Yvonne Asch

Anders als Du ...2

Das Klingeln ihres Handys ließ sie augenblicklich hoch schrecken, sofort stieß sie mit ihren Kopf gegen die Lampe über den Esstisch. „Scheiß Ding!“, fluchte sie und rieb sich nun den Kopf unter ihren lockigen Kupferfarbenes Haar. Noch schlaf getrunken schaute sie auf ihr Handy. Wieso rief man sie mitten in der Nacht an? Fragte sie sich. Doch als sie auf das zerkratzte Display ihres alten Handys sah, fing sie laut an zu fluchen und sprang mit einen Satz vom Holzstuhl hoch. „Nein, nein, nein und noch mal nein! Das kann doch nicht war sein!“, brummte sie vor sich hin während sie aufgescheucht zum Badezimmer rannte. Dann ging sie endlich ans Telefon: „Es tut mir so Leid Fiona, wirklich!“. Ein kurzes seufzen drang vom anderen Ende der Leitung. „Du hast schon wieder verschlafen?“, fragte Fiona dann etwas besorgt. Sie kämmte sich während sie das Handy hielt die Haare, mittlerweile war sie gut darin geworden, sich fertig zu machen obwohl sie noch telefonierte. „Ja, ich bin am Esstisch eingeschlafen, mein Kissen war ein Haufen voller scheiß Rechnungen!“, versuchte sie sich raus zu reden. Nun begann sie etwas Wimperntusche auf zu setzen. „hmm... na ja, jetzt beeile dich bitte ich bin hier ganz alleine in der Bäckerei und die Bude ist schon jetzt voll. Also flieg, Süße!“, und damit legte Fiona auf. Und Anastasia putzte sich schnell die Zähne zog sich ihre Klamotten an, die sie grade so aus den Schrank fischte und sauste dann zur Wohnungstür.

Grade wollte sie hinaus stürmen, dann hielt sie inne. „Mein Fahrrad!“, bemerkte sie weh leidig als ihr einfiel das es kaputt ist. Somit griff sie nach ihren Inlinern die neben der Tür standen und flitzte die Treppen hinab. Schnell zog sie sich die Teile über die Füße und warf ihre Tasche mit den Schuhe und sämtlichen Zeug über die Schulter. Wieder einmal begann ihr Tag äußerst Sportlich und gestresst, sie hasste sich dafür wiedereinmal, dass sie nicht endlich mal lernte einen guten Tagesablauf zu entwickeln. Doch als sie durch die Straßen sauste, an den meisten Menschen ohne Probleme vorbei, nahm die Sonne, die sich freundlich auf ihre Haut legte, etwas ihre schlecht Laune, es war schon jetzt ein schöner Frühlingstag und er versprach ihr, nur noch besser zu werden. Sie musste strahlen  und lächeln und jeden ein freundliches Hallo schenken, der ihr gefiel.

Kevin saß am reich gedeckten Frühstückstisch und trank einen Schluck von den heißen Milchkaffee, er liebte es Morgens gemütlich zu Frühstücken, seine Zeitung zu lesen und dabei etwas Radio zu hören. Er war alleine im großen, hellen Speisesaal, sein Vater war schon arbeiten, Jasmin war gestern Abend noch Wut entbrannt nach Hause gefahren und das Personal ließ ihn in Ruhe, sie wussten dass sie ihn Morgens nicht stören durften. Wieder musste er lachen als er an die Aktion gestern dachte. Sie war einfach viel zu Prüde, ein kleines Mitternachtsbad hatte doch niemanden geschadet, klar er mochte sie unwahrscheinlich gerne aber sie war halt meist viel zu sehr darauf versteift gut aus zu sehen und einen guten Eindruck zu machen.

Dann viel seine Aufmerksamkeit auf einen Bericht in der Zeitung.

„Genießen sie den schönen Frühlingstag, gehen sie hinaus,

flirten sie und vor allem lachen sie! Vielleicht sollten sie sich einfach in ein nettes Cafe setzen und ihre Zeitung dort lesen, vergessen sie nicht. An so einen tollen Tag stehen die Chancen viel besser für einen guten Flirt...“, er runzelte die Stirn, legte sein Brötchen beiseite und lass weiter: „Das empfiehlt ihnen jedenfalls die Tageszeitung. Also das war unser guter Tipp für sie!“. Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen. „hmm... warum eigentlich nicht? Ich habe heute eh erst um 14 Uhr erst etwas in der Firma zu tun!“.

„Was darf es denn für sie sein? Wieder ein halbes Marmeladen Brötchen?“, fragte Anastasia die alte Frau und lächelte sie freundlich an. Die alte Dame kam jeden Samstag Morgen, jeden Samstag Morgen aß sie zufrieden ihr Marmeladen Brötchen und schaute mit einen Lächeln voller Freude aus den Fenster, aber immer war sie alleine und immer erlösch dieses Freuden Lächeln wenn das Brötchen auf war und sie sich den Mund abgetupft hatte, um wieder hinaus zu gehen, wahrscheinlich nach Hause und wahrscheinlich machte sie das Traurig, weil sie zu Hause ganz alleine war. Anastasias Augen schauten sie nun mitfühlend an, ihr Herz lag nun etwas schwerer, sie wollte nicht das diese Frau die immer Freundlich zu ihr gewesen war, so schnell sich wieder alleine fühlte.

„Ja, sehr gerne Kind, wissen sie eure Brötchen sind einfach die Besten und euer Cafe ist zu dem auch noch so hübsch eingerichtet“, sagte die alte Dame nun und ihre Augen funkelten die Verkäuferin freundlich an. Anastasia nickte und lächelte wieder. „Wissen sie, da sie uns so treu sind bekommen sie heute 3 Marmeladen Brötchen zum Preis von einen und möchten sie wieder den Tee dazu wie immer?“; fragte sie sanft, sie spürte wie eine leichte Last von ihren Herzen fiel, obwohl sie der Frau nur 2 Hälften eines Brötchen schenkte, fühlte sie sich gleich viel besser, denn nun würde die alte Dame etwas länger vom süßen Glück kosten dürfen. Die Augen der Alten strahlten. „Sie sind so Süß meine Liebe, ich danke ihnen.“, sie schob die 2,80 Euro zu Anastasia hin und sah zu wie sie ihr die Brötchen gab und den Tee. „Lassen sie es sich schmecken!“, sie kniff lachend beide Augen zusammen, das tat sie immer ohne es zu bemerken wenn sie etwas getan hatte was ihr Herz etwas strahlen ließ.

Kevin sah der alten Dame hinter her dann schaute er zu der netten Verkäuferin hin, durch seine Sonnbrille her raus. Er musste erst mal genauer hin schauen als er die nette Frau hinter der Theke sah, sie war nicht nur sehr freundlich, sie sah zu dem auch noch bezaubernd aus. Diese langen lockigen Kupferfarbenden Haare und die strahlenden, großen, grünen Augen, dazu  noch dieses lächelnde unbesorgte Gesicht, eine Frau die wohl jeden in ihren Bann zog.

„Was möchten sie denn nun?“, fragte sie den jungen Mann zum zweiten mal der noch immer sich nicht gerührt hatte und mit seiner dunklen Sonnbrille zu ihr schaute, jedoch konnte sie seinen Blick nicht sehen, sie erkannte nichts durch diese getönten dunklen Gläsern. Ziemlich unhöflich eine Sonnbrille in einen geschlossenen Raum zu tragen, aber dieser Mann wirkte eh schon als ob er sich für sehr viel besser halten würde, dieser teure dunkle Anzug, das etwas offene Hemd und die zusammen gebunden Haare, die etwas länger waren, es gab selten Männer mit längeren Haaren, seine reichten bis zur Schulter und er sah auch wirklich schick aus, kraftvoll und selbstbewusst, aber für ihren Geschmack zu eingebildet und das obwohl er noch nicht einmal etwas gesagt hatte. Nun öffneten sich seine schmalen Lippen: „Geben sie mir bitte einen Kaffee, schwarz und ach ja, dazu hätte ich ganz gerne ein Brötchen mit Käse.“

Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Diese graden weisen Zähne und diese smarte Lächeln, nun konnte sie nicht länger verleugnen das sie ihn doch recht interessant fand. Sie nickte stumm und ging zur Kaffeemaschine schaltete sie an und legte dann ein Käsebrötchen auf einen Teller den sie ihn hin stellte, dann grinste er sie an und sah sie abwartend an. Der Kaffee begann zu kochen und sie drehte sich um, drückte auf den Knopf, damit der Kaffee durch laufen würde und wandte sich wieder an diesen attraktiven arroganten Mann. „Darf es sonst noch etwas sein?“, fragte sie leise, was eigentlich so gar nicht ihre Art war. „Ja, ich hätte gerne eine Tasse zu meinen Kaffee!“, sagte er lachend und beobachte wie der Kaffee aus den Rohr der Kaffeemaschine heraus sprudelte und direkt auf die Arbeitsplatte lief. Anastasia sah ihn verwundert an. „Eine Tasse zum Kaffee?“, fragte sie wie in Trance. Nun musste er breit grinsen. „Ist das neuer Dings nicht mehr so das man zum Kaffee eine Tasse bekommt?“, fragte er sie dann lachend. Nun langsam hörte sie das Plätschern des Kaffees der auf die Platte lief und schon sich seinen Weg zum Boden bahnte. Ihre Augen wurden groß und ein seufzen entrann ihren Lippen. Sie drehte sich fix wieder zur Maschine hin über und stellte schnell eine Tasse unter die aber nur noch ein paar Tropfen bekam, der Rest war nett auf Arbeitsplattem, am Schranktür der Arbeitsplatte und auf den Boden verteilt. „So ein Mist!“, grummelte sie und wischte schnell das nötigste auf dann stellte sie eine saubere Tasse unter und drückte wieder auf den Knopf, sie spürte richtig, dass ihr das alles total peinlich war, und deswegen bekam sie auch eine richtig schöne rote Farbe ins Gesicht. Als der Becher voll war schob sie ihn zu ihn hinüber, der noch immer grinsen musste und ihr hübsches Gesicht genoss. „Danke, ich dachte schon ich müsste ihn vom Boden auf legen!“, es genügte ihn scheinbar nicht, dass es ihr schon so peinlich genug war, er musste noch einen drauf setzen. Nun wurde Anastasias Gesicht wütend und sie funkelte ihn zornig an. Biss sich jedoch auf die Zunge, bevor sie eine bissige Bemerkung machen konnte. „Macht dann 2, 30 Euro!“, sagte sie knapp. Er schob einen 5 Euroschein hervor und zwinkerte ihr zu. „Stimmt so, damit ihre gute Laune wieder kommt, ich habe mich köstlich amüsiert!“, sagte er grinsend. Mit knirschenden Zähnen nahm sie den Schein entgegen. „Sehr freundlich, danke“, brummte sie. Er nickte, nahm sein Essen und den Kaffee und ging hinaus um sich hin zu setzen. Dort biss er dann immer noch schmunzelnd in sein Brötchen und Anastasia begann nun alles sauber zu wischen, was die Kaffeemaschine ihr beschert hatte. „Was fürn Tag“, murmelte sie.

 

 

Der Abend brach genauso schön an wie es der Tage getan hatte, diesmal war Anastasia nicht eingeschlafen und sie konnte sich ganz gelassen auf den Abend vorbereiten. Heute musste sie auf einen großen Fest Kellnerin, von irgend einen ganz bekannten, reichen Autohändler. Na gut, dachte sie sich also sie ihr Haar hoch steckte und ein paar einzelne Strähnen wieder her raus vielen, sie konnte sich vorstellen wie das wieder werden würde, lauter, verklemmter Spießer auf einen Haufen, deren einzigen Gesprächsthema deren Beruf und das Golf spielen war. ja, sie war schon oft auf solchen Festen gewesen und jedes mal war es das gleiche gewesen, langweilige Gesprächsthemen. Sie nahm das dunkel grüne Sommerkleid vom Bett, welches so wunderbar zu ihren Augen passte, zog ihren schwarzen seiden String an und schlüpfte in das kurze Kleid hinein. Es umspielte zärtlich ihre Figur. War oben eng geschnitten, betonte ihre schlanke Taile gut und ihre Oberweite und unten an den Hüften ging es Locker, lässig auf, fast wie ein Fächer. Sie schlüpfte in die silbernen Tanzschuhe und begann dann ihr Gesicht zu bearbeiten. Was hatte ihr Chef gesagt? Sie sollte sich stark schmiegen, fast wie eine Maske, da es so eine Art Maskenball war? hmm.. na gut, dann würde sie es halt mal wagen, sie könnte ja auch die silberne Federmaske nehmen, die sie mal auf einen Fasching getragen hatte. Gesagt getan. Ihre Augenpartie war nun von der Maske sanft umspielt, nun setzte sie noch den weisen Lippenstift auf und schon sah sie gleich viel anders aus. Verrückt, dachte sie sich, das sie so was noch einmal machen würde. Das Klingeln an der Tür riss sie aus ihren Gedanken, sie musste los.

Kevin stand an der Wand gelehnt, wer kam nur auf die lächerliche Idee einen Maskenball zu veranstalten, das hat man früher gemacht als man noch ein Kind war aber hier waren es alles Erwachsene Menschen, die sich in seinen Augen wie Kinder auf führten. Na ja, ihn war es egal ersetzte einfach seinen schwarzen Hut auf und die schwarze Zoromaske und beobachtete schmunzelnd die Gäste die sich auf der Tanzfläche austobten oder aber vollkommen steif über echt langweilige Gesprächthemen redeten, er konnte es nicht mehr hören, die ewigen Fragen was die Firma machte, mein Güte, es gab gewiss auch noch andere Dinge im Leben außer das Geld! Jasmin erkannte er sofort wie sie in ihrer zierlichen Gestalt in den weisen Kleid über die Tanzfläche schwebte, diese stolze, aber zaghafte Haltung und dann ihr feines Gesicht, welches sie glänzend weis gepudert hatte, so das es sie noch viel zerbrechlicher wirken ließ, fast wie eine wahre Elfe. Nun schwebte sie in den Händen seines älteren Bruders, über die Tanzfläche und trotzdem sahen ihre Augen immer wieder zu ihn her rüber. Es machte ihn Freude ihr beim tanzen zu, zu sehen.

Anastasia hatte gut zu tun den Sekt zu verteilen und die ganzen Häppchen, sie war nur am hin und her rennen, ab und zu bekam sie mal ein bisschen Trinkgeld, verbunden mit ein oder zwei netten Komplimenten die sie lächelnd hin nahm. Und plötzlich blieb sie stehen und schaute durch die Tanzende Menge hindurch auf den Mann der in einen dunklen Anzug an die Wand gelehnt war, obwohl er sein Gesicht etwas mit dieser schwarzen Maske versteckte, erkannte sie ihn sofort wieder, der Mann aus den Cafe und er sah noch viel besser aus, als am Morgen! Ihr Herz schlug augenblicklich höher, nein, sie musste es verleugnen, wie konnte sie sich in so einen eingebildeten Schönling verkucken. Schnell trugen ihre Füße sie weiter, wie wild verteilte sie die Sektgläser auf ihren Tablett, sie musste hinaus an die frische Luft, es war unmöglich für sie jetzt grade klar zu denken und ihren Job gut zu machen. Sie brauchte erst einmal eine Zigarette und am besten selber ein Glas Sekt. Wie sollte sie denn hier gut arbeiten, wenn sie nun doch wusste das er hier auch rum laufen würde? Sie würde den ganzen Abend nach ihn Ausschau halten und sicher wieder so was von nervös sein, dass ihr wieder tausendfehler unter laufen würden.

Auf den Balkon angekommen atmete sie erst einmal erleichtert auf, stellte das Tablett mit den drei Sektgläsern aufs breite, Stein Geländer und schaute über die weiten Felderlandschaft die zärtlich vom Mond erleuchtet wurde. Kevin sah interessiert zu der Frau mit den hochgesteckten Haar hin, die nun gierig an ihrer Zigarette zog. Sie schien nervös zu sein, hatte ihn auch noch nicht bemerkt und schien sich alleine auf den Balkon vor zu kommen. Ohne weiter drüber nach zu denken ging er langsam mit festen Schritten zu ihr und stellte sich neben sich, legte dabei seinen Oberkörper über das Geländer. „Schöne Nacht nicht war?“, fragte er sie nun und schaute ebenfalls über die Landschaft. Sie schluckte, sofort erkannte sie diese Stimme wieder und plötzlich kam es ihr vor, als hätte sei seine Stimme schon einmal gehört. Sie wandte ihren Blick zu ihn aber er schaute noch immer gelassen über die wunderschöne Natur. „Ja, ähm, das ist sie“, schenkte sie ihn nun ne Antwort. Jetzt drehte er auch seinen Kopf zu ihr, ihre feinen Gesichtszüge und dieser hübsche Kussmund, dann noch die grünen Augen, es kam ihn vor als hätte er sie schon einmal gesehen. Ihr Gesicht war wirklich perfekt maskiert, nicht zu viel und nicht zu wenig, aber man erkannte nicht viel von ihr, jedenfalls nicht so viel das man nun sagen konnte, man würde sie auf der Straße wieder erkennen. „Und zu welchen Reichen Mann gehören sie? Ich muss sagen der Mann ist zu beneiden, er hat einen wirklichen Juwel bekommen!“, versuchte er sie zu schmeicheln. Sie sah schnell weg. Er hat mich nicht erkannt? Er scheint nicht zu wissen das ich hier nur kellnere.  

Jasmin stand am  Türrahmen und sah zu Kevin der grade eine Hand auf die Hüfte der wirklich jungen hübschen Frau legte, sie spürte richtig wie ihr das Herz blutete, es tat schon nur weh zu sehen wie er eine andere anflirtete. Sauer wandte sie sich ab. Und lief wieder in die Arme seines älteren Bruders, nun wollte sie tanzen, nicht an Kevin denken und nicht daran, was er heute Nacht noch anstellen würde!

Anastasia errötete als sie seine Berührung bemerkte, sie schaute ihn nicht an. „Ich bin mit keinen Mann hier!“, murmelte sie rasch. Er nickte und trat nun hinter ihren Rücken, er konnte nicht sagen warum, aber diese Frau zog ihn magisch an, fast so als kannte er sie schon sein Leben lang, er wollte nichts lieber als mit ihr jetzt grade alleine zu sein. „Ich weiß...“, hauchte er ihr nun ins Ohr. Total verwirrt stand sie still da, es war seltsam aber sie wünschte sich einfach, das dieser perfekte Mann sie küssen würde und einfach sich das nehmen würde wo nach ihn war. schnell versuchte sie diese Gedanken hinaus zu verjagen, aber sie konnte es nicht verleugnen, schon heute Morgen hatte sie ihn einfach unwiderstehlich gefunden. Seine Hand ruhte auf ihren Bauch. Was mache ich hier eigentlich grade? Ich kenne sie nicht einmal und doch möchte ich sie einfach nur fühlen. Warum?
“Wie ist dein Name?“, flüsterte er ihr ins Ohr, sein Atem kitzelt sie etwas am Ohr, eine Gänsehaut legte sich auf ihren Körper. „Anastasia und ihrer?“, fragte sie mit zittriger Stimme. Ihre Zigarette hatte sie schon lange fallen gelassen. „Kevin!“, gab er knapp zurück und drehte sie sanft, aber bestimmend zu sich, wo er ihr nun in die Augen sah. „Tanzen?“, fragte er wieder knapp und sie nickte, vollkommen ohne Verstand, wie konnte sie nur ja sagen? Sie war hier zum arbeiten nicht zum vergnügen und doch ließ sie sich von Kevin auf die Tanzfläche führen um sich dann nur ein Lied später in seinen starken Armen wieder zu finden.

„Was machst du hier, Anastasia?“, fragte er sie leise beim tanzen.

„Tanzen!“, sagte sie, damit sie ihn nicht anlügen musste, er bemerkte das sie seinen Fragen immer auswich aber es war ihn egal, er genoss es einfach nur sie bei sich zu haben.

„Dein Name klingt so stolz und mächtig!“, hauchte er ihr ins Ohr, ließ seine Hand einfach ihren Rücken hinab gleiten. Ein Kribbeln durch fuhr ihren Körper.

„Es ist einfach nur ein Name!“, murmelte sie, denn worauf sollte sie schon stolz sein? Das sie ein Haufen Rechnungen hatte die sie nicht bezahlen konnte und sich mit kleinen Jobs rum schlug? Er hob mit seiner einen Hand ihr Kinn an da mit sie ihn in die Augen sah. „Ich finde ihn einfach nur sehr schön genauso schön wie du. Ich glaube ich kann grade nicht klar denken, du hast mir meinen Verstand geraubt!“, flüsterte er ihr zu und bewegte nun seine Lippen auf die ihre. Anastasia spürte wie ihre Knie weich wurden, sie kam sich vor wie in einen Märschen, und somit schloss sie ihre Augen und lies seine Lippen auf die ihre kommen und verfiel so ganz seiner Macht. Sie war in einen Meer voller Gefühle, aus den sie nicht mehr auftauchen wollte, sie wollte nur bei ihn bleiben. Und ihn ewig fühlen. Seine Hand streichelte ihr zärtlich durchs Haar. Was tat er da nur grade?

Herr Kilo sah bestürzt zu wie Kevin die Kellnerin schon fast auf der Tanzfläche vernaschte, wie konnte er es nur wagen. Er ballte wütend seine Hand zur Faust. Das wollte er sich nicht bieten lassen, er bezahlte das junge Ding nicht dafür, dass sie seinen Sohn den Kopf verdrehte. Mit schnellen Füßen ging er auf den Geschäftsleiter, des Partieservice zu und seine Stimme klang voller Wut. „Unerhört! Was treibt eure Kellnerin mit meinen Sohn auf der Tanzfläche? Zum arbeiten bezahle ich euch und für nichts anderes!“, seine Augen waren wutentbrannt. Der schlanke Geschäftsleiter sah Herr Kilo verwundert an und schaute dann auf die Tanzfläche. „Aber? Was erlaubt die sich??!“....

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.04.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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