Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____den Vampir akzeptieren? 3

Das unechte Lichtflackern, brachte ihr schon fast Kopf schmerzen, sie hasste dieses übertriebene Licht. Ihre Augen waren sehr empfindlich und so gut an die Dunkelheit angepasst wie die einer Eule. Dadurch war dieses unechte Lichterspiel echt eine Qual.

Genervt nippte sie an ihrer Cola, doch es schmeckte ihr nicht, ihr Magen knurrte nach was ganz anderen. Sie durfte nicht, aber sie wusste es war zwecklos, heute Nacht würde sie ihren Hunger wohl oder übel stillen müssen. Sie beobachtete die Menschen auf der Tanzfläche, wie sie sich dicht an dicht drängten, wie sie sich antanzten, berührten, küssten… sie schüttelte den Kopf, erhob sich vom Barstuhl und ging Richtung Toilette, etwas Wasser im ihren Gesicht würde sicherlich gut tun. Die ganzen Gerüche machten sie fast wahnsinnig, sie rochen fast alle so verdammt gut. Es war nicht sonderlich schwer jemanden zu finden, der mit ihr mitgehen würde. sie war eine attraktive junge Frau, sicherlich würde sie auch heute Nacht einen finden.

Als sie die Tür zum WC öffnete, war es zu ihrer Überraschung lehr, keine langen warte Schlangen, kein Gedränge vor dem Spiegel. Erleichtert stützte sie sich mit den Händen am Waschbeckenrand ab und schaute mit ihren Eisblauen Augen in den Spiegel, sie wirkten Pfahl und lehr, kein gutes Zeichen, es war wirklich drinngens vom Nöten das sie endlich wieder Blut zu sich nahm. Sie wuschelte ihr Haar durch, spritzte sich Wasser in ihr Gesicht und verließ das Bad, um sich wieder unter die Menschen zu mischen.

Als sie grade auf den Weg zur Tanzfläche war, spürte sie wie man sie am Arm fest hielt. Der Griff war grob nicht besonders vorsichtig, wütend drehte sie sich um und musste etwas hoch schauen um den Mann der sie festhielt in die Augen schauen zu können. er erwiderte ihren Blick, diese braunen, kleinen Augen, die fest in ihre schauten, sein Blick hielt den ihren fest …

~~~~“Alex lass mich bitte los!“, die Stimme der Frau klang panisch, weit und breit war doch nichts außer der Wald und Alex war mehr als nur besoffen. Er schaute sie gierig an, hielt noch immer ihren Arm fest und hatte gar nicht vor sie los zu lassen, stattdessen zog er sie noch enger an sich ran. „Stell dich nicht so an!!“, schrie er sie genervt an. Der Laubboden war nass und feucht, von den Regen der vor gut einer Stunde noch ununterbrochen auf die Erde nieder gefallen war, es war Herbst und nicht besonders warm. Die Augen der blonden Frau waren voller Panik. So kannte sie Alex doch gar nicht. Er drückte ihren Körper gegen einen Baum sie stand mit den Rücken am Stamm. Er drängte sich dicht an sie. küsste ihren Hals, sie versuchte ihn weg zu schubsen doch seine Hand umfasste ihren Hals drückte ihr die Luft ab. „Bitte Alex… lass mich losss…“, es war nur noch ein Stammeln was aus ihren Hals drang. Alex schaute ihr vollkommen kalt in die Augen, er lockerte seine Hand nicht. drückte stattdessen noch doller zu. „Du bist so eine verzogene Zicke! Erst mich heiß machen und dann…!!“, Zorn lag in seinen Augen und seine Stimme knirschte schon fast vor Wut. „Ich … ich bekomme keine Luf…“, stotterte sie und rang keuchend nach Sauerstoff. Alex spürte wie in ihr das Leben wich und ließ sie dann achtlos zu Boden fallen, schaute noch einmal zu ihr hinab und bückte sich dann um sein Bier auf zu heben, was er abgestellt hatte. „Wer nicht will, den bestraft das Leben!“….~~~

 

Josi erschauderte, ihr ganzer Körper war voller Gänsehaut, wieder einmal hatte sie einen Menschen in die Seele geschaut, wieder einmal hatte sie etwas gesehen was sie nicht sehen wollte. Diese Frau war mal grade 16 Jahre alt, sie war nicht einmal seines alters würdig. Er war schon sicherlich 30. es widerte sie an und sie spürte wie ihr übel wurde. Er hatte den Blickkontakt zum Glück unterbrochen, sie wollte auch gar nicht mehr sehen, sie hatte genug gesehen! Alex schaute ihr nun in Ruhe in den Ausschnitt. Er hielt sie immer noch an ihrem Arm fest. „Möchtest du etwas trinken?“, fragte er sie grinsend, noch immer schaute er ihren Körper an. Er war genau der Richtige, sein Blut roch zwar nicht so gut und war mit Alkohol verunreint aber was solls, es würde ihren Hunger stillen und er schien durch und durch schlecht zu sein.

Josi schüttelte den Kopf. „Nein, ich habe auf was ganz anderes Appetit… kommst du mit raus?“. Seine Augen funkelten vor Glück.

 

Herr Steiner betrat den Raum, das Gemurmel wurde sofort eingestellt und alle Köpfe waren nach vorne gewandt, Josi war es noch immer ein Rätsel, wie er es geschafft hatte das alle ihn Respektierten. Vielleicht weil er diese gewisse Selbstsicherheit ausstrahlte??

Er legte die Mappen auf seinen Tisch und lächelte durch die Klasse. „Guten Morgen, ich hoffe ihr seit fit?“, begrüßte er sie und setzte sich auf die Tischkante, sofort traf sein Blick wieder den ihren. Josi schaute nicht weg, sie schaute einfach fest zurück.

„Ich habe mir eure Referate durch gelesen und war angenehm überrascht, ihr habt alle gute Arbeit geleistet, na ja, außer eins, zwei Ausnahmen, aber die gibt es ja immer mal.“

Tanja drehte sich zu Josi um und grinste sie an. „Du hast sicher wieder ne 1..“, flüsterte sie ihr zu. Josi zuckte mit den Schultern „Kann schon sein…“

„Ihr Beide dahinten, seit still oder geht raus!!“, die Stimme von Herr Steiner ließ keinen Zweifel daran, dass er dafür sorgen würde das sie Draußen sein würden, wären sie nicht still. Tanja drehte sich sofort wieder um und Josi stützte ihren Kopf auf den Händen ab.

„Also, am Besten hat mir Josis Referat gefallen. Sie hat alles gut beschrieben, hat sogar Situationen aufgezählt, als Beispiele…“, während er sprach ging er auf ihren Tisch zu. Sein Blick traf ihren und er schaute ihr tief in die Augen als er mit ihrer Mappe vor ihrem Tisch stehen blieb. „sie hat Menschen gut dargestellt die alles verloren haben, die ihre Liebe verloren haben oder ihre Eltern…“, sie schaute noch immer in seine Augen und stellte zu ihrer Überraschung fest, das alles Schwarze aus seinen Augen gewichen war, sie waren jetzt matt blau, so blau wie der Nachthimmel. „als ich es lass, kam es mir fast vor, als hättest du ihn selber miterlebt… komisch nicht war?“, dieses komisch nicht war, betonte er sehr deutlich, so als zweifelte er an irgendetwas. Sie nickte nur stumm und zuckte mit den Schultern. Er legte ihr die Mappe auf den Tisch. „Wirklich gut, du bekommst eine 1 für diese meister Arbeit!“. Dann wandte er sich um und ging wieder nach Vorne. Tanja drehte sich wieder zu ihr und ihre blauen Augen strahlten Josi nun an. „Was hab ich dir gesagt, nä??“

„Tanja!“

sofort wandte sie sich wieder um, als Herr Steiners Stimme durch den Raum hallte.
“ich habe dich verwarnt, du kannst den Rest der Stunde Draußen verbringen!“

sie schüttelte den Kopf. „Natürlich“, murmelte sie klein laut, erhob sich vom Platz und verschwand nach Draußen. Josi öffnete die Mappe, sah sich ihre 1 an und schaute Gedanken verloren auf die Zettel. Ihr Hunger war gestillt und sie fühlte sich gleich viel besser, sie fragte sich ob man ihn schon gefunden hatte? Aber was interessierte sie das, er hatte den Tod verdient und wenn das Gesetz ihn nicht bestrafte, dann tat sie es nun einmal halt.

Das Läuten der Pause erweckte die Klasse wieder zum Leben, sie stürmten alle hinaus, Josi packte ihre Sachen in die schwarze Tasche und ging ebenfalls zur Tür.

„Josephine?“, sie stoppte, als sie seine Stimme hörte, sie stand noch immer mit den Rücken zu ihn, im Türrahmen als sie ihn antwortete: „Was denn?“.

„Ist alles in Ordnung? Sie wirken so abwesend mit ihren Gedanken betrügt sie irgendetwas?“. Sie schüttelte den Kopf. „nein, nichts… es ist alles in Ordnung, danke“.

„Wieso danke?“, sie spürte und hörte wie er näher zu ihr kam.

„Na ja, weil sie gefragt haben!“, sagte sie etwas verwirrt. Er lächelte, stand nun dicht hinter ihr und legte seine Hand auf ihre Schulter. „Natürlich frage ich, wenn einer meiner Schüler nicht gut drauf ist weil er oder sie Probleme hat, dann mache ich mir Sorgen. Hör zu Josephine, ich weis sie mögen mich nicht besonders, aber sie müssen wissen, dass ich ihnen immer zuhören werde und ihr Geheimnis  wäre bei mir sicher, egal was es ist, ich behalte alles für mich, okay?“. Es war seltsam diese Worte von ihn zu hören und irgendwie, wurde sie dieses bedrückende Gefühl nicht los, dass er wusste das sie wirklich etwas Geheim hielt und das sie dies niemals Preis geben wird, so wenig, wie ein Pirat seinen Schatz hergeben würde. sie nickte nur zögerlich. „Ja…ähmm… danke!“, stammelte sie, Josi wusste nicht warum aber er machte sie verlegen, in seiner ganzen Art und Weise und er schien es zu wissen. „Gut dann bin ich beruhigt, also wenn sie reden möchten, kommen sie einfach zu mir!“. Wieder nickte sie nur und trat zur Tür hinaus, um endlich seiner Berührung zu entwichen. Sie war nie so eigentlich, nichts machte sie verlegen, aber er? Irgendetwas war seltsam an ihn.

Er schaute ihr nach wie sie den hellen Flur entlang ging, nicht besonders schnell, sie schien es nicht eilig zu haben, gemütlich ging sie die Treppen hinab, zur Empfangshalle.

Ein Grinsen  legte sich auf sein Gesicht und er strich sich durch sein dunkles Haar, krempelte den Ärmel seines Hemdes hoch und wandte sich dann wieder an seine Arbeit.

Schon bald würde sie anbeißen, dachte er sich schon fast zu sicher…

 

Tanja stand Draußen auf den Schulhof und wartete dort auf Josi, die grade hinaus kam, die Sonne schien ihr fröhlich ins Gesicht und sowie Tanja strahlte könnte man meinen die Strahlen kämen von ihr, ihr blondes Haar glänzte schon fast wie Gold in der Sonne.

„Hast du auf mich gewartet?“, fragte Josi, als sie zu Tanja kam. Diese nickte. „Jap, jap, das habe ich, wusstest du dass wir bald einen neuen Schüler bekommen?“, fragte sie und ihrer Stimme war deutlich an zu hören dass es ein Junge sein musste, so wie sie sich freute. Josi schüttelte den Kopf und band ihr dickes, schwarzes Haar zusammen. „nein, das wusste ich  noch nicht, aber jetzt weis ich es.“ „Ich bin schon gespannt wie er aussieht, sicherlich sehr gut!“, noch immer war ihre Stimme voller Elan. „Ja, das kann schon sein…“

 

mir ist es ziemlich egal, Hauptsache er lässt einen in Ruhe… aber irgendetwas mit Herr Steiner stimmt nicht, irgendetwas scheint er zu wissen, nein das ist unmöglich. Ich bilde mir sicher nur wieder was ein… „…Findest du nicht auch?“ Josi sah  verwundert zu Tanja.

„Ähm, was finde ich auch?“, fragte sie noch immer etwas in ihren Gedanken. Tanja grinste. „Na, das wir wieder hübsche Kerle in unserer Klasse brauchen.“ Josi zuckte mit den Schultern.  „Kann schon sein…“ sie hatte anderes im Kopf, als sich Gedanken über den Neuen zu machen und womöglich darüber wie er aussehen könnte.

 

Es war bereits 21 Uhr, der Tag war wieder viel zu schnell vorüber gezogen, es würde nicht lange dauern und die Woche läge hinter ihn. Er ließ sich auf die schwarze Ledercoach fallen und ging an das Telefon, welches laut und anhaltend klingelte.

„Ja?“, meldete er sich.

„Bist du weiter?“, er wusste sofort wem die Stimme gehörte. Sofort wurde er wieder wacher.

„Ich komme gut voran, gebt mir noch einen Monat Zeit, sagt euch der Name Kavandra was?“.

„Hmm… Kavandra sagst du? Ich werde mir ihn notieren und dann mal nachgehen. Sonst noch irgendetwas?“

„Nein, das ist erst einmal alles was ich wissen möchte, einfach etwas über diesen Nachnamen und wie viel Zeit bleibt uns noch?“

„Wenn ich das wüsste, ich habe keine Ahnung…melde dich wenn du was weist, ich mache mich schlau über den Namen. Also wir sprechen uns…“, Beide legten Zeit gleich auf.

Er griff nach seiner Zigarettenschachtel und zündete sich eine an. Zog gierig daran und schaute aus dem Fenster. Josi, wenn du wüsstest, wenn du nur ein bisschen was wüsstest…

 

Ich spüre das du es bist, ich spüre es so genau…

 

Sie wollte nicht schlafen, viel mehr konnte sie nicht schlafen, sie hatte Angst wieder diesen Traum erleben zu müssen, oder überhaupt wieder Schweiß nass auf zu erwachen. Darauf konnte sie verzichten, dann würde sie ihre Zeit lieber sinnvoller verbringen. Also war sie auf den Weg zur kleinen Bar, bei ihr um die Ecke. Dort würde Hannes auf sie warten und mit ihm konnte sie sich dann noch etwas den Abend vertreiben.

Langsam legte sich die Abenddämmerung über den Horizont, färbte den Himmel in ein warmes Orange und ließ alles friedlich und ruhig aussehen. Sie ging langsam die Straßen entlang, bis zu der Bar waren es mal grade 10 Minuten. Josi wusste das dieser friedliche Himmel eine Täuschung war, nichts als ein Trugbild auf diesen Planeten, denn diese Erde war alles andere als friedlich. So viele Menschen lebten auf ihr mit diesem Zorn in sich, mit dem Hass und sie hatten schlimme Vergangenheiten, schlimme Sachen hatten sie getan. Josephine kannte zu viele, sie hatte zu viel gesehen, hatte zu tief in ihre Seelen geschaut. Sie schüttelte den Kopf, wollte nicht mehr dran denken.

Sie ging über die Straße und sah schon die kleine Bar, die immer gut besucht war, sie war nicht sehr stark beleuchtet und hatte so ein bisschen was vom alten Styl.

Die junge Frau öffnete die Tür und begrüßte den alten Wirten mit einen Nicken, er kannte sie schon sehr gut, sie war ja auch ziemlich oft hier und trank ihr Glas Cola. Warum sie überhaupt trank? Sie tat diese Dinge, Essen, Trinken, Lebensmitteleinkaufen, aus dem einen Grund, sie durfte nicht auffallen, in keinerlei Hinsicht. Sie musste wir jeder andere auch, diese nebensächlichen Dinge tun, um nicht irgendwann einmal auf zufallen,  zu viele waren hinter ihr her, zu viele jagten solche wie sie. Es schauderte ihr schon allein an den Gedanken einen Holzpfahl durch die Rippen gestochen zu bekommen.

Hannes winkte ihr zu, aus der hintersten Ecke, es war nicht verwunderlich das er dort saß, sie nahmen meist den Tisch, er war schön abseits von allen Anderen, man hatte seine Ruhe und keiner würde einen bei den Gesprächen belauschen. Sie lächelte ihn an und setzte sich ihn gegenüber auf den Holzstuhl, er trank ein Glas Rotwein, der liebliche Geruch stieg in ihre Nase. Sie lächelte ihn an. Seine braunen, mandelförmigen Augen schauten sie musternd an. Er war ein attraktiver Mann, selbst mit seiner blassen Haut und seinen dünnen Haar, er hatte einfach eine gewisse Ausstrahlung. Man sah ihm seine 37 Jahre nicht an, er sah deutlich jünger aus und er hatte stets ein Lächeln auf den Lippen. Sie kannte diesen Mann schon verdammt lange und sie vertraute ihn so sehr wie sie sich selber vertraute. Er war ein guter Freund, schon fast wie ein Bruder für sie und er dachte in einigen Sachen genauso wie sie. er war der Jenige der sie vor den Schwarzen geschützt hatte. Wäre er damals nicht gewesen, wäre ihre Seele sicherlich ins Schwarze übergegangen, dann wäre sie ein Willenloser Vampir, ein Vampir der lebte um zu jagen, zu trinken und sich an den Leid der Anderen zu erfreuen. Sie war damals so tief unten gewesen, sie hatte alles verloren und hatte nichts, kein Geld, kein zu Hause, keine Verwandten, nur ihre neue Fähigkeit, ihr neues Leben, das sie nun bis in alle Ewigkeiten leben würde, würde man sie nicht töten.

„Wieder dieser Traum?“, fragte er sie nun und nahm noch einen Schluck vom  Wein. Sie nickte, ihr Gesicht wirkte nun noch blasser als sonst und ihre sonst so roten Lippen, wirkten nun schon fast farblos, etwas belastete sie, irgendwas lag schwer auf ihr.
“Ich habe den Traum weiter geträumt, Hannes. Ich habe ihn einfach ein Stückchen weiter geträumt…“, sie unterbrach als der Kellner kam und ihre Bestellung auf nahm, sie bestellte sich eine Cola. Als er wieder verschwunden war. Fuhr sie fort. „Ich habe geträumt wie ich ihn zu Boden fallen ließ und dann drang aus den nichts eine Stimme, hat mich beschimpft, Vorwürfe gemacht und alles um mich rum war dunkel… Hannes, ich habe gespürt wie er leblos in meinen Armen lag, wie er sich anfühlte, so unecht. Mein Herz hat so furchtbar gebrannt… aber ich kenne diesen Mann nicht einmal. Ich kenne ihn doch gar nicht. wieso fürchte ich mich denn nur so vor diesen Traum?“, ihre Augen schauten verzweifelt in die seine, er wusste sie machte sich wirklich zu große Sorgen. Hannes war noch ein Vampir des alten Schlages er war mehr als 200 Jahre alt, die Jahre hatten ihn abgehärtet, ihn viel das Töten nicht schwer, er genoss das Blut welches warm und lebensreich durch seinen Mund floss, die Kehle hinab. Er war vom ganzen Herzen ein Vampir, er war sicher keineswegs böse, aber er liebte sein Leben, er liebte die Unsterblichkeit und die Kräfte die er nun besaß.

Er griff nach ihren zierlichen Händen und drückte sie fest. „Josi, du musst aufhören dich verrückt zu machen, tief in deinen Herzen, wärst du gerne wieder ein Mensch, ein Mensch der stirbt, du kannst dich nicht damit abfinden zu töten um zu leben. Du denkst du bist dadurch etwas Schlechteres als alle andere, du wärst ein Monster. Aber…“, er drückte ihre Hände fester und schaute ihr ernst in die Augen. „Du bist nicht böse, du bist nicht schlecht! Die Menschen ernähren sich von den Tieren, essen diese, töten diese. Sie denken sie stehen ganz Oben in der Nahrungskette, aber dies ist nicht so. also betrachte dich einfach als das was du bist, ein Vampir, nichts anderes, nichts schlechteres, nichts Böseres. Du  bist einfach wunderbar okay? Und wenn du dich nicht endlich damit abfindest was du bist, wirst du diese Alpträume nie los…“, er schluckte und schaute an ihr vorbei. „Warum verliebst du dich nicht wieder? Warum unternimmst du nicht endlich wieder was mit anderen?“, jedes mal stellte er ihr diese Frage, dabei wusste er genau warum sie es nicht tat. „Um wieder zu sehen wie sie sterben? Oder um sie in 3 Jahren wieder zu verlieren, weil ich umziehen muss, damit sie nicht bemerken das ich nicht altere, oder um sie noch zu verletzen, weil sie sich in den Finger gestochen haben und mich der Geruch ihres Blutes, total wahnsinnig macht, das Raubtier in mir weckt? Nein, Hannes, ich möchte das nicht, ich möchte dies alles nicht mehr.“, er merkte ihrer Stimme an, das ihr Herz noch immer schmerzte. Vorsichtig streichelte er ihr durch das Haar und strich eine Strähne hinter ihr Ohr.

„Hallo Josephine!“, erschrocken drehte sie ihren Kopf zur Seite und schaute ihren Lehrer verwundert an. Der sie eindringlich an schaute und dann lächelte. Verfolgt der mich etwa?

„Hey“, sagte sie perplex. Hannes hatte noch immer seine Hand an ihren Haaren. Herr Steiner schaute nun zu dem Mann der an den Tisch seiner Schülerin saß und warf ihn einen unbeschreiblichen Blick zu. „Ich wollte euch bei euerem Date nicht stören, nur mal kurz Hallo sagen…“  „haben sie ja jetzt! Dann sehen wir uns ja Morgen in der Schule!“, ihre Stimme klang viel härter als sie es eigentlich sollte. Ihr Lehrer nickte und verstand. „Sicherlich, gute Nacht Josi!“, verabschiedete er sich und ging grade an Hannes vorbei. „Sie sollten sich eine in ihren Alter suchen!“, flüsterte er Hannes zu, Josi konnte nichts verstehen, schaute ihren Lehrer nur verwundert nach. „Ich heiße Josephine!“, murmelte sie ihn hinter her.

Hannes schüttelte den Kopf über den Kommentar von ihn aber er machte sich nichts weiter draus, die Leute sollten denken was sie wollten, das hatte ihn noch nie gestört.

 

Sie rannte den Flur entlang, ihre Schritte hallten durch den Raum, ihr Atem hetzte sich. schon wieder hatte sie verschlafen, genau das wollte sie vermeiden. Nicht auch noch bei der stunde wo sie Herr Steiner hatte. Sie geriet fast ins stolpern als sie die Treppe hoch huschte und um die Ecke hechtete.

„Nicht so schnell junges Fräulein, oder wollen sie sich noch was brechen?“

erschrocken blieb sie stehen und drehte sich zu Herr Steiner um, der sie nun anlächelte und gegen die Wand gelehnt war. Na, der hat Nerven…

„Müssten sie nicht schon mit den Unterricht angefangen haben?“, fragte sie verwundert, noch immer war ihr Atem am hetzen. Er sah nun endlich von der Wand ihn gegenüber weg und schaute sie nun an. Sie trug einen Knie langen, weisen Knitterrock und ein rotes Top, welches perfekt zu ihren Lippen passte, alles im allen, passte diese Kleidung allgemein sehr gut zu ihr.

„Ja, aber ich dachte wenn ich vielleicht noch etwas hier im Flur stehe kommt auch die letzte Schülerin vor mir im Raum an.“, ein Grinsen legte sich auf seine schmalen Lippen. Josi spürte wie sie etwas rot wurde. Hat er wegen mir gewartet?? Sei nicht albern…

„Keine Sorge, ich meine damit nicht sie, aber nun gehen sie schnell ins Klassenzimmer, ehe ich sie doch noch überhole. Ich werde noch auf den neuen Schüler warten. Ach und Josephine?“, sie spürte nun wie sie noch roter wurde. Wie konnte ich nur kurz daran denken er hätte auf mich gewartet so ein Blödsinn… sie schaute ihn erwartungsvoll an. „Gehen sie und rennen sie nicht, sie wissen dies untersagt der Schulordnung.“, er zwinkerte ihr zu und schon das ließ ihr Herz einen merkwürdigen Satz machen. Sofort drehte sie sich um, aus Angst er würde ihr etwas anmerken. Was ist nur los? Was mache ich da? Ich… ich bin doch bescheuert…! Eilig ging sie zur Tür, drehte sich nicht noch einmal um, aber sie spürte ganz genau dass er ihr nach sah.

er lächelte und warf einen Blick auf die Uhr. Dann habe ich ja jetzt 16 Minuten bei dir gut, Kleines… er sah auf, als er Schritte auf der Treppe hörte. Sicherlich der neue Schüler….

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.06.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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