Cornelius Schulz

Reiseabenteuer im Outback - Teil 6

Abenteuer im Ortback VI
Von EXMOUTH (W.A.) nach CAIRNS (QLD)
 
Damit ihr weiterhin unserer Route folgen könnt hier mal wieder das Datum. Also es ist der 25.5.2002 und wir brechen gerade von EXMOUTH auf und zwar in Richtung PORT HEDLAND. Ich schreib jetzt mal einfach, was genau für diesen 25.5. in meinem Tagebuch steht.
1        auf nach Port Hedland immerhin 800 km
2        unterwegs 3 mal getankt + 5 eis (teuer, aber gut)
3        H. schlief die ersten 236 km auf dem Rücksitz
4        Schöne Gegend, aber nix besonders
5        In Karrtha nach Supermarkt gesucht, nix
6        P. H. von weitem echt viel Licht, wegen Eisen?fabrik
7        Zeltpl. Gleich gefunden, aufstellen, Spass + pennen
8        (2 Nächte- 10 %= 39,-)
9        768,20             3 tanken 95,-                5 Eis 11,50       Zeltplatz 36,-
 
Und damit ihr nicht dumm sterbt, wird ich das mal kurz erklären. Also das H. steht natürlich für Heidi. Karrtha ist eine Kleinstadt in den Weiten von Australien, sie sollte auf jeden genaueren Atlas von Oz eingetragen sein. P. H. steht dann aber nicht etwa für Pumuckel Heidi, sondern natürlich für PORT HEDLAND. Das ? im Wort Eisenfabrik ist da, weil ich nicht wusste das ...... hab ich wieder vergessen. Das mit dem vielen Licht stimmt aber, war echt beleuchtet und schon beeindruckend, wenn du aus der totalen Dunkelheit kommst. Spass ist FSK 18!!! 2 Nächte auf dem Big4 Zeltplatz kosteten 39,- minus 10 %, weil wir einen Flyer vom letzten Big4 mit hatten, ich bin halt ein Geizkragen. 768,20 steht für die Ausgaben im Mai bis zu diesem Zeitpunkt. Und dann hab ich noch aufgezählt, was wir heute ausgegeben haben. So ähnlich sieht jede Tagebuchseite aus, manchmal spannender oder auch nicht.
Denn näxten Tag blieben wir auch noch in PORT HEDLAND. Im Supermarkt erstanden wir einen neuen Blinker, keinen Blinker für Punky, sondern einen zum Angeln. Heidi schaffte es dann noch über unsere gute Angel zu fahren, als wir zum Supermarkt starteten, sie hatte nämlich unter dem Auto übernachtet, die Angel natürlich und nicht etwa Heidi. Nach einem Sprung in den Pool und drei Runden Tischtennis und Schach konnten wir uns dann auf das abendliche Highlight vorbereiten. Wir wollten uns nämlich den staircase to moon anschauen, übersetzt soviel wie Himmelsleiter. Bei Ebbe sieht es nämlich so aus, als ob eine Leiter zu Himmel führt. Zum Glück war es kein bisschen bewölkt, so das wir dieses Schauspiel voll bewundern konnten. Und der Mond schien dazu noch irre hell, echt geil. Wir machten auch noch zwei coole Fotos, je einmal Heidi und ich knieten uns in den Sand und hielten die Hände so, das der Mond in unseren Händen lag. Unsere familiys nahmen uns später nur schwer ab, das wir den Mond gehalten haben sollen, aber es ist die Wahrheit--- zumindestens sieht es so aus!!!
Dann ging es weiter zum 80 MILE BEACH und Heidi weckte mich an diesem Morgen wieder mit: „Wir müssen aufstehen!!!“. Aus der örtlichen Einkaufzentrum in PORT HEDLAND wurde ich noch höflich heraus gebeten, weil ich keine Schuhe anhatte, ist ja auch schweineheiss in Oz. Bis zum 80 MILE BEACH waren es nur 270 km, also weniger als ein Katzensprung für uns und Punky. Und was erwartete uns am 80 MILE BEACH??? Ja, ihr seid ja alle so schlau, es waren 80 Meilen Strand. Obwohl so sicher kann man sich da nicht sein, wenn man bloß knapp 10 km erblickt. Dafür war der Strand aber richtig geil, schön feinkörnig, weiß und fast klinisch sauber – ich hör mich doch schon wie ein Sandexperte an, oder! Das der sunset wieder ne Wucht war, brauch ich euch eigentlich nicht erzählen, aber ich tu es doch, weil es so schön war. Leider gab’s hier keine campkitchen, so begnügten wir uns an diesem Abend mit Brot und Stulle. Am näxten Tag verließen wir das Paradies gleich wieder, denn außer dem einmaligen Strand war hier nix weiter los. Achso für alle Touristas die letzten 10 km zum Strand sind unsealed – was das heißt, erklärt euch jetzte unserer Reiseleiter Monschischi. Also die Straße ist nicht geteert oder anders ausgebaut, sondern einfach ne Piste - das heißt unsealed. Das coole ist, dass ihr direkt am Strand zelten könnt.
Ok, nun zu unserem näxten Ziel namens DERBY. Es war wieder nur ein kleines Stück, natürlich für australische Verhältnisse, also so rund 274,34 km oder so, ach guckt doch selber in den Atlas, wie weit das ist. Unterwegs nahm Heidi das Angebot einer Tankstelle war, und ich mein nicht nur das tanken , sondern auch den „free coffee for drivers“. Das erwähn ich nur, weil so was häufig vorkommt und auch immer genutzt werden sollte, ihr wisst schon wegen schlaf und so. Knapp 4 km vor DERBY beschauten wir uns eine Attraktion diese Landstriches etwas genauer. Hier gibtz nämlich sehr häufig sogenannte BOAB-Trees oder Flaschenbäume.
 
EINSCHUB:
Flaschenbäume ähneln, wenn sie ausgewachsen sind, einer Kaffeekanne..... äh einer Flasche.
EINSCHUB ENDE.
 
Und kurz vor DERBY steht einer der breitesten. Er wurde früher sogar als Gefängnis für Aboriginies genutzt. Also das Teil war bzw. ist schon richtig fett und natürlich hohl, is ja klar. Nach diesem sehr kurzen Abstecher fuhren wir in die Stadt. Leider gab’s auch diesmal keinen fridge im Caravanpark, was nicht gerade von Vorteil ist, wenn man verderbliche Essenswaren mit sich rumträgt. So beschlossen wir den Tag mit einem Garlicbread und den anderen aufzuessenden Resten zu beenden. Des Nachts musste ich noch aufs Klo, wo ich erst lange nach dem Lichtschalter suchte und nach der Sitzung feststellen durfte, dass mittels Wasserhahn, das Licht angeschaltet wird.
Am näxten Morgen überraschte uns mal wieder der kleine Punky. Er hatte wiedermal was zu meckern. Ich frag mich, was der sich einbildet. Wir hegten ihn und pflegten ihn – na gut eigentlich haben wir ihn fast nie gewaschen, aber ich hab ihn jede Nacht vor dem Zubettgehen gestreichelt, natürlich so das Heidi, dass nicht merkte. Und immer wenn Punky traurig war, weil Heidi ihn Pumpie nannte, hab ich ihn auch getröstet. STOP jetzt wird mir immer klarer, warum Punky ab und zu streikte – Heidi war nicht zärtlich genug zu ihm. Jedenfalls hatte er diesen Morgen wieder einen Anfall und diesmal war es der Muffler. Da ich kein Genie bin und auch nix von Autos verstehe, muss euch euer Mechaniker wohl erklären, was ein Muffler ist. Ein neuer kostete uns auch nur 80,- samt Ein- oder besser Anbau. So hatten wir auch noch Zeit unsere vollen Filme entwickeln zu lassen und etwas auszuborgen. Ehrlich, wir haben die Boabtreefrüchte nur geborgt und bringen die Setzlinge wieder zurück nach DERBY, wenn die endlich mal wachsen würden.
Nachdem wir Punky dann wieder in den Händen hielten, ging es wieder los. Da unser Gefährt kein 4-Rad Antrieb besaß, konnten wir leider nicht die GIBB ROAD benutzen. Das soll eine echt schöne und geile „Straße“ sein, die wir uns fürs näxtemal vorgemerkt haben. So nahmen wir lieber denn Highway. Wir fuhren auch voll durch bis nach KUNUNURA, also war es schon gut dunkel als wir ankamen. So visierten wir den erstbesten Zeltplatz an, da die Rezeption schon geschlossen war, haben wir uns einfach einen Platz gesucht. Das die Rezeption am Morgen auch noch zu war, dafür können wir doch nix, oder!?! Wir sind dann nur schnell in den Supermarkt und gleich wieder auf den Highway, aber nach 15 km drehten wir noch mal um – ab und zu oder besser --- du sollst bei jeder Gelegenheit in Australien TANKEN!!!! Das nutzten wir dann gleich um noch ein paar Souvenirs zu erstehen. Jetzt ging’s aber richtig weiter und zwar zum KEEP RIVER NP. Wo wir uns aber ein wenig verarscht vorkamen, den bis zum ersten interessanten Punkt waren es 25 km Piste. Da wir dies erst nach 15 km auf dieser Piste so richtig rafften, drehten wir um und .... man muss ja nicht alles sehen. So konnten wir gleich das näxte große Ziel ansteuern, nämlich KATHERINE. Auch hier wollte der Platzwart von uns keine Kohle sehen, was is der auch nicht da, wenn wir kommen. Aber dafür hatte der Caravanpark endlich mal wieder einen fridge. Sonst gibtz von der Stadt bis hierhin nicht viel zu erzählen, aber da kommt noch was, da könnt ihr sicher sein. Dieser Abend schloss mit Überlegungen meinerseits, dass die Benzinkosten wohl den größten Anteil alle Kosten ausmachen --- über was ich so alles nachdenke. Ok, wirklich schloss der Tag mit einem vorzüglichen Essen zubereitet von Heidi und einer kuscheligen Nacht. Ich hab dich lieb, Punky!!!
Es ist also der 31.5.2002 und wir sind in KATHERINE. Und heute geht es zu einer der Attraktionen von Oz und zwar dem KAKADU NATIONALPARK. Wir waren auch verdammt gespannt, was uns da erwarten würde. Erst mal erwartete uns am Eingang ein saftiger Eintritt von 16,25 je Person. Bei dem Preis sollte uns dann aber auch was geboten werden. Und das Aboriginal Art Centre mitten im Park war auch verdammt sehenswert. Ach übrigens die Dimensionen des Parks sind wirklich gigantisch, da ist nix mit laufen, da muss gefahren werden. Bei den YELLOW WATER machten wir ne kleine Rast und Heidi nutzte die Gelegenheit um ein paar Vögel für das Abendbrot zu .....ne das war anders, sie fütterte die Vögel von unserem Essen, genauso war das. Nun bestiegen wir noch den MIRRAI LOCKOUT ein kleiner, aber doch beschwerlicher Aufstieg und die Aussicht war, na ja nicht gerade berauschend. Dafür war unser Nachtlager um so berauschender, ja wir waren beide richtig berauscht von Adrenalin, denn wir campten neben einem Süßwasserkrokodilweiher im Nationalpark. Übrigens der Ort war als Campground ausgewiesen und da waren noch andere Camper, also nicht zu sehr erschrecken. An unserem kleinen Lagerfeuer gab es dann auch richtig leckeres Krokodilfleisch ..... oder waren es doch nur Hotdogs. Und nach dem das Feuer erloschen war, kamen sie vom Weiher. Und sie ließen uns die Ganze Nacht nicht zufrieden, zum Glück hatte unser Zelt eine Doppelwand, sonst wären wir wohl umgekommen. Da fällt mir ein, vergesst bloß nie einen lighter und fly death. Zum Glück überlebten wir diese Nacht, aber auch ein paar Mücken hatten überlebt oder habt Ihr etwa gedacht, das Zelt hat uns vor den Kroks beschützt. Jedenfalls ging die Mückenjagd noch gut zwei Stunden im Auto weiter und dann hatten wir sie alle erledigt. Dann ging es noch fix nach JARIBU, das ist ein Aboriginieort im KAKADU NP, wir wollten da zur Feuerwache um uns einen Aufnäher zu besorgen. Es hat auch geklappt, schließlich sind wir immer lieb und nett. Und schon machten wir uns raus aus diesen Park, wir hatten uns ein bisschen mehr versprochen, aber schlecht war es auch nicht. Am Ein- bzw. Ausgang machten wir noch ein schönes Foto. Und nun ging es schnurstracks nach DARWIN. Unterwegs gab es einen kleinen Stau, das ist nur interessant, weil das der einzige Stau war, den wir in Australien miterlebt haben. Sonst sind die Highways eigentlich immer sehr frei. In DARWIN ging es erst mal zu Red Rooster, wo wir einen leckeren Strauß aßen.... es war auf alle Fälle ein Vogel. Es war echt lecker. Danach suchten wir einen Caravanpark, was sehr schnell ging und na ja war ja auch gleich an der Einfallsstraße zur City. Und dann ging’s gleich noch mal in die City von DARWIN, wo Heidi ein Rumpsteak verspeiste und ich mir ein leckeres Bier gönnte. Danach ging es gleich ins Kino zu „Star Wars II“, ihr kennt den Film ja und wenn nicht.... auch egal. Der näxte Tag wurde ganz langsam angegangen, erst mal ein ganz klein wenig das Auto aufgeräumt, danach ein paar Päckchen für zu Hause gepackt und zur Post gebracht und dann war es auch schon fast soweit. Es ging zu den Midnightmarkets am Strand, war ein richtig schöner Markt. Dazu gab es noch einen richtig, richtig geilen Sonnenuntergang. Weiter ging es mit einem Rundgang durch das Citycenter, auf dem Rückweg zu PUNKY kamen wir an einem Baum vorbei und da passierte ES wieder. ES schaute uns mit großen Augen an und bettelte um Liebe und Aufmerksamkeit. Was sollten wir tun, sollten wir ES berühren oder lieber mit einem lauten Aufschrei fliehen. Ok, wir nahmen allen Mut zusammen und streichelten ES. Sie waren ja auch so flauschig, kuschelig und süß, es war eine Possumfamilie, die in dem Baum lebte und bestimmt schon von vielen Backpackern gestreichelt und gefüttert wurde. Vielleicht sind es ja auch keine Possums, wir haben ja ein Foto von Ihnen. Also ihr Experten kommt bei uns vorbei und bestimmt die Tierart, viel Spass.
Der näxte Tag in meinem Tagebuch beginnt mit den Worten: Heidi nicht erinnern!!!. Was es damit auf sich hat, werdet ihr sehr bald erfahren. Spätestens wenn wir zum 13. Juni kommen, wisst ihr bescheid. Jedenfalls startete der Tag damit Heidi nicht an das große Ereignis zu erinnern, übrigens damit ist nicht der Heimflug gemeint. Dann wurde die Mall aufgesucht, wo wir uns im Touristenzentrum nach dem Standort der lokalen Feuerwache erkundigten. Die Aussies waren wieder mal sehr freundlich und hilfsbereit, was man bei dieser doch eher ungewöhnlichen Anfrage nicht erwartet. Die Feuerwache wurde auch ruckzuck gefunden und der nächste Aufnäher konnte unserer Sammlung zugeführt werden. Nun hieß es sich um profanere Dinge zu kümmern. Jetzt endlich beschafften wir uns einen neuen Jack (wer hier ordentlich mitliest, der weiß was gemeint ist) und ein neues, na ja gebrauchtes Schloß für unserer Handschuhfach --- immerhin war es recht billig und es funktionierte. Damit war es aber noch nicht erledigt, wir suchten noch ne Werkstatt, denn die Reifen, ja die geliebten Reifen mussten mal wieder ausgewechselt werden. Wir bekamen einen Termin für Morgen und ich war gespannt, ob sie PUNKY bändigen werden können. Ich muss noch erwähnen das Heidi heute etwas daneben war beim Fahren. Einmal schleifte meine Zaubermaus am Bordstein lang und das andere mal beachtete sie folgendes Schild nicht: No Right Turn.  Zur Strafe haben wir dann abends eine Verkehrsstunde eingelegt, ich glaub es hat ihr sehr gut gefallen J. So den näxten Tag wurde aus dem Caravanpark ausgecheckt und gleich hin zur Werkstatt. Wo wir zwei neue Vorderreifen erstanden. Mit den neuen Reifen an Punky und den Einkäufen von Woolworth ging es Richtung LICHTFIELD NP. Natürlich wurde am Eingangsschild ein Foto geschossen, als Beweis sozusagen. Und auch der riesige Termitenhügel der bestimmt 10 aber doch sicher 9,50 m hoch war und eigentlich immer noch sein sollte, wurde fotografiert. Und ich muss sagen der LICHTFIELD gefiel mir jetzt schon fiel besser als der KAKADU. Dabei hatten wir noch gar nicht soviel gesehen, den nun kamen noch die FLORENCE FALLS. Ein richtig geiler Wasserfall unter dem man auch schwimmen kann und das allerbeste die Nationalpark ist nicht so überlaufen. Also richtig wenig Leute, die man trifft. Nach einem kleinen Rundgang stellten wir Punky in den Campground und machten ein Lagerfeuer, was natürlich erlaubt war--- wir sind immer gesetzestreu. Und dann ließen wir uns das leckere BBQ schmecken, nix geht über selbst gebratenes. Am Abend waren rund um das Camp einige Wallabies zusehen und am näxten Morgen fehlten die geschmorten Zwiebeln aus der Pfanne, die vom BBQ übriggeblieben waren. Ich will die Wallabies Nicht verdächtigen, aber.....
Am morgen weckte uns der Ranger um 7.00 Uhr weil wir  „vergessen„ haben die Campgebühren zu zahlen. Freundlich lächelnd nahm der Ranger die Gebühr entgegen. Immerhin gab es kein längeres Gespräch, denn anscheinend hatte auch andere Camper vergessen  zu zahlen.
Jedenfalls packten wir das Zelt zusammen und gingen nochmals zu den FLORENCE FALLS.
Komischerweise waren jetzt verdammt viele Touris da, aber da wir schon seit 3 Tagen nicht mehr gebadet haben, sprangen wir auch ins Wasser und duschten unterm Wasserfall, natürlich ohne Seife. Frisch gewaschen bestiegen wir PUNKY und machten uns auf in Richtung KATHERINE  GORGE NP. Aber vorher ging’s noch zu den EDITH FALLS, wo wir schon wieder badeten. Heidi konnte an mir ablesen, das dieser Wasserfall um einiges kälter war, aber mindestens genauso schön. Dann bereiteten wir unser „legales„ Lagerfeuer vor und fütterten ein paar Vögel, zum Abendbrot gab es dann ein paar leckere Lagerfeuerdogs. Das Punky wieder spinnte erwähne ich nur am Rande, einmal hatte seine Batterie einen Aussetzer und das Lenkrad ist jetzt sehr empfindlich. Den nächsten Morgen sind wir mal wieder spät aufgestanden, während Heidi duschte, packte ich alle Sachen zusammen, dabei musste ich noch 6,60 nachzahlen, da der kleine Geizkragen Heidi am Vortag nur für eine Person bezahlt hatte.
Nun ging’s auf nach KATHERINE und bei der Abfahrt passierte ES. Heidi hatte ES vergessen und wir haben ES bestimmt 5 km nicht gemerkt, wir fuhren unsere Pfanne und Teller auf dem Kofferraum spazieren, es gibt sogar ein Beweisfotos.
Trotz allen erreichten wir den KATHERINE GEORGE NP unversehrt, den wir aber fast sofort wieder verließen. Vorallen weil die KANUTOUR so teuer war, aber nächste mal machen wir sie mit. Darum ging es gleich weiter nach MATARANKA. MATARANKA ist berühmt wegen seiner heißen Quellen.
Eigentlich war uns ja heiß genug, aber in der Nacht wird’s im Outback verdammt kühl und so könnten wir uns in den Quellen wärmen. Abends teilten wir uns ein Bier bei Country live Musik und bei unseren Lagerfeuer gab’s Wurstbrötchen und Feuerpotatos sowie WALLABIES. An alle Tierliebhaber „wir haben sie nicht gebraten.......sondern roh verspeist", mensch nur beobachtet und gefüttert .
 
ACHTUNG Mitteilung an alle, da wir den 6. Juni 2002 schreiben, waren Heidi und ich seit 6 Monaten ein Paar und in 7. Tagen ist ein großes Ereignis.
 
Die Nacht war kalt und der Morgen begann wieder damit, das ich die Sachen zusammen packte, Heidi übernahm das ölen und wässern von PUNKY und dann ging’s los......oder besser es ging nicht los, denn PUNKYS Batterie spinnte, sie war total verkalkt. Mittels meiner Zahnbürstete wurde der Kalk weggebürstet, fragt nicht, womit ich mir die Zähne putzen musste. Warum wir Heidis Zahnbürste nicht genommen haben, weiß ich nich. Und eigentlich hätte kein Kalk entstehen dürfen, weil wir destilliertes Wasser genommen haben.
Wir sind mal wieder auf den weg nach TENNART CREEK. PUNKY wollte uns auch mal wieder überraschen in THREE WAYS merkten wir, das ein Reifen Luft verliert, so mussten wir den Reifen wechseln und PUNKYS Batterie schon wieder mit meiner Zahnbürste entkalken. Aber wir schafften es noch bis TENNART CREEK auf den Zeltplatz, wo wir schon einmal vor 200 Tagen waren. Den nächsten Tag putzte Heidi PUNKY, um ihn zum Fahren zu bringen, aber er lief immer noch nicht, dann riefen wir laut den AANT, und sie hörten uns, weil unser Telefon an war. Leider konnten sie erst um 10 Uhr vorbei kommen.
Zwischenzeitlich machten wir unser Frühstück und bauten unser Zelt ab, aber bis 12 war der AANT immer noch nicht da. Um 13 Uhr riefen wir dann noch mal an und dann ging’s sehr fix. Der Mechaniker kam , schaute unter die Motorhaube und sagte: „Da kann ich wohl nichts machen ......außer dieses sinnloses Kabel durchschneiden!„ und siehe da PUNKY läuft wieder. Ich seh schon die Fragezeichen über euren Köpfen, uns ging es genauso. Es war so eine Art Blinddarm, PUNKY ist ja auch nur ein Mensch für uns, und um PUNKY nach der Operation zu schonen, blieben wir noch ein Tag in TENNART CREEK.
Nun ging’s nach MOUNT ISA dazu schreibe ich nichts , siehe Teil 3 oder 4.
Wir schreiben heute den 10. Juni oder besser Heidi schreibt gerade, weil ich zu faul bin, und es sind noch 3 Tage bis zum großen Ereignis, jedenfalls wollten wir früh in MOUNT ISA einkaufen, aber die Geschäfte hatten fast alle zu,... ist denn etwa Sonntag ? Nein, die Queen feiert ihren Geburtstag , GOD SAVE THE QUEEN !
So hatte nur ein NEWSAGENT und CRAZY CLARKS offen, deshalb ging’s gleich los in Richtung HUGHENDE, wo aber nur leckere lasangne und chips in unseren Bäuchen verstaut wurde und dann gleich weiter im Dunklen nach CHARTER TOWERS.
Es war ein Tripp Richtung Hölle, denn alle 15 min tauchten glitzernde Augen von vorn oder hinten auf und dann hieß es links ran, Fenster hoch , Nase zu und alles festhalten, denn die riesigen ROADTRAINS brettern ohne Rücksicht auf Verluste die Highways entlag. Und ein paar Backpacker sind wirklich kein Verlust, aus Sicht der ROADTRAIN-Fahrer. Unterwegs bestaunten wir wiedermal den PHÄNOMENALEN Sonnenuntergang und dann ging’s ab ins Bett, es wurde ........ und Tee getrunken. Wir sind auf den Weg nach CAIRNS und nun ein Reiseleitertipp von Conny an alle INDIVIDUAL-Reisenden immer an Straßenständen mit Früchten halten. Diesmal erstanden wir eine Art „PAW PAW„ und „LADY FINGERS„ , frisches Obst ist so lecker. In CAIRNS checkten wir gleich für eine Woche im Caravan Park ein. Leider gings Heidi heute nicht ganz so gut, aber durch meine Liebe und etwas mehr Paracetamol bekam ich sie schon hin. Am nächsten morgen war Heidi wieder voll o.k. und wir waren in CAIRNS erst hier, dann da, dann....( steht so in meinen Tagebuch).
PUNKY bekam ein Ganz-Körper-Lifting, denn es würde nicht mehr lange dauern, bis wir uns von ihm trennen müssten. Dann wurde auch schon ein Verkaufszettel mit PUNKYs Maßen verteilt, wir wollten für unseren treuen Gefährten nur 2850 $ haben. Abends ging’s natürlich wieder in die Nightmarkets inc. Chinesisch essen und SMOOTHIS. Achso hab ich ganz vergessen, früh waren wir noch bei der Feuerwache und Heidi wollte mich zu neuen Schuhen zwingen. Sie meinte meine alten Dinger riechen etwas.
 
TÄTTTARRÄJUHHUUHHÄÄÄÄHHHHH
Es ist der 13 Juni 2002 und ich ( ich betone, ich ) habe Geburtstag. Heidi hatte auch daran gedacht und schenkte mir ein T- shirt und ne Karte inc. .... Ein bisschen Spass morgens und abends macht träge und ist labend. Sogar PUNKY hat mich nicht vergessen, er überraschte mich mit einen kleinen Riss in der Windschutzscheibe, um mich bei PUNKY zu BEDANKEN gings mit ihm zur Autowaschanlage und wir sahen, was wir vermutet haben, PUNKYs Farbe war nicht grau, sondern weiss. Und es ging noch weiter, PUNKY bekam einen neuen Türgriff und mit Hilfe von Sandpapier und Lack bekam er eine frische lackierte Stossstange, gut das Heidi Maler gelernt hat.
Natürlich rief Mama und Paps noch an und gratulierten mir. Den Abend verbrachten  wir mit einer Spinne, wir haben sie nicht gegessen, sondern uns im Kino angeschaut. Es lief nämlich gerade „Spiderman I“ im Kino. Nach der Vorstellung mussten wir noch den Ausgang suchen. Das Kino liegt nämlich in einem Einkaufszentrum. Das Einkaufszentrum schließt aber um 20 Uhr, aber der Film ging bis 22:00 Uhr. So konnten wir nicht mehr durch den Weg raus, wo wir reingekommen waren. Wir mussten über das Parkdeck die Autoausfahrt benutzen. Anscheinend waren wir auch die einzigen, die dort zu Fuß unterwegs waren. Die näxten zwei Tage nutzten wir noch um Punky für den Verkauf ordentlich herzurichten, soweit es möglich war. Ausserdem trafen wir erste Vorbereitungen um eine Geschichte um Moritz zu schreiben. Moritz ist ein kleines Stoffmännchen, das Heidi als Maskottchen von ihrer Hamelner Fußballtruppe mit auf die Reise bekam. Die Geschichte ist ganzschön einmalig und sollte dieser Text hier mal veröffentlicht werden, dann kommen die Abenteuer von Moritz mit dazu. Hier soll nicht unerwähnt bleiben, das die Moritzgeschichte uns bestimmt zwei ganze Filme kostete, also freut euch auf----actiongeladene Fotos mit Erotik, Romantik, knallharten Machos und dem ultimativen Helden Moritz.
Sonst waren wir fast jeden Tag im der City von CAIRNS, um Flyer für Punky zu verteilen und uns auch nach einem kleinen Job umzuschauen. Natürlich verfolgten wir auch ein wenig die gerade stattfindende WM 2002, aber allzu viele Spiele haben wir dann doch nicht live gesehen. Was aber gar nicht schlimm war, den der Sushitrain in der City munterte uns sehr gut auf. Seit wir in Australien waren, sind wir übrigens richtige Sushifans geworden. Was dazu führt, das wir so ca. einmal pro Monat in einen Sushiladen stürzen, um rohen Fisch zu knabbern. Und es ist fast genauso lecker , wie in Oz. Und auch eine zweite Eigenheit hat uns ergriffen, das Rubbellosfieber. Leider gewannen wir bei unseren Versuchen in Oz nur Kleinbeträge, obwohl wir es bestimmt 100 mal probierten. Wir fanden sogar, als wir wieder zu Hause waren ein australisches Rubbellose mit einem Gewinn von 1 Dollar, was wir komischerweise nicht eingelöst hatten.
An einem dieser Tage in CAIRNS passierte ES dann mal wieder. Irgendwie werden wir ES nicht mehr los. Als wir mal wieder in die City fahren wollten, hatte ich ES vergessen. Oder besser Heidi hatte mich so abgelenkt, das ich ES einfach vergessen musste. Meine Brieftasche lag auf der Motorhaube bei dem Scheibenwischer. Zum Glück merkte Heidi es dann doch recht bald, aber erst nachdem die Brieftasche auf die Straße gefallen war. Heidi war dann auch schnell genug bevor sie überfahren wurde, mit sie ist die Brieftasche und nicht Heidi gemeint. Wir hatten zwar die Brieftasche gerettet, aber da sich unsere Konten dem Nullpunkt näherten, versuchten wir noch etwas Arbeit zu finden. So machten wir einen Abstecher nach INNESFAIL, wo man angeblich in der Bananenindustrie arbeiten kann. Eigentlich ist dem auch so, aber leider war bei unseren Nachfragen nix zu bekommen. Immerhin erstanden wir 12 Donuts für nur einen Dollar und lecker waren die runden Dinger auch noch. Auf dem Zeltplatz trafen wir einen Deutschen, der es irgendwie nach Oz geschafft ohne zu Heiraten oder viel Geld zu haben, aber verraten wie wollte er es uns nicht. Aber näxten Morgen versuchten wir es nochmals mit der Suche nach Arbeit, aber irgendwie hatten wir kein Glück. Und so trafen wir die Entscheidung noch ein paar Tage in CAIRNS zu verleben und uns dann in Richtung SYDNEY aufzumachen, denn bis zum Heimflug war es nicht mehr allzu lang. Ausserdem einigten wir uns die letzten 30 Tage in Oz nicht mehr zu arbeiten, sondern einfach zu geniessen.
So jetzt folgt noch Teil VII aus dem Outback, obwohl allzu viel Outback kommt jetzt nicht mehr vor, aber um euch bei der Stange zu halten mal ein paar kurze Schmankerl: Was sind Pokies?; alles über last House on the left; ob wir Punky doch verkauften oder ihn mit nach Deutschland nahmen; und einmal war es tatsächlich so kalt, das unsere Kamera nicht mehr funktionierte und das in Oz.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Cornelius Schulz).
Der Beitrag wurde von Cornelius Schulz auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.05.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Atempause von Maike Opaska



Ein weit gereister Journalist schließt innerhalb weniger Stunden Freundschaft mit einem liebenswerten Naturkind. Die Nachricht von seiner lebensbedrohenden Krankheit treibt den engagierten Kriegsberichtserstatter in die Abgeschiedenheit, in die Einsamkeit, wo er allein mit seinem Schicksal fertig werden will.
Doch die Schönheit der Natur, die ungewöhnliche Gesellschaft des Zigeunerjungen lassen ihn Freude empfinden. So werden die Schatten des Todes kürzer und sein Blick wird frei für das Leben und die Wunder der Natur, die täglich neu entdeckt werden wollen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie Reiseberichte Australien

Weitere Beiträge von Cornelius Schulz

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Jan und Trini - Teil 1 - Wie alles anfing von Cornelius Schulz (Liebesgeschichten)
3000 KM mit dem Mietwagen durch den Westen der USA von Jörg Schwab (Reiseberichte)
Gefangen von Margit Farwig (Tiergeschichten)