Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____ Mehr als nur ein Traum? 2

Gedanken verloren starrte Josi aus durch den Raum, aus den Fenster hinaus, sie nahm jedoch nichts wahr, außer ihre Gedanken. Dieser Traum, was hatte er zu bedeuten? Zeigte er vielleicht etwas, was sich bald in der Zukunft abspielen würde? Nein, dachte sie, es war nur ein Traum, ein Traum der nur wegen ihren Ängsten produziert wurde! Aber dieser Traum zeigte ihr, dass sie niemanden an sich her ran lassen durfte, sie durfte sich niemals jemanden anvertrauen, niemand durfte ihr vertrauen!

  1. sie musste die Menschen vor sich schützen!
  2. sie würde es nicht ertragen wieder jemanden zu verlieren!
  3. sie musste sich schützen, sich und ihr verfluchtes Geheimnis!

Keiner durfte je davon erfahren, denn sonst...

„Josephine?!“, die kräftige Stimme von Herr Steiner ließ sie zusammen schrecken, endlich nahm sie das Bild vor ihren Augen wieder war. er stand direkt vor ihren Tisch und schaute zu ihr hinab. „Würden sie nicht auch, ihr Geheimnis über alles auf der Welt schützen? Wenn sie an seiner Stelle wären?“. Sie schaute ihn vollkommen verwirrt an. Welches Geheimnis? Für einen Bruchteil der Sekunde fragte sie sich, ob sie vielleicht laut gedacht hatte. Ihre eisblauen Augen schauten ihn schon fast panisch an, sein ernster Blick wurde weich und ein Lächeln legte sich auf sein Gesicht. Als sie ihn in die Augen starrte kam es ihr seltsam vor. Seine Augen, sie waren heute anders als sonst, zwar immer noch matt aber der blaue Stich in ihnen überragte das Schwarze. „Wie mir scheint habe ich sie grade beim schlafen gestört...“, er machte eine kleine Pause, etwas wie er sie ansah, sie konnte es nicht beschreiben, er sah sie so komisch anm so als ob er etwas wüsste... „Passen sie in Zukunft besser auf, sonst stehen sie bald wieder draußen, dann werden sie sicherlich wieder wach!“, damit wandte er sich um und ging an den anderen Tischen vorbei, Richtung Tafel.

Josephine schaute ihn entgeistert nach, wieso ließ er sie nicht einfach in Ruhe? Irgendwie kam ihr dieser Typ komisch vor, dies lag sicherlich nicht nur daran das er sie immer verwarnte, sondern an der Art, wie er sie ansah, wie er sich bewegte, selbstbewusst, sicher, als würde ihn niemand etwas anhaben können als wäre er un... unerschütterbar??

 

 

Als sie endlich den Weg nach Hause antreten konnte, hatte sie es als Einzige scheinbar nicht sonderlich eilig. Die Anderen waren schon alle an ihren Autos, oder auf der anderen Straßenseite. Das Wetter war wieder traumhaft schön, die Sonne schien auf die Erde hinab, als könnte sie gar nichts anderes.

„Hey! Josi! Warte mal!!“, gut sie war doch nicht die Letzte. Tanja, eine aus ihrer Klasse, kam ihr nachgelaufen und sprang die letzten zwei Stufen der Treppe ins freie hinab. Eigentlich hatte Josephine kein Interesse daran zu warten, aber da Tanja eigentlich anz nett war, wollte sie nicht unhöflich sein, also blieb sie stehen und wartete bis das blonde Mädchen neben ihr zum stehen kam. Ihre blauen Augen glänzten wie sie es seltsamer weise jeden Tag taten, Tanja war ein lebenslustiger Mensch, sie schien  stets gute Laune zu haben und man erlebte es nur sehr selten, dass sie mal nicht lächelte oder lachte. Noch dazu war sie ein wirklich hübsches Mädchen, sie hatte eine weibliche Figur, mit schönen Kurven, nicht so wie Josephine, die einfach schlank und sportlich wirkte, nicht sehr viel Oberweite besaß und Hüften eigentlich auch nicht wirklich.

Die Jungs nannten Tanja immer liebevoll kleine Schmunzlerin und dieser Spitzname hatte sich eigentlich schon über ihren richtigen gestellt.

Josi schaute Tanja abwartend an und beide Mädchen gingen gemeinsam vom Schulgelände.

„Was machst du am Weekend?“, fragte Tanja nun und zupfte ihren Zopf zurecht, der ihr dickes Haar hielt.

„Arbeiten, denke ich...“ sagte sie und blieb an der Ampel stehen.

„Hättest du denn lust? Am Samstag feiere ich nämlich meinen 18 Geburtstag, vielleicht hast du ja auch Lust vorbei zu kommen?“.

Josephine grinste, Tanja schien nie auf zu geben, schon am ersten Schultag an, hatte Tanja versucht sie mit in die Gruppe einzubauen. Aber Josephine hatte kein Interesse daran, sie brauchte niemanden, sie kam am Besten alleine klar und so war es auch für alle anderen am Besten.

Die Beiden jungen Frauen schlenderten die Einkaufsstraße entlang. Die schon gut besucht war, viele schienen das heiße Wetter nicht anders zu nutzen, zu wissen, außer es beim shoppen zu genießen. Shoppen und genießen? Josi hatte keine Ahnung, wie diese beiden Wörter zusammen passen sollten.

„Tut mir Leid, aber ich muss Sonntag früh hoch und dann muss ich fit sein. Ich fürchte wenn ich Samstag feiern geh, wäre ich dies nicht“; dies war von ihr nicht einmal gelogen, auch wenn sie eh nicht hin gegangen wäre, selbst wenn sie nicht arbeiten müsste. Tanja wirkte deutlich enttäuscht und überspielte dies schnell mit einen Nicken. „Schade, aber kann ich verstehen...“, nein eigentlich konnte sie es nicht verstehen, selbst wenn sie früh hoch müsste, würde sie sich keine Party entgehen lassen „Ich muss meine Bahn bekommen, wir sehen uns ja Morgen wieder !“, verabschiedete sie sich schnell, Josephine lächelte und wünschte ihr ne gute Heimfahrt, dann sah sie zu wie die kleine Schmunzlerin die Treppen zur U-Bahn hinunter huschte. Ihr süßer Duft der leicht nach Vanille roch, wurde leicht vom starken Parfum überdeckt. Eigentlich ein Jammer, dachte Josi sich, wenn Tanja wüsste das ihr eigener Geruch viel besser und intensiver roch als dieses Blumen/Zimt gemischte Parfum, würde sie sicher viel Geld sparen! Ihr natürlicher Geruch drang bei Josi tief in ihren Geruchssinn ein und legte sich dann auf ihren Geschmackssinn, sofort verspürte sie wieder Hunger und Appetit.

Sie sah wie Tanja die letzte Stufe hinter sich gelassen hatte und dann um die Ecke verschwand.

Er schaute aus den Fenster und seufzte laut, die anderen Kollegen waren mittlerweile alle schon nach Hause gefahren, hatten ihre Arbeit beiseite geschoben und höchst wahrscheinlich deswegen, das Draußen eine drückende Hitze von 30° Krad herrschte, die einen kaum klar denken ließ. Der Parkplatz den man vom Lehrerzimmer aus gut im Blick hatte, war ungewöhnlich lehr. Nur noch sein schwarzer Geländewagen stand einsam und verlassen auf den großen Betonplatz.

Zögerlich schob Herr Steiner die Mappen der Schüler wieder in seine Tasche zurück, nur eine blieb auf seinen Tisch liegen.

„Josephine Kavandra, hmmm:..“, lass er laut den Namen darauf und schlug die blaue Mappe auf.

Schon der erste Satz, diese ganze Formulierung, ließ ihn klar werden, das es an den Referat sicher nichts zu nörgeln gab. Sie hatte den 2 Weltkrieg so gut beschrieben, als hätte sie selber alles mit erlebt. Vor allem hatte Josi so viel Gefühl mit eingebaut das es einen wirklich darüber nach denken ließ.

Nachdem er das Referat durch gelesen hatte, zeichnete er eine 1 drunter und seine Unterschrift.

Er sah sie genau vor sich, wie sie ihn heute angesehen hatte, als er sie angesprochen hatte, als ob sie sich bei irgendetwas erwischt gefühlt hatte. Nicht so wie die Schüler ihnen anschauten, wenn sie sich erwischt fühlten weil sie nicht aufpassten. Nein bei ihr war es etwas anderes gewesen und diese Augen, immer wenn er in sie sah, musste er automatisch an das weite Meer denken, sah Eisgletscher vor sich die hoch in den Himmel impor ragten. Ihre ganze Erscheinung wirkte wie eine Elfe, zerbrechlich, hilflos und unscheinbar. Sie war eine wirklich hübsche, junge Frau und wie er wusste, hütete sie ein großes Geheimnis...

Der Fernseher flimmerte leise im Hintergrund und verpasste den sonst dunklen Raum, eine schummirgies Licht. Es war still, der Straßenverkehr war ruhig, wie er es eigentlich immer um 1 Uhr Morgens war.

Josephine wühlte sich von einer Seite auf die Andere, ihr Gesicht war angespannt und wieder war ihr Körper vom Schweiß bedeckt.

Sie ließ langsam ihre Lippen von Jäsen los, sein Fleisch war noch warm, doch sein Leben war ganz klar aus ihn gewichen. Noch immer lag sein Geschmack in ihrem Mund und streichelte sanft ihre Geschmacksnerven. Langsam erwachte sie aus ihrer Trance, es dauerte seine Zeit bis sie die Benommenheit bekämpft hatte, noch immer war sie vom Rausch befallen. Langsam öffnete sie ihre Augen und langsam zog sie ihre Zähne aus seinen Fleisch. Sie spürte sein ganzes Gewicht in ihren Armen. Endlich erwachte sie aus ihrem Rausch. Wie gelähmt hielt sie Jäsen an sich, spürte ihn aber er fühlte sich so unecht an. „Was... was habe ich getan?“, ihre Augen flammten vor Verzweiflung auf. Sie wagte es kaum ihn los zu lassen. Nicht einmal das Klopfen der Wellen, die gleichmäßig gegen die Brandung schlugen, nahm sie war. nach einer Ewigkeit, sie stand sicher eine halbe Stunde einfach so da, brachte sie es über sich, ihn vorsichtig auf den Boden zu legen. Die Steine knirschten unter seinen Gewicht.

-„ ich liebe dich Josephine“- schoss seine Stimme durch ihren Kopf, Tränen rannen in ihren Augen. „Du hast ihn umgebracht!!!“, diese Stimme ließ sie aufschrecken, sie kannte die Stimme von irgendwoher, nur wem gehörte sie? Sie hatte schon viel zu viele Menschen kennen gelernt! Die Stimme schwebte in der Dunkelheit der Nacht umher.

„Du bist ein Monster Josi! Du kannst dich nicht und vor allem die Menschen, vor dir beschützen!! Jahr zu Jahr wirst du immer gieriger!“, diese Stimme... von wo kam sie? Plötzlich war alles um sie herum verschwunden, ihr Körper war in vollkommender Dunkelheit getaucht. Ängstlich schaute sie sich um, ihre Zähne waren noch immer ausgefahren, sie hatte keine Kraft sie zu verstecken. „Nein ich kann es verdrängen!“, schrie sie bitterlich, Tränen tropfen hinab. „Du bist eine Lügnerin und du bist eine Bestie!“...*

„Nein!!!“, ihre Stimme hallte durch den Raum. Sie hatte so laut geschrieen, das der Hund der Nachbarn anfing zu bellen. Sie war auf den Sofa eingeschlafen. Ihr Atem überschlug sich schon fast, es war nur ein Traum machte sie sich klar. Aber sie konnte sich nicht beruhigen. Sie hatte den Traum noch nie weiter geträumt, als bis zu der Stelle, wo sie sein Blut kostete. Was hatte das zu bedeuten? Sie hatte diesen Alptraum jetzt schon seit 30 Jahren und plötzlich träumte sie mehr vom dem so als setzte sie ihn fort.

Irgendetwas würde geschehen und sie wusste nicht was, sie spürte es nur in íhrem ganzen Körper das es bedrohlich war und das es alles vernichten konnte, was sie sich Jahre lang erkämpft hatte...!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.06.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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