Da ist er, nennen wir ihn mal Jimmy , im August 1987 zur Welt gekommen. Schon währen der Geburt gab es Schwierigkeiten, das ist sein kleines Herz stehen geblieben. Er musste reanimiert werden. Lange musste seine Mutter um sein Leben bangen. Seine Mutter, die ihn so lieb hatte.
Im Kindergarten gab es erste Probleme, der eigentlich sehr intelligente Junge entwickelte sich zu einem Außenseiter. Er wuchs in einem kleinen Ort auf, später zog seine Mutter mit ihm in ein kleines Dorf, und heiratete nach Ihrer Scheidung einen anderen Mann.
In der Grundschule verstärkten sich die Probleme, eigentlich intelligent und neugierig nervte er seine Lehrer. Bei den Mitschülern wurde er zum Außenseiter. Man verdarb ihm den Spaß an der Schule gründlich, genervte Lehrer wollten ihn los werden. Schulwechsel folgten. Er wurde Schwieriger, und begann kriminell zu werden.
Richtige Freunde hatte er keine, oder nur wenige. Viele seiner angeblichen Freunde nutzen ihn nur aus.
Diebstähle hat er begangen, er versagte in der Schule, seine Mutter verzweifelte an ihm.
Selbst ein Auto hat er mit 12 gestohlen, und sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei über die Dörfer geliefert. Einen Polizisten, der ihn anhalten wollte, hat er dabei in seiner Panik leicht verletzt. Die Mutter hatte alles versucht, Liebe, Strafe und auch Schläge. Sie wusste nicht mehr weiter. Das Jugendamt wurde eingeschaltet, und eine Heimeinweisung wurde durchgeführt.
Im Heim ist er nicht klar gekommen, weggelaufen, nach Hause gelaufen und wieder zurückgeschickt. Nach einer Handgreiflichen Auseinandersetzung mit einen Erzieher, der nicht bemerkte, das er in Panik geraten ist, ist er wieder zu seiner Mutter geflüchtet.
Seine Mutter hat ihn dann gegen allen Raut und gegen besseren Wissen aus dem Heim geholt. Dien Sie liebte ihn eigentlich über alles. Oft flüchtete er in seine Traumwelt. Was war nun Wirklich und was war Traum und Phantasie?
Er kam in eine neue Schule, ein letzter Versuch, jeden Morgen ist er mit dem Bus weit gefahren. Eigentlich hat er sich auch Mühe gegeben, aber es hat wirklich nicht geklappt.
So kam er in eine spezielle Sonderschule für Verhaltensauffällige Kinder. Nur kleine Klassen, 6 bis 8 Schüler auf einen Lehrer.
Leider klappte es da auch nicht, obwohl er vom Fahrdienst jeden Morgen von zu Hause abgeholt wurde.
War er schon zu Misstrauisch, zu oft enttäuscht worden, um noch das Vertrauen zu seinem Lehrer zu gewinnen?
Jedenfalls sah er keinen Sinn darin weiter zur Schule zu gehen. Er schwänzte immer öfter. Verübte Straftaten, seine Akte bei der Polizei wurde immer umfangreicher.
Seine Mutter kam damit überhaupt nicht mehr klar. Weil Sie nicht mehr weiter wusste, setzte Sie auch Gewalt ein. Aber eigentlich liebte Sie ihren kleinen Jungen über alles.
Er blieb nächtelang von zu Hause weg, schlief draußen. Schwänzte die Schule. Wurde von der Polizei aufgegriffen. Schloss sich anderen Jungen an. Gute Freunde oder falsche Freunde? Kaufte er sich Freunde? Wollte er nur ein wenig Glück kaufen? Sich sein Glück kaufen oder erzwingen?
An seinem Wohnort kannte Ihn die Polizei, griff ihn immer öfter auf. So zog er in die nächst größere Stadt weiter, schloss sich einer Gruppe Von anderen Jungs an, die auch mehr oder weniger auf der Straße lebten. Er war der jüngste der Gruppe und sah für sein Alter auch noch viel Jünger aus. Er konnte sich in der Gruppe nur behaupten, in dem er die dicksten Dinger drehte, die gewagtesten Einbrüche machte und mit dem erbeuteten Geld die anderen Jungs freihielt. Ja er kaufte sich auch wieder Freunde. Aber alleine sein wollte er nicht. Er brach immer öfter zu Hause aus, er hielt die Vorhaltungen seiner Mutter nicht mehr aus. Er wisch der Gewalt aus, die eskalierte.
Seine Mutter wusste sich nicht mehr zu helfen, verlor Sie ihren jungen ehr, wenn Sie ihn ziehen lies, oder verliert sie Ihn, wenn Sie ihn wieder in ein Heim gab? Was sollte Sie tun? Sie bat das Jugendamt um Hilfe, bat um eine erneute Heimunterbringung. Denn wenn ihr Junge nicht so Hause wahr, machte Sie sich große Sorgen, er war noch so klein, sensibel und zart. Was könnte ihm Nachts draußen alles zustoßen. Schlaflose Nächte hat er ihr bereitet.
Er trieb sich im Bahnhof, in Kaufhäusern, In Internetcafe´s und an vielen anderen Orten herum.
Er hat dabei jemanden kennen gelernt, der ihm wirklich helfen wollte, der nicht einfach so auf kleine Jungs stand, sondern ihm wirklich helfen wollte. Sollte er einem Erwachsenen vertrauen? Er hat ihn nachts im Bahnhof besucht, ihn im Internet Cafe spielen lassen, mit seiner Mutter telefoniert, ihn hin und wieder nach Hause gefahren und endlose Gespräche mit ihm geführt. Hat ihm auch mal 2 Hamster komplet mit Käfig geschenkt.
Er hat der Mutter gesagt, sie muss warten, bis er nach Hause kommt, friedlich und ohne Gewalt. Zwang hilft ihm nicht mehr, nur die Einsicht.
Er hat mit Ihm gesprochen, auch bis spät in die Nacht. Auch mit der ganzen Gruppe im Bahnhof zusammen gehockt. Misstrauisch war er. Wenn in den ersten kalten Nächten die anderen aus der Bahnhofs Clique beim dem betreffenden Erwachsenen im Wohnmobil schliefen, traute er sich anfangs da nicht rein, aus Angst, das er mit Gewalt nach hause gefahren würde.
Aber später lies er sich überzeugen. Er ging von selber nach Hause. Das Jugendamt, welches gerade eine Heimeinweisung vorbereitete, hat seiner Mutter nicht geglaubt, das er wieder zu Hause ist. Beinahe währe er im heim gelandet, seine Mutter, die überglücklich war, das er seit zwei bis drei Wochen wieder zu Hause war, wollte ihm dies nun nicht antun, und hat die Heimeinweisung in letzter Minute verhindert. Sie liebte ihn sehr, und würde eigentlich alles für ihn tun.
Mittlerweile waren Sommerferien. Er war viel zu Hause, und mit dem Erwachsenen, und einem anderen Jungen zusammen, der auch aus der Gruppe vom Bahnhof stammte.
Eine Woche war er auf einem Zeltlager in einer Nachtbargemeinde mit diesem Jungen zusammen. Dort kannte ihn niemand.
Er war voller guter Vorsätze. Zu Hause bleiben wollte er, nie wieder die Schule Schwänzen, und auch keine Straftaten mehr begehen. Er wollte seine Mutter nicht mehr enttäuschen, und auch dem Mann gefallen, der ihm so geholfen hatte. Nie wieder sollte jemand von Ihm enttäuscht werden, vor allen sich selber wollte er nicht enttäuschen. Sogar das rauchen wollte er endlich aufgeben, in der Schule wollte er kämpfen, damit er die Sonderschule verlassen kann und auf die normale Regelschule gehen könnte. Dies war ein schöner Sommer, er hatte die besten Vorsätze, alle Hoffnungen und die Zukunft stand ihm wieder offen. Er hätte alles erreichen können. Wirklich, er hat es sich fest vorgenommen. Seine Mutter war so glücklich, Sie hat gar nicht gemerkt, das dies erst ein Anfang ist, sie hat so an ihren Jungen geglaubt.
Nach den Sommerferien ging die Schule wieder los, anfangs hat er gekämpft, dann Versagt.
Auch das Rauchen konnte er nicht lassen, er war süchtig und sein Wille schwach.
Auch die Straftaten hat er nicht wirklich gelassen, selbst als er 14 wurde, und strafmündig wurde, konnte er es nicht lassen.
er hat zwar das ganze nachfolgende Jahr nicht mehr draußen auf der Straße gepennt, aber er hat seine Mutter, seine Stiefvater bestohlen. Er hat wieder in der Schule versagt, und auch denjenigen Erwachsenen bestohlen, der ihm helfen wollte.
Da ist ein Vertrauensverhältnis ermordet worden. Dieser Erwachsene hätte fast alles für ihn getan, er mochte ihn auf irgendeine Art sehr. Jedoch geht dies nur in beiderseitigen Vertrauen.
Seine Mutter, die glaubt noch an Ihn, verzeiht ihm fast alles und hofft eigentlich auf ein Wunder. Sicherlich, er könnte dieses Wunder abliefern. Wunder geschehen an und zu.
Aber wer traut ihm das noch zu? Sein Lehrer den er wieder und wieder enttäuscht hat? Jemand, der viel Zeit und viel Geld in ihn investiert hat, und nun so unendlich traurig ist?
Er braucht jemand, der an Ihn glaubt, solange seine Mutter an ihm glaubt, hat er noch eine Chance, vielleicht zeigen seine nächsten Taten, das er noch kämpft, um Vertrauen und um seine Zukunft. Möglich, das dann Leute, die ihn jetzt aufgegeben haben, wieder auf ihn schauen.
Es kann für ihn wieder auf der Straße, im Gefängnis oder auch im Guten enden.
Nur er hat es in der Hand. Möglich, das ihn mehr Menschen lieben, als er denkt.
Junge, kämpfe! Kämpfe um dich und um dein Leben.
* Jimmy hat ihn die Presse getauft:
http://www.ngz-online.de/public/article/regional/archiv/junge_ngz/240806
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.10.2002.
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