Cornelius Schulz

Jan und Trini - Teil 1 - Wie alles anfing

Die Nacht war schon hereinbrochen und es wurde von Minute zu Minute kälter in der Stadt. Jan war auf dem Weg zum Proberaum, denn heute sollte endlich mal wieder an den neuen Songs gearbeitet werden. Leider fuhr um diese Zeit kein öffentliches Verkehrsmittel mehr in den Stadtteil, wo Jan hin musste. Glücklicherweise hatte er sich seine Jeansjacke angezogen und sogar seine Mütze aufgesetzt, die er sonst nur selten trug. Der Wind, der auch immer heftiger wurde, bliess ihm ins Gesicht, so das er mit gesegntem Kopf durch die Straßen lief. Er hatte die Hände in seiner Jacke vergraben, so ging es einigermaßen und er konnte dem kalten Herbstabend trotzen. Eigentlich war ihm das Wetter ja auch völlig egal. Er freute sich schon auf die Probe, sie hatten die letzten 4 Wochen nicht proben können, weil Sigi, ihr Drummer, im Urlaub weilte. Jan konnte es nicht erwarten, sich mit seinen Freunden in der Garage zu treffen und auch die Geschichten von Sigis Urlaub würden bestimmt wieder einmalig lustig sein. Bei dem Gedanken daran legte Jan noch einen Schritt zu. Da fiel ihm ein, das er diesmal das Bier besorgen sollte. So blieb er plötzlich stehen, um zu überlegen, wo er noch schnell ein paar Dosen beschaffen könnte, als ihm etwas am Rücken anstoß. Er bekam einen Schreck, denn er hatte nicht gemerkt, das jemand genau hinter ihm ging. Und da hörte er schon die Stimme:"Ähh Alter, wat soll das denn? Musst du so plötzlich anhalten?".
Jan drehte sich um und wollte schon losraunzen, aber beim Anblick der ihm gegenüber stehenden Person blieben ihm die Worte in der Kehle stecken. Er bekam nur ein:"Was?" raus. Darauf erwiderte das Mädel im genervten Tonfall nochmal ihre vorherige Ansage. Aber Jan konnte garnicht richtig zuhören, er starrte eigentlich nur auf den Mund und nickte leicht. Das Mädel schaute ihn mittlerweile skeptisch aus ihren dunkelgrünen Augen an. So standen sie sich bestimmt eine Minute gegenüber, Jan starrte das Mädel an und umgekehrt. Und dann fing sie plötzlich an zu lachen. Jan wußte nicht was er tun sollte und kam sich ein wenig verloren vor, aber mit jeder weiteren Sekunde, die die dunkelgrünen Augen lachten, breitete sich auch in seinem Körper der Lachzwang aus. Und schon konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Beide lachten und grinsten sich an. Sie konnten ihre Lachattacke für die nächsten 5 Minuten nicht stoppen. Irgendwann wurde es wieder etwas ruhiger und nun sahen sie sich wieder an.
 
"Ich heiße Trini und wie ist dein Name?"
"Ich bin Jan. Schön dich kennenzulernen. Wo willst du eigentlich hin?"
 "Bin auf dem Weg zu einer Freundin. Und du?"
 "Ich hab heute Probe, nach langer Zeit endlich mal wieder."
 "Du spielst in einer Band? Was macht ihr den für Musik?"
 "Wir sind ne Skaband."
 "Cool, wie heißt die Band denn? Habt ihr schonmal live gespielt.... ich hör Ska voll gern!"
 "Uns gibt's schon knapp 2 Jahre. Wir hatten aber bis jetzt nur 3 Livegigs. Vielleicht warste ja schonmal bei einem. Wir heißen übrigens paSKAl."
 "Hab ich leider noch nix von gehört. Und wie sieht es mit einer CD oder einem Demo aus?"
 "Das wollen wir in den nächsten 2 Monaten rausbringen, wenn du Lust hast, dann kann ich dir ja eins zuschicken???"

Trini grinste und schaute Jan dabei genau an. Während des ganzen Gespräches konnten sie nicht die Blicke voneinder lassen. Aber trotzdem oder besser gerade deswegen, fühlten sie sich beide wohl. Es war so, als sprächen sie mit jemanden, denn sie schon lange kennen, alles war so vertraut. Trini machte drei Schritte in den nahen Hauseingang und winkte Jan das er mitkommen sollte, denn sie hatten die ganze Zeit mitten auf dem Gehweg gestanden. Es waren keine Fußgänger unterwegs, aber der Wind wurde vom Hauseingang ein wenig abgeblockt, so das es nicht ganz so kalt war. Eigentlich froren beide ja sowieso nicht, ihnen war eher warm von der Aufregung, aber im Hauseingang war es trotzdem gemütlicher.

 

"Dann brauchst du wohl meine Telefonnummer?"
"Ich kann dir auch meine geben."
 "Ok, aber hier ist erstmal meine 0172-909090, ziemlich einfach oder?"
"Ok, hab ich abgespeichert. Trini war doch richtig?"
 "Ja. Und jetzt brauch ich noch deine Nummer."
 "Ok. 0176-835662984, eher kompliziert, oder?"
 "Naja ist ja kein Problem. Und was machen wir nun?"
 

 So der erste Teil ist damit zuende, aber im nächsten Teil werdet ihr erfahren, wie es weitergeht. Bleibt dran.

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.04.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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