Esra Kurt

Cécilie und Max

Cécilie saß auf ihrer Schulbank. Sie wartete sehnsüchtig auf den Schulschluss. Denn der Unterricht in Biologie war so langweilig... Das Thema in Biologie waren die Säugetiere. Dies fand Cécilie ziemlich uninteressant. Am liebsten würde sie in die Eisdiele gehen. Allerdings hatte Cécilie niemanden, mit dem sie in die Eisdiele gehen konnte. All ihre Freundinnen wohnten in Berlin. Cécilie dagegen in Frankfurt an der Oder. Zu weit weg, um schnell ein paar Freunde zum Eisessen einzuladen. Da wusste sich Cécilie nicht zu helfen. Später: Die Schulglocke läutete. Alle Schüler packten ihre Schultaschen. Die Schulkinder liefen nach Hause. Alle Kids liefen mit Partner nach Hause – nur Cécilie nicht. Mit hängender Fratze lief sie die Schillerstraße entlang. „Wenn ich doch nur einen Freund oder eine Freundin hätte, der immer in meiner Nähe wäre!“, seufzte Cécilie. Dabei hing ihr Kopf ganz weit nach unten. Zur selben Zeit lief ein Junge namens Max ebenfalls nach Hause. Er hatte es eilig. Er wollte nicht zu spät zum Mittagessen kommen. Deswegen musste sich Max sputen. Dabei hetzte er wild. Sprich: Max rannte wie besessen. Allerdings vergaß er seine Umgebung. Währenddessen war Cécilie tief in ihren Gedanken versunken. Sie wollte unbedingt einen Kameraden haben, der nicht so weit weg von ihr wohnte. Jedoch sah sie den rennenden Max nicht und umgekehrt. So kam es zu einem Zusammenstoß „Entschuldigung, dass ich dich angestoßen habe“, entschuldigte sich Max bei Cécilie. Sie wurde zuerst ein bisschen sauer auf Max, aber danach entspannte sich die Lage wieder.
„Ähm, wie heißt du eigentlich?“, fragte Max Cécilie. Cécilie stellte sich vor und schaute dabei Max an. Genauer gesagt in seine tiefblauen Augen. Irgendwie schien sie sich für Max zu interessieren. Aber nicht aus romantischer Sicht, sondern aus freundschaftlicher Weise.
Danach schaute auch Max sein Gegenüber an. Er starrte in Cécilies braunen Augen und sah ihre schönen schwarzen Haare. Nach dieser Weile des gegenseitigen Anschauens, stellte sich auch Max vor.
„Wie wäre es, wenn wir unsere Adressen austauschen?“, fragte Cécilie Max. „Warum nicht?“, antwortete Max. Also schrieben Max und Cécilie ihre Adressen auf kleine Fetzen Papier auf und tauschten sie aus.
Nun fragten sich die beiden, was sie machen könnten. Max musste noch zum Mittagessen. Doch eine neue Freundschaft mit Cécilie war ihm wichtiger. Darum zückte er sein Handy aus der Hosentasche. Er rief dann seine Mutter an. Max sagte seiner Mutter, dass er nicht zum Mittagessen kommen wolle. Danach legte er auf.
„Wo können wir hin, damit wir unsere Freundschaft feiern können?“, fragte Max Cécilie. „Wie wäre es, wenn wir in die Eisdiele gehen“, antwortete Cécilie.
„Gute Idee!“, stimmte Max seiner Freundin zu. Also machten sich die Freunde auf dem Weg zur Eisdiele. In der Eisdiele „Ice Nicole“ reservierten Cécilie und Max die besten Sitzplätze, die es im Eiscafé gab.
Dann setzten sich die neuen Kameraden hin. Nachdem sie sich hingesetzt hatten, bestellten sich Cécilie und Max Schokoladeneis und zwei Gläser Apfelschorle. Nach einer Weile wurden die Bestellungen von Cécilie und Max angenommen. „Auf unsere Freundschaft!“, stießen Cécilie und Max mit ihren Gläsern auf ihre frische Kameradschaft an. Zum Schluss tranken sie ihre Apfelschorle und aßen ihr Schokoladeneis im Namen ihrer Freundschaft.
Esra Kurt
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.04.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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