stark, aber es musste ihr furchtbar weh tun. Er streichelte zärtlich eine Strähne aus ihrem Gesicht, sah das sie ihn nicht ansah, nicht erschreckte unter seine Berührung aber bemerkte das es sie scheinbar kalt ließ. „Es tut mir leid, süßer Engel“, flüsterte er ihr leise zu und schaute sie noch immer an, sie drehte den Kopf zur Seite, hatte keinen bedarf ihn zu sehen oder mit ihn zu reden.

Eigentlich verstehe ich nicht einmal selbst warum ich nun schon wieder bei ihr bin, warum sie mir Leid tun. Sie hat es sich selber ausgesucht nicht ich war es.

 

Sie versuchte sich darauf zu konzentrieren was er wollte, wie seine Gefühle zu ihr waren, so sehr dass es in ihren Kopf hämmerte. Sie wollte doch nur wissen was er dachte, was er wollte und wieso er so war. Ich ertrage es einfach nicht, sie leiden zu sehen, es geht mir so viel tiefer als ich es zulassen darf. Warum? Warum ist unser Schicksal nur so grausam besiegelt?

 

„Engel?“, fragte er sie ob sie bereit war zu reden, doch Shakira gab ihn keine Antwort.

„Weist du eigentlich warum wir die Menschen töten wollen und die Erde in Dunkelheit legen wollen?“, fragte er sie weiter, noch immer schaute sie zur Seite.

„Soll ich es dir erklären, es ist so simple und so einfach!“, nun wurde seine Stimme lauter.

Er konnte es nicht leiden das sie nicht einmal ansah und nahm mit seinen Finger ihr Kinn, drehte ihren Kopf so hin, dass sie ihn ansehen musste. Hielt ihren Kopf fest und nun starrte auch sie ihn an, wieder wie ein scheues Reh, aber er wusste sehr gut, dass sie ihn nicht richtig sehen konnte, nicht sehen konnte wie ernst er schaute und ihr in die Augen sah.

„Sind Sterblich! Die Erde ist der einzige Planet in Universum welcher die Zeit auf sich trägt verstehst du was ich meine?“, fragte er sie mit kräftiger Stimme. Nein, dass wusste sie nicht, sie verstand es vollkommen falsch. „Ihr fühlt euch als was Besseres, nur weil ihr die Ewigkeit vor euch liegen habt! Meint ihr könnt des We…“, sagte sie mit zorniger Stimme, aber er konnte in diesen Moment nicht anders, nicht anders als seine Lippen auf die ihre zu drücken und sie zu küssen, zu spüren und einfach alles um sich rum zu vergessen, hoffte sie würde spüren was sie ihn bedeutete, durch diesen Kuss. Doch sie war vollkommen verwirrt und über rumpelt, dass erst gar nicht reagieren konnte. Was denkt der sich eigentlich? sie wollte ihn nicht küssen, sie wollte ihn nicht wieder verfallen. Also nahm sie ihre Hände drückte sie an seinen Oberkörper und stemmte ihr ganzes Gewicht dagegen, die Schnittwunden wurden wieder dadurch auseinander gezogen, was auch wider sofort brannte und wie Feuer schmerzte aber sie wollte ihn endlich von sich haben, alles in ihr hasste ihn in diesen Moment, ihr ganzer Hass der im Kopf anfing zog hinab in ihre Hände her rein, diese fingen an zu kribbeln und der Hass wurde zur Kraft verwandelt. Welche sie nun so sehr gegen Lorenzo drücken ließ, dass dieser in hohen Bogen von ihr flog, auf die andere Seite des Kerkers, mit den Rücken an die Wand krachte und donnernd auf den Steinboden ankam. Völlig verwundert über ihre Kräfte schaute sie auf ihre Händen, die nun mit Blut übersäht waren, da  die Schnittwunden wieder angefangen heftig zu bluten, dann sah sie zu Lorenzo der sich ganz verwundert auf rappelte. Wütend über ihre unsanfte Abfuhr und darüber das sie jetzt scheinbar auch aus ihren Herz verbannen wollte, ging er zu ihr, er ergriff sie am Arm und zog sie mit einen Ruck zu sich hoch in seinen Arm, drückte sie an sich.

„Wie kannst du mich nur so behandeln? Du dummes Kind!“, flüsterte er ihr zu und schleppte sie zur Liege. Sie wehrte sich, doch er war stärker, er drückte sie an den Schultern runter, so das sie auf der Liege saß. Hockte sich wieder zu ihr runter und drückte sie mit einer Hand gegen die Wand. Sah ihr kurz in ihre Wut entbrannten Augen und zog dann ihren Arm grade, berührte sanft mit seinen Lippen ihre Wunde und legte das Blut ab. Erst brannte es furchtbar, doch dann beruhigte es den Schmerz und es kribbelte angenehm. Als er mit dem Arm fertig war tat er das gleiche mit den anderen. Kaum hatte er seine Lippen und seinen Speichel von ihren Wunden gelöst begangen sie anzufangen zu heilen, man konnte zu sehen wie wieder die Haut zusammen wuchs und die Verletzung verschwand.

Noch immer hielt er sie gegen die Wand gedrückt, schaute ihr dann in die Augen und sah genau wie verwirrt und durch einander sie grade war. Er seufzte und gab ihr einen Kuss auf ihre Stirn dann erhob er sich und ging zur Tür. Dort hielt er inne.

„Denk einfach mal über das nach, was ich dir gesagt habe!“, sagte er zu ihr ohne sie an zu sehen und ließ sie dann wieder ganz alleine, in ihren dunklen Kerker zurück.

Sie schaute verwundert und durch einander auf ihren heilen Arme, die doch eben noch vollkommen Verletzt und voll mit Blut waren, ihre Augen flackerten, sie war mehr als nur durch einander. Warum tut er das alles? Was möchte er nur von mir?

 

Sterblichen, Zeit, Universum… was! Was um alles in der Welt soll mir das schon sagen…??

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.03.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Nickname Sonnenschein von Feli März



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