Patrick Kraft

Ins Nichts


Er steht dort wie eingefroren und starrt mit seinen leeren Augen ins Nichts. Keine Bewegung ist zu vernehmen nur das Schlagen des Herzens kann man leise hören. Ruhig und gleichmäßig. Ob es sich noch regen will? Ich lege sachte meine Hand auf seine Schulter, doch es kommt keine Reaktion als Atnwort. Nur dieser starre Blick in Leere. Ins Nichts? Langsam läuft ihm silbrig schimmernd eine Träne die Wange herab und in seinen Mundwinkeln bildet sich, kaum wahrnehmbar, ein trauriges Lächeln. Ein Lächeln der Erinnerung an Liebe, an Freude, und die Träne streichelt noch immer sanft sein Gesicht. Bis sie schließlich an den Rand angelangt ist und sich fort langsam löst. Sie fällt und fällt und fällt, immer näher dem Boden entgegen. Es scheint mir, als würde jeder einzelne Milimeter meherer Sekunden beanspruchen und mit jeder neu erreichten Tiefe des Falls spiegelt sich ein Bild in ihr. Bilder aus einer Zeit, in der er noch an Hoffnung und Glück glaubte. Aus Momenten der scheinbaren Liebe, wie er sie zährtlich umarmte und küsste. Die Träne n hert sich weiterhin dem Boden, bis sie schlie lich ankommt und in tausend Teile des Leidens zersetzt. Und noch immer starrt er in die Leere. Ins Nichts? Langsam geben seine verkrampften Finger das sichernde Metall nach und nach von ihrem Griff frei und immer weiter kippt er nach vorne, bis seine Füße nur noch sanft die Kante des Steins berühren. Dann, der Sturz... Immer schneller werdend fällt er in die Tiefe. Alles rauscht blitzschnell an ihm vorbei. Der Wind, der Anblick der Bäume, die Pfähler der Brücke und sein Leben. Mein Leben! Plötzlich ist alles schwarz, gereuchlos, geschmacklos, geruchlos und durch eine Tür fällt ein gleißendes Licht in die Finsternis.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.06.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass ein Besuch auf einer Faschingsparty solche Konsequenzen haben könnte. Eingeplant hatte ich eine Menge Spaß, gern auch frivoler Art. Meine Freundin schleppte mich häufig auf Veranstaltungen, wo auch in der Horizontalen die Post abging. Doch was bei diesem Fasching passierte, war jenseits des Erklärbaren. Irgendein als Magier verkleideter Partybesucher beschwor lustigerweise germanische Götter. Und dann stand ER plötzlich vor mir, ein Typ mit Axt, er wirkte ziemlich desorientiert und nannte sich Saxran. UND er war attraktiv. Ich schnappte ihn mir also. Nicht nur die Axt war recht groß an ihm. Hätte ich allerdings damals schon geahnt, was das noch für Konsequenzen haben würde… Saxran war absolut nicht von dieser Welt, und seine Welt sollte ich bald kennenlernen. Sie war geprägt von Unterwerfung, Schmerz, Lust und jeder Menge Abenteuer.

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