Yvonne Asch

verbotene,nächtliche Liebe..Teil 18..Das Ende

Langsam strahlte das milde Licht, durch die dunklen Vorhänge hindurch, der durch den Wind etwas beiseite geweht wurde. Der dünne Lichtfaden legte sich auf ihren Gesicht nieder und blendete den Engel, der bis eben noch fest geschlafen hatte. Müde öffnete sie die  Augen und schaute durch den hellen Raum, der schlicht in weis eingerichtet war. Sie gähnte und setzte sich aufrecht hin. Eben erst war sie eingeschlafen, die ganze Nacht hatte sie nicht einschlafen können, Sorgen und Angst plagten sie und jetzt wo sie es grade geschafft hatte ins Land der Träume zu versinken, weckte das Licht sie.

Wütend warf sie die weise, weiche Decke beiseite und stellte sich hin. Sie streckte sich und betrachtete die Kleidung die ihr Kirjano gestern gegeben hatte, für den heutigen Tag. Der Tag der alles entscheiden sollte. Sie hatte es nicht geschafft eine Lösung zu finden, so sehr sie auch gesucht hatte, finden konnte sie keine.

Das warme Wasser, welches sich an ihren Körper schmiegte, belebte sie wieder etwas und ließ sie besser nachdenken. Sie schäumte sich ihre Haare ein und cremte ihren Körper mit den fruchtigen Duft von Pfirsich ein. Die Dusche tat ihr gut, aber sie schaffte es nicht, ihre Sorgen fort zu spülen. Wer weiß was heute noch passieren wird, wer heute gewinnt, wer den nächsten Tag noch erlebt. Sie wusste sie konnte ihn nicht töten. Aber vielleicht sollte sie, damit das Leben auf der Erde weiter ging. Damit sie eine Mutter für ihren kleinen Sohn sein konnte, eine Mutter die den Vater ihres Kindes getötet hatte.

Als sie das Wasser ausdrehte, aus der Dusche hin aus stieg und ihren Leib abtrocknete, erwischte sie sich wieder einmal wie sie weinte. Aber sie wollte nicht weinen! Sie musste stark bleiben und all das heute durch stehen, sie war stark und bereit und vielleicht war sie ja auch unbesiegbar.

Als sie endlich die kurze weise Hose trug und die weise Bluse, mit den luftigen Ärmeln und den Bändern an der Seite um es enger zu ziehen, konnte sie endlich hin unter gehen und Frühstücken. Die weisen Marmor Treppen fühlten sich kalt unter ihren nackten Füßen an. Kirjano und Sheran standen unten in den weiten, langen Saal und schauten sie aufmerksam an als sie die Treppe her unter kam. Sheran’ s Gesicht war von Trauer und Unbehacken gefüllt.

Tapfer lächelte sie die Beiden an und schrie ihnen munter ein fröhliches Guten Morgen zu. Dann sprang sie die letzten paar Treppen hin ab und kam vor ihren Vater zu stehen. Er versuchte ebenfalls zu lächeln, aber es gelang ihn nicht wirklich. Sie gingen stumm zum Frühstückssaal hin über und nahmen an den reich gedeckten Tisch platz. Kirjano saß neben Sheran und Sheran saß Shakira gegen über. Sie war auch die Erste die anfing etwas zu essen.

Der Sonngott sah seiner Tochter dabei zu und dann nahm er sich ebenfalls etwas von den vielen Leckereien, doch erstocherte er darin her rum, anstand es zu essen.

„Du bist bereit?“, fragte Kirjano dann, um das Schweigen zu brechen.

„Klar bin ich bereit. Selbst wenn ich es nicht wäre, müsste ich es doch sein!“, antwortete sie und kaute auf den süßen Frühstück drauf rum, noch immer ließ sie sich nichts anmerken, von den was sie wirklich fühlte.

„Du bist stark, du schaffst das, da sind wir uns alle sicher!“, versuchte er alle Dreien Mut zu machen. Sheran schaute noch immer seine Tochter an und schob sich noch etwas in den Mund. „Wann möchtest du zur Erde?“, fragte Sheran sie schließlich und seine goldbraunen Augen schauten in die ihre.

„Nach dem Essen, ich möchte keine Zeit verlieren!“.

„Warum schon so schnell?“

„Weil keiner weis wann es heute beginnt“

„Schon aber du könntest doch noch etwas…“, seine Stimme brach, was könnte sie denn noch? Den Tag genießen? Das würde sie wohl kaum schaffen, es war albern und er wusste es.

Er versuchte sie anzulächeln und seine rechte Hand strich nervös durch sein Bronze farbendes Haar. „Nein, du hast recht. Wir werden dich ja wieder sehen!“.

 

 

Lorenzo stand an seinen Fenster und starrte wieder einmal hinaus, ungeduldig wartete er darauf das es passierte, das der Mond den Tag verschlang. Aber noch war es nicht soweit. Es kam ihn vor wie die Unendlichkeit, es war schlimm für ihn zu warten und zu warten und zu wissen das er gleich seinen Liebsten gegen über stand, aber es ihr den Tod bringen würde.

Ein dunkler Schatten legte sich auf sein Gesicht nieder, der rote Glanz seiner Pupille war wie ein Schleier, am umher wehen. Sein Hand ballte sich zu einer faust.

Plötzlich wusste er, dass es nun soweit war, dass es nun beginnen würde. jetzt musste er stark bleiben, seine Gefühle verdrängen, seine Emotionen nach ganz hinten schieben und der sein, der er einmal war. Der kalte, Blut durstige und erbarmungslose Vampir. Zu das hatte man ihn erzogen, zu das musste er wieder werden!

 

 

Der Grasboden fühlte sich sehr gut unter ihren nackten Füßen an, sie schaute von der Waldlichtung aus, hinauf in den Himmel und sah zu wie sich der Mond langsam wie ein dunkler Schatten über die Sonne legte und Stück, für Stück die Erde ins Schwarze tauchte. Nun gleich war es soweit, gleich musste sie wissen was sie wollte, Leben oder Sterben.

Es kam ihr vor wie eine Ewigkeit, bis es endlich dunkel war und jetzt musste sie nur noch lauschen und warten. Sie hatte sich an einen Baum angelehnt und beobachtete die Umgebung.

Lorenzo der über ihr auf einen Ast stand dachte nicht einmal daran, es ihr so einfach zu machen, aber sein Herz wünschte es sich. Wie sie dort unten wieder stand, ihr zierlicher Körper, ihre schmalen Schulter, das lange, blonde, dicke Haar und dann diese angespannte Haltung, wie ein Reh was bereit war bei jeder Bewegung des Jägers zu fliehen. Aber sie konnte nicht fliehen nicht vor ihn und nicht vor ihrer Bestimmung und er konnte es auch nicht. Also biss er die Zähne zusammen und sprang vom Ast hinab. Der Boden knackte unter seinen Füßen, als er auf ihn zum stehen kam und nun ihr gegenüber stand. Eine Haarsträhne, die aus den Zopf gefallen war, wehte ihn bei der Ladung ins Gesicht. Shakira war nicht einmal zusammen gezuckt, als er vor ihr zum stehen kam. Sie schaute ihn fest in die Eisblauen Augen, die sie schon immer in ihren Bann gezogen hatten. Er erwiderte ihren stillen Blick. Sie ist so schön, so verführerisch und sie richt so gut…

Endlich brach sie das Schweigen in dem sie zur Seite sprang und dann an ihn vorbei trat, hinter den Rücken, seinen Arm packte, mit einen festen Griff und seinen Arm hoch riss, so wie er es bei ihr getan hatte als sie ihn alles erzählt hatte, warum ihre Völker überhaupt Krieg führten. Das alles war so schnell geschehen, das er keine Zeit gehabt hatte sich zu wehren.

„Ich bin bereit!“, flüsterte sie ihn ins Ohr. Seine Augen formten sich wieder zu schmalen Schlitzen, sauer darüber wie sie reagiert hatte, nicht einmal kurz begrüßt hatte sie ihn, hatte sie sich etwa so sehr geändert? Wollte sie jetzt auch um alles auf der Welt den Kampf gewinnen? Ohne Vorwarnung presste sie seinen Muskulösen Körper an den Baum, wo sie eben noch dran gelehnte hatte und hielt ihn da gegen gedrückt.  Er wehrte sich noch nicht. „Du möchtest wirklich einen Kampf?“, fragte er sie mit einem Ton der in kein Gefühl her rein passte. Ihr Griff wurde fester. „Wolltest du nicht einen führen?“; fragte sie verächtlich. Dann schloss sie ihre Augen, genauso wie Kirjano es ihr beigebracht hatte, konzentrierte sie sich auf den grünen Stein ihrer Stirn und sammelte dort ihre Kräfte, dadurch wurde ihr Griff etwas weicher und Lorenzo nutzte dies noch rechtzeitig aus, denn grade wo er sie von sich stieß und aus ihren Zielfeld verschwand, feuerte sie den Lichtstrahl aus ihren grünen Stein, der nun den Baum vor ihr traf und ihn in Flammen legte. Lorenzo schaute leicht verwundert, über die Kräfte die sie nun in sich trug, den Baum im lodernden Feuer. Dann wandte er sich wütend an sie „Du willst mich wirklich umbringen, du Natter!“, zischte er ihr wütend zu. Noch einmal sprang er grade noch rechtzeitig zur Seite, als neben ihn der nächste Lichtstrahl in die Erde traf, wo er vorher noch gestanden hatte. „Mir bleibt doch nichts anderes Übrig!“, schrie sie ihn mit zittriger Stimme an, nicht nur ihre Stimme zitterte, auch ihr Körper, vor Aufregung, Wut und Verzweifelung. Er bemerkte es ebenfalls, wie aufgebracht sie war und dann bemerkte er ihre Tränen gefüllten Augen und ihr flehender Blick. Er seufzte, er wusste doch das er sie nicht töten konnte aber er wusste, er musste!

Er verfinsterte seinen bis eben noch mitfühlenden Blick wieder und trat nun Blitz schnell auf sie zu, packte mit der einen Hand an ihren Hals und drückte zu, so das sie kaum mehr Luft bekam. Ihre Blick flackerte, und sie biss die Zähne zusammen, versuchte ruhig zu atmen, das bisschen Luft was sie noch durch die Luftröhre bekommen konnte, schaute ihn jedoch fest in die Augen. Seine Blick wurde kalt und er führte sie, immer noch die Hand an ihren Hals, zu den Baum hinter ihr hin, drückte sie gegen den Stamm und hob sie mit der einen Hand am Hals hoch. Langsam fing sie an zu zucken, es viel ihr furchtbar schwer zu atmen oder überhaupt zu denken. Sie wollte sich auf ihre Kräfte konzentrieren und alles in den Stein leiten, aber der Schmerz war zu stark, die Panik zu ersticken zu groß.

Der Vampir schaute sie noch immer kalt an, in ihre großen, grünen Augen. „Was ist nun?“, fragte er sie schroff „Merkst du etwa das du mir unterlegen bist, so wie du es schon immer warst?“. Sie biss ihre Zähne zusammen, dann versuchte sie mit ihren Beiden Händen, seinen Griff zu lockern, doch es klappte nicht, sie konnte nicht genug Kraft entwickeln.

Nun formte sich sein Gesicht zu einen Grinsen. Aber in inneren Schrie er, er wollte ihr doch gar nicht wehtun, doch sie hätte ihn vorhin doch auch getötet, wäre er nicht ausgewichen.

„Merkst du wie langsam deine Kraft schwindet, wie langsam alles an deinen Körper schwach wird und wie hilflos du mir gegenüber bist, spürst du wie deine Lunge anfängt zu brennen, schreit nach Sauerstoff, fühlst du wie dein Blut langsamer wird und dein Herz immer Kraftloser?...“, dann hielt er inne, drückte seine Hände noch fester zu, so das sie gar keine Luft mehr bekam. „Es ist ein Kinderspiel dich zu töten, für mich!“, fügte er etwas leiser hin zu. Sie fing an zu krächzen, zu röcheln, Panik zu bekommen. Dann endlich drückte sie ihre Füße gegen seinen Bauch, holte Blitz schnell Schwung und trat ihn mitten in sein bestes Stück. Er lockerte sofort seinen Griff und stöhnte vor schmerz auf. Sie sank zu Boden und saß wie ein Haufen elend auf den Boden, am Baum, stützte sich mit den Händen im Gras ab und zog gierig die Luft ein, keuchte, atmete schwer und ihr Brustkorb bewegte sich wild, auf und ab. Als der Vampir sich endlich wieder gefasst hatte, griff er sofort in die langen Haare von ihr und zog sie brutal auf ihre Beine hoch. Sie schaute ihn sauer und verletzt in die Augen, verletzt darüber das er sie beinahe getötet hätte!

„Du kannst mir nicht entkommen, hörst du! Du kannst deinen Tod nur länger hin halten, aber noch heute wirst du sterben müssen. Ich habe nicht vor es schmerzhaft zu machen, ich will nur nicht das du gewinnst und die Zeit ins Universum dringen lässt, damit uns Götter zum Tode verurteilst!“, sagte er mit ruhiger Stimme zu ihr. Sein roter Glanz in der Pupille wirbelte wild umher. Dann breitete er seine Handfläche aus und richtete sie auf Shakira. Nur ganz wenig Kraft sammelte  er in ihr, sie schaute ihn hilflos an. Ihr Herz hämmerte schneller und ihr Kopf schien schon fast zu Platzen, so viele wirre und sinnlose Gedanken schossen durch ihn. Shakira schaute den Vampir fest in die Augen, sein Griff war noch  immer fest und hart.

So schnell würde er sie nicht los lassen das stand fest. Dann schloss er seine Augen und seiner Handfläche drang eine rote Flüssigkeit die sich zu einen runden Ball verformte, das alles geschah sehr schnell, aber dem Engel kam es vor wie eine Ewigkeit, bis aus den roten Ball ein Feuerball wurde und Lorenzo diesen mit einer Wurfhand von sich schleuderte. Der glühende Ball flog nun direkt auf ihr linkes Bein zu und traf es mit einer unbeschreiblichen Wucht, wäre der Bäum nicht hinter ihr gewesen, wäre sie mit Sicherheit weit geflogen, durch den Aufprall des Balls, aber außerdem hielt Lorenzo sie noch immer an den Haaren fest. Sie schlug gegen den Baum. Ihr Bein brannte furchtbar, so sehr das sie anfing auf zu schreien und sich ihr Gesicht verzog vor lauter schmerz. Sofort war der Feuerball erlöschen und nichts außer Staub blieb zurück. Würde er sie los lassen, wäre sie sofort zur Erde gesackt. Noch immer schrie sie. Das Herz von Lorenzo blutete, wie konnte er dies ihr nur antun? Wie konnte er jemanden verletzen den er so sehr liebte, für sie hätte er doch alles gegeben und was tat er jetzt? Jetzt verletzte er sie, jetzt war er bereit sie zu töten, nur um selber für immer zu leben. Wollte er denn überhaupt leben ohne sie? wollte er eine Ewigkeit sein, ohne sie? nie wieder würde er ihre weichen, sanften Lippen spüren, nie mehr könnte er sie berühren, nie wieder ihr durchs Haar fahren und nie wieder ihre wärme spüren. Er würde ein Leben führen ohne Liebe, wie konnte er das nur? Wie konnte er mit den Gedanken spielen das sein Leben dann noch etwas wert wäre?

„Nein!“, schrie er wütend auf, geplagt von seinen Gefühlen, davor angst zu haben weich zu werden, zu verlieren, er musste sie töten, sie oder er. So war es nun einmal und er wollte nicht sterben. Shakira sah ihn schmerzverzerrt an und dann sah sie wie er noch ein Ball auf sie feuerte und er sie an ihren Bauch traf, wieder fing es an zu brennen. Sie schrie aber mals auf und verzog das Gesicht. Ihr Schmerzvoller Schrei ging ihn unter die Haut, fügte ihn eine Gänsehaut zu. Aber er wollte hart bleiben und als er sie an ihrer zierlichen Schulter packte und sie somit zu Boden drückt, sie auf ihre Knie viel und dadurch der Schmerz noch mehr weh tat, den er ihr zugefügt hatte, versuchte er seine Gefühle, mit seiner Kälte zu über spielen.

Sie schloss nun endlich ihre Augen und versuchte ihre Kräfte zusammeln, es gelang ihr nur schwer aber sie schaffte es ihre Kraft in ihren Stein zu lenken und ehe Lorenzo seinen nächsten Feuerball abfeuern konnte musste er sich mit einen geschickten und schnellen Sprung in Sicherheit bringen. Der Lichtstrahl traf in die Erde und brachte das Gras zum Brennen, mittlerweile hatte sich das Feuer am Baum auch schon ausgebreitet und der Wald um sie her rum stand in Flammen. Shakira kämpfte sich blitzschnell auf die Beine, versuchte den Schmerz zu ignorieren und erhob sich mit ihren weisen Flügeln in die Luft. Lorenzo sah sie erschrocken an, damit hatte er nicht gerechnet und schon feuerte sie den nächsten Lichtstrahl ab, doch diesmal hatte er keine Zeit zu reagieren und der Strahl traf knapp neben ihn ein, er wisch vor den Flammen zurück. Warf ihr einen zornigen Blick hoch und dann viel ihn auf, dass sie ihn absichtlich nicht getroffen hatte, denn hätte sie treffen wollen, wäre der Strahl unweigerlich ins Ziel gegangen. Was spielte sie also grade mit ihn?

Er richtete seine Handfläche wieder auf sie, denn so lange sie noch in der Luft war konnte er ihr nichts an haben. Da sie sich noch auf ihre Kräfte konzentrierte und ihre Augen geschlossen waren, bemerkte sie sein vor haben nicht und als sie ihre Augen öffnete  und Lorenzo vor den Feuer welches den Wald fraß, stehen sah. War es zu spät, sie konnte nicht mehr ausweichen. Der Ball traf unweigerlich gegen ihren rechten Flügel. Sie schrie laut auf, versuchte sich in der Luft zu halten doch es war sinnlos und sie segelte wie ein Flieger mit nur einen Flügel zu Boden. Zu allen Pech landete sie auch noch auf den Rücken, ein dumpfer Aufschlag ertönte, wieder hörte man sie schmerzvoll stöhnen, einige der Feder von den Flügeln, flogen durch die Luft. Beim Sturz war sie so doof gelandet das ihr das Bein mit einen fiesen knacken brach. Sie konnte nicht auf stehen versuchte sich zu rühren, aber immer wieder viel sie zurück auf den Rücken, ihr Kopf dröhnte und das Feuer kam ihr gefährlich nahe, das Knistern der Flammen war so laut und bedrohlich das es sie kaum klar denken ließ, sie musste von der Nähe der Flammen weg. Aber die Schmerzen, ihr ganzer Körper schmerzte es war sinnlos, sie konnte sich nicht erheben nicht einmal vorwärts robben konnte sie.

Lorenzo trat zu ihr und stellte sich breitbeinig über sie, schaute zu ihr hinab und es tat ihn so unendlich leid, Blut floss an ihren Kopf hinab, sie musste irgendwo gegen geschlagen sein. Er seufzte still, sie schaute ihn fest in die Augen, dann richtete er seine Hand über ihren Kopf aus und sah weg. „Lorenzo, ich liebe dich…“, sagte sie zaghaft, fast hätte er es nicht gehört durch das Knistern der Flammen. Doch als es zu ihn drang sah er sie verwundert und vollkommen verwirrt an. Seine Hand begann zu zittern. Sie versuchte sich scheinbar nicht einmal zu wehren. Er beugte sich zu ihr hinunter und stütze sie, damit sie sich aufrecht hinsetzen konnte. Sie stöhnte abermals wegen dem Schmerz auf, er kniete über ihr und vor ihr und seine Hände hielten ihren Rücken fest. Sie sah ihn mit einen unbeschreiblichen Blick in die Augen. „Ich kann dich nicht töten Lorenzo, niemals kann ich dies, wenn dies mein Todesurteil ist, ist es okay, dann werde ich es akzeptieren…“, ihre Stimme klang schwach und es viel ihr Sichtlich schwer zu sprechen. Tränen standen in seinen Augen, es schnürte ihn die Kehle zu. Die Worte gingen so viel tiefer. „Unsere Liebe wurde niemals geduldet, diese Liebe wurde früher schon verachtet und unterbrochen, unser Leid mussten schon unsere Eltern durch stehen. Aber verstehst du nicht warum es so wichtig ist zu sterben? Wir müssen sterben, wir müssen Platz für neues Leben machen. Man kann die Ewigkeit nicht schätzen, man schätzt sein Leben nicht wenn es endlos ist, man schätzt die Tage nicht…“, sie hielt inne, stöhnte noch einmal, weil ihr alles schmerzte, dann spürte sie das Blut welches an ihrer Stirn hinab lief, es war ganz warm. Sie wusste das es kaum mehr möglich war für sie zu überleben. „Wir haben ein Sohn Lorenzo, ich möchte das du dich um ihn kümmerst, gib ihn ein zu Hause und liebe ihn…“.

Langsam schlossen sich ihre grünen Augen, die er so sehr an ihr liebte. Er drückte ihren Körper enger an seinen. „Shakira, ich liebe dich auch, es tut mir so unendlich leid, ich möchte nicht ohne dich leben. Bitte du musst bei mir bleiben. Hörst du. Du darfst mich nicht verlassen!“, flüsterte er ihr flehend ins Ohr. Sie musste Lächeln als sie seine Stimme hörte und diese Worte. Ganz zärtlich legte er sie zurück in das Gras, er hatte alles um sich her rum vergessen, nur noch seine Liebe hatte er vor Augen. Und wie er es gewusst hatte, hasste er sich, so sehr wie nie zu vor. Er war daran schuld wenn sie starb. Doch noch hatte er ihr Blut nicht getrunken. Er musste ihr kostbares Blut trinken, zum Zeichen das er sie hasste, zum Zeichen das sie und überhaupt das Leben, ihn nichts wert war. Doch er konnte ihr Blut nicht trinken, niemals könnte er dies, weil er sie liebte.

Sie öffnete vorsichtig ihre Augen und schaute in die seine, ihr Blut war über ihr Gesicht verschmiert und ihre Haare bedeckten sich auch langsam mit der roten Flüssigkeit. Aber ihr Blick war nicht voller Hass, ihr Blick war voller Liebe. „Pass auf unseren Sohn auf, geb ihn einen guten Namen, ich wollte es nicht alleine tun!“, ihre Stimme war nur noch schwer zu verstehen und undeutlich. Aber er verstand ihre Worte, strich ihr eine blut getränkte Strähne aus den Gesicht und lächelte sie liebevoll an. „Ich verspreche dir, unseren Sohn wird nichts passieren und ich verspreche dir du wirst siegen!“, langsam senkte er seinen Kopf zu ihren und schmiegte seine schmalen Lippen auf ihre. Gab ihr einen zärtlichen Kuss und sie genoss seine Nähe. Er liebte sie das wusste sie nun, zu spät, zu spät kam das was sie sich so sehr gewünscht hatte. Zärtlich löste er seine Lippen von ihren und flüsterte ihr liebevoll ins Ohr: „Ich liebe dich, du bist mein Leben!“ sie hörte seine Worte noch, dann schloss sie ihre Augen, langsam wurde der Schmerz betäubend, und alles war still um sie her rum, sie hörte nicht wie Lorenzo ihren Namen schrie und sie anflehte durch zu halten. Um sie rum war alles ruhig, alles still und der Schmerz hatte endlich aufgehört. Der größte Schmerz war überwunden.

Ihr Herz hatte seine Liebe gewonnen! Aber es gab kein Happy End, sie musste sterben, ihr Tod war nicht zu verhindern. Sie sah ein letztes mal ihre Menschlicheneltern vor sich wie sie, sie an lächelten und ihren einen Kuss auf die Wange gaben. Ihr Hengst der über eine weite, satte, grüne Wiese galoppierte und seine Mähne im Wind peitschte, er auf sie zu kam und seinen Kopf zärtlich in ihre Handfläche schmiegte. Sie sah Lorenzo wie er sie küsste den Hals hinab und wie er ihr lange und eindringlich in die Augen schaute. Dann sah sie ihren Sohn, wie sie ihn in den Händen hielt und ihn einen Kuss auf seine kleine Stirn drückte und sie sah Lorenzo wie er sie von hinten in den Arm schloss, er hatte wieder diesen Lächeln im Gesicht, was sie so schwach machte, er flüsterte ihr ins Ohr das er sie liebte und dann küsste er ihren Hals.

Er hielt den leblosen Körper des  Engels fest in seinen Armen, wagte es nicht sie los zu lassen. Tränen rannen über sein Gesicht, fast wie ein Fluss liefen sie hinab.

Er wiegte sie in seinen Armen, fern von allen war er mit seinen Gedanken. Er hatte sie umgebracht, er hatte sein Herz getötet und er hatte  die Zeit ins Universum schreiten lassen. Aber dies war ihn egal er war leblos, er würde nie wieder lieben können oder gar lachen, sein Herz war soeben stehen geblieben, so eben war er nicht nur äußerlich kalt sondern auch innerlich.

Die Mondgöttin sah wie ihr Sohn zu ihr kam. Sie lächelte ihn liebevoll an, sah den lehren Ausdruck in seinen Augen, sie wusste was passiert war, sie hatte schon immer gewusst wie es ausgehen würde.

Das kleine Baby in ihren Armen was lauthals schrie, drückte sie ihn einfach lautlos in die Hand und kehrte ihn den Rücken zu. Sie wusste was er nun tun würde sie wusste, was er nun zu tun hatte.

Der Vater sah auf das kleine in Decken eingewickelte Baby, der kleine Kerl hörte auf zu schreien und schaute seinen Vater mit großen Augen an. Lorenzo seufzte als er die kräftige grüne Augenfarbe sah, die er nur zu gut kannte. Er drückte den kleinen Körper an sich.

„Ich werde auf dich aufpassen, das Verspreche ich dir. Dann wandte er seinen Blick zu Erde hinab und sah den Lichtstrahl der so schnell wie ein Blitz ins Universum strömte. Dann hörte er wie es knallte, der Boden unter seinen Füßen begann zu beben und die Erde war zu Millionen kleinen Splittern zersprungen, das Leben auf der Erde war vorbei. Die ganzen Seelen waren tot. Er senkte seinen Blick, verstand nicht warum sie nun sterben mussten, obwohl er doch die Zeit hatte gewinnen lassen. War es weil ihr Engel tot war?

Dann schallten Shakiras Worte in seinen Kopf

 

Ich glaube ich habe verstanden, altes Leben muss für neues Leben platz machen. Alles muss nun einmal gehen, aber warum? Es kommt einfach ohne Warnung. Ich werde es nicht verstehen. aber ich weis was ich zu tun habe…

Sein Blick ging zu seinen Sohn dann lächelte er und konzentrierte sich so sehr das es ihn schon fast schmerzte, in seinen Gedanken fügte er die Splitter der Erde wieder zusammen, jeden einzelnen, bis es zu einem ganzen wurde, zur Erde.

Nur das Leben war fort war nicht mehr da. Sie war trostlos.

Sein Blick viel auf seinen kleinen Sohn in seinen starken Armen, er streichelte ihn zärtlich über die weiche Wange und schaute ihn in die großen, grünen, Kulleraugen. Er trat mit den Kind in seinen Arm, auf den Balkon und legte es sanft mit den Decken, auf das breite Geländer, der kleine Kerl grinste breit und beobachtete seinen Daddy. Lorenzo lächelte, und breitete dann seine Hände über den ganzen Körper des Kerl aus. Ein eisblaues Licht strömte aus jeder seiner Hautporen her vor und umwusselte das Baby. Der kleine Körper wurde von den warmen Licht umhüllt und langsam hob dieses Licht den Kleinen in die Luft. Eine eisblaue Lichtkugel hatte sich um das Baby gebildet und ihn völlig eingehüllt. Die Lichtkugel schwebte nun vor ihn und er schaute ein letztes mal seinen Sohn an.

„Adam sollst du heißen“, wisperte der Vampir in den Wind und schickte dann die Lichtkugel mit den kleinen Baby, zur Erde hinab.

Kirjano hatte alles mit bekommen, er stand die ganze Zeit neben Sheran auf den Balkon. Er hörte wie der Sonngott seufzte und den Kopf schüttelte. „Sie hat es nicht überlebt, sie hat gewonnen und ihr eigenes Leben verloren, der Krieg währt immer noch zwischen unseren Völkern und ich kann nichts daran machen!“, murmelte er bedrückt. Tränen standen in seinen Augen, Tränen weil er wusste welch ein Leid Shakira durch leben musste, Tränen weil er seine Liebe niemals ausleben durfte, Tränen weil seine Tochter gestorben war und Tränen weil er glücklich darüber war, was sie erreicht hatte. Endlich hatte die Trostlose Unendlichkeit ein Ende. Bald würde auch der mächtigste Gott sterben müssen und der Hass zwischen zwei Völkern würde endlich sterben.

Er wandte sich an Kirjano und nickte den Engel zu.

„Tu das was du schon mal getan hast, pass auf meinen kleinen Enkelsohn auf und behüte seine Frau die nun bald sicher zu ihn geschickt wird. Denn ich möchte nicht, dass alles von vorne beginnt. Sonst war das alles umsonst!“, bat Sheran den Engel neben sich. Er lächelte und nickte, erhob sich in die Luft: „Es war nicht umsonst, die Zeit gibt es ab sofort, die Menschen werden wieder leben und sich ihren Glauben erschaffen, an das was sie möchten, werden es auf schreiben und sie werden lernen. Außerdem, Sir. Wir alle dürfen endlich irgendwann zu Ruhe komm. Wir alle...“. dann flog er hinab zur neuen Erde, wo nun neues Leben geboren war. Das Alte hatte ihm Platz gemacht. Auf das es besser ausgehen möge als dieses Kapitel!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.04.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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