Yvonne Asch

verbotene, Nächtliche Liebe... Teil 10... Heimreise

Lorenzo stand wieder auf den Balkon, sein Blick war zur Erde gewandt. Aber seine Gedanken waren nicht bei ihr, nicht bei dem Universum oder bei den Göttern, seine Gedanken gehörten ganz alleine Shakira. Er wollte sie so gerne einfach sicher wissen, er wünschte sich so sehr, sie wäre nicht dieser Engel. Dann hätte es doch alles viel leichter sein können. Aber nichts war leicht. Plötzlich spürte er eine Hand auf seiner Schulter, er wusste das es Keizy war die nun bei ihn stand. „Was gibt es Keizy?“, fragte er sie genervt. Ihre Miene verfinsterte sich gleich darauf. Wieso würdigte er ihr nicht wenigstens ein Blick und sah wie wunderschön sie aussah?, fragte sie sich. Sie trat also an ihn vorbei und lehnte sich mit den Rücken ans Geländer, noch immer sah er sie nicht an, sondern starrte auf die Erde, die zwischen den zahlreichen, funkelnden Sternen schwebten. Welch ein schöner Anblick!

 

„Lorenzo, ich mach mir Sorgen um dich“, brach Keizy’ s Stimme zu ich durch. Nun schaute er sie kurz an, in ihre Augen, die ihn schon die ganze Zeit zu durch bohren schienen. „Um mich sorgen?“, fragte er sie, weil er sich dies kaum vorstellen konnte, sie macht sich doch eigentlich immer nur um sich selber sorgen. Nun lächelte sie ihn an. Ihre blase Haut, ließ sie in diesen Moment äußerst zerbrechlich wirken. Dann nickte sie. „Natürlich um dich, wieso auch nicht? Du gibst mir allen Grund, du bist zu oft bei ihr im ihrem Kerker. Dabei solltest du dich entspannen und auf die Sonnfinsternis vorbreiten. Immerhin hängt doch alles von dir ab. Mein Fürst!“, ihre Stimme klang lieblich. Nun schaute er sie finster an. Das ist es also, sie macht sich keine sorgen um mich, sondern darum ob ich den Kampf gewinne oder verliere!

 

Er nickte, ließ seinen Blick wieder in die Sternenbilder gleiten und legte seine Hände auf das Geländer, dann schaute er vom Balkon hinab, hinab auf den weisen Sand der sich unendlich weit ergab. Er musste grinsen. Wie dumm sie alle schauen würden, wenn ich verlieren würde! aber dazu war er ja selber nicht bereit, er wollte nicht die Ewigkeit hergeben oder die Erde, er wollte die Nacht ewig um sich haben und nicht mit den Gefühl leben müssen das er so bald ihn ein Sonnenstrahl erreichen würde zu Staub zerfallen würde.

Seine Hände krallten sich am Geländer fest. Nein ich möchte leben!

 

 

Der Engel hatte lange mit der aufkommenden Müdigkeit gekämpft, sie wollte nicht schlafen hatte sich da gegen gewehrt, aber am Ende forderte der Körper nun einmal das was ihn zustand, um wieder Kraft zu sammeln und wieder voller Energie zu strahlen. Also vielen ihr die Augen zu und sie rutschte immer tiefer aus ihrer Sitzposition hinunter, bis sie auf den kalten Steinen lag und ein Teil der Decke unter ihren Kopf hatte, mit den Rest war sie teils zu gedeckt, aber trotzdem fror  sie. aber es hinderte sie nicht daran zu schlafen, obwohl sie dies nicht wollte. Und so viel der Engel in einen tiefen Traum.

*der Kerker war vollkommen Dunkel, nichts um sie herum leuchtete oder zeugte von Licht. Aber trotzdem wusste sie, dass sie sich noch immer in ihrem Kerker befand und in der Ecke saß. Ihre Flügel lagen eng an ihren Körper an. Plötzlich schallte diese Unbekannte Stimme durch den Raum: „Eulen sind Nachtwesen!“. Es dauerte einen Moment bis sie erkannte das sie diese männliche Stimme schon einmal gehört hatte, an den Abend wo Phil gestorben ist. „Wer bist du??“, fragte sie fast schon verzweifelt. Denn sie fühlte dass sie noch immer ganz alleine im ihrem Gefängnis war und doch hörte sie diese Stimme, die ihr jetzt wieder wie aus dem Nichts  eine Antwort schenkte: „Das wirst du noch früh genug erfahren, Englein. Viel wichtiger ist es, dass du endlich anfängst zu begreifen, warum der Streit zwischen dem  Mond und der Sonne herrscht t und was ich dir damit sagen möchte das Eulen Nachtwesen sind. Die Erde, denk einmal darüber nach, warum alles Leben auf der Erde stirbt und warum hier Oben das Leben unvergänglich ist!“. Shakira wurde wütend wieso sagte er ihr nicht einfach was Sache war. „Sag du es mir doch bitte?“, schrie sie ungewollt, ihre Stimme hallte durch den Raum. „Nein, das musst du selber. Du hast viel Kraft, viel mehr Kraft als du denkst. Du musst nicht hier fest stecken! Damit wollen sie nur verhindern das du das Geheimnis auf deckst!“

 

sie stand auf und sah sich in dem Raum um, obwohl es zwecklos war, es war zu dunkel und niemand war bei ihr anwesend. „Sag mir, wie komm ich hier raus? Wie lerne ich meinen Gott kennen?“, sie klang flehend und verzweifelt. Aber er ging nicht richtig auf ihre Frage ein:

 

„Hör einfach auf dein Herz, in dein Herz. Es wird dir alles an Wahrheit sagen, alles was du wissen möchtest spürt und weis es doch schon lange…“. Die Stimme schien im Raum zu stehen, es schien unendlich lange zu dauern bis der Satz verhallt war und bis sie wusste das er fort war, das er ihr nun keine Antwort schenken würde. das sie wieder ganz, wirklich ganz alleine im dem Steingemäuer saß…*

 

sie schreckte auf, der Raum war immer noch im dunklen aber nicht ganz so wie in ihrem Traum, denn die Kerzen aus dem Gang leuchteten etwas und das flackernde, tanzende Licht, wurde etwas in den Raum hinein getragen. Sie atmete schwer, der Traum klebte an ihr. Er schien ihr so real aber denn noch wusste sie, dass sie das alles nur geträumt hatte. Ich soll auf mein Herz hören, aber mein Herz hängt doch an Lorenzo, es ist doch vollkommen geblendet, es empfindet liebe, ist verletzt, gekränkt und einsam. Wie soll es mir mit so vielen anderen Gefühlen die Wahrheit sagen. Die Stimme in meinem Traum meinte ich muss zurück auf die Erde, warum? Und wie soll ich dort hingelangen, verdammt. Ich sitze auf den Mond fest! Da kann ich nicht mal eben in den nächsten Bus steigen und los fahren.

 

Vor allem was soll ich auf der Erde ändern können?

 

Sie war verwirrt und durch einander, sie wusste nicht wie sie dort hinkommen könnte, selbst wenn sie es wusste, was sollte sie da unten bewirken können, was sie hier oben nicht konnte?

Er meinte zu ihr, sie hat viel mehr Kraft als sie denkt.

Auf mein Herz hören… hmm… vielleicht, vielleicht weis ich was er meinte!

 

Entschlossen stand sie auf und ließ ihren Blick hoch zum Fenster schweifen. Sie setzte ihre Flügel ein und wurde wieder einst mit der Luft, schwebte hoch zum Fenster, hielt die Gitterstangen fest und spähte hinaus, an den Sternen vorbei.

 

Irgendwo muss ich sie doch sehen, bitte. Hoffentlich erkenne ich sie auch.

Sie hatte Glück, sie erkannte den kleinen blauen Planeten der im Universum schwebte.

Sie war begeistert von dem Anblick, niemals hätte sie gedacht, einmal vom Mond hinab zur Erde zu schauen. Sie musste lächeln.

Wie komisch, sonst schaue ich von der Erde aus zum Mond hinauf und nun schaue ich auf die Erde hinab. Nicht einmal im Traum hatte ich mir dies vorgestellt…

 

Ihre grünen Augen strahlten, wie die eines Kindes, was fasziniert einen Schmetterling nach sah. Dann nickte sie, sie wusste was sie zu tun hatte, also konzentrierte sie sich auf die Erde, hielt sich noch immer an den Stangen fest und schloss ihre Augen, aber noch immer hatte sie das Bild des blauen Planeten im Kopf, wie er im Universum schwebte. Dann konzentrierte sie sich auf ihre Flügel die nun schneller anfingen zu schlagen, aber noch immer schwebte sie in der Luft. Sie stellte sich das ganze Leben auf der Erde vor, das Wasser, Bäume, die Tiere, die Menschen, den Sand und den Nebel und noch vieles mehr. Die Bilder waren tief in ihrem Kopf drinnen, als ob sie grade wie die Luft, durch die Wälder streichte, über das Wasser glitt und durch die Städte zog. Sich mit den Nebel verband und in die Häuser eindrang. Plötzlich fühlte sie ein kribbeln auf ihrer Stirn, aber sie ließ sich davon nicht ablenken noch immer stellte sie sich dies alles vor, auf ihrer Stirn tauchte ein grüner Punkt auf und langsam schob sich aus ihrer Haut ein grüner Stein hervor, es tat ihr nicht weh, sie nahm nur das kribbeln war, und dann drang aus den Stein, ein grünes Licht hervor, erst hauch dünn und fein, aber dann wurde es fest und zehflüssig. Es sammelte sich zu einen dicken, großen Strahl der Blitzschnell auf die Erde zu flog und ihre Stirn mit dem Meer verband. Langsam zog Shakira mit ihren Händen die Eisenstangen aus einander, es kostete ihr nicht einmal viel Kraft, sie tat es wie selbstverständlich bis sie so weit aus einander waren das sie durch konnte. Langsam öffnete sie wieder ihre Augen, sie wusste, dass sie es nun sollte und sie schaute genau in das grüne Licht, welches wie ein Tunnel vor ihr war und zur Erde ging.

 

Unmöglich, fast schon unheimlich, war ich das?

Doch sie wusste dass sie es war, und dass es auch gut so war. Also tat sie das was ihr Gefühl und ihr Herz ihr sagten und sie flog in den grünen Lichttunnel hinein, der sie plötzlich packte und mit sich riss.

Kirjano der noch immer auf der Wolke war und unter dem Dach des Saals stand, welcher von den Säulen gehalten war. Er spähte den grünen Lichtstrahl der vom Mond hinab zur Erde zeigte. Ein Lächeln legte sich, auf sein sonst so ernstes Gesicht und seine spitzen Zähne blitzten hervor. „Ich hätte nicht erwartet, dass du es so schnell begreifst“, sagte er erstaunt und wandte sich dann an seine Eule. „Los Tintin, mach das du auf sie achtest und alles verfolgst, was unser kleiner Engel dort unten auf der Erde tut!“, er streckte seine Hand vollkommen angespannt auf die Erde zu und konzentrierte sich auf diesen Planeten, ein blauer Stein, trat aus seiner Haut hervor, mitten in seiner Hand innen Fläche und die weise Eule flog mit einen lauten Schrei in den blauen Lichttunnel hinein der sie zur Erde brachte.

 

Shakira flog so schnell durch den Strahl des Lichts hindurch das sie angst hatte sie würde den Druck der Luft nicht aushalten, sie drehte sich ein paar mal. Ängstlich schloss sie die Augen und dann klatschte sie mit einen lauten Platschen  und einen begleiteten Schrei von ihr in den tiefen Ocean hinein. Das eis, kalte Wasser umhüllte ihren Körper und sie wirbelte unter dem Wasser noch etwas umher. Schnell reagierte sie und riss ihre Augen wieder auf, der grüne Strahl war verschwunden stattdessen war sie umgeben von Wasser, überall umhüllte es sie und sie wusste erst nicht wo nun die Oberfläche war und wo der Meeresgrund, der sicherlich Kilometer weit unter ihr war. Sie sah dann allerdings hell Flecken und sie wusste das dies Sonnenstrahlen sein mussten. Schnell schwamm sie zur Oberfläche hin, was nicht ganz einfach war, da ihre Flügel nass noch schwerer waren und sie nicht grade eine besonders gute Schwimmerin war. Aber da ihre Luft ihre grade ausging und sie Atemnot bekam, wurde sie schnell angetrieben, es dauerte nicht lange als ihr Kopf die Oberfläche des Wassers durch brach und sie gierig nach Luft rang. Eine weile trieb sie im Wasser und dann sah sie sich um, nichts außer der Ocean lag vor ihr. Sie fluchte laut: „So eine verdammte scheiße! Da schaffe ich es mich hier her zu transportieren und stecke mitten im Ocean fest! Ich bin so ein dämlicher Tollpatsch!“. Bis ihr ein viel das sie doch Flügel hatte. Und somit hob sie sich aus den Wasser und schwebte über der Oberfläche ihr ganzer Körper war kalt und klitsch nass. Ihre Haare klebten an ihrem Kopf und es war schwerer sich in der Luft zu halten, doch sie wollte so schnell es ging nach Hause.

 

Lorenzo lächelte als er in den verlassen Kerker stand und die aus einander gezogenen Eisstangen sah. „Dann bist du jetzt also auf den Weg nach Hause, ich wünsche dir viel glück, mein Engel. Aber vergesse nicht ich verliere ungern“, murmelte er still.

Dann trat Keizy zu ihm und wusste sofort was los war. „Dieser dumme Engel! Wie kann sie nur! Wir hätten sie in einen Kerker ohne Fenster stecken müssen! Hab ich es doch gleich gewusst!“, Keizy kochte vor Wut. Lorenzo drehte sich zu ihr und lächelte sie an.

„Lass ihr doch noch den kleinen Spaß, sie hat doch eh kein langes Leben mehr!“, sagte er sanft. Keizy musste nun schmunzeln. „Wie recht du hast!“, stimmte sie ihn zu.

Dann ging er an ihr vorbei, den Gang entlang und pustete jede einzelne Kerze dabei aus, die seinen Weg kreuzte. Noch immer lag ein Lächeln auf seinem Gesicht.

 

Ich könne es ihr, sie ist wirklich viel besser als  wir alle denken, vielleicht kommt sie ja auf das Geheimnis was uns alle betrieft, denn ich bin da bis heute noch nicht hinter gekommen.

 

Aber es scheint wichtig zu sein und es scheint ziemlich viel verändert zu haben…

Seine eisblauen Augen verharrten im tanzenden Licht der Kerze.

 

Vielleicht muss ich sie gar nicht auslöschen.

Er pustete sie aus.

Aber ich bin bereit dafür, bevor sie mich noch verbrennt…

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.03.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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